Elena Lengwiler wird Dritte im Formula Kite in Long Beach
Long Beach (USA) war diese Woche Schauplatz der ersten Regatta der olympischen Klassen im diesjährigen Sailing Grand Slam auf dem künftigen Olympiarevier der Olympischen Spiele Los Angeles 2028. Den Auftakt der Sommer-Serie machten die Formula Kite- und iQFOiL-Klassen.
Elena Lengwiler (GYC/SKA) von Swiss Sailing Team zeigte einen starken Wettkampf und belegte bei den Frauen den 3. Rang. Bei den Männern klassierte sich Gian Stragiotti auf Rang 9, Karl Mäder wurde 20.
Bereits in der kommenden Woche kehren die Schweizer Athletinnen und Athleten für die Regatten der ILCA 6 und ILCA 7 auf das Olympiarevier von Long Beach zurück. Anfang August folgen die Wettkämpfe der 49er, 49erFX und Nacra 17.
Nächste Veranstaltungen:
- 49er, 49er FX, Nacra17 U23 /U24 World Championship Medemblik (NED), 19-26 Juli
- Sailing Grand Slam – Long Beach Olympic Classes Regatta ILCA 6/7 & 470, (USA), 20-24 Juli
- 420/470 Junior European Championship Nida (LTU) 20-27 Juli
- Nacra 15 World Championship Plymouth (GBR), 26 Juli– 1er August
- Sailing Grand Slam – Long Beach Olympic Classes Regatta 49er / FX & Nacra 17, (USA), 3-7 August
Rang 8 für Schneiter/de Planta an der 49er-EM
Die 49er-Europameisterschaften gingen diesen Sonntag in Eckernförde (GER) nach einer Woche mit sehr wechselhaften Bedingungen zu Ende. Während zu Beginn der Meisterschaften kräftiger Wind herrschte, bestimmten gegen Ende Leichtwindbedingungen das Geschehen.
Sébastien Schneiter und Arno de Planta erzielten das beste Schweizer Resultat. Mit konstant starken Leistungen qualifizierten sie sich für die Finalserie und beendeten die Europameisterschaft auf dem achten Platz. Damit bestätigen sie ihre Zugehörigkeit zur europäischen Weltspitze der 49er-Klasse.
Auch die beiden anderen Schweizer Teams zeigten eine solide Leistung. Joshua Richner und Nilo Schärer klassierten sich auf Rang 22, während Pablo Rüegge und Finn Meichle die Meisterschaft auf dem 34. Platz abschlossen.
Parallel dazu wurden in Eckernförde auch die Europameisterschaften der Nacra-17-Klasse ausgetragen. Andrea Aschieri und Tine Rossel erreichten den guten 15. Schlussrang. Das zweite Schweizer Team Mazuay/Guinard belegte Rang 33.
Nächste Veranstaltungen:
• Sailing Grand Slam – Long Beach Olympic Classes Regatta iQFOiL & Formula Kite, (USA), 12.–16. Juli
• 49er, 49er FX, Nacra17 U23 /U24 World Championship Medemblik (NED), 19.-26. Juli
• Sailing Grand Slam – Long Beach Olympic Classes Regatta ILCA 6/7 & 470, (USA), 20.-24. Juli
• 420/470 Junior European Championship Nida (LTU) 20.-27. Juli
• Nacra 15 World Championship Plymouth (GBR), 26. Juli – 1. August
• Sailing Grand Slam – Long Beach Olympic Classes Regatta 49er / FX & Nacra 17, (USA), 3.-7. August
Karl Maeder gewinnt Bronze an den Formula Kite Youth Europeans
An den Formula Kite Youth European Championships in Gizzeria (ITA) zeigte Karl Maeder (SKA) über die gesamte Regattawoche hinweg eine kämpferische Leistung. In einem dicht besetzten internationalen Feld behauptete er sich in der Spitzengruppe und hielt sich bis zum Schluss im Rennen um die Medaillen.
Im entscheidenden letzten Rennen riskierte Maeder alles, wurde nach einem Sturz jedoch noch vom Gold- und Silberkurs abgebracht. Dank seiner konstant starken Leistungen über die gesamte Meisterschaft hinweg reichte es dennoch zur Bronzemedaille bei den Youth Europeans. Gleichzeitig sicherte er sich den Sieg in der U19-Wertung.
Mit diesem Podestplatz bestätigt Karl Maeder seine kontinuierliche Entwicklung auf internationaler Ebene und setzt ein weiteres Ausrufezeichen im Formula-Kite-Nachwuchs.
Auch Felix Hecht (SKA) zeigte in Gizzeria eine engagierte Leistung. In einem starken internationalen Teilnehmerfeld sammelte er wertvolle Erfahrungen auf höchstem Nachwuchsniveau und beendete die Youth Europeans auf dem siebten Rang in der U19-Wertung.
Beide Athleten wurden während der Meisterschaft von Swiss Sailing Team Coach Jonnie Hutchcroft betreut.
Selektionsreglemente - Sailing World Championships 2027
Die Selektionsreglemente für die Sailing World Championships 2027 in Fortaleza (Brasilien) und Gdynia (Polen) sind ab sofort online.
Die Weltmeisterschaften bilden den Auftakt der Qualifikation für die Olympischen Spiele Los Angeles 2028. In den olympischen Bootsklassen werden dort die ersten Nationenquoten für die Spiele vergeben und die Regatten haben damit eine entscheidende Bedeutung auf dem Weg nach Los Angeles.
Die Reglemente definieren das Selektionsverfahren, die Anmeldefristen sowie die Kriterien, auf deren Grundlage die Athletinnen und Athleten für die jeweiligen Weltmeisterschaften nominiert werden. Athletinnen und Athleten, die an der Selektion teilnehmen möchten, müssen sich bis 30. Juli 2026 (Fortaleza) bzw. 30. November 2026 (Gdynia) verbindlich beim Swiss Sailing Team anmelden.
Link:
2027 Sailing World Championship, Fortaleza
2027 Sailing World Championship, Gdynia
Kieler Woche: Richner/Schaerer gewinnen in der 49er-Klasse
Joshua Richner und Nilo Schaerer (Gstaad Yacht Club / Thunersee-Yachtclub) zeigten an der Kieler Woche in Kiel (GER), der vierten Station der Sailing Grand Slam Serie, eine hervorragende Leistung und sicherten sich den Sieg in der 49er-Klasse.
Mit konstant starken Leistungen über die gesamte Regattawoche hinweg sichern sich die beiden Segler ihren ersten Sieg auf diesem Niveau. In einem Feld von 95 Booten gelingt ihnen zudem erstmals der Sprung aufs Podest einer Sailing-Grand-Slam-Regatta. Auch wenn einige Top-Teams zeitgleich an anderen Wettkämpfen des olympischen Kalenders im Einsatz standen, war das Teilnehmerfeld hochklassig besetzt und das Niveau entsprechend hoch.
Die Kieler Woche bot zudem zahlreichen Athletinnen und Athleten aus dem Youth Team und dem Talent Pool die Möglichkeit, sich mit starker internationaler Konkurrenz zu messen und wertvolle Erfahrungen für ihre weitere sportliche Entwicklung zu sammeln.
Alle Resultate sind online verfügbar
Nächste Einsätze
• 29er-Weltmeisterschaften, Kiel (GER), 2.–9. Juli
• Youth iQFOiL-Weltmeisterschaften, Costa Brava (ESP), 3.–10. Juli
• 49er- & Nacra-17-Europameisterschaften, Eckernförde (GER), 7.–12. Juli
• U21-Europameisterschaften ILCA 6, Thessaloniki (GRE), 10.–18. Juli
• Sailing Grand Slam – Long Beach Olympic Classes Regatta (iQFOiL & Formula Kite), Long Beach (USA), 12.–16. Juli
Swiss Sailing Team setzt auf Solarenergie
Dank der Unterstützung des Klimafonds von Swiss Olympic hat das Swiss Sailing Team einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gemacht: Der Benzingenerator des Team-Containers wurde durch eine mobile Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher ersetzt.
Der Container dient bei wichtigen internationalen Wettkämpfen als technische Basis und begleitet das Team an zentrale Events. Durch die neue Anlage kann er nun weitgehend unabhängig mit Energie versorgt werden.
Das System basiert auf einem sogenannten Balkonkraftwerk, einer kompakten Photovoltaiklösung, die direkt vor Ort Strom erzeugt und diesen in einer Batterie für die spätere Nutzung speichert. Damit werden die meisten täglichen Energiebedürfnisse des Containers gedeckt und der Einsatz fossiler Energieträger deutlich reduziert.
Neben der Reduktion der CO₂-Emissionen bringt das Projekt auch weniger Lärm an den Wettkampfstätten sowie tiefere Betriebskosten im Vergleich zu einem herkömmlichen Generator mit sich.
Möglich wurde das Projekt durch den Klimafonds von Swiss Olympic. Dieser wurde geschaffen, um Klimaschutzinitiativen im Schweizer Sport zu fördern und unterstützt Verbände und Vereine bei konkreten Nachhaltigkeitsmassnahmen wie etwa der Förderung von Zugreisen, Elektromobilität, Energieaudits oder der Installation von Solaranlagen.
Im Rahmen des Programms „Solaranlagen“ übernimmt der Klimafonds von Swiss Olympic bis zu 50 Prozent der Investitionskosten. Das Swiss Sailing Team konnte von dieser Unterstützung profitieren und ein Projekt realisieren, das sowohl die Umweltbelastung reduziert als auch optimale Arbeitsbedingungen bei internationalen Wettkämpfen sicherstellt.
Zwei Schweizer Medaillen an der Formula-Kite-Weltmeisterschaft
Starker Auftritt des Schweizer Teams an den Formula Kite World Championships in Viana do Castelo (Portugal): Bei konstant guten Bedingungen über die gesamte Woche gewann die Schweiz gleich zwei Medaillen.
Bei den Männern sicherte sich Gian Andrea Stragiotti (ZYC/SKA) die Silbermedaille hinter seinem Rivalen und Trainingspartner Maximilian Maeder aus Singapur. Gian Stragiotti hatte die WM nach dem ersten Wettkampftag noch angeführt, musste sich im weiteren Verlauf jedoch dem späteren Weltmeister geschlagen geben.
Für Gian Stragiotti hat diese Medaille eine besondere Bedeutung: Es ist sein erstes Podium auf Elite-Niveau. Nachdem er im vergangenen Jahr Junioren-Vizeweltmeister wurde und den Titel bei der Junioren-Weltmeisterschaft gewann, war ihm an den Weltmeisterschaften 2025 in Cagliari eine Medaille verwehrt geblieben.
«Heute war es extrem knapp – man musste alles geben und ständig pushen», erklärt Stragiotti. «Ich werde Vizeweltmeister hinter meinem Trainingspartner, der den Sieg absolut verdient hat. Ich bin unglaublich glücklich. Das ist Teamarbeit, und dafür bin ich sehr dankbar.»
Auch bei den Frauen durfte die Schweiz jubeln: Elena Lengwiler (GYC/SKA) gewann Bronze. Dabei hatte sie sich nur knapp als Zehnte für die Medal Series qualifiziert. Am entscheidenden Finaltag zeigte sie jedoch eine beeindruckende Leistung, gewann sowohl Viertel- als auch Halbfinale und kämpfte sich danach im Finale aufs Podium.
Die Medaille ist umso erfreulicher, nachdem sich Lengwiler an den Weltmeisterschaften im Vorjahr nach einem Materialschaden mit dem sechsten Platz hatte zufriedengeben müssen.
«Ich startete als Zehnte in den Tag – mit der Einstellung, nichts zu verlieren und alles zu gewinnen», erzählt Lengwiler. «Also ging ich aufs Wasser und gab alles. Ich konnte meine Chancen nutzen, gute Entscheidungen treffen und Fehler vermeiden, und das brachte mich schliesslich auf Rang drei der Weltmeisterschaften.»
Komplettiert wurden die Schweizer Resultate durch Karl Maeder (SKA – Rang 24) sowie Felix Hecht (SKA – Rang 26 Silver Fleet)
Parallel dazu laufen auch die Weltmeisterschaften der 49er-Klasse in Quiberon (Frankreich). Sébastien Schneiter und Arno de Planta beenden die Regatta auf Rang 18 und verpassen damit den Finaleinzug.
Die internationalen Titelkämpfe gehen in den kommenden Tagen weiter: Die Europameisterschaften der Klassen ILCA 6 und ILCA 7 starten morgen in Kaštela (Kroatien) https://2026-senior.eurilca-europeans.org/, während die iQFoil-EM ab Montag in Portimão (Portugal) ausgetragen wird https://www.iqfoilclassofficial.org/all-info-portimao-26.
Schweizer Resultate
Formula Kite Men
2. Gian Stragiotti (élite)
24. Karl Maeder (élite)
26. (silver fleet) Felix Hecht (youth)
Komplette Rangliste: https://fir.com.pl/results/IKA/men.html
Formula Kite Women
3. Elena Lengwiler (élite)
Komplette Rangliste: : https://fir.com.pl/results/IKA/women.html
Youth Sailing World Championships 2026
Die neuen Selektionsregeln für die Youth Sailing World Championships in Vilamoura (11.–19. Dezember 2026) sind ab sofort online verfügbar. Ziel des Swiss Sailing Team ist es, die besten Nachwuchsathletinnen und -athlete auszuwählen und nach Vilamoura zu entsenden.
Die Youth Sailing World Championships stehen Seglerinnen und Seglern unter 19 Jahren offen (Jahrgang 2008 oder jünger) in folgenden Klassen: 420er M / Mixed und W, 29er M / Mixed und W, ILCA 6 M und W, Formula Kite M und W, Youth iQFoil (mit 8,0-m-Rigg) M und (mit 7,2-m-Rigg) W sowie Nacra 15 Mixed Katamaran.
Die vom Swiss Sailing Team festgelegten Qualifikationsregatten gewährleisten eine Auswahl von Athletinnen, Athleten oder Teams auf hohem Niveau und stellen die Zusammensetzung einer Delegation sicher, die sich durch gezielte Vorbereitung und ein hohes Mass an persönlichem Engagement auszeichnet.
«Zum zweiten Mal in Folge findet die Meisterschaft im Dezember in Vilamoura statt, was dank der Erkenntnisse aus dem letzten Jahr eine noch solidere Vorbereitung ermöglicht. Wir freuen uns auf eine spannende Selektion», sagt Riccardo Giuliano, Cheftrainer der Nachwuchsabteilung.
Die Anmeldungen für die Selektion müssen bis spätestens 8. Mai 2026 eingereicht werden.

Tine Rossel, von den Ski auf Foils
Tine Rossels sportlicher Werdegang ist ziemlich unkonventionell. Die St. Moritzerin wechselte im Rahmen eines von Swiss Sailing Team organisierten «Talent Transfers» von den Slalomtoren auf die Foils eines Nacra 17. Gemeinsam mit Andrea Aschieri arbeitet sie auf eine Olympiateilnahme hin.
Die Idee entstand aus einer Begegnung. «Christian Scherrer kannte mich gut, wir segeln im gleichen Club in St. Moritz», erzählt Tine Rossel. «Er wusste, dass ich Skifahren als Leistungssport betrieb und suchte nach Teammitgliedern, die nicht unbedingt viel Segelerfahrung mitbringen, dafür aber körperlich fit sind. Ich habe zunächst gezögert. Mit dem Skifahren aufzuhören war keine leichte Entscheidung. Ich wollte meinen Sport nicht für ein unseriöses Projekt aufgeben und habe mir ein Jahr Bedenkzeit genommen.»
Zur gleichen Zeit versuchte Andrea Aschieri sein Olympiaprojekt neu aufzugleisen. Am Youth America’s Cup 2024 kam er mit Christian Scherrer ins Gespräch. «Ich war auf der Suche nach einer neuen Vorschoterin, nachdem meine Segelpartnerin und ich getrennte Wege gegangen waren», so Andrea. Im November 2024 starteten Andrea und Tine ihren ersten Versuch auf dem Wasser. Sie absolvierten ein zweiwöchiges Training und nahmen auch an einer Regatta teil. «Für mich war es das erste Mal auf einem Foiler», verrät Tine. «Das Tempo hat mir auf Anhieb gefallen, aber auf dem Trapez fühlte ich mich anfangs nicht wohl. Es war intensiv, ein wenig einschüchternd, aber sehr amüsant. Zum Glück hatten wir wenig Wind, das hat mir den Einstieg ins Foilen erleichtert. Nach der Regatta musste ich mich wegen der anstehenden Selektion von Swiss Sailing Team schnell festlegen. Ich habe mich fürs Segeln entschieden und mich vom Skirennsport verabschiedet.»
Tine ist jahrelang erfolgreich FIS-Rennen gefahren und weiss, was Spitzensport bedeutet. «Die Parallelen zum Segeln liegen in der Geschwindigkeit, im Adrenalin und im täglichen Training. Aber Segeln verlangt mehr Ausdauer. Im Skisport war die Belastung explosiv und vor allem auf Beine und Rumpf konzentriert. Jetzt trainiere ich länger und mit mehr Wiederholungen.» Auch Andrea musste sich an die neue Konstellation anpassen. «Mir war klar, dass der Umstieg für Tine mit viel Arbeit verbunden sein würde. Ich hatte bereits drei Jahre Erfahrung auf dem Nacra und war mit dem Boot vertraut. Unser Ziel war es, sicher zu segeln, möglichst viele Stunden auf dem Wasser zu verbringen und uns Schritt für Schritt zu verbessern.» «Am Anfang musste meistens Andrea den Lead übernehmen, er kannte alles besser als ich», gesteht Tine. «Für jemanden, der aus dem Einzelsport kommt, ist es ungewohnt, ständig Anweisungen zu bekommen. Inzwischen ist das Verhältnis ausgeglichener. Wir kommunizieren und machen gemeinsam Fortschritte.» Auch an Land verstehen sich die beiden gut. In Trainingslagern und an Regatten verbringen sie viel Zeit miteinander.
Als Trainerin konnte Victoria Travascio, die ehemalige Vorschoterin von Santiago Lange, verpflichtet werden. Für Christian Scherrer zeigt dieses Projekt exemplarisch die Rolle des Verbands: «Er schafft Verbindungen. In diesem Fall hat sich alles wie von selbst gefügt. Tine bringt Disziplin, Frische und mentale Stärke mit. Der Talenttransfer zwischen Sportarten hat hervorragend funktioniert. Er ist attraktiv und birgt viel Potenzial für die Zukunft.» Die Saison 2026 beginnt im Frühjahr in Palma. Auf Tine wartet ein dichtes Programm, denn neben mehreren internationalen Regatten stehen Maturaprüfungen an. Der Weg nach Los Angeles ist noch lang, doch der Sprung vom Schnee aufs Wasser sieht bereits sehr erfolgsversprechend aus.
Gemischte Bilanz für das Swiss Sailing Team in Palma
Die Schweizer Seglerinnen und Segler haben den Trofeo Princesa Sofía nach einer intensiven Woche und unter sehr wechselhaften Bedingungen vor Palma de Mallorca (ESP) abgeschlossen. Besonders hervorzuheben sind die starken Leistungen von Maud Jayet (ILCA 6) (5.) und Gian Andrea Stragiotti (Formula Kite) (5.), die sich beide für die Medal Series qualifizieren konnten.
Die Teams Schneiter/de Planta (49er), Mermod/Siegenthaler (470) sowie Elia Colombo (iQFoil) konnten sich zwar für die Gold Fleet qualifizieren, verpassten jedoch den Einzug in die Medal Series der besten Zehn. Nicht am Start war Elena Lengwiler (Formula Kite Women): Nach einem Sturz im Training erlitt sie eine Gehirnerschütterung und musste die Regatta auslassen.
Mit insgesamt 32 Athletinnen und Athleten stellte das Swiss Sailing Team die grösste Delegation, die je an dieser Regatta teilgenommen hat. Das Niveau war entsprechend hoch. Für die 11 Mitglieder des Youth Teams stand vor allem das Sammeln von Erfahrungen im Vordergrund – sie konnten sich in grossen und stark besetzten Feldern direkt mit der Weltelite messen.
Die Bedingungen zeigten sich während der Woche von ihrer ganzen Bandbreite: von offshore Wind über thermische Westwinde bis zu 20 Knoten bis hin zu leichteren Tagen. Palma präsentierte sich einmal mehr als anspruchsvolles Terrain, das ideale Voraussetzungen bietet, um unter unterschiedlichsten Bedingungen Fortschritte zu machen.
Die zweite Etappe des Sailing Grand Slam findet Ende Monat in Hyères statt. Das Swiss Sailing Team wird dort in den Klassen 470, ILCA 6, ILCA 7, Nacra 17 und Formula Kite vertreten sein. Die 49er setzen ihre Vorbereitung in Quiberon fort, dies mit Blick auf die Weltmeisterschaften im Mai. Die iQFoil-Athletinnen und Athleten konzentrieren sich derweil auf die Europameisterschaften Mitte Mai in Portimão.
Die vollständigen Resultate des Trofeo Princesa Sofía sind online verfügbar :
Résultats des athlètes suisses :
470 :
Yves Mermod (TYC) / Maja Siegenthaler (TYC) – 15/63
49er :
Sébastien Schneiter (SNG) / Arno de Planta (SNG/CVV) – 19/101
Joshua Richner (GYC/TYC) / Nilo Schärer (GYC/TYC) – 26/101
Pablo Rüegge (SVKr) / Finn Meichle (SVKr) – 52/101
Simon Mille (CVE/CNM) / Theo Kowalewsky (ZYC/BCV) (Youth Team) – 96/101
49er FX :
Malena Rüegge / Liv Wicki (Youth Team) (SVKr) – 47/60
Formula Kite :
Gian Andrea Stragiotti (ZYC/SKA) – 5/54
Karl Maeder (SKA) – 21/54
Elena Lengwiler (GYC/SKA) – DNC
Nacra 17:
Andrea Aschieri (SNNy) / Tine Rossel (SCStM) – 25/42
Marie Mazuay (CNV) / Clément Guignard (SNNy)(Youth Team) – 31/42
ILCA 6:
Maud Jayet (SNG) – 5/142
Anja von Allmen (GYC/RCO/YCSP) – 53/142
Wiktoria Jedlinska (SNG) – 92/142
ILCA 7:
Gauthier Verhulst (GYC/CNP) – 67/195
Martin Verhulst (GYC/CNP) – 87/195
Boris Hirsch (SNG) – 121/195
iQFoil:
Elia Colombo (CVLL/GYC) – 15/118
Sebastian Schärer (WSCS) – 55/118
Robin Zeley, iQFoil (Youth Team) (DRCS)– 70/118
Devin Hauser, iQFoil (Youth Team) (DRCS) – 91/118
Loïc Huguenin, iQFoil (Youth Team) (CNI/NFT) – 94/118
Nino Livio Lofterød, iQFoil (Youth Team) (DRCS)– 103/118
Chloé Huguenin, iQFoil Women (Youth Team) (CNI/NFT) – 62/70
Saisonstart bei der Trofeo Princesa Sofía
Wie jedes Jahr markiert die renommierte Regatta Trofeo Princesa Sofía in der Bucht von Palma de Mallorca (ESP) den Auftakt der europäischen Segelsaison. Als erste von fünf Stationen des Sailing Grand Slam versammelt sie die Weltelite des Segelsports – und bringt gleichzeitig das gesamte Team von Swiss Sailing Team zusammen.
Auf dem Programm stehen nicht nur die Wettkämpfe, sondern auch das offizielle Teammeeting, verschiedene Fotoshootings an Land und auf dem Wasser mit Sailing Energy, sowie ein gemeinsames Abendessen.
Die neue Saison steht ganz im Zeichen des Wiedersehens: Alle Teams, die an den Olympischen Spielen 2024 teilgenommen haben, sind zurück am Start. Was sich in den einzelnen Klassen verändert hat. Auch im Staff des Swiss Sailing Teams gibt es einige Neuerungen: Mit Victoria Travascio (Nacra 17), Carl Frederik Fock (470), Jonnie Hutchcroft (Foiling Kite Women) und Damir Narkst (49er) verstärken gleich vier neue Coaches das Elite-Team. Zudem übernimmt Miguel Allen neu die Rolle des Rules Advisors.
Auch abseits des Wassers gibt es Veränderungen: Marco Brunner hat bei Swiss Sailing die Position des Geschäftsführers übernommen. Seine bisherigen Aufgaben in der Administration übernimmt neu Karin Schmutz als Office Managerin.
49er
Gleich drei Crews vertreten die Schweiz im 49er. Die Olympiateilnehmer Sébastien Schneiter und Arno de Planta setzen ihre Kampagne Richtung Los Angeles fort – parallel zu ihren Einsätzen im SailGP – und werden weiterhin betreut von Ian Barker.
Mit Damir Narkst erhält das Team zusätzliche Unterstützung im Coaching – er übernimmt die Verantwortung für die gesamte Squad der Disziplin. Weiter im Elitefeld sind Joshua Richner und Nilo Schärer. Pablo Rüegge startet nach dem Rückzug von Linus Abicht mit seinem neuen Partner Finn Meichle in die Saison
470 Mixed
Yves Mermod und Maja Siegenthaler sind zurück: Nach einer Pause im Jahr 2025 – zur Verarbeitung der Olympischen Spiele von Marseille – greift das Duo wieder an. Mit Blick auf Los Angeles startet Maja bereits in ihre vierte Kampagne.
Ein erster Formtest beendeten sie mit Rang 11 an der EM in Vilamoura (POR). Neu wird das Team von Carl Frederik Fock betreut.
Nacra 17
Der Mixed Katamaran ist wieder im Elitekader vom Swiss Sailing Team vertreten. Andrea Aschieri hat mit Tine Rossel eine neue Vorschoterin gefunden – eine ehemalige Skifahrerin aus Graubünden, die über ein Talent-Transfer-Projekt zum Segeln kam.
Das Duo, gecoacht von Victoria Travascio, der ehemaligen Vorschoterin von Santiago Lange, startet in Palma zu seiner zweiten gemeinsamen Trofeo Princesa Sofía. Parallel trainieren sie eng mit dem Youth-Team (Marie Mazuay / Clément Guignard) zusammen.
ILCA 6
Mit Wiktoria Jedlinska rückt eine junge Athletin der Société Nautique de Genève ins C-Kader auf. Sie ergänzt das Team um Maud Jayet, die ihre Olympia-Vorbereitung für 2028 vorantreibt und gleichzeitig im SailGP-Team engagiert ist, sowie Anja von Allmen.
Trainiert wird die Gruppe von Jakub Kozelsky.
ILCA 7
Auf dem ILCA 7 ist Boris Hirsch neu im C-Kader und arbeitet mit Coach Zan Luka Zelko.
Die Brüder Verhulst bleiben prägend für das Gesicht dieser Klasse in der Schweiz: Während Martin nach seiner Rekrutenschule als Leistungssportler nun unter Javier Hernández Cebrián trainiert, ist Gauthier Teil eines gemeinsamen Eliteprogramms von Swiss Sailing Team und der niederländischen Föderation (Team Allianz).
iQFoil Men
Elia Colombo und Sebastian Schaerer setzen ihre Zusammenarbeit fort und trainieren unter der Leitung von Steve Allen – einer echten Windsurf-Legende und seit 2025 Teil des Teams.
Die Saison begann mit Trainingsblöcken und ersten Wettkämpfen bei den iQGames in Lanzarote (ESP).
Formula Kite Women
Für Elena Lengwiler beginnt ein neues Kapitel: Die Athletin des Gstaad Yacht Club trainiert neu in einer reinen Frauengruppe unter Coach Jonnie Hutchcroft.
Die Zusammenarbeit startete Anfang dieses Jahres – mit zwei intensiven Trainingsblöcken auf Fuerteventura (ESP) im Januar und Februar.
Formula Kite Men
Gian Andrea Stragiotti, frisch gekrönter Junioren-Weltmeister vom letzten Dezember, und Karl Maeder bleiben unter Trainer Mathieu Girolet.
Nach dem Test-Event in Fortaleza (BRA) haben sie ihr Trainingsprogramm weiterentwickelt – unter anderem in Zusammenarbeit mit Singapore Sailing und Max Maeder.
Mehr Updates zu den einzelnen Klassen und zur Saison folgen laufend auf unserer Website.
Gottifredi Maffioli unterstützt Swiss Sailing Team
Zusätzlicher technischer Support für die Schweizer Seglerinnen und Segler: Swiss Sailing Team freut sich, die Partnerschaft mit Gottifredi Maffioli bekanntzugeben. Der italienische Spezialist für hochwertiges Tauwerk wird nicht nur Lieferant, sondern auch technischer Partner. Einerseits geht es dabei um den Austausch von Know-how, andererseits um die Entwicklung von spezifischen Lösungen in den einzelnen Bootsklassen.
«Wir freuen uns sehr über diese Partnerschaft» sagt Christian Scherrer, CEO von Swiss Sailing Team. «Unsere Athletinnen und Athleten erhalten damit materialtechnische Unterstützung in der Vorbereitung und Ausstattung ihrer Boote. Zudem freut es mich ganz besonders, dass wir auch Workshops und Schulungen für unseren Nachwuchs organisieren werden.»
«Im Hinblick auf unser 100-jähriges Jubiläum freuen wir uns, das Swiss Sailing Team zu unterstützen und junge Schweizer Seglerinnen und Segler auf ihrem olympischen Weg zu begleiten», ergänzt Rossella Maffioli, Commercial Director von Gottifredi Maffioli. «Diese Partnerschaft spiegelt unser langjähriges Engagement wider, auf höchstem sportlichem Niveau eng mit Athletinnen, Athleten und technischen Partnern zusammenzuarbeiten.»
Die Partnerschaft mit Gottifredi Maffioli wird durch den Ausrüstungsspezialisten «SUI 4616» umgesetzt. Die Seglerinnen und Segler profitieren damit von einer individuellen Betreuung vor Ort, um auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.
Nicolas Rossier, Gründer von SUI 4616, erklärt: «Gottifredi Maffioli liefert das Material, und ich bringe das Know-how sowie den technischen Service ein. So erhalten wir ein Resultat, das perfekt auf die jeweilige Crew zugeschnitten ist – die Arbeit erfolgt stets in direktem Kontakt mit den Teams.»
Mit dieser Partnerschaft stärkt Swiss Sailing Team sein Engagement für die Seglerinnen und Segler und bietet noch mehr Qualität, Innovation und Leistung.
Goldmedaille für Gian-Andrea Stragiotti an den Junioren-Weltmeisterschaften im Segeln
Mit den Youth Sailing World Championships vom 13. bis 19. Dezember in Vilamoura (Portugal) neigt sich die internationale Jugendsegelsaison dem Ende zu. Die Schweizer Delegation kehrt mit einem herausragenden Resultat zurück, Gian-Andrea Stragiotti gewinnt in der Klasse Formula Kite die Goldmedaille. Nach seiner Silbermedaille an den Weltmeisterschaften im Vorjahr bestätigte Gian Stragiotti seine Rolle an der Spitze, indem er sämtliche Läufe der Meisterschaft für sich entschied. Eine aussergewöhnliche Leistung des Athleten, der bereits dem Elitekader angehört und vor Ort von seinem Trainer Matthieu Girolet betreut wurde. « Wir bestritten neun Rennen unter sehr schwierigen Bedingungen. Dennoch gelang es mir, konstant zu bleiben und alle Rennen zu gewinnen! Einen besseren Abschluss mit dem U19 Sieg hätte ich mir nicht wünschen können. »
Die intensive Woche war geprägt von sehr wechselhaften Bedingungen, die von instabilen Leichtwindphasen bis hin zu Starkwindtagen mit über 30 Knoten reichten. Diese Regatta zählt zu den wichtigsten internationalen Anlässen im Juniorensegeln und bietet den besten U19 Athletinnen und Athleten die Möglichkeit, sich auf Weltklasseniveau zu messen und ihre Entwicklung Richtung Leistungssport voranzutreiben. Für die gesamte Schweizer Delegation verlief die Woche konstruktiv. Unter der Leitung von Riccardo Giuliano, Verantwortlicher Nachwuchs, konnten in allen teilnehmenden Bootsklassen Läufe durchgeführt werden, auch wenn das Programm aufgrund der Bedingungen zeitweise angepasst werden musste. Während die jüngeren Mitglieder der Delegation wertvolle Erfahrungen sammeln und insbesondere an ihren Starts arbeiten konnten, handelte es sich für das 420er-Duo Damian Berther & Ryan Devis um den letzten gemeinsamen Wettkampf.
Resultate Swiss Sailing Team :
• Male Two Person Dinghy (420) Damian Berther (DRCS/ZYC) & Ryan Devis (DRCS) : 12/28
• Male Skiff (29er) Ikke Huber (TYC) & Liam Noel Berger (TYC) : 18/30
• Mixed Two Person Multihull (Nacra 15) Morgane Mazuay (SNG / SNNy) & Alexis Lagger (CVVT / SNNy) : 6/13
• Male Windsurfer (iQFoil Youth) Loïc Huguenin (CNI/NFT) : 13/38
• Male Kiteboarding (Formula Kite) Gian-Andrea Stragiotti (ZYC / SKA) 1/18
• Male One Person Dinghy (ILCA 6) Lars Dittel (CVN) : 26/57
• Female One Person Dinghy (ILCA 6) Camille Vallotton (CVVT) : 30/49
Youth Sailing Worlds: Informationen zur Verfolgung
Der wichtigste Event im Junioren-Olympiasegeln startet heute in Vilamoura (POR). Die Youth Sailing World Championships vereinen die besten jungen Seglerinnen und Segler der Welt. Die Schweiz ist in sieben Klassen vertreten (siehe Liste unten) bei diesem jährlichen Fixpunkt im internationalen Nachwuchssegeln.
Mit der Eröffnungsfeier am Samstagabend wurden die Championships offiziell eröffnet. Am Sonntag konnten die Athletinnen und Athleten das Revier bei den Practice Races unter Regattabedingungen testen. Der erste offizielle Regattatag findet heute, Montag, 15. Dezember, ab 13.45 Uhr statt.
Die Rennen werden live auf YouTube übertragen.
Die Resultate sind hier zu finden.
Swiss Sailing Team Athleten:
· Male Two Person Dinghy (420) Damian Berther (DRCS/ZYC) & Ryan Devis (DRCS)
· Male Skiff (29er) Ikke Huber (TYC) & Liam Noel Berger (TYC)
· Mixed Two Person Multihull (Nacra 15) Morgane Mazuay (SNG / SNNy) & Alexis Lagger (SNNy / CVVT)
· Male Windsurfer (iQFoil Youth) Loïc Huguenin (CNI/NFT)
· Male Kiteboarding (Formula Kite) Gian-Andrea Stragiotti (ZYC / SKA)
· Male One Person Dinghy (ILCA 6) Lars Dittel (CVN)
· Female One Person Dinghy (ILCA 6) Camille Vallotton (CVVT)
Swiss Sailing Team stellt Elitekader 2026 vor
Das Swiss Sailing Teams gibt die Seglerinnen und Segler bekannt, die im kommenden Jahr in das Elitekader aufgenommen werden.
Alle Athletinnen und Athleten, die an den Olympischen Spielen in Paris teilgenommen haben, kehren – nach einer Pause für das 49er-Duo und das 470-Duo – aktiv in das Nationalkader zurück. Anja von Allmen stösst neu zum Nationalkader. Mehrere junge Talente schaffen den Sprung in die Elite und werden in das C-Kader aufgenommen: Aschieri/Rossel im Nacra 17, Boris Hirsch im ILCA 6 und Wiktoria Jedlinska im ILCA 6.
«Wir freuen uns, das Elite Team für die Saison 2026 zu präsentieren», sagt Teamchef Christian Scherrer. «Das Team ist so breit und stark aufgestellt wie seit Langem nicht mehr. Mit der Rückkehr aller Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer von Paris 2024 ins Nationalteam sowie mehreren vielversprechenden Athletinnen und Athleten, die vom Youth Team ins C-Kader aufsteigen, zeigen wir Stärke und Kontinuität auf allen Ebenen. Dies unterstreicht zugleich die erfolgreiche und kontinuierliche Arbeit in unserer Nachwuchsförderung.»
Alle Athletinnen und Athleten sowie das Staff-Team des Swiss Sailing Teams trafen sich diese Woche für zwei Tage im Nationalen Leistungszentrum in Lausanne, um Informationen auszutauschen und die kommende Saison vorzubereiten. Zwischen fachlichen Präsentationen, anregendem Austausch und informellen Momenten zog das Team Bilanz über ein aktives Jahr nach den Olympischen Spielen und bereitete sich mit grosser Motivation auf 2026 vor.
Nationalkader
Anja von Allmen (2003) GYC / RCO / YCSP – ILCA 6
Elena Lengwiler (1996) GYC / SKA – Formula Kite
Elia Colombo (1995) CVLL / GYC – iQFoil
Gian Stragiotti (2007) ZYC / SKA – Formula Kite
Maud Jayet (1996) SNG – ILCA 6
Sébastien Schneiter (1995) SNG – 49er helm
Arno de Planta (1999) SNG/CVV – 49er crew
Yves Mermod (1996) TYC – 470 Mixed helm
Maja Siegenthaler (1992) TYC – 470 Mixed crew
B-Kader
Gauthier Verhulst (2001) GYC / CNP – ILCA 7
Joshua Richner (2002) GYC / TYC – 49er helm
Nilo Schärer (2003) GYC / TYC – 49er crew
Karl Maeder (2008) SKA – Formula Kite
C-Kader
Andrea Aschieri (2003) SNNy – Nacra 17 helm
Tine Rossel (2006) SCStM – Nacra 17 crew
Boris Hirsch (2005) SNG – ILCA 7
Pablo Rüegge (2007) SVKr – 49er helm
Linus Abicht (2006) SVKr – 49er crew
Martin Verhulst (2003) GYC / CNP – ILCA 7
Sebastian Schärer (2002) WSCS – iQFoil
Wiktoria Jedlinska (2005) SNG – ILCA 6
Selektionen für das Youth Team und den Talent Pool 2026
54 junge Seglerinnen und Segler wurden für das Youth Team und den Talent Pool 2026 selektioniert. Der Selektionsausschuss des Swiss Sailing Teams will damit die jungen, motivierten Athletinnen und Athleten gezielt fördern und näher an die Elite heranbringen.
«Wir sind stolz darauf, für die kommende Saison viele Seglerinnen im Talentpool begrüssen zu dürfen, was die Zunahme der Anzahl Mädchen widerspiegelt, die in den einzelnen Klassen segeln», freut sich Riccardo Giuliano, Nachwuchsverantwortlicher beim Swiss Sailing Team. «Gleichzeitig manifestiert sich darin auch die zunehmende Anzahl gemischter Teams in den dynamischen Klassen 420 und 29er.» Hervorragende Leistungen führten auch im Youth Team zu weiteren Selektionen, erklärt Giuliano weiter. «In der iQFoil-Klasse sind wir stark unterwegs und verschiedene Windsurferinnen und Windsurfer haben den Übergang in die U23-Kategorie bereits erfolgreich geschafft. Die Skiff-Generation macht ebenfalls mit beeindruckenden Ergebnissen im 29er von sich reden – hier geht es nun um den Wechsel in den 49er FX auf, bevor dann die olympische 49er-Klasse wartet. Das Potenzial für 2026 ist hoch, unsere Trainer sind bestrebt, jeden Athleten und jede Athletin dabei zu unterstützen, individuelle Fortschritte zu machen und nächste Meilensteine in der Segelkarriere zu erreichen.»
Die 23 Seglerinnen und Segler des Youth Teams und die 31 des Talentpools werden im kommenden Jahr speziell gefördert, um – stufengerecht – den Übergang in die Elite vorzubereiten. Die vollständige Liste finden Sie hier:
Swiss Sailing Team Youth Team 2026
Anna Brüngger (2009) ZYC/SCR– 29er helm
Damian Berther (2008) DRCS/ZYC – 29er crew
Simon Mille (2006) CVE / CNM – 49er helm
Theodor Kowalensky (2007) ZYC/BCV – 49er crew
Ikke Huber (2007) TYC – 49er FX helm
Liam Noel Berger (2007) TYC – 49er FX crew
Malena Rüegge (2009) SVKr – 49er FX helm
Liv Wicky (2009) SVKr – 49er FX crew
Jacob Bründler (2009) SVT – 49er FX helm
Thierry Stucki (2008) SYH / SVT – 49er FX crew
Henri Rothacher (2008) SVT – 49er FX helm
Noah Strempfer (2008) ZYC – 49er FX crew
Chloé Huguenin (2006) CNI/NFT – iQFOIL
Devin Hausser (2007) DRCS – iQFOIL
Loic Huguenin (2007) CNI/NFT – iQFOIL
Nino-Livio Lofterod (2006) DRCS – iQFOIL
Noam Kobel (2006) CNI/NFT – iQFOIL
Robin Zeley (2007) DRCS – iQFOIL
Camille Vallotton (2009) CVVT – ILCA 6
Lars Dittel (2007) CVN – ILCA 7
Céderic Baker (2006) CVLL – Formula Kite
Marie Mazuay (2005) SNG, SNNy, CNV – Nacra 17 helm
Clément Guignard (2005) SNNy – Nacra 17 crew
Swiss Sailing Team Talentpool 2026
Ella Dürr (2009) ZYC – 29er helm
Eskil Kaufmann (2008) ZYC – 29er crew
Lina Portner (2009) SVK/RCO – 29er helm
Elsa Kowalewsky (2010) SVK/BSC – 29er crew
Matilda Hofer (2011) ZYC – 29er helm
Andreas Hofer (2008) ZYC – 29er crew
Lotta Rohner (2011) SCMd/ZYC – 29er helm
Lina Rohner (2008) SCMd/ZYC – 29er crew
Lise Pepping (2009) CNM – 29er helm
Théodore Denjoy (2008) CNV – 29er crew
Svenja Müller (2008) DRCS – 420 helm
Seraina Pfister (2008) DRCS – 420 crew
Paul Rusterholz (2009) SVT – 420 helm
Mia Rusterholz (2012) SVT – 420 crew
Ben Coldebella (2009) DRCS – iQFOIL
Luca Györvary (2008) CNI/NFT – iQFOIL
Mark Benczur (2008) CNI/NFT – iQFOIL
Philipp Klarer (2008) DRCS – iQFOIL
Raphaël Kobel (2009) CNI/NFT – iQFOIL
Yoan Györvary (2009) CNI/NFT – iQFOIL
Ernestine Inversin (2009) CNI/NFT – iQFOIL
Eirini Pegiazoglou (2009) ZSC – ILCA6
Edward Hirsch (2010) SNG – ILCA6
Lars Keller (2008) YCA – ILCA6
Leanne Turrin (2009) DRCS – ILCA6
Leo Gosling (2010) SNG – ILCA6
Lewin Liatard (2009) CNP – ILCA6
Louis Duboulet (2008) CNP – ILCA6
Felix Hecht (2009) SKA – Formula Kite
Leila Le Roy (2011) SNNy – Nacra 15 helm
Martin Le Roy (2009) SNNy – Nacra 15 crew
Schweizer Delegation für die Youth Worlds 2025
Das Swiss Sailing Team hat zehn Athletinnen und Athleten für die Youth Sailing World Championships selektioniert, die vom 12. bis 20. Dezember 2025 in Vilamoura (POR) stattfinden. Die Schweiz wird damit beim wichtigsten Junioren-Segelevent des Jahres in sieben von elf Klassen vertreten sein. Die folgenden Seglerinnen und Segler wurden vom Selektionskomitee des Swiss Sailing Teams berücksichtigt:
- Male Two Person Dinghy (420) Damian Berther (DRCS/ZYC) & Ryan Devis (DRCS)
- Male Skiff (29er) Ikke Huber (TYC) & Liam Noel Berger (TYC)
- Mixed Two Person Multihull (Nacra 15) Morgane Mazuay (SNG / SNNy) & Alexis Lagger (SNNy / CVVT)
- Male Windsurfer (iQFoil Youth) Loïc Huguenin (CNI/NFT)
- Male Kiteboarding (Formula Kite) Gian-Andrea Stragiotti (ZYC / SKA)
- Male One Person Dinghy (ILCA 6) Lars Dittel (CVN)
- Female One Person Dinghy (ILCA 6) Camille Vallotton (CVVT)
Nach der erfolgreichen Teilnahme im letzten Jahr in Riva del Garda (ITA) – die Schweizer Delegation kam mit einer Silbermedaille im Kitesurfen von Gian-Andrea Stragiotti nach Hause – ist die Motivation beim Swiss Sailing Team gross. «Ich freue mich darauf, dieses talentierte Team zu begleiten», sagt Riccardo Giuliano, Nachwuchsverantwortlicher beim Swiss Sailing Team. «In den Klassen 29er und iQFoil war die interne Konkurrenz besonders stark, was die Auswahl schwierig machte. Die Hälfte der Selektionierten hat bereits letztes Jahr an den Youth Worlds teilgenommen, während die anderen zum ersten Mal dabei sein werden. Die Delegation mag etwas kleiner sein als in den Vorjahren, da einige Athletinnen und Athleten die Selektionskriterien nicht erfüllten. Ich freue mich darauf, zusammen mit unserem Trainerteam diese junge Delegation bei diesem wichtigen Event zu unterstützen. Vilamoura ist ein schwieriges Revier – wir müssen uns auf alle möglichen Bedingungen vorbereiten, um uns mit den besten U19-Seglerinnen und -Segler der Welt messen zu können!»
Weitere Informationen zur Regatta hier.
Tolle Resultate des Youth Teams
Bei den 49er, 49erFX und Nacra 17 Junior European Championships in Palermo, Sizilien (ITA) zeigten die Seglerinnen und Segler des Youth Teams tolle Leistungen. Bei schwierigen Bedingungen steigerten sich Malena Rüegge und Liv Wicki (SVKr) im Verlaufe der Serie und schlossen die Regatta bei den 49erFX auf dem 4. Rang (19 Boote) ab. Nach eher verhaltenem Beginn machten die beiden Ostschweizerinnen im letzten Lauf mit einem 2. Platz nochmals einen Schritt nach vorne. Europameisterinnen wurden die Deutschen Schwahhofer/Stoltze. Bei den 49er-Männern landetet das Duo Theo Elbel / Itay Geller (SVT/ZYC) auf dem 12. Rang (15 Boote).
Herausragend war bei den Nacra 17 das Resultat von Andrea Aschieri und Tine Rossel (SNNY/SCStM). Zum Abschluss ihrer ersten gemeinsamen Saison sicherte sich das Duo mit einer konstanten Serie den Vize-EM-Titel. «Wir sind unglaublich stolz auf dieses Ergebnis. Die Bedingungen waren herausfordernd, doch wir haben das Maximum herausgeholt und viel gelernt», sagte Andrea Aschieri nach einem abschliessenden Laufsieg in der letzten Wettfahrt. Das gute Schweizer Resultat wurde von Marie Mazuay / Clément Guignard (SNG/SNNy/CNV) mit dem 5. Platz (7 Boote) abgerundet.
Alle Resultate unter diesem Link
Stragiotti: Vize-Weltmeister!
Gian Stragiotti (ZYC) gewann bei den Formula Kite Youth World Championships den Vize-WM-Titel der U21. Der 18-jährige Innerschweizer musste sich bei schwierigen Bedingungen auf den Azoren nur dem aktuellen Dominator und Weltmeister Riccardo Pianosi (ITA) geschlagen geben. «Es war ein crazy Event mit riesigen Atlantik-Wellen und starkem Wind. Ich musste an mein Limit und manchmal auch darüber hinaus gehen. Die Bedingungen im Finale waren dann leichter und ich konnte voll angreifen. Ich bin sehr happy mit dem Resultat», sagte Stragiotti, nachdem er in den Finals vom 4. Rang in der Qualifikation auf den 2. Schlussrang gesegelt war. Für Stragiotti ist es eine weitere Bestätigung seiner hervorragenden Resultate. Nach U21-WM-Gold vor einem Jahr, zwei Vize-EM-Titeln bei den U21 und dem 2. Platz an der EM bei der Elite im Frühling dieses Jahres kommt also eine weitere Silbermedaille in sein Palmares.
Ebenfalls ein tolles Resultat lieferte Karl Mäder (SKA). Er beendete die Qualifikation auf dem starken 5. Rang, blieb dann allerdings im Viertelfinale hängen. Mit dem 8. Schlussrang bestätigt er seine Fortschritte in der laufenden Saison. Cedric Baker vom Youth Team rundete das tolle Swiss Sailing Team Resultat als 18. ab.
Talent Scout Camp 2025
Das Nationale Leistungszentrum (NLZ) von Swiss Sailing in Dorigny (Lausanne) bot erneut einen idealen Rahmen für das Treffen der nächsten Segel-Generation. In diesem Jahr besonders auffällig: die starke weibliche Präsenz. Zahlreiche motivierte und gut vorbereitete Athletinnen zeigten auf dem Wasser starke Leistungen – ein Zeichen für das stetige Wachstum des Frauensegelns in der Schweiz. Vier Tage lang stellten sich die 36 jungen Talente in den Klassen ILCA 6, 420 und 29er der Herausforderung. Die Trainingseinheiten fanden bei idealen Segelbedingungen mit einem konstanten Wind von 15 bis 18 Knoten und in einer fröhlichen, konzentrierten Atmosphäre statt. Jede und jeder konnte sich mit sich selbst und mit den Besten ihrer respektive seiner Kategorie messen.
Das Talent Scout Camp begann mit einem Ausbildungstag für die Trainerinnen und Trainer. Unter der Leitung der Experten des NLZ wurden Themen vom physischen Training über Erholung und Physiotherapie bis hin zu Ernährung und mentaler Vorbereitung behandelt. Eine Mischung aus Erfahrung und nützlichen Aktualisierungen, um den jungen Athletinnen und Athleten eine immer professionellere Unterstützung zu gewährleisten, und um eine gemeinsame Methodik in den Jugendklassen zu schaffen.
In den folgenden Tagen verwandelte sich der See in ein echtes Leistungslabor. Mehrere Neulinge aus den U15-Klassen, wie Optimist und RSFeva, waren zum ersten Mal dabei und hinterliessen als jüngste Generation einen guten Eindruck. Strahlende Gesichter, Teamgeist und die Zufriedenheit jener, die das Gefühl hatten, einen wichtigen Meilenstein auf ihrem Weg erreicht zu haben, waren deutlich zu spüren.
Riccardo Giuliano, Head Coach Youth beim Swiss Sailing Team, zeigte sich zufrieden: «Das Talent Scout Camp war auch dieses Jahr wieder ein grosser Erfolg. Viele junge Seglerinnen und Segler haben ihr Potenzial unter Beweis gestellt. Die Frauen dominierten dieses Jahr, was zum Teil auf die Teilnahme mehrerer gemischter Teams in den Klassen 29er und 420 zurückzuführen ist. Ich bin angenehm überrascht von der Energie und dem Engagement, welche sie auf dem Wasser gezeigt haben. Ich möchte den Trainern Linda, Daniel und Matteo für ihre Professionalität und Leidenschaft danken, ebenso wie allen, die zur Organisation des Camps beigetragen haben. Ein besonderer Dank geht an Marco Versari (Leiter des NLZ) für seine unermüdliche Unterstützung.»
Der Auswahlprozess tritt nun in eine entscheidende Phase. Die Selektionen werden nicht leichtfallen, doch eines ist sicher: Der Schweizer Segelsport kann mit viel Zuversicht in die Zukunft blicken. Die Namen der selektionierten Athletinnen und Athleten werden Ende Oktober bekannt gegeben.
Starke Schweizer Kiter
Bei den Formula Kite World Championships in Cagliari, Sardinien, bestätigte die Schweizer Squad ihren Ruf als starke Kite-Nation. Elena Lengwiler (GYC) und Gian Stragiotti (ZYC) belegten nach einer herausfordernden und anspruchsvollen Qualifikation beide den 3. Platz und qualifizierten sich direkt fürs Halbfinale. Dort blieben sie allerdings hängen und schafften den Einzug ins Finale nicht. So blieb es am Schluss beim undankbaren 5. Rang für Gian Stragiotti und beim 6. Rang für Elena Lengwiler. Trotzdem zeigte sich die St. Gallerin nach dem Wettkampf sehr zufrieden: «Nach dem schwierigen Einstieg in die Woche hätte ich nicht gedacht, überhaupt um die Mediallen kämpfen zu können. Leider musste ich das Halbfinale mit Materialschaden aufgeben.» Das neue Wettkampf-Format der Kiter, bei dem die Viertel- und die Halbfinals in nur einem Lauf entschieden werden, machte auch Gian Stragiotti einen Strich durch die Rechnung. Nach einer Qualifikationsserie mit einem 7. und einem 8. Laufrang als schlechteste Resultate (!) gelang ausgerechnet das Halbfinale nicht nach Wunsch: «Die Enttäuschung ist natürlich riesig, dass ich nach einer so guten Quali den Finaleinzug nicht schaffte. Trotzdem bin ich mit der Woche sehr zufrieden und bin umso motivierter, mit dem ganzen Team noch einen weiteren Schritt vorwärtszumachen.» Abgerundet wurde das gute Schwizer Teamresultat durch den 17. Platz von Karl Mäder (SKA).
Premieren gab es ganz oben auf dem Podest: Sowohl Jessie Kampman (NED) als auch Riccardo Pianosi (ITA) gewannen ihren ersten Kite-WM-Titel.
Partnerschaft verlängert
Die Peter Frisch GmbH führt ihr Engagement im internationalen Spitzensegeln fort und verlängert die erfolgreiche Partnerschaft mit dem Swiss Sailing Team bis zu den Olympischen Spielen 2028. Zusätzlich wird die Zusammenarbeit auf den nationalen Dachverband Swiss Sailing ausgeweitet.
Die Peter Frisch GmbH mit Sitz in München ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der internationalen Segelszene. Als exklusiver Vertriebspartner namhafter Premium-Marken wie ZHIK, Musto und Harken für Deutschland und die Schweiz stattet das Unternehmen sowohl Spitzensportler als auch ambitionierte Breitensportler mit hochwertiger Funktionsbekleidung und technischem Equipment aus. Die Partnerschaft mit dem Swiss Sailing Team besteht bereits seit mehreren Jahren – und wird nun mit Blick auf die kommenden Olympischen Spiele Los Angeles 2028 vertieft.
Hubertus Jürgens, Geschäftsführer der Peter Frisch GmbH, erklärt: «Wir sind stolz darauf, unsere Partnerschaft mit dem Swiss Sailing Team bis zu den nächsten Olympischen Spielen fortzusetzen. Die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre war geprägt von gegenseitigem Vertrauen und dem gemeinsamen Anspruch, Athletinnen und Athleten auf ihrem Weg an die Weltspitze bestmöglich zu unterstützen. Mit unserer Premiummarke ZHIK bieten wir dem Team hochfunktionale Ausrüstung, die optimale Voraussetzungen für Spitzenleistungen auf dem Wasser schafft. Besonders freut es uns, dass nun auch Swiss Sailing Teil dieser Partnerschaft ist.»
Auch auf Seiten des Swiss Sailing Teams ist die Freude über die Fortführung der Kooperation gross.
Christian Scherrer, CEO vom Swiss Sailing Team, sagt: «Mit der Peter Frisch GmbH haben wir seit Jahren einen verlässlichen Partner an unserer Seite, der unsere Athletinnen und Athleten nicht nur mit erstklassigem Material ausstattet, sondern auch ein tiefes Verständnis für die spezifischen Anforderungen im Spitzensport mitbringt. Wir freuen uns sehr, dass wir die Partnerschaft verlängern konnten und mit Blick auf Los Angeles 2028 optimal aufgestellt sind.»
Dass die Ausrüster-Vereinbarung auf den Dachverband Swiss Sailing ausgeweitet werden konnte, freut auch Anne-Sophie Thilo, Interims-Präsidentin von Swiss Sailing: «Ohne Freiwilligenarbeit könnte ein Verband wie Swiss Sailing nicht funktionieren. Umso wichtiger ist es für uns, dass wir auch die Offiziellen bei ihrer Tätigkeit mit funktionaler Bekleidung unterstützen können.»
Mit der Verlängerung der Partnerschaft unterstreicht die Peter Frisch GmbH ihren Anspruch, einer der führenden Anbieter im Bereich High-Performance-Sailing-Gear in Europa zu sein. Gemeinsam mit dem Swiss Sailing Team und Swiss Sailing verfolgt das Unternehmen ein klares Ziel: Bestmögliche Unterstützung der Schweizer Athletinnen und Athleten auf dem Weg zu olympischem Erfolg.
U23-Gold für Anja von Allmen
Anja von Allmen (Gstaad Yacht Club), Mitglied des Swiss Sailing Team, überzeugte bei den ILCA-Senioren-Europameisterschaften in Marstrand, Schweden (10.–16. August 2025). Die Seglerin aus Spiez sicherte sich den U23-Titel, belegte Rang 9 in der Europa-Wertung und erreichte im offenen Gesamtklassement den 12. Platz.
«Es war eine wirklich schwierige Regatta. Ich hatte Schwierigkeiten in der Qualifikationsserie, was mich für die Finals unter Druck gesetzt hat. Am Ende bin ich gut gesegelt und bin sehr glücklich mit den letzten beiden Tagen – mit einer persönlichen Bestleistung und vor allem mit dem U23-Titel!», sagte Anja von Allmen nach ihrem Erfolg.
Bei den Herren traten ebenfalls zwei Athleten des Swiss Sailing Team im ILCA 7 an: Gauthier Verhulst belegte den 63. Gesamtrang, während Martin Verhulst auf Platz 92 landete.
Kiten und Wissenschaft: Entscheidende Faktoren finden
QM. Kitesurfer erbringen Höchstleistungen. Ein wissenschaftliches Projekt will mit Hilfe biometrischer Daten entscheidende Leistungsfaktoren auf dem Kiteboard finden. Das Nationale Leistungszentrum (NLZ), Swiss Olympic, die Uni Lausanne (UNIL) und die ETH Lausanne (EPFL) haben für ein entsprechendes Projekt zusammengespannt. In Zukunft sollen alle Schweizer Olympiaseglerinnen und -segler davon profitieren können.
2021 arbeitete Louis Finiel unter der Leitung von Professor Fabio Borrani der Universität Lausanne an seiner Doktorarbeit in Biomechanik. Er interessierte sich unter anderem für das Zusammenspiel zwischen sportlicher Leistung und Material. Er wollte am Beispiel eines Kiteboards darlegen, wie sich die beiden Komponenten gegenseitig beeinflussen. Marco Versari, der Leiter des Nationalen Leistungszentrums in Lausanne, erfuhr von der Studie. «Das NLZ ist integriert in die Services Sport et Santé UNIL+EPFL. Zusammen bilden sie ein einzigartiges Konstrukt, das uns den Kontakt mit den Forschenden ermöglicht», erklärt er. Interessiert an den Anwendungsmöglichkeiten der Forschungserkenntnisse reiste Marco Versari im Sommer zur Verteidigung der Doktorarbeit nach Lausanne. «Louis Finiel und sein Professor hatten ein Kiteboard entwickelt, das mit Kraftsensoren ausgestattet ist. Sie geben Aufschluss darüber, wie sich der auf das Board ausgeübte Druck auf das Foilen auswirkt. Wir wollten diesen Prototyp bei unseren Athletinnen und Athleten einsetzen. Dazu mussten wir allerdings erst neue Forschungsfragen formulieren, damit uns die Erkenntnisse auch wirklich nützen konnten», so Versari weiter.
Zusammenarbeit und Weiterentwicklung
Nach einer ersten erfolgreichen Datenerhebung kam das Projekt mehrere Monate zum Stillstand. Doch mit der Erarbeitung eines zielführenden wissenschaftlichen Ansatzes erhielt das Swiss Sailing Team Anfang 2024 den Prototyp von der UNIL. Die Daten können nach verschiedenen Variablen ausgewertet werden: Wind, Winkel, Geschwindigkeit, physische Eigenschaften der Athletinnen und Athleten und mechanische Eigenschaften des Materials. Marco Versari geht davon aus, dass es mit einer genügend grossen Datenmenge möglich sein sollte, anhand von Algorithmen optimale Vorgaben fürs Foilen festzulegen. Falls das Vorhaben gelingt, könnte es den Athleten des Swiss Sailing Teams erhebliche Vorteile bringen. Versari spricht sogar von einer «kleinen Revolution». Die mit Sensoren ausgestatteten Boards sollen Informationen darüber liefern, welche Konfigurationen für die Rider am vielversprechendsten sind. «Nach der Konsolidierung unseres wissenschaftlichen Ansatzes haben wir den Prototyp erstmal Gian Andrea Stragiotti für Testläufe zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse waren aufschlussreich.» Das Forschungsprojekt erfülle seinen Zweck, bestätigt der Projektleiter, es habe sich aber gezeigt, dass moderne Kiteboards seit der Doktorarbeit von Louis Fliniel umfassend weiterentwickelt wurden.
Ansteckende Begeisterung
Bestärkt durch die positiven Ergebnisse machte sich Marco Versari auf die Suche nach zusätzlicher Unterstützung für den Bau eines ausgereifteren Boards. Es gelang ihm, Mitarbeitende und Studierende der EPFL sowie die Abteilung Sport Science von Swiss Olympic für die Sache zu gewinnen. «Dank der guten Zusammenarbeit von NLZ und EPFL konnten wir ein Team aus fünf Studierenden zusammenstellen, die alle bereits an namhaften Projekten wie dem Swiss Solar Boat oder dem SP80 gearbeitet haben.»
Innerhalb weniger Monate wurde aus dem virtuellen Projekt Wirklichkeit. Swiss Olympic leistete einen wichtigen finanziellen Beitrag und die angehenden Ingenieure entwickelten zwischen November 2024 und März 2025 ein smartes Board, das sie in Produktion schickten. Marco Versari freut sich über die raschen Fortschritte: «In weniger als sechs Monaten haben wir nicht zuletzt dank der Mithilfe der am Pilotprojekt beteiligten Werkstatt Tarifa Foil Boards einen sehr ausgereiften Prototyp gebaut, dessen Eigenschaften den im Wettkampf verwendeten Boards extrem nahekommt.» Seither hat U21-Weltmeister Gian Andrea Stragiotti darauf viele wertvolle Daten gesammelt. Bald schon können unzählige Konfigurationen bis ins Detail analysiert werden. Krängung, Druck auf das Board, Fussstellung, Zugkraft der Kitebar und vieles mehr werden Aufschluss geben, wie sich das Verhalten der Rider in der Formula-Kite-Klasse auf die Leistung auswirkt.
Olivier Campiche (Mitarbeiter UNIL – Laborwissenschaftler), Guilhem Destriau (EPFL-Student), Valentin Belardi (EPFL-Student), Felix Schmeding (EPFL-Student)
Das Schweizer Kite-Team: Karl Mäder, Elena Lengwiler, Gian Andrea Stragiotti und Matthieu Girolet (Coach)
Romain Corbel (EPFL-Student), Guilhem Destriau (EPFL-Student), Olivier Campiche (Mitarbeiter UNIL – Laborwissenschaftler)
Gian Andrea Stragiotti mit dem Board der UNIL/EPFL
Newsletter Juli 2025 – Saisonstart
Bald schon ist es ein Jahr her, seit vor Marseille um olympisches Edelmetall gesegelt wurde. Die Schweizer Delegation erreichte ein hervorragendes Team-Ergebnis mit fünf Diplomen in fünf Klassen. Maud Jayet (SNG) auf dem ILCA 6, Elena Lengwiler (SKA/GYC) auf dem Formula Kite, Elia Colombo (CVLL) auf dem iQ Foil, Sébastien Schneiter (SNG) und Arno de Planta (CVV/SNG) auf dem 49er sowie Yves Mermod (TYC) und Maja Siegenthaler (TYC) auf dem 470 Mixed – alle qualifizierten sich fürs Medal Race, respektive für die Medal Series und sicherten sich mit einer grossartigen Leistung ein Diplom. Die lang ersehnte Olympia-Medaille war verschiedene Male zum Greifen nah, blieb jedoch aus.
Nach den Spielen gönnten sich einige Athletinnen und Athleten einen wohlverdienten Break. Schneiter/de Planta und Maud Jayet konzentrierten sich auf den Sail GP, Mermod/Siegenthaler und Elena Lengwiler nahmen sich eine Auszeit. Dennoch lief beim Swiss Sailing Team im ersten Halbjahr 2026 schon einiges…
Die Saison startete traditionell in Palma mit der 54. Trofeo Princesa Sofía in Palma de Mallorca und einem ersten Stelldichein für Olympia-Athletinnen und -Athleten aus der ganzen Welt.
Bei den ILCA-Weltmeisterschaften in Qingdao klassierten sich Anja von Allmen (11. von 99 Athletinnen), Maud Jayet (17./99) und Guthier Verhulst (33./138) inmitten der Weltelite. Bei der Kieler Woche, die erstmals im Rahmen des erstmals ausgetragenen Sailing Grand Slam gesegelt wurde, doppelten Anja von Allmen (17./88) und Gauthier Verhulst (26./148) nach. Zudem meldeten sich Joshua Richner und Nilo Schärer mit einem guten Comeback (18./74) zurück – nach einer verletzungsbedingten Pause von Nilo.
Gian Andrea Stragiotti (ZYC) zeigte bis jetzt eine bärenstarke Saison: Der 17-jährige Innerschweizer segelte in Hyères aufs Podium und wurde bei der Formula-Kite-EM im türkischen Urla Vize-Europameister bei der Elite! An den Kite Youth Europeans in Gizzeria (Kalabrien, ITA) gab es in der U19-Wertung gar einen Schweizer Doppelsieg: Gold für Stragiotti und Silber für Karl Mäder (SKA). Die jungen Kiter sind damit definitiv in der Weltspitze angekommen.
Und bei der 29er EM in Riva auf dem Gardasee (ITA) gewannen Ikke Huber und Liam Berger (TYC) die Bronzemedaille. Sie starteten mit drei Laufsiegen in die Qualifikation und konnten trotz eines kleinen Durchhängers bis am Schluss den Podestplatz verteidigen. Die gemeinsame Nachwuchsarbeit der Clubs wie dem Thunersee-Yachtclub und des Swiss Sailing Teams trägt auch hier Früchte.
Aktuell segelt die iQ-Foil-Squad mit Elia Colombo und Sebastian Schaerer in Aarhus (DEN) ihre Weltmeisterschaft und im August stehen die ILCA-Europameisterschaften in Marstrand (SWE) auf dem Programm. Die Regattasaison ist in vollem Gang.
Im Ausblick auf Los Angeles 2028 gibt es ebenfalls Neuigkeiten. Das Organisationskomitee von LA28 hat (endlich!) die Austragungsorte für die Segelwettkämpfe bekannt gegeben. Die Board-Wettkämpfe (Windsurfen, Kiten) werden in Long Beach stattfinden – an demselben Ort, an dem bereits bei den Olympischen Spielen 1984 gesegelt wurden. Die Jollen, Skiffs und die Mehrrumpfboote werden dagegen vor dem Hafen von Los Angeles regattieren – dort wo auch dieses Jahr ein SailGP-Event stattfand.
MEET THE TEAM
Seit dieser Saison sind zwei neue Coaches für das Swiss Sailing Team tätig. Jakub Kozelsky ist neu als Coach für die ILCA-6-Squad mit dabei und Steve Allen als Experte bei den iQ Foils.
Jakub Kozelsky (1977) begann schon im Alter von 6 Jahren zu segeln. Zuerst auf dem Optimist, später wechselte er auf den Vaurien und segelte eine Reihe andere Klassen wie beispielsweise Melges 24 und Melges 32. Trotz verschiedener Erfolge war er schon früh als Coach unterwegs. «Meine erste und bedeutendste Erfahrung war die Arbeit mit meiner Frau Veronika Fenclová. Ich unterstützte sie auf ihrem Weg an die Weltspitze der ILCA-6-Klasse.» Offenbar tat er das sehr gut: Veronika Fenclová belegte zweimal den vierten Platz bei den Weltmeisterschaften und bei den Olympischen Spielen von London 2016 und Rio 2016 wurde sie 9. und 12. Seit 2012 ist Kozelsky in Belgien engagiert und trainiert das belgische Olympiateam. Auch das mit Erfolg: Emma Plasschaert wurde 2018 ILCA-6-Weltmeisterin.
Was sind seine ersten Eindrücke vom Swiss Sailing Team? «Obwohl ich erst frisch dabei bin, habe ich schon viele begeisterte Segler, Trainer und Betreuer kennengelernt. Ich schätze es sehr, dass ein technologischer Ansatz gesucht wird, und ich habe mich gefreut, dass ich schon früh mit den Mitarbeitern des technischen Supports in Kontakt gekommen bin. Insbesondere konnte ich schon einige gute Gespräche mit Marco Versari – Swiss Sailing Team Data and Technology Manager – führen. Insgesamt fühle ich mich als Neuankömmling herzlich willkommen und gut unterstützt.»
Das nächste grosse Ziel sind die Olympischen Spiele Los Angeles 2028 – wo gilt es, die Schwerpunkte zu setzen? «Eine optimale Vorbereitung auf den ersten Olympia-Qualifikations-Event ist von entscheidender Bedeutung. Im Idealfall sichern wir uns den Nationenplatz gleich bei der ersten Möglichkeit. Gleichzeitig müssen wir natürlich damit beginnen, das neue Olympiarevier zu erkunden und ein Fundament an Ortskenntnis aufzubauen. Abgesehen davon: Was ich bei olympischen Kampagnen immer als entscheidend empfunden habe, sind ein starker Teamgeist und eine enge Zusammenarbeit zwischen den Coaches und dem Betreuerteam. Wenn das ganze Team sich gegenseitig unterstützt, wird alles einfacher – und macht mehr Spass. Für mich ist Teambildung eine der wichtigsten Zutaten für den Erfolg.»
Und zum Schluss noch eine persönliche Frage: Was ist Ihnen wichtig im Leben? «Natürlich sind meine Frau und unsere beiden Kinder der Mittelpunkt meines Lebens. Aber darüber hinaus lege ich auf Integrität. Und ich will als gutes Beispiel vorangehen: Das tun, was man liebt, hart dafür arbeiten und dabei trotzdem jeden Moment geniessen. Der Weg ist das Ziel. Ich habe in den letzten zwei Jahren mit Wingfoilen begonnen. Es macht mir Spass und ich geniesse es, etwas neues zu erlernen – auch wenn es in meinem Alter manchmal schmerzt. Vor allem mein Ego, um ehrlich zu sein!
Steve Allen (1973) ist ein ganz grosser Name im Windsurfen. Der Australier stand bereits mit 10 Jahren zum ersten Mal auf dem Brett und wurde mit 20 Jahren Profi. Steve Allen war der erste, der den anspruchsvollen «table top forward» während des Wave-Wettkampfs perfektionierte, seine ganz grosse Spezialität wurden allerdings die Upwind-Racing-Disziplinen. Zwischen 1992 und 2019 gewann er über 10 Weltmeistertitel, bevor er sich aufs Coaching konzentrierte und dabei unter anderem auch Björn Dunkerbeck zu seinem letzten PWA-Titel verhalf.
Steve Allen gilt als detailversessener und akribischer Arbeiter. Das Material ist ihm genauso wichtig wie die Physis und die mentale Bereitschaft, um Spitzenleistungen zu erbringen. «Mein erster Eindruck beim Swiss Sailing Team ist, dass alle motiviert sind und das beste Material zur Verfügung steht. Jetzt bin ich sehr gespannt, was alles drin liegt», sagt Steve Allen, der zuletzt die chinesischen Windsurfer auf dem Weg an die Olympischen Spiele Paris 2024 begleitete und dort bei den Frauen eine Medaille nur knapp verpasste (Zheng Yan, 5. Platz). «Für Los Angeles 2028 geht es darum, ein starkes Duo oder noch besser eine starke Gruppe zu formen, in der sich dann alle gegenseitig pushen. Da gibt es noch viel Verbesserungspotenzial, doch wir machen aktuell grosse Schritte vorwärts.» Neben dem Surfen stehen für Steve Allen seine Partnerin und seine beiden Kinder im Fokus. «Meine Tochter beendet gerade ihr Studium und mein Sohn ist auf dem Weg zum Tennisprofi.»
Medalliensegen für die Schweizer Kiter
Nach seiner EM-Silbermedaille bei der Elite vor zwei Monaten doppelte Gian Andrea Stragiotti (ZYC) bei den Kite Youth Europeans nach: Der 17-jährige Innerschweizer wird in Gizzeria (Kalabrien, ITA) bereits zum zweiten Mal Vize-Europameister bei den U21! Und mehr noch: In der U19-Wertung gewinnt Stragiotti Gold und sein Teamkollege Karl Mäder (SKA) Silber.
Karl Mäder, der vor einem Jahr die U17-Wertung und damit seinen ersten grossen Titel gewonnen hatte, sicherte sich mit einer starken Qualifikations- und Final-Serie – er segelte stets in die Topten – den Platz in den Medal Series. Über die Repechage und den Viertelfinal qualifizierte er sich für den Halbfinal, der dann allerdings Endstation bedeutete. Gian Andrea Stragiotti qualifizierte sich mit einer herausragenden Serie direkt für den Halbfinal und dort auch für den Final. In diesem musste er sich nur den beiden Dominatoren der Saison geschlagen geben: Der italienische Europameister Riccardo Pianosi bezwang Max Mäder – der Star der Kite-Klasse startet für Singapur und erhielt darum keine EM-Medaille.
«Ich bin mega happy», meinte Stragiotti nach den spannenden Finalrennen. «Die Bedingungen waren die ganze Woche hervorragend und es machte Spass. Zudem war es toll, im Halbfinale zusammen mit Karl zu starten.»
Vize-EM-Titel für Stragiotti!
Grosser Erfolg für Gian Andrea Stragiotti (Zürcher Yacht Club): Der 17-jährige Innerschweizer wird bei der Kite-EM im türkischen Urla Vize-Europameister bei der Elite! Der junge Kiter ist damit definitiv in der Weltspitze angekommen. Geschlagen wurde er nur gerade von Max Mäder – der Dominator der Kite-Klasse startet für Singapur und kann darum nicht Europameister werden – und vom Italiener Riccardo Pianosi, der sich bereits den zweiten EM-Titel sicherte.
«Was soll ich sagen – ich bin schlicht überwältigt», meinte Stragiotti nach der Siegerehrung. «Ich konnte mich während des ganzen Wettkampfs kontinuierlich steigern und kam schliesslich souverän durch den Viertel- und den Halbfinal. Es ist genial!» Tatsächlich segelte Gian Andrea Stragiotti schon eine starke Qualifikation und Final-Serie mit ausschliesslich Topten-Platzierungen. Als Fünfter im Gesamtklassement musste er zwar den Umweg über den Viertel- und den Halbfinal nehmen, qualifizierte sich jedoch souverän für den Final. Der Vize-Europameistertitel ist der verdiente Lohn für eine starke Woche. Als zweiter Swiss Sailing Team-Athlet klassierte sich Karl Mäder als Zweiter der Silver Fleet auf dem 21. Rang.
Podium für Stragiotti bei den Kitern in Hyères!
Der 17-jährige Innerschweizer Gian Andrea Stragiotti (Zürcher Yacht Club) kletterte bei der Semaine Olympique Française in Hyères zum ersten Mal auf das Podest der Elite. Nach einer starken Qualifikationsserie konnte der junge Kiter auch in der Goldfleet weiter brillieren und schaffte am letzten Tag sogar einen Laufsieg. Damit qualifizierte er sich direkt für das Halbfinale und flog im Finale schliesslich auf den 3. Platz. Entsprechend begeistert war Stragiotti nach der Siegerehrung. «Es war eine tolle Woche mit spannenden Races und einem Mistral-Starkwindtag. Ich habe alles gegeben und voll angegriffen – es hat perfekt funktioniert.» Ein Highlight war neben dem finalen Podestplatz natürlich auch der Laufsieg: «Ein Bullet in der Goldfleet ist natürlich ein ganz besonderes Gefühl. Ich bin richtig happy und danke allen, die mich unterstützen.»
Die weiteren SST-Kaderathletinnen und -athleten kamen in Hyères unterschiedlich gut mit den Bedingungen zurecht. Bei den Formula Kite verpasste Stragiottis Trainingskollege Karl Maeder (SKA) die Goldfleet und landete auf dem 30. Platz (von 60). Bei den iQ Foils nutzte Elia Colombo (CVLL/GYC) die Regatta als zusätzliche Trainingsmöglichkeit und fokussierte sich nicht auf den Rang (29. von 75). Beim Nacra 17 Youth Team Andrea Aschieri / Tine Rossel (SNNy/ScStM) geht es in erster Linie darum, wertvolle Erfahrungen bei der Elite zu sammeln. Auch hier ist das Resultat (25. von 29) zweitrangig. Und bei den 49er mussten schliesslich die Steuerleute Josh Richner und Pablo Rüegge wie schon zuletzt in Palma auf ihre Stamm-Vorschoter aus Verletzungsgründen verzichten. Joshua Richner / Corne Janssen (GYC/TYC) wurden 29., Pablo Rüegge / Finn Meichle (SVKr) 46. (von 67).
Die ILCA6- und die ILCA7-Squad waren in Hyères nicht am Start und bereiten sich bereits auf die WM in Qingao (CHN) Mitte Mai vor. Elena Lengwiler (Formula Kite) hat aus gesundheitlichen Gründen (Knie) die Wettkampfsaison noch nicht begonnen und ebenfalls nicht dabei waren die 470er Mermod / Siegenthaler sowie die 49er Schneiter / de Planta – beide Teams machen nach den Olympischen Spielen 2024 eine Pause.
Die Trofeo Princesa Sofía als Auftakt
Nach den Spielen ist vor den Spielen – was nach einer etwas abgedroschenen Phrase tönt, hat trotz allem seine Richtigkeit. Auf der anderen Seite galt es, zuerst die Erfahrungen und Erkenntnisse von Paris 2024 zu verarbeiten und dann die nächsten Highlights vorzubereiten. Als erstes wichtiges Datum des Swiss Sailing Teams steht die Trofeo Princesa Sofía vor Palma de Mallorca auf dem Programm. Neben verschiedenen informellen Anlässen war das im Vorfeld angesetzte Team Meeting das erste offizielle Treffen aller Kaderseglerinnen und Kadersegler seit den ereignisreichen und unter dem Strich sehr erfolgreichen Tagen in Marseille bei den Olympischen Spielen Paris 2024.
Die Trofeo Princesa Sofía ist auch 2025 traditionellerweise die erste grosse, internationale Regatta der Olympia-Klassen. Gefolgt von der Semaine Olympique Française in Hyères Ende April. Das Swiss Sailing Team wird wie in der Vergangenheit in möglichst vielen Klassen an diesen wichtigen Regatten dabei sein. Ein Überblick zum Stand der Dinge in den verschiedenen Squads zeigt, dass das bewährte System der koordinierten Trainingsgruppen weitergeführt wird.
ILCA 6
Jakub Kozelsky konnte als neuer Coach für die ILCA-Seglerinnen gewonnen werden. Der Tscheche hat sowohl als Coach als auch als Projektmanager olympische Erfahrung und war 2020/21 Teamleader für das belgische Segelteam bei den Spielen in Tokyo. Maud Jayet fokussierte in den vergangen Monaten auf den SailGP mit dem Team Switzerland, nahm jedoch Anfang März das Training mit Kozelsky auf und startet in Palma bei der Trofeo Princesa Sofía in die ILCA-6-Saison. Anja von Allmen trainierte im Winter in Australien, kam Ende Februar zurück nach Hause und startet ebenfalls in Palma in die europäische Regattasaison.
ILCA 7
Gauthier und Martin Verhulst trainieren neu mit dem niederländischen ILCA-7-Squad. Das Swiss Sailing Team hat eine entsprechende Zusammenarbeit mit den Niederländern vereinbart. Die beiden Schweizer ILCA-7-Segler können dabei von einer grossen Trainingsgruppe von sieben Athleten profitieren und werden unterstützt von den Top-Coaches Jaap Zielhuis und Roelef Bouwmeester.
iQFoil Men
Elia Colombo und Sebastian Schaerer sind weiterhin gemeinsam mit dem bewährten Coach Diederik Bakker unterwegs. Elia legte nach den Spielen eine Pause ein und absolvierte dann verschiedene Trainings und Regatten in Asien. Sebastian trainiert und segelt in Europa. In Palma de Mallorca gehen sie erstmals gemeinsam an den Start und lancieren damit die Regattasaison 2025.
Formula Kite
Nach den Spielen gönnte sich auch Elena Lengwiler eine kurze Pause – die Formula Kite Squad trainierte jedoch fleissig weiter. Zuerst im November in Sardinien, dann seit Januar in Fuerteventura. Die Formula-Kite-Squad mit Gian Andrea Stragiotti, Karl Maeder und Elena trainiert weiterhin unter der Leitung von Mathieu Girolet. Palma lässt Elena allerdings aus gesundheitlichen Gründen (Knie) aus.
49er
Sébastien Schneiter und Arno de Planta machen seit den Olympischen Spielen eine Pause auf dem 49er und sind gemeinsam im SailGP unterwegs. Pablo Rüegge und Linus Abicht sowie seit Februar auch wieder Josh Richner und Nilo Schärer trainierten über die Wintermonate mit Coach Ian Barker. Die Trofeo Princesa Sofía ist der erste wichtige Wettkampf der Saison, allerdings mit der Einschränkung, dass die beiden Vorschoter aus Verletzungsgründen aktuell ausfallen und entsprechend Josh und Pablo mit anderen Partnern segeln.
470 Mixed
Yves Mermod und Maja Siegenthaler machen bis im Sommer 2025 eine Pause – dann werden sie entscheiden, ob und wie es weiter geht. Für Maja wäre Los Angeles 2028 bereits die vierte Olympiakampagne!
Noch bessere Windprognosen dank Meteomatics
Das Swiss Sailing Team erhält in einem wichtigen Bereich zusätzlichen Support. Ein Sponsoring-Agreement mit Meteomatics eröffnet den Schweizer Kaderseglerinnen und Kaderseglern neue Möglichkeiten im Bereich der Wetter- und Windanalysen sowie der entsprechenden Prognosen. Für Marco Versari, Data und Technology Manager des Swiss Sailing Teams, ist diese Zusammenarbeit ein toller Schritt vorwärts: «Meteomatics ist als seriöse und sehr kompetente Partnerin bekannt. Ihr EURO1k-Modell ist bezüglich Präzision und Zuverlässigkeit unerreicht – besser als alles, was wir bisher hatten. Und gerade wurde ein US1k-Modell lanciert, das die beste Auflösung auf dem Markt bietet und uns bei der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles helfen wird.»
Die Meteomatics AG mit Headquarter in St. Gallen wurde 2012 von Dr. Martin Fengler gegründet. Sie ist spezialisiert auf hochauflösende Wettervorhersagedienste, Beratung und historische Wetterdaten. Meteomatics kombiniert Daten aus verschiedenen Quellen, darunter Satelliten, Radar und firmeneigene Wetter-Drohnen («Meteodrones»), um eine hohe Genauigkeit bei der Wettervorhersage zu erreichen. Das 90-Meter-Downscaling-Verfahren des Unternehmens verfeinert die ursprüngliche 1-km-Auflösung des Modells weiter, um eine hyperlokale Genauigkeit zu erreichen. «Genaue und hochauflösende Winddaten sind ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Seglerinnen und Seglern. Als Schweizer Unternehmen sind wir stolz, dass sich das Swiss Sailing Team für eine Partnerschaft mit uns entschieden hat, und wir die Athletinnen und Athleten auf dem Weg an die nächsten Olympischen Spielen unterstützen können», sagt Dr. Alexander Stauch, Head of Marketing. Zu den Kunden von Meteomatics AG gehören unter anderen auch die SBB, die Axpo, die ETH Zürich und die bei Hochseeseglern beliebte App Navily (der «Trip Advisor» des Meeres).
Dem Swiss Sailing Team wird die Zusammenarbeit mit Meteomatics dabei helfen, für jede Regatta spezifische Vorlagen und Prognosen zur Verfügung zu stellen. «Die Zusammenarbeit ist toll», freut sich Marco Versari. «Wir können verschiedene Prozesse automatisieren und den Athletinnen und Athleten eine sehr individuelle Unterstützung bieten. So werden wir das «Meteo and Tidal Project» weiterentwickeln, das bei den letzten Spielen in Marseille sehr gut funktioniert hat.»
Youth Sailing World Championship 2025
Das neue Selektionsreglement für die Youth Sailing World Championships in Vilamoura (12. bis 20. Dezember 2025) sind online verfügbar. Das Ziel des Swiss Sailing Teams ist es, die besten jungen Athleten auszuwählen, um in Vilamoura anzutreten.
Die YSWCs sind offen für Seglerinnen und Segler unter 19 Jahren (Jahrgang 2007 oder später) in den folgenden Klassen: 420er M / Mixed und F, 29er M / Mixed und F, ILCA 6 M und F, Formula Kite M und F, Youth iQ Foil (mit 8,0 m Rigg) M und (mit 7,2 m Rigg) F und Nacra 15 Mixed.
Das Swiss Sailing Team wählt eine Delegation aus Athletinnen/Athleten oder Teams aus, die sich durch eine spezifische Vorbereitung und ein hohes Mass an persönlichem Engagement auszeichnen, mit dem Ziel, ein hohes Leistungsniveau zu erreichen.
«Da die Meisterschaft am Ende des Jahres die Saison sehr lang macht, werden die für die Selektion wichtigen Regatten in der zweiten Saisonhälfte stattfinden, um das bestmögliche Team zu diesem Zeitpunkt auszuwählen. Wir freuen uns schon jetzt auf eine spannende Auswahl», sagte Riccardo Giuliano, Head Coach Youth.
Die Anmeldungen für die Auswahl müssen bis zum 28. April 2025 eingereicht werden.
In Gedenken an Bruno Marazzi
Bruno Marazzi ist im Alter von 78 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. Als leidenschaftlicher Segler und Mitglied verschiedener Yachtclubs erzielte Bruno bedeutende Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene. Sein beeindruckendes Engagement für den Segelsport, insbesondere für den olympischen Leistungssport, bleibt unvergessen.
Bruno Marazzi war von Juli 2006 bis Februar 2010 im Verwaltungsrat der Swiss Sailing Team AG tätig, wo er seine Visionen und seine Leidenschaft für den Segelsport einbrachte. Sein Einsatz und seine Führungsstärke haben zur Förderung und Weiterentwicklung des Segelsports in der Schweiz beigetragen.
Wir sprechen seiner Familie unser tiefes Beileid aus und erinnern uns mit Respekt und Dankbarkeit an Bruno Marazzis seglerisches Lebenswerk.
Nachruf auf der Webseite von Swiss Sailing
(Fotos: Jürg Kaufmann, TYC)
Kadereinteilung Swiss Sailing Team 2025
Nach den Spielen ist vor den Spielen – diese etwas banale Aussage hat gerade bezüglich der Kaderzuteilung ihre volle Berechtigung. Wie jedes Jahr traf sich im November der Selektionsausschuss des Swiss Sailing Teams, um die Kadereinteilung für die kommende Saison zu diskutieren und zu bestimmen.
Die Seglerinnen und Segler, die die Schweiz an den Olympischen Spielen von Paris 2024 vertreten haben und die alle ein olympisches Diplom gewonnen haben, sind neu im Nationalkader eingestuft. Schneiter/de Planta und Mermod/Siegenthaler haben sich allerdings vorerst eine seglerische Auszeit genommen.
Im B und im C Kader dürfen mit Karl Maeder (SKA) im Formula Kite sowie Pablo Rüegge und Linus Abicht (SVKr) im 49er zwei Neuzugänge vermeldet werden. Eine Tatsache, die Teamleader Christian Scherrer besonders freut: «Das zeugt von der guten Arbeit, die im Youth Team und im Talentpool gemacht wird. Herzlich willkommen!»
Nationalteam
Elena Lengwiler (1996) GYC / SKA – Formula Kite
Elia Colombo (1995) CVLL – iQFoil
Gian Stragiotti (2007) ZYC / SKA – Formula Kite
Maud Jayet (1993) SNG – ILCA 6
Sébastien Schneiter (1995) SNG – 49er helm *
Arno de Planta (1999) CVV – 49er crew *
Yves Mermod (1996) TYC – 470 Mixed helm *
Maja Siegenthaler (1992) TYC – 470 Mixed crew *
(* On temporary break)
B-Kader
Anja von Allmen (2003) GYC / RCO / YCSP – ILCA 6
Gauthier Verhulst (2001) GYC / CNP – ILCA 7
Karl Maeder (2008) SKA – Formula Kite
C - Kader
Joshua Richner (2002) GYC / TYC – 49er helm
Nilo Schärer (2003) GYC / TYC – 49er crew
Pablo Rüegge (2007) SVKr – 49er helm
Linus Abicht (2006) SVKr – 49er crew
Martin Verhulst (2003) GYC / CNP – ILCA 7
Sebastian Schärer (2002) WSCS – iQFoil
Youth Team und Talentpool 2025
Grosser Tag für über 50 Nachwuchsseglerinnen und Nachwuchssegler: Der Selektionsausschuss des Swiss Sailing Teams hat das Youth Team und den Talentpool 2025 bekanntgegeben. Die jungen, motivierten Athletinnen und Athleten sollen gezielt gefördert und näher an die Elite gebracht werden. Während beim Talentpool die Auswahl noch relativ gross ist, gelten beim Youth Team strengere Kriterien bezüglich diverser Faktoren und es können erste Erfahrungen «bei den Grossen» gesammelt werden.
Die Hauptziele für die nächsten Jahre sind in den Nachwuchs-Klassen (Nacra 15, 29er (M/F), 420, iQ Foil) die spezifische Unterstützung der Seglerinnen und Segler, um das nationale Niveau zu erhöhen. Der Fokus liegt darauf, für die Youth Sailing World Championship in Vilamoura (POR) im Dezember 2025 ein starkes Team selektionieren zu können.
In den Olympischen Klassen (Nacra 17, 49er, 49er FX, Formula Kite, ILCA 6 und ILCA 7) werden die Junioren-Seglerinnen und -Segler gezielt beim Einstieg in ihre neuen Klassen unterstützt, wobei der Schwerpunkt auf den verschiedenen Nachwuchsmeisterschaften liegt.
Insgesamt wurden 26 Athletinnen und Athleten für das Youth Team selektioniert und 30 für den Talentpool.
SST Youth Team 2025
Ikke Huber (2007) TYC – 29er helm
Liam Noel Berger (2007) TYC – 29er crew
Jacob Bründler (2009) SVT/SCE – 29er helm
Thierry Stucki (2008) SYH/SVT – 29er crew
Theo Elbel (2006) SVT – 49er helm
Itay Geller (2006) ZYC – 49er crew
Malena Rüegge (2009) SVKr – 49er FX helm
Liv Wicky (2009) SVKr – 49er FX crew
Simon Mille (2008) CVE/CNM – 49er FX helm
Samuel Berther (2006) DRCS – 49er FX crew
Sophie Studer (2005) RCO – 49er FX helm
Shana Burger (2006) RCO/TYC – 49er FX crew
Andrea Aschieri (2003) SNNy – Nacra 17 helm
Tine Rossel (2006) SCSt – Nacra 17 crew
Marie Mazuay (2005) SNG , SNNy, CNV – Nacra 17 helm
Clément Guignard (2005) SNNy – Nacra 17 crew
Boris Hirsch (2005) SNG – ILCA 6
Viktoria Jedlinska (2005) SNG – ILCA 6
Antonio Donelli (2008) CVLL – ILCA 6
Chloé Huguenin (2006) FBN/CNI – iQ Foil
Devin Hausser (2007) DRCS – iQ Foil
Finley Evans (2007) DRCS – iQ Foil
Noam Kobel (2006) FBN/CNI – iQ Foil
Nino-Livio Lofterod (2006) DRCS – iQ Foil
Robin Zeley (2007) DRCS – iQ Foil
Céderic Baker (2006) CVLL – Formula Kite
SST Talentpool 2025
Damian Berther (2008) DRCS – 420 helm
Ryan Davis (2007) DRCS – 420 crew
Paul Rusterholz (2009) SVT – 420 helm
Mia Rusterholz (2010) SVT – 420 crew
Seraina Pfister (2008) DRCS – 420 helm
Valentine Schrapff (2007) DRCS – 420 crew
Anna Brüngger (2009) ZYC – 29er helm
Theo Kowalewsky (2007) ZYC – 29er crew
Ella Dürr (2009) ZYC – 29er helm
Yonatan Geller (2007) ZYC – 29er crew
Henri Rothacher (2008) SVT – 29er helm
Noah Stempfer (2008) ZYC – 29er crew
Daniel Cook (2008) CNV – 29er helm
Théodore Denjoy (2008) CNV – 29er crew
Elsa Kowalewsky (2010) SVKr – 29er helm
Lina Portner (2009) RCO – 29er crew
Morgan Mazuay (2007) CNV – Nacra 15 helm
Alexis Lagger (2007) CVVT – Nacra 15 crew
Vittoria Crova (2008) SNNy – Nacra 15 helm
Augustin Hayoz (2009) SNNy – Nacra 15 crew
Antoine Comby (2007) CNP – ILCA 6
Geo Cavazzuti (2007) CVLL – ILCA 6
Lars Dittel (2007) CVN – ILCA 6
Lars Keller (2008) YCA – ILCA 6
Camille Vallotton (2009) CVVT – ILCA 6
Eirini Pegiazoglou (2009) ZSC – ILCA 6
Ernestine Inversin (2009) FBN/CNI – iQ Foil
Loïc Huguenin (2007) FBN/CNI – iQ Foil
Mark Benczur (2008) FBN/CNI – iQ Foil
Philip Klarer (2008) DRCS – iQ Foil
Zwei Medaillen bei den Kitern!
Tolles Ergebnis für die Schweizer Kitesurfer bei den Formula Kite Youth European Championships in Torregrande (Sardinien): Gian Stragiotti gewinnt Silber bei den U21 und Karl Mäder gewinnt Gold bei den U17.
Nach einer Woche mit schwierigen Windbedingungen strahlten die beiden bei den Siegerehrungen umso mehr. «Ich freue mich riesig, dass es mit dem ersten grossen Titel geklappt hat», sagte Karl Maeder. «Ich habe lange dafür gearbeitet – endlich!» Und auch Gian Stragiotti, der sich mit 2 Laufsiegen, 5 zweiten Plätzen und 2 dritten Plätzen souverän und punktegleich mit dem späteren Europameister Riccardo Pianosi (ITA) für die Finals qualifizierte, freute sich sehr: «Genial. Ein grosser Dank gilt allen, die mich unterstützen – ohne sie wäre so eine Leitung nicht möglich.»
Gesamtsieger (aber nicht Europameister) wurde Maximilian Maeder. Das gute Schweizer Resultat rundeten Cedric Bakker (22.), Felix Hecht (31./8. U17) und Alex Bossel (36.) ab.
Talent Scout Camp 2024
Das Nationale Leistungszentrum von Swiss Sailing in Dorigny bei Lausanne war der perfekte Ort für unsere Juniorinnen und Junioren, ums sich zu präsentieren. Bei anspruchsvollen Bedingungen unterschiedlichen Windverhältnissen konnten die 40 jungen Talente in den Klassen ILCA6, 420, Nacra15 und 29er ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Das Camp begann am Donnerstag, 3. Oktober, mit einem Fortbildungstag für die Trainer. Dabei wurden methodische und technische Aspekte unter der Leitung von NLZ-Experten für Fitness, Physiotherapie, Ernährung und mentale Vorbereitung besprochen.
An den darauffolgenden drei Tagen zeigten die Athletinnen und Athleten ihr Können auf dem Wasser. Erfreulicherweise zeigte sich, dass in den verschiedenen Klassen eine gewisse Einheitlichkeit auf einem höheren Niveau als in den vergangenen Jahren festgestellt werden konnte. Der Schweizer Segelnachwuchs hat viele hoffnungsvolle Talente.
Diese Ausgangslage wird die Aufgabe für das Selektionsgremium besonders schwierig machen – die zur Verfügung stehenden Plätze im Talent Pool sind beschränkt und die Auswahl nicht einfach.
Riccardo Giuliano, Swiss Sailing Team Youth Responsable, zog nach den vier intensiven Tagen im Nationalen Leistungszentrum eine positive Bilanz: «Das Talent Scout Camp war einmal mehr ein gelungener Anlass. Ich möchte mich bei den Trainern Manu, Daniel und Matteo für ihre Professionalität bei der Betreuung der Sportler bedanken. Ein Dankeschön geht auch an alle Mitarbeitenden, die das Camp mit mir zusammen durchgeführt haben. Speziell bedanken möchte ich mich bei Marco Versari für seine immerwährende Unterstützung.»
Der Auswahlprozess befindet sich nun in der Analysephase, Ende Oktober werden die selektionierten Athletinnen und Athleten bestätigt.
Los Angeles ruft!
Nach den Olympischen Spielen von Paris 2024 stellt sich das Swiss Sailing Team neu auf. Entsprechend wird die Kadereinteilung der Athletinnen und Athleten mit Blick auf die Spiele Los Angeles 2028 überarbeitet.
Um einen Kader-Status für das Swiss Sailing Team zu erhalten, sind alle Seglerinnen und Segler aufgefordert, ihre Unterlagen gemäss Selektionsreglement einzureichen. Deadline ist der 20.10.2024.
Anschliessend werden die Dossiers geprüft und das Selektions-Komitee entscheidet bis Mitte November über die Kader-Einteilung. Ab Mitte November finden in Dietikon individuelle Meetings mit den Squads oder den einzelnen Seglerinnen und Seglern statt. Anfang Dezember werden die neuen Kader des Swiss Sailing Teams offiziell kommuniziert und die entsprechenden Swiss Olympic Cards aktiviert. Der Prozess für die Seglerinnen und Segler des Talentpools und des Youth Teams wird gemässen Nachwuchsförderungskonzept von Swiss Sailing durchgeführt.
Bei Fragen oder Unklarheiten stehen Christian Scherrer respektive Riccardo Giuliano (für das Youth Team und den Talentpool) zur Verfügung.
Fünf Diplome und viel Respekt
Die Olympia-Delegation des Swiss Sailing Teams kehrt mit fünf Diplomen von Marseille nach Hause. Maud Jayet (SNG) auf dem ILCA 6, Elena Lengwiler (SKA/GYC) auf dem Formula Kite, Elia Colombo (CVLL) auf dem iQ Foil, Sébastien Schneiter (SNG) und Arno de Planta (CVV/SNG) auf dem 49er sowie Yves Mermod (TYC) und Maja Siegenthaler (TYC) auf dem 470 Mixed – alle qualifizierten sich fürs Medal Race, respektive für die Medal Series und sicherten sich mit einer grossartigen Leistung ein Diplom. Die lang ersehnte Medaille war verschiedene Male zum Greifen nah – doch es sollte sein. Nach den Spielen ist vor den Spielen: Das Ziel Olympia-Medaille wird in Los Angeles 2028 erneut im Fokus stehen.

Es war vielleicht der dramatischste Moment aus Schweizer Sicht: Elena Lengwiler, gestartet mit einem Bonus-Punkt, musste im Halbfinale mindestens zwei Laufsiege schaffen und zudem die Angriffe von Daniela Moroz (USA, zwei Bonus-Punkte) abwehren. Die 28-jährige Kiterin aus Unterterzen startete hervorragend und übernahm sogleich die Führung. Sie hatte Moroz unter Kontrolle – bis sie bei einer Wende vom Foil und damit ins Wasser fiel. Aus und vorbei der Traum vom Finale und damit die Chance auf eine Medaille! Oder doch nicht? Lengwiler kämpfte sich tatsächlich zurück, machte Meter um Meter auf die führende Amerikanerin gut und gewann den Lauf schliesslich in einem Photo-Finish. Bis sich die Jury meldete und Elena Lengwiler eine Strafe wegen zu wenig Raum bei der zweiten Luvtonne aufbrummte…
Der Kampfgeist von Elena Lengwiler war sinnbildlich für die Leistung des Schweizer Teams.
• Die 470-Segler Yves Mermod und Maja Siegenthaler eröffneten die Regattaserie mit einem Frühstart: Black Flag im ersten Lauf. Sie liessen den Kopf nicht hängen – sondern gewannen gleich darauf den zweiten Lauf. Und als es am letzten Tag bezüglich der Qualifikation für das Medal Race darauf ankam, legten sie nochmal einen Laufsieg nach.
• Elia Colombo hatte auf dem iQ Foil zu kämpfen und kam nicht richtig auf Touren. Bis er den letzten Lauf gewann und anschliessend dank eines gewonnen Podests den Sprung in die Medal Series doch noch schaffte. Dort war er auf Halbfinal-Kurs und nur ein Winddreher zu seinen Ungunsten verhinderte das Weiterkommen.
• Sébastien Schneiter und Arno de Planta liessen sich trotz einer schwierigen Regattaserie nicht beirren und segelten immer wieder vorne mit. Im abschliessenden Lauf der Qualifikation lagen sie bei der letzten Luvtonne auf einer Spitzenposition – bevor eine Bojenberührung sie zu einem Strafkringel zwang. Nach einer nicht ganz perfekten Ausführung nutzten die hinter ihnen liegenden Spanier die Chance, um Schneiter/de Planta gleich noch zu einem zweiten Kringel zu provozieren und ihre Medaillenchancen auf ein Minimum sinken zu lassen.
• Auch bei Maud Jayet auf dem ILCA 6 gab es Ups und Downs. Am letzten Tag der Qualifikation startete die Waadtländerin als Drittplatzierte im rosa Bip, musste jedoch im ersten Lauf nach einem schlechten Start ihr Streichresultat notieren und rutschte auf den 4. Platz. Der zweite Start gelang hervorragend und Jayet lag virtuell wieder auf Medaillenkurs – bis die Wettfahrtleitung den Lauf abbrach… Der Rest ist bekannt: Im Medal Race gelang ihr wie den anderen Schweizer Seglerinnen und Seglern kein Exploit und Maud Jayet musste sich mit dem zwar hervorragenden jedoch undankbaren 4. Platz begnügen.
Für Christian Scherrer, Teamchef des Swiss Sailing Teams, überwiegen trotzdem die positiven Gefühle und Erfahrungen: «Das ganze Team, alle Athletinnen und Athleten, aber auch die Coaches und alle weiteren Betreuer und Helfer trugen zu diesen tollen Resultaten bei.» Im Rückblick funktionierte das gesamte Setup des Swiss Sailing Teams hervorragend. Das von Marco Brunner organisierte Teamhouse, nur wenige Fahrrad-Minuten von den Athletenhotels und vom Olympia-Hafen Roucas Blanc entfernt, diente als Basis und Rückzugsort der Seglerinnen und Segler. Von dort aus unterstützte Headcoach Toni Otero die einzelnen Coaches, dort bearbeitete Physiotherapeutin Elena Moraga die müden Muskeln und beanspruchten Gelenke, dort erarbeitete Marco Versari die wahrscheinlichsten Wetter-Szenarios und dort sorgte nicht zuletzt Marius Mermod für das leibliche Wohl des Teams. Eine wichtige Rolle nahm auch Mental-Coachin Maayke van der Pluijm wahr – im Teamhouse, im Hafen und auf dem Wasser. «Eine Medaille als krönenden Abschluss der Olympia-Kampagne Paris 2024 blieb uns leider verwehrt», bilanziert Christian Scherrer. «Ich bin jedoch stolz auf das ganze Team und auf die fünf Diplome – diese Leistung ist herausragend für den Schweizer Segelsport. Mein Dank geht auch an die engagierten Clubs, den Verband und alle Mitglieder von Swiss Sailing für das Vertrauen und die Unterstützung. Wir werden das Gelernte aufnehmen und freuen uns auf die kommende Herausforderung Los Angeles 2028.»
Diplomübergabe an die Schweizer Seglerinnen und Segler durch Ralph Stöckli, Chef de Mission von Swiss Olympic (rechts aussen). Es fehlte Elia Colombo.
Tag 12 in Marseille: Noch zwei Diplome!
Yves Mermod und Maja Siegenthaler erwischten beim Medal Race der 470 einen guten Start und segelten auf der linken Bahnseite zur ersten Wendemarke. Die Taktik zahlte sich aus und das Schweizer Boot lag zwischenzeitlich auf dem dritten Platz. Bei der zweiten Kreuz entschieden sich Mermod/Siegenthaler dann jedoch für die rechte Bahnseite, was in den letzten Tagen oftmals die richtige Wahl war. «Diesmal leider nicht. Wir blieben rechts aussen stehen und wurden nach hinten durchgereicht», erzählte Maja Siegenthaler später. «Wir haben viele richtige Entscheidungen getroffen, während der Regatta, diese war falsch. Trotzdem blicken wir auf eine tolle Woche zurück und konnten die Tage hier in Marseille geniessen.» Mit dem 8. Platz im Medal Race fielen Yves Mermod und Maja Siegenthaler auf den 8. Schlussrang zurück, sicherten sich jedoch das angestrebte Diplom. «Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung», sagte Yves Mermod zu seiner Olympia-Premiere. «Ich bin stolz darauf, wie wir die Regatta angegangen sind, und wie es uns gelang, stets den Fokus zu behalten. Dass wir zusammen ein Diplom ersegelt haben, ist umso schöner.»
In der erstmal olympischen Kite-Klasse surfte Elena Lengwiler in einer schwierigen Qualifikation mit nur sechs statt den geplanten 16 Wettfahrten auf den 6. Platz. In den Medal Series musste sie in ihrem Halbfinal darum die vor ihr liegende Amerikanerin Daniela Moroz unbedingt schlagen, um ins Finale zu kommen. Nach einem guten Start lag die 28-jährige St. Gallerin vorne, fiel jedoch dann bei einer Wende vom Foil und ins Wasser. Mit einer beeindruckenden Aufholjagd gelang es ihr tatsächlich, Moroz in einem Photofinish noch abzufangen – allerdings erhielt sie wegen einer Berührung einen Strafpunkt und musste den Sieg in ihrem Halbfinale trotzdem der Amerikanerin überlassen. «Es war ein toller Tag mit endlich richtig guten Bedingungen», freute sich Elena Lengwiler. «Ich freute mich, nochmals einige gute Rennen zufahren. Leider crashte ich eine Wende und ging baden. Trotzdem bin ich sehr happy hier in Marseille dabei gewesen zu sein. Es war ein grandioses Erlebnis.» In der Endabrechnung blieb Lengwiler auf dem 6. Schlussrang und sicherte sich ein Olympia-Diplom.
Die Olympia-Delegation des Swiss Sailing Teams kehrt damit mit 5 Diplomen von Marseille nach Hause. Maud Jayet (SNG) auf dem ILCA 6, Elena Lengwiler (SKA/GYC) auf dem Formula Kite, Sébastien Schneiter (SNG) und Arno de Planta (CVV/SNG) auf dem 49er, Yves Mermod (TYC) und Maja Siegenthaler (TYC) auf dem 470 Mixed sowie Elia Colombo (CVLL) auf dem IQ Foil – alle qualifizierten sich fürs Medal Race, respektive für die Medal Series und sicherten sich mit einer grossartigen Leistung ein Diplom. Die lang ersehnte Medaille war verschiedene Male zum Greifen nah – doch es sollte sein. Für Christian Scherrer, Teamchef des Swiss Sialing Teams, überwiegen die positiven Gefühle und Erfahrungen bei weitem: «Das ganze Team, alle Athletinnen und Athleten, aber auch die Coaches und alle weiteren Betreuer und Helfer trugen zu diesem tollen Resultat bei. Mein Dank geht auch an die engagierten Clubs, den Verband und alle Mitglieder von Swiss Sailing für das Vertrauen und die Unterstützung. Wir werden das Gelernte aufnehmen und freuen uns auf die kommende Herausforderung in Los Angeles 2028.»
Tag 11 in Marseille: 4. Platz für Maud Jayet
Nach einer tollen Olympia-Kampagne segelt Maud Jayet im ILCA 6 auf den undankbaren 4. Platz. Sie hatte bis zum Schluss eine Medaille vor Augen, schaffte es im Medal Race jedoch nicht, die vor ihr liegende Norwegerin Line Flem Hoest noch abzufangen. Ihre Leistung hier in Marseille und die des ganzen Teams um sie herum kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Bei ihrer Olympia-Premiere in Tokyo lief 2021 nicht alles nach Wunsch. Nach einem mässigen Auftakt kam sie in eine Negativspirale und konnte ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Drei Jahre harte und fokussierte Arbeit haben sich ausbezahlt. Auch in Marseille startete Maud Jayet mit einem 16. Laufrang und damit alles andere als ideal in den Wettkampf. Doch anders als in Tokyo liess sie den Kopf nicht hängen und schaute vorwärts. «Die Verhältnisse waren die ganze Zeit über enorm herausfordernd und ich wusste, dass es in erster Linie darum gehen würde, nicht zu viele Fehler zu machen», analysierte die 28-Jährige den Rennverlauf. Auch ein 13. und ein 17. Rang am dritten Tag sowie ein 22. (als Streichresultat) am fünften Tag brachten sie nicht aus dem Konzept. Allerdings lag sie vor dem Medal Race fünf Punkte hinter der Bronzemedaille zurück – eine Hypothek, die sich schlussendlich als zu gross erwies. «Ich wollte die rechte Bahnseite und kam beim Start auch gut weg. Leider drehte der Wind dann nicht wie erhofft nach rechts und ich hatte bei dem kurzen Lauf keine Chance mehr, nochmals anzugreifen», sagte Maud Jayet nach dem Medal Race unter Tränen. «Am Schluss zählt an den Spielen nur eine Medaille und die habe ich leider verpasst. Ich habe alles gegeben – im Moment ist es schwierig, positiv zu bleiben.»
Trotz verpasster Medaille ist die Leistung der 28-jährigen Waadtländerin bemerkenswert. Und sie kommt keinesfalls überraschend. Nach den Olympischen Spielen von Tokyo stellte Maud Jayet einiges auf den Kopf und suchte sowohl im physischen wie im psychischen Bereich neue Lösungen. Sie absolvierte unzählige Stunden im Kraftraum der Uni Lausanne und für die mentale Arbeit fand sie in Maayke van der Pluijm eine passende Coachin. Die in Lausanne lebende Niederländerin arbeitet für das ganze Swiss Sailing Team, war auch in Marseille mit dabei und half Jayet, möglichst alle Nebengeräusche auszublenden. Schliesslich zahlte sich auch die Ende 2021 begonnene Zusammenarbeit mit Trainer Mikael Lundh aus. Der Schwede war früher selber Profi-Segler und gilt als extrem fordernder Trainer, der nur den Erfolg seiner Athletin vor Augen hat.
«Die Entwicklung von Maud ist wirklich bemerkenswert», sagt auch Christian Scherrer, Chef des Swiss Sailing Teams. «Mit ihren beiden Vize-Weltmeistertiteln hat sie gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehört. Auf die Olympischen Spiele hin hat sie sich selber enorm unter Druck gesetzt – umso mehr freuen wir uns über diesen Erfolg. Selbstverständlich wäre eine Medaille noch schöner gewesen, doch ein 4. Platz bei den ILCA 6 ist ein hervorragendes Resultat.»
Keine Wettfahrten gab es sowohl bei den 470 Mixed mit Mermod/Siegenthaler als auch bei den Kitesurferinnen. Das Medal Race der 470 wird morgen nachgeholt und die Kiterinnen starten morgen zu den Medal Series. Elena Lengwiler geht dabei vom 6. Platz ins Rennen: Sie wird den 1. Halbfinal mit einem Punkt in Angriff nehmen – um ins Finale zu kommen, braucht es 3 Punkte.
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Tag 10 in Marseille: Auch Mermod/Siegenthaler im Medal Race
Yves Mermod und Maja Siegenthaler erwischten im ersten Lauf einen denkbar schlechten Start und fanden sich weit hinten im Feld wieder. Als sich beim Gate die Chance ergab, wagten sie im Gegensatz zu den anderen Teams einen Schlag nach links – und rundeten die Luvtonnen nach der zweiten Kreuz als Führende! Den herausgesegelten Vorsprung verwalteten sie dann sicher. Mit diesem Laufsieg und dem anschliessenden soliden 9. Platz verbesserten sie sich auf den 6. Zwischenrang. «Wir segelten über alles gesehen eine gute Regatte und konnten auch auf Rückschläge immer wieder reagieren», bilanzierte Yves Mermod vor dem abschliessenden Medal Race. Und Maja Siegenthaler ergänzte: «Mich hat vor allem unsere mentale Stärke gefreut: Wir blieben locker und nahmen stets Schritt für Schritt. Das war der Schlüssel für diese gute Platzierung.»
Vor dem Medal Race am Mittwoch beträgt der Rückstand auf den 3. Rang 17 Punkte – theoretisch liegt also sogar noch eine Medaille drin. Das Szenario ist wohl unrealistisch – ein Diplom haben die beiden Berner jedoch in Griffnähe.
Nur gerade einen Lauf konnten die Kiterinnen surfen – und aus Schweizer Sicht erst noch ein unglücklicher: Kurz vor dem Start schlief der Wind auf der einen Seite der Startlinie komplett ein. Nicht weniger als 8 von 20 Kiterinnen waren in dieser Zone. Sie blieben dort stehen, ihre Kites fielen ins Wasser und sie schafften es nicht zum Start – unter ihnen auch Elena Lengwiler. Dass die Wettfahrtleitung das Startprozedere trotzdem weiterlaufen liess, war nicht nur aus Schweizer Sicht ein fragwürdiger Entscheid. Verschiedene Nationen haben denn auch einen Protest gegen diesen Lauf eingereicht. Elena Lengwiler ist aktuell trotzdem noch auf dem hervorragenden 6. Zwischenrang.
Gar keinen Wind hatte es für das Medal Race der ILCA 6 mit Maud Jayet. Dieses soll nun am Mittwoch nachgeholt werden.
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Tag 9 in Marseille: Maud Jayet im Medal Race
Nach einer Serie mit Ups und Downs startet Maud Jayet am Dienstag ab 14.40 Uhr zum Medal Race der ILCA 6. Die Genferin liegt auf dem 4. Zwischenrang und hat noch alle Chancen auf eine (historische!) Olympia-Medaille: Die Norwegerin Line Flem Hoest weist als 3. nur gerade fünf Punkte Vorsprung auf. Allerdings gilt es, auch die Kroatin Elena Vorbeva auf dem 5. Platz im Auge zu behalten – sie liegt nur drei Punkte hinter Jayet. «Mein Ziel muss sein, das Medal Race zu gewinnen – und dann erst zu schauen, was die anderen Seglerinnen machen», gab sich Maud Jayet kämpferisch. Die Goldmedaille bereits auf sicher hat die Niederländerin Marit Bouwmeester. Die 36-Jährige Mutter einer 2-jährigen Tochter machte sich damit zur erfolgreichsten Olympia-Seglerin aller Zeiten.
Das Medal Race der ILCA 6 wird – wenn alles planmässig läuft – auf SRF 2 live übertragen.
Nach ihrem fulminanten Auftakt machte die Kiterin Elena Lengwiler dort weiter, wo sie gestern aufgehört hatte: Mit einem Laufsieg! Die Verhältnisse mit leichten Winden und flachem Wasser kamen der 28-Jährigen entgegen: «Es waren traumhafte Bedingungen heute», freute sich Lengwiler. Allerdings währte die Freude nur kurz: Der Wind stellte ab und die Wettfahrtleitung konnte keine weiteren Wettfahrten mehr starten. Elena Lengwiler strahlte trotzdem – mit ihrem zweiten Laufsieg übernahm sie die Führung im Gesamtklassement. Dass sie nach der langen Warterei noch zur Doping-Probe musste, wird sie kaum geschmerzt haben…
Gar keinen Lauf gab es für die 470-Mixed-Klasse. Yves Mermod und Maja Siegenthaler verbleiben vor dem letzten Qualifikationstag auf dem 10 Zwischenrang, der für das Medal Race berechtigt.
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Tag 8 in Marseille: Olympische Premiere für die Kiter
Zuerst war einmal mehr Geduld gefragt: Die mit Spannung erwartete olympische Premiere der Formula-Kite-Klasse verzögerte sich auf Grund des abflauenden Mistrals um mehrere Stunden. Doch dann begann die Show und die Kiterinnen und Kiter flogen mit über 30 Knoten (über 50 km/h) über das Wasser. Mittendrin: Die Schweizerin Elena Lengwiler. Die 28-Jährige zeigte sich bei ihrem Olympia-Debüt unbeeindruckt von der grossen Affiche und begann mit den starken Rängen 3, 6 und 1. Im vierten Lauf musste sie nach einem Zusammenstoss aufgeben, gewann jedoch den späteren Protest. «Es war grossartig», strahlte Lengwiler, die bei den Spielen von ihrem Ehemann Jonas als Beach Caddy am Strand unterstützt wird. «Nach dem ersten Lauf realisierte ich so richtig: Jetzt bin ich eine Olympia-Athletin.» Im Gesamtklassement liegt Elena Lengwiler auf dem hervorragenden 3. Zwischenrang.
Mit zwei soliden Laufen (7. und 8. Platz) verbesserte die ILCA-6-Seglerin Maud Jayet ihre zuvor schon gute Ausgangslage noch weiter und liegt nun auf dem 3. Zwischenrang. «Ich habe vielleicht einen oder zwei Plätze verloren, doch im Moment ist alles sehr eng und ich wollte nicht zu viel riskieren», analysierte die Genferin. «Die Verhältnisse waren wiederum herausfordern und ich denke, es wird auch morgen darum gehen, keine grossen Fehler zu machen.» Die einzige, die bis jetzt praktisch noch keinen Fehler machte, ist die Führende Marit Bouwmeester. Die Niederländerin, die bereits Gold, Silber und Bronze bei Olympischen Spielen gewonnen hat, liegt mit 26 Punkten vorsprung an der Spitze. Sie kann sich morgen Montag bereits vorzeitig die Goldmedaille sichern. Vor dem Medal Race der Top 10 sind noch zwei Läufe auf dem Programm.
Einen erfolgreichen Tag erlebten Yves Mermod und Maja Siegenthaler auf dem 470 Mixed. Die beiden Thuner segelten auf den 4. sowie auf den 7. Platz und verbesserten sich damit auf den 10. Zwischenrang. «Es war eine ziemlich schwierige Situation mit dem abflauenden Mistral, dem neuen Wind eher von der linken Bahnseite und den verbleibenden Wellen des gestrigen Tages», beschrieb Yves Mermod die Bedingungen. «Es gelang uns ziemlich gut, mit dosiertem Risiko zwei gute Läufe zu segeln.» Und es wäre fast noch besser gelaufen: «Auf dem letzten Vorwind zeigte uns die Jury die gelbe Flagge wegen angeblichen Pumpens und wir mussten zweimal kringeln. Bei diesen Bedingungen ist es sehr schwierig, das Boot ruhig zu halten», erzählte Maja Siegenthaler. «Ich war nicht der Meinung, dass wir unerlaubt pumpten – aber die Jury entschied und voilà. Jetzt wollen wir uns gut erholen und freuen uns auf den morgigen Tag.»
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Tag 7 in Marseille: Olympisches Diplom für Elia Colombo
Die Qualifikation für die Medal Series war das erklärte Ziel von Elia Colombo. «Und dann kann alles passieren», sagte er im Vorfeld der Spiele. Tatsächlich qualifizierte sich der Tessiner für die Medal Series der Top 10 – dank eines Laufsieges im letzten Lauf der Qualifikation und dank eines zu später Stunde gewonnen Protests rutschte er vom 11. Gerade noch auf den 10. Platz. Im Viertelfinale der Medal Series segeln die Ränge 4 bis 10 um zwei Plätze im Halbfinale. Elia Colombo nahm viel Risiko, erwischte einen perfekten Start und konnte er sich lange hinter dem niederländischen Favoriten Van Opzeeland auf dem zweiten Platz halten. Etwas bessere Windverhältnisse auf der anderen Seite der Regattabahn erlaubten es dem Briten Sam Sills und dem Italiener Niccolo Renna jedoch, Colombo noch abzufangen. «Ich bin trotzdem sehr zufrieden», bilanzierte der 28-jährige Elia Colombo nach dem Ausscheiden. «Es war eine sehr anstrengende und lange Regatta, doch die Stimmung und das ganze Drum und Dran der Olympischen Spiele waren toll. Ich habe es beispielsweise auch genossen, dass ich von hier in Marseille nach Paris an die Eröffnungsfeier fahren konnte.» Mit dem vierten Rang im Halbfinale sicherte sich Elia Colombo bei seiner Olympia-Premiere den 7. Schlussrang und ein Olympia-Diplom.
Einen schwierigen Tag erwischte Maud Jayet bei den ILCA 6. Die Genferin belegte in den drei Läufen bei 15 bis 22 Knoten Wind die Plätze 8, 13 und 17. «Die Bedingungen waren schwierig und ich traf sicher nicht immer die richtigen Entscheidungen», analysierte Jayet selbstkritisch. Weil auch den meisten anderen Seglerinnen nicht drei gute Läufe gelangen, liegt sie bei etwas mehr als Wettkampfhälfte immer noch auf dem hervorragenden 5. Zwischenrang und der Rückstand auf die Medaillen beträgt nur 5 Punkte.
Ebenfalls Mühe hatten Yves Mermod und Maja Siegenthaler auf dem 470 Mixed. Die beiden Thuner mussten einen 14. und einen 16. Platz hinnehmen. Im Gesamtklassement fielen sie damit auf den 14. Rang zurück, können jedoch das Medal Race der Top 10 immer noch erreichen. «Wir hatten sehr gute Momente, machten aber auch grobe Fehler», sagte Yves Mermod nach dem Races. «Wir wissen, was wir können und kennen unsere Stärken. Jetzt schauen wir vorwärts und freuen uns auf morgen. Es sind noch 6 Races…»
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Tag 6 in Marseille: Olympisches Diplom für Schneiter/de Planta!
Nach einer komplizierten Regatta hatten die beiden 49er-Segler Sébastien Schneiter und Arno de Planta vor dem Medal Race noch eine minimale Chance auf olympisches Edelmetall – wenn alles perfekt aufgegangen wäre. Das tat es leider nicht. Trotzdem dürfen die beiden Genfer mit dem 8. Schlussrang und einem Olympischen Diplom sehr zufrieden sein. «Wir erlebten gemeinsam eine tolle Olympia-Kampagne und segelten hier in Marseille bei schwierigen Bedingungen ganz vorne mit. Am Schluss passierten uns leider zu viele Fehler, die wir teuer bezahlten», blickte Sébastien Schneiter zurück. «Insgesamt können wir jedoch zufrieden sein mit unserem Auftritt. Wir haben uns den Respekt in der starken 49er-Flotte ersegelt, und das sagt doch einiges aus.» Auch Arno de Planta strahlte am Beach nach dem Medal Race: «Mit einem Diplom heimzureisen ist toll. Ich bin stolz auf die Kampagne zusammen mit Seba, und wir können wirklich happy sein.»
Mit einem 4. und einem 3. Laufrang zeigte Maud Jayet bei den ILCA 6 eine starke Reaktion auf den weniger guten Auftakt von gestern. Die Genferin segelte in beiden Läufen ganz vorne mit und kam mit den wiederum schwierigen Windverhältnissen gut zurecht. «Ich kam beide Male bei den Starts gut weg und konnte mich in der Spitzengruppe festsetzen. Nach dem gestrigen Tag sind sie beiden Top-5-Resultate von heute gut für die Moral.» Im Zwischenklassement liegt Maud Jayet auf dem 4. Platz.
Das ganze Spektrum an Gefühlen loteten Yves Mermod und Maja Siegenthaler auf dem 470 Mixed aus, die heute ihren Wettkampf begannen. Im ersten Lauf wurden sie wegen eines Frühstarts disqualifiziert, den zweiten Lauf gewannen sie souverän. «Der Frühstart war extrem knapp, aber drüber ist drüber», meinte Yves Mermod. Und Maja Siegenthaler ergänzte: «Wir sagten uns, dass es nichts bringt, den Kopf in den Sand zu stecken. So gingen wir den zweiten Lauf mit dem gleichen positiven Gefühl an – und siehe da!» Mermod/Siegenthaler liegen trotz der Blackflag im Zwischenklassement (noch ohne Streicher) auf dem 8. Platz. Sie dürfen sich im weiteren Verlauf der Regatta jedoch keinen weiteren Ausrutscher mehr erlauben.
Die Medal Series der Windsurfer – mit dem Tessiner Elia Colombo – fielen den erneut unbeständigen Windverhältnissen zum Opfer. Sie werden morgen Samstag nachgeholt.
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Tag 5 in Marseille: (Zu) wenig Wind
Kein Medal Race für die 49er: Trotz mehrerer Versuche musste die Entscheidung bei den 49ern aufgeschoben werden. Die Top 10 der 49er – mit Sébastien Schneiter und Arno de Planta – werden morgen Freitag nochmals antreten. «Für morgen sind andere Bedingungen angesagt. Wir freuen uns auf ein Renne mit mehr Wind – und solange eine theoretische Chance auf eine Medaille besteht, werden wir all-in gehen», gibt sich Sébastien Schneiter kämpferisch.
Eine Erfolgsmeldung gibt es von Elia Colombo: Bei seiner Olympia-Premiere belegt der 28-jährige Windsurfer nach der Qualifikation den 10. Rang – und sicherte sich damit die Teilnahme an den Medal Series von morgen Freitag. Der Erfolg hing allerdings an einem dünnen Faden: Ein Laufsieg in der letzten Wettfahrt brachte den Tessiner in die Nähe der Top 10 und erst dank eines gewonnenen Protests gegen den spanischen Konkurrenten überholte er diesen und sicherte sich schliesslich die Teilnahme an den abschliessenden Medal Series. «Nach zwei weniger guten Races zu Beginn des Tages war der Laufsieg natürlich toll», strahlte Elia Colombo. «Jetzt freue ich mich auf die Medal Series – wir haben den dort zu segelnden Kurs bewusst oft trainiert. Alles ist möglich!» Das Wettkampf-Format der Windsurfer ist so gehalten, dass die Medaillen von den Top 10 in einem Viertelfinal, einem Halbfinal und einem Final ausgesegelt werden. Elia Colombo hat als 10. also weiterhin alle Medaillenchancen.
Mit nur einer Wettfahrt starteten die ILCA-6-Seglerinnen in den Wettkampf. Auch sie mussten anschliessend mangels Wind zurück in den Hafen. Die Genferin Maud Jayet klassierte sich dabei auf dem unbefriedigenden 16. Rang. Sie hatte nach eigenen Aussagen insbesondere mit der Hitze zu kämpfen.
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Tag 4 in Marseille: 49er: Qualifiziert fürs Medal Race
Nach einer komplizierten Serie mit verschiedenen Ups und Downs haben sich die Schweizer 49er-Segler Sébastien Schneiter und Arno de Planta fürs abschliessende Medal Race der besten 10 qualifiziert. Die beiden Genfer begannen den Schlusstag der Qualifikation fulminant mit einem 6. und einem 4. Platz und lagen im dritten Race des Tages zwischenzeitlich sogar in Führung. Im virtuellen Klassement kletterten sie damit auf den Bronzeplatz. Zwei Strafkringel bei der ersten Wendemarke liessen dann jedoch die Hoffnung auf einen Spitzenplatz schwinden. «Es ist schade, dass uns auch heute nicht drei gute Wettfahrten hintereinander gelungen sind», bilanzierte Sébastien Schneiter. «Insgesamt sind wir mit unserer Leistung zufrieden. Die Bedingungen waren sehr schwierig und alle Spitzenteams hatten zu kämpfen.» Und Arno de Planta ergänzte: «Wir haben immer wieder gezeigt, dass wir vorne mitsegeln können – leider passierten zu viele kleine Fehler, die uns jeweils teuer zu stehen kamen. Jetzt fokussieren wir uns auf das Medal Race und greifen dort nochmal an.» Vor dem doppelt zählenden Medal Race liegen Schneiter/de Planta auf dem 8. Platz – mit 16 Punkten Rückstand auf die Medaillen.
Bei den iQ-Foil-Windsurfern musste Elia Colombo einen Rückschlag hinnehmen. Im 7. Race wurde er nach einem Frühstart disqualifiziert. Im Gesamtklassement fiel der Tessiner damit auf den 12. Rang zurück. Am letzten Tag der Qualifikation stehen morgen allerdings noch fünf Läufe auf dem Programm, so dass eine Qualifikation für die Final Series der Top 10 immer noch möglich ist. «Morgen sind Bedingungen angesagt, die mir besser liegen», gibt sich Colombo kämpferisch.
Für Maud Jayet auf dem ILCA 6 stehen morgen die ersten beiden Wettfahrten auf dem Programm. Einen Tag später werden dann auch Yves Mermod und Maja Siegenthaler auf dem 470er ins Geschehen eingreifen. Erst am 4. August geht der Wettkampf für Elena Lengwiler (Formula Kite) los.
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Tag 3 in Marseille: Starke Reaktion von Schneiter/de Planta
Mit dem auffrischenden Wind kamen auch die 49er-Segler Schneiter/de Planta besser in Schwung. Windsurfer Elia Colombo ist weiterhin vorne dabei.
Nach zwei schwierigen Tagen mit unbefriedigenden Resultaten zeigten die beiden 49er-Segler Sébastien Schneiter und Arno de Planta eine starke Reaktion: Mit einem Laufsieg gleich zu Beginn des Tages in der 7. Wettfahrt sowie den Rängen 5 und 17 hievten sich die beiden Genfer in der Tabelle wieder nach vorne. «Wir haben wirklich gut gesegelt heute», sagte Sébastien Schneiter. «Der erste Lauf war sehr gut und auch beim zweiten hätten wir eigentlich den Sieg verdient – aber manchmal klappt halt nicht alles.» Und der 3. Lauf? «Die Bedingungen waren sehr kompliziert. Direkt vor der Corniche war einmal die linke Seite bevorzugt, dann wieder die Rechte – und für den dritten Lauf änderte es nochmal. Trotzdem: Wir haben gekämpft und sind noch im Rennen», freute sich Arno de Planta. Vor dem letzten Qualifikationstag mit drei weiteren Wettfahrten liegen Schneiter/de Planta auf dem 7. Platz. Beim abschliessenden Medal Race am 1. August sind die besten 10 startberechtigt.
Bei den iQ-Foil-Windsurfern zeigte Elia Colombo eine solide Leistung. In drei von fünf Wettfahrten klassierte er sich in den Top 10. Nach sechs Wettfahrten liegt der Tessiner auf dem soliden 8. Zwischenrang. «Es war ein langer Tag mit fünf Races», bilanzierte Colombo zurück am Strand. «Der Wind war zuerst ziemlich löchrig, wurde dann aber immer konstanter und stärker. Ich habe ein gutes Gefühl und werde weiter um meinen Top-10-Platz kämpfen.» Bei den iQ Foil stehen noch zwei Qualifikationstage auf dem Programm, bevor die Top 10 bei den Final Series um die Medaillen segeln.
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Tag 2 in Marseille: Guter Auftakt für Elia Colombo
Die stabile Hochdrucklage sorgt weiterhin für schwierige und vor allem schwache Windverhältnisse vor der Küste von Marseille. Nach den 49ern haben auch die Windsurfer ihren Wettkampf begonnen.
Nachdem der erste Tag auf Grund der Flaute vor der Küste von Marseille keine Rennen für die iQ-Foil-Windsurfer zuliess, startete der Tessiner Elia Colombo am zweiten Tag mit einem soliden 9. Rang in die Serie. Trotz mehrerer Versuche konnten anschliessend keine weiteren Wettfahrten mehr gesegelt werden. «Ich bin mit dem 9. Rang recht zufrieden. Schade, dass der zweite Lauf unmittelbar vor dem Ziel abgebrochen wurde – da war ich noch besser klassiert», resümierte Elia Colombo.
Einen schwierigen Tag erwischen die 49er-Segler Sébastien Schneiter und Arno de Planta. Mit den Laufrängen 17, 3 und 20 konnten sie zwar ihr Potenzial andeuten, mussten sich aber zu vielen Punkte notieren lassen. «Bei so flauen Winden ist der Start entscheidend. Beim zweiten Lauf gewannen wir das Pinend und konnten anschliessend frei segeln. Beim dritten Lauf verloren wir den Start auf der Pinend-Seite gegen die Engländer und hatten dann keine Gelegenheit mehr, ins Rennen zurückzukommen», erklärt Arno de Planta die unterschiedlichen Resultate.
Bei Wettkampf-Hälfte sind die beiden Genfer aus den Top 10 gefallen, die zur Teilnahme am abschliessenden Medal Race berechtigt sind. Allerdings ist das Klassement noch sehr eng, so beträgt beispielsweise der Rückstand von Schneiter/de Planta auf die Bronzemedaille nur 14 Punkte. «Wir sind uns ein gewisses Auf und Ab gewohnt und können auch damit umgehen – vor allem bei so schwachen Windverhältnissen», sagt Sébastien Schneiter zur aktuellen Gefühlslage. «Während des Tages konzentrieren wir uns immer auf den nächsten Lauf – jetzt konzentrieren wir uns auf den nächsten Tag.»
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Tag 1 in Marseille: Starker Auftakt bei schwachem Wind
Die 49er-Segler Sébastien Schneiter und Arno de Planta zeigten bei ihrem ersten gemeinsamen Olympia-Auftritt zu Beginn eine starke Leistung: Trotz schwieriger Windverhältnisse sicherten sie sich im ersten Lauf den 2. Rang. Der zweite und der dritte Lauf verliefen dann weniger nach dem Gusto der Genfer: Nach verschiedenen kleinen Fehlern mussten sie sich mit den Laufrängen 9 respektive 11 begnügen.
«Insgesamt sind wir zufrieden mit dem ersten Tag», bilanzierte Arno de Planta bei seiner Olympia-Premiere. «Nach dem tollen ersten Lauf waren es verschiedene kleine Details, die beim zweiten und dritten Lauf nicht gut für uns liefen. Trotzdem blieben wir konzentriert und konnten dank guter Bootsgeschwindigkeit jedesmal wieder Plätze gut machen.»
«Wir nehmen vor allem das Positive mit», bestätigte Sébastien Schneiter, der bereits zum dritten Mal bei Olympischen Spielen startet. «Die Regatta wird nicht am ersten Tag gewonnen – es muss uns in den nächsten Tagen einfach gelingen, die kleinen Fehler zu eliminieren.»
Die schwierigen Windverhältnisse wurden auch anderen Teams zum Verhängnis. Die meistgenannten Favoriten, Lambriex/Van De Werken aus den Niederlanden und Fischer/Pequin aus Frankreich, mussten gar einen 13. respektive 16. Platz notieren. In der Zwischenrangliste führen die Neuseeländer Mchardie/Mckenzie vor den Irländern Dickson/Waddilove und den Uruguayanern Umpierre/Diz. Letztere sind Trainingspartner von Schneiter/de Planta, die auf dem 9. Zwischenrang liegen.
Keine Regatta gab es für die iQ-Foil-Windsurfer. Elia Colombo verstand die Entscheidung der Wettfahrtleitung: «Zuerst sah es eigentlich gut aus, doch kaum waren wir draussen, fiel der Wind komplett zusammen. An einen regulären Wettkampf wäre nicht zu denken gewesen.»
Die Prognosen für die nächsten Tagen erwarten in Marseille weiterhin ein stabiles Hochdruckgebiet mit schwachen bis sehr schwachen Winden.
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Let the Games begin
Heute Abend geht es endlich los: Mit der Eröffnungsfeier auf der Seine werden die Olympischen Spiele Paris 2024 offiziell eröffnet. Am Sonntag dann stehen mit Sébastien Schneiter / Arno de Planta (49er) und Elia Colombo (iQ Foil) die ersten Schweizer Segler im Einsatz. Am 1. August beginnt der Wettkampf für Maud Jayet (ILCA 6), am 2. August greifen Yves Mermod / Maja Siegenthaler (470 Mixed) ins Geschehen ein und am 4. August ist last but not least Elena Lengwiler (Formula Kite) an der Reihe.Read more
Das Olympia-Booklet zum Download
Das Olympia-Booklet des Swiss Sailing Teams steht zum Download bereit. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen über die Seglerinnen und Segler, welche die Schweiz bei den Olympischen Spielen Paris 2024 vertreten. Weitere Informationen zu den Klassen und dem Revier von Marseille gibt es im Media Guide von World Sailing. Viel Spass - und HOPP SCHWIIZ!
Eine Medaille und ein tolles Teamresultat
Gute Schweizer Bilanz an den Youth Sailing World Championships 2024 auf dem Gardasee (ITA): In der Nationenwertung belegte das von Youth Headcoach Riccardo Giuliano betreute Team den 7. Schlussrang (von 69 Nationen).Read more
Newsletter Sommer 2024
Bereit für Paris 2024
«United 4 Excellence» lautet das Motto von Swiss Olympic für die Olympischen Spiele 2024. Die Schweizer Seglerinnen und Segler in Marseille sind gut vorbereitet und haben ein gemeinsames Ziel: Die lange Zeit von über 55 Jahren ohne Schweizer Segelmedaille zu beenden.
Read more
U21-Silber für Anja
Anja von Allmen gewinnt bei den U21-Weltmeisterschaften in Tanger (MAR) die Silbermedaille in der ILCA-6-Klasse. Die 20-jährige Berner Oberländerin musste sich bei sehr unterschiedlichen und anspruchsvollen Bedingungen nur der zweifachen ILCA-6-Junioren-Weltmeisterin Eve McMahon (IRL) geschlagen geben. «Diese Medaille bedeutet mir sehr viel», freute sich Anja von Allmen nach der Siegerehrung. «Allerdings habe ich einige unnötige Fehler gemacht – das ist schade. Erfreulich ist, dass mir immer wieder gute Comebacks gelangen.» Auch ihr Coach Mikael Lundh freute sich: «Ich bin stolz auf dieses Resultat. Es widerspiegelt ein Jahr intensives Training und harte Arbeit. Anja hat die Herausforderung angenommen und sich neben Vizeweltmeisterin Maud Jayet hervorragend weiterentwickelt. Die Regatta mit einer ganzen Palette an Windbedingungen war sehr selektiv und entsprechend hoch ist das Resultat zu gewichten.» Die Silbermedaille ist ein Erfolg für die ganze SST-Delegation, zu der neben der Athletin und dem Coach auch Maayke Van der Pluijm als Mentalcoach, Guy Schacher als Fitnesscoach und Marco Versari (Wetter- und Datenanalyse) gehören.
Mit Leonie Baudet (58. Rang von 66 Seglerinnen) und Martin Verhulst (17. Rang von 115 Seglern bei den ILCA 7) lieferten zwei weitere Schweizer Nachwuchstalente vielversprechende Resultate.


