Foto : Mateo Sanz Lanz © ISAF
Leistungsorientierter Segelsport ist Ganzjahressport. Nach der erfolgreichen Teilnahme am ISAF Weltcup Finale in Abu Dhabi hat bereits im Dezember wieder die Vorbereitungsperiode für die vorolympische Saison 2015 begonnen. Mit soliden Ergebnissen sind unsere Elitesegler von der Testregatta in Rio de Janeiro und dem Weltcup in Miami zurückgekehrt. Talentpool und Youth Team absolvieren derweil ihre Wasserstunden in den Wintertrainingsmassnahmen in Barcelona und Palma. Aber auch in den verschiedenen Begleitprojekten laufen die Vorbereitungen für die Jahreshöhepunkte EM, WM und das Rio Testevent auf Hochtouren. Was es sonst noch so alles an interessanten Neuigkeiten im Swiss Sailing Team gibt, können Sie im ersten Newsletter des Jahres 2015 lesen. Wir wünsche eine gute Lektüre !ISAF WELTCUP MIAMI (USA)
Mit rund 600 Booten aus 64 Nationen ist der ISAF Weltcup in das vorolympische Jahr gestartet. Zehn Athleten des Swiss Sailing Teams waren dabei. Yannick Brauchli / Romuald Hausser lieferten mit einem 12. Platz das beste Weltcupergebnis in ihrer Karriere ab. Yannick äusserte sich zufrieden: “Wir haben sehr vieles richtig gemacht in den zwei Wochen in Miami. Mit Rang 7 an der Nordamerikanischen Meisterschaft und Rang 12 am Weltcup konnten wir endlich wieder konstante Leistung in diesem Weltklassefeld zeigen“. Mateo Sanz Lanz surfte auf einen guten 15. Rang, Linda Fahrni / Maja Siegenthaler belegten Platz 20. Lasersegler Guillaume Girod verpasste den Sprung ins Goldfleet nur knapp und wurde 59. von 104 Booten. Bei ihrem ersten Weltcup Auftritt im 49er konnten Sébastien Schneiter und Lucien Cujean auf Platz 41 segeln, Elia Colombo beendete die Regatta als 40. von 66 Windsurfen.
MARCO VERSARI VERANTWORTLICH FÜR DATENANALYSE UND TECHNOLOGIE-ENTWICKLUNG
«Immer up-to-date!» was den Einsatz neuester Technologien zur Leistungsoptimierung im Segelsport betrifft, so das Kredo des Swiss Sailing Teams. Dementsprechend konnten die Stellenprozent von Junior National Coach Marco Versari erhöht und der Aufgabenbereich erweitert werden. Der diplomierte Physiker (Universität Mailand) ist nun für die Datenanalyse der Wind- und Strömungsmessungen sowie die Weiterentwicklung der Software « Team Data Log » verantwortlich. Zudem wird auch an Technologien im Bereich Tracking, Strommessbojen, Riggvermessung und Videoanalysen geforscht, um allen Athleten und Coaches solide Tools für ihre tägliche Arbeit an die Hand geben zu können. Unverändert wird sich Marco Versari auch weiterhin seiner Hauptaufgabe widmen; eine erfolgreiche und nachhaltige Nachwuchsarbeit in der Segelnation Schweiz sicherzustellen!
MENTAL STARK IN DIE HEISSE PHASE DER OLYMPIASELEKTION
Die moderne Sportpsychologie und das Mental Coaching ist aus dem heutigen Spitzensport nicht mehr wegzudenken. Bei der hohen internationalen Leistungsdichte entscheiden Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage. Um dem Erwartungsdruck bei Grossveranstaltungen standzuhalten und die persönliche Bestleistung am Tag X abrufen zu können, fördert das Swiss Sailing Team die Zusammenarbeit mit ausgewiesenen Experten in diesem Bereich. So betreut Dr. Roberta Antonini schon seit längerem das Nacra17 Team Bühler / Brugger mit Coach Sebastien Godefroid. Die 470er Männer Brauchli/Hausser arbeiten mit Romana Feldmann zusammen und Julia Kahlenberg unterstützt Linda Fahrni und Maja Siegenthaler auf ihrem Weg nach Rio de Janeiro. «Die mentalen Fähigkeiten sind immer häufiger matchentscheidend und müssen dementsprechend genauso trainiert werden wie Kondition oder Bewegungstechniken» so Teamchef Tom Reulein, der selbst Mitglied in der Fachgruppe Mentale Stärke des Bundesamts für Sport ist.![]()
SHORT FACTS
SST Youth Guide: Marco Versari hat die wichtigsten Informationen zu Zielsetzungen, Fördermöglichkeiten und Selektionsprozessen sowie nützlichen Tips für Eltern im Umgang mit ihren leistungsorientierten Kindern in einem Dokument zusammengestellt – Be a better sailing parent! Dr. Borovac ergänzt noch weitere Informationen zum Elternratgeber. Das Interview lesen sie hier. ISAF Youth Worlds 2015: Die ranghöchste Veranstaltung im Juniorenbereich findet diesmal vom 27.12.2015 bis 3.1.2016 in Langkawi / Malaysia statt. Das entsprechende Selektionsreglement und Anmeldeunterlagen finden Sie hier. Olympia Selektionsreglement: Nach Bekanntgabe des dritten europäischen “Olympic Qualification Event” (Palma Regatta 2016) durch die ISAF, hat der SST Selektionsausschuss das bestehende Selektionsreglement entsprechend ergänzt. Die finale Version vom 1.12.2014 ist unter folgendem Link veröffentlicht.
NATHALIE BRUGGER TROTZ VERLETZUNG OPTIMISTISCH
Das Nacra17 Team Bühler / Brugger konnte die Weltcup Regatta in Miami nicht zu Ende segeln. Nachdem sie die erste Wettfahrt gewannen, kenterten sie im Verlauf des zweiten Rennens. Pech für Nathalie : Innenbandriss am Kniegelenk. « Ich konzentriere mich jetzt voll auf meine Rehabilitation in den nächsten 6-8 Wochen. Wenn alles gut verläuft, kann ich Ende März in Palma wieder im Boot sein », versichert Nathalie, die trotz allem nicht ihr Lachen verliert. « Wir haben noch keine Ergebnisziele am Anfang dieser Saison, aber die Verletzung hilft uns natürlich nicht. Ich habe schon mit einem angepassten Oberkörpertraining begonnen, während Matias mit einer argentinischen Ersatzcrew sein Wassertraining fortsetzt. Das kann einen durchaus positiven Effekt auf die gesamte Leistungsentwicklung haben und ich bin überzeugt, dass wir in Palma mit Sicherheit frischer an den Start gehen können als die anderen Teams. » « Kein Grund zur Aufregung, unser Saisonziel ist ja der Testevent in Rio im August, zu dem wir dann wieder in voller Stärke antreten werden » so Nathalie Brugger, die in Rio de Janeiro 2016 ihre dritte Olympiateilnahme anvisiert. www.buhlerbrugger2016.ch
NEUER ONLINE-AUFTRITT DES SWISS SAILING TEAM
Im Dezember 2014 ging die neue Webseite des Swiss Sailing Team, entwickelt von der Agentur Maxcomm, erstmals online. Neben umfassenden Profilen zu den Athleten und Bootsklassen erfahren sie dort alles Wissenswerte über die gesamten Teamaktivitäten. www.swiss-sailing-team.ch Im Downloadbereich sind zudem viele informative Dokumente wie der «SST Youth Guide», die Broschüre «Partnership Opportunities» sowie verschiedene Selektionsreglemente und das Kaderreglement veröffentlicht. Neu aufgeschaltet finden sie dort auch den «Pressebericht 2014», der dank der hervorragenden Ergebnissen im Nachwuchs- und Elitebereich sehr umfangreich ausgefallen ist. Link ![]()
