Newsletter - Dezember 2022

Sébastien Schneiter und Arno de Planta kündigen ihre 49er-Kampagne für Paris 2024 an

© Yves Ryncki

Sébastien Schneiter und Arno de Planta starten offiziell ihre olympische Kampagne im 49er. Nach verschiedenen Trainingseinheiten und einigen gemeinsamen Regattastarts haben sich die beiden Schweizer Elitesegler entschieden, gemeinsam für die Olympischen Spiele in Paris 2024 anzutreten. «Es ist eine etwas spezielle Kampagne, da sie nur noch zwei Jahre dauert», sagt Sébastien. «Es ist eher ein Sprint als ein Marathon.»

Für Sébastien Schneiter ist es die dritte Olympiakampagne, nachdem er mit Lucien Cujean bereits bei den Spielen in Rio de Janeiro 2016 und in Tokio 2021 viel Erfahrung sammeln konnte. Für Arno de Planta dagegen ist es die erste Kampagne – doch auch er hat schon viel Erfahrung auf dem 49er: «Nach fünf intensiven Jahren auf dem 49er, kenne ich das Boot wirklich gut. Eine Olympiakampagne war eigentlich schon immer mein Ziel und Paris 2024 hatte ich auch mit meinem vormaligen Steuermann vor Augen. Am meisten freue ich mich darauf, unter Schweiz Flagge zu segeln

Das Duo hat sich für die Entscheidung über die Kampagne etwas Zeit genommen – beide wollten sicher sein, dass eine gemeinsame Kampagne auch wirklich passt. «Wir haben beide wirklich Spass daran, gemeinsam zu segeln», freut sich Sébastien. «Die Chemie stimmt und wir sind auf der gleichen Wellenlänge – das ist das Wichtigste.»

Selbstverständlich ist das gemeinsame Leistungspotenzial ebenso wichtig. Sébastien und Arno segelten zum ersten Mal gemeinsam bei der Trofeo Princesa Sofia in Palma im vergangenen April, dem ersten grossen Segelevent der Saison. Mit nur zwei Tagen Training vor dem Wettkampf erzielte das Duo mit dem 6. Platz ein vielversprechendes Ergebnis. Im Sommer folgten verschiedene Trainingseinheiten in Marseille, dem Olympiarevier von 2024, bevor sie dann einen vierten Platz bei der Testregatta in Den Haag erreichten. Hier werden nächstes Jahr die Weltmeisterschaften mit den ersten Olympia-Quotenplätzen ausgetragen. Schneiter/de Planta sind also erfolgreich in ihr gemeinsames Olympia-Abenteuer gestartet.

«Für meine dritte Olympiakampagne mussten die Rahmenbedingungen stimmen», erklärt Sébastien. «Wir wollen ein wirklich gutes Resultat. Es fiel mir schwer, die letzte Kampagne zu beenden, ohne die Ziele in Tokio erreicht zu haben – jetzt bin ich motiviert, diesmal eine Medaille anzustreben.» Die Olympiakampagne neben seinem Engagement beim Sail GP zu bestreiten, ist eine Herausforderung, doch die beiden Projekte lassen sich gut kombinieren. «Was ich auf dem einen Boot lerne, kann auf dem anderen ebenfalls nützlich sein. Zudem bieten die beiden Kampagnen auch die Gelegenheit, immer wieder von der einen oder anderen eine Pause zu machen. Da wir insgesamt weniger Segeltage auf dem 49er haben werden, gilt es, diese besonders gut zu nutzen

Als Trainingspartner ist ein zweites Schweizer 49er-Team bereit: Josh Richner und Nilo Schärer. Diese beiden jungen Athleten können von Schneiter/de Planta profitieren und werden gleichzeitig diese zu Höchstleistungen anspornen. «Wir haben einen guten Umgang miteinander – sobald es jedoch auf dem Wasser zur Sache geht, wird hart gearbeitet. Das bringt beide Teams weiter», sagt Sébastien.

«Wir freuen uns sehr, mit Sébastien und Arno ein Spitzenteam in der 49er-Klasse für die Olympischen Spiele von Paris 2024 stellen zu können», sagt Christian Scherrer, CEO der SST. «Zusammen mit der zweiten 49er-Crew, Josh und Nilo, haben wir nun eine vielversprechende Squad, die Erfahrung und Nachwuchs vereint.»

 

Das Nationale Leistungszentrum (NLZ) in Lausanne, ein wichtiger Dienstleistungspartner für die SST

Die Rolle des Nationalen Leistungszentrums (NLZ) besteht darin, die verschiedenen Dienstleistungen, die an der Universität Lausanne angeboten werden, den Seglerinnen und Seglern zugänglich zu machen. Das Centre Sports et Santé (CSS) verfügt über ein Fitnesszentrum, bietet aber auch zusätzliche Dienstleistungen an. Für die Athletinnen und Athleten des Swiss Sailing Teams stehen mehrere Referenten zur Verfügung: Maayke Van der Pluijm (Mentaltrainerin), Guy Schacher (Fitnesstrainer), Amandine Moeri (Ernährungsberaterin) und Thomas Betschen. Fragen an Thomas, Vertreter der Universität im NLZ.

Thomas, was ist deine Rolle im NLZ?
Meine Rolle besteht darin, Marco Versari bei der Administration und Organisation des NLZ zu unterstützen. Ich kümmere mich um alles, was mit dem physischen Training zu tun hat. Zusammen mit den Verantwortlichen des Sport- und Gesundheitszentrums (CSS) bin ich an der Erstellung von Tests beteiligt und führe diese mit den Athleten durch.

Kannst du uns mehr über diese Tests erzählen?
Die Tests basieren auf den Erfahrungen des CSS und sind spezifisch für jede Stufe des Swiss Sailing Teams zusammengestellt. Für den Talentpool haben wir einen Test entwickelt, der insbesondere aus verschiedenen Koordinations- oder Kraftübungen besteht, und an drei Tagen im Jahr stattfindet. Auf der Ebene des Youth Teams sind die physischen Tests umfangreicher – hier wollen wir schauen, ob die benötigten Bewegungsabläufe richtig ausgeführt werden können. In der Eliteklasse sind die Tests dann noch gründlicher und konzentrieren sich auf den Leistungsaspekt. Jede Stufe hat also ihre eigenen physischen Tests.

Wie unterstützt das NLZ die SST-Elite?
Es gibt mehrere Aspekte. Zunächst einmal haben die Athletinnen und Athleten Zugang zum Fitnesszentrum – einige sind regelmässig hier anzutreffen, wie beispielsweise Maud Jayet, Arno De Planta, Sébastien Schneiter oder auch Matteo Benz. Die Seglerinnen und Segler können individuell zum Training kommen oder mich mit Fragen im Zusammenhang mit dem Fitnesstraining ansprechen. Andere wohnen jedoch weiter entfernt von Lausanne, weshalb es für sie schwieriger ist, die Einrichtungen zu nutzen. Aus diesem Grund organisieren wir Teammeetings: Im November haben wir ein Teammeeting durchgeführt, bei dem die gesamte Schweizer Segel-Elite anwesend war. Dadurch konnten alle Athletinnen und Athleten die Einrichtungen nutzen und unsere Mentaltrainerin sowie unsere Ernährungsberaterin sehen. Wir haben auch klassenspezifische Teammeetings beispielsweise mit der iQFoil Squad und der ILCA 6 Squad organisiert.

Wie berätst du die SST-Seglerinnen und Segler bei ihrem physischen Training?
Ich stehe den Athletinnen und Athleten immer zur Verfügung, um ihnen bei ihren Trainingsplänen zu helfen. Es kam schon vor, dass ich Videokonferenzen organisiert habe, um für solche, die nicht nach Lausanne kommen können, einen Plan zu erstellen. Das Training wird auf die Ziele der einzelnen Seglerinnen und Segler zugeschnitten, die je nach Bootsklasse besondere Bedürfnisse haben. Und nicht zu vergessen: Es braucht auch die Zusammenarbeit mit dem Trainer auf dem Wasser. Durch die Fitnesstests wird aufgezeigt, woran gearbeitet und was verbessert werden muss.

 

Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele geht weiter

© Sailing Energy / SST

Die Saison neigt sich dem Ende zu und die Seglerinnen und Segler des Swiss Sailing Teams werden eine kurze, wohlverdiente Pause einlegen. Anschliessend gilt es, sich auf die wichtigsten Events des Jahres 2023 zu konzentrieren und den Fokus auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 in Paris zu richten.

Die Saison beginnt mit der Trofeo Princesa Sofia in Palma de Mallorca vom 31. März bis 8. April 2023, gefolgt von der Semaine Olympique in Hyères (FRA) vom 23. bis 30. April. Diese beiden tollen Regatten werden es den Schweizer Athletinnen und Athleten ermöglichen, sich wieder an den Wettkampfrhythmus zu gewöhnen, und die Arbeit, die sie während des Winters geleistet haben, in die Praxis umzusetzen. Es wird auch eine Gelegenheit sein, sich in der internationalen Flotte zu positionieren.

Die wichtigsten Regatten im nächsten Jahr werden alle olympischen Klassen umfassen, was grossartigen Segelsport und eine vorolympische Stimmung garantieren wird. Vom 7. bis 16. Juli findet in Marseille der Test-Event für die Spiele von Paris 2024 statt, während die Weltmeisterschaften der olympischen Klassen vom 10. bis 20. August in Den Haag (NED) ausgetragen werden. An dieser Regatta werden bereits 40 bis 50 Prozent der Quotenplätze für 2024 vergeben.

Wichtige Daten von 2023

  • 31. März bis 8. April: Trofeo Princesa Sofia, Palma de Mallorca
  • 23. bis 30. April: Semaine Olympique Française, Hyères
  • 7. bis 16. Juli: Paris 2024 Test Event, Marseille
  • 10. bis 20. August: Allianz Sailing World Championship. La Haye

 

Doppeltes Silber für die herausragende ILCA-6-Seglerin Maud Jayet und weitere ermutigende Ergebnisse für die Schweizer Elite

Die verschiedenen Weltmeisterschaften boten den SST-Kaderseglerinnen und -segler eine gute Gelegenheit, sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen und Verbesserungspotenzial für 2023 auszumachen. Maud Jayet zeigte ihre Ambitionen für 2024, indem sie bei den beiden wichtigsten Regatten des Jahres jeweils die Silbermedaille gewann.

Maud Jayet hat es geschafft, auf höchstem ILCA-6-Niveau zu performen, indem sie innerhalb von zwei Monaten zwei Silbermedaillen gewann. Die erste bei den Weltmeisterschaften in Houston, Texas (USA) in einer internationalen Flotte von 85 Booten und die zweite bei den Europameisterschaften in Hyères (FRA), in der Nähe des olympischen Reviers von 2024! Diese beiden hervorragenden Leistungen sind ein sehr gutes Omen für Maud im Hinblick auf die Olympiaqualifikation! Anja von Allmen schaffte es ihrerseits, sich bei den Europameisterschaften der ILCA 6 für die Gold Fleet zu qualifizieren und belegte den 28. Rang. «Anja bestätigte ihre kontinuierlichen Fortschritte in ihrem ersten Elite-Jahr und schloss die Saison mit ihrem besten Ergebnis ab», sagte Toni Otero, Head Coach der Elite.

Im iQFoil, der neuen olympischen Disziplin, trat die Schweizer Squad bei den Weltmeisterschaften in Brest (FRA) an. Eine Regatta mit einer beeindruckenden Flotte von 160 Teilehmenden, die bei den für die Bretagne typischen, sehr unterschiedlichen Bedingungen stattfand. Elia Colombo, das erfahrenste Mitglied der Squad, schaffte es, sich für die Gold Fleet zu qualifizieren, und beendete den Wettbewerb auf dem 35. Rang. Eine mehr als vielversprechende Platzierung in einem so kompakten und hochklassigen Feld. Die jüngsten Teammitglieder, Sebastian Schaerer und Matteo Benz, belegten die Plätze 61 und 85 – sie sind auf dem Weg nach oben.

In Sdot Yam (ISR) fanden die Weltmeisterschaften der 470er statt. 60 Boote traten in der neu gemischt gesegelten Klasse an. Die beiden Schweizer Mixed-Crews qualifizierten sich für die Gold Fleet und segelten während der gesamten Regatta Kopf an Kopf – was einen spannenden Selektionsprozess verspricht. Das Team Linda Fahrni und Cyril Schüpbach erreichte schliesslich den 21. Platz, während Yves Mermod und Maja Siegenthaler auf den 23. Platz segelte.

In der Formula Kite, einer weiteren neuen olympischen Disziplin, wurden die Weltmeisterschaften in Cagliari (ITA) ausgetragen. Der junge Schweizer Windsurfer Bruce Kessler trat gegen eine internationale Flotte von 90 Teilnehmern an und erzielte angesichts seiner geringen Erfahrung ein ermutigendes Ergebnis (35. Rang).


Sébastien Schneiter und Arno de Planta kündigen ihre 49er-Kampagne für Paris 2024 an, während sich gleichzeitig vielversprechende Nachwuchstalente präsentieren

Sébastien Schneiter und Arno de Planta starten offiziell ihre olympische Kampagne im 49er. Nach einigen Trainingseinheiten und gemeinsamen Regattastarts haben sich die beiden Schweizer Elitesegler entschieden, gemeinsam für die Olympischen Spiele in Paris 2024 anzutreten. «Es ist eine etwas spezielle Kampagne, da sie nur noch zwei Jahre dauert», sagt Sébastien. «Es ist eher ein Sprint als ein Marathon.»

Für Sébastien Schneiter ist es die dritte Olympiakampagne, nachdem er mit Lucien Cujean bereits bei den Spielen in Rio de Janeiro 2016 und in Tokio 2021 viel Erfahrung sammeln konnte. Für Arno de Planta dagegen ist es die erste Kampagne.

«Wir freuen uns sehr, mit Sébastien und Arno ein Spitzenteam in der 49er-Klasse für die Olympischen Spiele von Paris 2024 stellen zu können», sagt Christian Scherrer, CEO der SST. «Mit der zweiten 49er-Crew, Josh und Nilo, haben wir eine vielversprechende Squad, die Erfahrung und Nachwuchs vereint.»

Zum Jahresende aktualisiert der SST-Selektionsausschuss in Zusammenarbeit mit den Trainern und Betreuern die Einstufung der Athletinnen und Athleten im Elitekader. Gleichzeitig nominiert das Youth Team die neuen Namen für den Talentpool.
Das vollständige SST-Kader der Elite für 2023 finden Sie hier.

Ein Blick auf das Youth Team zeigt, dass die SST keine Nachwuchssorgen hat und dass die Förderung der jungen Seglerinnen und Segler gut funktioniert.

«Die Selektion für den Talentpool war dieses Jahr besonders schwierig, da sich viele Jugendliche dank der vorbildlichen Arbeit der Clubs und Regionen positiv präsentieren konnten», kommentiert Riccardo Giuliano, Head Coach Youth.« Beim Youth Team erfolgte die Selektion nach den für 2022 neu definierten Kriterien. «In Zusammenarbeit mit dem Nationalen Leistungszentrum (NLZ) unterstützt die SST junge Athletinnen und Athleten gezielt auf ihrem Weg in den olympischen Segelsport. Gleichzeitig profitieren die klassischen Nachwuchsklassen weiterhin vom SST-Support.»

Die Selektionen des Nachwuchskaders, bestehend aus Talentpool und Youth Team, finden Sie hier.


Maud Jayet gewinnt Silber an den Europameisterschaften der ILCA 6

Die Europameisterschaften der ILCA-Klasse gingen heute in Hyères (FRA) zu Ende. Nach ihrer Silbermedaille an den Weltmeisterschaften in Texas (USA) bestätigte die Westschweizer Seglerin Maud Jayet ihre hervorragende Form und sicherte sich an den Europameisterschaften ebenfalls den zweiten Platz. Das tolle Ergebnis ist besonders wertvoll, weil die Regatta im Revier der nächsten Olympischen Spiele stattfand. Die Segelwettbewerbe von Paris 2024 werden in Marseille ausgetragen.

Hyères (FRA), 21. November 2022 – Mit der ILCA-Europameisterschaft ging die Saison in den Olympischen Klassen zu Ende. Maud Jayet, die während der gesamten Regatta ganz vorne mit dabei war, holte sich schliesslich die Silbermedaille – eine herausragende Leistung in einem gut besetzten Feld von 95 Seglerinnen. «Es ist wirklich unglaublich, ich bin überglücklich», sagte Maud und fügte hinzu: «Nach der Silbermedaille im letzten Monat motiviert mich diese zweite Medaille umso mehr. Die Bedingungen waren während der ganzen Woche schwierig und wechselhaft. Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, unter ganz unterschiedlichen Bedingungen konstant gut zu segeln.»

«Mit dieser Leistung demonstrierte Maud ihr Können und zeigte ihre Ambitionen für 2024», fügte Toni Otero, Head Coach der Schweizer Elite, hinzu. «Dieses Resultat ist ein perfekter Saisonabschluss um motiviert die Vorbereitungen im Winter anzugehen

Die Schweizer ILCA-6-Squad mit Maud Jayet und Anja von Allmen trat gegen eine Flotte von 95 Seglerinnen an, während Gauthier Verhulst bei den Männern sogar in einer Flotte von 169 ILCA 7 Booten segelte.
Auch Anja von Allmen und Gauthier Verhulst schafften es, sich je für die Goldfleet zu qualifizieren – ein ermutigendes Resultat im Hinblick auf die nächste Saison. Sie beendeten die Regatta auf dem 28. respektive 55. Rang. «Anja bestätigte mit dem besten Resultat der Saison ihre kontinuierlichen Fortschritte im ersten Jahr in der Eliteklasse», sagte Toni Otero.

«Ein grosses Dankeschön an unsere Trainingspartner, das Nationale Leistungszentrum und unsere Sponsoren, die alle zu diesem Erfolg beigetragen haben», schloss Mikael Lundh, Trainer der ILCA-6-Squad.

Das Team wird sich nun auf das Wintertraining konzentrieren und im nächsten Frühjahr weitere Wettkämpfe in Europa bestreiten. Ziel ist es, im vorolympischen Jahr bei der ersten Möglichkeit die Schweiz für die Spiele 2024 zu qualifizieren.


Fighting Spirit im Fokus des SST Team Meetings

Das Team Meeting des Swiss Sailing Teams fand am vergangenen Wochenende im Nationalen Leistungszentrum NLZ der UNIL/EPFL in Lausanne statt. Es war eine gute Gelegenheit, alle Schweizer Elite-Seglerinnen und -Segler sowie ihre Coaches zu versammeln, um sich auszutauschen, sich zu informieren und sich gegenseitig zu inspirieren.

Das Motto des Meetings lautete "Fighting Spirit" – Ziel war es, den richtigen Fokus, die mentale Stärke sowie die nötige Widerstandsfähigkeit zu entwickeln.

Von Donnerstag, 3. November, bis Sonntag, 6. November, wurden verschiedenste Aktivitäten durchgeführt. Zu Beginn kam Judo-Olympiamedaillengewinner Sergei Aschwanden, um seine Erfahrungen zum nötigen Fighting Spirit mit den Athletinnen und Athleten zu teilen. Auch unsere Mentaltrainerin Maayke Van der Pluijm arbeitete während des ganzen Wochenendes mit den Seglerinnen und Seglern an diesem Thema.

Die Athletinnen und Athleten absolvierten Fitnesstests mit Joachim Staub, Thomas Betschen und den Mitarbeitern des Sport- und Gesundheitszentrums der UNIL (Centre de Sport et de Santé, CSS). Gesundheitschecks wurden auch von Vincent Gremeaux-Bader der Universitätsklinik Lausanne CHUV durchgeführt. Es ist für das SST sehr wertvoll, im NLZ der UNIL/EPFL auf eine derart hervorragende Infrastruktur zurückgreifen zu können – die ganze Koordination und die Abläufe des Team Meetings verliefen entsprechend professionell. Die Seglerinnen und Segler führten zudem individuelle Evaluierungsgespräche, nahmen an Gruppenaktivitäten wie beispielsweise Boxen teil, besprachen wichtige Themen mit der CSS-Ernährungsberaterin Amandine Moeri und erhielten die neuesten Informationen zu ihrer aktuellen Olympia-Kampagne.

Um die Regelkenntnisse zu testen und den Fighting Spirit herauszufordern, wurden virtuelle Regatten gesegelt. Workshops zu Regeln und Protestverhandlungen wurden vom International Judge Adrian Bauder zusammen mit SST-Head-Coach Toni Otero präsentiert. Marco Versari lieferte Informationen und Inputs zu Wetteranalyse und Windstrategie. Schliesslich hatten die Seglerinnen und Segler die Gelegenheit, zwei Mitglieder des Selektionsausschusses, Tom Rüegge und Eric Monnin, zu treffen.

Das dichte Programm liess daneben auch Platz für einen geselligen Moment mit einem Fondue-Abend, der im Chalet des Enfants in Lausanne organisiert wurde.

Schliesslich erhielten die Sieger der Wetter- und Regeltests einen tollen Preis: ein wunderschönes Balanceboard von Indiana Skateboards! Herzlichen Glückwunsch an Nilo, Cyril und Anja.

"Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, das gesamte Team zusammenzubringen", sagte Christian Scherrer, CEO des SST. "Wir konnten effizient arbeiten und daneben auch eine gute Zeit miteinander verbringen. Nur wenn wir als Team zusammenarbeiten, werden wir eine erfolgreiche Olympiavorbereitung absolvieren. Ich möchte allen, die zu diesem Meeting beigetragen haben, herzlich danken, insbesondere unserem lokalen Partner des Nationalen Leistungszentrums von UNIL/EPFL in Lausanne für seine Gastfreundschaft."

 


Maud Jayet gewinnt Silber bei den Weltmeisterschaften der ILCA 6

Die Weltmeisterschaften der ILCA 6 gingen gestern in Houston, Texas (USA) zu Ende. Die Westschweizerin Maud Jayet sicherte sich dabei den zweiten Platz – ein vielversprechendes Resultat für das Swiss Sailing Team im Hinblick auf die Olympischen Spiele Paris 2024.

 

Houston (USA), 17. Oktober 2022 - Die Weltmeisterschaften der ILCA-Klasse fanden vom 9. bis 16. Oktober in der Galveston Bay bei Houston statt und waren für die neu gebildete ILCA 6 Elite Squad, Maud Jayet und Anja von Allmen, eine gute Gelegenheit, sich mit einer internationalen Flotte von 85 Booten zu messen.

Für Maud Jayet verlief die Woche äusserst erfolgreich – die Silbermedaille war der verdiente Lohn. «Ich hatte mit den Starts zu kämpfen und kam oftmals nicht sehr gut weg», berichtete Maud. «Verschiedene gute Aufholmanöver führten schlussendlich zu dem tollen Resultat.» Wie konstant Maud Jayet segelte zeigt auch die Tatsache, dass sie bei neun von zehn gewerteten Läufen in den Top Ten ins Ziel kam.

Vor dem letzten Regattatag lag Maud auf dem vierten Platz der Gesamtwertung. «Als ich am letzten Tag auf das Wasser ging, sagte ich mir, dass ich nichts zu verlieren hatte. Ich konnte trotz des Drucks ruhig bleiben und wusste, dass ich in der Lage war, eine Medaille zu gewinnen. Es gelang mir, mich auf mich und meine Leistung zu konzentrieren – ein perfekter Abschluss!»

Anja von Allmen schaffte es bei ihren ersten Weltmeisterschaften in der Eliteklasse, sich für die Goldfleet zu qualifizieren. Sie beendete den Wettkampf auf dem 40. Rang und zeigte, dass sie auf einem guten Weg ist.

«Wir freuen uns über dieses tolle Ergebnis und gratulieren Maud herzlich», kommentierte Christian Scherrer, CEO von Swiss Sailing Team. «Ich möchte auch der gesamten ILCA 6 Squad mit Anja von Allmen, unserem Trainer Mikael Lundh sowie unserer Mentaltrainerin Maayke Van der Pluijm für die grossartige Teamarbeit danken. Das nationale Leistungszentrum in Lausanne hat ebenfalls zu diesem Erfolg beigetragen, insbesondere mit Fitnesstrainer Guy Schacher und dem Meteo-Programm des Projekts Wissenschaft und Sport»

Als nächste grosse Regatta stehen im November die Europameisterschaften in Hyères (FRA) auf dem Programm. Maud Jayet will die Gelegenheit nutzen, um weiter an ihren Starts zu arbeiten und dabei ihr grosses Ziel vor Augen zu behalten: die Olympischen Spiele im Jahr 2024.

 


Talent Scout Camp im Nationalen Leistungszentrum in Lausanne

Am vergangenen Wochenende nahmen 40 junge Seglerinnen und Segler zusammen mit den entsprechenden Trainern am Talent Scout Camp teil. Die besten U19-Talente in den Klassen 420, 29er und ILCA6, wurden bezüglich Leistung und Einstellung eingeschätzt. «Die Windbedingungen waren nicht ideal», sagte Riccardo Giuliano, Head Coach Youth. «Trotzdem verbrachten wir eine gute und produktive Zeit auf dem Wasser. Es war grossartig, die besten Schweizer Juniorinnen und Junioren beisammen zu haben. Der Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Seglern aus den verschiedenen Klassen und ihren Trainern war sehr interessant. Ich danke den Seglerinnen und Seglern für ihr Engagement und allen Trainern, insbesondere Thomas Betschen für die logistische und physische Unterstützung

In den kommenden Wochen wird der Selektionsausschuss diejenigen Seglerinnen und Segler auswählen, die in den SST-Talentpool und das SST-Youth-Team aufgenommen werden.

 


470er-Europameisterschaft in der Türkei

Zwei Schweizer Crews nahmen letzte Woche an der 470er-Europameisterschaft teil, die in Cesme in der Türkei stattfand. Die Regatta war von vielen verschiedenen Bedingungen geprägt, so dass die Crews gute Erkenntnisse für ihr nächstes Ziel, die Weltmeisterschaft in Israel, gewinnen konnten.

Die Crew Mermod/Siegenthaler belegte den 12. Schlussrang und verpasste das Medal Race um sechs Punkte. "Es war eine spannende, abwechslungsreiche Regatta mit Höhen und Tiefen", erklärte Maja Siegenthaler. "Wir werden an einigen Punkten für die letzten Vorbereitungen auf die kommende Weltmeisterschaft arbeiten, damit wir Ende Oktober unsere beste Leistung zeigen können".

Das Team Fahrni/Schuepbach landete auf dem 33. Platz: "Es war keine einfache Regatta", sagte Linda Fahrni. "Die ersten beiden Tage der Qualifikation waren von starken Windbedingungen geprägt. Wir brauchten viel Zeit, um uns an diese Bedingungen anzupassen. Das führte dazu, dass wir für den Rest der Woche in der Silberflotte segeln mussten. Schade. In der zweiten Hälfte der Regatta hatten wir dann weniger und teilweise extrem drehenden Wind. Mit diesen Bedingungen kamen wir teilweise sehr gut zurecht und konnten zwei Wettfahrtsiege in der Silberflotte mit nach Hause nehmen. Wir freuen uns nun auf die Weltmeisterschaft, die in einem Monat in Israel stattfinden wird".

Vollständige Ergebnisse: https://2022europeans.470.org/en/default/races/race-resultsall


Newsletter - August 2022

Ein Sommer in Marseille, dem Olympiarevier 2024, für die Schweizer Elite

Swiss Sailing Team verfügt über eine exklusive Trainingsbasis im Yacht Club Pointe Rouge in Marseille, dem Segelrevier der olympischen Regatten von Paris 2024. Die vom Team aufgebaute Infrastruktur beherbergt die Seglerinnen und Segler des Schweizer Kaders, damit ihre Vorbereitung auf die Spiele so reibungslos wie möglich verläuft.

Die verschiedenen Bootsklassen des Kaders von Swiss Sailing Team hatten während des Sommers die Möglichkeit, hier zu trainieren: die 470 Mixed, ILCA 6 und 7, 49er und iQFoil.

«Wir hatten sehr gute Bedingungen mit verschiedenen Windrichtungen und -stärken», berichtet Linda Fahrni, Skipperin 470 Mixed. «Wir haben schon viel gelernt.»

Die beiden 470-Mixed-Teams trainierten im Juli in der Bucht von Marseille und fanden günstige Segelbedingungen vor. «Es ist tatsächlich ein sehr guter Ort, um thermische Winde zu bekommen», erklärte Marco Versari, Data und Technology Manager von Swiss Sailing Team. «Meistens frischte der Wind um die Mittagszeit auf und flaute gegen Abend wieder ab. Die Athleten konnten solide Trainingseinheiten absolvieren.» Marseille hat ein typisch mediterranes Klima mit einem relativ milden Winter und einem heissem Sommer, bei dem sich die Thermik entsprechend gut aufbauen kann.

Auch die ILCA6-Squad kam in den Genuss von Trainings und Regatten vor Marseille. Maud Jayet, Anja von Allmen und Rosine Baudet konnten viele Stunden auf dem Wasser verbringen.

«Wir haben viel Zeit damit verbracht, gemeinsame Werte und Standards für die Kommunikation als Gruppe festzulegen», erklärte Mikael Lundh, Trainer der Squad. «Mauds Erfahrung spielt eine wichtige Rolle dabei, den jungen Athletinnen den Weg zu weisen. In unserer Squad bemühen wir uns um ein ausgewogenes Programm, das sich auf die individuelle Weiterentwicklung konzentriert und das jeder Athletin ermöglicht, Zeit für die Verbesserung ihrer physischen und mentalen Fähigkeiten aufzuwenden.»

Zwischen den Trainingsblöcken nahm die ILCA6-Squad an der Coach-Regatta teil, bei der Maud Jayet den zweiten Platz belegte: «Wir konnten acht Läufe bei sehr unterschiedlichen Bedingungen segeln», erzählte sie. «Es war ein gutes Gefühl zu sehen, dass ich in dem Revier, in dem die nächsten Olympischen Spiele stattfinden werden, an der Spitze mithalten konnte!»

 

Das Notice of Race für den Testevent von Paris 2024 ist online!

Der Testevent für die Olympischen Spiele Paris 2024 wird vom 7. bis 16. Juli 2023 vor Marseille stattfinden. Die Ausschreibung ist bereits auf der Olympia-Website von World Sailing zu finden. Dort gibt es auch eine Karte des Segelreviers sowie ein Dokument, das die Absichten der Veranstalter in Bezug auf die Regattaformate für die Windsurfer und die Kites sowie die Regeln für die Punktevergabe erläutert.

Diese Informationen finden Sie hier.

 

Rigo de Nijs ist neuer Trainer der Schweizer iQFoil-Squad

Rigo de Nijs ist seit 1989 als Trainer tätig. Zunächst trainierte er zehn Jahre lang das niederländische Nationalteam. Dabei gewann er 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona eine Bronzemedaille und 1996 bei den Spielen in Atlanta sogar eine Silber- und eine Bronzemedaille. Anschliessend begleitete er andere Teams in anderen Nationen: zehn Jahre lang das deutsche Nationalteam, zwei Jahre lang das dänische Team und eine Saison das US-amerikanischen Team. Rigo widmete sich auch zwei Jahre lang dem Training eines Teams für das Volvo Ocean Race und war Cheftrainer des Kieler Yachtclubs. Zu seinen Erfolgen zählen mehrere olympische Medaillen, ein Sieg beim Volvo Ocean Race sowie Welt- und Europameistertitel in olympischen Bootsklassen.

Wir haben Rigo de Nijs gefragt, was seine grösste Herausforderung bei seiner aktuellen Trainer-Station sei. «Die Klasse der iQFoils ist noch so neu, dass es schwierig ist, diese Frage zu beantworten», erklärte er. «Ich hoffe, dass es mir gelingt, das tägliche Training so hochwertig wie möglich zu gestalten. Ich werde mich eher auf die Qualität als auf die Quantität der Trainingseinheiten konzentrieren – aber es wird trotzdem intensiv sein! Wir möchten der Squad die Möglichkeit geben, auch mit Athletinnen und Athleten aus anderen Ländern zu trainieren, um Fortschritte zu machen. Normalerweise braucht es sechs Jahre harte Arbeit, um bei Olympia eine Chance auf eine Medaille zu haben. Aber iQFoil ist eine neue Disziplin und Vieles ist noch unklar. Bis die olympischen Standards festgelegt sind, dauert es zwei oder drei Jahre – wir werden darum erst nächstes Jahr sehen, wo das Schweizer Team im internationalen Vergleich wirklich steht. Die bisherigen Ergebnisse sind kaum als Bewertungsgrundlage zu verwenden, da die Entwicklung der Klasse noch nicht abgeschlossen ist! Wir müssen uns wirklich auf die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen konzentrieren, damit wir auf dem Wasser Fortschritte machen können.»

 

Anja von Allmens Debüt in der Elite

© Sailing Energy

Anja von Allmen nahm in Palma bei der Trofeo Princesa Sofia an ihrem allerersten Weltcup teil. Es war – im Hinblick auf die Olympischen Spiele Paris 2024 und ihre weitere seglerische Laufbahn – ihr erster Einsatz bei der Elite. Nachdem Anja ihre Matura bestanden hat, kann sie sich nun voll und ganz auf das Trainingsprogramm der ILCA-6-Squad konzentrieren – eine Herausforderung für die junge Seglerin.

Anja, wie lange segelst du schon?
Ich segle seit 2011, also seit 11 Jahren. Ich habe auf dem Optimist angefangen, bin dann mit 15 auf die ILCA 4 umgestiegen und segele jetzt ILCA 6.

Wie läuft das Training in der Squad ab?
Das Training läuft sehr gut. Maud Jayet ist eine Topseglerin, es ist toll, mit ihr und Rosine Baudet trainieren zu können. Maud treibt uns sehr an. Ich finde es gut, dass wir ein Schweizer Squad haben: Wir pushen uns gegenseitig und motivieren uns immer wieder, noch mehr zu geben. Während des Trainings geht es darum, sich auf den Moment zu konzentrieren, zu versuchen, die Anstrengungen zu vergessen und sie zu überwinden.

Was war deine beste Leistung?
Ich würde sagen, die Youth Worlds in Oman, wo ich die Silbermedaille auf der ILCA 6 gewonnen habe. Ich musste enorm kämpfen, es gab Höhen und Tiefen. Unvergesslich sind natürlich auch die Weltmeisterschaften auf der ILCA 4, bei denen ich in Kingston, Kanada, den Titel holen konnte.

Was kannst du über dein physisches Training sagen?
Ich trainiere fünfmal pro Woche. Das ist aber auch nötig: Wenn ich es nicht tue, spüre ich es auf dem Wasser. Die physische Komponente gehört beim Segeln halt dazu.

Was sind deine Ziele?
Mein Traum wäre es, mich für Paris 2024 zu qualifizieren – und ich arbeite hart daran, dieses Ziel zu erreichen. Etwas längerfristig gedacht möchte ich natürlich an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles teilnehmen. Ein konkretes Ziel möchte ich mir im Moment noch nicht setzen – aber ich träume von Medaillen und arbeite hart daran…

Was bedeutet es für dich, Teil von Swiss Sailing Team zu sein?
Es ist grossartig, dass alle Seglerinnen und Segler aus der Schweiz gemeinsam unterwegs sind. Auch wenn jede und jeder für sich unterwegs ist, sind wir doch ein grosses Team. Das Ziel ist nicht nur, individuell stärker zu werden, sondern auch die Schweiz als Segelnation zu vertreten, was wirklich toll ist.

Was bringt dir die Unterstützung von SST?
Meine Squad und ich haben das Glück, dass wir mit Mikael Lundh einen Top-Trainer haben. Es ist auch toll, Teil eines Teams zu sein und zu wissen, dass man sich gegenseitig unterstützen kann. Auf finanzieller Ebene macht es mein Leben eindeutig viel einfacher.

 

Titelbild : © Christian Souchet / YCPR Marseille


Sieg für das 470-Mixed-Team Yves Mermod und Maja Siegenthaler in den Niederlanden

Der Allianz Sailing World Championships Test Event 2022 fand vom 19. bis 21. August in Scheveningen (NED) statt. Das Schweizer 470-Mixed-Team Yves Mermod und Maja Siegenthaler feierte dabei einen vielversprechenden Sieg.

 

Scheveningen (NED), 22. August 2022 – Der Test Event von Scheveningen bot dem 470-Mixed-Team Yves Mermod und Maja Siegenthaler eine gute Gelegenheit, um in dem Revier Erfahrungen zu sammeln, in dem nächstes Jahr die World Sailing Weltmeisterschaften stattfinden und erste Nationenplätze für die Olympischen Spiele 2024 in Paris vergeben werden.

Der Test verlief für das Schweizer Duo perfekt – sie sicherten sich nicht nur mehrere Laufsiege, sondern auch den Gesamtsieg. «Die Bedingungen waren sehr anspruchsvoll, drehend und unregelmässig», erzählte Maja Siegenthaler nach Abschluss des Wettkampfs. «Wir haben die Regatta aber trotzdem geniessen können und sind natürlich sehr zufrieden mit dem Resultat.» Und Yves Mermod ergänzte: «Es war eine gute Standortbestimmung – wie wissen genau, an was wir vor den Europameisterschaften noch arbeiten müssen.»

Das zweite Schweizer 470-Mixed-Team Linda Fahrni und Cyril Schuepbach beendete die Regatta auf dem 19. Rang bei 31 Booten.

In der Formula Kite belegte Bruce Kessler beim gleichen Event den 24. Rang. «Ich konnte bei dieser Regatta wertvolle Erfahrungen sammeln», erklärte Bruce Kessler. «Ich erwischte einen guten Tag zum Auftakt und lag nach vier Läufen auf dem 14. Rang. Anschliessend hatte ich aber doch einige Schwierigkeiten und fiel darum im Gesamtklassement noch zurück.»

Der Testevent geht in den nächsten Wochen weiter mit den Regatten der Klassen iQFoil, ILCA 6 und 7 sowie 49er.

 

Weitere Informationen auf der Website


Axel Grandjean und Noémie Fehlmann sind Weltmeister auf dem Nacra 15

Mit einem Schweizer Ausrufezeichen gingen gestern die Youth Worlds 2022 in Den Haag, Niederlande, zu Ende: Gold für die Nacra-15-Crew Axel Grandjean und Noémie Fehlmann! Zusammen mit insgesamt 310 Teams in 6 Bootsklassen segelte die junge Schweizer Delegation bei diesem internationalen Event am selben Ort, wo 2023 die Weltmeisterschaften der olympischen Klassen stattfinden werden.

 

Den Haag, 15. Juli 2022 - Nach fünf intensiven Wettkampftagen gewann die Schweizer Nacra-15-Crew Axel Grandjean und Noémie Fehlmann die Goldmedaille bei den Youth Worlds. Die beiden segelten von Beginn weg an der Spitze mit und setzten sich schliesslich mit insgesamt vier Laufsiegen durch.

«Uns fehlen die Worte, wir sind einfach super glücklich», sagte Noémie Fehlmann, als sie an Land kam. Axel Grandjean fügte hinzu: «Letztes Jahr holten wir Bronze und jetzt Gold – das ist wirklich toll. Wir können mit der Arbeit, die wir seit dem letzten Event geleistet haben, wirklich zufrieden sein. Wir sind sehr stolz darauf, für die Schweiz gewonnen zu haben.»

Die Bedingungen waren die ganze Woche über sehr anspruchsvoll. Die spanische Nacra-Crew war sehr leicht und oftmals etwas schneller als Axel und Noémie. «Trotzdem war unser Team in der Lage, den Druck stets aufrecht zu halten. Schliesslich fiel die Entscheidung erst im letzten Lauf», kommentierte Trainer Loïc Forestier. «Das ist auch ein gutes Omen für den Umstieg auf den Nacra17.» Axel und Noémie investierten im vergangenen Winter viel Zeit ins Training – nach ihrem Europameistertitel im April und dem Sieg bei den Youth Worlds bleibt ihnen als letztes Highlight auf dem Nacra 15 die Klassen-Weltmeisterschaft am Gardasee in drei Wochen.

 

© Sailing Energy / World Sailing

 

Resultate der Schweizer Delegation:
- Nacra 15 mixed - Axel Grandjean / Noémie Fehlmann: 1. Platz
- 420 men - Théo Elbel / Liam Kuster: 19. Platz
- 29er women - Sophie Studer / Sterre Wiersma: 20. Platz
- 29er men - Stach Vleeshouwers / Meyssan Tazi: 22. Platz
- ILCA 6 men - Boris Hirsh: 35. Platz

Die kompletten Resultate sind auf der Website der Youth Worlds 2022 zu finden.


Partnerschaft mit Sponser fortgesetzt

Das Swiss Sailing Team ist hocherfreut, die Partnerschaft mit Sponser sowohl für das Eliteteam auf dem Weg nach Paris 2024 als auch für das Jugendprogramm fortzusetzen. Sponser ist Experte in der Schweizer Sporternährungsbranche. Mit seiner Expertise in der Lebensmittelwissenschaft und seinen hochwertigen Produkten unterstützt Sponser Spitzensportler wie Arno de Planta.


Schweizer Delegation für die Youth Worlds 2022 selektioniert

Die Junioren-Weltmeisterschaften von World Sailing werden vom 8. bis 15. Juli in Den Haag (NED) statt. Am gleichen Ort werden 2023 bei den World Sailing Weltmeisterschaften die ersten Olympia-Startplätze für Paris 2024 vergeben. Für die besten Schweizer Juniorinnen und Junioren sind die Youth Worlds die beste Möglichkeit, um internationale Erfahrungen zu sammeln.

Nach den YES-Regatten in Kiel konnten die Selektionen für alle Klassen abgeschlossen werden. Folgende Seglerinnen und Segler wurden vom SST-Selektionsausschuss als Schweizer Vertretung für Den Haag ausgewählt:

ILCA 6 Männer: Boris Hirsh
420 Männer: Theo Elbel / Liam Kuster
Nacra15 mixed: Axel Grandjean / Noemie Fehlmann
29er Männer: Stach Vleeshouwers / Meyssan Tazi
29er Frauen: Sophie Studer / Sterre Wiersma

Riccardo Giuliano, der SST-Juniorenverantwortliche, ist sehr zufrieden mit der Auswahl: «Die selektionierten Seglerinnen und Segler haben bewiesen, dass sie in der Schweiz zu den Besten gehören und sich auch international behaupten können. Die Regatta wird für alle eine Herausforderung sein – insbesondere auch bezüglich der meteorologischen Verhältnisse, die in Den Haag sehr taktisch sein können. Die jungen Seglerinnen und Segler müssen sich gegen eine starke internationale Konkurrenz behaupten. Das Trainerteam wird alles daran setzen, die Athletinnen und Athleten gut zu unterstützen – wir werden gemeinsam alles geben. Hopp Schwiiz!»

Als nächster Termin ist ein Zusammenzug am 25. und 26. Juni im Nationalen Leistungszentrum in Lausanne geplant. Dort werden den jungen Seglerinnen und Seglern im Rahmen der Vorbereitung auf die Youth Worlds wichtige Inputs zu Mental Coaching, Ernährung und Meteorologie erhalten.


Erster Sieg im Weltcup für das Duo Yves Mermod und Maja Siegenthaler

Erfolg für das neue 470er-Mixed-Duo Yves Mermod und Maja Siegenthaler: Bei der Allianz-Regatta steht das Thuner Duo zuoberst auf dem Siegerpodest. Es ist der erste Sieg für die erst seit Anfang Jahr zusammen segelnde Crew.

 

Almere (NED), 5. Juni 2022 – Die Allianz-Regatta, eine Etappe des Segel-Weltcup, fand diese Woche in Almere, am Markermer in den Niederlanden statt. Die Regatta begann mit eher leichten Bedingungen und setzte sich bei mässigen Windbedingungen von 8 bis 15 Knoten mit kurzen, für das Revier typischen Wellen fort. In einer kleinen Flotte von 14 Booten konnten sich Yves und Maja während der ganzen Serie gut behaupten und holten sich verdientermassen den Sieg.

«Yves und ich freuen uns sehr über unsere erste Weltcup-Medaille hier in Almere – umso mehr als es gleich die goldene ist» sagte Maja Siegenthaler. «Das gibt uns Selbstvertrauen für die kommenden Regatten. Wir haben noch viele Dinge, die wir verbessern können. Doch in dieser Woche ist es uns gelungen, konstant zu segeln. Das hat und die Möglichkeit gegeben, um dem Sieg zu kämpfen.»

 

Resultate der SST Seglerinnen und Segler in Almere
470 Mixed
Yves Mermod / Maja Siegenthaler: 1. Platz
Linda Fahrni / Cyril Schuepbach: 4. Platz

ILCA 6
Maud Jayet: 20. Platz
Rosine Baudet: 37. Platz

Formula Kite
Bruce Kessler: 25. Platz

 

Vollständige Resultate hier 


Semaine Olympique Française : Ein Sieg im Medal Race für die Schweiz

Gestern ging die Französische Olympische Woche in Hyères, Frankreich, zu Ende. Viele unterschiedliche Windbedingungen prägten die Ausgabe 2022 mit 751 Teilnehmern. Der letzten Wettkampftag mit den Medal Races wurde bei eher leichtem Wind gesegelt. 

Das Highlight für das Swiss Sailing Team war der Sieg im Medal Race für das Team Yves Mermod / Maja Siegenthaler in der 470er Mixed-Klasse. Mit diesem Top Resultat belegt das Team den guten sechsten Platz im Schlussklassement. 

"Yves und ich sind sehr glücklich über dieses Ergebnis", sagte Maja Siegenthaler. "Wir sind auch sehr dankbar für die Unterstützung unseres Coaches Toni und unseren Trainingspartnern Linda und Cyril. In dieser Woche mussten wir mit vielen verschiedenen und schwierigen Windbedingungen zurechtkommen. Yves und ich sind mit unseren kleinen Verbesserungen bei starkem Wind nach der Regatta in Palma zufrieden. Wir haben es geschafft, in unseren Rennen sehr konstant zu sein, sodass wir mit einigen Punkten im Gepäck ins Medal Race gehen konnten. Jetzt nehmen wir uns ein paar Tage frei, um für das erste Trainingslager in Marseille bereit zu sein".

 

Ergebnisse der Schweizer Elite bei der Französischen Olympischen Woche:

470 Mixed
6. Yves Mermod / Maja Siegenthaler
22. Linda Fahrni / Cyril Schüpbach

ILCA 6
15. Maud Jayet
41. Rosine Baudet
42. Anja von Allmen

49er
34. Joshua Richner / Nilo Schärer

ILCA 7
60. Gauthier Verhulst

iQFoil
29. Matteo Benz
31. Sebastian Schärer

Formula Kite
48. Bruce Kessler

 

Ergebnisse des Schweizer Nachwuchses:

Formula Kite
60. Karl Maeder
61. Gian Andrea Stragiotti

Nacra 17
28. Andrea Aschieri / Anja Camusso

 

Vollständige Ergebnisse auf der Veranstaltungsseite: https://sof.ffvoile.fr/results/


Axel Grandjean und Noemie Fehlmann: Europameister im Nacra 15!

Die Europameisterschaften im Nacra 15 fanden vom 22. bis 29. April in Carnac, Frankreich statt.

«Die Meisterschaft verlief sehr gut", berichtet Axel Grandjean. "Wir hatten die ganze Woche über gute Bedingungen. Alle waren in Topform. Nach einer großen Winterperiode, in der man sich nicht so oft sieht, war es toll, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.»

Die vollständigen Ergebnisse unter folgendem Link: https://www.manage2sail.com/en-US/event/N15EC2022#!/results?classId=N15 


"Semaine Olympique Française" in Hyeres für SST

Die 53. der "Semaine Olympique Française de Voile" in Hyeres ist die zweite grosse Olympische Regatta in diesem Jahr. An dieser Veranstaltung nehmen 650 Boote und 850 Athleten aus der ganzen Welt teil. Der Wettkampf beginnt heute mit den folgenden Mitgliedern des Swiss Sailing Teams an der Startlinie!

 

Swiss Elite team
Maud Jayet (ILCA6)
Rosine Baudet (ILCA6)
Anja von Allmen (ILCA6)
Gauthier Verhulst (ILCA7)
Linda Fahrni / Cyril Schüpbach (470)
Yves Mermod / Maja Siegenthaler (470)
Joshua Richner / Nilo  Schärer (49er)
Matteo Benz (iQFoil)
Sebastian Schärer(iQFoil)
Bruce Kessler (Formula Kite)

Talentpool
Gian Andrea Stragiotti (Formula Kite)
Karl Maeder (Formula Kite)

Youth Team
Andrea Aschieri / Anja Camusso (Nacra 17)

 

Unter folgendem Link können sie die Regatta mitverfolgen: https://sof.ffvoile.fr/

 

https://www.youtube.com/watch?v=_bV8xqbmua4


Newsletter - April 2022

Kurs auf Paris 2024 mit neuen olympischen Klassen

Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele von Tokio auf 2021 bleibt nur wenig Zeit für die Vorbereitung auf Paris 2024. Entsprechende Kampagnen werden darum kurz und intensiv sein. Zudem wurden für die nächsten Olympischen Spiele fünf von insgesamt zehn Segeldisziplinen angepasst – was grosse Veränderungen für die Seglerinnen und Segler, aber auch für die Coaches und die gesamte Organisation des Swiss Sailing Teams mit sich bringt.

Die Trofeo Princesa Sofía, die erste internationale Regatta im neuen Olympia-Zyklus, fand Anfang April vor Palma de Mallorca statt. An der Regatta nahmen über 1000 Athletinnen und Athleten aus 62 Nationen teil – darunter auch die Kadermitglieder des Swiss Sailing Teams, die sich für die nächsten Olympischen Spiele qualifizieren wollen.

Geprägt wird der olympische Segelsport in der Schweiz in den nächsten Jahren von den folgenden Namen: Linda Fahrni / Cyril Schüpbach sowie Yves Mermod / Maja Siegenthaler auf dem 470 Mixed, Maud Jayet, Rosine Baudet sowie Anja von Allmen auf dem ILCA6, Gauthier Verhulst auf dem ILCA7, Joshua Richner / Nilo Schärer auf dem 49er, Bruce Kessler auf dem Formula Kite und Elia Colombo, Matteo Benz sowie Sebastian Schärer auf dem iQFoil. Sebastian Schärer und Bruce Kessler waren in Palma nicht anwesend, werden aber bei der Semaine Olympique Française vom 23. bis 30. April in Hyères mit dabei sein.

Um den Bestrebungen des IOC nach mehr gemischten Disziplinen und einem ausgeglichenen Gender-Verhältnis weiter entgegenzukommen, wird die 470-Klasse neu mixed gesegelt. Kiten ist auf dem Formula Kite erstmals olympisch und das Windsurfen wird statt auf dem RS:X-Board neu auf dem iQ-Foil ausgetragen. Dafür wurde die Finn-Klasse aus dem Programm gestrichen.

Entsprechend wird bei den Olympischen Spielen 2024 – als Austragungsort für die Segelregatten wurde Marseille bestimmt – in den folgenden zehn Klassen um Medaillen gekämpft:

•    Men’s One Person Dinghy – ILCA 7
•    Women’s One Person Dinghy – ILCA 6
•    Mixed Two Person Dinghy – 470
•    Men’s Skiff – 49er
•    Women’s Skiff – 49erFx
•    Men's Kiteboard - Formula Kite Class
•    Women's Kiteboard - Formula Kite Class
•    Men’s Windsurfing – iQFoil
•    Women’s Windsurfing – iQFoil
•    Mixed Multihull – Nacra 17

Entdecken Sie alle olympischen Klassen auf diesem Video des letzten Tages der Trofeo Princesa Sofía (© World Sailing) 

 

470 Mixed: Zwei Schweizer Teams streben eine Teilnahme an den Spielen 2024 an

Yves Mermod, Maja Siegenthaler, Linda Fahrni, Cyril Schüpbach und Toni Ripoll © Sailing Energy

 

Es ist eine spezielle Geschichte: Linda Fahrni und Maja Siegenthaler, die schon als Juniorinnen gemeinsam auf dem 420 unterwegs waren und später auf dem 470 die Schweiz an den Olympischen Spielen in Rio und Tokio vertraten, sind nun Rivalinnen auf dem Weg nach Paris 2024.

Die beiden neuen, nun gemischten Teams – Linda Fahrni / Cyril Schüpbach und Yves Mermod / Maja Siegenthaler – trainieren zusammen: «Es ist schön, gemeinsam segeln zu können», sagt Maja Siegentaler. «In den letzten zehn Jahren waren Linda und ich mehr oder weniger alleine unterwegs. Das Training mit zwei Teams ermöglicht es uns, unser Wissen zu teilen und verschiedene Trimm-Einstellungen zu vergleichen. Das führt zu schnelleren Lösungen und zudem pushen wir uns jeden Tag gegenseitig.»

Die Trofeo Princesa Sofía war der erste Weltcup der neuen 470 Mixed-Klasse und mit fast 70 Teams ein richtiger Erfolg. «Es war das grösste Regattafeld, das wir je erlebt haben», sagt Linda Fahrni. «Zuvor waren bei den reinen 470 Frauen jeweils höchstens 30 Boote am Start.»

Die beiden Teams sind zwar neu zusammengesetzt, doch die vier Mitglieder kennen sich schon gut: «Yves und ich hatten in den letzten beiden Jahren auf Grund der Pandemie die Möglichkeit, mit Linda und Maja für Tokio 2021 zu trainieren», erzählt Cyril Schüpbach. «Die Trainings funktionierten sehr gut, so dass es für Yves und mich ein Traum war, das olympischen Abenteuer mit Linda und Maja fortzusetzen. Aber natürlich mussten sich die Frauen zuerst entscheiden, ob sie eine weitere Olympia-Kampagne segeln wollten.»

Linda traf ihre Entscheidung relativ schnell: «Ich habe mich nicht zuletzt darum positiv entschieden, weil es eine kurze olympische Kampagne ist. Ausserdem finden die Spiele in Marseille statt, was die ganze Logistik wesentlich vereinfacht. Weil ich Cyril schon sehr gut kenne und ich ja relativ klein und leicht bin, blieb der 470 die beste Option für mich

Auch wenn sich die Teams schon gut kennen und längere Zeit gemeinsam unterwegs waren, ist ein entscheidender Faktor ganz neu: Sie müssen gegeneinander segeln, um sich für die Spiele 2024 zu qualifizieren.

Neunzehn 470 Mixed werden 2024 vor Marseille an den Start gehen können. Die erste Gelegenheit, sich zu qualifizieren, sind die Weltmeisterschaften 2023 in den Niederlanden: «Es wäre toll, wenn wir die Nationenqualifikation der Schweiz bei dieser ersten Gelegenheit schaffen würden», erklärt Linda. «Darauf arbeiten wir gemeinsam hin. Später steigt der Druck und es gibt immer weniger Plätze.» Wenn die Schweiz die Nationenqualifikation schafft, wird es anschliessend einen internen Selektionsprozess geben, welches der beiden Teams zu den Spiele fahren kann.

Ergebnisse 470 Mixed bei der Trofeo Princesa Sofía
19. Platz: Yves Mermod / Maja Siegenthaler
34. Platz: Linda Fahrni / Cyril Schüpbach.

iQFoil: Neues olympisches Material im Windsurfen

Matteo Benz, Elia Colombo und Fabio Fumagalli © Sailing Energy

 

Seit 2008 trugen die Windsurfer ihre Olympia-Wettkämpfe auf dem RS:X aus – zuletzt holte Mateo Sanz Lanz 2021 in Tokio ein Diplom für die Schweiz. Für die Spiele von Paris 2024 kommt nun erstmals das iQFoil zum Einsatz. Damit ist das Foilen auch im olympischen Segelsport erstmals angekommen.

Beim Swiss Sailing Team trainieren die iQFoils als sogenannte «Squad». Elia Colombo, Matteo Benz und Sebastian Schärer bilden ein Team und sind gemeinsam unterwegs.

«Wir sind mit dem Training im Squad-Format sehr zufrieden», sagt Elia. «Wir pushen uns gegenseitig und wachsen als Gruppe. Es ist toll, zusammen zu segeln». Matteo ergänzt: «Elia ist der erfahrenste Segler, was für die Jüngeren eine grosse Motivation ist. So können wir uns miteinander messen.»

Die Trofeo Princesa Sofía war für Elia und Matteo eine erste Gelegenheit für eine Standortbestimmung auf internationalem Level. Sebastian Schärer konnte aufgrund seines Studiums nicht dabei sein. Er wird jedoch Ende April bei der Semaine Olympique Française in Hyères ebenfalls an den Start gehen.

Die Europameisterschaft der iQFoils findet vom 15. bis 22. Mai am Gardasee in Italien statt – es wird die erste ganz wichtige Regatta in dieser Saison sein

Ergebnisse iQFoil bei der Trofeo Princesa Sofía
16. Platz: Elia Colombo
47. Platz: Matteo Ben

Interview mit Christian Scherrer, CEO der SST AG (auf Englisch)

Seit Januar 2022 ist Christian Scherrer neuer Teamchef des Swiss Sailing Teams. Wir trafen ihn in Palma anlässlich der Trofeo Princesa Sofía.

Video hier

 

 

 


Trofeo Princesa Sofía Mallorca: Ein intensiver Saisonstart für die Schweizer Elite

Die erste Regatta der Saison ging heute in Palma de Mallorca zu Ende. Es war das erste grosse Stelldichein der Weltelite des Segelsports seit den Olympischen Spielen in Tokio. Zudem war der Wettkampf eine Premiere für die neuen Olympischen Klassen sowie die neu zusammengestellten Teams im Hinblick auf die Spiele in Paris 2024. Die Ausgabe 2022 bot den über 1000 Teilnehmern aus über 62 Nationen herausfordernde Bedingungen. Besonders zu Beginn der Woche prägten starke Winde und tiefe Temperaturen die Renntage.

Highlight für das Swiss Sailing Team sind die Resultate von Maud Jayet (ILCA6) und dem Team Sébastien Schneiter / Arno de Planta (49er) welche sich für das Medal Race qualifizierten. Sébastien und Arno belegten im Medal Race den 4. Platz und liegen in der Gesamtwertung auf Platz 6. Maud wurde Zweite im Medal Race und landete somit auf Platz 6 der Gesamtwertung: "Ich hatte kein Ergebnisziel, also bin ich zufrieden! Ich war positiv überrascht, dass ich seit den Spielen nicht allzu viel verloren hatte. Es war wirklich schön, wieder regattieren zu können. Ich freue mich zu sehen, dass ich mich auch bei starkwind Bedingungen wirklich verbessert habe, was sehr positiv ist."

Bemerkenswert ist auch die Qualifikation der neuen gemischten Crew Yves Mermod / Maja Siegenthaler im 470er Mixed, der jungen Athletin Anja von Allmen (ILCA6) und Elia Colombo im iQFoil, der neuen olympischen Disziplin, für die Gold Fleet.

"Hier in Palma ging es uns hauptsächlich um eine erste Standortbestimmung", sagte Team Leader Christian Scherrer. "Ich bin zufrieden, zu sehen wo wir heute stehen, und freue mich über die gute Ergebnisse bei den ILCA6 und 49ern. Die Arbeit hat gerade erst begonnen, wir haben noch viele Regatten und eine lange Saison vor uns".

 

Resultate des Swiss Sailing Teams bei der Trofeo Princesa Sofía Mallorca Regatta:

470 Mixed
19. Yves Mermod / Maja Siegenthaler
34. Linda Fahrni / Cyril Schüpbach

49er
6. Sébastien Schneiter / Arno de Planta
41. Joshua Richner / Nilo Schärer

ILCA 6
6. Maud Jayet
42. Anja von Allmen
55. Rosine Baudet

ILCA 7
56. Gauthier Verhulst

iQFoil
16. Elio Colombo
47. Matteo Benz

 

Vollständige Resultate auf der Event-Website: https://www.trofeoprincesasofia.org/en/default/races/race-resultsall


Trofeo Princesa Sofía: Erstes Saison-Highlight für das Schweizer Team

Die 51. Trofeo Princesa Sofía ist ein Stelldichein der Weltelite des Segelsports. In diesem Jahr werden über 1000 Seglerinnen und Segler aus 58 Nationen am ersten der World Cup Series 2022 erwartet. Vom 1. bis 9. April wird in zehn olympischen Bootsklassen um Spitzenplatzierungen gekämpft. Interessant wird es vor allem in den Klassen, die bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris erstmals dabei sein werden. Auch die Schweiz ist mit 14 Seglerinnen und Seglern in fünf verschiedenen Bootsklassen vertreten.

 

Dietikon, 30. März 2022 – Die schweizerische Segel-Elite kommt in Mallorca zum ersten Mal seit den Olympischen Spielen von Tokio wieder zusammen: Mit der Trofeo Princesa Sofía steht eine der wichtigsten Regatten für die olympischen Klassen auf dem Programm. Im neuen und verkürzten Olympiazyklus bis zu den Spielen 2024 in Paris bietet die Regatta eine willkommene Gelegenheit für eine erste Standortbestimmung.

«In Palma kommen erstmals seit Tokio wieder rund 80 Prozent der weltweiten Elite bei einer Regatta zusammen», erklärt SST-Cheftrainer Toni Otero. «Wir wollen die Gelegenheit nutzen, um die neuen Teams genau unter die Lupe zu nehmen, mögliche Verbesserungspotenziale festzustellen und den Segeltrimm zu optimieren. Nachdem wir uns mehrere Monate nicht gesehen haben, ist es nach der langen Winter-Vorbereitung auch eine Art Bestandsaufnahme.»

In Mallorca werden die Bootsklassen vertreten sein, die 2024 erstmals um Olympiamedaillen kämpfen werden: 470er Mixed, Formula Kite und iQFoil. Mit ihrem guten vierten Platz in Tokio und einem Sieg im Medal Race hätten Linda Fahrni und Maja Siegenthaler den letzten olympischen Wettkampf der 470er Frauen nicht besser abschliessen können. Künftig gehen sie im 470er Mixed an den Start. Die Zusammenarbeit mit den 470er Männern Yves Mermod und Cyril Schüpbach war dabei naheliegend. Den neu zusammengestellten Teams Fahrni/Schüpbach und Mermod/Siegenthaler kommt zugute, dass sie sich schon länger kennen und viel Erfahrung gesammelt haben.

In der Klasse iQFoil, die in 2024 ebenfalls erstmals olympisch sein wird, treten mit Matteo Benz und Elia Colombo zwei weitere SST-Teammitglieder in Mallorca an. Auch in der Klasse ILCA 6 steht die Equipe für die Regatta: Maud Jayet, Anja von Allmen und Rosine Baudet trainieren gemeinsam intensiv daran, das höchstmögliche Niveau zu erreichen. In der Klasse ILCA 7 wird nur Gautier Verhulst in Mallorca dabei sein, während Joshua Richner / Nilo Schärer und Sebastien Schneiter / Arno de Planta bei den 49er an den Start gehen werden.

Toni Otero formuliert klare Ziele für die Regatta: «So früh in der Saison geht es weniger um Ergebnisse, sondern vielmehr um die Erkenntnisse, die wir aus der Regatta gewinnen können. Wichtig wird sein, am Ende eine klare Vorstellung von den Stärken und Schwächen der Schweizer Equipe im Vergleich zur Konkurrenz zu haben».

 

Das Schweizer Team bei der Trofeo Princesa Sofía
Linda Fahrni / Cyril Schüpbach (470 Mixed)
Yves Mermod / Maja Siegenthaler (470 Mixed)
Joshua Richner / Nilo Schärer (49er)
Sebastien Schneiter / Arno de Planta (49er)
Maud Jayet (ILCA6)
Rosine Baudet (ILCA6)
Anja von Allmen (ILCA6)
Gauthier Verhulst (ILCA7)
Elia Colombo (iQFoil)
Matteo Benz (iQFoil)


Swiss Sailing Team und Peter Frisch GmbH weiter auf Erfolgskurs

Dietikon, 14. März 2022 – Das Swiss Sailing Team und die Peter Frisch GmbH verlängern die erfolgreiche Partnerschaft um weitere zwei Jahre bis Dezember 2024. Seit nunmehr zehn Jahren unterstützt die Firma Frisch die Schweizer Nationalmannschaft mit Funktionsbekleidung der Marke MUSTO und langjähriger Expertise im Hochleistungssegeln. Die im Jahr 2012 geschlossene Kooperation ist seitdem geprägt von einer engen und freundschaftlichen Zusammenarbeit, gleichermaßen wie von Erfolg. 2021 verzeichnete das Swiss Sailing Team eine herausragende Saison mit zwei EM-Bronzemedaillen im 470er, einem Weltmeistertitel im Nacra15 und einem vierten Platz bei den olympischen Spielen. Die Athleteninnen und Athleten sowie ihre Trainer konnten sich stets vollkommen auf ihre Ausrüstung verlassen.

 

Christian Scherrer, CEO des Swiss Sailing Teams: „Für das Swiss Sailing Team sind erfahrene und verlässliche Ausrüster von zentraler Bedeutung. Umso mehr freut es uns, die langjährige Partnerschaft mit der Peter Frisch GmbH als offizielle Ausrüster des Teams zu erneuern und bis 2024 zu verlängern.

 

Hubertus Jürgens, Geschäftsführer der Peter Frisch GmbH: „Wir freuen uns sehr, die vertrauensvolle und langjährige Partnerschaft fortzusetzen. Gemeinsam mit dem Swiss Sailing Team nehmen wir Kurs auf die olympischen Spiele 2024 in Paris und begleiten die Segler*innen weiterhin auf ihrem sportlichen Weg an die Weltspitze. Gleichzeitig ermöglicht uns die enge Zusammenarbeit und das konstruktive Feedback, die stetige Weiterentwicklung unserer Produkte und bietet Raum für innovative Ideen und technologischen Fortschritt.


Sailor Career Development: Neues Trainingsprogramm für das Youth Team und den TalentPool

Dieses Wochenende fand die erste "Sailor Career Development" Trainingsprogramm im Nationalen Leistungszentrum in Lausanne statt. 

«  Dieses Trainingsprogramm zielt darauf ab, den jungen Seglerinnen und Seglern alle Fähigkeiten zu vermitteln, die sie in das Eliteteam führen. »  erklärt Marco Versari, Leiter des Nationalen Leistungszentrums Entwicklung. «  Diese Wochenendveranstaltung war die erste einer Reihe von Trainingswochenenden, die wir für das Youth Team und den TalentPool geplant haben. Das Ziel ist es, jungen Segler im Alter von 15 bis 18 Jahren in einem Dreijahreszyklus mit 4 Wochenenden pro Jahr mit dem Trainingsprogramm auszubilden. Diese Veranstaltungen bestehen aus mehreren Trainingsmodulen, von der allgemeinen Strategie bis zur körperlichen Vorbereitung, Meteorologie, Sportpsychologie oder Ernährung, um ein solides theoretisches Wissen zu vermitteln. Es handelt sich um eine Reihe von Fähigkeiten, die junge Segler haben müssen, wenn sie in das Eliteteam eintreten wollen. » 

Das Programm an diesem Wochenende umfasste Regattastrategie, Selbstvertrauen im Sport, körperliches Training und Segelvorhersage mit verschiedenen Referenten.

«  Das Wochenende war ein Erfolg, die Jugendlichen sind an langfristigen Projekten interessiert. » , sagt Riccardo Giuliano, Head Coach Youth. «  Es scheint eine gute Struktur zu sein, um den jungen Seglern eine umfassende Vorbereitung für den Eintritt in die Elite zu bieten. »


Neues Selektionsreglement für die Youth Sailing World Championships

Das Swiss Sailing Team und sein Selektionsausschuss haben ein neues Selektionsreglement für die Youth Sailing World Championships in Den Haag, Niederlande (8. bis 15. Juli 2022) publiziert. Das neue Reglement beinhaltet einen Strategiewechsel hin zu mehr Inklusive sowie einem Selektionsregatta-Ranking mit einer neuen Formel.

« Wir haben die Philosophie der Selektionen in Richtung eines inklusiveren Reglements geändert, welches es mehr jungen Schweizer Seglerinnen und Seglern ermöglicht, an den Weltmeisterschaften teilzunehmen, um für die besten Plätze zu kämpfen, aber auch um mehr Erfahrung zu sammeln » erklärt Christian Scherrer, CEO von SST.

Die Youth Sailing World Championships sind offen für Seglerinnen und Segler unter 19 Jahren in den folgenden Klassen: iQFoil, ILCA 6, 29er, 420, Nacra 15 and Formula Kite.

Das neue Selektionsreglement definiert die Selektionsmethode und die Anforderungen mit definierten Selektionsregatten, um sich für die Jugendweltmeisterschaften zu qualifizieren. Die Ergebnisse der Auswahlregatten werden dann mit Hilfe einer neuen Formel zu einem Selektionsregatta-Ranking verarbeitet.

« Dabei handelt es sich um eine Formel, die nicht nur die tatsächliche Rangliste der Regatten, sondern auch Werte wie die Anzahl der teilnehmenden Segler und Nationen bei der Veranstaltung sowie die Anzahl der bei der gesegelten Wettfahrten berücksichtigt. All diese Faktoren fliessen in die Berechnung der Segler für die Auswahl der Jugendweltmeisterschaften ein » sagt Riccardo Giuliano, Headcoach Youth von SST.

Hier lässt sich das Selektionsreglement herunterladen


Eine neue Dynamik für das Swiss Sailing Team

Der neue Head Coach Toni Otero und die Einführung einer neuen Trainingsstruktur tragen zu neuer Dynamik in der Segel Nationalmannschaft bei, die seit Jahresbeginn vom Züricher Regattasegler Christian Scherrer geleitet wird.

 

Dietikon, 27. Januar 2022 - Es weht neuer Wind in der Schweizer Segel Nationalmannschaft Swiss Sailing Team. Nach dem Führungswechsel im Team mit der Ankunft von Christian Scherrer und der Einführung einer neuen, horizontaleren Managementstruktur, kündigt SST heute Toni Otero als Cheftrainer für die Zeit des Olympiazyklus bis zu den Olympischen Spielen 2024 an.

Wir freuen uns, dass Toni für die nächsten zweieinhalb Jahre als Cheftrainer zu uns stösst", sagt Christian Scherrer. „Es bleibt nur wenig Zeit vor den Olympischen Spielen in Paris und es ist wirklich wichtig unseren Bemühungen zu optimieren. Toni arbeitet seit mehreren Jahren mit dem Swiss Sailing Team zusammen und kennt die Mannschaft sehr gut.  Wir haben zusammen mit Toni Trainingsgruppen, die sogenannten „Squads“, eingeführt, die von den Nationaltrainern mit den Seglern der verschiedenen Klassen ausgeführt werden. Ziel hierbei ist es die Schweizer Elitesegler- und Seglerinnen effizienter zu unterstützen und die Qualität im Training zu verbessern. 

Das bedeutet, dass das Segeltraining der Elite von nun an in Gruppen pro Klasse erfolgt. Konkret heißt das, dass jeder Segler der Trainingsgruppe seiner Disziplin angehört und einen gemeinsamen Trainer hat. Diese Verfahrensweise fördert den Teamgeist, denn die Regattasegler mit der meisten Erfahrung geben somit ihre Kenntnisse an die Jüngeren weiter und letztere bringen Frische und Dynamik in die Gruppe ein. Durch diese neue Struktur soll es zu besserem Austausch zwischen den Seglern in einer  win-win Dynamik kommen. Auch der Kostenfaktor ist hier interessant, denn von nun an kümmert sich nur ein Trainer um jede Klasse.

Die ersten Trainingseinheiten in der 470-er Klasse, die von jetzt an hinsichtlich der Olympischen Spiele 2024 gemischt ist, fanden in den letzten Tagen in Vilamoura, in Portugal statt. Zwei Teams mit den bekannten Seglerinnen Linda Fahrni und Maja Siegenthaler, die nun auf verschiedenen Booten fahren, bilden den Swiss 470 Squad. Die Trainingseinheiten der anderen Squads, insbesondere iQFoil, ILCA 6 und die 49-er laufen parallel oder folgen in den nächsten Wochen.

Bis jetzt gab es nur ein Team pro Disziplin“, erklärt Toni. „Aber jetzt haben wir zum Beispiel drei Jungs in iQFoil, mit etwa gleichem Niveau um zusammenzuarbeiten. Das gleiche bei den Mädchen in ILCA 6: sie können sich dann gegenseitig weiterhelfen, sowohl in Regatta, als auch im Training. Die 470-er Klasse ist ja nun gemischt, so dass Frauen und Männer gemeinsam trainieren werden.  Und letztendlich in 49-er, besteht zwar das Team aus Sébastien Schneiter/Lucien Cujean nicht mehr, aber Sébastien bleibt im Team. Er kann nun sein Wissen an die Jüngeren weitergeben und dazu beitragen neue Synergien zu entwickeln. “

 

Elia Colombo segelt in der iQFoil Squad, welche die Saison in Lanzarote begonnen hat.

 

Toni Otero – Head Coach Elite

Toni Otero war in seinen jungen Jahren ein guter Regattasegler, hat sich aber dann bis 2009 vorwiegend seinem Beruf als Architekt gewidmet. Danach war er zuerst Experte für Match Racing und Internationaler Schiedsrichter, hat sich aber kurz vor den Olympischen Spielen in London 2012 umorientiert und wurde Special Coach für Match Racing der Spanischen Segel Nationalmannschaft, die Gold mit nach Hause brachte! 2015 begann Toni seine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Team als „Rules Advisor“, das heisst Experte für alle Regel-Fragen. Anschliessend engagierte er sich immer mehr als Trainer, seine Hauptaufgabe, bevor er heute der Cheftrainer Elite des Swiss Sailing Teams ist.


SST Team 2022 selektioniert!

SST Elite Team 2022 selektioniert!

«Das Swiss Sailing Elite Team 2022 ist eine sehr leistungsstarke Mischung aus erfahrenen OlympiaseglerInnen und vielversprechenden NachwuchsathletInnen. Der Selektionsausschuss unter Vorsitz von Tom Rüegge hat sehr vorausschauend entschieden, indem man auch die Toptahleten des vergangenen Olympiazyklus wie Kilian Wagen, Sebastien Schneiter oder Maja Siegenthaler selektioniert hat, obwohl noch nicht zu 100% klar ist, in welcher Zusammensetzung es in Richtung Paris 2024 geht. Damit will man diese hochverdienten SeglerInnen für maximal ein Übergangsjahr im Spitzensportsystem Schweiz halten. So viele Talente hat es in der Schweiz dann eben doch nicht. Und trotzdem stossen nun einige High Potentials aus dem Nachwuchs wie Anja von Allmen in die Elite vor. Das lässt uns sehr optimistisch in die Zukunft blicken, auch für die Olympischen Spiele in Los Angeles in 2028!» Tom Reulein.

Folgende Seglerinnen und Segler wurden in das SST Elite Team 2022 selektioniert:

Nationalteam
Maud Jayet (1996) – ILCA 6
Linda Fahrni (1993) – 470 Mixed helm
Cyrill Schüpbach (1997) – 470 Mixed crew
Yves Mermod (1996) – 470 Mixed helm
Maja Siegenthaler (1992) – 470 Mixed crew
Maxime Bachelin (1998) – 49er helm
Arno de Planta (1999) – 49er crew
Elia Colombo (1995) - iQFoil

B-Kader
Sebastien Schneiter (1995) – potential helm
Kilian Wagen (1996) – potential helm 470 squad
Gregoire Siegwart (1997) – potential crew 470 squad
Joshua Richner (2002) – 49er helm
Nilo Schärer (2003) – 49er crew
Matteo Benz (1998) - iQFoil
Sebastian Schärer (2002) - iQFoil
Nicolas Rolaz (1999) – ILCA 7
Gauthier Verhulst (1999) – ILCA 7
Rosine Baudet (2002) – ILCA 6

C-Kader
Anja von Allmen (2003) – ILCA 6
Bruce Kessler (2000) – Formula Kite

 

Nach der Berufung des SST Talentpools wurden nun auch die Mitglieder des SST Youth Teams sind für die Saison 2022 nominiert und sind hier zu finden:

ILCA 6
Emilie Tschanz (2003)
Benjamin Dufour (2004)

ILCA 7
Martin Verhulst (2003)

49er FX
Sophia Mosegard (2001)
Fiona Schaerer (2000)

420 / 49er
Simon Kaiser (2004)
Nik Burkhard (2003)

Nacra15 / Nacra17
Axel Grandjean (2004)
Noemi Fehlmann (2004)
Clement Guignard (2005)
Marie Mazuay (2005)
Andrea Aschieri (2003)
Anja Camusso (2002)


Wechsel an der Spitze der Swiss Sailing Team AG: Christian Scherrer folgt auf Tom Reulein

Itigen, 11. November 2021. Nach elf Jahren engagierter Arbeit zugunsten des Schweizerischen Olympischen Segelsports hat sich Teamchef Tom Reulein entschieden, die SST AG per Ende Jahr zu verlassen. Sein Nachfolger wird der ehemalige Americas’ Cup-Segler und Segelsportexperte Christian Scherrer. Mit dem Wechsel gibt sich die SST AG zudem eine flachere Führungsstruktur, um die Schweizer Spitzenseglerinnen und Segler noch besser betreuen zu können.

 

Berufliche Neuorientierung nach 11-jährigem Engagement

Tom Reulein hat sich nach zwei Olympia-Zyklen entschieden, per Ende 2021 als Teamchef zurückzutreten und sich beruflich neu zu orientieren. Mit einem erfolgreichen Abschluss des Jahres 2021 krönt der gebürtige Deutsche sein 11-jähriges Engagement bei der SST AG. Unter Tom Reulein hat sich der Schweizer Elite- und Olympia-Segelsport weiter professionalisiert und seine Position an der Weltspitze mit guten Resultaten weiter festigen können. «Es war für mich eine Ehre, die Swiss Sailing Team AG über so viele Jahre hinweg führen zu dürfen. Mein eigener Anspruch war immer, nichts weniger als das Beste für meine Seglerinnen und Segler und deren Coaches aus den vorhandenen Ressourcen herauszuholen. Seit den Olympischen Spielen in London 2012 konnte ich mit meinen Kollegen Marco Brunner und Marco Versari die Förderstruktur im Nachwuchs und in der Elite stark weiterentwickeln. Ich freue mich, nun eine leistungsstarke SST AG an meinen Nachfolger übergeben zu können und wünsche ihm und dem gesamten Team auch weiterhin viel Erfolg auf dem Weg nach Paris 2024!», so Tom Reulein.

Der Verwaltungsrat der Swiss Sailing Team AG sowie der Zentralvorstand von Swiss Sailing danken Tom Reulein für die hervorragende Arbeit und für sein grosses Engagement zugunsten des Schweizer Segelsports und wünschen ihm privat sowie beruflich alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

 

Flachere Führungsstruktur schafft mehr Fokus auf den sportlichen Bereich

Die Swiss Sailing Team AG nutzt die Gelegenheit des personellen Wechsels, um ihre Führungsstrukturen anzupassen. So wird mit der Neuorganisation die Teilzeit-Position des CEO geschaffen, welche der bestens bekannte Christian Scherrer ab Januar 2022 innehaben wird. Verwaltungsratspräsident Alex Schneiter zeigt sich erfreut: «Mit Christian Scherrer konnten wir einen CEO engagieren, der dank seiner langjährigen Erfahrung und Tätigkeit im Segelsport in der Schweizer Segelszene, aber auch auf internationalem Parkett, bestens vernetzt ist.» Christian Scherrer freut sich auf die neue Tätigkeit: «Ich freue mich darauf, das Schweizerische Segelteam in seinen olympischen Bestrebungen zu unterstützen, aber genauso wichtig ist es auch den jungen und jüngsten Seglern zu helfen welche die Zukunft unseres Sports sind.»

Marco Brunner, langjähriger Office Manager der SST, wird im Zuge der Neuorganisation zum Chief Operating Officer COO ernannt. Mit der kürzlich bekanntgegebenen Berufung von Riccardo Giuliano zum Headcoach Junioren sowie der bevorstehenden Ernennung eines Head Coaches Elite rückt die operative Führung noch näher an die Athletinnen und Athleten.

«Mit einer noch stärkeren Fokussierung auf den sportlichen Bereich werden wir sowohl für unseren Nachwuchs wie auch für die Elite professionellere Rahmenbedingungen in Bezug auf individuelle Betreuung und Trainingsbedingungen schaffen, um unsere hochgesteckten Ziele erreichen zu können», so Alex Schneiter.

 

Christian Scherrer – der Vollblutsegler

Christian Scherrer wurde als 21-Jähriger von Pierre Fehlmann entdeckt und verbrachte seine erste Saison als Profisegler auf der Maxi Yacht Merit Cup. Als Wach-Kapitän nahm Christian Scherrer (anschliessend) an Bord der Merit Cup am Whitbread Round the World Race (1993-94) teil.

Christian Scherrer bestritt vier America's-Cup-Kampagnen und war Teil des siegreichen Teams Alinghi 2003 in Auckland, Neuseeland.

2004 schloss er sein Studium an der Zürcher Hochschule Winterthur mit einem Diplom für Sport und Management ab.

Mit Peter Gilmour wurde Christian Scherrer 2006 Weltmeister im Match Racing und im Jahr 2008 mit Sebastien Col Vize-Weltmeister.
Seit über 25 Jahren war und ist Christian Scherrer auf dem höchsten Niveau im professionellen Segelsport tätig.

Christian Scherrer ist zudem Berater, Organisator von Veranstaltungen, Segelkommentator, gefragter Referent und Coach. Als Eventmanager leitete er während vieler Jahre das St. Moritz Match Race sowie den Volvo Match Race Cup. Er ist Gründer und Gesellschafter der Bluboats GmbH und seit 2007 Segelexperte für das Schweizer Fernsehen SRF. Seit 2015 ist Christian der Klassenmanager des GC32-Foiling-Katamarans und leitet die GC32 Racing Tour.

Der 51-jährige Christian Scherrer ist verheiratet, zweifacher Vater und wohnt in Uerikon am Zürichsee.

 

Die Swiss Sailing Team AG (SST AG) ist eine hundertprozentige Tochter des Schweizerischen Segelverband Swiss Sailing mit dem Ziel, die Betreuung und Förderung der Schweizer Elite- und Olympiakader sicherzustellen. Die Unterstützung besteht aus einem abgestuften Elite- und Nachwuchsförderkonzept, um die Schweizer Nachwuchs- und Spitzensegler an der Weltspitze etablieren können.

 

Zusatzinformationen

www.swiss-sailing.ch

 

Photos
©Jürg Kaufmann
©Pedro Martinez / Sailing Energy


SST Youth Worlds Team selektioniert

Alea jacta est - die Seglerinnen und Segler, welche die Schweiz an den World Sailing Youth World Championships 2021 vertreten werden, stehen fest.

Der SST Selektionsausschuss hat seinen Entscheid gemäss den Vorgaben des Selektionsreglement gefällt und die folgenden AthletInnen bzw. Teams in vier Bootsklassen selektioniert:
ILCA 6 female: Anja von Allmen (RCO / GYC)
ILCA 6 male: Martin Verhulst (CNP)
420 male: Simon Kaiser (SCStä) / Nik Burkardt (SCE)
Nacra15 mixed: Axel Grandjean (CVVT / CVVI) / Noemie Fehlmann (CNM)

Damit entsendet Swiss Sailing Team mit den frisch gebackenen Nacra15 Weltmeistern Alex und Noemie und U19 Vize-Weltmeisterin Anja von Allmen ein äusserst leistungsstarkes Team. SST Youth Responsible Riccardo Giuliano äusserte sich hocherfreut: “Der Selektionsausschuss hat einige der besten Seglerinnen und Segler der Schweiz nominiert. Diese haben die ganze Saison über hart trainiert, um sich auf die Youth Worlds vorzubereiten und konnten ihr Potenzial an den Selektionsregatten bestätigt. Ich bin bereit, mit den Trainern und AthletInnen zu dem wichtigsten Event im Nachwuchsbereich zu fahren. Unsere Ausgangsposition ist hervorragend und wir werden alles daran setzen die gesamte Woche hindurch konzentriert zu bleiben! Hopp Suisse!” Als Teamleader und ILCA Coach wird er zusammen mit Simone Malagugini (420er) und Loic Forestier (Nacra15) für eine erfolgversprechende SST Delegation Rechnung tragen. Die Youth World Championships werden alljährlich von World Sailing veranstaltet und finden heuer vom 10. – 18. Dezember in Mussanah / Oman statt. Pro Bootsklasse ist - genau wie an den Olympischen Spielen – nur eine Vertreterin bzw. Vertreter oder Team pro Nation startberechtigt.


Swiss Sailing Team hat einen neuen Nachwuchsverant-wortlichen

Nach einstimmigen Beschluss des SST Verwaltungsrates wird Riccardo Giuliano (32) neu als Verantwortlicher für die Nachwuchsförderung ins Swiss Sailing Team berufen. Er folgt auf Marco Versari, der diese Funktion zehn Jahre lang erfolgreich ausgeübt und weiterentwickelt hat.

Als Inhaber der Berufstrainer Lizenz (BTA) ist Riccardo seit vielen Jahren im Schweizer Juniorensegelsport tätig. Begonnen hat er seine Trainerkarriere im Circolo Velico Lago di Lugano CVLL, konnte diese Tätigkeit aber schon ab 2016 als Direktor des Centro Agnostica Vela Ticino erweitern.

Insbesondere seine umfangreichen Erfahrungen im nationalen Sportsystem und den verschiedenen Nachwuchsklassen und sein entsprechendes Wissen machen den gebürtigen Italiener aus Lugano zu einer optimalen Besetzung für die Position des Chef Nachwuchs innerhalb der Struktur des Swiss Sailing Teams.

Nach einer intensiven Einarbeitungszeit mit Marco Versari nimmt Riccardo seine Tätigkeit per 6. September 2021 auf und wird bereits massgeblich in die Organisation des Talentscout Camps sowie die Selektion des Talentpools und der Swiss Olympic Card Vergabe nach PISTE eingebunden sein. Zudem wird er federführend das Konzept zur Umsetzung der neuen Nachwuchsstrategie für die kommenden Jahre erarbeiten.
Swiss Sailing Team wünscht Riccardo einen guten Start in seine neue Tätigkeit.


Mit zwei Diplomen reüssiert das Swiss Sailing Team an den Olympischen Spielen in Tokio

Die sechs selektionierten Schweizer Seglerinnen und Segler haben an den Olympischen Segelwettbewerben in Enoshima / Tokio ihr Bestes gegeben. Mit einem Sieg im Medal Race der 470er Damen und zwei Diplomen gehen erfolgreiche Spiele für das Swiss Sailing Team zu Ende.

Fahrni/Siegenthaler - 470W (coach Toni Ripoll) : 4. ((12), 4, 8, 2, 5, 10, 9, 7, 12, 5, 2)
Mateo Sanz Lanz - RS:X (coach Asier Fernandez) : 8. (1, 1, 9, 10, 4, 5, 16, (17), 12, 10, 13, 15, 6) Schneiter/Cujean - 49er (coach Dave Evans) : 14. (16, 10, 14, 10, 4, (UFD), 9, 9, 10, 18, 13, 12)
Maud Jayet - ILCA 6 (coach Nathalie Brugger) : 19. (22, 7, 22, (34), 13, 1, 21, 25, 28, 24)

Ergebnisse : https://tokyo2020.sailing.org/results-centre/

Tom Reulein, Team Leader : Freud und Leid liegen im Spitzensport und gerade an Olympischen Spielen sehr nahe zusammen. So konnten Seb und Lucien ihr volles Leistungspotential eigentlich nur in wenigen Wettfahrten abrufen. Das reicht auf diesem Niveau einfach nicht, um sich fürs das abschließende Race der besten 10 Boote zu qualifizieren. Am meisten enttäuscht sind zu allererst die Segler, die so hart für ein besseres Ergebnis gearbeitet haben und nun diese herbe Niederlage verarbeiten müssen. Mateo hingegen hat zum Abschluss seiner Karriere im Medal Race nochmals voll aufgedreht und gezeigt, dass er bei „seinen“ Leichtwindbedingungen ein valabler Medaillenkandidat ist. Ein Olympisches Diplom in dieser so herausfordernden Bootsklasse trotz zweier Starkwindtage zu gewinnen verdient höchsten Respekt!

Linda Fahrni & Maja Siegenthaler - 470

Mit ihrem vierten Platz bei den Olympischen Spielen von Tokio haben die Bernerinnen Linda Fahrni und Maja Siegenthaler die Schweiz bis zum Ende träumen lassen. Und sie haben an sich geglaubt: Das Damenduo im 470er lag auf Rang sechs, bevor es heute Morgen in das Medal Race (den doppelt zählenden Endlauf) startete. Theoretisch war damit noch eine Medaille möglich. Ohne Druck und lediglich mit einem Olympischen Diplom als Ziel vor den Augen bestritten die beiden Seglerinnen ein perfektes Schlussrennen und entschieden das Medal Race für sich. Mit einem Rückstand von zehn Punkten auf die Bronzemedaille schlossen sie ihre gemeinsame Olympiakarriere somit glänzend ab.

Die beiden 28-jährigen Bernerinnen, die vom renommierten spanischen Coach Toni Ripoll trainiert werden, blicken damit auf eine ausgezeichnete Segelwoche in den Gewässern vor der Halbinsel Enoshima zurück. Dank ihrer grossen Stetigkeit sowie ihrer mentalen, taktischen und körperlichen Stärke haben sie unter sämtlichen Windbedingungen exzellente Läufe hingelegt. 2016 hatten die für den Thunersee Yacht Club startenden Seglerinnen bei ihren ersten Olympischen Spielen in Rio in der Endwertung Platz 14 belegt.

«Es ist genial, diese schwierigen Olympischen Spiele auf eine solche Weise abzuschliessen», so Teamchef Tom Reulein. «Wir haben gezeigt, dass wir ein Medal Race gewinnen können. Die Schweiz kann stolz auf ihr Team sein!»

Das Swiss Sailing Team hat – mit dem Sieg des Windsurfers Mateo Sanz Lanz zu Beginn und dem heutigen Triumph der Frauen im 470er zum Abschluss – den ersten und den letzten Lauf der Olympischen Spiele für sich entschieden. Das weckt Erinnerungen an Rio 2016, als das 470er-Männerteam Brauchli/Hausser das Medal Race ebenfalls gewann!

Swiss Olympic hatte Linda Fahrni und Maja Siegenthaler im Frühjahr dank des elften Platzes, den sie bei den Weltmeisterschaften in dieser Disziplin errungen hatten, für die Spiele nominiert. Im Mai gewannen sie dann bei den Europameisterschaften die Bronzemedaille. Jetzt blicken sie auf eine letzte gemeinsame Saison voller Glanzpunkte zurück. Denn Tokio 2020 war die letzte gemeinsame Olympiaregatta, die das seit 2008 bestehende Seglerinnenduo bestritten hat. Bei Olympia 2024 in Paris wird ihr 470er-Boot mit einem Mixed-Team ins Rennen gehen. Damit endet für die beiden Frauen ein grossartiges Abenteuer, das vor vielen Jahren auf der 420er-Jolle begann und nun in den Spielen von Tokio gipfelte – und das die Schweiz mit Stolz erfüllt hat. Danke Linda, danke Maja!

Linda Fahrni & Maja Siegenthaler : Das ist ein grossartiger Regattaabschluss für uns! Die ganze Woche über haben wir uns voll ins Zeug gelegt und unser Bestes gegeben – mehr war nicht drin. Uns ist diese Woche sehr viel mehr gelungen als misslungen. Es hätte nicht besser laufen können.

Wir hatten ja schon bewiesen, dass ein Sieg beim Medal Race möglich war. Dass wir nun aber Vierte bei den Olympischen Spielen geworden sind, ist kaum zu glauben. Wir liegen direkt hinter Bronze, wenn auch mit grossem Abstand. Vor dem Medal Race hatten wir viele Punkte Rückstand auf die Medaillenplätze. Wir haben dann aber nicht auf das Gesamtklassement geschaut, sondern einfach alles gegeben.

Zu sagen, dass dies unser letztes gemeinsames Rennen war, ist seltsam. Unser Ziel war es jedoch, von dieser Woche zu profitieren und Spass zu haben. Das ist uns gelungen. Gestern war ein schwieriger Tag für uns. Deshalb ist es wirklich toll, heute einen erfolgreichen Schlusspunkt gesetzt zu haben. Wir haben unser Ziel erreicht. Das ist wirklich genial! Als Schweizerinnen verdienen wir die Schokoladenmedaille!

Und jetzt warten die Ferien. Wir brauchen nun Zeit für uns, um realisieren zu können, was wir erreicht haben. Die Vorbereitungsphase auf diese Olympischen Spiele war lang und intensiv. Jetzt ist es noch zu früh, um an Paris 2024 zu denken. Aber es ist natürlich positiv, einen solchen Schlusspunkt gesetzt zu haben!

Mateo Sanz Lanz - RS:X

Mateo Sanz Lanz hat die Schweiz an den Olympischen Spielen in Tokio träumen lassen: Am Ende des ersten Wettkampftags stand er an der Spitze des Windsurferfelds, nach dem zweiten Tag an zweiter Stelle – dank leichter Winde, die seiner kleinen Statur entgegenkommen, schaffte er es schliesslich, sich trotz der Bedingungen der darauffolgenden Tage in den TOP 10 zu halten. Er beendet das Medal Race (Endlauf, der doppelt zählt) als Dritter und sichert sich den achten Platz im Gesamtklassement. Ein hervorragendes Ergebnis, das dem Segler vom Gstaad Yacht Club ein Olympisches Diplom beschert.

Zusammen mit seinem Trainer Asier Fernandez, der ihn seit seinen Anfängen begleitet, gelang es Mateo Sanz Lanz, die Windbereiche, in denen er seine Leistung abrufen kann, zu erweitern. Als Leichtwindspezialist liess er das Feld an den ersten zwei Tagen hinter sich und konnte schliesslich bis zum Schluss vorne mitsegeln. Der 27-jährige Windsurfer, der in Formentera (Spanien) zuhause ist, hatte an den Olympischen Spielen von Rio 2016 den 14. Platz erreicht.

Mateo Sanz Lanz, RS:X : Ich wollte das Medal Race in den TOP 3 der zehn weltbesten Windsurfer beenden. Und es ist mir gelungen! Ich konnte einmal mehr zeigen, dass ich einer der Schnellsten des Feldes bin und freue mich sehr, mit einem Diplom in die Schweiz zurückzukehren. Hätten sich die starken Winde auf nur einen Tag beschränkt, wäre ich näher an den Besten geblieben und hätte eine Chance auf eine Medaille gehabt. Aber zwei Starkwindtage, das war zu viel für mich ... Angesichts der Bedingungen dieser Woche habe ich das beste Ergebnis erzielt, das ich konnte.

Was die Leistung betrifft, habe ich gezeigt, dass ich mich in den letzten fünf Jahren bei Starkwind wirklich verbessert habe. Das freut mich richtig! Jetzt werde ich diesen Erfolg etwas geniessen, einige Tage in den Urlaub fahren und dann langsam zum iQFoil (nächste Windsurfklasse für Paris 2024) wechseln.

Sébastien Schneiter & Lucien Cujean - 49er

Weniger erfolgreich war der 49er von Sébastien Schneiter und Lucien Cujean. Das Duo der Société Nautique de Genève konnte sich nicht für das Medal Race qualifizieren und beendet seine zweiten Spiele auf dem 14. Platz. Nach dem 13. Rang in Rio strebten Sébastien (25) und Lucien (31) in Tokio ein besseres Ergebnis an. In einigen Läufen vorne mit dabei, aber schliesslich mit zu vielen Fehlern, konnten sie dieses Ziel nicht erreichen.

Als einziges Schweizer Duo noch im Rennen sind Linda Fahrni und Maja Siegenthaler (Thunersee Yacht Club). Sie belegen aktuell den fünften Platz im Zwischenklassement bei den 470er Frauen. Es bleiben ihnen noch vier Qualifikationsläufe vor dem Medal Race am Mittwoch, 4. August, um 8.30 Uhr (Schweizer Zeit).

Sébastien Schneiter und Lucien Cujean : Wir wissen im Moment auch noch nicht, wo die Probleme während dieser Regatta lagen. Das müssen wir in aller Ruhe untersuchen. Bei diesen Bedingungen sind wir alle gleich stark und wir können uns glücklich schätzen, uns auf dem Wasser mit so talentierten Seglern messen zu dürfen. Alle waren in Bestform, es war schwierig, aus dem Feld auszureissen. Wir werden dies nun in aller Ruhe analysieren und nach diesen schwierigen Spielen nach vorne schauen! Die Olympischen Spiele sind eine besondere Regatta, wir haben zu Beginn Chancen verpasst und Fehler gemacht, die uns teuer zu stehen kamen. Es war heute sehr schwierig, das Wasser zu lesen. Wir haben eine Menge von diesen Olympischen Spielen lernen können und werden als Segler an dieser Erfahrung wachsen!

Maud Jayet - ILCA 6

Die 25-jährige Maud Jayet, die die Schweiz in der Bootsklasse ILCA 6 (ehemals Laser Radial) vertreten hat, beendet ihre ersten Olympischen Spiele als Neunzehnte (Ergebnisse). Es ist eine leicht getrübte Bilanz für die von Nathalie Brugger trainierte Seglerin. Für die anderen Athletinnen und Athleten des Swiss Sailing Teams (SST) sind die Spiele aber noch nicht beendet. So bestreitet Mateo Sanz Lanz morgen um 8.30 Uhr das Medal Race in der Windsurf-Klasse RS:X, während die anderen beiden Boote noch an Qualifikationsrennen teilnehmen.

In dem aus 44 Booten bestehenden Feld gelang Maud Jayet leider nicht die Qualifikation für das Medal Race, obwohl sie bei den zehn ausgetragenen Rennen einen Laufsieg erringen konnte. Bei den Europameisterschaften im Frühjahr hatte sie in derselben Disziplin Rang acht belegt.

Maud Jayet, die von der dreifachen Schweizer Olympiateilnehmerin Nathalie Brugger trainiert wird, ging für die Société Nautique de Genève und den Club Nautique de Pully an den Start.

Maud Jayet : Ich bin natürlich enttäuscht, weil ich seit einem Jahr bei den letzten Regatten nie aus den TOP 8 herausgefallen war. Ich habe den Eindruck, dass mir in dieser Woche – und auch heute noch – viele vermeidbare Fehler unterlaufen sind. Ich glaube, dass es mir bei meiner Ankunft hier an mentaler Frische gefehlt hat. Im Frühjahr war ich im Zusammenhang mit meiner Auswahlregatta unter grossem Druck. Meine Saison stand im Zeichen dieses Schlüsselrennens. Danach hatte ich einen Durchhänger, fühlte mich müde und hatte Mühe, mich zu motivieren. Bei der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele hat das nicht geholfen ... Ich werde aus diesen Fehlern lernen und die Lehren für Paris nutzen! Ich werde für Paris bereit sein und dort meine beste Leistung abrufen, das weiss ich. Jetzt werde ich erst einmal eine kleine Segelpause einlegen, um dann für Paris wieder bei null anzufangen.


Sechs ambitionierte Seglerinnen und Segler vertreten die Schweiz an den Spielen von Tokio

Das Swiss Olympic Sailing Team hat heute seine Ambitionen und seine Aufstellung für die Spiele von Tokio online vorgestellt. Die Spiele dürften auf logistischer Ebene zwar herausfordernd werden, doch das Wichtigste ist bestätigt: Es dürfen zehn Tage lang faire Rennen auf dem Wasser erwartet werden (siehe Wettkampfkalender unten). Swiss Olympic hat sechs Athletinnen und Athleten aus vier Bootsklassen als Mitglieder der Schweizer Delegation ausgewählt:

  • Maud Jayet (Société Nautique de Genève), Coach Nathalie Brugger – ILCA 6
  • Linda Fahrni und Maja Siegenthaler (Thunersee Yachtclub), Coach Toni Ripoll – 470er
  • Mateo Sanz Lanz (Gstaad Yacht Club), Coach Asier Fernandez – RS:X
  • Sébastien Schneiter und Lucien Cujean (Société Nautique de Genève), Coach Dave Evans – 49er

Mit Ausnahme von Maud Jayet, die ihre ersten Spiele bestreitet, haben alle anderen Athletinnen und Athleten bereits an den Spielen von Rio teilgenommen. Neben den anvisierten Olympischen Diplomen (Top-8-Platzierungen) geht es dem Swiss Sailing Team vor allem darum, trotz der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, mit denen die Athletinnen und Athleten konfrontiert sein werden, die bestmögliche Leistung zu erzielen. Denn ob Unterkunft, Transport oder Verpflegung: Alles ist nun anders, als das Team erwartet hatte, anders als an den Test Events und anders als das, was für die einzelnen Bedürfnisse massgeschneidert worden war. Seit über einem Jahr muss sich das Team immer wieder mit neuen Änderungen abfinden – folglich ist es für alle Situationen gewappnet.

Vor Ort werden die Athletinnen und Athleten von ihren Coaches und einem professionellen Stab betreut: von Tom Reulein (Team Leader), Marco Brunner (Team Support), Antonio Otero (Rules Advisor) und Philippe Marchand (Physiotherapeut). Marco Versari (Performance Data Analyst) und Sophia Urban (Kommunikation) werden das Team von der Schweiz aus unterstützen.

Die Wettkämpfe können per Tracking live verfolgt werden, einige werden von SRF und RTS übertragen. Das Swiss Sailing Team wird sich ausserdem mit einer täglichen Live-Schaltung aus Tokio melden: Die Sendezeit umfasst eine Analyse der Rennen des Tages, Interviews mit Segelexpertinnen und experten sowie Videos. Informationen zum Mediendispositiv finden Sie weiter unten.

Treffpunkt am 25. Juli zu den ersten Rennen vor Enoshima!

Die Stimmen von …

Linda Fahrni und Maja Siegenthaler – 470er: Die Abreise rückt mit Riesenschritten näher und wir stehen mitten in den letzten Vorbereitungen. Die Zeit rast und wir können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. An unseren ersten Olympischen Spielen in Rio 2016 konnten wir all das erleben, was diese Veranstaltung so einzigartig macht, von der Eröffnungsfeier über die Absclusszeremonie bis hin zum Olympischen Dorf. Diesmal wird alles anders sein, doch auch das wird eine einzigartige Erfahrung werden. Das Wichtigste ist ein guter, fairer Wettkampf.
Wir haben vor, uns auf die tägliche Routine, auf jedes Rennen und jede Welle zu konzentrieren und stets auf den Moment zu fokussieren. Das wird uns an unser Ziel – eine Top-8-Platzierung – führen!

Sébastien Schneiter und Lucien Cujean – 49er: Wir fühlen uns grossartig und haben das Gefühl, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben. In den letzten Wochen haben wir uns mental und physisch vorbereitet, insbesondere auch zusammen mit MotionLab, wo wir in einem heissen Fitnessraum unter den Bedingungen trainieren konnten, die wir in Tokio antreffen werden. Aber wir freuen uns natürlich ganz besonders auf den Moment, in dem wir dann «richtig» dort sind! Eine Olympia-Kampagne von vier Jahren ist an sich schon lang – doch jetzt, nach fünf Jahren, halten wir es wirklich kaum noch aus. Trotz aller Komplikationen und der Pandemie reisen wir dorthin, um zu segeln und das zu tun, was wir schon immer wollten: unser Bestes zu geben!

An diese Spiele gehen wir anders heran als an jene in Rio. Wir sind nicht mehr das gleiche junge Team. Unsere Ziele haben sich verändert. Natürlich träumen wir von einer Medaille, aber wir zählen nicht zu den Favoriten und wissen das auch. Ein Olympisches Diplom ist möglich, doch wir gehen als Aussenseiter ins Rennen. Wegen der Pandemie ist natürlich vieles anders als 2016. Die Stimmung wird nicht die gleiche sein – aber dennoch unvergesslich! Die Japaner werden sicher alles perfekt organisieren. Und das ist auch die Chance für einen Neuanfang nach der Pandemie!

Mateo Sanz Lanz – RS:X: So kurz vor der Abreise fühle ich mich eigentlich ganz gut. Meine Leistungen auf dem Wasser habe ich dank der Unterstützung meines tollen Teams verbessert. An Land arbeite ich weiterhin an meiner Fitness, insbesondere an der Ausdauer und zeitweise auch an der Maximalkraft. Je näher die Olympischen Spiele rücken, desto emotionaler werde ich. Gleichzeitig bleibe ich fokussiert, denn in Japan erwarten uns ganz besondere Bedingungen! Sie werden eine Herausforderung sein – aber wenigstens geht es diesbezüglich allen gleich. Wir werden sehr strenge Regeln befolgen müssen und die meiste Zeit in Isolation verbringen.

Maud Jayet – ILCA 6: Die Vorbereitungen der letzten Monate sind gut gelaufen und ich fühle mich nun bereit für meine ersten Olympischen Spiele. Die vielen Einschränkungen machen mir nicht wirklich Angst. Wir müssen nur einen guten Umgang finden mit der ganzen Zeit, die wir im Hotelzimmer verbringen werden, und dürfen es uns dort nicht allzu «gemütlich» machen, aber ansonsten sehe ich da keine Probleme für mich.

Es ist mein Ziel, um eine Medaille mitzukämpfen und so lange wie möglich im Wettkampf zu bleiben. Ich habe keine Lust, alle meine Chancen schon am ersten oder zweiten Tag zu vergeben. In der Vergangenheit ist mir das schon passiert. Ich muss also konstant bleiben und grobe Fehler vermeiden. Wir werden ja sehen, wo ich dann am Ende der Wettkämpfe stehe!

Tom Reulein – SST Teamchef: Wir alle haben in den vergangenen fünf Jahren unglaublich hart gearbeitet und ganz persönlich denke ich, dass wir das Beste aus der Coronazeit gemacht haben. Alle unsere Seglerinnen und Segler haben das Potenzial, mit einem Olympischen Diplom in die Schweiz zurückzukehren. Jede und jeder von ihnen wird sein persönliches Bestes geben, um im Kampf um einen Podestplatz mithalten zu können. Das Umfeld wird es uns nicht leicht machen, aber wir sind gut vorbereitet. Daher lautet unser Motto: ALL IN 4 Tokio2020!

Informationen für Medienschaffende

Während den Spielen ist Sophia Urban (+41 79 351 82 11) für die Medienarbeit des Swiss Sailing Teams zuständig. Sie wird zur Schweizer Zeit und zur japanischen Zeit erreichbar sein und sämtliche Medienanfragen koordinieren.

Swiss Sailing Team Tokyo LIVE talk : vom 22. Juli bis 5. August gibt es auf Facebook und YouTube täglich um 13 Uhr eine Live-Berichterstattung. Dort finden Sie eine Zusammenfassung der Rennen, Interviews mit den Athletinnen und Athleten sowie Analysen, sodass Sie von Ihrem Bildschirm aus mitten in den Wettkampf eintauchen können!

Aufgrund von Sponsoring-Bestimmungen wird die Website des Swiss Sailing Teams während der Olympischen Spiele nicht als Kommunikationskanal genutzt. Verfolgen Sie die News stattdessen auf dem eigens für die Olympischen Spiele erstellten Blog des SST. Dort finden sie täglich aktualisierte Informationen.

Fotos, Videos und News werden auf Facebook und Instagram publiziert.

Bilder in HD-Auflösung werden den Medien täglich online unter www.maxcomm-media.com zur Verfügung gestellt.

Zögern Sie nicht, Sophia zu kontaktieren, wenn Sie individuelle Interviewanfragen oder andere Wünsche haben. Für die Medien besteht auch die Möglichkeit, Videointerviews oder Tonaufnahmen durchzuführen.

Die Pressemappe können Sie hier herunterladen.


Einladung : Präsentation & Medienkonferenz Swiss Sailing Team

Wir laden Sie herzlich zu einer virtuellen Medienkonferenz am Donnerstag, 8. Juli 2021 ab 9h30. Wir freuen uns sehr, Ihnen im Rahmen dieser Medienkonferenz diejenigen Athlet*innen des Swiss Sailing Teams vorzustellen, welche die Schweiz an den Olympischen Sommerspielen in den Segelbewerben repräsentieren werden.
Folgende Athlet*innen haben sich qualifiziert:

Maud Jayet (Société Nautique de Genève) - Ilca 6
Linda Fahrni & Maja Siegenthaler (Thunersee Yachtclub) - 470
Mateo Sanz Lanz (Gstaad Yacht Club) - RS:X
Sébastien Schneiter & Lucien Cujean (Société Nautique de Genève) - 49er

Gerne teilen wir Ihnen am 8. Juli via Livestream die aktuellsten Informationen aus dem Team mit. Ebenfalls werden wir mit den selektionierten Athlet*innen verschiedene Interviews führen, welche Sie live auf Ihren Bildschirmen und damit bequem von zuhause aus mitverfolgen können.

Datum : Donnerstag, 8. Juli 2021
Uhrzeit : 09h30
Ausstrahlung : Facebook und YouTube Swiss Sailing Team (SST)
Teilnehmende : Maud Jayet, Linda Fahrni, Maja Siegenthaler, Sébastien Schneiter, Lucien Cujean, Mateo Sanz Lanz sowie Marc Oliver Knöpfel (CEO Swiss Sailing), Alex Schneiter (Verwaltungsrat SST), Tom Reulein (Teamchef SST) und Pierre-Yves Jorand (Selektionsausschuss SST).

Inhalt der Medienkonferenz/Team-Präsentation:
- Vorstellung der sechs Athleten und ihrer Ziele,
- aktuelle Informationen über die in Enoshima geltenden Gesundheitsmassnahmen,
- Interviews mit den Athlet*innen resp. Vertretern von Swiss Sailing Team/Swiss Sailing

Wichtig: Die Online-Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht nötig. Ebenfalls braucht es kein eigenes YouTube- oder Facebook-Konto, um auf den Live-Stream zugreifen zu können.

Information für Medienschaffende

Journalisten haben die Möglichkeit, den Athlet*innen oder Mitglieder des Swiss Sailing Teams nach der Medienkonferenz individuell Fragen zu stellen. Das Interview wird per Telefon oder Videokonferenz nach einem im Voraus festgelegten Zeitfenster organisiert.

Bitte kontaktieren Sie bei Interesse Sophia Urban und geben Sie an, welche Athlet*innen oder welches Teammitglied Sie interviewen möchten. Anschliessend geben wir Ihnen Ihr Zeitfenster resp. die Einwahlmöglichkeiten bekannt.


Selektionsreglement für die WS Youth Worlds ist online!

Die diesjährigen World Sailing Youth Worlds werden vom 11. bis 18. Dezember 2021 in Mussanah / Oman stattfinden.

Swiss Sailing Team hat hierfür ein Selektionsreglement mit den folgenden Kernpunkten veröffentlicht:

- das unterschriebene Selektionsreglement muss per Post bis zum 01.07.2021 bei SST eingereicht werden.
- der Selektionszeitraum erstreckt sich vom 25. Juni bis 5. November 2021. Es zählen alle Regattaergebnisse, aber es wird zwei Schwerpunktregatten pro Klasse definiert
- Jungen und Mädchen starten beim Kitesurfen in zwei separaten Wertungen
- im 420er ist neben einem Damenteam entweder ein reines Herrenteam oder ein gemischtes Team startberechtigt

Selektionsreglement


Bronze für Gauthier Verhulst bei den ILCA 7 U21 Europameisterschaften!

Lustica Bay in Montenegro war diese Woche Gastgeber der Junioren Europameisterschaften im ILCA 6 und ILCA 7 (früher Laser Radial und Standard). Für das Swiss Sailing Team war dies eine erfolgreiche Woche, so konnte sich Gauthier Verhulst (Gstaad Yacht Club / Cercle Nautique de Pully) erstmalig in seiner jungen Karriere die Bronzemedaille sichern! Als drittplatzierter Europäer in der U21-Wertung blickt der Absolvent der Spitzensport Rekrutenschule in der Schweizer Armee auf ereignisreiche Tage zurück.

"Die Woche lief sehr gut, ich war während der Regatta immer auf dem im Topfeld dabei. Wir kamen acht Tage vor dem Start an, um das Meisterschaftsrevier vorzubereiten. Mein grundsätzliches Ziel waren die Top 5. Ich war sehr zufrieden mit der Vorbereitung, die ich mit meinem Trainer Pim schon in den Wochen vor den Europameisterschaften gemacht habe, sowohl auf körperlicher als auch auf mentaler Ebene. Diese Medaille ist für mich eine Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin, dass ich seit ein paar Monaten mit meinem neuen Trainer richtig arbeite. Für die Zukunft werde ich meine Vorbereitung mit Trainingslagern im Sommer im Hinblick auf das nächste Ziel fortsetzen: die U21-Weltmeisterschaft in Gdynia Ende August."

Maxime Thommen wurde 41. in der Gold Fleet, Nick Zeltner Achter in der Silver Fleet.

ILCA 7 Ergebnisse

Auch die Mädchen waren in guter Form: Anja Von Allmen wurde sehr gute Fünfte und Rosine Baudet belegte den 13. Platz.

ILCA 6 Ergebnisse


Nach den Spielen ist vor den Spielen!

Alle Augen sind im Moment gespannt auf Tokyo 2020 gerichtet und schon bald können die Daumen für unsere Schweizer Olympiateilnehmer*Innen gedrückt werden!

Gleichzeitig haben im Hintergrund längst die Vorbereitungen für die nächsten Olympischen Spiele in Paris 2024 begonnen. Die Segelwettbewerbe finden dann in Marseille statt und das Swiss Sailing Team wird bereits im September 2021 den Betrieb seiner permanenten Trainingsbase im Yacht Club Point Rouge aufnehmen.

Nach dem Entscheid des IOC vom 10. Juni besteht nun auch Klarheit über die Events, das Equipment und das Format der Olympischen Regatta im Sommer 2024.

Deswegen ruft nun der Selektionsausschuss alle interessierten Athlet*Innen dazu auf, die Dossiers ihrer Olympiakampagnen bis zum 1.10.2021 bei SST einzureichen.

Diese Dossiers müssen alle Informationen über den sportlichen Werdegang und das Umfeld, die allgemeine Karriereplanung, die Projektorganisation, sowie realistische Ergebnisziele pro Saison und ein gesichertes Budget über die Jahre 2022-2024 beinhalten.

Der SST Selektionsausschuss wird die Dossiers bis zum 31.10.2021 prüfen und über eine Selektion in die entsprechenden SST Kader entscheiden.

Allgemeine Fragen zur SST Projektförderung sowie zu den Projektdossiers können per Email an den Teamchef Tom Reulein (tom.reulein@swiss-sailing-team.ch) gerichtet werden.


Die SST Talent Scout Camps 2021 finden statt

Das jährliche Highlight im Schweizer Nachwuchssegelsport - das Talentscout Camp - findet in diesem Jahr an zwei verschiedenen Locations und Terminen statt:

09.09. - 12.09.2021: Windsurf & Kite im Rahmen der Schweizer Meisterschaft in Silvaplana

30.09. - 03.10.2021: 29er, Nacra15, 420 und Laser Radial im Nationalen Leistungszentrum in Lausanne

Anlässlich dieser beiden Veranstaltungen werden die Mitglieder des SST Talentpool 2022 auf Basis des publizierten Selektionsreglements ausgewählt.

Wie bereits im letzten Jahr wird für die Optimisten kein Talentscout Camp veranstaltet.

Die Talent Scout Camps werden unter strenger Beachtung der dann gültigen Covid-19 Schutzkonzepten durchgeführt.
SST Teamchef Tom Reulein : « Das SST Talent Scout Camp hat eine sehr lange Tradition und ein hohes Ansehen in der Schweizer Nachwuchssegelszene und wir freuen uns darauf, das Event bereits zum zweiten Mal in unserem Nationalen Leistungszentrum in Lausanne zu organisieren! Die Infrastruktur dort ist einfach perfekt und letztes Jahr gab es auch genügend Wind, um mit allen Klassen aufs Wasser zu gehen. Dieses Jahr haben wir uns aber entschieden, das Talent Scout Camp im Windsurfen und Kitesurfen während der Schweizer Meisterschaft in Silvaplana durchzuführen. Der Silvaplana See ist ja bekanntermassen der HOT SPOT für die Foiler in der Schweiz ist. Ich persönlich freue mich darauf, die talentiertesten Nachwuchssportler beobachten zu können, die in diesen Tagen ihr Bestes geben! Auf alle Fälle werden wir eine großartige Leistungsatmosphäre erleben!»

NLZ Projektentwickler Marco Versari: « Als Verantwortlicher für die Entwicklung des Nationalen Leistungszentrum Segeln hier in Lausanne bin ich sehr stolz, dass SST schon zum zweiten Mal mit dem Talent Scout Camp an den Genfer See kommt. Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Service Sportive Universitaire haben wir schon einige Verbesserungen gegenüber 2020 ins Auge gefasst. Und was den Wind angeht, gab es hier im April und Mai traumhafte Segelbedingungen, ich hoffe, dass das im Oktober dann auch so ist!»


Maud Jayet erfüllt die persönlichen Selektionskriterien von Swiss Olympic

Die Waadtländer Seglerin Maud Jayet hat an diesem Wochenende die Selektionskriterien von Swiss Olympic erfüllt. Bei dem European Qualifikationsevent in Vilamoura (POR) war ein Ergebnis unter den TOP 12 gefordert; Maud wurde Achte. Nachdem sie an der WM 2018 in Aarhus den Nationenstartplatz für die Schweiz erreicht hat, erfüllt sie damit das zweite geforderte Kriterium. Sie ist nun für Tokio 2021 qualifiziert; der endgültige Entscheid über die Selektion von Maud Jayet obliegt aber Swiss Olympic und kann in den nächsten Tagen erwartet werden.

Ergebnisse

Die 25-jährige Seglerin, die für die Société Nautique de Genève sowie den Club Nautique de Pully an den Start geht, wird von SST Nationaltrainerin Nathalie Brugger aus Fribourg betreut. Nathalie hat bereits selbst an drei Olympischen Spielen teilgenommen und zwei Diplome gewonnen.

Maud Jayet blickt überwiegend zufrieden auf die Regatta zurück: "Die Woche hat für mich sehr gut begonnen, mit Topergebnissen. Die letzten Tage waren schwieriger für mich, vor allem wegen des sehr starken Windes und der großen Wellen. Ich bin ein bisschen enttäuscht von meinem letzten Tag, der mich vom vierten auf den achten Gesamtplatz fallen ließ. Ich lasse den Frust hinter mir und bin jetzt voll auf die Spiele fokussiert! Ich bin für ein paar Tage wieder zu Hause und werde im Mai wieder nach Vilamoura fahren, um zu trainieren. Der Rest des Programms ist noch unklar, wir wissen nicht, wann wir nach Japan fliegen können, um im Olympiarevier zu trainieren, aber ich hoffe, das Programm wird bald klarer! "

Swiss Sailing Teamleiter Tom Reulein unterstreicht die hervorragende Leistung von Maud: "Ich freue mich sehr für Maud und Nathalie, das zeigt, wie gut ihre Zusammenarbeit funktioniert. Seit Maud die Schweiz 2018 qualifiziert hat, wurde viel Arbeit investiert und das zahlt sich jetzt gerade rechtzeitig vor den Spielen aus. Wenn die beiden weiterhin so konzentriert an den letzten Details arbeiten, wird Maud zum erweiterten Favoritenkreis in ihrer Klasse gehören, die in Tokio das Podium anpeilen können. "

Bei den Herren schaffte es bei der Regatta in Vilamoura keiner der fünf Männer, die Schweiz für die Spiele zu qualifizieren. Das beste Ergebnis erzielte Eliot Merceron (Gstaad Yacht Club) mit Platz 25.

Update zu den Qualifikationen für Tokio

49er Schneiter Cujean: haben den Nationenstartplatz für die Schweiz bei den Weltmeisterschaften 2018 in Aarhus erreicht und erfüllten die persönlichen Kriterien bei den Weltmeisterschaften in Geelong AUS im Februar 2020.
RS:X Mateo Sanz Lanz: sicherte den Nationenstartplatz bei den RS:X Worlds 2019 und erfüllte die persönlichen Kriterien beim Enoshima Test Event im August 2019.
470M Fahrni/Siegenthaler: erhielten den Nationenstartplatz über eine Reallocation und erfüllten die persönlichen Kriterien bei den 470er-Weltmeisterschaften in Vilamoura (POR) im März 2021.
ILCA 6 (Laser Radial) Maud Jayet: qualifizierte die Nation bei den Aarhus Worlds 2018 und erfüllte die persönlichen Kriterien bei der European Continental Qualifikationsregatta in Vilamoura (POR) im April 2021.
Finn Nils Theuninck: muss noch sowohl den Nationenstartplatz für die Schweiz als auch das persönlichen TOP 12 Selektionskriterium an den Finn Worlds im Mai 2021 in Porto (POR) erfüllen.
ILCA 7 (Laser Standard) Eliot Merceron: verpasste die Qualifikation bei der European Continental Qualifikationsregatta in Vilamoura (POR) im April 2021.
470M Wagen/Siegwart: verpasste die Qualifikation an der 470er-Weltmeisterschaften in Vilamoura (POR) im März 2021.


Historische Medaille für die Schweiz bei der Finn-Europameisterschaft

Nils Theuninck hat bei der Finn-Europameisterschaft letzte Woche in Vilamoura (Portugal) eine aussergewöhnliche Leistung vollbracht: Er wurde Dritter und brachte damit eine historische Bronzemedaille nach Hause. Das letzte Mal, dass die Schweiz in dieser Disziplin auf diesem Niveau eine Medaille gewann, ist dreißig Jahre her!

Der 24-jährige Waadtländer Segler, Mitglied im Gstaad Yacht Club und im Club Nautique de Pully zeigte sich wenige Tage vor der entscheidenden Regatta für die Olympia-Qualifikation in Bestform. Die Finn-Weltmeisterschaft findet nämlich vom 3. bis 12. Mai in Porto (Portugal) statt und ist die letzte Chance, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Dafür muss er sich als beste Europäische Nation platzieren, welche noch nicht für Tokio qualifiziert ist. Die persönliche Bestätigungsleistung TOP 12 gerät unwichtig zu werden, da der Hauptkonkurrent von Nils Theuninck, der spanische U23 Europameister Joan Cardona, einen hervorragenden 4. Platz belegte.

Nils Theuninck blickt auf seine Leistung zurück: "Diese Regatta war ein sehr gutes Training für die kommenden Weltmeisterschaften. Ich bin sehr zufrieden damit, wie es gelaufen ist. Der Anfang war ziemlich schwierig, aber danach konnte ich besser segeln. Der Sieg im letzten Rennen zeigt, dass ich auch unter Druck eine gute Leistung erbringen kann, das macht mich sehr zuversichtlich. Ich werde mich jetzt ein paar Tage ausruhen, bevor ich das Training für die Weltmeisterschaft wieder aufnehme."

Diese Medaille ist keine Einzelleistung, sondern das Ergebnis einer intensiven Teamarbeit. Trainer Mikael Lundh: "Diese Medaille kommt nach einem langen Weg voller Reflexion und Aufopferung. Nach einer großen Enttäuschung im Jahr 2019 haben wir geduldig an den Schwächen gearbeitet, um sie in Stärken zu verwandeln. Auch das Swiss Sailing Team hat Nils unterstützt, konsequent zu arbeiten und ihn bestmöglich vorzubereiten. Nils hat gelernt, sich für gute Leistungen aufzuopfern, was ihm zum Erfolg verhelfen wird! "

Ergebnisse

Diese Woche stehen die Laserseglerinnen und -segler des Swiss Sailing Teams im Rampenlicht, wieder in Vilamoura. So wird Maud Jayet, die den nationalen Platz bereits in der Tasche hat, die TOP 12 anpeilen, um die persönlichen Selektionskriterien von Swiss Olympic zu erfüllen, während bei den Männern noch die nationale Quote erreicht werden muss. Einer der Schweizer Lasersegler muss den ersten oder zweiten Platz unter den europäischen Nationen belegen, welche noch nicht für Tokio qualifiziert ist.

Ergebnisse folgen hier.


Newsletter 2

Die Olympischen Spiele finden statt - die Spannung steigt!

Das IOC und Tokyo2020 arbeiten auf Hochtouren, um im Sommer sichere Spiele veranstalten zu können. Aber eines ist jetzt schon klar: es werden aussergewöhnliche Spiele werden! Das Swiss Sailing Team bereitet sich in enger Zusammenarbeit mit unserer Partnerklinik La Tour und Teamarzt Dr. Per Mahler sowie Sportpsychologe Jörg Wetzel akribisch auf diese speziellen Umstände in Tokio vor. Und das erfolgreich, wie jüngst die Selektion von Linda Fahrni und Maja Siegenthaler durch Swiss Olympic bewiesen hat. Für die verbleibenden SST Teams wie auch für viele anderen Nationen hat nun die finale Qualifikationsphase begonnen und es geht um Alles oder Nichts! Die Atmosphäre im Olympiazirkus ist dementsprechend heiss...

Drücken Sie unseren Seglerinnen und Seglern die Daumen!

ALL-IN-4-TOKYO

Linda Fahrni und Maja Siegenthaler für die Olympischen Spiele in Tokio selektioniert!

Die Selektionskommission von Swiss Olympic hat das Segelteam Linda Fahrni / Maja Siegenthaler für die Olympischen Sommerspiele in Tokio selektioniert! Die beiden Seglerinnen des Thunersee Yachtclubs (TYC) nehmen somit zum zweiten Mal an Olympischen Spielen teil und schliessen sich den bereits selektionierten 49er-Duo Schneiter/Cujean und Windsurfer Sanz Lanz an.

Die offizielle Presseerklärung von Swiss Olympic finden Sie hier.

Linda Fahrni, Steuerfrau: "Es ist gut, dass die Selektion nun offiziell ist, aber für mich war der große Moment ein paar Tage nach der WM, als ich merkte, dass wir einen guten Job gemacht und die persönlichen Kriterien von Swiss Olympic erfüllt haben. Tokio wird ganz anders sein als Rio. Es ist wirklich etwas Besonderes wegen Covid. Noch wissen wir nicht, wie es genau sein wird, ich bereite mich mental darauf vor, auf alles vorbereitet zu sein... Am Ende des Tages ist Segeln immer noch Segeln, wenn wir auf dem Wasser sind, ist Covid weit weg! "

Maja Siegenthaler, Vorschoterin: "Es ist ein tolles Gefühl, endlich zu wissen, dass wir bei den Olympischen Spielen in Tokio dabei sind und für unseren Traum kämpfen werden! Die Reise dauerte länger als erwartet, aber sie war es wert. Im Moment bereiten wir uns auf die Europameisterschaft in Vilamoura, Portugal, vor. "

What`s next?..die bevorstehenden Regatten und Qualifikationschancen

Aufgrund der Pandemie mussten die beiden wichtigsten Frühjahrsregatten, die Trofeo Princesa Sofia in Palma de Mallorca und die Semaine Olympique Française in Hyères abgesagt werden. An zwei der entsprechenden Ersatzveranstaltungen in Portugal, bieten sich den Athleten des Swiss Sailing Teams, welche ihre Olympiaselektion noch nicht abgeschlossen haben, eine allerletzte Qualifikationschance. Aber auch die Regatten ohne Selektionsmöglichkeit sind willkommene Gelegenheiten, um wieder einmal in den «Racing Mode» zu schalten und eine Standortbestimmung machen zu können.

- 10. - 16. April: Europameisterschaft Finn, Vilamoura (POR).
- 17. - 24. April: European Qualification Event Laser Vilamoura (POR). Ziel für Maud Jayet: TOP12 als persönliches Bestätigungskriterium. Ziel für Eliot Merceron: Nationen Startplatz für die Schweiz und TOP 12 (persönliches Bestätigungskriterium
- 21.-27. April: RS:X Weltmeisterschaft Cadiz (ESP) - Mateo Sanz Lanz bereits qualifiziert
- 30. April - 7. Mai: 470er-Europameisterschaft, Vilamoura (POR) - Fahrni/Siegenthaler bereits qualifiziert. Wagen/Siegwart mit Ziel TOP12
- 3. - 12. Mai: Weltmeisterschaft Finn, Porto (POR) Ziel für Nils Theuninck: Nationen Startplatz für die Schweiz und TOP 12 (persönliches Bestätigungskriterium.

Nils Theunick ist N°1 in der World Sailing Weltrangliste

World Sailing führt auf seiner Webseite für jede Olympische Segeldisziplin eine stets aktualisierte Weltrangliste. Diese Woche hat Nils Theuninck die Führung in der Finn-Weltrangliste übernommen – Gratulation an den Athleten des Gstaad Yacht Clubs! Mit dem 49er-Duo Schneiter Cujean (SNG) auf Platz 5 und Radialseglerin Maud Jayet (SNG) auf Platz 6 liegen somit insgesamt drei SST Teams unter den TOP 10 der Welt!

Die Weltranglisten sind hier verfügbar.

Der SST Newsroom ist online!

Während der Olympischen Spiele sind die Einschränkungen in Bezug auf Kommunikation und Werbung sehr streng. Nach den Vorgaben von Swiss Olympic dürfen wir nicht auf der aktuellen Website des Swiss Sailing Teams kommunizieren. Deshalb haben wir für die aktuelle Berichterstattung eine neue Plattform eingerichtet, die ab sofort bis Ende des Sommers genutzt wird. Im Newsroom werden Nachrichten von SST, von Teams und Athleten, aber auch Posts aus sozialen Netzwerke von Tokyo2020 und Swiss Olympic veröffentlicht. Dadurch sind sie jederzeit bestens informiert und können Abenteuer Olympische Spiele in Tokio hautnah verfolgen.

Hier geht`s zum SST Newsroom: https://www.swiss-sailing-team.ch/newsroom/

Hôpital de La Tour: wertvoller Partner in Zeiten der Pandemie

Seit rund einem Jahr ist Teamarzt Dr. Per Mahler ein äusserst gefragter Mann. Durch die Partnerschaft mit der Klinik Hôpital de la Tour in Genf profitiert das Swiss Sailing Team (SST) von der erstklassigen Betreuung des Experten. Krisenmanagement, Prognosen, Beratungen – Tom Reulein und Marco Versari stehen im ständigen Austausch mit dem Teamarzt, um die schwierige Pandemielage bestmöglich zu meistern. «Ich erhalte regelmässig Anfragen von den Seglern, welche Vorschriften für einzelne Länder und welche Ausnahmen für Elite-Sportler im Hinblick auf die Quarantänemassgaben gelten. »

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SST Headcoach Toni Otero im Interview

Toni Otero ist der neue Headcoach des Swiss Sailing Team. Seit Anfang des Jahres zeichnet der erfahrene Segler und erfolgreiche Trainer aus Spanien, der in der Bretagne lebt, für die eidgenössischen Seglerinnen und Segler verantwortlich. Im Interview erzählt er von seinen ersten Eindrücken mit dem Team.

Wie sind die ersten Trainingseinheiten mit dem Team verlaufen?

Bis jetzt war es sehr intensiv. Ich wurde von allen sehr herzlich empfangen – von Athleten, Trainern und Betreuern. Die Arbeitsbedingungen sind exzellent. Jeder Tag, den wir gemeinsam mit dem Trainerteam sowie den Seglerinnen und Seglern auf dem und ausserhalb des Wassers verbracht haben, war äusserst produktiv und interessant.

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Linda Fahrni und Maja Siegenthaler zum zweiten Mal an Olympischen Spielen dabei

Die Selektionskommission von Swiss Olympic hat das Segelteam Linda Fahrni / Maja Siegenthaler für die Olympischen Sommerspiele in Tokio selektioniert. Die Berner Oberländerinnen stehen somit vor ihrer zweiten Olympiateilnahme.

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Foto : Rio 2016 ©Juerg Kaufman


SST Headcoach Toni Otero im Interview

Toni Otero ist der neue Headcoach des Swiss Sailing Team. Seit Anfang des Jahres zeichnet der erfahrene Segler und erfolgreiche Trainer aus Spanien, der in der Bretagne lebt, für die eidgenössischen Seglerinnen und Segler verantwortlich. Im Interview erzählt er von seinen ersten Eindrücken mit dem Team.

Wie sind die ersten Trainingseinheiten mit dem Team verlaufen?

Bis jetzt war es sehr intensiv. Ich wurde von allen sehr herzlich empfangen – von Athleten, Trainern und Betreuern. Die Arbeitsbedingungen sind exzellent. Jeder Tag, den wir gemeinsam mit dem Trainerteam sowie den Seglerinnen und Seglern auf dem und ausserhalb des Wassers verbracht haben, war äusserst produktiv und interessant.

Wie sieht die Arbeit als Cheftrainer bisher aus?

Mein vorrangiges Ziel ist es, unsere Teams zu unterstützen und leistungsmässig zu verbessern. Weiterhin geht es in der Zusammenarbeit mit Trainerstab und Athleten darum, die Qualität der täglichen Arbeit weiter zu steigern, die Lernkurve zu verbessern und gemeinsam Strategien, Werkzeuge und Systeme zu entwickeln, um sie auf die nächste Leistungsstufe zu heben.

Was ist das vorrangige Ziel bis zu den Olympischen Spielen?

In den kommenden Monaten wollen wir die Qualifikation für drei weitere Klassen (470M, Finn und Laser Standard) schaffen, sodass es vorrangig darum geht, die jeweilige Olympianorm zu knacken. Im Hinblick auf die Spiele träumen wir von der ersten Schweizer Olympiamedaille im Segeln seit 1968. Dafür arbeiten wir hart.

Wir wissen, dass es keine leichte Aufgabe wird, da es niemand aus unseren Reihen gewohnt ist, bei grossen Meisterschaften und Regatten auf dem Podium zu stehen. Uns bleiben nur noch wenige Monate bis zu den Spielen, aber wir werden die verbleibende Zeit optimal nutzen, um bestmöglich vorbereitet an den Start zu gehen. Gleichzeitig legen wir bereits den Grundstein für die Olympischen Spiele 2024 und die Olympischen Segelwettkämpfe in Marseille.

Welche Stärken konnte der neue Headcoach beim SST bis dato ausmachen?

Wir haben sehr viel Talent in unseren Reihen – sowohl bei den Seglerinnen und Seglern als auch im Trainerstab. Darüber hinaus gefallen mir die Einstellung, die Disziplin bei der Arbeit, der starke Teamgeist und die grossartige Unterstützung.


Linda Fahrni und Maja Siegenthaler erfüllen Olympianorm

Linda Fahrni und Maja Siegenthaler (Thunersee Yacht Club) haben bei den Weltmeisterschaften der 470er-Klasse im portugiesischen Vilamoura den elften Platz belegt. In Begleitung ihres Trainers Toni Ripoll und des Schweizer Headcoaches Toni Otero haben sie damit die persönlichen Kriterien für die Olympiaqualifikation erfüllt. Als Selektionskriterium hatte Swiss Olympic dafür eine Platzierung unter den Top 12 gefordert. Nachdem die beiden Damen die Qualifikation ihrer Klasse bereits gesichert hatten, können sie nun vom Selektionsausschuss des Swiss Sailing Team bis Ende März gegenüber Swiss Olympic für eine Selektion vorgeschlagen werden.

Auch bei den Herren ging es um viel: Beide Boote sollten bei den Weltmeisterschaften den Schweizer Startplatz für Tokio sichern. Um das Olympiaticket zu buchen, musste die Schweiz bestes noch nicht für Olympia qualifiziertes europäisches Team werden. Leider verfehlten Wagen/Siegwart (CNP/CNM) als 14. und Mermod/Schüpach (TYC) als 18. dieses Ziel. Am Ende wurde die Schweiz drittbestes noch nicht für Tokio qualifiziertes europäisches Team hinter Portugal und Ungarn.

Die Ergebnisse der WM sind unter folgendem Link abrufbar: https://2021worlds.470.org/en/default/races/race-resultsall

In Vilamoura fanden in der vergangenen Woche auch die Europameisterschaften in der Klasse RS:X statt. Dabei wurde der bereits für Tokio qualifizierte Mateo Sanz Lanz (Gstaad Yacht Club) am Ende Zehnter. Die Ergebnisse sind unter folgendem Link abrufbar: http://vilamourasailing.sailti.com/en/default/races/race-resultsall/text/2021-rs-x-windsurfing-european-and-youth-european-championships-open-trophy-en/menuaction/index

Wichtige Neuigkeiten gibt es auch hinsichtlich des weiteren Programms des Swiss Sailing Team: Mit der Semaine Olympique in Hyères (Frankreich) und der Trofeo Princesa Sofia in Palma de Mallorca (Spanien) wurden die beiden wichtigsten Frühjahrsregatten für verschiedene Bootsklassen abgesagt. Stattdessen sollen klassenspezifische kleinere Regatten durchgeführt werden, wobei Termine und Orte noch offen sind. In diesen Regatten haben die Schweizer Seglerinnen und Segler letztmalig die Chance, die Qualifikations- und Selektionskriterien für Olympia noch zu erfüllen.

Linda Fahrni, Steuerfrau: Langsam realisiere ich, dass wir die Selektionskriterien erfüllt haben. Auch wenn wir enttäuscht sind, das Medal Race am letzten Wettkampftag verpasst zu haben, bin ich überglücklich, dass wir uns nun voll auf Olympia konzentrieren können. Nach einer anstrengenden Wintervorbereitung und der intensiven WM legen wir eine zweiwöchige Pause ein, um unsere Akkus wiederaufzuladen. Danach geht es zurück aufs Wasser. Leider wissen wir noch nicht wo, da sich die Dinge ständig ändern. Doch wir sind mit unserer Logistik flexibel aufgestellt, um kurzfristig die bestmögliche Option für uns ziehen zu können. Bis zu den Olympischen Spielen sind es nur noch vier Monate und die wollen wir optimal nutzen.

Maja Siegenthaler, Vorschoterin: Das Ergebnis hat zwei Seiten. Einerseits sind wir sehr glücklich, dass wir uns endgültig für die Spiele qualifiziert haben. Andererseits sind wir enttäuscht, dass wir nicht um die Medaillen mitsegeln konnten. Ich denke, wir haben in dieser Woche sehr gute Leistungen abgerufen. Es hat wirklich nicht viel gefehlt, um ganz vorne dabei zu sein.

  • Stand der Olympia-Qualifikation im Überblick:
    49er (Schneiter/Cujean): Das Duo erfüllte bei der WM 2018 in Aarhus die Nationenquote und erreichte bei den Weltmeisterschaften im Februar 2020 im australischen Geelong auch die persönliche Bestätigungsleistung.
  • RS:X (Mateo Sanz Lanz): Er sicherte die Nationenqualifikation bei den Weltmeisterschaften 2019 und erfüllte die persönlichen Kriterien beim Test Event in Enoshima im August 2019.
  • 470M (Fahrni/Siegenthaler): Das Duo erreichte einen Quotenplatz für die Schweiz (Reallocation) und erfüllte die persönlichen Kriterien bei der 470er-WM im portugiesischen Vilamoura im März 2021.
  • Laser Radial (Maud Jayet): Nach Erreichen des Nationenstartplatzes bei der WM 2018 in Aarhus müssen die persönlichen Kriterien noch erfüllt werden.
  • 470M (Wagen/Siegwart): Das Duo hat den Nationenstartplatz bei der 470er-WM im portugiesischen Vilamoura im März 2021 verpasst.
  • Finn (Nils Theuninck): Sowohl die Nationenqualifikation als auch das Erfüllen der persönlichen Bestätigungsleistung stehen noch aus.
  • Laser Standard (Eliot Merceron): Sowohl die Nationenqualifikation als auch das Erfüllen der persönlichen Bestätigungsleistung stehen noch aus.

Hôpital de La Tour: wertvoller Partner in Zeiten der Pandemie

Seit rund einem Jahr ist Teamarzt Dr. Per Mahler ein äusserst gefragter Mann. Durch die Partnerschaft mit der Klinik Hôpital de la Tour in Genf profitiert das Swiss Sailing Team (SST) von der erstklassigen Betreuung des Experten. Krisenmanagement, Prognosen, Beratungen – Tom Reulein und Marco Versari stehen im ständigen Austausch mit dem Teamarzt, um die schwierige Pandemielage bestmöglich zu meistern. «Ich erhalte regelmässig Anfragen von den Seglern, welche Vorschriften für einzelne Länder und welche Ausnahmen für Elite-Sportler im Hinblick auf die Quarantänemassgaben gelten. Manchmal ergeben sich auch komplexere Fragestellungen, zum Beispiel wenn es um Testungen und Auslandsreisen geht. Für mich besteht die grösste Herausforderung aktuell darin, Ordnung in die Fülle an Informationen zu bringen, die gegenwärtig im Umlauf sind. Meine Aufgabe ist es dann, einfache, verständliche und relevante Informationen für die Seglerinnen und Segler bereitzustellen, die ihnen das Leben erleichtern und das Risiko falscher Einschätzungen minimieren.»

Der Mediziner des Hôpital de La Tour steht dem SST während der Pandemie stets mit Rat und Tat zur Seite: «Unsere Hinweise und Ratschläge für das SST unterscheiden sich im Grunde genommen nicht von denen für die Öffentlichkeit. Doch wir versuchen, den Fokus auf bestimmte grundlegende Aspekte zu richten. Beispielsweise achten wir auf ein gutes Verständnis der Infektionsmechanismen und wie man sich vor einer Ansteckung schützen kann. Vor diesem Hintergrund tragen alle Athletinnen und Athleten eine sehr grosse Verantwortung. Das ist angesichts der Dauer dieser Pandemie und den vielen Unwägbarkeiten nicht immer einfach.»

Auf den Verlauf der Pandemie und die Auswirkungen auf den Sport angesprochen, erläutert der SST-Teamarzt: «Unter Fachleuten besteht Konsens darüber, dass das Coronavirus auf unserem Planeten endemisch werden wird. Das bedeutet, dass das Virus in regelmässigen Intervallen wiederkehrt, wobei die Hoffnung besteht, dass es mit jedem Mal etwas an Schrecken verliert. Das bedeutet aber auch, dass wir unsere Schutzmechanismen weiter aufrechterhalten und so schnell wie möglich mit den Impfungen voranschreiten müssen. Weiterhin kann es notwendig werden, unsere Impfstoffe zukünftig an verschiedene Virusvarianten anzupassen. Das könnte für einen gewissen Zeitraum leider auch Auswirkungen auf unsere Reisemöglichkeiten, unsere Bewegungsfreiheit und die Ausrichtung von Sportveranstaltungen haben.»

Wir bedanken uns bei Dr. Per Mahler und dem Hôpital de La Tour für die Unterstützung!

 


Im Fokus: 470er-WM und Olympiaqualifikation

In wenigen Tagen gehen unsere drei Teams bei der 470er-WM im portugiesischen Vilamoura an den Start. Neben dem Kampf um WM-Medaillen geht es beim ersten Höhepunkt des Jahres für unsere Seglerinnen und Segler auch um die Olympiaqualifikation. Bei den Frauen visiert das Duo Linda Fahrni und Maja Siegenthaler eine Platzierung unter den Top 12 an, um ihr persönliches Punktekonto weiter zu füllen und die Olympianorm zu erreichen. Bei den Männern kämpfen die Teams Wagen/Siegwart und Mermod/Schüpbach noch um den Nationenstartplatz bei den 470er-Seglern. Die Aufgabe: bestes noch nicht für Olympia qualifiziertes europäisches Team zu werden.

Die Ziele:

Fahrni/Siegenthaler: Unser Ziel bei den Weltmeisterschaften ist eine Platzierung unter den Top 12, damit wir die Schweizer Olympianorm erfüllen. Wir wollen uns aber nicht zu sehr darauf versteifen, weil wir eigentlich noch besser sein können. Daher schauen wir einfach von Rennen zu Rennen und am Ende der Woche werden wir sehen, was dabei herausgekommen ist. Jedenfalls können wir es kaum erwarten, wieder einen grossen Segelwettkampf zu bestreiten!

Wagen/Siegwart: Wir fühlen uns wirklich gut und sind mit der Arbeit in diesem zusätzlichen Vorbereitungsjahr zufrieden. Wir sind für eine Woche in die Schweiz zurückgekehrt, um die Akkus wieder aufzuladen. Jetzt konzentrieren wir uns aber voll und ganz auf die WM.

Das Ziel ist klar: Wir wollen das Nationenticket für die Schweiz holen! Dazu müssen wir das beste bisher noch nicht für Olympia qualifizierte Team werden. Zwölf Nationen haben ihr Ticket für Tokio bereits gelöst. Neben uns kämpfen noch einige andere Teams um den verbliebenen europäischen Startplatz: GER, ISR, HUN, POR, AUT. Diese Nationen gilt es zu schlagen!

Mermod/Schüpbach: Wichtigstes Ziel ist die Schweizer Olympiaqualifikation. Wir wissen, dass uns ein schwieriger Wettkampf gegen die anderen Nationen erwartet. Doch die Chance ist da und wir werden versuchen, sie bestmöglich und intelligent zu nutzen.
Zur Vorbereitung auf die WM nehmen die Teams in dieser Woche am Portugal Grand Prix teil. Die Ergebnisse sind hier abrufbar.

Aktuelle Ergebnisse und Nachrichten zur WM gibt es auf der offiziellen Website: https://2021worlds.470.org/en/default/races/race


Selektionskonzept Segeln für die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen Tokyo 2020

Sollten aufgrund von COVID-19 die unter Pkt. 4.2 erwähnten Qualifikationsvoraussetzungen im Jahr 2021 ändern, behält sich der Verband in Absprache mit Swiss Olympic das Recht vor, die Hauptkriterien anzupassen.

«Sofern es zu einer Absage eines Bestätigungswettkampfes kommt, wird dieser nicht durch einen Alternativwettkampf ersetzt. In diesem Fall wird der SST Selektionsausschuss aufgrund der Zusatzkriterien (vgl. Punkt 4.3) alle Leistungen und Ergebnisse bis zum Ende des Selektionszeitraums (bis 29.06.2021) berücksichtigen, um eine Selektionsantrag gegenüber Swiss Olympic zu begründen. Als Massstab für die Beurteilung gemäss den Zusatzkriterien (4.3) gilt nach wie vor der Leistungsnachweis eines Top-12-Levels.»

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Newsletter 1

Ein aussergewöhliches Olympiajahr 2021 steht bevor. Athleten und Coaches haben nach einer kurzen Weihnachtspause wieder mit dem intensiven Wassertraining in Vilamoura (POR) und Lanzarote (ESP) begonnen. Ab dem 26. Juli kämpfen dann die selektionierten Olympiaseglerinnen und -segler in Enoshima, Japan um Medaillen und Diplome. Davor müssen sich Kilian Wagen / Gregoire Siegwart (470M), Eliot Merceron (Standard) und Nils Theuninck (Finn) allerdings noch ihr Olympiaticket ersegeln. Mit nur einem TOP 12 Ergebnis in Palma könnten die 470er Damen Fahrni/Siegenthaler sowie Radialseglerin Maud Jayet ihre Olympiaselektion komplett machen. Bereits fix selektioniert sind das 49er Team Schneiter / Cujean sowie Windsurfer Mateo Sanz Lanz.

Mit der weltweite Verbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen im Trainings- und Wettkampalltag müssen aber grosse Herausforderungen gemeistert werden. «Die Spiele werden stattfinden und Stand heute sind wir gut vorbereitet, um auch unter den gegebenen speziellen Umständen unseren Athleten und Coaches bestmöglichste Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Olympiateilnahme zu bieten. Wir arbeiten sehr eng mit unserem Teamarzt Dr. Per Mahler von der Klinik La Tour in Genf sowie Swiss Olympic und World Sailing zusammen, um die Gesundheit unserer Teammitglieder zu schützen. Das Extrajahr war eine riesige Chance für uns und wir haben diese genutzt. Das Leistungsniveau unserer Teams war noch nie so hoch wie jetzt » äusserte sich Tom Reulein zuversichtlich

Rückenwind für das Projekt Nationales Leistungszentrum Lausanne

Marco Versari, langjähriger Chef Nachwuchs von SST und Swiss Sailing ist mit einer neuen Aufgabe betraut worden: Als Head of NLZ Development zeichnet er ab sofort für den Aufbau des Nationalen Leistungszentrums in Lausanne verantwortlich. Das Projekt, welches im letzten Sommer gemeinsam mit der UNIL und EPFL gestartet wurde und am Centre Sport d`Dorigny in Lausanne beheimatet ist, soll zur neue Anlaufstelle für die besten Schweizer Seglerinnen und Seglern entwickelt werden.

"Wir starten mit diesem Projekt genauso wie ich in 2012 mit dem Aufbau des Nachwuchsprogramms für SST begonnen habe - mit einem weissen unbeschriebenen Blatt", sagt Marco sehr enthusiastisch. «Es ist der Beginn einer neuen Zeitrechnung, vor allem wenn ich mir vor Augen führe, was wir bis heute schon erreicht haben. Für dieses Projekt arbeiten zu dürfen ist für mich ein echtes Privileg, weil ich auf der einen Seite im wissenschaftlichen und innovativen Umfeld der Universität Lausanne und der EPFL zum Wohle des Segelsports unterwegs bin. Auf der anderen Seite bin ich auch weiterhin viel mit den Seglerinnen und Segler in Kontakt, welche ich schon die letzten 10 Jahre betreut habe. Die Services, welche wir in den nächsten Jahren am Nationalen Leistungszentrum anbieten werden, komplettieren die Athletenunterstützung seitens SST, sodass wir am Ende ein ziemlich leistungsstarkes und ganzheitliches Paket schnüren können.»

Parallel zu dieser neuen Position wird Marco Versari auch weiterhin seine Aufgaben im Datenmanagement und Technology Development bei SST behalten, um vor allem die Athleten und Coaches im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio zu unterstützen.

Toni Otero wird SST Head Coach Elite

Alea jacta est – das Swiss Sailing Team bekommt endlich einen Head Coach für seine Eliteseglerinnen und -segler. Der SST Verwaltungsrat hat aus mehreren hochqualifizierten Bewerbungen den aus Palma stammenden Spanier Toni Otero ausgewählt.

Toni ist bereits seit längerem als Coaching Experte und Rules Advisor mit dem Swiss Sailing Team unterwegs und entsprechend bekannt und respektiert. Als Nationaltrainer der Spanischen Match Race Teams Echegoyen / Puga / Menendez gewann er an den Olympischen Spielen in London 2012 die Goldmedaille. Speziell dieses Know How, aber auch seine Erfahrungen im Boattuning und im taktisch-strategischem Bereich werden massgeblich zum Erfolg des Swiss Olympic Sailing Teams an den Spielen in Tokio beitragen.

SST Trainingbase Marseille

Bereits jetzt stellt das Swiss Sailing Team schon die entscheidenden Weichen für eine erfolgreiche Teilnahme an den Olympischen Spielen in Paris 2024. So sind die Verhandlungen über die Einrichtung einer permanente Trainingsbase in Marseille, dem Austragungsort der Segelwettbewerbe, einzurichten, nahezu abgeschlossen.

Es ist geplant, dass ab Sommer 2021 und dann durchgehend bis Sommer 2024 allen Mitgliedern des Swiss Sailing Teams ein exklusiver Bereich im Yacht Club Pointe Rouge zur alleinigen Nutzung zur Verfügung steht. «Es war uns wichtig, schon früh den uneingeschränkten Zugang zum Olympiarevier sicherzustellen. Wir können uns somit über die nächsten Jahre entsprechend umfassend auf die Verhältnisse in Marseille einstellen und viel vor Ort trainieren!» so SST Teamchef Tom Reulein. Die SST Trainingsbase wird nach Absprache auch für die Schweizer Regionalkader und Clubs zugänglich sein.

Zwei neue prominente Mitglieder im SST Selektionsausschuss

Eric Monnin und Richard Stauffacher sind die beiden Neumitglieder im Selektionsausschuss des Swiss Sailing Teams! Sie komplettieren das Team des Ausschussvorsitzenden Tom Rüegge, mit Pierre-Yves Jorand und Tom Reulein. Ohne Zweifel ist Eric einer der besten Schweizer Segler und führt derzeit die Weltrangliste im Match Racing an. Richard war viele Jahre Mitglied in der Nationalmannschaft und hat die Schweiz bei den Olympischen Spielen 2004, 2008 und 2012 im Windsurfen vertreten. Damit verfügt SST nun über einen hochqualitativ besetzten Selektionsausschuss für die kommenden beiden Olympischen Spiele in Tokyo 2021 und Paris 2024!

Swiss Sailing Team – das Team 2021 ist das grösste jemals angekündigte Team!

Noch nie zuvor hat der SST-Selektionsausschuss ein derart grosses Kader selektionieren können: Insgesamt 86 vielversprechende Athletinnen und Athleten wurden in das Swiss Sailing Team 2021. berufen, so viele wie noch nie. Auch im Bezug auf die Qualität setzt das Swiss Sailing Team 2021 neue Massstäbe: Nie zuvor hatte der Selektionsausschuss über so viele junge Talente zu entscheiden, welche die Anforderungskriterien erfüllen und darüber hinaus solide und ehrgeizige Projekte aufweisen.

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SUI Sailing Awards - stimmen Sie für Ihre Favoriten!

Der Startschuss für die SUI Sailing Awards ist gefallen! Präsentiert von der Zeitschrift Skippers und dem Schweizer Segelverband, werden alle zwei Jahre die besten Nachwuchsegler und Segler bzw. Seglerin sowie das beste Team und das beste Projekt ausgezeichnet. Für die Periode 2019/2020 sind viele Mitglieder des Swiss Sailing Teams nominiert worden und die Chancen stehen gut, dass der ein oder andere Award gewonnen werden kann.

Mehr Information finden Sie hier.

Wählen Sie vor dem 31. Januar! Das «Public Vote» zählt zu 30% für die endgültige Entscheidung.

Foto © Skippers


SUI Sailing Awards: Stimme Sie bis 31. Januar ab!

Und wiederum sind mehrere Mitglieder des Swiss Sailing Teams für die diesjährigen SUI Sailing Awards 2019/2020 nominiert. Organisiert von Swiss Sailing und der Zeitschrift Skippers, werden die besten Seglerinne und Segler der Schweiz in fünf Kategorien ausgezeichnet. Die folgenden SST-Mitglieder sind nominiert:

Maud Jayet (Seglerin des Jahres)
Rosine Baudet (Nachwuchsseglerin des Jahres)
Anja von Allmen (Juniorenseglerin des Jahres)
Elia Colombo (Segler des Jahres)
Sebastien Schneiter & Lucien Cujean - Team Tilt Sailing (Segelteam des Jahres)

Das Online-Voting ist bis zum 31. Januar geöffnet. Wir zählen auf Ihre Stimme!

 

http://skippers.ch/swiss-sailing/sui-sailing-awards/sui-sailing-awards-2021-a-vous-de-participer/


Swiss Sailing Team - das Team 2021 ist das grösste jemals angekündigte Team!

Noch nie zuvor hat der SST-Selektionsausschuss ein derart grosses Kader selektionieren können: Insgesamt 86 vielversprechende Athletinnen und Athleten wurden in das Swiss Sailing Team 2021. berufen, so viele wie noch nie. Auch im Bezug auf die Qualität setzt das Swiss Sailing Team 2021 neue Massstäbe: Nie zuvor hatte der Selektionsausschuss über so viele junge Talente zu entscheiden, welche die Anforderungskriterien erfüllen und darüber hinaus solide und ehrgeizige Projekte aufweisen. 

Breites Kader widerspiegelt die aktuelle dynamische Entwickelung im Segelsport

In der Auswahl 2021 zeigt sich die gesamte Vielfalt des Segelns, und das auf höchstem Niveau. Längst nicht alle selektionierten Athlet*innen streben dabei laut SST-Teamchef Tom Reulein zwingend eine Teilnahme an Olympischen Spielen an: «Die Selektion für das Swiss Sailing Team 2021 widerspiegelt die aktuelle Entwicklung des Segelsports. So segeln beispielsweise immer mehr Junge auf foilenden Booten. Neu ist auch Kitesurfen im Swiss Sailing Team durch vier Athleten im Talent Pool und einen Athleten im Youth Team vertreten.» Auf grossen Anklang bei den Jugendlichen stosse ferner das Ferner wird das Foilboard (iQFoil), die offizielle Bootsklasse für Paris 2024, welche das Windsurfboard RS:X ersetzt. Aber auch in den traditionellen Klassen, die schon immer bei SST vertreten waren, finden sich weiterhin talentierte Athlet*innen. Namentlich im 470er, der für 2024 bekanntlich in gemischter Besatzung gesegelt wird. Mehrere Crews haben sich dieser Änderung angepasst und setzen sich neu aus einer Seglerin und einem Segler zusammen.

Bei der Elite finden sich im Olympiakader mit Schneiter/Cujean (49er) und Mateo Sanz Lanz (RS:X) zurzeit drei Athleten mit einer Olympiakampagne. Sie sind bis jetzt die einzigen, die sowohl die persönlichen Kriterien als auch die nationale Quote für Tokio erfüllt haben. Das Nationalkader besteht aus Maud Jayet (Laser Radial), Nils Theuninck (Finn), Elia Colombo (iQFoil) und Bachelin/Planta (49er). Die anderen Elitesegler befinden sich im B- oder C-Kader (siehe auch hier: https://www.swiss-sailing-team.ch/elite/ ).

SST-Teamchef Tom Reulein jedenfalls ist erfreut, dass SST ein derart grosses und leistungsstarkes Team nominieren konnte: «Das zeigt, dass SST gemeinsam mit den Regionen und Clubs auf dem richtigen Weg ist und wir unsere Talentbasis nochmals verbreitern konnten». Zudem haben wir auch schon die neuen Olympiadisziplinen in unserem Fördersystem abgebildet. Damit verfügt die Schweiz sowohl für Paris 2024 als auch vier Jahre später für Los Angeles 2028 über äusserst erfolgversprechende Perspektiven!

Die selektionierten Athletinnen und Athleten werden in die folgenden Gruppen eingeteilt: Talentpool, Youth Team, Nationalkader und Olympiakader. Sie finden alle 2021 SST Athletinnen und Athleten auf unserer Website unter https://www.swiss-sailing-team.ch/releve


Swiss Sailing Team sistiert per sofort Youth Team & Talentpool Wintertraining

Der Bundesrat hat am Mittwoch, 28. Oktober 2020 weitere einschneidende Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen. Im Anschluss an die Entscheide des Bundesrates haben die Verantwortlichen von Swiss Sailing Team unter Einbezug von SST-Teamarzt Dr. Per Mahler (Partnerklinik La Tour Genf) entschieden, dass in den kommenden fünf Monaten, das heisst bis Ende März 2021, ein sogenannter «Slow-Down» im Bereich des SST Youth Team und des SST-Talentpools durchgeführt wird. Konkret bedeutet dies, dass sämtliche Aktivitäten im SST-Nachwuchsbereich per sofort sistiert sind.

«In einer normalen Winter-Saison verlegen wir die Segelaktivitäten für rund fünf Monate ins Ausland, um dort günstigeren Trainingsbedingungen zu nutzen. Aufgrund der aktuellen Situation ist das dieses Jahr jedoch sowohl für die NachwuchsathletInnen wie auch deren Eltern und den Trainerstaff unzumutbar», erklärt Tom Reulein, SST Teamchef. Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen bei SST beschlossen, das Wintertraining 2020/21 im Nachwuchsbereich wegen der Covid19-Pandemie in einem ersten Schritt bis 31. Januar 2021 zu sistieren. In dieser ersten Phase liegt der Fokus gemäss Tom Reulein auf dem individuellen Konditionstraining sowie Webinaren und Onlinemeetings. Es sei nun wichtig, die Reisetätigkeit einzuschränken und sich sozial möglichst auf die üblichen Kontakte zu beschränken. «Ende Januar 2021 werden wir eine Lagebeurteilung vornehmen, inwiefern der reguläre Trainingsbetrieb im Youth Team und Talentpool im europäischen Ausland oder in der Schweiz ab spätestens dem 1. April 2021 wieder möglich und auch verantwortbar ist», so Reulein.

Zeitlich begrenzter «Slow-Down» im Nachwuchsbereich
Diese Entscheid berücksichtigt auch, dass die World Sailing Jugendweltmeisterschaften auf Dezember 2021 verschoben wurden. Zudem werden ab kommendem Jahr die NWF-Mittel (Nachwuchsfördermittel) neu hauptsächlich an die erfassten Trägerschaften wie Regionalverbände oder Clubs ausbezahlt, welche ihrerseits – je nach herrschender Gesetzeslage – mit den selektionierten bzw. nominierten Nachwuchskadern möglichst wohnortsnah Trainingsaktivitäten in gleichbleibenden Gruppen und gewohntem und kontrollierbarem Umfeld (z.B. Club) organisieren können. «Ein solch zeitlich begrenzter «Slow-Down» im Nachwuchsbereich ist sicher sinnvoll, um alle Beteiligten vor einer unnötig erhöhten Infektionsgefahr zu schützen», beurteilt Tom Reulein.

Status Quo des SST Youth Team 2020 wird für 2021 beibehalten
Zuvor hatte der SST-Selektionsausschuss bereits entschieden, dass aufgrund der aussergewöhnlichen Saison 2020 und den dadurch fehlenden Ergebnissen bei Jugend-EM und Jugend-WM der Status quo des SST Youth Teams 2020 beibehalten werden soll. Voraussetzung für eine Nomination für 2021 ist ein umfassendes Bekenntnis zum Leistungssport in der kommenden Saison. Dieses Bekenntnis muss durch den Headcoach Youth bzw. den Head of Youth Departement bestätigt werden. Die Mitglieder des Talentpools wurden wie üblich nach den publizierten Kriterien und Leistungen am Talent Scout Camp selektioniert. Für alle selektionierten oder nominierten KaderathletInnen werden die entsprechenden Swiss Olympic Talentcards beantragt.


Stellenausschreibung - Cheftrainer/in ELITE (100%)                      

** Job offer in English - click here**
Das Swiss Sailing Team ist die vom Schweizerischen Seglerverband Swiss Sailing beauftragte Institution zur Organisation und Förderung des Olympischen Segelsports und des Nachwuchses. Als Ergänzung unseres Trainerteams im Elitebereich suchen wir baldmöglichst oder nach Vereinbarung eine/n
Cheftrainer/in ELITE (100%)
Ihr Verantwortungsbereich: 
Der Verantwortungsbereich umfasst alle Aufgaben in Verbindung mit den operativen Massnahmen des Sportbetriebs im Elitebereich der Swiss Sailing Team AG. Das Ziel ihrer Arbeit ist der Gewinn einer   Medaille und Diplomen an Olympischen Spielen in Tokyo 2021 und/oder Paris 2024. Durch eine verbesserte inhaltliche Betreuung der komplexen Leistungsentwicklung von Athleten und Trainern werden weitere internationale Erfolge an Welt- und Europameisterschaften angestrebt.
Wesentliche Aufgabenbereiche: 
• Planung, Umsetzung und Controlling des langfristigen Leistungsaufbau in den SST Elite Jahresprogrammen (FTEM Level E1-E2-M) inkl. Ergebniszielsetzung
• Operative Führung ausgewählter SST Elite Projekten und deren Trainer- und Betreuerteam
• Operative Führung der SST Delegationen (z.B. WORLD SAILING Weltmeisterschaften, etc.)
• Inhaltliche Koordination aller begleitenden SST Projekte (z.B. Meteo, Material, etc.)
• Hochqualitatives Reporting an SST Team Chef / Chef Leistungssport
• Mitarbeit bei Selektionskonzepten
• Mitarbeit bei Aufbau des Nationalen Leistungszentrums Lausanne
• Sicherstellen einer zielführenden Karriereplanung
• Teilnahme an Swiss Olympic Tagungen, Fortbildungen, etc.
Anforderungen: 
- internationale Erfolge als Cheftrainer / Trainer in Elite (Medaillen an OS, WM, EM)
- Trainerdiplom (DTA/BTA) oder entsprechende Äquivalenzanerkennung ausländischer Diplome
- Erfahrung mit High Performance Teamentwicklung
- Kenntnisse des Schweizer Sportstrukturen (Swiss Olympic, FTEM, etc.)
- selbstständiges Arbeiten, Teamfähigkeit, Organisationstalent, Flexibilität und Belastbarkeit
- Ausgeprägte Kommunikations- und Konfliktlösungsfähigkeiten
- fliessend Englisch (SST Teamsprache) sowie sehr gute Deutsch- und/oder Französischkenntnisse,
- Führerausweis Kategorien B, BE sowie Motorboot-Führerausweis (CH Ausweis Kat. A)
- ergänzende Ausbildung (z.B. abgeschlossenes Sportstudium) von Vorteil
Leistungen der Swiss Sailing Team AG: 
- ein den Anforderungen entsprechendes Salär und gute Sozialleistungen
- Integration in das SST Trainer- und Managementteam sowie Weiterbildung
- Bereitstellung der Dienstausrüstung, sowie Arbeitsplatz im SST Headoffice Dietikon
Wenn Sie sich mit der Aufgabenstellung identifizieren können, freuen wir uns auf ihre aussagekräftige Bewerbung per Email bis zum 31.12.2020. Für weitere Fragen steht Ihnen SST Teamchef Tom Reulein zur Verfügung (tom.reulein@swiss-sailing-team.ch).

Segeln: Maud Jayet mit EM-Platz 5 in Topform

Die Athleten des Swiss Sailing Teams sind gut durch die erste Welle der Coronakrise gekommen und zeigen sich bei den Regattahöhepunkten im Herbst in Topform! Nach dem fünften EM-Platz des Duos Schneiter/Cujean belegte nun die Waadtländerin Maud Jayet anlässlich der Laser-Radial-Europameisterschaft im polnischen Danzig ebenfalls Rang 5.

In den beiden letzten Tageswettfahrten dieser Europameisterschaft konnte sich Maud nochmals entscheidend steigern und mit einem 5. Platz und einem 10. Platz um zwei Ränge im Gesamtklassement verbesseren. Der 5. Rang ist das beste EM-Ergebnis ihrer bisherigen Karriere.

"Ich bin mit meiner Regatta zufrieden, die Woche ist gut gelaufen", sagte die 24-jährige Vollzeitseglerin. "Wir hatten wirklich komplizierte Bedingungen. Selbst in den Wettfahrten, in denen ich nicht gut gestartet bin, konnte ich mich wieder in die Führungsgruppe zurückkämpfen und das hat am Ende den Unterschied ausgemacht. Ich fühlte mich gut, war ziemlich gelassen und das spiegelt sich in den Ergebnissen wider! Nathalie und ich werden jetzt etwas pausieren und dann mit dem Wintertraining in Europa beginnen. »

Maud Jayet hat bereits den Nationenstartplatz für die Olympischen Spiele in Tokio an den Weltmeisterschaften 2018 in Aarhus ersegelt. Im Frühjahr 2021 muss sie mit einem TOP 12 Ergebnis noch ihre persönliche Bestätigungsleistung nachweisen, um zur Selektion vorgeschlagen werden zu können.

Die Ergebnisse der weiteren Schweizer erfahren Sie hier.

Olympische Spiele Tokio 2021 - Qualifikations-Update

Schneiter/Cujean - 49er: bereits durch Swiss Olympic fix selektioniert; sie haben die Schweiz an der WM 2018 qualifiziert und die persönliche Bestätigungsleistung an der WM 2020 erbracht.
Mateo Sanz Lanz - RS:X: bereits durch Swiss Olympic fix selektioniert; er qualifizierte die Schweiz bei der RS:X 2019-Weltmeisterschaft am Gardasee und erfüllte die persönlichen Bestätigungsleistung im Olympiarevier Enoshima (JPN) im August 2019.
Maud Jayet - Laser Radial: sie qualifizierte die Nation bei der WM2018, muss aber ihre persönliche Bestätigungsleistung noch im Frühjahr 2021 erfüllen.
Fahrni/Siegenthaler – 470W: das Team erhielt die Nationenquote für die Schweiz durch Reallocation, müssen jedoch ihre persönlichen Bestätigungsleistung ebenfalls noch im Frühjahr 2021 nachweisen.Wagen/Siegwart - 470M: Nationenstartplatz und persönliche Bestätigungsleistung muss am European Qualifying Event im Frühjahr 2021 erreicht werden.
Nils Theuninck - Finn: Nationenstartplatz und persönliche Bestätigungsleistung muss am European Qualifying Event im Frühjahr 2021 erreicht werden.
Laser Standard: Nationenstartplatz und persönliche Bestätigungsleistung muss am European Qualifying Event im Frühjahr 2021 erreicht werden.

Foto : Thom Touw


Schweizer brillieren bei der Europameisterschaft im 49er

Für die Schweizer Segler endete die Europameisterschaft im 49er mit einem grossen Erfolg. Das beste Ergebnis aus Schweizer Sicht lieferten Sébastien Schneiter und Lucien Cujean (Société Nautique de Genève) ab, die zuvor bereits die erforderlichen Qualifikationskriterien für die Olympischen Spiele in Tokio erfüllt hatten. Nach einer beständigen Woche beendeten sie den Wettkampf auf Rang 5.

«Wir freuen uns über den fünften Platz», sagt Sébastien Schneiter. «Natürlich sind wir ein bisschen enttäuscht, dass wir am Ende knapp am Podium vorbeigeschrammt sind, doch Rang 5 entschädigt für die harte Arbeit, die wir in der vergangenen Zeit geleistet haben. Besonders schön ist, dass auch unsere Schweizer Teamkollegen Bachelin/Planta eine Top-Platzierung erreicht haben, zu der wir herzlich gratulieren!»
«Der letzte Wettkampftag begann extrem früh. Wir waren bereits um 6:30 Uhr morgens auf dem Wasser», ergänzt Lucien Cujean. «Die Bedingungen waren heute sehr schwierig. Der fünfte Platz ist daher ein super Resultat!»

Auch das junge Nachwuchsduo vom Cercle de la Voile de Vidy zeigte eine erstklassige Leistung: Maxime Bachelin und Arno de Planta reihten sich am Ende auf dem zehnten Platz ein und feierten dabei zwei Laufsiege. Vor allem aber sicherten sie sich mit ihrer Leistung den Europameistertitel bei den Junioren, da die Junioren-EM in diesem Jahr aufgrund der Covid-19-Pandemie abgesagt wurde. Als bestplatziertes Team unter 23 Jahren dürfen sie sich fortan Junioren-Europameister nennen.

«Wir sind mit unserer Regatta sehr zufrieden. Wir haben uns im Goldfleet der besten Boote sehr wohl gefühlt und gut zusammengearbeitet», sagt Maxime Bachelin. «Teamwork und Kommunikation waren bei den schwierigen Windbedingungen hier vor Ort unser Schlüssel zum Erfolg. Wir haben uns in diesem Jahr enorm weiterentwickelt. Vor allem im Frühjahr, als wir viel in heimischen Gefilden trainiert haben. Es ist toll, zwei Schweizer Boote in den Top 10 zu sehen. Das macht Mut mit Blick auf die Zukunft.»

Nach einer Saison ohne Wettkämpfe konnten die Seglerinnen und Segler des Swiss Sailing Teams bei den Europameisterschaften ihr Können mit den besten europäischen Kontrahenten messen. Die sechs eidgenössischen Teams, angeführt von Schneiter/Cujean und Bachelin/Planta, segelten dabei auf höchstem Niveau.

Die Ergebnisse aus Schweizer Sicht:
Schneiter/Cujean: 5.
Bachelin/Planta: 10.
Richner/Schärer: 37.
Zeltner/Seger: 43.
Rindsfüser/Schenk: 52.
49er FX Mosegaard/Schärer: 35.

Vollständige Ergebnisse

 

Fotos: Tobias Stoerkle


Newsletter 3

Finden die Olympischen Spiele 2021 in Tokyo statt oder nicht?

Das kann niemand mit 100% Sicherheit sagen. Aber alle Signale die wir von verschiedenen Seiten bekommen, deuten stark darauf hin, dass die Olympischen Spiele wie geplant vom 23.07. bis 08.08.2021 in Tokyo, respektive in Enoshima für die Seglerinnen und Segler stattfinden werden. Und dies relativ unabhängig davon, ob es einen flächendeckenden und wirksamen Impfstoff gibt. Fakt ist ja, dass schon heute trotz durchaus beträchtlichen Infektionszahlen so etwas wie das «neue normale Leben» seine Bahn bricht. Das Tragen der Maske, das Einhalten der Abstandsregeln, die Hygienemassnahmen, aber auch das regelmässige Testen, all das haben wir bereits seit Monaten erfolgreich verinnerlicht.

Aktuell sind unsere Eliteathleten ja in ganz Europa unterwegs, um mit ihren internationalen Sparring Partnern im Salzwasser zu trainieren und Regatten zu bestreiten. Bis heute haben wir keine einzigen bekannten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus innerhalb unseres Team. Ich gehe also davon aus, dass wir für die unmittelbare Olympiavorbereitung bereits im Mai 2021 nach Enoshima reisen können, ohne die Gesundheit unserer Athletinnen und Athleten sowie der Coaches und dem Betreuerteam zu gefährden. Das würden sonst weder wir noch Swiss Olympic ernsthaft in Betracht ziehen! Wie die Spiele dann allerdings vor Ort ablaufen werden, ist eine andere Geschichte. Volle Zuschauerstadien, Eröffnungs- und Abschlussfeiern im gewohnten Stil oder eine ausgelassene Stimmung im Olympischen Dorf sehe ich da eher nicht. Die Olympischen Wettfahrten im Segelsport selbst werden aber wie gewohnt ausgetragen, vielleicht haben wir noch das ein oder andere digitale Feature an Bord oder in der Luft, um das TV- und Online-Erlebnis zu verbessern. Ganz ehrlich, einen Plan B für den Fall einer Absage der Olympischen Spiele haben wir beim Swiss Sailing Team zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Welche Strategie verfolgt SST bis dahin?

Wir verfolgen wie immer den Prozess der individuellen langfristigen Leistungsentwicklung, um in der Woche X parat zu sein, die persönliche Bestleistung abzurufen. Daran hat sich nichts geändert, daheim bleiben und nur mal eben im Süsswasser segeln gehen ist ja keine Option. Natürlich ist das Planen der Trainings- und Wettkampfmassnahmen eines jeden einzelnen Teams aufgrund der so unterschiedlichen Reiseeinschränkungen und Infektionszahlen sehr viel schwieriger geworden. Zusammen mit unserem SST Teamarzt Dr. Per Mahler (La Tour) verfolgen wir aber die Situation vor Ort und die Entwicklung der Virusverbreitung in Europa sehr genau und können unsere Teams gut über die aktuell gültigen Quarantänebestimmungen informieren. Eine grosse Herausforderung ist und bleibt aber, dass es nur sehr wenige grosse internationale Regatten gibt, wo wir unseren Leistungsstand mit den Besten der Welt vergleichen können. Wir segeln viel und intensiv in hochqualitativen Trainingsgruppen, aber es fehlt hier und da der sogenannte «Racing Mode», der Adrenalinkick, um das Maximum aus einem selbst rauszuholen. Da muss man sich so gut es geht mit Coachregatten oder Nationalen Meisterschaften behelfen, bis in das Frühjahr 2021 hinein, wenn wir hoffentlich wieder die Grossveranstaltungen wie EM oder WM in Spanien, Frankreich oder Portugal haben werden.

Focus auf Tokyo 2021 und gleichzeitiger Start der Olympiavorbereitungen für Paris 2024 – geht das denn?
Natürlich mussten wir die Vorbereitungen für Paris 2024 bereits beginnen, denn nach den Spielen in Tokyo 2021 sind es ja nur noch drei Jahre, bis in Marseilles die Startschüsse für die Olympischen Wettfahrten fallen! Und wir haben immerhin mit dem Kitesurf Team Relay, dem Mixed Offshore Keelboat und dem iQFoil sowie dem 470er Mixed vier neue Disziplinen im Programm, in denen wir schon vielversprechende Talent identifiziert haben. Diese sind zum Teil schon heute voll im Training und erzielen Topresultate wie jüngst Elia Colombo mit seinem 5. Platz an der iQFoil EM in Silvaplana. Doch nach wie vor konzentrieren wir auf unsere sieben aktuellen Olympiakampagnen für nächstes Jahr. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend und deuten darauf hin, dass wir insgesamt sehr gut durch die Coronakrise gekommen sind. Im Laser Standard, Finn und 470er Herren stehen ja noch die Nationen Quoten und die persönliche Bestätigungsleistung aus. Letztere müssen Linda Fahrni / Maja Siegenthaler wie auch Maud Jayet an einem Event nächstes Jahr noch erreichen, um final von Swiss Olympic selektioniert zu werden. Es besteht also immer noch die Möglichkeit, dass wir mit allen 10 Athleten nach Tokio fliegen, um endlich di ersehnte Olympiamedaille zu gewinnen. Was die Finanzierung von zwei Olympiakampagnen parallel in einem Jahr angeht, sind wir natürlich voll und ganz auf die Stabilisierungspakete des Bundes angewiesen. Denn die Corona-bedingten sechsstelligen Mehrkosten in 2021 können wir nicht aus eigener Kraft abfedern. Gleichzeitig laufen ja auch schon Kosten für das Einrichten der Training Base in Marseilles auf, ohne die eine erfolgversprechende Vorbereitung auf Paris 2024 gar nicht möglich ist. Alles in allem sind wir aber optimistisch, dass wir für eine zeitlich begrenzte Übergangsphase beide Kampagnen schultern können.

Tom Reulein

 

Nils Theuninck in Topform

10. Platz an der Finn Europameisterschaft, Bronzemedaille an der berühmten Kieler Woche und just danach auch noch Schweizer-Meister, Nils Theuninck ist in bestechender Form.

Anlässlich der Kieler Woche mit einem Feld von rund zwanzig Booten konnten Nils und Mikael Lundh eindrucksvoll belegen, dass sich ihre Zusammenarbeit in den letzten Wochen und Monaten ausgezahlt hat. "Insgesamt bin ich mit meiner Regatta sehr zufrieden, besonders an meinem zweiten Tag mit meinen beiden Laufsiegen!", sagte der Vertreter des Gstaad Yacht Club. "Ich habe noch viel Arbeit vor mir, aber ich sehe im Vergleich zur letzten Saison vor allem bei Starkwindbedingungen schon deutlichen Fortschritte! "sagt Nils.

Auch Maud Jayet (SNG) im Laser Radial hatte einen großartigen Auftritt in der Kieler Bucht und belegte den achten Platz. "Ich bin in einigen Punkten glücklich, einschließlich meinem Speed bei starkem Wind, aber auch enttäuscht von meinen Starts. So weiß ich, was bis zu den Europameisterschaften, die am 8. Oktober in Danzig beginnen, verbessert werden muss. Es war eine sehr lange Zeit ohne Vergleichswettfahrten, daher war es auch beruhigend zu sehen, wo mein Niveau im Moment ist! Es bestätigt, dass wir in den letzten Monaten trotz der widrigen Umständen gut gearbeitet haben. »

Ergebnisse

 

EM-Gold für Anja von Allmen!

Das Double ist geschafft: Die Spiezerin Anja von Allmen sichert sich nach dem Junioren WM-Titel im Laser 4.7 vor exakt einem Jahr nun auch den EM-Titel! Wir gratulieren herzlich zu dieser Topleistung! Ebenfalls in die Top 10 schaffte es Viktoria Jedlinska (SNG), welche sich den 10. Platz und damit die Silbermedaille in der U16-Wertung sicherte, sowie Emilie Tschanz (GYC/DRCS) auf Rang 15. Bester Schweizer bei den Jungs wurde Benjamin Dufour (SNG), der ebenfalls Rang 15 belegt.

Weiterlesen

Ein Foiling Sommer im Engadin

Nach vielen Monaten ohne Regatten ist das Veranstalten von Wettfahrten endlich wieder möglich. Und vor allem in der Schweiz hat der sogenannte «Engadinwind» mehrere Events auf dem St. Moritzer See und dem Silvaplaner See erfolgreich durchgeführt – das mit Abstand wichtigste war die iQFoil-Europameisterschaft. Der junge Elia Colombo (CVLL) wurde auf Anhieb Fünfter in dieser zukünftigen olympischen Klasse - ein gutes Omen für die Spiele 2024!
Ergebnisse

Auch im Kitesurfing wurden Schweizer Talente von Teamchef Tom Reulein gesichtet und von Trainer Fabio Ingrosso gecoacht. Anlässlich des traditionellen Engadin-Marathons konnte Bruce Kessler den zweiten Gesamtrang belegen, während Maxime Chabloz die U21-Wertung gewann.

 

RTS und SRF berichteten über beide Ereignisse. Hier sind die Sendungen nochmals zu sehen:

SRF
RTS

Zudem war SST Videofilmer Christophe Margot mit an Bord, um das Team in Silvaplana zu filmen. Die Gelegenheit, der breiten Öffentlichkeit die beiden neuen olympischen Sportarten näher zu bringen:
Kitesurf is the new Olympic Class
One day at Engadinwind with Mateo Sanz Lanz
iQFoil presentation

 

Schweizer Meister!

Die Mitglieder des Swiss Sailing Teams haben sich an den Schweizer Meisterschaften auf den verschiedenen Schweizer Seen in bestem Lichte präsentiert. Nach einem intensiven Trainingsfrühling auf den heimischen Seen mit idealen Windbedingungen konnten insgesamt 5 Schweizermeister Titel gewonnen werden.

In Grandson bestätigte Nils Theuninck seinen Titel als Schweizer Meister in der Finnklasse. Gauthier Verhulst gewann in Silvaplana den Titel des Schweizer Meisters im Laser Standard.

Anlässlich der Schweizer 470er-Meisterschaft in Sisikon belegten SST Teams das komplette Podium: Kilian Wagen und Grégoire Siegwart gewannen Gold, gefolgt von Linda Fahrni und Maja Siegenthaler und Yves Mermod/Cyril Schüpbach.

Als fünfter an den iQFoil-Europameisterschaften gewann Elia Colombo die Schweizer Windsurfing-Meisterschaft, ebenfalls in Silvaplana.

Die J70 ist zwar keine olympische Klasse, aber mit einer 100%igen SST Mannschaft sind Glückwünsche angebracht! Kilian Wagen, Grégoire Siegwart, Sébastien Schneiter und Martin Verhulst räumten die Goldmedaillen an der SM in Genf ab.

 

Weitere Professionalisierung des Segelsports mit Nationalem Leistungszentrum in Lausanne

Das Nationales Leistungszentrum Segeln in Lausanne nimmt Gestalt an: Das «Centre sportif UNIL-EPFL» wird in naher Zukunft das Nationale Leistungszentrum des Schweizer Seglerverbandes beherbergen. Die Verantwortlichen der UNIL und von Swiss Sailing haben am Mittwoch 9. September eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Das geplante NLZ Segeln in Lausanne soll für die Schweizer Segler nicht nur eine Heimat, sondern das letzte Mosaiksteinchen sein, um die Schweiz endgültig in die Gruppe der führenden Segelnationen zu heben.

Weiterlesen (Swiss Sailing)


Kieler Woche - Bronze Medaille für Nils Theuninck!

Die Segler des Swiss Sailing Teams sind wieder voll im Einsatz - endlich! In der vergangenen Woche fand in Kiel (Deutschland) die berühmte Kieler Woche statt. An der Veranstaltung, welche jedes Jahr die weltbesten Segler zusammenbringt, nahm auch Finnsegler Nils Theuninck teil, der wenige Tage zuvor einen sehr guten 10. Platz Europameisterschaft ersegelt hatte. In Kiel kletterte er sogar aufs Podium.

"Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meiner Regatta, vor allem mit dem zweiten Tag", freute sich der SST Nationalteamsegler vom Gstaad Yacht Club. "Ich habe noch viel Arbeit vor mir, aber ich sehe schon jetzt große Fortschritte im Vergleich zur letzten Saison!
Ich bin auf dem Weg zur Schweizer Meisterschaft, die am kommenden Donnerstag in Grandson beginnt! Es fühlt sich gut an, nach mehr als drei Monaten im Ausland wieder zu Hause zu sein".

Laser Radialseglerin Maud Jayet (SNG) konnte ebenfalls überzeugen und belegte den achten Platz. „Ich bin im grossen und ganzen sehr happy mit meiner Performance, einschließlich meinem Speed bei Starkwind, aber meine Starts waren nicht so gut. Auf alle Fälle weiß ich jetzt, was bis zu den Europameisterschaften (ab 8. Oktober) in Danzig noch verbessert werden muss. Es war eine sehr lange Zeit ohne Wettfahrten, daher war es auch wirklich beruhigend zu sehen, wo mein Niveau im Moment ist! Es bestätigt, dass wir in den letzten Monaten angesichts der Umstände gut gearbeitet haben".

Das 49er Duo Schneiter/Cujean (SNG) konnte die Regatta wegen einer Rückenverletzung von Lucien Cujean nicht beenden.

Ergebnisse :

Planta/Bachelin (49er) 19e
Schneiter/Cujean (49er) 26e
Zeltner/seger (49er) 48e
Mosegaard/Schärer (49er FX) 47e
Baumann/Clausen (49er FX) 51e
Richner/Schärer (49er) 47e
Nils Theuninck (Finn) 3e
Maud Jayet (Laser Radial) 8e
Gauthier Verhulst (Laser Standard) 32e

https://www.kieler-woche.de/en/sailing/results.php


Elia Colombo wird Fünfter bei den IQFoil-Europameisterschaften

Silvaplana (SUI) war diese Woche Schauplatz der ersten IQFoil Windsurfing-Europameisterschaften. Der Tessiner Windsurfer Elia Colombo zeigte eine hervorragende Leistung und wurde Fünfter - ein gutes Omen für die Schweiz, wenn diese neue Disziplin 2024 olympisch wird!

Silvaplana, 26. August 2020 –Im Engadin richteten sich diesen Sommer alle Augen auf die neuen olympischen Klassen, die an den Sommerspielen 2024 in Paris ihre olympische Premiere feiern: An der Engadinwind-Veranstaltung auf dem Silvaplanersee fanden seit anfangs August verschiedene Kite-Surf- und Foil-Windsurf-Wettbewerbe statt, darunter diese Woche bei absoluten Traumbedingungen die ersten IQFoil Europameisterschaften. Die beste Schweizer Leistung zeigte dabei der 24-jährige Elia Colombo, der bei dieser Premiere Fünfter wurde.

Der Vertreter des Circolo Velico Lago di Lugano (CVLL) freut sich über dieses Ergebnis in der neuen olympischen Klasse: «Wir hatten heute eine leichte und sehr variable Luft, es war physisch schwierig. Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden, vor allem wenn man bedenkt, dass ich die Ausrüstung erst zwei Tage vor der Veranstaltung besorgt habe. Ich musste mich zu Beginn der Regatta damit zuerst zurechtfinden und habe schliesslich das Beste daraus gemacht.»

An den Europameisterschaften nahmen neben Elia Colombo mit Matteo Benz (CVLL) und Mateo Sanz Lanz (GYC) noch zwei weitere Schweizer Windsurfer teil. Matteo Benz belegt den 39. Platz, während Leichtwindspezialist Mateo Sanz Lanz, der sich im RS:X Windsurfbrett bereits für Tokio 2021 qualifiziert hat, mit den Starkwindverhältnissen zu kämpfen hatte und schliesslich Rang 60 belegte. Auf jeden Fall zeichnet sich ab, dass Swiss Sailing Team im Hinblick auf Marseille in vier Jahren über eine schlagkräftige Truppe verfügt!

Die Ergebnisse sind online verfügbar: https://europeans2020.iqfoil.org


Anja von Allmen: Junioren-Europameisterin im Laser 4.7!

Das Double ist geschafft: Die Spiezerin Anja von Allmen sichert sich nach dem Junioren WM-Titel im Laser 4.7 vor exakt einem Jahr nun auch den EM-Titel ! Wir gratulieren herzlich zu dieser Topleistung! Ebenfalls in die Top 10 schaffte es Viktoria Jedlinska (SNG), welche sich den 10. Platz und damit die Silbermedaille in der U16-Wertung sicherte, sowie Emilie Tschanz (GYC/DRCS) auf Rang 15. Bester Schweizer bei den Jungs wurde Benjamin Dufour (SNG), der ebenfalls Rang 15 belegt.

Der Auftakt zur Junioren EM verlief für die amtierende Junioren-Weltmeisterin im Laser 4.7 alles andere als wunschgemäss: Die Starts zu den ersten drei Races misslangen Anja von Allmen (RCO/DRCS) so ziemlich. In den weiteren Wettfahrten platzierte sich die mittlerweile 17jährige Berner Oberländerin an den Laser 4.7 Junioren-EM im portugiesischen Vilamoura jedoch stets in der Top 5 und sicherte sich dank dieser Konstanz bei den Frauen souverän den EM-Titel!

> Zum Schlussklassement

«Die ersten beiden Tage starteten wir schlecht», bestätigt auch Anja's Coach Damir Nakrst. Anja habe sich als amtierende Juniorenweltmeisterin selber zu sehr unter Druck gesetzt. Dass sie trotz diesem schlechten Auftakt dennoch nicht aufgegeben habe, sondern schliesslich souverän zu EM-Gold gesegelt sei, liege darin, dass sie eine wahre Kämpferin sei: «Als Anja realisiert hat, dass es eigentlich keine grosse Sache ist, war sie nicht mehr zu bremsen und hat ihre Gegnerinnen richtiggehend überrollt», so der Coach mit griechischen Wurzeln.

Ein weiterer Erfolg im Palmarès der Spiezer Segelhoffnung

Jedenfalls fügt Anja von Allmen ihrem bereits jetzt schon beeindruckenden Palmarès mit diesem Titel einen weiteren Erfolg hinzu. Die Gymnasiastin und amtierende Schweizermeisterin im Laser 4.7 hatte zuletzt das Europacup-Gesamtklassement bei den Frauen für sich entschieden und wurde dafür vor einer Woche in Vilamoura entsprechend ausgezeichnet. Anja von Allmen wechselt nun in den Laser Radial und beabsichtigt, Ende Oktober an der Radial Youth EM in Hyères teilzunehmen.

Anja von Allmen: «In diesem Moment ist mein Selbstvertrauen zurückgekehrt!»

Im nachfolgenden Interview mit Anja von Allmen, das wir nach ihrer Rückkehr in die Schweiz geführt haben, lesen Sie, was die Spiezerin zu ihrem Sieg meint.

Swiss Sailing: Anja, zuerst einmal herzliche Gratulation zu diesem erneuten Triumph fast genau ein Jahr nach dem Gewinn der Goldmedaille an den Junioren WM im Laser 4.7. Was war dein erster Gedanke nach der Zieldurchfahrt?
Anja: Ich habe gesehen, wie Damir die Schweizerflagge in die Luft gehalten hat, und dachte nur: Wow! Ich habe es geschafft! Ich habe es wirklich geschafft!

Du hast dich nach zwei schwierigen ersten Tagen gesteigert? Wie ist dir das gelungen?
Ich hatte mich selbst enorm unter Druck gesetzt. Schliesslich war ich Weltmeisterin im Laser 4.7, dann musste ich ja auch in Vilamoura gewinnen! Aber diese Einstellung hat mir offengesagt nicht wirklich geholfen. Die ersten drei Races bin ich jedes Mal schlecht gestartet und habe meinen ursprünglichen Plan nicht befolgt. Ehrlichgesagt hatte ich innerlich bereits ein wenig aufgegeben… Ich dachte, dass die Medaillenplätze eh schon ausser Reichweite sind, und habe folglich nicht mehr gross an das Resultat gedacht. Und siehe da, das 4. Race bin ich endlich gut gestartet, habe den Plan eingehalten – und habe es gewonnen. In diesem Moment ist mein Selbstvertrauen zurückgekehrt, von da an entschieden Damir und ich, am Start kein Risiko mehr einzugehen. Es hat sich gezeigt, dass ich, wenn ich gut starte, also mit Speed, automatisch in den Top10 und dank meiner Vorwind-Technik meistens sogar in der Top5 war…

Die Segelsaison ist dieses Jahr für alle anders verlaufen als geplant. Inwiefern war auch die Vorbereitung auf die EM speziell?
Wir haben im Lockdown zu zweit (mit Emilie Tschanz) auf dem Thunersee trainiert, allerdings auf dem Radial. In den Sommerferien hatten wir dann zwei Vorbereitungswochen auf dem Neuenburgersee und damit für einmal in der Schweiz und nicht wie sonst auf dem Meer. Wir konnten auch keine Regatta segeln, um unser Niveau im Fleet zu überprüfen. Der internationale Vergleich fehlte somit komplett. Das heisst wir hatten keine Ahnung, was wir in Vilamoura zu erwarten hatten, sprich wie stark die Konkurrenz sein wird. Lange Zeit wussten wir auch nicht, ob die EM überhaupt stattfinden würde. Diese Ungewissheit, also nicht zu wissen, worauf man sich vorbereitet, war vor allem mental schwierig. Auch deshalb, weil dies meine letzte Regatta auf dem Laser 4.7. war….

Und was war in Vilamoura die grösste Herausforderung für dich?
Wir Schweizer hatten das Glück, dass wir bis zur EM im Vergleich zu anderen viel segeln konnten. Aber wir wussten trotzdem nicht, was uns an der EM erwartet; die EM selbst war quasi unsere Standortbestimmung für die EM. Ich bin mit hohen Erwartungen gestartet und konnte sie nicht von Anfang an umsetzen. Dieser Druck, den ich mir in der ganzen Vorbereitung und den ersten Tagen selber gemacht habe, war definitiv eine Herausforderung!

Wie geht es nun weiter in Sachen Segelsport?
Da ist noch viel offen. Es geht weiter auf dem Laser Radial, ab sofort... Hoffentlich können wir Ende Oktober die Radial Youth EM in Hyères segeln. Aber das bestimmt wohl auch wieder Covid-19...

Anja von Allmen, wir drücken dir jedenfalls die Daumen und wünschen dir alles Gute für den weiteren Verlauf deiner Segelkarriere!

Source : Swiss Sailing

 

Photo : Thom Touw


Foilmania am Engadinwind

Nach einer mehrmonatigen Coronazwangspause stehen nun endlich wieder Wettfahrten auf dem Programm des Swiss Sailing Teams. Und das auch noch in der Schweiz! Der Engadinwind ist ein internationales Must Have und umfasst insgesamt mehrere Regatten in St. Moritz und Silvaplana:

15.-16. August: iQFoil-Exhibition Race
17.-21. August: Formula-Foil Weltmeisterschaft
20.-23. August: Freestyle Competitions
22. August: 43. Engadiner Surf & Kite Marathon

21.-26. August: iQ-Foil Europameisterschaft 2020 (neue Olympische Disziplin)

Diese Veranstaltungen und Regatten sind eine gute Gelegenheit, die beiden neuen olympischen Disziplinen vorzustellen, die anlässlich der Olympischen Spiele 2024 in Paris veranstaltet werden: Foil-Kitesurfen und Foil-Windsurfen.

Mateo Sanz Lanz steht schon seit einigen Wochen auf dem iQFoil und sieht grosse Unterschiede im Vergleich zu RS:X: "Es ist ganz anders, nicht nur das Windsurfen als solches, sondern auch das Format der Regatten", erklärt das langjährige Mitglied im Swiss Sailing Team und des Gstaad Yacht Clubs. "Neben den klassischen Up & Down Wettfahrten werden wir auch Slaloms und Langstreckenrennen surfen. Bis jetzt gefällt es mir sehr gut! Im Vergleich zu den anderen von mir getesteten Foils ist die iQFoil technisch sehr ausgereift. Aber ich vom Niveau kann ich mit den Windsurfern, die das Foiling schon seit ein paar Jahren machen, nicht mithalten. Ich fange ja gerade erst an! Auf alle Fälle ist das Foiling eine wichtige Trainingsvariation während ich weiterhin hauptsächlich auf dem RS:X trainiere, um mich auf Tokio 2021 vorzubereiten. »
Das diesjährige Highlight im Engadin ist dementsprechend auch die iQFoil Europameisterschaft, die vom 21. bis 26. August auf dem Silvaplanasee stattfindet. Und das mit den weltbesten iQFoil Athleten!

Zudem sind auch die Kitesurfer sind im Engadin präsent: Foiling Kitesurfen ist angesagt und sogar der viermalige Weltmeister im Freestyle, Maxime Chabloz zeigt sich begeistert: "Foiling Kitesurf ist etwas ganz anderes als das Freeriden oder Freestyle; zunächst einmal technisch, da wir nicht springen, sondern auf dem schmalen Foil gleiten. Aber auch im Hinblick auf das Raceformat, da wir klassische Wettfahrten mit Kreuz- und Vorwindkursen durchführen. Zu sehen, wie das Foiling Kitesurfen zu den Olympischen Spielen 2024 kommt, ist eine ausgezeichnete Gelegenheit für die Disziplin, ein breiteres Publikum zu erreichen! Ich freue mich, hier zu kiten, denn Silvaplana und St. Moritz ist das Mekka des Foiling Kitesurfens. Dieser See ist unglaublich, durch seine Schönheit und die Bedingungen, die er bietet! »


SST-Sommercamps: ein trainingsintensiver Sommer in der Schweiz!

Die Sommercamps des Swiss Sailing Team sind in vollem Gange! Das Nationale Leistungszentrum in Lausanne dient als Basis für die umfangreichen Trainingsmassnahmen der jungen Segeltalente, welche in diesem Sommer ideale Segelbedingungen in der Schweiz vorfinden. Die Mitglieder des SST Youthteam und Talentpool profitieren dabei von professioneller Betreuung durch hochqualifizierte Trainerinnen und Trainer, um ihr Leistungsniveau deutlich zu verbessern. Und dies nicht nur in den aktuellen Bootsklassen des SST-Programm, sondern auch in den neuen Disziplinen wie Kitesurfen, Foiling Windsurf und im Foiling Catamaran.

Der ambitionierte Kitesurfnachwuchs fanden sich bereits wieder am Silvaplanasee zusammen, um mit ihrem Trainer Fabio Ingrosso weitere Wasserstunden zu absolvieren. "Wir hatten eine tolle Woche in Silvaplana, mit Sonne, Wind und einem tollen Team! Es war das erste Mal, dass ich die Rider gesehen habe und deren technisches Niveau beurteilen konnte. Wir waren viel auf dem Wasser, zwei Sessions pro Tag, aber wir konnten auch in den Bergen laufen und an ihrer körperlichen Kondition arbeiten. Als nächstes arbeiten wir an den Racing Basics wie den Starts, den Manövern und dem Speed."


Vanora Engadinwind by Dakine: Die Weltelite im Foiling Kite- und Windsurfen zu Gast in Silvaplana

Die besten foilenden Wind- und Kitesurfer der Welt geben sich ein Stelldichein in der Schweiz! Von Mitte bis Ende August findet im Rahmen des Vanora Engadinwind by Dakine gleich ein ganzes Feuerwerk an hochrangigen internationalen Events auf dem Silvaplaner See statt. Neben dem klassischen Engadiner Surf & Kite Marathon und mehreren Freestyle Wettbewerben stehen mit der Formula Foil Weltmeisterschaft (17.-21.08.) und der iQFoil Europameisterschaft (21.-26.08.) auch die beiden Jahreshöhepunkte im Foiling Windsurfing auf dem Programm. Den Auftakt macht das Exhibition Race (15.-16.08.) in der neuen Olympischen Windsurfklasse iQFoil, welches vom traditionsreichen Segelclub St. Moritz durchgeführt wird.

Mit dabei auch der für die Olympischen Spiele in Tokyo 2021 bereits fix selektionierte Mateo Sanz Lanz. "Ich bin sehr stolz und glücklich, dass diese Veranstaltungen in der Schweiz stattfinden! " freut sich Mateo. "Die Foilmania wird ja jedes Jahr ausgetragen, aber dies ist das erste Mal, dass ich in der iQFoil Klasse teilnehme. Es wird meine erste Regatta in der Schweiz sein, auf diesen Moment habe ich schon lange gewartet, es ist die perfekte Gelegenheit! Wir werden uns zusammen mit den anderen Schweizer Topsurfern wie Elia Colombo oder Matteo Benz in einem längeren Trainingscamp intensiv auf diese Tage vorbereiten, ich freue mich schon darauf. Diese Regatten werden es mir auch ermöglichen, meinen aktuellen Leistungsstand im Foiling mit den Besten der Welt zu vergleichen, ich habe ja erst im Juni damit gestartet. Generell sind diese Grossanlässe für die Schweiz natürlich toll. Speziell die Europameisterschaften im iQFoil werden der ganzen Welt zeigen, dass der Silvaplaner See eine großartiger Ort zum Foilen ist! »

«Für das Swiss Sailing Team ist diese Eventserie natürlich eine gute Gelegenheit, um zukünftige Kaderathleten in den beiden neuen Olympiadisziplinen, dem iQFoil Windsurfen und dem Mixed Kitesurf zu sichten und unser internationales Netzwerk auszubauen. Auf den ersten Blick haben wir in der Schweiz sowohl bei den Herren als auch bei den Damen ein enormes Potential für die Olympischen Spiele in Paris 2024 und Los Angeles 2028. Gerade deswegen freut es mich extrem, dass bereits für die Jahre 2021 bis 2023 weitere Welt- und Europameisterschaften in iQFoil nach Silvaplana geholt worden sind und so eine enorme Zugwirkung für die Entwicklung der Sportart sichergestellt ist. Die Veranstalter, zusammen mit der Gemeinde und dem Kanton, machen hier einen Superjob!» schwärmt SST Teamchef Tom Reulein.

http://www.engadinwind.ch


Das SST Talent Scout Camp nun in Lausanne

Das SST Talent Scout Camp zieht um und findet zum ersten Mal im zukünftigen Nationalen Leistungszentrum am Centré de Sport Dorigny der Universität Lausanne statt - direkt am Ufer des Genfer Sees also.

Die diesjährige Edition des TSC 2020 findet vom 1. bis 4. Oktober statt. In den folgenden Klassen werden die besten Nachwuchsseglerinnen und -segler zur Sichtung eingeladen: Laser Radial, 420 Open, 29er M+F, Nacra15 Mixed, Windsurfen M+F, Kitesurfen M+F.

"Die traditionellen Klassen wie der Radial oder der Nacra15 sind beim diesjährigen Talent Scout Camp gut vertreten, aber wir freuen uns auch sehr, drei neuen Klassen in Vorbereitung auf Paris 2024 und Los Angeles 2028 zu integrieren", erklärt Marco Versari, "Neu dabei sind nun die 29er, das Windsurfen und das Kitesurfen, um einerseits dem neu beschlossenen Nachwuchsförderkonzept von Swiss Sailing in der Vorbereitung auf die kommenden Olympischen Spiele Rechnung zu tragen und andererseits das Momentum im Schweizer Segelnachwuchs für Geschwindigkeit und Action zu nutzen. Der 29er wird eine solide Basis für die Athletenentwicklung für den 49er und den 49er FX bilden, während das Windsurfen in den kommenden Jahren mit den Events wie Welt- und Europameisterschaften in der Olympischen Klasse iQFoil in Silvaplana / Graubünden eine starke Zugkraft entwickeln wird. Schließlich ist dank des fünften Platzes von Maxime Chabloz an den letzten Youth Olympic Games auch national das Interesse am wettkampfmässigen Kitesurfen enorm gestiegen.

Weiterhin erklärt Marco Versari: «Es ist großartig, das Talent Scout Camp zum ersten Mal in Lausanne zu organisieren! Ziel ist es, dass sich dieses Nationale Leistungszentrum zur neuen Homebase für alle talentierten Nachwuchs- und Eliteathleten wird, wenn diese sich in der Schweiz aufhalten. Wir sind alle sehr aufgeregt über diese neue Homebase und diese große Dynamic in Richtung OS 2024 und OS 2028! »

Die Selektionskriterien für die SST Trainingsgruppen T2 sind hier veröffentlicht.


Back to Business – ab ins Salzwasser!

Nach vielen Wochen des Segelns auf den Schweizer Heimrevieren - bei besten Wind- und Wetterbedingungen - ermöglichte die Öffnung der EU-Grenzen seit Mitte Juni nun wieder das Training auf dem Meer, gemeinsam mit ihren internationalen Sparringpartnern. Eine gute Gelegenheit, das aktuelle Leistungsniveau und die individuellen Fortschritte zu bewerten, die mit grossem Trainingsfleiss während der Coronakrise in diesem Frühjahr erarbeitet wurden. Hier ziehen einige Eliteseglerinnen und -segler des Swiss Sailing Teams eine erste Zwischenbilanz:

Sebastien Schneiter, 49er Steuermann (in Kroatien): «Es ist toll, wieder mit zwei der fünf besten Teams der Welt zusammen zu sein. Wir haben gesehen, dass wir absolut auf Augenhöhe mit ihnen segeln konnten! Umso mehr sind wir motiviert, diese Teams nächste Woche für unseren zweiten Trainingsblock im Ausland wieder zu treffen.»

Linda Fahrni, 470 Steuerfrau (Gardasee, ITA): «Das Training am Gardasee war grossartig. Wir hatten die gewohnt guten Bedingungen auf dem See: Wir standen um 7 Uhr auf, um zwei Trainingseinheiten pro Tag zu absolvieren. Es war intensiv, nach drei Monaten mit etwas weniger Wind am Thunersee! Es war gut, dass wir insgesamt drei Schweizer Boote waren. Wir haben zwar nicht unbedingt das gleiche Niveau, aber wir konnten sehr gut zusammenarbeiten und haben wirklich gute Fortschritte erzielen.»

Eliot Merceron, Laser Standard (Gardasee, ITA): «Endlich bin ich zurück auf dem Wasser mit Nicolas Rolaz als Sparringspartner und meinem Trainer Daniel Mihelic. Wir haben am Gardasee viel mit der italienischen Mannschaft sowie mit Robert Scheidt und Jean Baptiste Bernaz trainiert und das bei absoluten Top-Bedingungen. Es fühlte sich gut an, nach zwei Monaten alleine segeln wieder zusammen mit den anderen trainieren zu können. Meine Motivation liegt bei 200%!»

Mateo Sanz Lanz, RS:X (Palma de Mallorca, ESP): «Ich freue mich einfach nach dieser langen Zeit in Quarantäne endlich wieder auf dem Wasser zu sein! Das Trainingslager mit der spanischen Windsurf Nationalmannschaft verlief sehr gut. Ich hatte schnell wieder das Niveau von vor der Coronakrise erreicht, was großartig ist! Wir haben ein ähnliches Konditionsprogramm, wie wir es im Winter machen, mit dem Schwerpunkt auf Kraft und Ausdauer.»

So steht der Sommer ganz im Zeichen von intensiven Trainingseinheiten, um für die Jahreshöhepunkte, die 470er und Finn WM und die EM für alle anderen Olympische Bootsklassen gegen Ende der Saison bestens vorbereitet zu sein.


Newsletter 2

Dank Flexibilität und positivem Denken ist das Swiss Sailing Team sehr gut durch die Coronakrise gekommen. Ohne eine einzige Infektion im Team, dafür mit vielen Segeltagen auf den Heimrevieren, fitter als jemals zuvor und motiviert bis unter die Haarspitzen! So starten die Mitglieder des Nationalteams sowie B- und C-Kader in die «neue Normalität» und trainieren bereits wieder hochintensiv mit ihren internationalen Sparringpartnern. Mit der offiziellen Selektion von Mateo, Sebastien und Lucien für die Olympischen Spiele in Tokyo 2021 ist nun endgültig der Startschuss für das ultimative Vorbereitungsjahr gefallen. Und dieses wird getreu unserem Mission Statement angehen: ALL-IN-4-TOKYO!

Mateo, Sebastien und Lucien für Tokyo 2020 selektioniert

Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele auf den Sommer 2021 herrschte bezüglich des Qualifikations- und Selektionsverfahren für die Schweizer Olympiakandidaten einige Unsicherheiten. Mit dem Entscheid von Swiss Olympic wurde nun Klarheit geschaffen und dies überaus positiv: das 49er Team Lucien Cujean und Sebastien Schneiter sowie RS:X Windsurfer Mateo Sanz Lanz werden im Sommer 2021 an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Alle drei Mitglieder des Swiss Sailing Teams hatten bereits vor der Corona Krise die beiden von Swiss Olympic geforderten Leistungskriterien erfüllt: die Nationenquote und die persönliche Bestätigungsleistung.

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Re-start, Kick Off, es geht wieder los!


Zum ersten Kaderzusammenzug in diesem Jahr trafen sich die Eliteseglerinnen und -segler sowie ihre Trainer und weitere Betreuer des Swiss Sailing Teams am 10. Juni am Centre Sport et Santé der Universität Lausanne. Neben aktuellen Updates von SST Teamchef Tom Reulein, Teamarzt Dr. Per Mahler und Swiss Sailing Präsident Martin Vogler, erarbeitete Sportpsychologe Jörg Wetzel verschiedene Strategien, um auch in Krisenzeiten mental stark zu bleiben.

Athleten und Coaches zeigten sich glücklich, sich endlich wieder persönlich zu treffen. Nachdem sie fast drei Monate lang mehr oder weniger alleine bei aussergewöhnlich guten Windbedingungen auf ihren Heimatrevieren trainiert hatten, stehen nun die ersten Massnahmen im europäischem Ausland auf dem Programm – Salzwasser und Wellen! Mit vollen Batterien und hoher Motivation starten die sieben Olympiaprojekte wieder ins Hochleistungstraining mit ihrem internationalen Sparringpartnern. Ziel: Sich möglichst gut an die «neue Normalität» zu gewöhnen und das Beste aus dieser besonderen Zeit herausholen, um noch besser als zuvor an den Olympischen Spielen in Tokyo performen zu können!

Video © Christophe Margot

Das Nationale Leistungszentrum in Lausanne nimmt Gestalt an

Das Centre Sport et Santé der Universität Lausanne wird in naher Zukunft das Nationale Leistungszentrum des Schweizer Seglerverbandes beherbergen. "Dies ist ein ehrgeiziges Projekt, das wir gemeinsam mit Swiss Sailing auf die Beine stellen", sagt SST Teamchef Tom Reulein. "Wir haben hier eine einmalige Chance, eine hervorragende Infrastruktur für die gelungene Kombination von Spitzensport, Studium und wissenschaftlicher Begleitung zu nutzen. Der Genfersee ist als Standort eines Nationalen Leistungszentrums nahezu perfekt!" Das weitläufige Sportzentrum der Uni Lausanne umfasst mehrere Sporthallen, Konditions- und Seminarräume sowie ein Segelzentrum direkt am Wasser.

"Wir sind eine der wenigen Sportarten, die noch kein Nationales Leistungszentrum haben", fügt Martin Vogler, Präsident von Swiss Sailing, hinzu. "Dies ist der ideale Ort, um unseren Sport und unsere Athleten zu entwickeln und vor allem, um auch verstärkt zu Hause in der Schweiz trainieren zu können. »

Die erste grosse Veranstaltung fand dort Anfang Juni mit dem Elite-Teamtreffen statt. In den Sommermonaten sind umfangreiche Trainingsmassnahmen im Nachwuchsbereich geplant. Weitere Informationen über den Projektfortschritt werden folgen.

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Trainieren in der Schweiz – die SST Summer Camps!

Während des Corona-Lockdowns hatte das Management des Swiss Sailing Team mit Hochdruck daran gearbeitet, ein neues Nachwuchsförderprogramm für die zweite Saisonhälfte 2020 zu entwickeln – die SST Summer Camps! Gerade aufgrund der perfekten Segelbedingungen auf den Schweizer Seen in diesem Frühjahr, aber auch aus ökologischer, wirtschaftlicher, sportfachlicher und medizinischer Sicht lag es nahe, die verbleibenden Trainingstage in den sieben von SST geförderten Nachwuchsklassen in der Schweiz zu absolvieren. Ab Juli werden nun die Mitglieder im SST Youth Team und Talentpool an rund 120 Tagen am Nationalen Leistungszentrum in Lausanne und in St. Moritz / Silvaplana aufs Wasser gehen und an Technik und Taktik feilen.

Foto © Sam Kivell

 

Eine neue Kaderstruktur für die Generation «Zukunft»

Der grosse Generationenwechsel in den Olympischen Bootsklassen im Hinblick auf Paris 2024 ist beschlossene Sache. Mit den neuen Disziplinen Mixed Kitesurf, Foiling Windsurf sowie der Reduzierung der beiden 470 Klassen (M+F) zu einem Mixedevent hat nun Swiss Sailing die in der Kaderstruktur beschriebenen Entwicklungswege angepasst - nicht zuletzt um dem deutlichen Trend von «Young-Fun-Fast» im nationalen Segelsport Rechnung zu tragen. So ist neu nun auch die 29er Klasse in der Kaderstruktur enthalten. Ebenfalls mit dabei ist das Kitesurfen, damit bereits ein Mixed Team an den Olympischen Spielen 2024 teilnehmen kann und die Chance auf eine Medaille in 2028 und 2032 entwickelt werden kann. Kurzfristig grosses Erfolgspotential wird zudem in der neuen iQFoil Windsurfklasse gesehen, werden ja gleich eine ganze Reihe an Grossveranstaltungen wie der WM 2021, der EM 2022 und der Jugend-WM in 2023 am Silvaplana See veranstaltet!

Die neue Kaderstruktur steht auf der Webseite von Swiss Sailing zum Download bereit

 

Die Schweizer Sporthilfe – ein wichtiger Partner des Swiss Sailing Teams

 

Seit mehreren Jahren unterstützt die Stiftung Schweizer Sporthilfe Mitglieder des Swiss Sailing Teams auf ihrem Weg an die internationale Spitze. Besonders in der Zeit im Nachwuchs und während des Übergangs zur Elite fehlen oftmals finanzkräftige Sponsoren oder Mäzene. Da die finanziellen Herausforderungen gerade im Segelsport gross sind, kommt die Unterstützung der Sporthilfe mehr als gelegen. Deren Förderinstrumente reichen von der klassische Patenschaft, über den hoch geschätzten Förderbeitrag bis hin zum Sonderbeitrag. Auch der nachwuchspreis wird als Auszeichnung jährlich vergeben. In der Saison 2020 profitieren so insgesamt 12 Seglerinnen und Segler des Swiss Sailing Teams von einer finanziellen Unterstützung im Gesamtvolumen von mehr als CHF 200`000 – Wir sagen Herzlichen Dank!

 

Gemeinsam durch die Coronakrise!

Anfang Mai organisierte das Swiss Sailing Team einen Online-Kochkurs mit seinem Chefkoch Rodrigue Benoit. Der Kanadier begann die Zusammenarbeit mit dem Team im vergangenen Sommer bei der Testveranstaltung in Enoshima. Obwohl er zu Beginn des Jahres nicht zu einer gemeinsamen Mahlzeit zusammenkommen konnte, führte der Koch seinen Kochkurs nicht an Bildschirmen durch - gut gelaunt!

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Zwei Segler und ein Windsurfer für die Olympischen Spiele in Tokio selektioniert

Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele auf den Sommer 2021 herrschte bezüglich des Qualifikations- und Selektionsverfahren für die Schweizer Olympiakandidaten einige Unsicherheiten. Mit dem Entscheid heute wurde nun Klarheit geschaffen und dies überaus positiv: das 49er Team Lucien Cujean und Sebastien Schneiter sowie RS:X Windsurfer Mateo Sanz Lanz werden im Sommer 2021 an den Olympischen Spielen teilnehmen.

Alle drei Mitglieder des Swiss Sailing Teams hatten bereits vor der Corona Krise die beiden von Swiss Olympic geforderten Leistungskriterien erfüllt: die Nationenquote und die persönliche Bestätigungsleistung. Das 49er Team der Société Nautique de Genève hatte die Nationenquote mit dem 10. Platz an den Weltmeisterschaften 2018 in Aarhus gesichert. Bei den Weltmeisterschaften 2020 in Australien bestätigten sie diese Leistung dann wie gefordert mit einem 12 Platz. Das Duo wird nach en Spielen in Rio de Janeiro 2016 (13. Platz) nun zum zweiten Mal an Olympischen Spielen teilnehmen. Die Spiele in Tokio 2021 sind auch für Mateo Sanz Lanz die zweite Teilnahme (14. Platz in Rio 2016). Als Mitglied des Yachtclubs Gstaad gewann er die Nationenquote für die Schweiz an den Weltmeisterschaften 2019 in Torbole (ITA). Schon davor konnte er mit einem hervorragenden 6. Platz seine persönliche Bestätigungsleistung am Ready Steady Tokyo Testevent in Enoshima erbringen.

Die letzte Gelegenheit für die übrigen Mitglieder des Swiss Sailing Teams die Nationenquote bzw. die persönliche Bestätigungsleistung zu ersegeln, steht noch nicht fest. Neben Maud Jayet (SNG, Laser Radial) haben aber auch das erfahrene 470 Damenduo Linda Fahrni und Maja Siegenthaler vom Thunersee Yachtclub die Nationenquote bereits erreicht. Aktuell trainiert der Grossteil der Schweizer Olympiakandidaten weiterhin bei besten Windbedingungen auf den Schweizer Seen, um die Gelegenheit eines zusätzlichen Jahres bis zu den Olympischen Spielen in Tokio bestmöglichst nutzen zu können!

 

Sébastien Schneiter, 49er Steuermann «Ich bin sehr happy, dies ist ein wichtiger Schritt hin zu unseren zweiten gemeinsamen Spielen! Ein weiteres Jahr ist wirklich ein Bonus für uns, eine Chance, die wir ergreifen. Wir haben die Arbeit am Wasser dank des C-Kaderteams Bachelin/Planta fortsetzten können und freuen uns nun darauf, mit unseren internationalen Trainingspartnern wieder ins Salzwasser zu gehen. Für den Rest der Saison 2020 herrscht im Moment noch große Unsicherheit, da man nicht weiß, ob die Regatten wie die Europameisterschaft stattfinden werden. Aber eines ist sicher, dieses zusätzliche Jahr ist ein Geschenk für uns, wir werden es nutzen!»

Mateo Sanz Lanz, RS:X «Das sind sehr gute Neuigkeiten! Ich bin wirklich sehr glücklich darüber. Die offizielle Selektion hilft enorm auf dem Weg an die Spiele im nächsten Jahr. Ich habe hohe Ergebnisziele in diese sehr spezielle Olympiaregatta gesetzt, ein Top-8-Ergebnis ist das Minimalziel. Dafür werde ich kämpfen und mein Bestes geben. Diese Olympischen Spiele in Tokio sind derzeit mein Grund zum Leben, mein Traum. Ich investiere meine ganze Zeit und meinen Geist voll und ganz in dieses Ziel. Egal in welchem Jahr, die Motivation bleibt die gleiche: All in 4 Tokio 2021!»

Tom Reulein, Teamchef Swiss Sailing Team «Ich freue mich ausserordentlich für diese drei Topathleten, dass sie nun offiziell selektioniert sind. Das ist hart erarbeitet und wohlverdient, aber eben nur die Eintrittskarte zu den Spielen. Ab sofort können sie sich ausschliesslich auf ihre Leistungsentwicklung konzentrieren, damit sie im nächsten Sommer ihre absolute Höchstleistung abrufen können. Ich bin diesbezüglich sehr zuversichtlich! Für das Swiss Sailing Team sind das GOOD NEWS, die uns weiterhin anspornen, unser gesamtes Team bestmöglichst unterstützen zu können.»

 

 

Fotos : © Sailing Energy


LiMa auf MySports

Zur «Primetime» am Sonntagabend wurde auf MySports eine Sendung über unser 470er Damenteam ausgestrahlt. 30 Minuten Berichterstattung über ihre Vorbereitungen in den letzten Monaten, welche durch die Verschiebung der Olympischen Spiele nun eine ganz neue Bedeutung erfährt. Dabei wurden Linda Fahrni und Maja Siegenthaler hautnah von Journalist Herbert Zimmermann begleitet. Hier geht`s zur kompletten Sendung


[Newsletter] Die «Road to Tokyo» ist nun ein bisschen länger!

Das neue Datum der Olympischen Spiele steht fest: vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 werden unsere Athleten vor Enoshima (JPN) um Medaillen, Diplome und persönliche Bestleistungen segeln! Damit bleibt für die sieben Schweizer Olympiaprojekte zusätzliche 12 Monate Zeit, sich in allen Leistungsfaktoren weiter zu verbessern und noch perfekter vorbereitet an die Spiele in Tokio fahren zu können – ein Chance, die unsere Eliteseglerinnen und -segler gewiss nutzen werden!

Das Olympialogo “Tokyo2020” bleibt übrigens unverändert, genau wie unser Motto: ALL-IN-4-TOKYO

 

Die Segelwelt macht Pause – Interview mit SST-Teamchef Tom Reulein

Die Sportwelt ist zum Stillstand gekommen. Auch Schweizer Elitesegler sind zum "Homeoffice" gezwungen, zumal alle Segelclubs bis auf weiteres geschlossen sind.

Nach der Verschiebung der Olympischen Sommerspiele 2020 um ein Jahr und der Verlegung vieler anderer Wettbewerbe ist die internationale Sportwelt zum Stillstand gekommen. Viele Schweizer Profisportler stehen vor einer ungewissen Zukunft und existentiellen Fragen. Wie gehen die Schweizer Elitesegler mit dieser schwierigen Situation um? SST Teamchef Tom Reulein spricht über die aktuelle Rolle in der Teamunterstützung.

Lesen Sie das vollständige Interview hier

 

Update zur Olympiaqualifikation

Welche Regatten finden wann statt, wie sieht das neue Qualifikationsystem für die Olympischen Spiele aus, wann selektioniert Swiss Olympic? Viele Fragen und wenig Antworten – zumindestens im Moment, ist es eine schwierige Zeit für jeden Athleten. Bestätigt von World Sailing ist allerdings, dass die bereits erreichten Nationenquoten erhalten bleiben. Der Europäische Qualifikationsevent wird höchstwahrscheinlich anlässlich einer bereits bestehender Regatta wie Palma oder Hyeres im Früjahr 2021 ausgesegelt wird. Sobald das neue Qualifikationssystem von World Sailing veröffentlicht ist, wird der SST Selektionsausschuss gemeinsam mit Swiss Olympic ein überarbeitetes Selektionsreglement vorlegen.

 

Stand der Qualifikation heute:
49er Schneiter Cujean: qualifizierten die Nation für die Weltmeisterschaften in Aarhus (DEN) 2018 und erreichten die persönliche Bestätigungsleistung an der Weltmeisterschaft in Geelong (AUSI) im Februar 2020.
RS:X Mateo Sanz Lanz: Er qualifizierte die Nation bei der RS:X Weltmeisterschaft in Torbole (ITA) 2019 und konnte die persönliche Bestätigungsleistung mit einem 6. Platz am Enoshima (JPN) Testevent im August 2019 ersurfen.
Laser-Radial-Maud Jayet: Nationenquote an WM in Aarhus (DEN) 2018
470M Fahrni/Siegenthaler: Nationenquote durch Reallocation 2020
470M Wagen/Siegwart, Finn Nils Theuninck, Laser Standard Eliot Merceron haben die Nation noch nicht qualifiziert.

 

...und Swiss Sailing Team arbeitet weiter!

Das wichtigste Ziel ist klar: GESUND BLEIBEN und die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen - durch #stayhome! Wichtige Regatten wurden deshalb abgesagt, das Wassertraining ist stark eingeschränkt und trotzdem: das Swiss Sailing Team arbeitet hochkonzentriert weiter.

Wichtig ist es, die Athleten und Trainer im Prozess der Leistungsentwicklung zu halten. Dabei hilft natürlich das Konditionstraining zu Hause, aber das alleine reicht nicht: "Wir haben verschiedene Möglichkeiten geschaffen, um miteinander zu kommunizieren und uns weiter zu entwickeln", erklärt Marco Versari, verantwortlich für das Datenmanagement & Technology. "Im Juniorenbereich wollen wir die Verbindung zwischen den Seglern und den Trainern aufrechtzuerhalten. Dazu nutzen wir alle gängigen Plattformen wie Zoom, Skype, Google Classroom oder Go To Meeting.

Wir arbeiten an der Theorie, wie z.B. den Wettfahrtregeln, indem wir verschiedenen Situationen durchspielen. Dies sind Themen, für die wir meist keine Zeit haben, wenn wir segeln. Wir vereinbaren auch feste Termine zwischen dem Trainer und dem Athleten und führen so die "Skills Evaluation", die Halbzeitbewertung der Saison, durch.

Für die Elite nutzen wir diese "Pause", um das Know How von Trainer und Athleten zu vertiefen. Wir setzen daher die Vorbereitung des Callbooks fort, welches eine wichtige strategische Entscheidungshilfe für die Olympischen Spiele sein wird. Dafür zeichnet jeder Trainer seine Meteodaten während der Trainingseinheiten auf und kann sie mit den anderen Mannschaften teilen. Ich bereite Analysen der sogenannten Winning Lanes vor, insbesondere dank der in Enoshima gewonnenen Tracking-Daten. Bis Tokio 2021 werden wir hier ziemlich präzise und umfassende Dokumente haben! »

Und wenn Sie genau wissen wollen, wie Linda Fahrni und Maja Siegenthaler (470M) in den letzten Monaten gearbeitet haben, dann dürfen Sie auf keinen Fall die MySports Sendung am Sonntag Abend um 21.30 Uhr verpassen – es lohnt sich!

Virtual Regatta segeln statt nass werden

Da nicht “in life” gesegelt werden kann, bietet sich mit Virtual Regatta ein gutes Onlinetraining für die “ruhiggestellten” Seglerinnen und Segler an. Virtual Regatta hat in Zusammenarbeit mit World Sailing eine virtuelle Regattaserie für alle wichtigen Ereignisse der nächsten Tage eingerichtet. Trofeo Princesa Sofia, Weltcupserie Genua, Kieler Woche...die Gelegenheit also, sich mit den besten Seglern der Welt zu messen und an Wettfahrttaktik und -strategie zu feilen. Jeder kann mitmachen, hier geht es zur Anmeldung und weiteren Informationen.

Zudem hat der Verband Swiss Sailing eine Schweizer Meisterschaft entwickelt, die im Rahmen der oben erwähnten internationalen Regatten durchgeführt wird. Jeder unter Schweizer Flagge registrierte Segler wird automatisch in die Schweizer Rangliste aufgenommen. Für weitere Informationen

 

Hopital La Tour weiterhin sportmedizinischer Partner von SST

Die Schweizer Eliteseglerinnen und -segler werden während ihrer nun um ein Jahr verlängerten Olympiavorbereitung auf Tokyo 2021 auch weiterhin intensiv von der La Tour Medical Group unterstützt. Neben den Health Checks und den Konditionstests sind SST Teamarzt Dr. Per Bo Mahler und Physiotherapeut Philippe Marchand nun bereits seit 3 Jahren mit dem Team auf Tour:

Wie hat sich denn die Zusammenarbeit mit dem Team bis heute entwickelt?
Philippe: Die Beziehung zu den Athleten sind im Laufe der Zeit immer besser geworden: mehr Vertrauen, mehr Austausch, es hat sich ein richtiger Teamspirit entwickelt. Man hat sich näher kennengelernt, respektiert und schätzt sich sowohl beruflich als auch auf persönlicher Ebene.
Per: Ich habe junge Seglerinnen und Segler kennengelernt, die mich mit ihrem extrem hohen Leistungsniveau beeindrucken. Es hat etwas gedauert, einen Weg für eine effiziente Zusammenarbeit mit den Managern, den Trainern und den Athleten zu finden, weil ich bis jetzt noch in keiner so komplexen Sportart wie dem Segeln unterwegs war. Aber mittlerweile sind wir alle auf derselben Wellenlänge und ich freue mich immer, wenn ich den einen oder anderen unterstützen kann.

Welche Zielstellungen verfolgt ihr beiden denn primär?
Philippe: Ich möchte, dass sie sich gut versorgt fühlen und ihnen zugehört wird. Es ist wichtig, dass sie von einem multidisziplinären und professionellen Team begleitet werden. Das ermöglicht ihnen, sich stetig in ihren Leistungen auf dem Wasser zu verbessern und die hochgesteckten Erwartungen zu erfüllen.
Per: Mein Ziel ist, dass ich sowohl bei Gesundheitsproblemen als auch in der Verletzungsprävention die bestmögliche Unterstützung bieten kann und zudem Zeit für das Zuhören habe. Ich hoffe, ich kann ihnen helfen, ihre Träume zu verwirklichen!

Warum ist der Hopital La Tour eine Partnerschaft mit dem SST eingegangen?
Per: Seit es im L'Hôpital de la Tour die Sportmedizin gibt, haben wir uns immer für den Segelsport interessiert, die ersten olympischen Segler haben wir bereits Ende der 1990er Jahre betreut. Wir konnten dann unseren sportmedizinischen Betreuungsansatz im Segeln perfektionieren, als wir über viele Jahre das Alinghi-Team begleitet haben. Aktuell ist es aber auch eine Herzensangelegenheit, die Olympiaaspiranten für Tokyo 2021 zu unterstützen, weil es diesen trotz höchster sportlicher Anforderungen manchmal an Unterstützung mangelt.

Was genau sind Ihre Aufgaben?
Per: Ich muss dafür sorgen, dass die Athleten bei bester Gesundheit sind und bleiben, also auch präventive Massnahmen umsetzen. Dem Team steht eine umfangreiche Reiseapotheke zur Verfügung und sie können mich jederzeit anrufen, wenn sie irgendwelche gesundheitliche Fragen haben. In der aktuellen Situation mit dem neuartigen Coronavirus übernehme ich zudem die Beratung des Teammanagement bei ihren strategischen Entscheidungen. In Tokio selbst war ich im Rahmen der World Sailing Medical Commission auch aktiv an der Diskussion über extreme Wetterbedingungen beteiligt. Insgesamt geht es darum, ein gutes Netzwerk aufzubauen und Leidenschaft für den Olympischen Segelsport zu zeigen!
Philippe: In vielen Sportarten spielt der Physiotherapeut eine wirklich wichtige Rolle, um den Athleten zur Realisierung von Höchstleistung zu bringen. Zunächst einmal gilt es, die rein körperliche Erholung des Athleten nach einem Trainings- oder Wettkampftag so weit wie möglich zu optimieren, damit er am nächsten Tag wieder fit ist. Durch gutes Zuhören während der Physiobehandlungen kommt aber auch viel persönliches zum Vorscheinber, was vertraulich bleibt. Die Beziehung zum Physio ist diesbezüglich etwas anders als die zum Coach. Ich kann also zusätzlich in für den Sportler wichtigen Momenten zum Verständnis und zur Motivation beitragen!

 

Nationales Leistungszentrum für Segelsport in Lausanne

Das geplante Nationale Leistungszentrum in Lausanne ist das letzte Mosaiksteinchen, welches die Schweiz endgültig in die Gruppe der führenden Segelnationen heben wird. Die gemeinsame Vision von Swiss Sailing und dem Swiss Sailing Team ist nichts weniger als die Eröffnung einer vom Bundesamt für Sport und Swiss Olympic anerkannten Basis im Sportzentrum Dorigny der Universität Lausanne und der EPFL. Dieser Stützpunkt soll alle Bedürfnisse des internationalen Spitzen- und Nachwuchswettkampfsports in Bezug auf Training, Ausbildung und Materialentwicklung sowie eine enge sportwissenschaftliche Betreuung erfüllen. Gleichzeitig bieten die UNIL und die EPFL bereits optimale Bedingungen für die Kombination von Studium und Leistungssport für eine duale Karriere. Der aktuelle Projektplan unter der Leitung von Jean-Claude Ray sieht ein umfassendes Maßnahmenprogramm bereits für das Jahr 2020 vor. Regelmäßige Sportaktivitäten sollen spätestens im Sommer 2021 aufgenommen werden.

 

Schweizer Armee bietet beste Unterstützung für SST Elitesegler

Um ihre Pflicht als Schweizer Bürgerinnen und Bürger zu erfüllen, haben nun auch Seglerinnen und Segler des Swiss Sailing Teams die Möglichkeit, ihren Militärdienst innerhalb ihres langfristig ausgrichteten Olympiaprojektes zu leisten. Nach Nils Theuninck im vergangenen Jahr waren es die 470 Kilian Wagen und Grégoire Siegwart, die der Schweiz im Rahmen ihrer Spitzesport Rekrutenschule dienten.

"Nach drei Wochen in der Kaserne konnten wir die hervorragende Infrastruktur in Magglingen für unser segelspezifisches Training nutzen", sagt Grégoire. "Als Sportler ist das wirklich eine große Chance! Vor Ort wird uns das Beste geboten: Beratung zur Karriereplanung, Physiotherapeut, Sportpsychologe, Magglingen ist ein echtes Leistungszentrum. Die Armeeverantwortlichen kümmern sich um jedes Detail, sie unterstützen uns, drängen uns zum Fortschritt! Das Beste ist, dass wir in der Spitzensport RS auch zum Segeln gehen konnten. Zusammengerechnet hatten wir fünf intensive Monate, aber es war wirklich ideal, um bzgl. der Leistung auf dem Wasser voranzukommen! Ich habe es wirklich genossen, mit anderen Spitzensportlern zusammen zu sein, die wir sonst so nicht getroffen hätten. Einige von ihnen sind Freunde geworden, die wir uns ein Leben lang bewahren werden. Und schliesslich gibt es auch eine gutes Gefühl, zu den besten Schweizer Sportlerinnen und Sportler gezählt zu werden!"


Die Segelwelt steht still – Interview mit Tom Reulein, Teamchef SST

Die Schweizer Sportwelt steht still. Auch die Schweizer Sportlerinnen und Sportler sind zu «homeoffice» verdonnert, zumal sämtliche Sportstätten bis auf Weiteres geschlossen sind. Wie gehen die Schweizer Eliteseglerinnen und Segler mit der schwierigen Situation um? Und was ist die Rolle von SST in dieser Situation?
Nach der Verschiebung der Olympischen Sommerspiele 2020 um ein Jahr und der Absage resp. Verschiebung zahlreicher anderer Wettkämpfe steht die Sportwelt still. Viele Schweizer Profi-Sportlerinnen und -Sportler vor einer unklaren Zukunft und existenziellen Fragen. So meint Maja Siegenthaler beispielsweise: "Ich habe weder Trainings noch Wettkampf noch Uni". Wie gehen unsere Eliteseglerinnen und –segler mit der schwierigen Situation um? Und was ist die Rolle von SST? SST-Teamchef Tom Reulein gibt Auskunft.
1) Tom, am Freitag hat das IOC die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele um ein Jahr bekanntgegeben. Deine ersten Gedanken? Und was bedeutet dieser Entscheid nun für SST?
TR: Im ersten Moment waren wir alle erleichtert. Aufgrund der Coronakrise und den damit verbundenen massiven Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr und im täglichen Trainingsbetrieb sowie der zahlreichen Eventabsagen war es schlichtweg unmöglich, sich ernsthaft auf die Olympischen Spiele in diesem Jahr vorzubereiten. Dass sich Swiss Olympic in Absprache mit seinen Sommersportverbänden klar für eine Verschiebung der Spiele eingesetzt hat fand ich sehr konsequent. Nachdem nun der neue Termin (23.07. – 08.08.2021) festgelegt wurde, können wir die verbleibenden 16 Monate schon etwas konkreter planen. Für die detaillierte Erstellung der neuen Periodisierungszyklen in der Leistungsentwicklung fehlen aber immer noch die wichtigsten Eckpunkte wie beispielsweise das überarbeitete Olympiaqualifikationssystem oder die Termine im Herbst (EM, WM, etc.). Der zweite Gedanke war, dass wir nun von August bis Dezember 2020 zusätzlich fünf Monate hochprofessionellen Spitzensportbetrieb aus unserem aktuellen Budget finanzieren müssen. Das ist eine echte Herausforderung nicht nur für uns, sondern auch für unsere Athleten, die private Planungen zurückstellen und eine weitere komplette Saison dranhängen müssen. Mit Tokyo 2021 verkürzt sich zudem die Vorbereitungszeit für die Olympischen Spiele in Paris/Marseille 2024, sodass wir weniger Zeit haben, in den neuen Bootsklassen wie Kite oder Offshore solide Saisonprogramme aufzugleisen. Wir sind also mit vielschichtigen und langfristigen Veränderungen konfrontiert.
2) Auch die Elite-Seglerinnen und Segler sind aufgrund der Schliessung aller Sportstätten und Trainingsanlagen zu «homeoffice» verdonnert. Was heisst das konkret? Wie trainieren die AthletInnen weiter? Wie motivieren sie sich, wenn kein unmittelbares Ziel sprich Wettkampf ansteht? Welches Ziel haben sie vor Augen?
TR: Das ist keine einfache Situation, aber unsere Athleten sind gewohnt, sich auf alle möglichen Rahmenbedingungen einzustellen und das Beste daraus zu machen. Wir sind jetzt in einer Übergangsphase, d.h. man fährt das Leistungslevel bewusst etwas runter, um in einigen Wochen einen neuen Saisonaufbau zu beginnen. Natürlich rücken jetzt all diejenigen Leistungsfaktoren in den Vordergrund, an welchen sich auch im «Homeoffice» arbeiten lässt; also im Bereich des physischen Konditionstrainings, an mentalen Fähigkeiten, Materialtests und Tuning, aber auch an Leistungsanalysen der vergangenen Trainings- und Wettkampfeinsätzen. Der ein oder andere ist zudem im eSailing unterwegs. Man plant von Woche zu Wochen, aber die feste Struktur im Tagesablauf ist extrem wichtig. Wir wollen unsere Athleten sozusagen «im Thema behalten», ermutigen sie aber auch, mal etwas komplett Neues auszuprobieren. Das hilft, die Lebensfreude und Grundmotivation aufrechtzuerhalten. Das konkrete Ziel heisst also, gut durch diese herausfordernde Zeit zu kommen, um dann wieder voll angreifen zu können, wenn es möglich ist.
3) Wie funktioniert die Kommunikation zw. Trainer und Athleten? 
TR: Das läuft dank der modernen Kommunikationsmittel recht gut. Die Trainer stehen regelmässig mit den Athleten in Kontakt. Auch von unserer Seite sind Telefonkonferenzen und Onlinemeetings geplant und unser Datenmanager Marco Versari bereitet gerade einige Webinare zu verschiedenen Themen vor.
4) Was sind zurzeit die grössten Herausforderungen für dich als Teamverantwortlichen? Für die Trainer? Für die Athleten?
TR: Wir wollen jetzt erstmal eine grösstmögliche Kontinuität in unserem Set-Up bewahren, das gibt Stabilität. Das heisst auch weiterhin unsere erfolgversprechenden Olympiaprojekte bestmöglich unterstützen und die Zusammenarbeit mit unseren Trainern sowie unseren Partnern, Sponsoren und Donatoren fortführen. Wie bereits erwähnt müssen jetzt die dinglichsten Fragen wie die Saisonplanung und die Finanzierung in 2020 sowie die Olympiaqualifikation und die unmittelbare Olympiavorbereitung in 2021 so bald wie geklärt werden. Wir stehen diesbezüglich in engen Austausch mit World Sailing und Swiss Olympic, aber eine gewisse Restunsicherheit schwingt da immer mit, weil sich die Entwicklung der Coronakrise ja schwer abschätzen lässt. Trainer und Athleten sind aufgefordert, möglichst bald ein grundsätzliches 100% Commitment für Tokyo 2021 abzugeben, damit wir gemeinsam die Details einer weiteren Zusammenarbeit ausarbeiten können.
5) Wie stellt SST sicher, dass sowohl im Topbereich wie im Nachwuchsbereich trotz fehlendem Training auf dem Wasser kein Defizit entsteht?
TR: Wassertraining kann man nicht so ersetzen, dass kein Defizit entsteht. Wir können hier lediglich Lösungsideen anbieten, damit das Defizit so klein wie möglich gehalten wird. Technikanalysen im Video, Hängebanktraining oder andere Bewegungssimulationen gehören hier genauso dazu wie das Visualisieren im mentalen Training oder der klassische Regelkundetest. Strategische und taktische Skills können durch die Analyse von SAP Tracking Replays verbessert werden, aber auch das ein oder anderen Buch über Wetter, Strömung oder Aerodynamik ist sicher lesenswert. Je mehr man «im Thema» bleibt, umso schneller kommt man wieder auf sein ursprüngliches Leistungsniveau.
6) Was ist für die Athletinnen und Athleten aus deiner Sicht in der aktuellen Situation das Wichtigste?
TR: Gesund und positiv gestimmt bleiben!
Quelle : Swiss Sailing
© Sailing Energy

Was sagen die SST Olympiaaspiranten zur Verschiebung der Olympischen Spiele

Die Ankündigung wurde gestern seitens des IOC offiziell gemacht: Die Olympischen Spiele werden auf 2021 verschoben. Obwohl die Nachricht von vielen erwartet wurde, kam sie wie ein kleiner Schock. Und dennoch war es für die Schweizer Athleten eine Art Erlösung. Trotz vieler Unbekanntheiten, insbesondere über die Wiederaufnahme des Trainings, die Qualifikationsregatten, die nächsten Kaderzusammenzüge. Das Swiss Sailing Team bestätigt seine Unterstützung für seine sieben Olympiaprojekte und ermutigt seine Athleten, diese aussergewöhnliche Situation als Chance zu sehen, ihre Leistungsentwicklung weiter voranzutreiben und somit noch bessere Ergebnisse ban den Olympischen Spielen erreichen zu können.

Mateo Sanz Lanz, RS:X: Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil die Spiele schon sehr nah waren. Aber jetzt haben wir mehr Zeit, um für "Tokio 202ONE" zu trainieren. Ich werde nun zusammen mit meinem Coach Asier Fernandez einen neuen Trainingsplan für die nächsten Monate erstellen. Wir sollten bis zu den Spielen trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen und dann eine große Pause einlegen, bevor wir von RS:X auf Foilboard wechseln. Jetzt müssen wir uns erstmal etwas beruhigen und ein weiteres Jahr planen. Aber an meiner Einstellung hat sich nichts verändert: Geduld, Arbeit, #allin4tokyo.

Sébastien Schneiter, 49er Steuermann: Es ist immer noch ein Schock, auch wenn wir es ein wenig erwartet haben. Aber es ist sicherlich die richtige Entscheidung! Ich denke, es ist eine große Chance für das gesamte Swiss Sailing Team, denn wir sind jung und alle in einem starken Aufwärtstrend mit weiterem Verbesserungspotential. Mit einem zusätzlichen Jahr werden wir noch bessere Leistungen anstreben können.

Lucien Cujean, Vorschoter 49er: Die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio ist außergewöhnlich, aber es war sicher richtig, dies zu tun. Es ist immer noch eine große Veränderung in unseren Programmen, und ich hoffe, dass alle Sportler ihre Ausbildung bis dahin verlängern können. Wir unsererseits werden die Situation nutzen, um weiter voranzukommen und unsere Chancen für die Olympischen Spiele zu erhöhen!

Maud Jayet, Laser Radial: Ich bin ein wenig enttäuscht, dass ich noch ein weiteres Jahr auf die Spiele warten muss. Dies wird einen erheblichen Einfluss auf die anderen Projekte haben, die ich für 2021 hatte. Ich bin jedoch überzeugt, dass es in Anbetracht der derzeitigen Situation in der Welt das Beste ist, was man tun kann. Es wäre sehr schwierig gewesen, bis Juli erfolgreich zu trainieren. Das Wichtigste ist jetzt, die nächsten Monate gut zu organisieren, wenn wir eine klarere Vorstellung davon haben, wann das systematische Wassertraining wieder aufgenommen wird. Wir werden alles tun, um für die Spiele bereit zu sein!

Linda Fahrni, Steuerfrau 470er: Ich bin ein wenig enttäuscht, dass die Spiele dieses Jahr nicht stattfinden. Aber es ist sicherlich die richtige Entscheidung. Das Schwierigste für mich ist im Moment der Umgang mit den unsicheren Zeiten, die wir vor uns haben, wir wissen nicht, was auf uns zukommt. Aber es ist für alle gleich, nicht nur für die Sportler. Ich versuche, es als Herausforderung anzunehmen!

Maja Siegenthaler, Vorschoterin 470er: Es ist schwierig, wenn man ein Ziel hat und das Ziel plötzlich auf ein Jahr später verschoben wird. Ich hatte dies erwartet, aber als ich die Nachricht erhielt, war es ein Schock. Ein sehr merkwürdiges Gefühl. Das hat alle Pläne, die ich nach den Olympischen Spielen hatte, geändert. Aber es eröffnet auch neue Möglichkeiten, insbesondere durch die längere Zusammenarbeit mit unserem Trainer Toni!

Kilian Wagen, Steuermann 470er: Wir haben damit gerechnet. Dies ist eindeutig die gerechteste Entscheidung für alle Sportler. Es wäre zu ungerecht gewesen, wenn einige von ihnen trainieren könnten, während andere in ihren Häusern bleiben.
Wir werden uns nun auf unsere physische Vorbereitung zu Hause konzentrieren und sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Es besteht noch immer eine große Unsicherheit über die Olympiaqualifikationsregatten oder sogar die Daten der Olympischen Spiele. Sommer? Frühling? Aber auf jeden Fall sind wir noch nicht am Höhepunkt unserer Performance angekommen und wir werden weiter hart arbeiten. #Tokyo2020ne

Grégoire Siegwart, Vorschoter 470er: Das ist keine große Überraschung, wenn man bedenkt, was gerade in der Welt passiert. Als Sportler ist das für uns ein ganz besonderes Gefühl. Aber wir befinden uns in einer so außergewöhnlichen Situation, dass die Gesundheit an erster Stelle steht. Als Segler sind wir es gewohnt, gegen unvorhergesehene Elemente zu kämpfen. Wir nehmen dies als neue Herausforderung und als eine gute Gelegenheit, uns bis zum nächsten Jahr zu verbessern. Aber zunächst einmal: #stayhome!

Eliot Merceron, Laser Standard: Es ist eine Erleichterung, auch wenn ich mehr als alles andere dafür kämpfen wollte! Es ist nur eine Verschiebung, und es wird mir erlauben, noch weiter voranzukommen. Im Moment sind ganz andere Dinge wichtig. Ich bin immer noch so motiviert wie eh und je, und ich bin so ungeduldig, wieder aufs Wasser zu kommen!

Nils Theuninck: Ich unterstütze die Entscheidung des IOC. Das war in der gegenwärtigen Situation sehr vernünftig. Für mich bleibt das Ziel dasselbe, nur der Zeitplan ändert sich. Ich hoffe, dass jeder das Beste aus diesen Bedingungen macht und gesund bleibt!


Japan verschiebt Olympische Spiele auf 2021

Es ist offiziell: Japan verschiebt Olympische Spiele auf 2021. Siehe unter folgendem Link :  https://www.olympic.org/news/joint-statement-from-the-international-olympic-committee-and-the-tokyo-2020-organising-committee

« Wir sind erstmals erleichtert, niemand konnte sich vorstellen, dass die Spiele unter diesen Umständen durchgeführt werden würden.
Wir nehmen uns nun erstmals Zeit um alles zu bewerten und schauen, wie wir uns nun aufstellen sollen. Grundsätzlich sehen wir das als absolute Chance, die Verschiebung ist quasi ein Geschenk, dass wir nun ein Jahr Zeit bekommen um noch besser zu werden und in Weltspitze vorzudringen. Kurzum: Die Verschiebung kommt uns entgegen. »

Tom Reulein, Swiss Sailing Team Team Chef.


Information zu den Olympiavorbereitungen des Schweizerischen Segelverbands Swiss Sailing

Swiss Olympic hat heute beim IOC die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio beantragt. Solange ein Entscheid über die Durchführung der Olympischen Sommerspiele aussteht, werden die Vorbereitungen des olympischen Segel-Kaders (Swiss Sailing Team) im Nationalen Leistungszentrum «Magglingen/Ipsach» unter strengen Vorgaben des BAG ab morgen weitergeführt.

In der aktuell schwierigen Zeit mit enormen persönlichen, beruflichen und gesundheitlichen Herausforderungen verfolgt das Swiss Sailing Team die Situation um die Verbreitung des Coronavirus genauestens. Zum einen gilt sicherzustellen, dass alle Teammitglieder die Vorgaben des Bundes, insbesondere des Bundesamts für Gesundheit BAG, strikte einhalten, um so das Risiko einer Infektion so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig müssen die Olympia-Vorbereitungen fortgesetzt werden, solange es keinen offiziellen Entscheid über eine Verschiebung der Olympischen Spiele gibt.

Magglingen steht Topathleten für Olympiavorbereitung offen
Nachdem es gelungen war, das gesamte SST-Elite- und Nachwuchsteam gerade noch rechtzeitig vor dem spanischen «Lockdown» aus Palma de Mallorca zurückzuberufen, absolvierte das Team vergangene Woche zu Hause individuelle Konditionseinheiten.

Währenddessen haben die Verantwortlichen des Swiss Sailing Team in enger Absprache mit Swiss Olympic und Swiss Sailing intensiv die Option der Nutzung des Nationalen Leistungszentrums des Bundesamtes für Sport in «Magglingen/Ipsach» geprüft. Aufgrund der strengen Auflagen seitens des BASPO wird das Umfeld als ausreichend sicher eingestuft, um sowohl das Konditionstraining als auch das Training auf dem Wasser zu absolvieren.

Nach einer strikten fünftägigen Selbstquarantäne nach Vorgaben des BAG müssen alle Athletinnen und Athleten sowie alle Trainer eine Telefonanamnese sowie einen medizinischen Check absolvieren, um überhaupt zum sicheren Perimeter zugelassen zu werden. Nach einem erfolgreichen Bestehen des Medizintests werden alle Teilnehmenden über die einzuhaltenden Hygiene- und Abstandsregelungen instruiert.

Hohes Mass an Selbstverantwortung von allen Beteiligten
«Stand heute wird das Nationale Leistungszentrum in Magglingen/Ipsach seitens des Bundesrates und des Bundesamts für Sport BASPO als sicheres Trainingsumfeld eingestuft und für alle Athletinnen und Athleten, welche sich für die Olympischen Spiele in Tokio vorbereiten, weiterhin offengehalten», so SST-Teamchef Tom Reulein. «Wir sind uns bewusst, dass dies nicht selbstverständlich ist und einen sehr hohen Anteil an Selbstverantwortung von allen Beteiligten erfordert». Auch weiterhin wird das Swiss Sailing Team in Absprache mit Swiss Sailing täglich eine Lagebeurteilung vornehmen, angemessen handeln und proaktiv kommunizieren.

Quelle : Swiss Sailing


Swiss Sailing Team in Zeiten von COVID-19

Das Swiss Sailing Team hat sich auf die jüngsten Entwicklungen der COVID-19 Pandemie reagiert und alle Seglerinnen und Segler in die Schweiz zurückbeordert.

Diese aussergewöhnlichen Situation bedingt massive, aber notwendige Einschränkungen sowohl im täglichen Leben, als auch im Leistungssportbetrieb und das nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit. Die oberste Priorität des Swiss Sailing Teams ist es, alle unsere Athleten, Coaches und alle weiteren Mitarbeiter gesund zu halten. Dabei handelt SST gemäss den Direktiven des Bundesrates, sowie den Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit und des Schweizerischen Seglerverbandes.

Gleichzeitig werden alle Optionen eines sicheren Trainingsumfeldes exploriert, um eine kontinuerliche Leistungsentwicklung weiterzuführen und für die Olympischen Spiele 2020 bereit zu sein! In Moment trainieren unsere Mitglieder des Nationalteams, des B- und C-Kaders zu Hause.

Lesen Sie die neuesten Updates von Swiss Sailing unter folgendem Link.

 


Weltcup Genua und Trofeo Princesa Sofia wegen Sars-CoV-2 abgesagt

Der für diesen Frühling geplante Weltcup in Genua wurde seitens World Sailing abgesagt. Da dieser Event als Europäischer Qualifikationsevent sowohl für die Nationen Quoten als auch für die persönlichen Bestätigungsleistungen (TOP 12 Ergebnis) vorgesehen war, werden nun vom IOC, World Sailing, Swiss Olympic und SST alternative Qualifikations- und Selektionsreglemente erarbeitet.

Tom Reulein zur aktuellen Lage: «Oberste Priorität hat die Gesundheit unserer Seglerinnen und Segler, wie auch deren Trainer und Betreuer. Deswegen nehmen wir eine tägliche Lagebewertung für jedes einzelne Trainingscamp, Regattateilnahme oder Team Meeting sowohl im Elite als auch im Nachwuchsbereich vor.»

Swiss Sailing Team verfolgt sehr aufmerksam die Entwicklung um die Verbreitung des neuen Coronavirus. Dabei sind die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit sowie der Medical Commission von World Sailing die zentralen Referenzpunkte für eine tägliche Lagebeurteilung ausschlaggebend, welche Teamchef Tom Reulein in enger Abstimmung mit Teamarzt Dr. Per Mahler (Hopital La Tour) vornimmt. «Zu allererst mussten wir dafür sorgen, dass unsere Athleten, Coaches und Staff zeitnah, transparent und umfassend über die neuesten Präventivmassnahmen informiert werden, um das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren. Die Gesundheit unserer Teammitglieder steht schliesslich an oberster Stelle! Zudem haben wir bereits frühzeitig mit einer laufenden Eventualplanung begonnen, sodass wir gut auf Regattaabsagen oder Änderungen von Trainingsorten reagieren können» so Tom Reulein «Eine richtige Blackbox zur Zeit sind aber die eventuell auf uns zukommenden internationalen Reiserestriktionen. Aber auch das angepasste Olympia Qualifikationssystem von World Sailing erfordert nun von allen Beteiligten ein hohes Mass an Flexibilität und Resilienz. Trotz all dieser Themen müssen wir uns nach wie vor zu 100% auf die jetzt anstehenden Trainings und Wettkämpfe konzentrieren, damit wir optimal auf die Olympischen Segelwettbewerbe in Enoshima vorbereitet sind; sei es mit oder ohne Zuschauer vor Ort».
Die neuesten Informationen des Bundesamts für Gesundheit finden Sie unter folgendem Link: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov.html#1281538915


Segeln: Schneiter/Cujean qualifizieren sich für die Olympischen Spiele in Tokyo

Im olympischen Segelsport müssen zwei Kriterien erfüllt werden, um sich für die Olympischen Spiele in Tokyo zu qualifizieren: die Nationenquote und die persönliche Bestätigungsleistung. Sébastien Schneiter und Lucien Cujean (Société Nautique de Genève) sicherten sich mit Platz 10 an den Weltmeisterschaft in Aarhus im August 2018 diese Nationenquote für die 49er. Sie haben anlässlich der Weltmeisterschaft diese Woche in Geelong (Australien) mit Rang 12 die persönliche Bestätigungsleistung erreicht.

Die 49er Weltmeisterschaften 2020 fanden unter ziemlich herausfordernden Bedingungen statt: Zuerst zu viel, dann zu wenig Wind erlaubte dem Raceofficer nicht, an jedem Tag faire Wettfahrten durchzuführen. Am Ende konnten nur 13 der geplanten 17 Wettfahrten ausgetragen werden. Sébastien und Lucien zeigten im Laufe der Woche eine immer stärkere Leistung und waren im Goldfleet der besten 25 Boote sehr konstant in den TOP 10 unterwegs. Am Vorabend des letzten Tages platzierten Sie sich dann just auf Platz 12. Nach zwei weiteren Races am Samstag beenden Sie diese wichtige WM mit einem guten 12. Platz.

Ergebnisse der 49er WM

Nachdem im 49er nun beide geforderten Olympiakriterien erfüllt hat, kann jetzt der Selektionsausschuss des Swiss Sailing Teams nach eingehender Prüfung das Team Swiss Olympic zur offiziellen Selektion vorschlagen. Eine erste Selektion für die Schweizer Seglerinnen und Segler findet am 30. März statt.

Der 49er Schneiter/Cujean ist, nach Mateo Sanz Lanz (Gstaad Yacht Club) im RS:X Windsurfen, schon das zweite Boot, welches beide Qualifikationskriterien erfüllt hat. Eine Zusammenfassung des aktuellen Qualifikationsstatus und der noch verbleibenden Qualifikationsmöglichkeiten des Schweizer Segelteams ist nachfolgend aufgeführt.

 

Sébastien Schneiter: « Das Hauptziel war eine TOP 12 Platzierung und wir sind froh, dass wir das an dieser WM erreicht haben! Wir sind gut gesegelt, aber dennoch ein wenig enttäuscht, dass wir das finale Medalrace um ein paar Punkte verpasst haben. Die Gesamtleistung stimmt aber und das ist sehr positiv! Wir können uns jetzt auf die Vorbereitung der Olympische Spiele konzentrieren und müssen nicht zum Weltcup nach Genua fahren. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber wir wollen natürlich schon noch mehr! »

Lucien Cujean « Wir sind die ganze Woche lang sehr konstant gesegelt und das hat sich am Ende bezahlt gemacht! Jetzt liegt der Focus auf der Olympiavorbereitung mit unserem englischen Sparringpartnern Fletcher/Scott »

Tom Reulein, Teamchef des Swiss Sailing Team : « Es freut mich wirklich sehr, dass Sebastien und Lucien diesen wichtigen Meilenstein - die Olympiaqualifikation - nun endgültig in der Tasche haben. So können sie sich jetzt ab sofort gezielt auf ihren Zielwettkampf, die Olympischen Spiele in Tokio, vorbereiten, um dort absolute Bestleistung abrufen zu können. Schön, haben wir die beiden nach Rio 2016 nun ein zweites Mal mit im Team! »

 

Tokio 2020 - Stand der Qualifikationen des Swiss Sailing Teams

49er Schneiter Cujean: qualifizierten die Nation für die Weltmeisterschaften in Aarhus 2018 und erreichten die persönliche Bestätigungsleistung an der Weltmeisterschaft in Geelong im Februar 2020.

RS:X Windsurfing Sanz Lanz: Er qualifizierte die Nation bei der RS:X Weltmeisterschaft 2019 und konnte die persönliche Bestätigungsleistung mit einem 6. Platz am Enoshima Testevent im August 2019 ersurfen.

Laser-Radial Jayet: Sie qualifizierte die Nation bei der Aarhus-Weltmeisterschaft 2018. Eine persönliche Bestätigungsleistung wird Ende Februar mit einer TOP 12 Platzierung an der Weltmeisterschaft in Melbourne oder dem Weltcup in Genua möglich sein.

470M Wagen/Siegwart: Das junge Team muss die Nation anlässlich der letzten Chance am Weltcup in Genua im April qualifizieren. Die Liste der qualifizierten Nationen nach Klassen ist hier verfügbar. Eine persönliche Bestätigungsleistung mit einer TOP 12 Platzierung an der Weltmeisterschaft in Melbourne oder dem Weltcup in Genua wird bei der WM der 470er in Palma im März oder am Weltcup in Genua im April gesegelt werden können.

470M Fahrni/Siegenthaler: Haben den Nationenplatz per Re-allocation erhalten und müssen eine persönliche Bestätigungsleistung entweder an der WM der 470er in Palma im März oder am Weltcup in Genua im April segeln.

Finn Nils Theuninck: Er muss die Schweiz anlässlich der letzten Chance am Weltcup in Genua im April qualifizieren. Die Liste der qualifizierten Nationen nach Klassen ist hier verfügbar. Eine persönliche Bestätigungsleistung mit einer TOP 12 Platzierung an der Weltmeisterschaft in Palma oder dem Weltcup in Genua muss Nils zusätzlich erreichen.

Laser Standard Eliot Merceron: Auch er muss die Nation am Weltcup in Genua qualifizieren und hat anlässlich dieser Regatta zusätzlich die gelegenheit, seine persönliche Besttigungsleistung (TOP 12 Platzierung) zu erzielen. Die Liste der qualifizierten Nationen nach Klassen ist hier verfügbar.

Foto :
2020 49er World Championships © Sailing Energy - Free editorial rights


Ehrgeiziger Start ins Olympiajahr 2020

Mit den besten Wünschen für ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2020 für unsere Fans sind die Seglerinnen und Segler des Swiss Sailing Teams in die entscheidende Saison im vierjährigen Olympiazyklus gestartet.

Dabei konzentriert sich das Schweizer National Team und der B-Kader zunächst auf die Erfüllung aller notwendigen Selektionskriterien. Diese bestehen zum einen in der Sicherung der Nationen Quote, zum anderen in der persönliche Bestätigungsleistung. Erst dann wird die unmittelbare Vorbereitung auf die Segelwettbewerbe in Enoshima, Tokio angegangen.

Die letzten Schweizer Startplätze für die Olympischen Spiele werden Mitte April anlässlich des Weltcups in Genua (ITA) ausgesegelt. Dabei muss sich die Schweiz jeweils als erste europäische Nation klassieren, welche sich noch nicht qualifiziert hat. Die persönliche Bestätigungsleistung kann durch eine TOP 12 Rangierung an der Klassenweltmeisterschaft sowie dem Weltcup in Genua nachgewiesen werden.

Der Selektionsausschuss von Swiss Olympic entscheidet dann final über die Selektion der von Swiss Sailing Team vorgeschlagenen Athleten. Das Swiss Olympic Sailing Team wird am 6. Juli bekannt geben.

Hier der aktuelle Stand der Olympiaqualifikationen der Schweizer Teams vom 13. Januar:

Mateo Sanz Lanz - RS:X: Nationen Quote (Torbole-Weltmeisterschaften 2019) und persönliche Bestätigungsleistung (Test-Event Enoshima 2019) erbracht

Schneiter/Cujean - 49er: Nationen Quote erreicht (Aarhus-Weltmeisterschaft 2018)

Maud Jayet - Laser-Radial: Nationen Quote erreicht (Aarhus-Weltmeisterschaft 2018)

Nils Theuninck (Finn), Fahrni/Siegenthaler (470W), Eliot Merceron (Laser Standard), Wagen/Siegwart (470M) müssen noch beide Selektionskriterien erfüllen.

Hier geht es zum Wettkampfkalendar inklusive der Qualifikationsregatten.


Erste Mixed Offshore Weltmeisterschaft 2020

Vom 10. – 22. Oktober 2020 findet in Malta die erste Mixed Offshore WM statt. Dazu führt World Sailing vorgängig in Frankreich eine Qualifikations-Regatta durch, an welche auch die Schweiz ein Team entsenden kann. Interessiert? Dann meldet euch bis spätestens 31. Januar 2020 via Email bei SST Teamchef Tom Reulein (tom.reulein@swiss-sailing-team.ch).

Im Mixed Offshore Racing wird an den Olympischen Spielen 2024 vor Marseille um Medaillen und Diplome gesegelt! Es wird Zeit, dass sich aussichtsreiche Schweizer Teams mit dem Format und den möglichen Gegner auseinandersetzen. Wo ginge das besser als an der ersten Mixed Offshore WM in Malta? Gesegelt wird auf L30, die von den teilnehmenden Teams gechartert werden. Die Boote werden den Seglerinnen und Seglern eine Woche vor der Meisterschaft per Losverfahren zugewiesen. Die Segler haben dann Zeit, das Material zu testen. Teilnehmen dürfen zwanzig Teams aus ebenso vielen Nationen, darunter auch die Schweiz.

Interessierte Segler haben nun die Gelegenheit, sich bis 31. Januar 2020 für einen Startplatz zu bewerben. SST wird anschliessend aus all den Bewerbern ein Team für dieses Qualifikations-Event auswählen.

Weitere Informationen zur Mixed Offshore WM 2020 finden sich hier.

Quelle Swiss Sailing

© SSI / Stefano Robotti


Schweizer Lotterien unterstützen Swiss Sailing Team

Der Schweizer Nachwuchs- und Elitesport profitiert umfangreich von der Unterstützung der Schweizer Lotterien. Sowohl Swisslos als auch die Romande Lotterie spenden ihren gesamten Gewinn an gemeinnützige Projekte in den Bereichen Sport, Kultur, Umwelt und soziales Handeln.

Und somit darf auch das Swiss Sailing Team jedes Jahr mit Beiträgen der beiden Lotterien rechnen, welche sogar rund die Hälfte des Gesamtbudget ausmachen. Swisslos und die Romande Lotterie unterstützt somit sehr zielgenau und zweckgebunden die Umsetzung des Leistungssportförderkonzeptes, die Verpflichtung von Nationaltrainer für den Nachwuchs und die Elite und auch spezielle Massnahmen in der Olympiavorbereitung in Japan.

SST Teamchef Tom Reulein. „Ohne die namhafte Unterstützung dieser beiden Lotterien könnten wir unsere mittlerweile so erfolgreichen Förderprogramme weder im Umfang noch in der Qualität aufrechterhalten und weiterentwicklen. Dafür bedanke ich mich im Namen meiner Athleten sehr herzlich!“

Wer das Swiss Lotto, Euro Millions oder Jouez Sport spielt, trägt also massgeblich zur Förderung des Schweizer Nationalsport bei!


Der SST Talent Pool 2020 ist selektioniert!

Die besten und ambitioniertesten Schweizer Nachwuchssegler in fünf Bootsklassen wurden für den Talent Pool 2020 selektioniert und sind in der nachstehenden Liste aufgeführt.
Die Entscheidung fiel nach der nun mehr zehnten Auflage des Talent Scout Camps. Die Veranstaltung im Wassersportzentrum Ipsach, das mittlerweile seinen festen Platz im Kalender  des Swiss Sailing Teams gefunden hat, bietet dem leistungsstärksten Schweizer Segelnachwuchs jedes Jahr erneut die Chance, sich für das Talent Pool Programm zu empfehlen. Das erfahrene Trainerteam um Flor Cerutti, Nathalie Brugger, Theresa Lagler, Antonis Drosopoulos, Damir Nakrst und Joaquim Malhao wurde erstmalig durch Thomas Piesker ergänzt, der im Mai als Youth Head Coach zu SST kam. Nach drei Tagen zeigte sich Thomas tief beeindruckt: "Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, dass viele ambitionierte, fleißige und disziplinierte junge Athleten alle Aufgaben, die wir ihnen gestellt haben, erfüllt haben. Sie nehmen den Input unserer Trainer voll an. Diese beeindruckende Arbeitseinstellung und die Bereitschaft zu lernen und zu verbessern sind überzeugend: Ich bin sicher, dass wir die sehr guten Ergebnisse unserer Nachwuchsseglerinnen und -segler in Zukunft wiederholen, ja sogar verbessern können! »
Athlete , year, Class, Club
Sam Nokes, 2005, Opti, CVVT
Simon Mille, 2006, Opti, CVE
Stach Vleeshouwers, 2005, Opti, RCO
Marie Mazuay, 2005, Opti, CNV
Samuel Berther, 2006, Opti, DRCS
Léonie Baudet , 2005, Opti, SNG
Pierre Jully, 2005, Opti, CNP
Michelangelo Cerchiari, 2005 , Opti, CVLL
Lars Dittel, 2007, Opti , BT
Tomas Fiorentino, 2006, Opti, CVLL
Arnaud Leimgruber, 2006, Opti, CVVT
Lynn-Moana Niederhauser, 2006, Opti, CVE
Shari Carrara, 2007, Opti, YCAs
Damian Berther, 2008, Opti, DRCS
Ikke Huber, 2007, Opti, RCO
Niccolò Carrara, 2007, Opti, YCAs
Anja Von Allmen, 2003, Laser 4.7, DRCS/RCO
Emilie Tschanz, 2003, Laser 4.7, DRCS/GYC
Louis Oldani, 2003, Laser 4.7, DCRS
Noé Herrmann , 2003, Laser 4.7, YCAs
Nina Parodi, 2005, Laser 4.7, CVLL
Audrey Deryckere, 2005, Laser 4.7, SNG
Matthew Chassot, 2006, Laser 4.7, BT
Maxime Thommen, 2004, Laser Radial, YCZ/ZYC
Nilo Schärer, 2003, Laser Radial, RCO
Alessandro Maisano, 2002, Laser Radial, ZSC
Adrien Bellanger, 2003, Laser Radial, SNG
Nik Burkhard, 2003, 420, SCE
Simon Kaiser, 2004, 420, SCSä
Luis Zimmerli, 2003, 420, DRCS
Maxim Dneprov, 2003, 420, DRCS
Aurélie Guignard, 2003, Nacra 15, SNNy
Clément Guignard, 2005, Nacra 15, SNNy
Noémie Fehlmann, 2004, Nacra 15, CNM
Elouan Gäumann, 2002, Nacra 15, CNM
Emma Jonsson, 2004 , Nacra 15, SNG
Basile Wohlers, 2003, Nacra 15, SNG

Toni Ripoll ist neuer Trainer von Fahrni / Siegenthaler

Der spanische Top-Trainer Toni Ripoll wechselt per 1. November zum Swiss Sailing Team und wird bis August 2020 für das 470er Damenteam Fahrni/Siegenthaler verantwortlich zeichnen. Der 62-jährige Mallorquiner begann seine Trainerkarriere im Olympiacircuit bereits 1992 und gewann mit seinen Mannschaften eine beeindruckende Anzahl Medaillen, allein 5 davon an Olympischen Spielen. Ein gutes Omen also für das Thuner Damen-Duo, welches seine zweite Olympiateilnahme anpeilt.

"Toni ist zu uns an die Schweizer Meisterschaft der 470 am Thunersee gekommen", sagt Maja Siegenthaler. "Wir lernen uns gerade kennen, es wird eine Weile dauern. Aber wir sehen schon jetzt, dass er ein sehr ruhiger, positiver Mensch ist und voll von Ideen für die Zukunft ist. Wir freuen uns sehr auf die kommenden Monate mit ihm! »

Toni Ripoll, ehemaliger Teamchef der spanischen Olympiamannschaft, freut sich ebenfalls über diese neue Zusammenarbeit. "Es ist eine interessante und faszinierende Herausforderung, ich bin wirklich motiviert, mein Bestes für Linda und Maja zu geben", sagt er. "Das erste Ziel ist es, die Nationenquote am Weltcup in Genua im nächsten Jahr zu sichern und danach werden wir uns auf die Vorbereitung für Tokio konzentrieren. Wir wollen dort unbedingt ein Diplom (TOP 8) ersegeln, schliessen aber eine bessere Platzierung nicht aus! Nach meinen ersten Tagen bei ihnen sehe ich, dass sie sich sehr gut kennen und auf dem Wasser und an Land sehr eingespielt sind. Es gibt aber immer ein Verbesserungspotential im segeltechnischen Bereich und bei den taktischen Entscheidungen. Sie wissen ein multidisziplinäres Unterstützerteam hinter sich und einen starken Verein, der uns helfen wird, diese ambitionierten Ziele zu erreichen. »


Mateo Sanz Lanz holt den Nationenstartplatz für die Schweiz

Windsurfer Mateo Sanz Lanz (Gstaad Yacht Club) hat die Schweiz im RS:X Windsurfen für die kommenden Tokio-Spiele qualifiziert. Bei den Weltmeisterschaften in Torbole (ITA) am Gardasee belegt er den vierten Platz im Ranking der noch nicht qualifizierten Nationen. Nach einer schwierigen Woche bei überwiegend Starkwindbedingungen, die für den 26-jährigen Leicht- und Mittelwindspezialisten nicht optimal waren, ist das Endergebnis doch etwas unter den Erwartungen. Das Saisonziel ist jedoch erreicht!

"Apropos Gesamtleistung, ich bin enttäuscht, weil ich ein Resultat in den TOP 15 angestrebt habe", sagt Mateo. "Aber ich wusste, dass es schwierig sein würde am Gardasee, der bekanntlich den ganzen Tag über windig ist und immer Gleitwindbedingungen bietet. Das bevorteilt die Grossen und schweren Windsurfer deutlich! Die Wettfahrten bei Nordwind boten taktische Optionen, die man nutzen musste. Es war notwendig, die Übergänge in den Windveränderungen zu lesen, um das Beste herauszuholen. Für die Wettfahrten am Nachmittag hingegen musste man einfach nur schnell sein, ganz ohne spezifische Taktiken. In der einzigen Leichtwindwettfahrt im Goldfleet wurde ich Vierter, was echt positiv ist. Die Schweiz durch den vierten Platz im Nationenranking zu qualifizieren, mit einem guten Vorsprung vor meinen Verfolgern, ist erfreulich. Das zeigt, dass ich auf dem Gardasee, auf dem ich seit einem Monat trainiere, eine gute Arbeit in der Vorbereitung geleistet habe. Die meisten Regatten in dieser Saison 2019 waren sehr windig, was mich daran hinderte, am Medal-Race der besten 10 Boards teilzunehmen. Aber wir können ja nicht bei jeder Regatta perfekte Windbedingungen für mich erwarten, das ist nicht realistisch! »

Mateo Sanz Lanz ist der erste Athlet des Swiss Sailing Teams, der beide Selektionskriterien für Tokio erfüllt: Die persönliche Bestätigungsleistung (6. Platz) konnte er bereits am Ready Steady Tokio Test-Event in Enoshima im August erreichen. Mit dem Schweizer Nationenstartplatz steht einer Selektion durch Swiss Olympic im kommenden Jahr nun nichts mehr im Wege. Nächstes Ziel ist die Weltmeisterschaft im Februar 2020 in Takapuna (NZL).

Ergebnisse


SST Bilanz Saison 2019

Mit dem Olympic Testevent und dem Hempel World Cup in Enoshima haben die SST-Athletinnen und Athleten die vorolympischeSaison 2019 abgeschlossen und starten nach einer kurzen und wohlverdienten Regenerationsphase nun in die intensive Wintervorbereitung. Schliesslich gilt es, sich wieder in Form zu bringen, um für die kommenden Qualifikationsregatten und hochgesteckten Ziele im Olympiajahr 2020 gewappnet zu sein.

Der Hempel World Cup in Enoshima war nach dem Tokyo Test Event und der 470er WM krönender Abschluss einer langen und intensiven Phase für das Swiss Sailing Team. Am letzten grossen Event in Japan war die Schweizer Delegation noch einmal stark gefordert, zumal die Bedingungen im Olympiarevier von 2020 geprägt waren von viel Wind, hohen Wellen sowie Hitze und grosser Luftfeuchtigkeit Ungeachtet dessen haben die Schweizer Seglerinnen und Segler bewiesen, dass sie sich auch bei unterschiedlichsten Windbedingungen in die TOP 10 der Welt platzieren können. Sowie bei Leichtwind und Flachwasser, als auch in 20 Knoten Wind und 3 Metern Welle lieferten das Nationalteam sowie der B-Kader mehrfach starke Wettfahrten ab. Gleichzeitig zeigte es sich, dass gerade bei solchen Bedingungen noch grosses Potential vorhanden ist.

Über die gesamte Saison 2019 gesehen haben die SST-Athletinnen und Athleten jedoch erfreuliche Resultate erzielt: Zu Buche schlagen drei Weltcup Bronze Medaillen(Maud Jayet im Laser Radial und Kilian Wagen/Grégoire Siegwart im 470er an der Hempel World Cup Series in Genua sowie Sébastien Schneiter/Lucien Cujean im 49er am Weltcup Finale in Marseille) sowie8 weitere Top-10-Platzierungen. Im kommenden Wintertraining gilt es nun primär, die fehlende Leistungskonstanz über alle Windbedingungen aufzubauen, um bis Mai 2020 die noch nicht erreichten Nationen Quoten und die persönliche Bestätigungskriterien in insgesamt 5 Disziplinen zu sichern. Ein Überblick über die ausstehenden Qualifikationsevents findet sich hier.

Interview Tom Reulein

Auf einer Skala von 0 bis 10: Wie zufrieden bist Du mit der Saison 2019?
Die vergangene Saison pauschal über alle sieben Olympiaprojekte hinweg zu bewerten ist quasi unmöglich, dafür waren die Leistungen und Ergebnisse von Team zu Team zu verschieden. Auf der einen Seite haben wir immerhin 3 Weltcupmedaillen gewonnen und auch am Testevent in Enoshima mit über 25 Einzelergebnissen in den TOP 10 bewiesen, dass wir in bestimmten Windbedingungen ganz vorne mitsegeln und auch Wettfahrten gewinnen können. Das ist extrem wichtig für das Selbstvertrauen. Und auch wenn wir die Nationenquoten wie im Finn oder bei den 470er Damen nur ganz knapp verpasst haben: es zeigt sich eben, dass die Leistungsdichte in allen Olympiaklassen mittlerweile nochmals stark angestiegen ist. Selbst kleinere taktische oder technische Fehler wie beispielsweise in der Zone an der Luvtonne kosten nun nicht mehr nur ein oder zwei Plätze sondern man verliert gleich 6-8 Boote. Ein Frühstart in einer Serie von 16 Wettfahrten kann einen sogar aus den TOP 10 katapultieren. Alles in allem würde ich sagen, dass wir noch nicht ganz zu 100% dort sind wo wir hinwollen – aber sehr nah dran. Das gibt nochmal eine extra Portion Motivation für die intensiven vor uns liegenden Trainingsmonate im Winter!

Was hat in deinen Augen grundsätzlich gut geklappt?
Nun die seglerische Leistungsentwicklung vor allem im 470M (Wagen/Siegwart) und Finn (Theuninck) ist trotz des noch jungen Trainingsalters wirklich vielversprechend. Auch bei Eliot Merceron zeigen sich erste Früchte der Zusammenarbeit mit Trainer Daniel Mihelic. Schwieriger wird es dann schon im absoluten Topbereich, wenn man einen grossen Aufwand betreiben muss, um die letzten paar Prozentpunkte an Performance zu gewinnen. So hat beispielsweise Mateo Sanz Lanz durch einen enormen Effort im konditionellen Bereich seine Windrange, in der er nun absolut konkurrenzfähig ist, deutlich vergrössert. Ebenso wie Linda und Maja, die sogar bei 18-20 Knoten selbst amtierenden Weltmeisterinnen um die Ohren fahren können. Erfahrungsgemäss weisen vor allem die jeweils zweiten Olympiakampagnen auch mal ergebnisbezogene längere Stagnationsphasen und Rückschläge auf, denen man mit kühlem Kopf und systematischer Herangehensweise, aber mit aller Konsequenz begegnen muss. So gab es dann auch im Trainerbereich insgesamt drei Neuverpflichtungen, um für die letzten 10 Monate nochmal frischen Wind in den Entwicklungsprozess im 49er, 470W und im Radial hineinzubringen. Mit solchen absoluten Weltklassetrainern wie Jim Maloney oder Peter Krimbacher einerseits und stabilen Sparringspartnerschaften mit Topteams andererseits haben unsere Seglerinnen und Segler wirklich hervorragende Voraussetzungen für Höchstleistung in Tokio 2020.

Was weniger?
Die Wind- und Wellenbedingungen, welche wir in den vielen Wochen in Enoshima erfahren haben sind sehr variantenreich. Das heisst, wir müssen uns innerhalb des jeweiligen Performanceprofil eines Teams so weit wie möglich und sinnvoll zu Allroundern entwickeln, damit wir uns z.B. an Starkwindtagen nicht zu grosse Punktabstände einfangen. Auch generell beim Thema Racemanagement kann der ein oder andere bei uns noch weiter feinjustieren, damit wir unnötiges Risiko vermeiden, aber auch nicht zu konservativ an die Olympische Regatta herangehen. Denn da gibt es ja nur einen Streicher! Weiterhin entscheidend wird im nächsten Jahr sein, wie gut jeder einzelne mit seinem eigenen, aber vor allem dem externen Erwartungsdruck umgehen kann und das in erster Linie wenn es in einer Wettfahrt mal nicht so gut gelaufen ist. Auf den Punkt gebracht: Noch smarter, cooler und konstanter mit Vollgas segeln bei allen Bedingungen und das ganze bitte schön während der Spiele in Tokio!

Die Schweiz hat bis dato in den Olympiaklassen erst drei Nationenplätze geholt: Im Laser Radial, im 49er und RS:X. Die Nationenqualifikationen im 470er W sowie im Finn, wo die Schweiz jeweils vorne mitsegelt, aber auch im 470M sowie im Laser Standard, sind noch ausstehend. Auf alle Fälle wird es in Genua zum absoluten Showdown kommen, weil im Finn und 470M nur noch ein Platz unter den Europäern vergeben wird und die Konkurrenz sehr stark ist. Bei den 470er Damen und im Standard sieht es einen Tick einfacher aus, wenn man das überhaupt sagen kann. Was unseren Teams in die Karten spielt sind die überwiegend Flachwasser- und Leichtwindbedingungen, also Thunersee- oder Lake Geneva Conditions wie wir sagen. Das sind alle unsere Olympiaaspiranten nämlich sauschnell!

Worauf liegt folglich der Fokus in den kommenden Wintermonaten?
Jedes Team hat ja einen sorgfältig aufgestellten inhaltlichen Trainingsplan, der auf den Erkenntnissen der vergangenen Saisonanalysen sowie dem Höhepunkt in Enoshima stützt. Grundsätzlich gilt: man muss eben da trainieren, wo wir die Bedingungen vorfinden, in denen wir besser werden wollen. Zudem muss die notwendige Trainingsquantität und -qualität gesichert sein. Traditionellerweise haben wir die meisten Weltmeisterschaften vor den Spielen in Neuseeland oder Australien, sodass wir die klimatischen Vorzüge in Downunder auch fürs Wintertraining voll ausnutzen können. Tatsache ist, dass stabile Fortschritte in einzelnen Leistungsfaktoren vornehmlich von Oktober bis Dezember erreicht werden können. Deswegen sind die kommenden Monate fast schon als Weichenstellung für das nächste Jahr zu betrachten.


Zu Abschluss noch ein Starkwind-Weltcup

Viel Wind und hohe Wellen, so sahen die Bedingungen aus am letzten grossen Event in Japan, dem Hempel World Cup in Enoshima. Diese Regatta war dann auch nach der 470er Weltmeisterschaft und dem Ready Steady Tokyo Testevent der krönende Abschluss einer langen und intensiven Delegation des Swiss Sailing Teams in der aktuellen Olympiavorbereitung.

Mit Ergebnissen nahe an der persönlichen Bestleistung, aber auch noch mit viel Verbesserungspotential haben die Schweizer Seglerinnen und Segler bewiesen, dass sie sich bei unterschiedlichsten Windbedingungen in die TOP 10 der Welt platzieren können. Sowie bei Leichtwind und Flachwasser, als auch in 20 Knoten Wind und 3 Metern Welle lieferte das Nationalteam und der B-Kader starke Wettfahrten ab. Im kommenden Wintertraining gilt es nun, die fehlende Konstanz aufzubauen, um bis Mai 2020 die noch nicht erreichten Nationen Quoten und die persönliche Bestätigungskriterien in insgesamt 5 Disziplinen zu sichern!
Grund genug zum Optimismus gaben zuletzt Linda Fahrni und Maja Siegenthaler, die sich mit einem sehr guten 5. Platz am Weltcup in Szene setzen konnten und sich wiederum für das SST Nationalteam qualifizierten. Das Duo des Thunersee Yacht Clubs lag im abschliessenden Medalrace lange Zeit auf Bronzekurs, musste sich jedoch nach einem hervorragenden Start einer starke Winddrehungauf der ersten Kreuz geschlagen geben und kamen über den 8. Platz nicht hinaus. "Wir sind sehr glücklich, unseren langen Aufenthalt in Japan mit einem positiven Gefühl zu beenden. Etwas enttäuscht vom Medalrace sind wir natürlich schon. Das ist sicherlich nicht zu unseren Vorstellungen gelaufen, aber wir sind mit dem Gesamtergebnis zufrieden. Vor allem unser Speed bei Starkwind hat sich sehr gut angefühlt! Wir freuen uns auf die Pause, bevor wir mit unserem Wintertraining beginnen."

Alle Ergebnisse unter: https://bit.ly/30CCn4M

Die Saison 2019 ist beendet, die Container sind gepackt und die Athleten auf dem Rückflug in die wohlverdiente Regeneratonsphase, um ihre Batterien für den Start ins Wintertraining aufzuladen.

Hier ein Überblick über die noch ausstehenden Qualifikationsevents

Mateo Sanz Lanz, RS:X (persönliche Qualifikation bereits erfüllt) :
Weltmeisterschaft RS:X Torbole (ITA, 12-22.2019): Nationen Quote, 8 Plätze für noch nicht qualifizierte Nationen
Weltcup Genoa (ITA, 19-26.4.2020) Nationen Quote, 1 Platz für noch nicht qualifizierte, europäische Nationen

Nils Theuninck, Finn :
Weltcup Genoa (ITA, 19-26.4.2020) Nationen Quote, 1 Platz für noch nicht qualifizierte, europäische Nationen, persönliche Qualifikation TOP 12 Ergebnis
Weltmeisterschaft Palma de Mallorca (ESP, Mai 2020), persönliche Qualifikation TOP 12

Fahrni/Siegenthaler, 470W :
Weltcup Genoa (ITA, 19-26.4.2020) Nationen Quote, 1 Platz für noch nicht qualifizierte, europäische Nationen, persönliche Qualifikation TOP 12 Ergebnis
Weltmeisterschaft, Palma de Mallorca (ESP, März 2020), persönliche Qualifikation TOP 12

Eliot Merceron, Laser :
Weltcup Genoa (ITA, 19-26.4.2020) Nationen Quote, 1 Platz für noch nicht qualifizierte, europäische Nationen, persönliche Qualifikation TOP 12 Ergebnis
Weltmeisterschaft Melbourne (AUS, Februar 2020), persönliche Qualifikation TOP 12

Wagen/Siegwart, 470:
Weltcup Genoa (ITA, 19-26.4.2020) Nationen Quote, 1 Platz für noch nicht qualifizierte, europäische Nationen, persönliche Qualifikation TOP 12 Ergebnis
Weltmeisterschaft, Palma de Mallorca (ESP, März 2020), persönliche Qualifikation TOP 12

Bereits gesicherte Nationenquoten:
Schneiter/Cujean, 49er:
Weltmeisterschaft Melbourne (AUS, Februar 2020), persönliche Qualifikation TOP 12
Weltcup Genoa (ITA, 19-26.4.2020), persönliche Qualifikation TOP 12
Maud Jayet, Laser Radial:
Weltmeisterschaft Melbourne (AUS, Februar 2020), persönliche Qualifikation TOP 12
Weltcup Genua (ITA, 19.-26.4.2020), persönliche Qualifikation TOP 12


Anja von Allmen: Junioren-Weltmeisterin im Laser 4.7!

WM Gold für Anja von Allmen! An der 4.7 Junioren WM in Kingston (CAN) hat sich die 16-jährige Spiezerin vorzeitig die Goldmedaille gesichert. Dieser Erfolg ist umso beeindruckender, wenn man berücksichtigt, dass die Gymnasiastin erst vor knapp einem Jahr vom Opti auf diese Bootsklasse gewechselt hat. Der Schweizerische Segelverband Swiss Sailing zeigt sich hocherfreut. «Eine eindrückliche Leistung von Anja, ganz herzliche Gratulation! Dieser Erfolg ist auch eine Bestätigung dafür, dass wir mit den Strukturen und Trainings, die wir im Nachwuchsbereich aufgebaut haben, auf dem richtigen Weg sind», so Martin Vogler, Präsident von Swiss Sailing.

Am Start waren insgesamt 185 Teilnehmende aus 35 Nationen - 64 Girls und 121 Boys. Die Schweiz war mit elf Booten am Start. Die guten Windverhältnisse ermöglichten gestern in Kingston gleich drei Wettfahrten, so dass am heutigen Schlusstag nur noch eine Wettfahrt gesegelt wurde. Dank einem Laufsieg sowie zwei zweiten Plätzen übernahm Anja von Allmen gestern mit 23 Punkten Vorsprung im Klassement die Führung und konnte heute nicht mehr eingeholt werden.

Anja konnte ihren Sieg erst gar nicht fassen: «Als ich gestern im elften und letzten Race die Ziellinie überquert habe und meinen Coach Damir Nakrst mit der Schweizerflagge gesehen habe, war ich zuerst schlicht sprachlos», so die frischgebackene Juniorenweltmeisterin. Auf die Frage nach ihrem Erfolgsrezept meint die Spiezerin, deren Streichresultat ein zwölfter (!) Rang war: «Mein Ziel war es, nie aufzugeben, immer vorne dabei zu sein und möglichst keinen schlechten Lauf vor dem letzten Tag zu zeigen.» Das ist Anja von Allmen perfekt gelungen.

Seit rund vier Jahren ist Anja von Allmen Mitglied im Talentpool des Swiss Sailing Teams. Ihre Segelkarriere hat sie 2011 im Yachtclub Spiez begonnen, bevor sie 2013 zum Regattaclub Oberhofen wechselte. Anja, die zudem Mitglied im Sportteam des Gstaad Yachtclub GYC sowie im DIRT Regattaclub Sisikon ist, kann schon auf zahlreiche Topresultate zurückblicken. Bis vor einem Jahr segelte die Gymnasiastin in der Optimisten-Klasse, in der sie vor rund einem Jahr im September 2018 an der Opti WM 2018 in Limassol WM-Dritte wurde. Ende 2018 wechselte Anja von Allmen vom Opti in die nächsthöhere Bootsklasse, den Laser 4.7. Die Umstellung hat die 16-Jährige offenbar problemlos gemeistert. Ihr Sieg an der 4.7 Schweizermeisterschaft im April 2019 in Neuenburg sowie insbesondere ihr vierter Platz an der 4.7 EM in Hyères im Mai 2019 sind Beweis dafür. Auch in den Europacup-Regatten klassierte sie sich regelmässig unter den Besten und führt bei den Frauen das entsprechende Gesamtklassement an.

© Swiss Sailing

Ergebnisse


Motivierende Ergebnisse am Ready Steady Tokyo Testevent

Vom 17. bis 22. August fand in Enoshima, Japan, der Ready Steady Tokyo Testevent statt. Die Generalprobe für die Spiele nächstes Jahr umfasste 363 Athleten in 10 Bootsklassen aus insgesamt 46 Ländern. Bei stark gemischten Wind- und Wetterbedingungen kämpften die Seglerinnen und Segler des Swiss Sailing Teams nicht nur gegen die anderen Nationen, sondern auch gegen die extreme Hitze und Luftfeuchtigkeit. Mateo Sanz Lanz löste mit seinem 6. Platz das geforderte TOP 8 Ergebnis ein und kann bei erreichter Nationenquote offiziell Swiss Olympic zur Selektion vorgeschlagen werden.

Aufgrund vom extremer Hitze, Feuchtigkeit und sehr unterschiedlichen Segelbedingungen war der Ready Steady Tokyo Testevent in Enoshima sehr intensiv! Taifun Krosa sorgte für Starkwind und riesige Wellen, die bis in den ersten Wettkampftag hineinreichten und in der zweiten Hälfte der Regatta von Leichtwind- und Flachwasserbedingungen abgelöst wurden.

Das Schweizer Team zeigte, dass sie voll ins Spiel um TOP 10 Platzierungen eingreifen können: Sébastien Schneiter und Lucien Cujean (49er, Société Nautique de Genève) verpassten das Medalrace der besten 10 Boote nur um einen Punkt, während Linda Fahrni und Maja Siegenthaler (470, Thunersee Yacht Club) abschliessend auf einem annehmbaren 10. Platz landeten. Die beste Leistung der Woche ging an Mateo Sanz Lanz. Der Windsurfer des Gstaad Yacht Clubs wurde Sechster und erreichte damit das Ziel TOP 8 und hat bei erreichter Nationenquote alle geforderten Kriterien erfüllt, um für die Spiele selektioniert zu werden.

Hervorzuheben ist die großartige Leistung beim Standard Laser von Eliot Merceron (Gstaad Yacht Club), der vor dem letzten Tag in die Gesamtwertung in die TOP 10 aufstieg.

Mit mehreren hervorragenden Einzelergebnissen über die gesamte Regatta hinweg zeigte die Schweizer Seglerinnen und Segler ein Jahr vor den Spielen erfreuliche Leistungen. Das gesamte Swiss Sailing Teams nutzten den Testevent auch, um die interen Abläufe in dieser komplexen Sportart zu checken, um für nächstes Jahr parat zu sein. Auch wenn an diesem Testevent von den Organisatoren vor Ort noch nicht alles perfekt lief, können gute und faire Wettfahrten erwartet werden.

Das Swiss Sailing Team bleibt noch eine weitere Woche vor Ort und nimmt vom 25. August bis zum 1. September am Weltcup in Enoshima teil.

Die Ergebnisse sind online verfügbar.

Mateo Sanz Lanz, RS:X: "Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Es war eine schwierige Woche und ich gab mein Bestes. Ich wollte eine TOP 5 für eine vorzeitige Selektion, aber mit dem 6. Platz kann ich gut leben. Ich freue mich jetzt sehr auf die RS:X Weltmeisterschaft am Gardasee, es ist für mich das letzte große Ereignis des Jahres!"

Linda Fahrni, 470: "Wir haben das Medalrace wegen eines Frühstarts versemmelt und konnten in der Wettfahrt nicht mehr aufholen. In der Gesamtwertung sind wir dementsprechend auf Rang 10 verblieben. Insgesamt haben wir eine viel bessere Leistung als an den Weltmeisterschaften abrufen können. Durch das, was wir an diesem Testevent gelernt haben, behalten wir ein positives Momentum. Wir wissen, dass wir es besser können und wir werden alles tun, um das am Weltcup nächste Woche zu zeigen!"

Lucien Cujean, 49er : "Es war eine harte Woche für uns, weil wir alles gegeben haben und unser Ziel trotzdem nicht erreichten. Es war ein anderer Wettkampf als wir es gewohnt sind, denn das Fleet war kleiner, aber vor allem war das Niveau sehr hoch. Wir freuen uns auf die Weltmeisterschaft und werden kämpfen wie die Löwen."

Fotos : © Sailing Energy

Endergebnis der Schweizer in Enoshima:
Mateo Sanz Lanz RS:X 6 (12, 12, 11, 2, 15, 1, 7, 2, 7, (20), 8)
Fahrni/Siegenthaler 470 10 (14, 17, (BFD), 1, 9, 18, 10, 3, 10, 6, 20)
Schneiter/Cujean 49er 11 (10, 8, 3, 18, 11, 15, 2, 9, (BFD),10, 11, 10)
Wagen/Siegwart 470 13 (13, 13, 10, (17), 8, 15,13, 15, 14, 7)
Eliot Merceron (Laser Standard) 15 ((30), 14, 14, 14, 18, 17, 8, 6, 11, 13, 16)
Nils Theuninck Finn 16 (15, 5, 4, 16 (20), 17, 7, 16, 16, 7)
Maud Jayet Laser Radial 17 ((BFD), BFD, 4, 8, 28, 11, 3, 31, 13, 22)


Mateo Sanz Lanz erfüllt erstes Olympiakriterium

Und wiederum haben die Schweizer Seglerinnen und Segler in Enoshima gezeigt, dass sie voll in den Kampf um den Einzug in die TOP 10 eingreifen können! Eliot Merceron segelte in der letzten Wettfahrt virtuell auf Platz 8, musste sich aber dann auf den technisch anspruchsvollen Vorwinden Altmeister Robert Scheid geschlagen geben. Er belegt Rang 15 im Endklassement. Die beste Leistung des Tages ging an Mateo Sanz Lanz. Der Windsurfer des Gstaad Yacht Clubs wurde insgesamt Sechster und erreichte damit seine persönliche Bestätigungsleistung im Selektionsprozess von Swiss Olympic.

Maud Jayet konnte die Bürde der beiden Frühstarts am ersten Tag nicht mehr ganz tilgen, segelte nicht ganz solide und beendete das Olympische Testevent auf Rang 17. Kilian und Gregoire (470) hatten eine gute Woche und lieferten sehr konstante Ergebnisse ab (Platz 13 und nur 8 Punkte Abstand zur Medalrace Qualifikation). Nils Theuninck kam über ein paar wenige TOP 8 Platzierungen nicht hinaus und belegt am Ende Platz 16. Linda Fahrni und Maja Siegenthaler hingegen drehten gestern noch mal richtig auf und konnten sich punktgleich mit Slowenien für das Medal Race qualifizieren. Dieses findet am Donnerstag, 22. August, um 14:30 Uhr Ortszeit (7:30 Uhr Schweizer Zeit) statt. Die beiden Nationalteamseglerinnen können maximal noch auf Platz 8 kommen, was die persönliche Bestätigungsleistung bedeuten würde.

Mateo Sanz Lanz, RS:X: "Ich bin glücklich mit meiner Leistung hier, es war eine schwierige Woche und ich habe das Beste daraus gemacht. Ich hatte ein TOP 5 Resultat angestrebt, um die vorzeitige Selektion zu erfüllen, mit dem 6. Platz hab ich mir immerhin die persönliche Bestätigungsleistung gesichert. Jetzt freue ich mich sehr auf die RS:X Weltmeisterschaft am Gardasee, es ist für mich das letzte große Ereignis des Jahres und zugleich das wichtigste! Mein Ziel dort: die Nationenquote für die Schweiz zu erreichen! »

Mateo Sanz Lanz RS:X 6 (12, 12, 11, 2, 15, 1, 7, 2, 7, (20), 8)
Fahrni/Siegenthaler 470 10 (14, 17, (BFD), 1, 9, 18, 10, 3, 10, 6)
Schneiter/Cujean 49er 11 (10, 8, 3, 18, 11, 15, 2, 9, (BFD),10, 11, 10)
Wagen/Siegwart 470 13 (13, 13, 10, (17), 8, 15,13, 15, 14, 7)
Eliot Merceron (Laser Standard) 15 ((30), 14, 14, 14, 18, 17, 8, 6, 11, 13, 16)
Nils Theuninck Finn 16 (15, 5, 4, 16 (20), 17, 7, 16, 16, 7)
Maud Jayet Laser Radial 17 ((BFD), BFD, 4, 8, 28, 11, 3, 31, 13, 22)

Ergebnisse : https://bit.ly/33I55TC


Weitere Top Ergebnisse und Mateo Sanz Lanz im Medalrace

Die Hitze auf ihrem Höhepunkt und schwer vorhersehbare Windverhältnisse. Die Bedingungen in Enoshima präsentieren sich nahezu identisch in den letzten Tagen! Das Olympiarevier ist eine Herausforderung für Meteorologen, Athleten und Coaches gleichermassen. Heute war die thermische Seabreeze bis 12 Knoten stark, sodass alle für diesen Tag geplanten Rennen absolviert werden konnten.

Es war der letzte Tag der Qualifikation für die High Performance Bootklassen. Mateo Sanz Lanz qualifizierte sich mit dem siebten Gesamtrang am Ende dieses komplizierten Tages für das Medalrace. "Ich hab es irgendwie hinbekommen, zwei gute Ergebnisse ins Ziel zu bringen, ich bin glücklich! Vor allem bei den sehr unterschiedlichen Bedingungen und einem starken Meeresströmungen bis zu 20 Meter pro Minute. Die TOP 5 sind morgen durchaus erreichbar, und das ist mein Ziel diese Woche. Ich werde kämpfen! "Sébastien und Lucien zeigten zwar eine solide Leistung und beenden den Tag auf dem 11. Platz - das war jedoch nicht genug, um sich für das Medalrace zu qualifizieren und das nur um einen Punkt!

Eliot Merceron wuchs heute über sich hinaus: Mit seinem 6. und 11. Platz heute kletterte er auf einen herrausragenden Platz 10 in der Gesamtwertung. Gelingt ihm ein vergleichbarer Tag morgen, besteht die Chance sich für das Medal Race zu qualifizieren. "Wir mussten heute wirklich die Augen offen halten, auf einem so schwer zu analysierenden Venue wie hier", sagt der Segler des Gstaad Yacht Clubs. "Wir sind bisher auf alle möglichen Bedingungen gestoßen, sehr variabel und instabil, was die grossen Unterschiede in den Ergebnissen erklärt. Es hat bei mir gut funktioniert, ich bin glücklich! Ich werde morgen alles geben. Das Segeln auf der olympischen Racingareas ist eine großartige Gelegenheit, es ist das erste Mal, dass ich hier segelte. Das Niveau ist beim Standard-Laser wirklich hoch, besonders ein Jahr mit den Spielen. Es ist cool, dass ich das Level habe mit den besten zu kämpfen!"

Morgen ist der letzte Tag der Qualifikation für die 470, Laser, Radials und Finn, die teilweise noch Chance auf die Qualifikation für das Medalrace haben!

Ergebnisse

Mateo Sanz Lanz RS:X 7 (12, 12, 11, 2, 15, 1, 7, 2, 7, (20))
Eliot Merceron (Laser Standard) 10 ((30), 14, 14, 14, 18, 17, 8, 6, 11)
Schneiter/Cujean 49er 11 (10, 8, 3, 18, 11, 15, 2, 9, (BFD),10, 11, 10)
Maud Jayet Laser Radial 21 ((BFD), BFD, 4, 8, 28, 11, 3, 31)
Wagen/Siegwart 470 16 (13, 13, 10, (17), 8, 15,13, 15)
Fahrni/Siegenthaler 470 12 (14, 17, (BFD), 1, 9, 18, 10, 3)
Nils Theuninck Finn 15 (15, 5, 4, 16 (20), 17, 7, 16)


Zwei Wettfahrtsiege am Olympischen Testevent

Die Schweizer Seglerinnen und Segler fanden heute in Enoshima (JPN) endlich den langersehnten Schlüssel zum Erfolg. Zwei Wettfahrtsiege, zwei 2. Plätze sowie weitere TOP 10 Platzierungen ist eine gute Ausbeute an diesem dritten Tag des Olympic Testevents!

Nach dem Leichtwindtag gestern bot der heutige Montag gute Segelbedingungen. 6 bis 16 Knoten Offshore-Wind und deswegen sehr böhig und drehend. "Vor allem auf den beiden Racing Areas unter Land, "Enoshima" und "Kamakura", erklärt Mateo. "war der Wind noch variabler als sonst, es war wirklich schwierig, die Windfelder auf dem Wasser zu lesen und zu antizipieren. Es ist fast unmöglich, vor dem Rennen eine fixe Strategie festzulegen. Man muss sich kurz vor dem Start entscheiden und die Windverhältnisse so gut wie möglich beobachten! Enttäuscht bin ich von dem letzten Rennen heute, das ich hätte gewinnen sollen. Ich war in Führung, aber die linke Seite bekam deutlich mehr Wind als die rechte Seite auf der ich war."

Linda Fahrni und Maja Siegenthaler erzielten ebenfalls einen Wettfahrtsieg: "Wir sind mehr Risiko eingegangen als gestern und es hat sich gelohnt", sagt das Duo vom Thunersee Yacht Club. "Wir hatten keinen guten Start, aber erwischten die Winddreher fast perfekt, so dass wir bis zum Ende um den Sieg in dieser Wettfahrt mitsegeln konnten. Ein Tag wie heute, so anstrengend er auch sein mag, motiviert uns für den Rest der Regatta! »

Je nach Bootsklasse konnten heute drei oder vier Rennen absolviert werden. Ein langer und wiederum heisser Tag, wie Eliot Merceron (Laser Standard) und der Teamarzt Per Mahler (La Tour) im Video erklären.

Mateo Sanz Lanz RS:X 8 (12, 12, 11, 2, (15), 1, 7)
Eliot Merceron (Laser Standard) 18 ((30), 14, 14, 14, 18, 17)
Schneiter/Cujean 49er 11 (10, 8, 3, 18, 11, 15, 2, 9, (BFD))
Maud Jayet Laser Radial 23 ((BFD), BFD, 4, 8, 28, 11)
Wagen/Siegwart 470 15 (13, 13, 10, (17), 8, 15)
Fahrni/Siegenthaler 470 14 (14, 17, (BFD), 1, 9, 18)
Nils Theuninck Finn 15 (15, 5, 4, 16 (20), 17)

Ergebnisse


Topleistung in Leichtwindbedingungen

Extreme Hitze und Leichtwind sorgten am zweiten Tag des Olympic Testevents für gnadenlose Bedingungen an Land, aber auch auf dem Wasser. Die Athleten des Swiss Sailing Teams kamen dank "Beat-the-Heat" Programm gut damit zurecht und konnten bei Windgeschwindigkeiten zwischen 7 und 10 Knoten zahlreiche TOP Ergebnisse einfahren. So musste sich Mateo Sanz Lanz als einer der Topfavoriten im Leichtwindbereich in der einzigen Wettfahrt des Tages bei den Windsurfern nur dem Chinesen geschlagen geben und wurde Zweiter. "Ich bin mit meinem Ergebnis zufrieden, aber enttäuscht, dass heute nur eine der drei geplanten Wettfahrten gesegelt werden konnte, obwohl guter Wind herrschte. Der Raceofficer entschied uns bereits um 16:00 Uhr in den Hafen zu schicken, obwohl man bis 17.30 Uhr hätte starten können, das ist zu schade!"

Immernoch haben die Veranstalter mit zahlreichen Herausforderungen wie den fahlenden Ergebnissen oder Tracking zu kämpfen. Maud Jayet konnte nach ihren beiden Frühstarts gestern heute eine saubere Wettfahrt abliefern und belegte Platz 4. "Ich bin echt happy mit dieser Platzierung und freue mich jetzt besonders auf die nächsten Races diese Woche. In solchen Leichtwindbedingungen bis ich sauschnell, aber ich habe auch zusammen mit meiner Trainerin Nathalie Brugger vor dem Rennen super analysiert! Nach einem durchschnittlichen Start, bei dem ich vorsichtig war, bin ich froh, dass ich soweit vorne reinsegeln konnte."

Auch Nils Theuninck belegte in der einzigen Tageswettfahrt der Finns den vierten Platz. Besonders ärgerlich heute, Linda Fahrni und Maja Siegenthaler segelten ebenfalls auf Platz 4, wurden allerdings wegen einem Frühstart disqualifiziert. Keine Bootsklasse hat heute alle geplanten Races abgeschlossen, weswegen am morgigen Montag zusätzliche Wettfahrten auf dem Programm stehen dürften.

SST Teamchef Tom Reulein hatte zudem noch die Ehre, Ralph Stöckli, Chef de Mission von Swiss Olympic in Enoshima zu empfangen. Ralph Stöckli in Begleitung von Susanne Böhlen begutachtete die technische Infrastruktur des Schweizer Teams und tauschte sich umfassend mit Athleten und dem Betreuerstab aus.

Eliot Merceron (Laser Standard) 16. ((30), 14, 14, 14, 14)
Schneiter/Cujean 49er 11. Platz (10, 8, 3, (18), 11)
Maud Jayet Laser Radial 31st (BFD, BFD, 4)
Wagen/Siegwart 470 17 (13, 13, 12)
Fahrni/Siegenthaler 470 (14, 17, (BFD))
Nils Theuninck Finn 5 (15, 5, 4)
Mateo Sanz Lanz 11 ((12), 12, 11, 2)

Ergebnisse 


Starkwind und Hitze am ersten Tag des Olympic Testevents

Tag 1 des Olympic Sailing Event Test glich für die Organisatoren an Land und auf dem Wasser eher einer Trainingseinheit als eine Regatta! Das Online-Noticeboard, der Ergebnisdienst und das Tracking sind nicht verfügbar, die Racekurse liegen schief und die Ziellinien sind zu lang. Nahezu unmöglich, diese wichtige Regatta in Enoshima aus der Entfernung zu verfolgen. Stark variable Windbedingungen machten es zudem dem ein oder anderen Schweizer Athleten schwer, sich gut in Szene zu setzen. Bei etwa 15-18 Knoten wurden dennoch alle geplanten Wettfahrten durchgeführt. Den besten Tag erwischten die 49er Segler Schneiter/Cujean, Sechster in der Gesamtwertung nach den drei Races (10, 8, 3). "Unser drittes Race war absolut top, das ist es, was wir aus diesem Tag mitnehmen. Wir haben sehr gute Starts gemacht und sind superhappy damit. Alles in allem ein gelungener Auftakt für uns." sagte das Duo von der Société Nautique de Genève.

Eine zusätzliche Herausforderung für das gesamte Team ist die Hitze. Trotz umfangreicher Planung und Umsetzung eines "Beat the heat"-Projektes mit Kühlbehandlungen vor und nach den Rennen, fällt es nicht leicht, bei 35 Grad Lufttemperatur und 80% Luftfeuchtigkeit volle Leistung zu bringen. Vor allem auf den Downwinden steigt die Körpertemperatur mancher Athleten über 38 Grad.


Swiss Sailing Team parat für die Olympische Generalprobe

Ziemlich genau ein Jahr vor den Olympischen Spielen findet vom 17. bis 22. August in Enoshima der Ready Steady Tokyo Testevent statt. Organisiert von World Sailing und Tokyo2020, welche gemeinsam für die Ausrichtung der Olympischen Segelwettbewerbe im nächsten Jahr verantwortlich zeichnen, bietet diese Regatta der gesamten Weltelite die Gelegenheit, sich im Olympischen Revier zu messen. Zudem können die Schweizer Seglerinnen und Segler auch noch die Swiss Olympic Selektionskriterien erfüllen. Ein Top 6-8 Resultat stellt eine sogenannte Bestätigungsleistung dar, wohingegen ein Ergebnis in den TOP 5 eine vorzeitige Selektion bedeutet. Dann allerdings fehlt in den Klassen 470er Herren / Damen, im Finn und im Laser Standard noch die sogenannte Nationen Quote, die am Weltcup in Genua im April 2020 erkämpft werden kann (Mateo Sanz Lanz hat noch die Chance, seine Nationen Quote an den RS:X-Weltmeisterschaften zu segeln). Nur im Laser Radial und im 49er ist die Schweiz bereits qualifiziert, dank der Leistung von Maud Jayet und dem Schneiter/Cujean-Duo im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft in Aarhus.

Neben der persönlichen Qualifikationen verfolgt das Swiss Sailing Teams am Testevent aber noch zahlreiche weitere Ziele: Interne Abläufe und die tägliche Routine an Land und auf dem Wasser, werden in diesem Jahr detailliert simuliert, um für das nächste Jahr so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Zudem soll soviel Erfahrungen und Daten im Olympiarevier wie möglich gesammelt werden.

Tom Reulein, Team Chef : "Wir wissen, dass diejenigen Seglerinnen und Segler, welche am Testevent gut abschneiden, auch an den Olympischen Spielen Topresultate bringen können, insofern ist das Testevent extrem spannend für uns! Jeder weiss, dass er oder sie jetzt persönliche Bestleistung abrufen muss, um hier in Tokyo in die TOP 5 zu segeln – das ist aber absolut möglich!"

So verfolgen Sie die Regatta
Hier finden sie die Startliste
Ergebnisse werden auf der offiziellen Eventwebsite veröffentlicht

Programm
15. & 16. August: Registration und Materialvermessung
17. – 22. August: Wettfahrten
Das Medal Race drs 49er und RS:X finden am 21.8.statt, die der Laser, Finns und 470er am 22.8.2019
Das Swiss Sailing Team nimmt im Anschluss noch am Segel-Weltcup im gleichen Revier teil (27.8. – 1.9.2019)

Swiss Sailing Team - Enoshima
Athleten
Maud Jayet, Laser Radial
Mateo Sanz Lanz, RS:X
Linda Fahrni & Maja Siegenthaler, 470W
Sébastien Schneiter & Lucien Cujean, 49er
Nils Theuninck, Finn
Kilian Wagen & Grégoire Siegwart, 470M
Eliot Merceron, Laser Standard

Trainer
Peter Krimbacher, RS:X
Alvaro Marinho, 470W
Jim Maloney, 49er

Sam Kivell, 470M
Daniel Mihelic, Laser Standard
Nathalie Brugger, Laser Radial

Support Team
Tom Reulein, Teamleader
Marco Brunner, Leiter Logistik & Support
Marco Versari, Technischer Leiter
Philippe Marchand, Physiotherapeut
Per Mahler, Arzt
Meeno Schrader, Meteorologe
Antonio Otero, Regelberater
Rodrigue Benoit, Chef
Sophia Urban, Kommunikation


Newsletter 3

Kurs Richtung Enoshima

Die wichtigste Veranstaltung des Jahres kann endlich beginnen! Der Olympische Test Event findet vom 17. bis 22. August in Enoshima,(Japan) statt, wo auch die Olympischen Segelwettbewerbe im nächsten Jahr ausgetragen werden. Das Ziel des Schweizer Teams ist klar: Es gilt, so viele persönliche Selektionskriterien wie möglich für die Spiele zu erfüllen. Ein Top 6-8 Resultat stellt eine sogenannte Bestätigungsleistung dar, wohingegen ein Ergebnis in den TOP 5 eine vorzeitige Selektion bedeutet. Dann allerdings fehlt in den Klassen 470er Herren / Damen, im Finn und im Laser Standard noch die sogenannte Nationen Quote, die am Weltcup in Genua im April 2020 erkämpft werden kann (Mateo Sanz Lanz hat noch die Chance, seine Nationen Quote an den RS:X-Weltmeisterschaften zu segeln). Nur im Laser Radial und im 49er ist die Schweiz bereits qualifiziert, dank der Leistung von Maud Jayet und dem Schneiter/Cujean-Duo im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft in Aarhus. Neben der persönlichen Qualifikationen verfolgt das Swiss Sailing Teams am Testevent aber noch zahlreiche weitere Ziele: Interne Abläufe und die tägliche Routine an Land und auf dem Wasser, werden in diesem Jahr detailliert simuliert, um für das nächste Jahr so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Zudem sollen soviel Erfahrungen und Daten im Olympiarevier wie möglich gesammelt werden.

Athleten :
Maud Jayet, Laser Radial
Mateo Sanz Lanz, RS:X
Linda Fahrni & Maja Siegenthaler, 470W
Sébastien Schneiter & Lucien Cujean, 49er
Nils Theuninck, Finn
Kilian Wagen & Grégoire Siegwart, 470M
Eliot Merceron, Laser Standard

Trainer :
Peter Krimbacher, RS:X
Alvaro Marinho, 470W
Jim Maloney, 49er
Sam Kivell, 470M
Daniel Mihelic, Laser Standard
Nathalie Brugger, Laser Radial

Support Team :
Tom Reulein, Teamleader
Marco Brunner, Leiter Logistik & Support
Marco Versari, Technischer Leiter
Philippe Marchand, Physiotherapeut
Per Mahler, Arzt
Meeno Schrader, Meteorologe
Antonio Otero, Regelberater
Rodrigue Benoit, Chef
Sophia Urban, Kommunikation

Verfolgen Sie das Ereignis live hier!

Beeindruckende Ergebnisse

Sowohl der Nachwuchs als auch die Elite haben in der bisherigen Saison 2019 mit ihren hervorragenden Ergebnissen begeistert. Beim Nachwuchs wurden bereits elf Plätze in den Top 10 erzielt und zwei Medaillen gewonnen (Rosine Baudet an der Laser Radial Junior Europameisterschaft und Nils Theuninck an der Finn U23 Weltmeisterschaft). Die Elite konnte neun Top-10-Ergebnisse und drei Weltcup-Medaillen (Maud Jayet (Laser Radial) und Wagen/Siegwart (470) in Genua, Schneiter/Cujean (49er) in Marseille) ersegeln.

Zuletzt war noch die Bronzemedaille von Nils Theuninck an der Finn Junioren (U23) Weltmeisterschaft, dem Finn Silver Cup, hervorzuheben: "Ich muss gestehen, dass ich nicht ganz zufrieden bin mit diesem dritten Platz, ich hätte es besser machen können. Ich bin in der Woche ziemlich gut gesegelt, habe aber mit meiner Frühstartdisqualifikation viele Punkte für einen Laufsieg verloren, was mich daran hinderte, für die oberste Stufe des Podiums zu kämpfen. Vollständiger Artikel.

Tolles Teamergebnis an den World Sailing Youth Worlds, dem diesjährigen Topereignis im Nachwuchsbereich des Swiss Sailing Teams.. Detaillierte Zusammenfassung hier.

Spitzenleistung

Der Bronzemedaillengewinner des Weltcups von Marseille, Sébastien Schneiter, ist der Steuermann des 49er-Skiffs. Wenige Tage vor dem Hauptereignis des Jahres, sprechen wir mit ihm darüber, wie man es schafft, seine beste Leistung im entscheidenden Moment abzuliefern.

Wie bereitet man seine Form im Alltag optimal vor, um am besagten Tag seine beste Leistung abrufen zu können?
Das ist die Frage, die wir uns jeden Tag stellen! Wir lernen jedes Mal ein wenig mehr dazu, man hört nie auf dazuzulernen im Sport, besonders im Segeln, das so viele verschiedene Qualitäten erfordert. Die Vorbereitung kann von Athlet zu Athlet sehr unterschiedlich sein, es kommt auf die Persönlichkeiten und Bedürfnisse jedes Einzelnen drauf an. Deshalb versuche ich, die Vorbereitung zu finden, die für mich oder unser Team am besten funktioniert, und nicht einfach etwas zu kopieren, was bei einem anderen klappt. Wir legen immer zwischen jedem Trainingsblock und einer Regatta eine Pause von ein paar Tagen ein. Das ermöglicht uns, während des Trainings hart zu pushen! Die Ruhezeit erlaubt es uns dann, all dies aufzunehmen, bevor wir frisch und angriffsbereit für den Höhepunkt zurückkehren.

Wie motiviert man sich nach einem Misserfolg?
Ich erinnere mich dann gerne an meine Ziele, gehe einen Schritt zurück und fokussiere mich darauf, wohin ich gehen und wofür ich kämpfen will. Normalerweise motiviert es mich, so schnell wie möglich wieder an die Arbeit zu gehen, ohne unnötig Zeit zu verschwenden.

Woran denkst du ein paar Stunden vor Beginn der Regatta?
Ich könnte 24 Stunden lang an die Regatta denken, aber wenn ich an Land bin, versuche ich, diese Gedanken auf spezifischere Tageszeiten zu beschränken (wie bei einem Briefing), sonst werde ich nämlich verrückt und unbewusst mental müde, bevor ich überhaupt erst auf dem Wasser bin. Also versuche ich, an etwas Anderes zu denken, auf "Abschalt-/Relax-Modus" zu schalten, damit ich mich dann auch konzentrieren kann, wenn es wirklich darauf ankommt. Das ist aber nicht immer so einfach!

Und ein paar Minuten vor dem Lauf?
Da sind wir normalerweise voll bei der Sache! Ich denke an den kommenden Lauf, versuche normalerweise, einen strategisch-taktischen Plan zu finden, indem ich die Racing Area mit Lucien beobachte und mich wirklich auf die verschiedenen Phasen der Wettfahrt konzentriere, ohne an das Ergebnis zu denken.

www.teamtiltsailing.ch

Die mentale Stärke im Mittelpunkt der Vorbereitung

Wenn es in der Schweiz einen Spezialisten für die mentale Vorbereitung von Spitzensportlern gibt, dann ist er es. Jörg Wetzel hat die besten Schweizer AthletInnen auf höchstem Niveau begleitet und ist seit letztem Jahr Teil des Swiss Sailing Teams. Wenige Monate vor den Olympischen Spielen wird die mentale Stärke der SeglerInnen zu einem der Hauptthemen der Diskussion und Vorbereitung, um Spitzenleistungen zu erwarten. "Wir wissen, dass man, um die beste Leistung auf dem Wasser zu erbringen, mental stark sein muss. Wir haben diese Arbeit im vergangenen Jahr in Andermatt begonnen und haben ein langfristiges Arbeitsziel. Es ist eine Herausforderung, mit diesem ambitionierten jungen Team zusammenzuarbeiten, das aus vielen verschiedenen Charakteren besteht! »

Er erklärt uns in einem Video seine Arbeit mit SST.

Die Zukunft im Olympischen Segelsport

SST Teamchef Tom Reulein gibt einen Ausblick aus Schweizer Sicht.

Die 10 Olympischen Segeldisziplinen in Paris/Marseille 2024 werden sich deutlich von denen in Tokio 2020 unterscheiden – das hat der Weltverband World Sailing in Abstimmung mit dem IOC entschieden. Der Finn ist raus, der 470er wird Mixed gesegelt. Neu aufgenommen in das Olympische Programm ist nun ein Mixed Kitesurf Event sowie ein 3-4 Tage andauerndes Offshore Race, ebenfalls Mixed. Ob das Windsurfen am Ende noch zum einem Foiling Event wird ist noch offen.
«Natürlich tun uns diese Entscheidungen schon ein bisschen weh, weil wir ja gerade im 470er und Finn leistungsstarke und noch junge AthletInnen im Team haben, die eine zweite oder sogar dritte Olympiakampagne fahren könnten.» so SST Teamchef Tom Reulein «Zudem fehlt dann eine Bootsklasse für schweren Herren. Aber neue Disziplinen bieten immer auch Chancen und die Schweiz verfügt ja über starke Seglerinnen und Segler im Offshore Racing. Zudem zeigt sich im Kitesurfen schon die ein oder andere Option. Unser Focus liegt jetzt voll auf Tokio 2020, aber vor den Spielen ist nach den Spielen, schon im September sollte es ja nahtlos weitergehen.»

Ein langfristiger Leistungsaufbau ist im Olympischen Segelsport eine unabdingbare Voraussetzung und dementsprechend umfassend und systematisch wird auch die Nachwuchsförderung im Swiss Sailing Team betrieben. «Wir haben in den vergangenen Jahren deutlich in Quantität und Qualität der Nachwuchsprogramme investiert und das zahlt sich jetzt aus. Das Ergebnis der World Sailing Jugend-WM in Polen hat gezeigt, dass wir beinah in allen Disziplinen in die TOP 10 segeln können» erklärt Tom Reulein weiter. «Um für Paris 2024 und Los Angeles 2028 einen noch besseren Output für die Olympischen Disziplinen hinzubekommen, müssen wir die ein oder andere Anpassung in der Nachwuchsförderung vornehmen. Vor allem der Übergangsbereich vom Youth Team zum C-Kader muss weiter gestärkt werden. Im Moment evaluieren wir zudem, den 29er in unsere Förderung aufzunehmen, um den momentanen Trend in vielen Schweizer Clubs zu nutzen und die Talentebasis zu verbreitern. Damit würden wir die beiden Skiff Disziplinen 49er und 49er FX noch besser füttern können».

Anlässlich der Olympischen Spiele in Paris 2024 werden die Segelwettbewerbe in der Bucht von Marseille ausgetragen. «Das ist natürlich perfekt und verschafft uns einen echten Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Nationen, die weit anreisen müssen. Solchen Rahmenbedingungen lassen eine bestmögliche Olympiavorbereitung zu!»

Regattakalender

  • Ready Steady Tokyo - sailing, Enoshima (JPN) : 17.-22.8
  • Coupe du Monde, Enoshima (JPN) : 6.-16.9
  • RS:X Weltmeisterschaft, Torbole (ITA) : 12.-22.9
  • 49er Weltmeisterschaft, Auckland (NZL) : 29.11-8.12
  • Finn Weltmeisterschaft, Melbourne (AUS) : 13.-21.12

SST 470er Teams verpassen Nationen Quote knapp

Die beiden Schweizer Teams, die an den 470 Weltmeisterschaften in Enoshima (JPN) teilnahmen, haben ihr Ziel knapp verpasst. Linda Fahrni / Maja Siegenthaler bei den Damen und Kilian Wagen / Gregoire Siegwart bei den Herren konnten den so heiss ersehnten Nationenstartplatz für die Schweiz noch nicht sichern. Insgesamt wurden sechs Plätze für Frauen und vier Plätze für die Herren vergeben.

Linda und Maja erwischten einen grandiosen Auftakt in die Woche und rangierten nach dem ersten Regattatag auf einem hervorragenden 3. Platz. Über die gesamte Woche gelang es ihnen jedoch nicht, diese Rangierung zu halten und wurden, trotz ansehnlicher Starkwindleistung am letzten Tag noch auf Platz 18 zurückgeworfen. Am Ende fehlten ihnen gerade mal 3 Punkte auf den Nationenstartplatz. Ebenso Kilian und Greg, sie belegten den 20. Platz. Beide Teams müssen sich nun auf den Weltcup in Genua im Frühjahr 2020 konzentrieren, bei dem die letzten Olympiastartplätze vergeben werden.

Linda Fahrni: "Wir sind wirklich enttäuscht, wir verpassen die nationale Quote für nur 3 Punkte. Wir haben die Quali nicht im letzten Rennen verloren, sondern über die gesamte Meisterschaft. Heute bei Starkwind war unsere Leistung ziemlich gut, wir freuen uns nun auf die nächsten Gelegenheit, eine deutlich bessere Leistung zeigen zu können! »

Maja Siegenthaler: "Es war unglaublich, die WM so zu beginnen, das zeigt, was wir können. Aber es geht nicht darum, wie wir starten, sondern wo wir am Ende einer regatta stehen. Wir hatten einen guten letzten Tag bei starkem Wind, aber das war nicht genug für den Nationenstartplatz. Wir nehmen aber viele positive Erfahrungen und Erkenntnisse für die Zukunft mit! »

Kilian Wagen und Grégoire Siegwart: "Wir haben alles von Anfang bis Ende gegeben, ohne jemals aufzugeben. Leider ist es uns nicht gelungen, gut genug zu sein, um ein Ticket für Tokio2020 nach Hause zurückzubringen; und wir waren enttäuscht, besonders nach der großartigen Saison, die wir bisher hatten. Aber das ist das Spiel und unsere Gegner waren besser. Wir beenden diese WM auf dem 20. Platz, aber wir werden das alles ruhig analysieren, um das Beste aus ihr herauszuholen und stärker denn je zurückzukehren, um im nächsten Jahr den letzten Olympiastartplatz zu bekommen! »


Nils Theuninck gewinnt Bronze bei der U23-Weltmeisterschaft

Vom 14. bis 20. Juli veranstaltete der Circolo della Vela di Roma den traditionsreichen Finn Silvercup in Anzio, Italien. Die Teilnahme an dieser offiziellen U23-Weltmeisterschaft war für unseren Nationalteamsegler Nils Theuninck ein voller Erfolg – er gewinnt nach Oskari Muhonen und Joan Cardona die Bronze Medaille!
Bereits nach dem ersten Regattatag konnte sich Nils dank dreier guter Wettfahrten (3., 2. Und 4. Platz) an die Spitze des stark besetzten Fleets setzen und verblieb die ganze Woche über in den Top 3 der Rangliste. Diese starke Leistung verheisst für die nun anstehenden Regatta viel Gutes! Neben dem Olympic Test-Event in Enoshima und der Weltmeisterschaft einige Wochen später, konzentriert sich Nils Theuninck vor allem auf den Weltcup 2020 in Genua. Das ist dann die letzte Chance, die Nationenquote für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 zu erreichen.

Silber Cup Ergebnisse: 2019.finnsilvercup.org


Bronzemedaille für Rosine Baudet bei den Junioren-Europameisterschaften

Rosine Baudet, Mitglied der Société Nautique de Genève, gewinnt die Bronzemedaille an den Laser Radial Junioren Europameisterschaft in Kalamati, Griechenland!

In den insgesamt zehn Wettfahrten bei schwierigen weil ziemlich wechselhaften Windbedingungen die ganze Woche über zeigte die 16jährige Seglerin des SST Youth Teams eine stabile taktische Topleistung und musste sich nur der Spanierin Moncada sowie der Belgierin Verstraelen geschlagen geben..

Ergebnisse

Vollständige Zusammenfassung

Starke Leistungen an den 470er Jugend Weltmeisterschaften in Portoroz (SLO) lieferten auch Yves Mermod / Cyril Schüpbach; sie belegten den 8. Platz (Valenti/Schüpbach 25. Platz, Seger/Zeltner 31. Platz)

Max Häenssler / Joschua Richner beendeten ihre erste gemeinsam Jugend Weltmeisterschaft in Risor (NOR) auf einem sehr guten 13. Platz, Maxime Bachelin / Arno de Plante werden 21. Boot.


World Sailing Youth World Championship 2019: Das Schweizer Team ist selektioniert!

Die für die Jugendweltmeisterschaft 2019 selektionierten Schweizer Seglerinnen und Segler sind bekannt: In fünf Bootsklassen werden insgesamt acht SST Nachwuchsathleten die Schweiz an den «Youth Worlds» vertreten.

420 Jungs: Achille Casco & Elliot Schick (DRCS)
420 Mädchen: Samira & Natascha Rast (DRCS)
Laser Radial Jungen: Gauthier Verhulst (CNP)
Laser Radial Mädchen: Rosine Baudet (SNG)
Nacra 15: Arnaud Grange & Marie van der Klink (SNG/CNM)

"Wir haben dieses Jahr ein sehr vielseitiges Team am Start", sagt Marco Versari, Head of Youth Development des Swiss Sailing Teams. "Sie haben alle ihre Stärken bei verschiedenen Windbedingungen. Marie und Arnaud, sowie Elliot und Achille nehmen bereits zum zweiten Mal an dieser Regatta teil, sodass wir mit Top-Ergebnissen rechnen können! Für die anderen vier, Gauthier, Rosine und die beiden Rast Schwestern Samira und Natascha ist es dagegen ihre erste Teilnahme. Aber alle Teams zeigten bei den Qualifikationsregatten in dieser Saison vielversprechende Leistungen. Die Coaches sind die gleichen wie im Vorjahr und deswegen ein eingespieltes Team: Laurent Voiron (Nacra 15), Flor Cerutti (Laser Radial) und Joaquim Malhao (420). Sie arbeiten mit den Seglerinnen und Seglern schon länger zusammen und kennen sich auch untereinander. Zudem sind sie mit den Besonderheiten dieser Veranstaltung bestens vertraut.»

Die World Sailing Youth World Championships finden vom 13. bis 20. Juli 2019 in Gdynia, Polen statt. Wie bei den Olympischen Spielen ist nur ein Boot pro Disziplin startberechtigt. Diese prestigeträchtige Jugendweltmeisterschaft wird seit 1971 jedes Jahr ausgetragen.


Bronzemedaille für Sébastien Schneiter und Lucien Cujean am Weltcupfinale in Marseille

Die letzte Etappe des Segel-Weltcups fand diese Woche in überwiegenden Starkwindbedingungen in Marseille statt. Der Austragungsort der Segelwettbewerbe der Olympischen Spiele 2024 scheint Sébastien Schneiter und Lucien Cujean, den beiden Nationalteamseglern der Société Nautique de Genève, gut zu liegen. Im kleinen aber hochklassigen Fleet setzen zeigten sie eine konstante Leistung, insbesondere an den Tagen mit viel Wind.

Als drittplatziertes Boot gingen sie ins abschliessende Medal Race und konnten diesen Rang erfolgreich verteidigen. Sie gewinnen damit ihre erste Weltcup-Medaille überhaupt. Nach den beiden Bronzemedaillen von Maud Jayet, und Kilian Wagen / Gregoire Siegwart im April am Weltcup in Genua ist dies die dritte Medaille für das Swiss Sailing Team - ein gutes Zeichen ein Jahr vor Tokio.

Sébastien Schneiter: "Unsere Strategie für dieses Medaillenrennen war es, voll anzugreifen und das Rennen zu gewinnen. Die Punkte mit unseren Verfolgern waren wirklich knapp, wir mussten vor ihnen bleiben, um unsere Medaille zu holen. Wir haben das Medaillenrennen nicht gewonnen, aber wir haben unser Ziel erreicht, indem wir unsere Verfolger hinter uns lassen konnten! Die ganze Woche war sehr windig, solche Bedingungen gefallen uns sehr gut."

Lucien Cujean: "Es ist toll, hier eine Medaille zu gewinnen. Zumal es unser erstes Podium im Segel-Weltcup überhaupt ist! Das tut uns sehr gut nur ein Jahr vor den Olympischen Spielen."

Zwei weitere Schweizer Boote sind für das morgige Medalrace qualifiziert: Linda Fahrni / Maja Siegenthaler im 470W (8. Platz, TYC) und Nils Theuninck im Finn (8. Platz, GYC & CNP). Mateo Sanz Lanz (GYC) wurde 15., das Duo Wagen/Siegwart (CNM/CNP) 13.

Die Weltmeisterschaften in der 470er und Laser Klasse, beides Olympiaqualifikationen, finden im Juli statt. Danach trifft sich die Weltelite im August im japanischen Enoshima (Tokio) zur Generalprobe für die Olympischen Spiele in 2020.

Schweizer Ergebnisse bei der Hempel World Cup Serie Marseille:
49er Schneiter/Cujean 3. Platz
RS:X Mateo Sanz Lanz 15.
470M Wagen/Siegwart 13.
470W Fahrni/Siegenthaler 8. Platz (Medalrace geplant für Sonntag, den 9. Juni)
Finn Nils Theuninck 8. (Medalrace geplant für Sonntag, den 9. Juni)

Ergebnisse

 


Auf dem Sprung in die Medaillenränge!

Was für eine Woche in Marseille! Richtig Wind, Sonne und überwiegend gute Ergebnisse für die fünf Schweizer Boote am Weltcup Finale des Olympischen Segelweltcups. Am heutigen 4. Wettfahrttag waren alle Klassen bereits um 13:00 Uhr wieder zurück im Hafen, nachdem der Wind auf 25-30 Knoten auffrischte. Sébastien und Lucien (49er) zeigten mit einer äusserst soliden Serie (3 – 5- -3) die beste Leistung des Tages und kletterten von Platz 7 auf Platz 3 in der Ergebnisliste und damit ins «Rote Trikot»! "Wir sind sehr happy mit dem Tag, auch wenn wir einige Materialprobleme hatten. Vor allem sind wir nicht oft gekentert! Wir kommen mit diesen diesen Bedingungen gut zurecht., das motiviert uns", sagt Sébastien Schneiter.

Keine Chance dagegen hatte Mateo Sanz Lanz (RS:X), der aufgrund des Starkwinds in den letzten Tagen nichts ausrichten konnte und auf Platz 15. zurückfiel. Er ist damit nicht für das Medalrace morgen qualifiziert.

Die 470er und die Finns haben am morgigen Samstag noch weitere Wettfahrten und können sich noch für deren Medalraces am Sonntag qualifizieren. Nils Theuninck belegt den 7. Gesamtrang, Linda Fahrni und Maja Siegenthaler sind 13., Kilian Wagen und Gregoire Siegwart liegen nach einem Frühstart im ersten Rennen heute auf Platz 11.

Ergebnisse

Für morgen sind etwas leichtere Windbedingungen vorhergesagt.

Medal Race LIVE


Gelungener Auftakt am Weltcup Finale in Marseille!

Die letzte Etappe des Segel Weltcups, das traditionelle Finale in Marseille, hat heute bei guten Windbedingungen in der Rade du Sud begonnen. Den fünf Schweizer Teams ist ausnahmslos ein guter Start mit Top Wettfahrtergebnissen gelungen – und das auf dem Revier, wo in 2024 die Olympischen Segelwettfahrten stattfinden werden.

Neben einem 2. Laufrang der 470er Damen Linda Fahrni und Maja Siegenthaler, zeigten vor allem Mateo Sanz Lanz und Nils Theuninck stabile TOP 6 Resultate und liegen nach dem ersten Tag jeweils auf dem 4. Platz.

Ergebnisse

Live Tracking


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Zweimal Bronze am Weltcup in Genua

Kilian Wagen / Grégoire Siegwart (470M) sowie Maud Jayet (Radial) haben am Weltcup in Genua (ITA) Ende April jeweils die Bronze Medaille gewonnen. Die 23jährige Laserseglerin der Société Nautique de Genève konnte damit wiederum ihre bestechende Form bestätigen, seitdem sie an der Weltmeisterschaft in Aarhus (DEN) die Schweiz für die Olympischen Spiele in Tokyo 2020 qualifiziert hatte.

Das Duo Wagen/Siegwart (Club Nautique Morgien/Club Nautique de Pully) sorgte für eine richtige Überraschung, indem sie ihre rotes Trikot als Drittplatzierte im hochklassigen 470er Herrenfleet im abschliessenden Medal Race verteidigten. Zum ersten Mal überhaupt standen damit die beiden SST B-Kadersegler bei einer Weltcupregatta auf dem Podium. «Wir waren ja schon happy, uns zum ersten Mal überhaupt für ein Medal Race qualifiziert zu haben» erzählt Kilian Wagen. «Eine Medaille zu gewinnen hatten wir gar nicht auf der Rechnung, aber wir haben die Gelegenheit genutzt!» ergänzt Vorschoter Gregoire Siegwart. Diese zwei Bronze Medaillen der noch jungen Mitglieder im Swiss Sailing Team ist der Lohn für die harte Arbeit, der Athleten, Coaches und des gesamten Teams.

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Ein starkes Supportteam

Das Betreuerteam rund um die Seglerinnen und Segler in der SST Nationalteam und dem B-Kader wird jedes Jahr stärker. Professionneller in den Abläufen und mit mehr Tage am Athlet begleitet ein umfangreiches Supportteam die SST Mitglieder bei ihren Olympiavorbereitungen in Richtung Tokyo 2020. Neben den Worldclass Coaches (auf dem Foto: Daniel Mihelic, Alvaro Marinho, Peter Krimbacher, Jim Maloney, Nathalie Brugger, Sam Kivell) tragen auch Teamchef Tom Reulein, Office Manager Marco Brunner und Datenanalyst Marco Versari massgeblich zum Teamerfolg bei. Weitere wichtige Unterstützung liefern Teamarzt Per Bo Mahler, Physiotherapist Philippe Marchand, Rules Advisor Antonio Otero, Sportpsychologe Jörg Wetzel sowie unsere Medienverantwortliche Sophia Urban.

Neu an Bord des Swiss Sailing Team ist Headcoach Youth & Talentpool Thomas Piesker, welcher Marco Versari unter die Arme greift, damit dieser mehr Zeit für die Datenanalyse und HiTech Projekte im Elitebereich einsetzen kann. «Ich bin sozusagen die Verbindung zwischen Wissenschaft, Technik und deren praktische Anwendung für den Sport» erklärt er. Im mittlerweile zehnten Dienstjahr für das Swiss Sailing Team kümmert sich Office Manager Marco Brunner aber nicht nur um die administrative Angelegenheiten, dem Accounting und dem Teamsupport, sondern auch um die Containerlogistik, die Einsätze der Trainerboote und dem technischen Equipment. «Natürlich mache ich alles für den Teamerfolg und das mit absoluter Passion! Ich habe so viele verschiedene Aufgaben, dass mir definitiv nicht langweilig wird!»

Olympia Know-How wird weitergegeben

Seit Jahresanfang sind zwei hochverdiente Schweizer Olympiasegler ins Team zurückgekehrt, um ihre wertvollen Erfahrungen an die nachfolgende Generation weiterzugeben – Nathalie Brugger, Gewinnerin zweier Olympischer Diplome (2008, 2016) unterstützt die erst 23jährige Nationalteamseglerin Maud Jayet im Training und im Coaching bei Höhepunktwettkämpfen. Mit seinen zwei Olympiateilnahmen hält auch Romuald Hausser einen enormen Erfahrungsschatz für Kilian Wagen und Gregoire Siegwart bereit. SST hat beide anlässlich der Palma Regatta interviewt.

Auch der Nachwuchs trumpft auf

Wissensvermittlung im Segelsport findet nicht nur bei der Arbeit von Trainern mit ihren Athleten statt. Auch lernt der Nachwuchs viel von den Spitzenseglern des Swiss Sailing Teams, wenn diese an den gleichen Regatten teilnehmen. So geschehen an der traditionellen Trofeo Princesa Sofia Regatta in Palma de Mallorca, wo das SST Youthteam im Laser, 49er und im 470er die Gelegenheit nutzten, um von den Erfahrungen der «Alten» zu profitieren und einige gute Ratschläge umzusetzen. Der Schweizer Segelnachwuchs in den Olympischen Bootsklassen ist sehr ambitioniert und konnte in den vergangenen Jahren immer wieder mit sehr guten Ergebnisse aufwarten.

Talent Scout Camp – das Selektionsevent im Nachwuchs

Das nächste SST Talent Scout Camp findet vom 3. Bis 6. Oktober im BASPO Wassersportzentrum in Ipsach / Magglingen statt. Dort werden die Segelstars von morgen gesichtet und für den SST Talentpool und das Youth Team selektioniert. In diesen vier intensiven Tage wird neben der Selektion bereits auch an der weiteren Ausbildung der besten Schweizer Segeltalenten gearbeitet – ganz gemäss dem neuen Nachwuchsförderkonzept von Swiss Sailing. Die Selektionskriterien sind unter folgendem Link aufgeschaltet.

© Jürg von Allmen

« Behind the scene » - das Swiss Sailing Team

Seit Jahresbeginn werden unsere Olympiakandidaten immer wieder von der Kamera begleiten und gewähren interessante Einblicke ins Teamleben! (© Sophia Urban / MaxComm)

Regattakalender

3-10.6 : World Cup Finals, Marseille (FRA)
3-7.6 : 470M/W Youth Worlds, PortoRoz (SLO)
22-29.6 : Europeans Optimist, Crozon (FRA)
29.6-6.7 : Youth Europeans Radial, Athens (GRE)

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Europameisterschaften im Finn und 49er – nah an Spitzenleistung

Zwei Europameisterschaften fanden letzte Woche mit Schweizer Beteiligung statt. Die Finn Klasse segelte vor Athen (GRE), während die 49ers in das Olympiarevier von London 2012, Weymouth (GBR) zurückkehrten.

Allen voran schrammte der erst 22jährige Finnsegler Nils Theuninck (GYC, CNP) nur knapp an der Nationen Quote und damit der Olympiaqualifikation für die Schweiz vorbei. So lag er unter anderem nach einem Laufsieg auf einem hervorragendem 11. Platz und belegte Rang 3 in der Nationenwertung. Weil insgesamt 4 Startplätze für die Olympischen Spiele an diesem Event verteilt wurden, wäre Nils bereits qualifiziert gewesen. Im letzten Race vollzog er allerdings einen Strafkringel (720° Drehung) deutlich zu spät, sodass er nachträglich von der Jury disqualifiziert wurde – eine schwer zu akzeptierende Entscheidung für den SST Nationalteamsegler. «Dieser Juryentscheid war echt hart, fast schon wie ein schlechter Traum! Ich habe damit sowohl die Olympiaqualifikation und als auch noch den U23 EM-Titel wegen 45 Sekunden zu langem Nachdenkens verloren. Das ist jetzt erstmal extrem enttäuschend, aber ich werde mich schon wieder aufrappeln und zurückkommen und zwar noch deutlich stärker, um endlich mein Olympiaticket zu lösen!»

Ergebnisse

Im 49er lieferten Sébastien Schneiter und Lucien Cujean eine solide Leistung über die 20 Wettfahrten dauernde EM ab und verpassten nur denkbar knapp - nämlich um 2 Punkte – den Einzug ins Medal Race. Auch in der letzten Wettfahrt gelang es den beiden Genfer Profiseglern (SNG) nicht, das zehntplatzierte Boot zu überholen und verblieben deswegen auf Rang 11. In der nationenbereinigten Wertung (nur europäische Teams) schlossen Schneiter/Cujean auf Rang 8 ab und qualifizierten sich fix für das SST Nationalteam im kommenden Jahr. Die Nachwuchsteams Bachelin / De Planta (CVV) und Häenssler / Richner (Amicale de voile Portalban/GYC) belegten Platz 64 bzw. Platz 65

Ergebnisse

SST Teamchef Tom Reulein : « Natürlich hätten wir uns sehr über eine gesicherte Nationen Quote im Finn gefreut, gerade für Nils, der diese absolut verdient gehabt hätte! Aber es hat wohl noch nicht sollen sein, weswegen wir jetzt schnell wieder den Blick nach vorne richten und weiter an der Olympiaqualifikation arbeiten. Es bleibt ja noch eine Chance am Weltcup in Genua nächstes Jahr. Was die 49er angeht, ist das Ergebnis eine echte Bestätigung, dass die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer Jim Maloney gut funktioniert und man weitere Leistungssteigerungen in Zukunft erwarten kann.»

Heute beginnen die Wettfahrten beginnen die Europameisterschaften der Laser Standards und Radial in Porto (POR). Verfolgen Sie die Regatta unter : https://2019-senior.laser-europeans.org


Jim Maloney ist der neue Coach von Sebastien Schneiter und Lucien Cujean

Einer der weltbesten Coaches in den Olympischen Skiff Klassen hat sich dem Swiss Sailing Team angeschlossen. Jim Maloney arbeitet seit der Trofeo Princesa Sofia Regatta für das SST Nationalteam 49er Schneiter/Cujean. Der 60jährige Neuseeländer lebt in Aukland und wuchs in Californien auf.

Was hat dich bewegt, für das Swiss Sailing Team zu arbeiten?

Nach dem Gewinn der Silbermedaille im 49er FX in Rio de Janeiro, habe ich bis vergangenen Dezember einige neuseeländische 49er Teams gecoacht und in die Weltspitze gebracht. Mein Plan danach war, gemeinsam mit meiner Frau das Leben auf unserem Cruisingboot auf den Fidji Inseln zu verbingen – und dann kam die Anfrage von SST. Mit Sébastien und Lucien zu arbeiten ist in vielerlei Hinsicht sehr interessant. Das sind erstmal richtig talentierte Jung mit einer professionellen Einstellung und einem enormen Potential. Deswegen muss Fidji ein bisschen warten und ich freue mich, mit ihnen bis einschliesslich den Olympischen Spielen zusammenzuarbeiten.

Nach den ersten Wochen – wo siehts du ihre Stärken?

Die beiden sind super organisiert, die Saisonplanung ist vorbildlich und das Material absolut Top! Aber auch sonst sind schon die meisten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Olympiakampagne erfüllt. In den letzten Wochen haben wir an einigen Details gearbeitet, etwas an der Technik, am Selbstvertrauen. Wenn das wieder voll da ist, können wir die grossen Themen angehen. Generell versuche ich, die Freude an dem was sie tun, zurückzubringen. Zu ernsthaft ist eben auch nicht immer gut!

Was deine Ziele mit diesem Team?

Wir wollen sich in die Lage versetzen, an den Olympischen Spielen in den Kampf um eine Medaille eingreifen zu können. Wenn sie so arbeiten, dass sie ein stabiles TOP 5 Niveau erreichen, ist die Medaille möglich.

Was war dein “best moment” als Coach?

Ich arbeite ja schon viele Jahre als Coach und finde es immer wieder toll zu sehen, wie Segler an ihren Aufgaben wachsen, sie bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen – dieser Prozess der Leistungsentwicklung macht einfach Spass! Mein beste Coaching Moment war eindeutig das Medal Race an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (Jim`s Tochter Alexandra gewann dort die Silbermedaille im 49er FX)


Drei Schweizer Boote im Medal Race – mit Medaillenchancen!

Die Athleten des Swiss Sailing Teams zeigten auch am 5. Tag des Weltcups in Genua herausragende Leistungen. Trotz oder gerade wegen den vorherrschenden Leichtwindbedingungen in dieser Woche gelang es Linda Fahrni und Maja Siegenthaler (470W), Kilian Wagen und Grégoire Siegwart (470M) sowie Maud Jayet (Laser Radial) sich für das abschliessende Medal Race am morgigen Sonntag zu qualifizieren.

Für Kilian und Gregoire ist dies eine Premieren – zum ersten Mal überhaupt in ihrer Karriere segelten die beiden SST B-Kaderathleten anlässlich eines Weltcups in die TOP 10. Heute früh im rotem Trikot der Drittplazierten, lieferten sie zwei solide Wettfahrten ab und verblieben auf Rang 3 – in Schlagdistanz zum obersten Treppchen des Podiums.

Auch Maud Jayet konnte sich im Goldfleet behaupten (Platz 7 und 5) und geht als Viertplazierte ins Medal Race. Dabei kann sie sich aus eigener Kraft noch aufs Podium Segeln.

Das Medal Race wird LIVE übertragen unter folgendem Link.

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Bereits zu Ende gegangen ist die Regatta für Sébastien Schneiter und Lucien Cujean (49er) sowie für Nicolas Rolaz (Laser Standard).

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Genua – der Leichtwind Weltcup

Zum ersten Mal überhaupt macht der Sailing World Cup Halt in Genua (ITA). Trotz sonnigem Frühlingswetter konnte sich die Thermik in der letzten drei Tagen nicht voll entwickeln, so dass nur in vereinzelten Klassen Wettfahrten gesegelt werden konnten – und das bei absoluten Leichtwindbedingungen um die 3-5 Knoten.

Einen perfekten Start mit einem Tagessieg legte Maud Jayet hin, aber auch Nachwuchssegler Nicolas Rolaz konnte mit einem 24. Platz überzeugen.

Bei den langen Wartezeiten an Land und auf dem Wasser sind also weiterhin gute Nerven gefragt. Gegen Ende der Woche sagt der Wetterbericht etwas mehr Wind voraus.

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Swiss Sailing Team hat einen neuen Headcoach für den Nachwuchs!

Thomas Piesker heisst der neue Headcoach für das SST Youth Team und den Talent Pool. Er unterstützt die Arbeit von Marco Versari, um auch weiterhin eine breite und leistungsstarke Basis von hochtalentierten Nachwuchsseglerinnen und -seglern zu entwickeln. Der 41jährige Berliner hat Sportwissenschaft in Leipzig studiert und ist seit über 10 Jahren im Olympischen Segelsport unterwegs. Von 2012 bis 2016 war er Cheftrainer des Deutschen Seglerverbandes (DSV).

Warum hast du dich entschieden für die Schweiz zu arbeiten?

Nach meiner langen Zeit als DSV Nationaltrainer in der Laserklasse, war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Für das Swiss Sailing Team zu arbeiten ist eine klassische Win-Win Situation, in der wir meine umfangreichen Erfahrungen aus Deutschland mit dem bereits gut funktionierenden Förderkonzept der Schweiz zu verbinden. Es gibt schliesslich immer etwas zu verbessern, ich freue mich, hier mitarbeiten zu dürfen.

Was genau ist deine Aufgabe?

Marco Versari und ich haben bereits alle anstehenden Aufgaben im Nachwuchsbereich aufgeteilt und können so das gemeinsame Know-How bestmöglichst nutzen. Marco bleibt ja Head of Youth Development, wird aber deutlich mehr in die Olympiavorbereitung auf Tokyo 2020 z.B. im Datenmanagement eingesetzt. Das ist auch der Grund, warum ich ihn in meiner Funktion als Headcoach unterstützte.

Ich finde es extrem spannend, wie der Leistungssport Segeln in der Schweiz organisiert ist - die verschiedenen Ebenen, mit den regionalen Organisationen, der nationalen Struktur von Swiss Sailing und SST wie auch die privaten Förderinitiativen. Meine Hauptaufgabe ist es, dass all diese Förderebenen gemeinsam an einem Strang ziehen und somit unseren Segeltalente ermöglicht wird, ihre Bestleistung am Jahreshöhepunkt abzuliefern. Wenn dies gelingt, kann der Schweizer Segelnachwuchs aussergewöhnliche Ergebnisse erreichen. Es ist auf alle Fälle positiv, auf so eine breit gefächerte Unterstützung zählen zu können.

Warum gerade der Segelnachwuchs?

Es motiviert mich, den jungen Seglerinnen und Seglern eine Perspektive zu geben, Ziele zu setzen und diese dann auch zu erreichen. Und das nicht nur im seglerischen oder athletischen Bereich, sondern auch in ihrem Erwachsenwerden und der Entwicklung ihrer zukünftigen Persönlichkeit. Als Headcoach bin ich happy, wenn Athleten eines Tages positiv auf ihre Segelkarriere zurückblicken.


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