Talent Scout Camp 2025
Das Nationale Leistungszentrum (NLZ) von Swiss Sailing in Dorigny (Lausanne) bot erneut einen idealen Rahmen für das Treffen der nächsten Segel-Generation. In diesem Jahr besonders auffällig: die starke weibliche Präsenz. Zahlreiche motivierte und gut vorbereitete Athletinnen zeigten auf dem Wasser starke Leistungen – ein Zeichen für das stetige Wachstum des Frauensegelns in der Schweiz. Vier Tage lang stellten sich die 36 jungen Talente in den Klassen ILCA 6, 420 und 29er der Herausforderung. Die Trainingseinheiten fanden bei idealen Segelbedingungen mit einem konstanten Wind von 15 bis 18 Knoten und in einer fröhlichen, konzentrierten Atmosphäre statt. Jede und jeder konnte sich mit sich selbst und mit den Besten ihrer respektive seiner Kategorie messen.
Das Talent Scout Camp begann mit einem Ausbildungstag für die Trainerinnen und Trainer. Unter der Leitung der Experten des NLZ wurden Themen vom physischen Training über Erholung und Physiotherapie bis hin zu Ernährung und mentaler Vorbereitung behandelt. Eine Mischung aus Erfahrung und nützlichen Aktualisierungen, um den jungen Athletinnen und Athleten eine immer professionellere Unterstützung zu gewährleisten, und um eine gemeinsame Methodik in den Jugendklassen zu schaffen.
In den folgenden Tagen verwandelte sich der See in ein echtes Leistungslabor. Mehrere Neulinge aus den U15-Klassen, wie Optimist und RSFeva, waren zum ersten Mal dabei und hinterliessen als jüngste Generation einen guten Eindruck. Strahlende Gesichter, Teamgeist und die Zufriedenheit jener, die das Gefühl hatten, einen wichtigen Meilenstein auf ihrem Weg erreicht zu haben, waren deutlich zu spüren.
Riccardo Giuliano, Head Coach Youth beim Swiss Sailing Team, zeigte sich zufrieden: «Das Talent Scout Camp war auch dieses Jahr wieder ein grosser Erfolg. Viele junge Seglerinnen und Segler haben ihr Potenzial unter Beweis gestellt. Die Frauen dominierten dieses Jahr, was zum Teil auf die Teilnahme mehrerer gemischter Teams in den Klassen 29er und 420 zurückzuführen ist. Ich bin angenehm überrascht von der Energie und dem Engagement, welche sie auf dem Wasser gezeigt haben. Ich möchte den Trainern Linda, Daniel und Matteo für ihre Professionalität und Leidenschaft danken, ebenso wie allen, die zur Organisation des Camps beigetragen haben. Ein besonderer Dank geht an Marco Versari (Leiter des NLZ) für seine unermüdliche Unterstützung.»
Der Auswahlprozess tritt nun in eine entscheidende Phase. Die Selektionen werden nicht leichtfallen, doch eines ist sicher: Der Schweizer Segelsport kann mit viel Zuversicht in die Zukunft blicken. Die Namen der selektionierten Athletinnen und Athleten werden Ende Oktober bekannt gegeben.
Erste definitive Selektionen für Paris 2024
Grosse Ehre für das Swiss Sailing Team: Maud Jayet auf dem ILCA 6 sowie Sébastien Schneiter und Arno de Planta auf dem 49er sind die ersten Athletinnen und Athleten überhaupt, die von Swiss Olympic definitiv für die Olympischen Spiele Paris 2024 selektioniert wurden.
«Die WM-Silbermedaillen und nun die frühzeitige Olympia-Selektion sind ein sehr schöner Erfolg für den Schweizer Segelsport», sagt Ralph Stöckli, Chef de Mission von Swiss Olympic. Die ersten Selektionen einer Olympia-Kampagne vorzunehmen, sei zudem immer ein spezieller Moment für die Delegationsleitung. «Für uns rücken die Olympischen Spiele damit spürbar näher.»
Mit ihren Silbermedaillen bei den Worlds in Den Haag haben sowohl Maud Jayet als auch Schneiter/de Planta nicht nur in ihrer Klasse einen Quotenplatz für die Schweiz ersegelt, sondern auch die persönlichen Kriterien für eine vorzeitige Selektion erfüllt. Sie können nun ihre Planung ganz auf die Olympischen Regatten in Marseille fokussieren.
Die vollständige Mitteilung von Swiss Olympic…
Ein entscheidendes vorolympisches Jahr für das Swiss Sailing Team
Nachdem sich mit Maud Jayet im Laser Radial und den 49er Seglern Schneiter/Cujean bereits zwei Bootsklassen für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert haben, geht das Swiss Sailing Team weiter auf die Jagd nach den heiss begehrten Olympia-Tickets. Linda Fahrni und Maja Siegenthaler (470W), Mateo Sanz Lanz (RS:X Windsurfen) und Nils Theuninck (Finn) sowie Kilian Wagen / Gregoire Siegwart (470M) und Eliot Merceron im Laser Standard haben heuer die Möglichkeit, die Schweiz an den Weltmeisterschaften (EM in der Finnklasse) für Tokio zu qualifizieren. (Termine siehe unten).
Obwohl sich alle Augen auf die Eliteteams und ihre Quotenziele richten, werden auch die Nachwuchstalente weiterhin stark gefördert! So trainierten die insgesamt rund 60 Mitglieder des Youth Teams und des Talentpools den ganzen Winter über unter der Leitung von Weltklasse-Coaches. Dabei konnte die Anzahl der Wassertage sowohl für die Elite als auch für den Nachwuchs deutlich erhöht werden. So profitieren aktuell die Mitglieder im Nationalteam von 160 Tagen Coaching pro Saison, der B-Kader verfügt über 100 Tage. Doch auch an Land wird die Förderung ausgebaut und so wird das Swiss Sailing Team neuerdings mit der Verpflichtung von Sportpsychologen Jörg Wetzel verstärkt.
"Noch nie waren die Rahmenbedingungen für das Erreichen von Spitzenleistungen im Olympischen Segelsport so gut wie in diesem Jahr. Es gelingt uns derzeit, ein richtig starkes Supportteam aufzubauen und verfolgen eine möglichst ganzheitliche Förderung unserer Eliteseglerinnen und -segler mit dem klaren Ziel, Medaillen zu gewinnen." Tom Reulein, Team Chef.
Der nächste Grossanlass für das Swiss Sailing Team ist die Trofeo Princesa Sofia Regatta auf Mallorca. Neben der Elite sind auch zahlreiche Youth Team Athleten gemeldet. Liste der registrierten Teilnehmer.
Jahreshöhepunkte der SST Eliteteams 2019
Nationen Startplatz für Tokio 2020:
- Linda Fahrni und Maja Siegenthaler, 470W (Thunersee Yacht Club):
Weltmeisterschaft 2-9. August, in Enoshima (JPN)
- Mateo Sanz Lanz, RS:X (Gstaad Yacht Club)
Weltmeisterschaft 12-22. September, in Torbole (ITA)
- Nils Theuninck, Finn (Gstaad Yacht Club/Club Nautique de Pully)
Europameisterschaft 10-19. Mai, in Athen (GRE)
- Kilian Wagen et Grégoire Siegwart, 470M (Club Nautique de Pully/Club Nautique Morgien)
Weltmeisterschaft 2-9. August, in Enoshima (JPN)
- Eliot Merceron, Laser Standard (Gstaad Yacht Club)
Weltmeisterschaft 2-9. July in Sakaiminato (JPN)
Persönliche Qualifikation für Tokio:
- Sébastien Schneiter und Lucien Cujean, 49er (Société Nautique de Genève)
TOP 8 am Olympic Test Event in Enoshima (JPN) oder an WM vom 29.11-8.12 in Auckland (NZL)
- Maud Jayet, Laser Radial (Société Nautique de Genève)
TOP 8 am Olympic Test Event in Enoshima (JPN) oder an WM vom 17-24 July in Sakaiminato (JPN)
Der gesamte Wettkampfkalendar 2019 ist unter dem folgenden Link downloadbar.
Schweizer Segler bereit für die WM aller Olympischen Bootsklassen
Die Weltmeisterschaften aller zehn Olympischen Bootsklassen finden vom 30. Juli bis 12. August in Aarhus, Dänemark, statt. Die Seglerinnen und Segler des Swiss Sailing Teams haben bereits über Wochen vor Ort trainiert und verfolgen ehrgeizige Ziele an diesem Jahreshöhepunkt: Neben dem Kampf um die WM Medaillen und Diplome, geht es vor allem um das Erreichen der Nationenstartplätze für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.
Aarhus (DEN), 26. Juli 2018 - Alle vier Jahre versammelt World Sailing die absolute Weltspitze der jeweiligen Olympischen Bootsklassen zu diesem Mega Event, für den rund 1500 Seglerinnen und Segler gemeldet sind – viermal soviele wie bei den Olympischen Spielen.
Die Weltmeistertitel für jede Klasse werden im abschliessenden Medal Race der besten 10 Booten ausgesegelt. Aber die Qualifikation für dieses Medal Race ist nicht das einzige Ziel für die Schweizer Delegation. Erstmals in dem Olympiazyklus werden 40% der sogenannten Nationenstartplätze für die Olympischen Spiele 2020 vergeben. Das Ziel der Swiss Sailing Team Athleten ist daher klar: Die Schweiz in so vielen Bootsklassen wie möglich bereits jetzt für Tokio zu qualifizieren.
Die Wettfahrten finden vor dem eben erst eingeweihten Aarhus International Sailing Center statt, den Nationalen Segel-Leistungszentrum Dänemarks.
Folgende 16 Athleten des Swiss Sailing Teams werden die Schweiz an der WM vertreten:
- Mateo Sanz Lanz, RS:X (GYC, Vizeweltmeister 2017), Nationalteam
- Linda Fahrni / Maja Siegenthaler, 470 W (TYC, Sieger des Aarhus 2017 Testevents), Nationalteam
- Sébastien Schneiter / Lucien Cujean, 49er (SNG, 7. bei der Europameisterschaft 2018), Nationalteam
- Maud Jayet, Laser Radial (SNG, 6. Platz im Weltcup-Finale), Nationalteam
- Nils Theuninck, Finn (GYC, Europameister U23 2018)
- Kilian Wagen (CNP) / Grégoire Siegwart (CNM), 470 M
- Andrea Nordquist, Laser Radial (SNG)
- Eliot Merceron, Laser Standard (GYC)
- Nicolas Rolaz, Laser Standard (CNM)
- Jann Schüpbach (RCO/TYC) / David Biedermann (TYC), 470 M
- Yves Mermod (TYC) / Cyril Schüpbach (TYC/RCO), 470 M
Die Chancen auf die Nationenstartplätze stehen gut für das Schweizer Nationalteam, konnten doch vielversprechende Ergebnisse an Weltcups und hochrangigen Regatten in den letzten Monate ersegelt werden! Neben der Elite, werden auch junge Nachwuchsathleten wie Biedermann/Schüpbach, Mermod/Schüpbach im 470er und Nicolas Rolaz im Laser Standard teilnehmen.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die zu erbringenden Qualifikationskriterien für das Erreichen der Nationenstartplätze für die Olympischen Spiele. Die zweite Spalte (WM 2018) zeigt die Anzahl der Nationen (Top 10, Top 14, Top 8 etc....), welche sich hierfür qualifizieren können:
"Die WM in Aarhus ist der absolute Höhepunkt des Jahres, bei dem jeder Athlet seine persönliche Bestleistung anstrebt", sagt Teamchef Tom Reulein. "Aufgrund der Vorleistungen im Training und an wichtigen Regatten bin ich sehr optimistisch, dass die meisten unserer Athleten sehr gute Ergebnisse erzielen können. Natürlich wollen wir in den meisten Klassen die Nationenstartplätze sichern, aber es hängt auch ein bisschen von den Windverhältnissen während der Veranstaltung ab. Wir hatten in den letzten Wochen eine sehr gute Vorbereitung vor Ort und das Trainer- und Betreuerteam ist bereit, gemeinsam mit unseren Seglerinnen und Segler Höchstleistungen abzuliefern!"
Sie können das Swiss Sailing Team in Aarhus auf folgenden Kanälen hautnah verfolgen :
Website
Facebook
Instagram
Offizielle Website der Veranstaltung
Lizenzfreie Bilder für die Aufmerksamkeit der Medien werden im Internet unter www.maxcomm-media.com verfügbar sein.
Sophia Urban von MaxComm wird für die Dauer der Veranstaltung in Aarhus sein. Medienvertreter sind eingeladen, sie für Interviewanfragen mit Teammitgliedern oder andere spezifische Anfragen zu kontaktieren. sophia.urban@maxcomm.ch / + 41 79 351 82 11.
Am Ende des Wettbewerbs wird eine Pressemitteilung mit den Ergebnissen der Mitglieder des Swiss Sailing Teams verschickt. Bei außergewöhnlichen Ergebnissen werden zusätzliche Medienmitteilungen auf der Website des Swiss Sailing Teams veröffentlicht.
Fahrni/Siegenthaler gewinnen Bronzemedaille in Palma
Linda Fahrni und Maja Siegenthaler bewiesen anlässlich der Trofeo Princesa Sofia Regatta in Palma wieder einmal ihr seglerisches Ausnahmetalent. Als Vierterplatzierte ins finale Medal Race gestartet, zeigten die beiden Nationalteamseglerinnen des Thunersee Yacht Clubs eine hervorragende Leistung und segelten sich auf das Podium.
"Wir sind gut gestartet, waren schnell unterwegs, allerdings auf die falschen Seite", erklärt Vorschoterin Maja Siegenthaler. "Wir haben dann viel riskiert, viel gepumpt und alles gegeben, um vor den Französinnen, die direkt vor uns waren, vorbeizukommen! Es hat sich gelohnt, wir haben uns die Bronzemedaille an dieser Regatta hart verdient und sind jetzt sehr zufrieden."
Auch für Nils Theuninck (Gstaad Yacht Club / Club Nautique de Pulli) war es eine hervorragende Woche: Der Führende der Gesamtwertung am Ende des zweiten Tages konnte sich die ganze Woche über in den TOP 5 halten. "Das Medaillenrennen war für mich etwas komplizierter. Ich bin einige Plätze in der Gesamtwertung zurückgefallen, bin aber trotzdem absolut zufrieden. Ich habe erst vor acht Monaten mit Finn angefangen, mein Fortschritt ist wirklich erfreulich!"
Sébastien Schneiter und Lucien Cujean (Société Nautique de Genève) demonstrierten eindrucksvoll ihre Fähigkeit, bei allen Windbedingungen konstant segeln zu können und schlossen mit einem sehr guten 4. Platz im Medal Race insgesamt auf Platz 8 ab: "Das Medalrace war schwierig so nah unter Land, aber wir sind gut gestartet und sind mit unserem Endergebnis echt happy. Dieses gute Ergebnis bestätigt unsere Leistung in Miami im Januar!
Mateo Sanz Lanz (RS:X, Gstaad Yacht Club) war der vierte Athlet, der sich für das Medalrace qualifizierte. Er surfte auf Platz 8 und blieb damit insgesamt Zehnter." Das war eine sehr enge Sache bis zum Schluss. Leider habe ich meine grosse Chance auf der zweiten Kreuz verpasst, als die 5 führenden Windsurfer vom einem grossen Windfeld mit richtig Druck profitiert haben. Heute hat mir einfach die richtige taktische Reaktion gefehlt.“
Neben der Elite waren auch viele Nachwuchsteams mit in Palma. Insgesamt 23 Seglerinnen und Segler repräsentierten die Schweiz anlässlich dieser Regatta, die mehr als 1.200 Athleten aus aller Welt zusammenbrachte. SST Teamchef Tom Reulein zeigte sich positiv: "Es war eine sehr erfolgreiche Woche für uns, denn vier Boote haben sich für die Medaillenrennen qualifiziert. Das gabs noch nie! Die Bronzemedaille von Linda und Maja ist einfach außergewöhnlich – ich freu mich sehr für die beiden! Vom achten auf den zweiten Platz im Medalrace vorzusegeln, ist eine unglaubliche Leistung. Aber auch die Nachwuchsathleten zeigten in dieser Woche sehr gute Einzelwettfahrten und sammelten viele wertvolle Erfahrungen.
Nächster Stop für die Seglerinnen und Segler des Swiss Sailing Teams: der Weltcup Hyères World Cup Ende April!
Ergebnisse: http://www.trofeoprincesasofia.org/en/default/races/race-resultsall
Nils Theuninck ist Junioren-Europameister im Finn
Nils Theuninck (Gstaad Yacht Club / Club Nautique de Pully) gewinnt die mit 91 Teilnehmern hochklassig besetzten Junioren-Europameisterschaft im Finn.
Bei Windstärken von 30 Knoten konnte die abschliessende Finalwettfahrt am vergangenen Samstag nicht mehr gesegelt werden. Mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Vorjahressieger Henry Wetherell (GBR), konnte sich Nils ganz oben auf dem Podium behaupten. Der Tscheche Ondrej Teply wird Dritter.
« Ich bin total erschöpft nach einer Woche Regattasegeln und den langen Tagen auf dem Wasser. Ich habe alles gegeben und es hat sich am Schluss ausgezahlt. », erzählt das 21jährige Mitglied des Gstaad Yacht Club Racing Teams. « Ich bin superglücklich, alle meine Ziele erreicht zu haben. Das war schon eine heikle Situation am Ende des dritten Tages, als ich bei der Rückkehr in den Hafen einen kompletten Mastbruch erlitten habe. Gott sei Dank konnte ich das über Nacht einigermassen reparieren und am nächsten Tag mit dem ausgeliehenem Segel eines Konkurrenten wieder an den Start gehen. Das war natürlich total ungewohnt, weil das Material im Finn ja sehr exakt auf uns Segler abgestimmt ist. »
Mit seinem 8. Platz im Gesamtklassement (Europäische Wertung) hat Nils zudem noch das Kriterium für das Nationalteam, der höchsten Förderstufe im Swiss Sailing Team, im kommenden Jahr erfüllt. Eine beeindruckende Leistungssteigerung, wenn man bedenkt, dass er im vergangenen Jahr erst vom Laser Standard in den Finn umgestiegen war. « Meine erste Regatta im Finn habe ich vor ziemlich genau einem Jahr in Palma gesegelt. Natürlich bin ich jetzt sehr happy über meinen schnellen Fortschritt in dieser hart umkämpften Bootsklasse. »
Gerade am Ende der Woche in Cadiz waren die Bedingungen durch Windgeschwindigkeiten von über 20 Knoten extrem körperlich anstrengend. Für eine durchgängige Spitzenleistung in diesem Starkwindwetter fehlen Nils Theuninck noch einige Kilos Körpergewicht und spezielle Fitness. Seit Mitte 2017 wird Nils von Peer Mohberg, dem Laser Bronzemedaillengewinner von Atlanta 1996, in einer norwegisch/dänischen Trainingsgruppe betreut.
Nächste Etappe für Nils Theuninck: Trofeo Princesa Sofia in Palma anfangs April. Sein Saisonziel ist, die Schweiz bereits an den Weltmeisterschaften 2018 in Aarhus für die Olympischen Spiele in Tokyo 2020 zu qualifizieren.
Photos: Robert Deaves
Max Wallenberg und Amanda Bjork-Anastassov gewinnen den Weltmeistertitel im Nacra15
Die Schweizer Nacra15 Segler Max Wallenberg und Amanda Bjork-Anastassov, Mitglieder im Youth Team des Swiss Sailing Teams, haben an den Jugend Weltmeisterschaften in Sanya, China die Goldmedaille gewonnen. Als Weltmeister im Optimist 2016 gelingt Max Wallenberg damit eine historische Leistung.
Das junge Schweizer Nachwuchsteam Max Wallenberg und Amanda Bjork-Anastassov haben in der vergangenen Nacht die Weltmeister Titel in der Klasse Nacra15 an den Youth Sailing World Championships in Sanya, China gewonnen.
«Das ist ein grosser Sieg für uns, ein fantastisches Gefühl, unbeschreiblich, aber für diesen Titel musste wir unendlich hart arbeiten», sagte Steuermann Max Wallenberg nach seiner Rückkehr an Land. «Unsere Stärke war, dass wir bis zum Schluss ruhig und konzentriert gesegelt sind ohne uns zu stressen. Ich denke, dass ohne Unterstützung unseres Coaches, unserer Familien und unseres Clubs dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre», ergänzte das Clubmitglied der Société Nautique de Genève.
«Wir wussten, dass es in der letzte Wettfahrt um Alles oder Nichts gehen würde und erst dann die Entscheidung fällt, wer Weltmeister wird», erzählt die überglückliche Amanda Bjork-Anastassov. «Wir haben uns nur auf unsere Wettfahrt konzentriert und nicht so sehr auf die anderen Boote geachtet. Das hat perfekt funktioniert! Max und ich ergänzen uns gegenseitig sehr gut. Ich bin an Bord gut organisiert und strukturiert, wohingegen Max ein wahrer Artist auf dem Wasser ist. Und natürlich ist er auch ein starker Charakter!»
Die Weltmeisterschaft fand über eine Woche mit sehr schwierigen, weil variablen Windbedingungen statt. Schon von Anfang an waren Max und Amanda in den TOP 3 platziert und konnten sich im weiteren Verlauf immer mehr steigern. Am Schluss beendeten sie die Serie mit Punktgleichheit zu ihren unmittelbaren Konkurrenten aus Australien, wurden aber aufgrund eines Wettfahrtsieges auf Platz 1 rangiert.
Swiss Sailing Team Coach, Laurent Voiron, zeigte sich ebenfalls stolz auf dieses Resultat. « Wir haben ja erst seit einem Jahr unsere sehr intensive Zusammenarbeit begonnen und haben uns sofort auf die entscheidenden Prioritäten konzentriert. Max und Amanda lernten schnell und haben in kurzer Zeit die Lücke zu den weltbesten Teams schliessen können. Ihre grösste Stärke ist der aussergewöhnliche Teamspirit und die Gegensätzlichkeit, welche sich gut ergänzt. Auf dem Wasser haben sie nie aufgegeben und sind immer ruhig und konzentriert geblieben, obwohl der Druck schon extrem gross war. Mein Tip für die letzte Wettfahrt, sich nur auf sich selbst zu konzentrieren haben sie gut umgesetzt und jetzt sind die Beiden Weltmeister! »
SST Teamchef Tom Reulein gratuliert ebenfalls zu diesem ausserordentlichen Erfolg, welcher die gesamte Schweizer Segelszene begeistert: «Das ist ein fantastischer Erfolg sowohl für Max und Amanda sowie ihren Trainer Laurent Voiron und deren Club, der Société Nautique de Genève. Der Gewinn dieses Weltmeister Titels zeigt wieder einmal, was möglich ist, wenn im Fördersystem des Swiss Sailing Teams alle Ebenen gemeinsam für ein grosses Ziel arbeiten. Darauf kann die Segelnation Schweiz sehr stolz sein!»
Der Übergang vom Optimist in die nächste Bootsklasse ist oft relativ schwierig und langwierig. Noch nie gelang es einem Schweizer Nachwuchssegler bereits im Folgejahr nach einem Optimisten WM-Titel eine weitere WM in der zweiten Bootsklasse zu gewinnen. Max und Amanda haben Schweizer Segelsportgeschichte geschrieben!
Erste erfolgreiche vorolympische Erfahrung für das Schweizer Segelnationalteam
Die Schweizer Segeldelegation reiste zur ersten Vorbereitungsregatta an den Austragungsort der nächsten Olympischen Sommerspiele in Enoshima, Japan. Neben guten Ergebnissen der Schweizer Segler war das Ziel dieser Delegation, die Verhältnisse an Land und auf dem Wasser vor Ort sowie die japanische Kulturkennenzulernen.
Das Eliteteam des Swiss Sailing Teams verbrachte ganze drei Wochen in Japan: Nach dem Gamagori-Weltcup, nahm das Team letzte Woche an der Enoshima Olympic Week, in den olympischen Gewässern teil. Ziel der Delegation drei Jahre vor den Spielen war es, wichtige Erkenntnisse aus dieser Trainingsregatta herauszuholen: Wasser-, Wind- und Strömungsverhältnisse, Unterkunft, Kultur, Essen... Das Team konnte zu Land und zu Wasser umfangreiche Erfahrungen Die fünf Boote vor Ort konnten mit einer guten Leistungsbilanz aufwarten, die drei Regattatage wurden optimal genutzt: Mehrere ausgezeichnete Leistungen in den Top 10 in allen Bootsklassen und ein guter 9. Platz von Wagen/Siegwart sowie der 5. Platz bei den 470er DamenFahrni/Siegenthaler. Die Bedingungen waren jedoch ganz andere als diejenigen, welche an den Olympischen Spielen erwartet werden können: Landwind, Herbsttemperaturen und heftige Regenfälle, während im August extrem warme Temperaturen sowie sehr hohe Luftfeuchtigkeit verspricht und Seewind zu erwarten ist.
Ergebnisse der Schweizer Athleten der Enoshima Olympic Week:
- 470M Wagen/Siegwart 9/29
- 470W Fahrni/Siegenthaler 5/16
- 49er Schneiter/Cujean 13/19
- Laser Radial : Andrea Nordquist 13/51 Maud Jayet 21/51
Ergebnisse: https://www.jeow.org/entry-list
Die Segler kehren diese Woche in die Schweiz zurück, bevor sie Ende des Jahres auf verschiedenen europäischen Gewässern trainieren. Die nächste Regatta für das Team: Der Weltcup in Miami Ende Januar.
Schweizer Delegation vor Ort:
Marco Brunner (Team-Leader), Philippe Marchand (Physiotherapeut), Tamas Eszes (Coach Laser Radial), Tom Saunt (Coach 49er), Sam Kivell (Coach 470M), Alvaro Marinho (Coach 470W), Sophia Urban (Kommunikation).
Erleben Sie die Erfahrung des Teams in Enoshima auf dem Video hier
Fotos für die Medienberichterstattung finden Sie hier (Segeln, Entdeckungstour durch Japan und Teamfotos)
Photos : Bogee Toth / Swiss Sailing Team
Stimmen zu Enoshima:
Marco Brunner, Team-Leader in Enoshima : „Bei diesem Sport steht die Erfahrung an erster Stelle. Jedes Gewässer ist anders, deshalb sind wir drei Jahre vor den Spielen hierhergekommen, um unsere Startvorbereitungen zu treffen! Da Japan eine ganz andere Kultur hat, konnten wir bei dieser Reise die Stadt, das lokale Essen, die Gewohnheiten usw. kennenlernen, um unsere nächsten Reisen in dieses Land noch besser planen zu können. Enoshima wird für die nächsten drei Jahre unser zweites Zuhause!“
Kilian Wagen, 470M : „Dies ist unser viertes Jahr im 470er, und bei jeder Regatta lernen wir lernen viel dazu. Die Regatta verlief für uns gut, wir hatten ausgezeichnete Segelbedingungen, um das olympische Segelrevier zu erkunden. Nur am letzten Tag des Wettbewerbs war die Sicht sehr schlecht, begleitet von heftigen Regenfällen.“
Lucien Cujean, 49er : „Es war ein spezielles Regattaformat für die 49er, mit sehr kurzen Wettfahrten, zwischen 12 und 20 Minuten. Wir haben ein sehr schönes Revier entdeckt, auch wenn wir unter anderen Bedingungen trainiert haben als unter denen, die uns bei den Spielen im August erwarten. Wir sind in den ersten Tagen bei mittelstarken Landwinden mit 7 bis 10 Knoten und am letzten Tag bei stärkeren Winden mit bis zu 20 Knoten gesegelt.“
Die Schweiz auf dem Podest beim Segel-Weltcup in Gamagori
Der Schweizer Windsurfer Mateo Sanz Lanz hat beim Segel-Weltcup in Gamagori (Japan) Bronze geholt. Einen Monat nach seinem Vizeweltmeistertitel steht er erneut auf einem Podest in Japan. Bei den 470er Frauen belegte das Duo Fahrni/Siegenthaler den vierten Platz.
Die Schweizer Nationalmannschaft traf letzte Woche im japanischen Gamagori auf die internationale Segelelite. Bei dem Event herrschten sehr schwierige meteorologische Bedingungen: viel Regen und wenig Wind, was nur eine begrenzte Anzahl von Wettfahrten erlaubte. Die Ankunft des Taifuns am späten Sonntagnachmittag erleichterte das Ganze nicht gerade.
Die beste schweizerische Leistung zeigte Mateo Sanz Lanz (Gstaad Yacht Club, Windsurfen RS:X), der Platz 3 auf dem Siegerpodest einnehmen durfte. Für Mateo, der erst Ende September in Enoshima (Japan) zum Vizeweltmeister gekrönt worden war, ist es schon die dritte Medaille in dieser Saison (beim Weltcup in Hyères wurde er ebenfalls Dritter).
„Ich hätte unter diesen Bedingungen besser abschneiden können, aber die Zeitverschiebung zwischen Japan, Spanien und wieder Japan hat mir zu schaffen gemacht“, erklärt Mateo. „Ich bin mit meiner Medaille sehr zufrieden, aber dennoch enttäuscht, dass ich nur fünf Wettfahrten in zwei Tagen gefahren habe. Die Arbeit mit Peter geht gut voran, ich freue mich auf die nächste Saison.“
Eine sehr erfolgreiche Saison für den erst 21-jährigen Windsurfer, der von seinem neuen Trainer Peter Krimbacher begleitet wird! „Die Regatta hat für Mateo mit zwei Siegen am ersten Tag sehr gut angefangen“, freut sich der Trainer. „Die Bedingungen waren schwierig, die Windstärke und auch die Windrichtung änderten sich ständig. Es wurde dicht an dicht gesegelt, die fünf Besten haben bis zum Schluss um den Sieg gekämpft und lagen nur vier Punkte auseinander. Die schwierigen Bedingungen in Gamagori haben wieder einmal gezeigt, welch beeindruckende psychische Stabilität Mateo besitzt. Sein Wettkampfgeist ist hervorragend und er hat auch diesmal eine ausgezeichnete Leistung gezeigt.“
Das 470er-Damenduo Linda Fahrni und Maja Siegenthaler (beide Thunersee Yacht Club) belegte mit nur vier Punkten hinter den Drittplatzierten einen guten vierten Platz. Obwohl sie bei den Qualifikationsfahrten die ganze Woche über auf Medaillenkurs lagen, hat sie ihr achter Platz beim Medal Race um die Medaille gebracht.
Ergebnisse der Schweizer Teams:
- Laser Radial: Andrea Nordquist 23/35, Maud Jayet 35/35
- 470M: Wagen/Siegwart 22/24
- 49er: Schneiter/Cujean 16/20
- 470W: Fahrni/Siegenthaler 4/14
- RS:X Mateo Sanz Lanz 3/19
Die Schweizer Delegation reist diese Woche nach Enoshima weiter, um an der Enoshima Sailing Week teilzunehmen. Die Sailing Week ist das erste prä-olympische Event, bei dem die Segler das Revier der in drei Jahren stattfindenden Olympischen Spiele austesten können. Hinweis für die Presse: Die Pressesprecherin des Teams wird ab morgen vor Ort sein und kümmert sich für Sie gerne um Interviews, Fotos und Videos. Wenden Sie sich bitte an Sophia Urban: sophia.urban@maxcomm.ch
Foto: Sailing Energy / World Sailing
Sanz Lanz ist Vizeweltmeister im olympischen Windsurfen
Mateo Sanz Lanz, Mitglied im Nationalteam des Swiss Sailing Team, gewinnt die Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften der RS:X Windsurfer in Enoshima, Japan. Der 23-jährige Windsurfer aus Palma de Mallorca (ESP) hat diese historische Leistung in dem Revier erzielt, in dem die Olympischen Spiele 2020 stattfinden.
Mateo Sanz Lanz hat am vergangenen Samstag den Vizeweltmeistertitel im Windsurfen in Enoshima, dem Austragungsort der Olympischen Segelwettbewerbe 2020, gewonnen. Der 23-jährige Windsurfer vom Surfsegelclubs Sempachersee erzielt hiermit eine für die Schweiz historische Leistung im Feld der 102 Teilnehmer.
Dabei musste sich Mateo Sanz Lanz, der die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro noch auf Platz 14 beendete, gegen eine starke chinesische Konkurrenz durchsetzen. Lediglich durch einen kleinen taktischen Fehler musste er Bing Ye, gegen den er punktgleich ins Medal Race gestartet war, den Vortritt aufs oberste Treppchen lassen. Nach dem Durchzug von Taifun Nr. 18 profitierte Mateo von den die ganze Woche lang vorherrschenden Leichtwindbedingungen, bei denen er geschwindigkeitstechnisch zu den schnellsten Surfer der Welt gehört.
Dieses Ergebnis ist ein gutes Vorzeichen für die Zusammenarbeit des Schweizer Windsurfers mit seinem neuen Trainer Peter Krimbacher. Bereits Mitte Oktober kehrt Mateo für den Segelweltcup in Gamagori nach Japan zurück.
Mehr Infos zu den Weltmeisterschaften
Einige Kommentare:
Mateo Sanz Lanz, Vizeweltmeister: Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden, vor allem weil ich sie im Olympiarevier 2020 realisieren konnte! Der Wind war schwach und unbeständig, für die Wettfahrtleitung war es schwierig, faire Races auf dem Wasser durchzuführen. Leider habe ich aufgrund einer falschen taktischen Entscheidung im Medal Race den Weltmeistertitel verloren, Bing Ye hatte mich auf der letzten Kreuz noch abgefangen. Trotzdem werde ich positiv an Enoshima zurückdenken, und freue mich schon, wiederzukommen!
Peter Krimbacher, Trainer: Enoshima mit den RSX Worlds und Mateo Sanz Lanz, das hat einfach gut zusammengepasst. Mateo hat sich von Beginn an wohlgefühlt und schon während des Vorbereitungstrainings einen guten Zugang zum Olympiarevier von 2020 gefunden. Mit dem nötigen Selbstvertrauen ist er an das Projekt „Topergebnis bei dieser Weltmeisterschaft“ herangegangen. Sein starker Wille und Kämpfergeist, seine gute Geschwindigkeit und sein gutes Verständnis für die Windmuster haben zu einer bemerkenswerten Konstanz seiner Wettfahrtergebnisse geführt. Den WM-Titel fast schon in seiner Hand zu haben hat ihn im Medal Race zu seinem wahrscheinlich einzigen Fehler geführt, nämlich zu wenig auf Verteidigung zu fahren. Die inkonstanten und stark drehenden Winde vor Enoshima haben es ja auch schon zuvor vielen Titelfavoriten schwer gemacht, immer die richtigen taktischen Entscheidungen zu treffen! Mateo`s Entscheidungen in fast allen Wettfahrten über die gesamte Serie der RSX-Weltmeisterschaft haben ihm schlussendlich den Vizeweltmeistertitel eingebracht und lässt ihn nun mit einem guten Gefühl in Richtung Tokio 2020 blicken.
Tom Reulein, Teamchef: Wir hatten eine Woche lang Leichtwind, das waren perfekte Bedingungen für Mateo! Für mich heißt diese Medaille, dass wir richtig arbeiten und fast alle anderen Nationen schlagen können. Das motiviert für die kommenden Monate. Mateo trauert zwar der Goldmedaille noch nach, weil er im Medal Race für ein paar Minuten virtueller Weltmeister war, aber auch für ihn ist die Silbermedaille eine langersehnte und wichtige Bestätigung!
Linda Fahrni und Maja Siegenthaler gewinnen Goldmedaille am WM Test Event in Aarhus
Rund 300 Seglerinnen und Segler aus mehr als 50 Ländern haben vergangene Woche am Test Event für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Aarhus (DEN) teilgenommen. Linda Fahrni und Maja Siegenthaler gewinnen Gold vor den amtierenden Weltmeisterinnen aus Polen und den WM-Drittplatzierten Sloweninnen.
Das langjährige Duo Linda Fahrni und Maja Siegenthaler (470W - beide Thunersee Yacht Club) führten das Fleet über die gesamte Regatta lang an und stiegen mit drei Tagessiegen und mehreren zweiten Plätzen am Ende verdientermassen auf die oberste Stufe des Siegertreppchen. « Wir sind extrem happy über dieses Ergebnis an diesem Testevent », freut sich Maja Siegenthaler. « Wir konnten unsere Leistung konstant über die ganze Woche abrufen und das macht uns sehr zuversichtlich für die Zukunft. »
Mateo Sanz Lanz (RS:X - SSCS), zeigte ebenfalls eine Weltklasseleistung bei den RS:X Windsurfern. Nach einem 5. Platz im Medal Race beendet er diese Serie auf Rang 9. « Das Test Event war eine wichtige Erfahrung für mich » erklärte er. « Auch klappt die Zusammenarbeit mit meinem Coach Peter Krimbacher schon sehr gut, was wichtig ist vor allem im Hinblick auf die Vorbereitung der Weltmeisterschaften im Olympiarevier Enoshima (JPN) Mitte September. »
Das noch junge 470er Team Wagen/Siegwart (CNP/CNM) tat sich schwer mit dem hochklassigen Fleet und den komplizierten Windbedingungen der ersten Tagen. Ein Wettfahrtsieg und ein sehr guter 5. Platz am Ende konnten etwas über den 14. Gesamtrang hinwegtrösten. « Das Ergebnis zeigt, dass es in die richtige Richtung geht und vor allem der letzte Wettkampftag hier in Aarhus ist sehr ermutigend für die bald beginnende Jugendweltmeisterschaft in Japan », erklärte Tom Reulein, Teamchef des Swiss Sailing Team.
Ergebnisse:
470W - Linda Fahrni / Maja Siegenthaler: 1/12
RS:X - Mateo Sanz Lanz: 9/46
470M - Kilian Wagen / Gregoire Siegwart: 14/15
Laser - Eliot Merceron: 28/62
Die kommenden Einsätze des Swiss Sailing Teams:
28.08-03.09 WM 49er, Porto (POR)
19-26.08. WM Radial, Medemblik (NED)
01-10.09 WM Finn, Balaton (HUN)
16-23.09 WM RSX, Enoshima (JPN)
01-08.10 EM Radial, Barcelona (ESP)
16-20.10 Sailing World Cup, Gamagori (JPN)
26-29.10 Test Event, Enoshima (JPN)
Photo © Jesús Renedo / Aarhus Sailing Week
Swiss Sailing Team und Frei Swiss verlängern ihre erfolgreiche Partnerschaft
Pünktlich zum Kick Off Team Meeting letzte Woche in Magglingen, haben das Swiss Sailing Team und die FREI SWISS AG ihre langjährige und erfolgreiche Partnerschaft verlängert. Bereits seit London 2012 und Rio 2016, unterstützt die FREI SWISS AG als offizieller Ausrüster die Vorbereitungen des Swiss Sailing Teams.
Teamchef Tom Reulein freut sich auf die weitere Zusammenarbeit:“ Das passt! Dank FREI SWISS können unsere Kadersegler weltweit hochqualitativ trainieren und physiotherapeutisch betreut werden. Das ist absolut notwendig, um jeden Tag persönliche Bestleistung erbringen zu können.“
Im Rahmen des bis Tokyo 2020 geschlossenen Vertrags, wird unter anderem der Teamphysiotherapeut mit den neuesten medizinischen Geräten, wie auch die Athleten des Nationalteams mit professionellem FREI-Trainingsequipment aus den Bereichen Kraft, Koordination und Ausdauer ausgestattet. Zudem unterstützt FREI SWISS Trainerfortbildungen, Nachwuchs-Events oder spezielle sportwissenschaftliche Projekte mit ihrem umfassenden Know How.
Auch FREI SWISS AG Geschäftsführer Jan Sebelefsky ist begeistert: „Das sind tolle Sportler mit viel Teamgeist und Engagement für ihren schönen Sport. Wir freuen uns, dass wir ihr Training unterstützen können! Wir freuen uns auch auf die enge Zusammenarbeit mit dem neuen offiziellen Team Physio Philippe Marchand und wünschen allen Athleten viel Erfolg!“
Erste Weltcupmedaille im RS:X Windsurfen - Swiss Sailing Team startet grandios in die neue Saison
Der erste Weltcup der Saison 2017 war überaus erfolgreich für Mateo Sanz Lanz (Surfsegelclub Sempachersee), der die Regatta auf Rang 3 beendete. An den Olympischen Spielen in Rio noch auf Platz 14, konzentriert er sich nun bereits voll auf Tokio 2020. Trotz der Abwesenheit einiger Spitzenathleten, ist der Gewinn der Bronzemedaille sehr motivierend für Mateo und das gesamte Swiss Sailing Team „Es ist super für mich gelaufen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so gut eine Saison begonnen zu haben,“ freut sich der 23-jährige, der bereits seit vielen Jahren von seinem Coach Asier Fernadez betreut wird. „Diese Medaille ist eine schöne Belohnung, vor allem nach meiner kleinen Verletzung im letzten Monat. Die Woche hier war perfekt für mich. Leichte und drehende Windbedingungen. Auch wenn die starken Nationen wie Polen oder Israel gefehlt haben, tut es gut, an einem Weltcup ganz vorne im Fleet mit zu segeln“.
Mateo ist erst kürzlich mit seinem Team und Trainer von Formentera nach Palma umgezogen, um dort von den besseren Trainingsbedingungen zu profitieren. „Hier in Palma ist es super zum Trainieren. Perfekt auch zum Biken und Laufen“. Vor allem an seinem Gleitwindpotential kann Mateo vor Palma ausgiebig arbeiten.
Insgesamt haben sieben Athleten des Swiss Sailing Teams am Weltcup in Miami teilgenommen. Maud Jayet (Radial) qualifizierte sich ins Medalrace (die letzte Wettfahrt der besten zehn Boote), musste allerdings einen Strafkringel am Start drehen und belegte Rang 10. „Meine Woche hier hat nicht gut begonnen, aber durch einen Kraftakt konnte ich mich noch fürs Medalrace qualifizieren,“ so die talentierte Seglerin der Societe Nautique de Geneve. Das war meine erste Regatta mit meinem neuen Coach Diego Fructuoso. Wir sind uns immer noch am Kennenlernen aber werden jetzt so arbeiten, dass wir 100% parat sind am Weltcup in Hyeres.“
Mit einem Wettfahrtsieg des 470M Teams Wagen/Siegwart belohnten sich die beiden Nachwuchssegler bei ihrer ersten Teilnahme an einem Weltcup und belegten den guten 14. Rang. Ebenso auf dem 14. Platz kamen das 49er Team Schneiter / Cujean. Insgesamt erfolgversprechende Ergebnisse der Athleten des Swiss Sailing Teams zum Auftakt des neuen Olympiazyklus in Richtung Tokio 2020.
Nächster Stopp ist die Trofeo Princesa Sofia in Palma (ESP), vom 24. März bis 1. April, gefolgt vom Weltcup in Hyères (FRA, 23.-30.April).
Ergebnisse der Schweizer Segler in Miami:
RS:X: Mateo Sanz Lanz 3./39
Laser Radial: Maud Jayet 10./51
Andrea Nordquist: 28./51
49er: Lucien Cujean & Sébastien Schneiter 14./26
470: Kilian Wagen & Grégoire Siegwart 14./26
Alex Schneiter beendet seine erfolgreich Präsidentschaft in der Swiss Sailing Team AG
Der Präsident des Verwaltungsrats der Swiss Sailing Team AG, Alex Schneiter beendet seine sechsjährige Tätigkeit im höchsten Schweizer Gremium des olympischen Segelsports per Ende Jahr. Nach einem sehr erfolgreichen Olympiazyklus übergibt er die vom Schweizerischen Seglerverband beauftragte Institution zur Förderung des Olympischen Spitzensports und des leistungsorientierten Nachwuchssports mit hervorragende Zukunftsperspektiven.
Der Olympiazyklus 2013 – 2016 steht kurz vor dem Abschluss. Damit ist es Zeit, Bilanz zu ziehen und sich neu für eine erfolgversprechende Zukunft aufzustellen.
In den vergangenen vier Jahren hat sich das Swiss Sailing Team kontinuierlich weiterentwickelt und kann mit 16 Medaillen und 23 TOP 10 Ergebnissen an Welt- und Europameisterschaften, Weltcupregatten sowie am Rio Testevent und den Olympischen Spielen im Elite- und Nachwuchsbereich auf eine äusserst erfolgreiche Bilanz zurückblicken.
Auch aufgrund der stark verbesserten Strukturen und Prozesse im langfristigen Leistungsaufbau wird die Sportart Segeln erstmalig nach 2008 wieder in die Kategorie 1, also in die höchste Förderstufe aller olympischer Sportarten seitens Swiss Olympic eingestuft.
Vor diesem positiven Hintergrund erklärt Alex Schneiter:“ Die Entscheidung für meinen Rückzug war keine einfache und ist ausschliesslich auf meine berufliche Arbeitsbelastung als CEO der Firma Lundin Petroleum zurückzuführen. Aber ein Wechsel bietet auch immer die Chance, die Kampagne in Richtung Tokyo noch besser aufzugleisen. Die Swiss Sailing Team AG kann stolz sein auf die geleistete Arbeit und die Position, in der sich die Organisation unter Teamchef Tom Reulein heute befindet. Ich bin sehr optimistisch was die Zukunft des Swiss Sailing Teams sowie die Leistungen der erfolgversprechenden jungen Athleten betrifft.“
„Im Namen des Swiss Sailing Teams und seiner Athleten möchte ich mich herzlich bei Alex für seinen wertvollen Beitrag bedanken. Er hat massgeblich dazu beigetragen, dass wir heute sowohl unseren jungen Talenten als auch den Eliteseglern stark verbesserte Strukturen und eine solide Perspektive für deren leistungssportliche Karriere anbieten können. Ich hoffe, dass auch weiterhin entsprechende Rahmenbedingungen existieren, damit die ehrgeizigen Leistungsziele erreicht werden können, nämlich Medaillen und TOP 10 Ergebnisse für die Schweiz zu gewinnen.“
©Jesus Renedo
Swiss Sailing Team und Hôpital de La Tour vereinbaren Zusammenarbeit
Bereits wenige Wochen nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gibt das Swiss Sailing Team eine neue Partnerschaft mit der Genfer Klinik La Tour bekannt. Die für ihre Fachkompetenz im Bereich der Sportmedizin bekannte Klinik und deren Ärzte werden in Zusammenarbeit mit dem Swiss Sailing Team in die ganzheitliche Leistungsentwicklung der Elite- und Nachwuchssegler involviert sein.
Das Swiss Sailing Team und die Klinik La Tour werden gemeinsam im Bereich der sportmedizinischen und physiotherapeutischen Betreuung seiner Athleten zusammenarbeiten. Der kurz nach den Olympischen Spielen von Rio 2016 unterzeichnete Partnerschaftsvertrag erlaubt den beiden Protagonisten, den Grundstein für ein umfassendes Gesamtkonzept mit Ziel Spitzenleistung in Tokio 2020 zu legen.
Als Experten im Bereich der Sportmedizin seit mehr als 20 Jahren und Swiss Olympic Medical Center seit 2015, verfügt die Klinik über einen hervorragenden Ruf für ihre Arbeit zum Wohle zahlreicher Spitzensportler. Die Klinik La Tour wird die Athleten von Swiss Sailing Team in den folgenden Bereichen begleiten: Leistungsdiagnostik, sportmedizinische und physiotherapeutische Betreuung und Überwachung des Konditionstrainings.
« Die Klinik La Tour wird einen wichtigen Beitrag für den langfristigen Leistungsaufbau unserer Athleten in Richtung Podium in Tokio leisten », erklärt SST Teamchef Tom Reulein. « Mit diesem starken Partner an unserer Seite sind wir in der Lage, eine hocheffiziente und engmaschige Betreuungsstruktur über vier Jahre zu etablieren. »
La Tour folgt der Zürcher Schulthess Klinik nach, welche in den vergangenen sechs Jahren eine hervorragende Arbeit mit dem Swiss Sailing Team geleistet hat. « Es ist eine riesige Chance für La Tour, ein neues Centre d`Excellence im Segelsport aufbauen zu dürfen », bestätigt Dr. Finn Mahler, der medizinische Direktor des Swiss Olympic Medical Center. « Wir verfügen bereits über solides seglerisches Know How aus unserer Zeit mit Alinghi in der Vorbereitung zum America’s Cup. Für unsere Sportmedizin Abteilung (welche 2017 in ihr neues Centre d’Excellence umziehen wird) ermöglicht die Partnerschaft mit dem Swiss Sailing Team nun aber, dieses Wissen weiterzuentwickeln. Schliesslich wollten wir mit unserer neuen Infrastruktur eine Sportart unterstützen, in der wir mittelfristig weltweite Kompetenzführerschaft anstreben. Angesichts der grossen Begeisterung für den Segelsport am Genfersee und in der Schweiz allgemein, war dies die richtige Wahl für den Aufbau eines Centre d`Excellence. Wir kennen ja bereits einige Athleten des SST aus der Region und freuen uns nun darauf, mit der ganzen Mannschaft zusammenzuarbeiten. »
Schon im Winter werden die ersten Gesundheitsuntersuchungen und leistungsdiagnostischen Test mit den Seglerinnen und Seglern der Elite- und den Nachwuchskadern durchgeführt.
Mehr Information über die Klinik La Tour unter: http://www.la-tour.ch
Herausragende Leistung von Mateo Sanz Lanz anlässlich der Europameisterschaften im Windsurfen
Mateo Sanz Lanz hat die Schweiz an den Europameisterschaften im Windsurfen vertreten, welche heuer in Helsinki, Finnland, stattgefunden haben. Er beendete den Wettkampf auf dem 4. Schlussrang, punktegleich mit dem Drittplatzierten Pawel Tarnowski. Eine Leistung, die umso beeindruckender anmutet - erhielt er doch seine Ausrüstung erst für die letzten beiden Wettkampftage. Sein Gepäck war während der Reise auf dem Flughafen zurückgeblieben. Er bekam für die ersten Tage Material ausgeliehen, um überhaupt an den Rennen teilnehmen zu können.
Mit zwei Siegen auf insgesamt zehn Läufen vor dem Medal Race, gelang es Mateo ganz ausgezeichnet, das Beste aus den schwierigen Bedingungen mit äusserst instabilen Windverhältnissen und kalten Temperaturen zu holen. Der Franzose Thomas Goyard wurde schliesslich zum Europameister gekürt.
« Natürlich bin ich etwas enttäuscht, dass ich einen Podestplatz knapp verpasst habe, doch gemessen an den logistischen Problemen, ist es ein gutes Resultat », erzählt der 22-Jährige Schweizer Windsurfer. « Es ist ein ganz anderes Gefühl, wenn man ohne sein eigenes Material surft, doch es war ein super Training im Hinblick auf die Olympischen Spiele! » In der Tat wird den Teilnehmern an den Spielen ein Teil der Ausrüstung ausgeliehen. « Man muss sich voll und ganz auf das Rennen konzentrieren und sich dem Material anpassen. Es waren sehr taktische Europameisterschaften. Obschon ein Teil der Olympia-Flotte nicht teilnahm, weil sie bereits in den Gewässern vor Rio trainieren, war das Niveau sehr hoch. Es war eine positive Erfahrung, ich bin auf dem guten Weg und weiss, woran ich bis zu den Olympischen Spielen noch arbeiten muss. »
Sein Coach, Asier Fernandez, war mit ihm in Finnland und ist mit dem Resultat sehr zufrieden. « Das war ein exzellentes Training nur einen Monat vor den Olympischen Spielen », freut sich der Trainer. « Einen vierten Platz zu erreichen ohne das eigene Material, ist eine gute Leistung. Das Medal Race war sehr intensiv, die zehn Konkurrenten lagen alle ganz eng beieinander. Wir müssen nun noch an seinen Starts arbeiten, damit er noch aggressiver ins Rennen geht. »
Elia Colombo war ebenfalls für die Schweiz an diesen Europameisterschaften und beendete den Wettkampf auf dem 58. Platz.
In den kommenden Wochen wird Mateo wieder auf dem Gardasee Starkwind-Trainingseinheiten absolvieren. Danach geht es für einige Tage nach Hause nach Formentera (ESP) zur Erholung, bevor er Anfang August top fit und motiviert nach Rio reist!
Resultate anlässlich der Europameisterschaften in den RS:X, die Top 5 Platzierungen:
1. Thomas Goyard FRA-3; 40 Punkte
2. Kieran Holmes-Martin GBR-11; 41 Punkte
3. Pawel Tarnowski POL-182; 64 Punkte
4. Mateo Sanz Lanz SUI-36; 64 Punkte
5. Przemyslaw Miarczynski POL-126; 69 Punkte
Die vollständigen Resultate finden Sie auf: http://www.rsxclass.com/europeans2016/wp-content/uploads/2016/07/2RSXEC16-MEN.pdf
Die Segler des Swiss Sailing Teams befinden sich auf der Zielgeraden im Vorfeld zu den Olympischen Spielen
Das olympische Segelteam konnte anlässlich seiner Vorstellung gestern Abend in der Société Nautique de Genève auf die Unterstützung eines zahlreich erschienenen Publikums zählen. Die sieben qualifizierten Athleten nutzten die Gelegenheit, um ihre Ziele und Träume zwei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele mit den Anwesenden zu teilen.Read more
Erfolgreiche Generalprobe für die Athleten des Swiss Sailing Teams in Weymouth
Die für die Olympischen Spiele selektionierten Seglerinnen und Segler laden Sie herzlich zur Team Präsentation morgen Abend, Montag den 13. Juni, in die Société Nautique de Genève ein.Read more
7. Platz für Mateo Sanz Lanz an der RS:X Weltmeisterschaft
Der 22jährige Schweizer Windsurfer, der bereits sicher für die Olympischen Spiele qualifiziert ist, gewinnt eine Wettfahrt und belegt im abschliessenden Medal Race den 3. Platz.
Fünf Monate vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro bestätigt Mateo Sanz Lanz seine Nominierung ins Schweizer Nationalteam eindrücklich. Als Gesamt-Siebter an der Weltmeisterschaft, die vergangene Woche in Eilat, Isreal stattgefunden hat, gewinnt er eine Wettfahrt und wird im Medal Race der zehn bestplatzierten Windsurfer hervorragender Dritter.
„Ich bin total happy über das Gesamtresultat und vor allem über den Wettfahrtsieg. Nur deswegen konnte ich mich im Klassement um drei Plätze nach vorne schieben, weil die Punkteabstände zu meinen direkten Kontrahenten extrem eng waren.“ erklärte Mateo.
Seit Oktober 2013 ist der auf Formentera lebende Auslandsschweizer nun Mitglied im Swiss Sailing Team und wird durch seinen langjährigen Coach Asier Fernandez betreut. Mit zwei Podiumsplatzierungen an Jugendweltmeisterschaften, den zwei 6. Plätzen sowohl am Testevent in Rio als auch an der WM im Oman im vergangenen Jahr kann er bereits jetzt einen beeindruckenden Palmares vorweisen.
Bereits fix für die Olympischen Spiele qualifiziert, sind seine Chancen, in Rio de Janeiro ein Diplom oder gar eine Medaille zu gewinnen, als realistisch einzustufen.
Nathalie Brugger und Matias Bühler qualifizieren sich für die Olympischen Spiele
Die Freiburgerin Nathalie Brugger und Matias Bühler (C.V. Estavayer / Gstaad Y.C) sind für die Olympischen Spiele 2016 qualifiziert. Mit einem 9. Gesamtrang (7. Nation) hat das Duo die erforderliche persönliche Bestätigungsleistung, einen TOP 12 Nationenrang, an der Weltmeisterschaft in Clearwater klar erfüllt.
Das Team hatte das Olympiajahr bereits mit einer Bronzemedaille am Weltcup in Miami Ende Januar begonnen. „Wir haben insgesamt rund 6 Wochen Training und Regatten hier in Florida absolviert“ so Nathalie und Matias kurz nach ihrem Medal Race. „Diese Weltmeisterschaft war von den Windbedingungen her ziemlich kompliziert und auch körperlich richtig anstrengend. Wir freuen uns nun darauf, in Rio um die Erfüllung unseres Traums eines Medaillengewinns segeln zu können.“ Begleitet wurden die beiden von ihrem neuen australischen Coach Mitch Booth, selbst ein zweimaliger Olympiamedaillengewinner im Katamaran.
Nach Mateo Sanz Lanz im RS:X Windsurfen, sind Nathalie Brugger und Matias Bühler nun bereits das zweite Schweizer Boot, welches sich fix für die Olympischen Spiele qualifiziert hat. „Diese Qualifikation ist die Belohnung für eine intensive Arbeit in Florida.“ so Teamchef Tom Reulein. „Nach dem Podium am Weltcup im Miami wussten wir schon, dass ihr Leistungslevel sehr hoch ist. Nun haben sie endlich ihr Potential in ein reales Ergebnis rübergebracht und können sich ausschliesslich auf ihre Olympiavorbereitung konzentrieren. Angesichts der Ergebnisse jetzt, bin ich für die Spiele im August sehr optimistisch.“
Zur gleichen Zeit und am selben Ort segelten auch die olympischen Bootsklassen 49er und 49erFX ihre Weltmeister aus. Sebastien Schneiter und Lucien Cujean (SNG) wurden 46. von insgesamt 68 teilnehmenden Booten.
Schon nächste Woche findet die WM der 470er Herren und Frauen in Buenos Aires (ARG) statt. Eine weitere Gelegenheit für Yannick Brauchli / Romuald Hausser, mit einem TOP 12 Nationenrang ihre persönliche Bestätigungsleistung zu erbringen. Den Nationenplatz hatten sie bereits an der WM 2014 geholt. Linda Fahrni / Maja Siegenthaler nehmen an der WM ohne Qualifikationsdruck teil.
9/43 SUI 220 Bühler/Brugger : 2, 2, 11, 15, 13, 26, 22, 14, 4, 5, 10, (44), OCS, 9, 13, 8, 8, 8 = 170
Ergebnisse Nacra 17
46/68 SUI 111 Schneiter/Cujean : 26, 33, 4, 15, 25, 19, 20, (UFD), 21, 16, 25, 17, 10 = 206
Ergebnisse 49er
Photo : © Laurens Morel / satlycolours.com
Weltcup Bronze Medaille zum Auftakt des Olympiajahrs
Nathalie Brugger und Matias Bühler (GYC) gewinnen im olympischen Nacra17 Katamaran anlässlich der Weltcup Regatta in Miami (USA) die dritte Weltcup Medaille ihrer Karriere.
Am ersten Aufeinandertreffen der Weltelite im Olympischen Segelsport in Miami, Florida, schafften die Freiburgerin Nathalie Brugger und ihr Steuermann Matias Bühler dank starker Leistung während der 16 Wettfahrten den Sprung aufs Podest.
Insgesamt 775 Seglerinnen und Segler in 10 Bootsklassen nahmen am diesjährigen US Weltcup Event teil. Für das Schweizer Team war dies zwar keine Qualifikationsregatta, jedoch eine gute Gelegenheit, sich nach einem langen Wintertraining mit der Weltspitze zu vergleichen. Nachdem die beiden für den Gstaad Yacht Club startenden Nationalteammitglieder Bühler / Brugger bereits die kurz vorher stattgefundene Midwinters Regatta gewinnen konnten, bewiesen sie erneut, dass sie mit schwierigen taktischen Windbedingungen bestens zu Recht kommen.
„Das ist super, dass wir das Olympiajahr mit zwei Platzierungen auf dem Podest beginnen können, obwohl wir gegen Ende der vergangenen Saison einige Schwierigkeiten hatten.“ sagte Nathalie Brugger. „Das Selbstvertrauen ist zurück und die Stimmung im Team ist exzellent. Wir haben in den letzten Monaten intensiv mit unserem neuen Coach Mitch Booth (AUS) gearbeitet und konnten so alle unsere Skills neu sortieren, um wieder erfolgreich zu werden.“
„Ich bin wirklich happy über das Ergebnis, aber viel mehr noch über unsere täglichen Fortschritte.“ ergänzte Matias, der im Feld von 47 Booten aus 26 Nationen seine dritte Weltcup Medaille ersegelte. „Das hat uns jeden Tag aufs Neue motiviert, alles zu geben. In diesem Sport ist mentale Stärke wichtig; wir haben es geschafft, das Selbstvertrauen wiederzugewinnen und uns auf die entscheidendsten Punkte zu konzentrieren, um Topleistung abzurufen. Angesichts dieser Ergebnisse sind wir jetzt hinsichtlich unserer Olympiaqualifikation sehr optimistisch, die Leistungskurve ist ansteigend!“
Das Duo hat bereits die Nationenqualifikation für die Olympischen Spiele in Rio erreicht, muss aber an der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Clearwater (9.-14. Februar) noch die persönliche Bestätigungsleistung (Top 12 Nationenrang) erbringen.
Auch die anderen Schweizer Seglerinnen und Segler zeigten ansprechende Leistungen. Nach dem ersten Wettkampftag lag Guillaume Girod auf Rang 13, das noch junge 49er Team Sebastien Schneiter und Lucien Cujean segelten einen zweiten und achten Wettfahrtplatz heraus. Lucie Ben-Armor (31. Platz) und Andrea Nordquist (44. Platz) vertraten die Schweiz in der Laser Radial Klasse.
Die beiden 470 Teams Brauchli/Hausser und Fahrni/Siegenthaler trainierten derweil in den olympischen Gewässern vor Rio de Janeiro. Windsurfer Mateo Sanz Lanz bereitet sich schon in Eilat (ISR) auf die bald beginnende Weltmeisterschaft vor.
Die Ergebnisse im Überblick (http://miami.ussailing.org):
Nacra17: Bühler / Brugger auf 3. Platz (47 Boote)
Laser Radial: Lucie Ben-Amor auf 31. Platz (60 Boote), Andrea Nordquist auf 44. Platz
Laser Standard: Guillaume Girod auf 45. Platz (98 Boote)
49er: Schneiter / Cujean auf 43. Platz (61 Boote)
Foto: ©Jesus Renedo/ Sailing Energy/ World Sailing
Rio Copa Brazil – ein guter Jahresabschluss
Mit insgesamt vier Bootsklassen war das Swiss Sailing Team an der Copa Brazil Regatta vertreten. Auch wenn dieses Event nicht zur Schweizer Olympiaqualifikation zählte, so war es doch eine perfekte Gelegenheit in Weltklassefeldern auf dem Olympiarevier in Rio de Janeiro zu regattieren.
Mati Bühler, Nathalie Brugger, Mateo Sanz Lanz, Linda Fahrni, Maja Siegenthaler, Yannick Brauchli und Romuald Hausser nutzten die Chance, um ohne Leistungsdruck weitere Trainingskilometer auf den sechs so unterschiedlichen Racing Areas innerhalb und ausserhalb der Guanabara Bay zu sammeln.
Nach überwiegend Leicht- bis Mittelwindbedingungen während der Woche, fanden die Medal Races gestern dann bei rund 18 Knoten statt.
Zwischenzeitlich auf Rang 4 gelegen, qualifizierten sich Brauchli/Hausser spielend für das Medal Race und landeten schliesslich auf dem 8. Schlussrang. „Das ist eine versöhnliches Jahresende“ sagte Yannick Brauchli, „Jetzt werden wir uns erstmal ein bisschen erholen, denn nächstes Jahr sind wir wieder in Rio und dann wird’s wichtig - definitiv!“
Auf dem 9. Platz beendeten Mati Bühler und Nathalie Brugger diese für sie „schwierige, aber erfahrungsreiche“ Regatta. Auch Linda Fahrni und Maja Siegenthaler hatten aufgrund nicht optimaler Startperformance eine harte Woche: lediglich Rang 13. schaute am Ende für sie heraus.
Mit dem 17. Platz konnte auch Mateo Sanz Lanz diesmal nicht an seine Spitzenresultaten vom diesjährigen Rio Testevent und der WM (beides mal Platz 6) anknüpfen.
Schlussergebnisse :
470M: Yannick Brauchli & Romuald Hausser 8th / 18
Nacra17: Mati Buhler & Nathalie Brugger 9th / 24
RS:X M: Mateo Sanz Lanz 17th / 39
470W: Linda Maja & Fahrni Siegenthaler 13th / 17
Resultate : http://www.copabrasildevela.com.br
Picture : © Fred Hoffmann
MATEO SANZ LANZ QUALIFIZIERT SICH FÜR RIO 2016
Mateo Sanz Lanz löste das erste Olympiaticket für die Schweizer Nationalmannschaft. Mit seinem 6. Platz erfüllt er alle formalen Ergebniskriterien, um zur Selektion für Rio 2016 vorgeschlagen zu werden.
Gemäss dem Swiss Olympic Selektionsreglement, müssen zwei Kriterien erreicht werden, um sich den Traum einer Olympiateilnahme erfüllen zu können: einmal die sogenannte Nationenquote und die persönliche Bestätigungsleistung. Letztere hatte sich Mateo bereits am diesjährigen Testevent in Rio gesichert.
Die überwiegenden Leicht- bis Mittelwindbedingungen an dieser Weltmeisterschaft kamen Sanz Lanz sehr entgegen. Im Windbereich von 10 – 15 Knoten gehörte er zu den schnellsten Windsurfern im Feld der 82 Teilnehmer. Unter der Obhut seines langjährigen Trainers Asier Fernandez lag er nach 12 Wettfahrten auf Platz 4 und qualifizierte sich so spielend für das abschliessende Medal Race der besten 10 Surfer. Aufgrund des etwas stärkeren Windes konnte sich Lanz dann allerdings nicht mehr steigern. „Ich habe alles gegeben, um für die Schweiz eine WM-Medaille zu holen, aber bei den Gleitwindbedingungen im Medal Race war das für mich noch zu hart“ sagte Sanz Lanz trotzdem überglücklich.
„Diese Topleistung und die erfüllten Olympiaqualifikation hat eine sehr positive Auswirkung auf unsere gesamte Mannschaft.“ sagte Teamchef Tom Reulein. „Jetzt haben wir die Bestätigung, dass wir mit ehrgeizigen, aber realistischen Zielen nach Rio gehen können!“
Mit dem 6. Platz qualifiziert sich Mateo Sanz Lanz, der auf Formentera lebt und trainiert zugleich noch für das Nationalteam. Elia Colombo beendete die WM auf Rang 25 des Silverfleets.
Die nächsten Qualifikationsmöglichkeiten für das Swiss Sailing Team sind schon in Sicht. Maud Jayet und Andrea Nordquist wollen die Nationenquote im Laser Radial an der ebenfalls im Oman stattfindenden WM noch in diesem Jahr erreichen und auch Sebastien Schneiter und Lucien Cujean haben das gleiche Ziel im 49er.
Zwei erfüllte Olympiakriterien und Topleistung im 470er Medal Race
Die Delegation des Swiss Sailing Team kehrt mit eine sehr guten Bilanz von dem vorolympischen Testevent in Rio de Janeiro zurück. Insgesamt waren 7 Schweizer Boote im Einsatz, drei Teams konnten sich fürs Medal Race qualifizieren und dabei zweimal die persönlichen Bestätigungsleistung für die Olympiaselektion erfüllen.
Teamchef Tom Reulein zeigte sich zufrieden: “Ich kann sagen, dass nahezu alle Teams entsprechend ihren ehrgeizigen Erwartungen hier in Rio gesegelt sind. Diese Bestleistung auf den Punkt und unter Druck in einem olympiaähnlichen Event abrufen zu können, ist nicht selbstverständlich. Da haben unsere Coaches und das gesamte Supportteam an Land einen hervorragenden Job gemacht. Persönlich freut mich, dass sich Mateo Sanz Lanz nun auch bei stärkerem Wind einen stabilen Topspeed erarbeitet hat und Yannick und Romuald zurück zu ihrem wahren Leistungsvermögen gefunden haben.“
Das beste Ergebnis mit Platz 6 lieferte RSX Windsurfer Mateo Sanz Lanz. „Die harten Arbeit der letzten Monate hat sich ausgezahlt und ich bin wirklich happy, dass es hier so gut gelaufen ist. Speziell bei den Starts, aber auch im Taktikbereich habe ich mich echt verbessert und konnte alles abrufen“ sagte sichtlich erleichtert, nachdem er schon an den Europameisterschaft kurz vor einer Podiumsplatzierung gestanden hatte.
In einem nervenaufreibenden Medal Race sicherten sich Linda Fahrni und Maja Siegenthaler um Haaresbreite einen 7. Platz und beendeten die Regatta auf Rang 8. „Wir hatten riesig Freude, in einem solch hochklassigen Feld segeln zu dürfen. Es war nicht einfach hier, aber dieses Ergebnis gibt uns jetzt ein enormes Selbstvertrauen für die WM“ strahlte Maja Siegenthaler.
Nach einer verhagelten Saison bisher haben sich Yannick Brauchli und Romuald Hausser unter Coach Tanguy Cariou auf ihre Stärken besonnen und ihre persönliche Bestleistung erbringen können. „Ich hätte vor der Regatta nie gedacht, dass wir uns fürs Medal Race qualifizieren und dann dort auf Augenhöhe mit den Australiern kämpfen können“ so Steuermann Yannick Brauchli. Trotzdem herausragenden 3. Platz im Medal Race (Platz 10 im Gesamtklassement) fehlt ihnen nur noch die persönliche Bestätigungsleistung, um alle Voraussetzungen für die Olympiaselektion zu erfüllen.
Aufgrund von Materialproblemen konnte sich das erfahrene Nacra Team, Matias Bühler und Nathalie Brugger, mit nur 4 Punkten Abstand nicht für Medal Race qualifizieren, welches sie im vergangenen Jahr noch souverän gewonnen hatten. „Das Team hatte eine wirklich schwierige Vorbereitungsphase vor Ort und auch mit viel Pech während der Regatta zu kämpfen. Ich bin sicher, dass Coach Sebbe Godefroid die richtigen Schlüsse aus diesem Ergebnis ziehen wird und das Team schon für die EM Ende September in Barcelona mit einem deutlich erhöhten Leistungslevel antreten kann.“
Auch drei Nachwuchsteams aus dem C-Kader des Swiss Sailing Teams wurden für die Teilnahme am Testevent selektiert. Maud Jayet im Radial und Sebastien Schneiter und Lucien Cujean im 49er zeigten mit mehreren TOP 10 Ergebnissen in einzelnen Wettfahrten schon, dass in Zukunft von sich hören lassen werden. „Unsere Nachwuchsteams haben hier viele positive Erfahrungen sammeln können. Das gibt ihnen die Motivation, um sich langfristig auf ihre Ziele, die Olympischen Spiele in Tokyo 2020, konzentrieren zu können.“ so Teamchef Tom Reulein.
Auch der Präsident des Verwaltungsrates der Swiss Sailing Team AG, Alex Schneiter, zieht eine positive Bilanz. „Die Ergebnisse am Rio Testevent zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das freut mich sehr! Wir dürfen jetzt aber nicht nachlassen und müssen hochkonzentriert weiterarbeiten und dann individuelle Bestleistungen an den Olympischen Spielen 2016 abliefern zu können.“
Topleistungen im 470er Medal Race
Zum Abschluss des Rio Testevent 2015 zeigten die beiden Schweizer 470er Teams nochmals eine herausragende Leistung im Feld der besten 10 Boote. Mit Platz 8 erreichen Fahrni / Siegenthaler ihre persönliche Bestätigungsleistung für die Selektion an die Olympischen Spiele im kommenden Jahr.
Yannick Brauchli und Romuald Hausser kamen im Verlauf der Regatta immer besser in Schwung und qualifizierten sich klar, aber ohne Chancen auf eine Verbesserung im Gesamtklassement, für das Medal Race. Die Windbedingungen auf der Racing Area „Pao“, direkt unter dem weltberühmten Zuckerhut waren sehr böig und drehend, aber mit gut sichtbaren Windkanten. „Ich glaube, wir hatten mit den besten Speed im Feld und konnten sogar die Australier Belcher/Ryan in Schach halten.“ so Vorschoter Hausser. Lange Zeit rangierte das erfahrene Team sogar auf Rang zwei und lieferte sich einen packenden Zweikampf mit den Weltmeistern aus Down Under. „Mit dem 3. Platz im Medal Race haben Yannick und Romuald bewiesen, was sie im Stande sind zu leisten, wenn ihnen alles gelingt“ sagte Tanguy Cariou, der das Team bereits am Weltcup in Miami zu Topleistung gecoacht hatte.
Noch spannender hätten es die beiden Nationalteamseglerinnen vom Thunersee Yacht Club nicht machen können. Als 8. Platzierte mit nur einem Punkt Vorsprung auf die spanische Mannschaft gingen sie ins Medal Race. Kein optimaler Start, Wende nach rechts auf die ungünstigere Seite der Kreuz und schon lagen sie am Ende des Feldes. Durch eine wahre Energieleistung und eine kluge zweite Kreuz gelang ihnen jedoch die notwendigen Boote aufzuholen. Der Zieleinlauf war dann Nervenkitzel pur: als innenliegendes Boot rundeten sie die letzte Boje und wurden in Luv von den Spanierinnen massiv angegriffen. Auf der Ziellinie reichte es dann um einen halben Meter zu Platz 7, was im Gesamtklassement Rang 8 bedeutete. Somit erreichte das noch junge Team die notwendige Bestätigungsleistung bereits ein Jahr vor den Olympischen Spielen an gleicher Stelle. Den Nationenplatz können sie nach einer kurzen Pause dann gleich an der nun anstehenden Weltmeisterschaft in Haifa (ISR) holen.
Beide Schweizer 470er Teams fürs Medal Race qualifiziert!
Sowohl Yannick Brauchli und Romuald Hausser als auch Linda Fahrni und Maja Siegenthaler qualifizierten sich am 7. Tag des Rio Testevents für das Medal Race der 10 bestplatzierten Boote. Nach eine kurzen Startverschiebung an Land hiess es auslaufen auf die Bahn „Niteroi“. Bei bis zum 3 Meter hohen Wellen und Leichtwind war dort jedoch kein faires Segeln möglich. Bei Leichtwind und extrem drehenden Bedingungen wurde dann je eine Wettfahrt auf der Innenbahn „Escola Naval“ gesegelt.
Das Team Brauchli/Hausser lieferte eine solide Leistung ab und platzierte sich auf Rang 11. Dies reichte aus, um sich den Einzug ins Medal Race zu sichern. Yannick Brauchli „Ich hätte nie gedacht, dass wir das Level haben, um uns fürs Medal Race zu qualifizieren. Unser Coach Tanguy Cariou hat uns aber in jeder Situation genau das Richtige geraten. Obwohl wir unser Ziel, ein Top 8 Ergebnis, aufgrund des Punkteabstandes nicht mehr erreichen können, sind wir happy, hier im olympischen Revier wichtige Erfahrungen im Medal Race sammeln zu können“.
Linda Fahrni und Maja Siegenthaler profitierten von ihrem Punktevorsprung auf die beiden Verfolgerteams aus Spanien und Japan, sodass auch ein Streichresultat im letzten Rennen ausreichte, um sich auf Rang 8 für das Medal Race zu qualifizieren. „Das war heute richtig frustrierend, am Ende des Feldes zu segeln. Wir waren eigentlich gut gestartet, haben dann aber kurz vor der Luvtonnen einen extremen Linksdreher hinnehmen müssen und waren auf einmal letztes Boot im Feld.“ erklärt Maja Siegenthaler. Das Team hat trotz allem noch die Chance, sich in der morgigen Wettfahrt die persönliche Bestätigungsleistung aabzuholen. Zusammen mit dem Erreichen der Nationen Quote wären dann alle erforderlichen Qualifikationskriterien erfüllt, um zur Selektion für die Olympischen Spiele vorgeschlagen zu werden.
Die Medal Races finden morgen ab 15:00 Uhr Ortszeit statt und können via 2D und 3D Raceviewer live mitverfolgt werden.
Resultate unter: http://www.sailing.org/olympics/rio2016/results/index.php
Mateo Sanz Lanz sichert sich mit Platz 6 seine persönlich Bestätigungsleistung
Die erste Medal Race Teilnahme der Schweizer Delegation war erfolgreich: Mateo Sanz Lanz wurde Achter und beendet das Rio Testevent auf einem sehr guten 6. Platz. „Ich bin wirklich happy, dass ich meine persönliche Bestätigungsleistung erbringen konnte.“ freute sich der 21jährige Windsurfer „Ich habe hart gearbeitet in den letzten Monaten, speziell um im Starkwindbereich besser zu werden. Das hat sich vor allem bei den Windbedingungen im heutigen Medal Race ausgezahlt. Deswegen bin ich auch sehr optimistisch, die Schweiz als Nation schon an der kommenden WM im Oman qualifizieren zu können.“ Dann hätte der junge Auslandsschweizer, der bereits viele Jahre mit seinem Coach Asier Fernandez trainiert, alle Olympiaselektionskriterien erfüllt.
Endlich griffen auch die 49er wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Sebastien Schneiter und Lucien Cujean brachten mit einem 5. Platz im letzten Race doch noch eine ansehnliche Leistung zu Stande, nachdem die erst drei Wettfahrten des Tages weniger erfolgreich verliefen (16., 15., 17.). „Das waren heute reine Speedrennen bei sehr stabilem Wind um 12 – 15 Knoten.“ erklärt Lucien. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, um dieses Niveau hier zu erreichen, unsere Konkurrenten segeln den 49er ja bereits schon viele Jahre. Aber drehende Leichtwindbedingungen das liegt uns, da können wir in die Top 10 fahren. Wir haben einige wertvolle Erfahrungen mitgenommen und unser Ziel erreicht: gute Starts und sauberes Segeln. Bis zur WM in Argentinien werden wir uns jetzt auf das Speedtraining konzentrieren. An dem Rio Testevent wurden die beiden SST C-Kadersegler 17. von 20 Booten.
Leider war heute der letzte Regattatag für Matias Bühler und Nathalie Brugger im Nacra17. Nach drei Wettfahrten (11., 11., 9.) stand fest, dass sie sich nicht für das morgige Medal Race qualifiziert hatten. Damit verpassten sie auch die Chance, ihre persönliche Bestätigungsleistung zu erbringen. „In der ganzen Regattaserie hat uns einfach das Glück gefehlt.“ so die Einschätzung von Nathalie Brugger „Wir haben alles Pech mitgenommen, was es so gibt beim Segeln: Materialschaden, taktische Fehler, es ist uns nur sehr wenig gelungen. Dazu waren wir im letzten Lauf heute auf dem sicheren 2. Platz bis dieses Rennen annulliert wurde. Am Schluss haben uns nur 4 Punkte von der Medal Race Qualifikation getrennt. Jetzt müssen wir diese Regatta genau analysieren, das Ruder herumreissen und die verbleibenden Chancen zur Qualifikation nutzen.“
Auch für die Schweizer Laser Segler war heute Schluss. Guillaume Girod beendete diese Regatta auf einem 36. Platz (38 Boote), Maud Jayet landete abschliessend mit einer durchaus ansehnlichen Leistung auf Rang 19 (28 Boote).
Wiederum stark die 470er Damen Linda Fahrni und Maja Siegenthaler. Mit einem 6. und 8. sowie den Einsatz ihres Streichresultats (9. Platz) setzten sich sich auf dem 8. Gesamtrang fest. Yannick Brauchli und Romuald Hausser kletterten weiter in der Ergebnisliste und sind dank eines 5. Laufranges insgesamt 10. Boot. Beiden Teams ist der Einzug in das Medal Race am kommenden Samstag noch möglich.
Ergebnisse: http://www.sailing.org/olympics/rio2016/results/index.php
© Pedro Martinez / Sailing Energy / ISAF
Das Schweizer Nationalteam ist bereit für die grosse Generalprobe im Vorfeld zu den Olympischen Sommerspielen in Rio in einem Jahr.
Die weltweite Segelelite nimmt an einem Test Event im Vorfeld zu den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro (Brasilien) teil, exakt dort, wo in einem Jahr die Regatten gesegelt werden. Die Schweizer Seglerinnen und Segler trainieren bereits seit einigen Tagen vor Ort und sind bereit für die Regatten, welche am 15. August beginnen.Read more
Swiss Sailing Team und Hydros Innovation unterzeichnen Partnerschaftsvereinbarung
Swiss Sailing Team und Hydros Innovation haben eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Die Hydros AG mit Sitz im Innovationspark der Universität Lausanne (EPFL) stellt den Athleten der Schweizer Nationalmannschaft ihr gesamtes Know How im Bereich Materialentwicklung und Materialoptimierung zur Verfügung.
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Nach der Fondation Bertarelli gibt auch Team Tilt seine Unterstützung für das Swiss Sailing Team bekannt
Das von Alex Schneiter gegründete professionelle Segelteam Team Tilt mit Sitz in Genf folgt dem Beispiel der Fondation Bertarelli und unterstützt das Swiss Sailing Team als Mäzen. Das ansehnliche Budget dient der Nachwuchsförderung und dem Elitesegeln im Olympischen Segelsport in der Schweiz.
Dietikon (Schweiz), 12. März 2015 – Die guten Nachrichten häufen sich zurzeit für das Swiss Sailing Team, der Institution, welche für die Organisation und Förderung des Olympischen Segelsports in der Schweiz verantwortlich zeichnet. Nach der Fondation Bertarelli, welche bereits angekündigt hatte, ihre im Jahr 2010 eingegangene Partnerschaft zu erneuern, ist die Reihe nun an Team Tilt, seine Unterstützung für das Swiss Sailing Team bekannt zu geben.
Team Tilt ist eine professionelle Segelstruktur, die sehr aktiv ist für die Jungen. So stellte sie unter anderem das Team, welches sich anlässlich des Red Bull Youth America’s Cup im September 2013 für die Société Nautique de Genève auf dem vierten Platz klassierte. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für die kommende Auflage dieses Wettbewerbs. Darüber hinaus nimmt Team Tilt an den jährlichen Meisterschaften der Décision 35 auf dem Genfersee teil und zwei seiner Teammitglieder - Sébastien Schneiter und Lucien Cujean – bereiten eine olympische Kampagne im Hinblick auf die Spiele 2020 in Tokyo vor.
„Wir befürworten eine zentralisierte und gut strukturierte Unterstützung gegenüber Einzelinitiativen“, erklärt der Gründer von Team Tilt, Alex Schneiter. „Ich bin stolz darauf, dem Beispiel der Fondation Bertarelli in der Unterstützung des schweizerischen Segelsports zu folgen und freue mich, hier mitteilen zu können, dass ein dritter Eigner einer Décision 35 das Swiss Sailing Team in gleicher Weise unterstützen wird. Wir hoffen alle drei, dass sich uns noch weitere Sponsoren anschliessen werden, damit der Schweizer Segelsport und seine Segler die notwendigen Mittel erhalten, die sie verdienen.“
Swiss Sailing Team kann ausserdem bereits auf die Unterstützung des Unternehmens TeamWork zählen, welches die Elitesegler (das A-Kader von Swiss Sailing Team) im Hinblick auf die Olympischen Spiele begleitet. Team Tilt engagiert sich für die Saison 2015 mit einer langfristigen Perspektive wie auch die Fondation Bertarelli, welche das Swiss Sailing Team seit 2010 unterstützt.
Weitere Informationen finden Sie auf - www.teamtiltsailing.ch
Foto © Loris Von Siebenthal
Swiss Sailing Team - gelungener Auftakt zur ISAF Weltcup Saison 2015
Mit rund 600 Booten aus 64 Nationen ist der ISAF Weltcup in das vorolympische Jahr gestartet. Das neue Wettkampfformat mit stark reduzierten Startfeldern wie beispielsweise in der 470er Klasse (45 Boote) sorgt dabei für eine hohe Leistungsdichte und spannende Wettfahrten.
Eine ansprechende Leistung boten Yannick Brauchli / Romuald Hausser im 470er. Nachdem sie anfangs noch taktische Schwierigkeiten mit den ungewöhnlichen Windbedingungen hatten, konnten sie sich im weiteren Regattaverlauf steigern und lieferten mit einem 12. Platz das beste Weltcupergebnis in ihrer Karriere ab. Yannick äusserte sich dementsprechend zufrieden: “Wir haben hier sehr vieles richtig gemacht und blicken positiv auf die zwei Wochen in Miami zurück. Mit Rang 7 an der Nordamerikanischen Meisterschaft und Rang 12 konnten wir endlich wieder konstante Leistung in diesem Weltklassefeld zeigen.“.
Das 470er Damenteam Linda Fahrni / Maja Siegenthaler hat sich bereits voll in der erweiterten Weltspitze etabliert und segelt auch bei Starkwindbedingungen Wettfahrten nahe an den Top 10. Im Endklassement reichte es für Rang 20, eine solide Platzierung für ihren ersten Weltcupeinsatz in Miami. Das junge Team segelt erst seit einem Jahr in der Elite und konnte sich 2014 bereits für das Nationalteam qualifizieren.
Auch die Nachwuchsathleten des Swiss Sailing Teams zeigten ansprechende Leistungen, allen voran Mateo Sanz Lanz, der sich mit sechs Top 10 Platzierungen auf einem sehr guten 15. Platz wiederfand. Guillaume Girod (Laser Standard) verpasste knapp den Sprung in die Goldfleet und beendete die Regatta auf dem 59. Platz. Sebastien Schneiter und Lucien Cujean belegten bei ihrem ersten Weltcupauftritt Rang 41.
Ein herber Rückschlag musste das Nacra 17 Team mit Matias Bühler und Nathalie Brugger hinnehmen. Nach dem Gewinn der ersten Wettfahrt kenterten sie im zweiten Rennen auf dem Vorwindkurs und Nathalie Brugger verletzte sich am rechten Knie. Nach eingehender Untersuchung im University of Miami Hospital hat sich der Verdacht auf eine Bandverletzung bestätigt. Umfassende ärztliche und physiotherapeutische Massnahmen über den Medical Partner des Swiss Sailing Teams, der Schulthess Klinik Zürich, sind eingeleitet. Eine Rückkehr ins Wassertraining wird in 6 -8 Wochen erwartet. Nathalie Brugger zu ihrer Verletzung: “Nach einer guten Vorbereitung sind wir sehr selbstbewusst in diese Regatta gestartet und konnten gleich die erste Wettfahrt gewinnen. Dann die Kenterung und die Verletzung, sehr schade! Während ich mich jetzt voll auf mein Rehabilitationstraining konzentriere, wird Matias mit einer Ersatzcrew weitersegeln, damit er im Training bleibt. Wenn alles gut läuft, komme ich bereits für die Regatta in Palma wieder aufs Boot zurück“.
Nach der Rückkehr nach Europa stehen die beiden nächsten grossen Events mit der Weltcup Qualifikationsregatta in Palma de Mallorca (Ende März) und dem Weltcup in Hyeres (Ende April) auf dem Programm.
Ergebnisse: http://miami.ussailing.org
Top-Ergebnisse des Swiss Sailing Teams am ISAF Weltcup Final in Abu Dhabi
Bühler / Brugger (Nacra17) belegen den 6. Platz, Brauchli / Hausser (470er) werden 9. und Fahrni / Siegenthaler beenden das ISAF Weltcup Finale auf dem 10. Platz. Die drei Nationalteams der Swiss Sailing Team AG bestätigten ihre Weltklasse.
Rund 270 der weltbesten Segler aus 40 Nationen, darunter 20 Olympiamedaillengewinner, nahmen am erstmals stattfindenden ISAF Weltcup Finale vor Abu Dhabi teil. Bei besten Windbedingungen wurden an vier Wettfahrttagen um ein gesamtes Preisgeld von US$200,000 gesegelt.
Matias Bühler und Nathalie Brugger brillierten mit zwei Tagessiegen und konnten nach insgesamt neun Wettfahrten als Drittplatzierte ins abschliessende Medal Race gehen. Nach einem guten Start erwischten die beiden für den Gstaad Yacht Club startenden Nationalteamsegler keine optimale erste Kreuz und mussten sich mit einem 6. Gesamtplatz zufrieden geben. Nathalie Brugger zieht trotzdem eine positive Bilanz: „Auch wenn der 6. Platz und der 4. Nationenplatz in dieser spektakulären und hart umkämpften Bootsklasse ein solides Ergebnis darstellt, ist für uns der Riss der Trapezleine richtig bitter. Das hat uns schlussendlich die greifbare Medaille gekostet. Aber mit fünf Wettfahrten in den Top 3 haben wir unseren kontinuierlichen Leistungsfortschritt demonstrieren können.“
Steuermann Matias Bühler:“Abgesehen von der gerissenen Trapezleine hat uns diese Woche bewiesen, dass wir als Team mit unserem Coach Sebbe Godefroid absolut auf dem richtigen Weg sind und sehr effizient arbeiten.“
Auch Yannick Brauchli und Romuald Hausser, Mitglied im Nationalteam, zeigten konstante TOP 10 Ergebnisse und qualifizierten sich ohne Probleme für das Medal Race. Lange Zeit segelten sie auf gleicher Höhe mit den Spitzenteams, kamen als 7. Boot ins Ziel und beenden die Regatta auf Gesamtrang 9. Yannick Brauchli:“ Wir sind relativ zufrieden mit diesem Ergebnis. Wir hatten meist gute Starts, aber im weiteren Wettfahrtverlauf immer einige Boote verloren. In einem so hochklassigen Feld werden eben auch die kleinsten Fehler sofort bestraft. Insgesamt war Abu Dhabi aber eine gute Erfahrung, weil wir unter sehr ähnlichen Bedingungen wie bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro segeln konnten.“
Das 470er Nationalteam Linda Fahrni und Maja Siegenthaler (Thunersee Yacht Club) belegte den 10. Platz. „Wir sind happy, dass wir auf den ersten Kreuzen und Vorwinden meist gut mit den weltbesten Damenteams mithalten konnten. Die Speedprobleme mit unserem Charter-Boot verhinderten eine bessere Endplatzierung. Aber wir haben durch die 7 Wettfahrten im kleinen Feld ein perfektes Medal Race Training absolvieren können – das hat uns richtig weiter gebracht!“ sagte Maja Siegenthaler.
Das ISAF Weltcup Finale findet in den kommenden Jahren regelmässig gegen Saisonende im Abu Dhabi International Marine Sports Club in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt.
Foto : Linda Fahrni, Maja Siegenthaler : Copyright Barbara Sanchez, ISAF World Cup
Historischer Erfolg - Nicolas Rolaz gewinnt Weltmeistertitel
Der 15jährige Ausnahmesegler vom Club Nautique de Morges holt die erste Schweizer Goldmedaille in der Optimistenklasse
Das Schweizer Team mit Nicolas Rolaz, Livio Erni, Nick Zeltner, Joshua Richner und Florian Geissbühler kommt mit einer historischen Goldmedaille von der Optimisten Weltmeisterschaft am Rio de la Plata, Argentinien zurück.
Nach insgesamt 9 Wettfahrten in gemischten Windbedingungen konnte Nicolas Rolaz (CNM) am Schlusstag soverän den WM-Titel gewinnen, nachdem er fast über die gesamte Veranstaltungsdauer das Feld der mehr als 200 Teilnehmer aus rund 45 Nationen angeführt hatte.
„ Ich kann in Worten kaum fassen, was ich fühle“, vertraut uns Nicolas Rolaz an. „Ich habe viel und hart trainiert und sehr viel investiert, um an diesen Punkt zu gelangen, doch selbst in meinen kühnsten Träumen habe ich nicht damit gerechnet, den Titel zu holen. Aufgrund meines Alters ist dies das letzte Jahr im Optimist, doch selbstverständlich werde ich in anderen Segelklassen regattieren. Eventuell wage ich in einigen Jahren sogar, mich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren!“
Der Schweizer Coach Zizi Staniul, der in seiner Laufbahn bereits 16 Medaillen an Optimisten Welt- und Europameisterschaften gewinnen konnte, schwärmt von seinem Schützling. Er ist ausserordentlich stolz auf seinen Weltmeister und auf die gesamte Schweizer Delegation, welche sich unter den weltbesten Seglern ganz an der Spitze zu behaupten vermochte. Nach der EM Bronzemedaille durch Martina Müller im Juni, ist der WM-Titel jetzt bereits der zweite internationale Podiumserfolg der Schweizer Optimistensegler.
SST Teamchef Tom Reulein:“Herzliche Gratulation an Nicolas! Dieses WM-Ergebnis ist der verdiente Lohn für die jahrelange exzellente Aufbauarbeit, die seitens der Clubs, der Region, der Schweizer Optimisten Klassenvereinigung und dem Swiss Sailing Team geleistet wurde. Darauf kann die Segelnation Schweiz zu Recht stolz sein!“
Fotos © Matias CapizzanoEine Schweizer Weltmeisterin im Laser 4.7
Medaillen am laufenden Band für die Schweizer Nachwuchssegler. Nach Maud Jayet im Laser Radial und Martina Müller im Optimist hat sich nun Aysa Luvisetto auf höchstem Niveau. Sie ersegelte den Weltmeistertitel in dieser Bootsklasse zum ersten Mal überhaupt für die Schweiz.
Die Genfer Seglerin Asya Luvisetto, Mitglied im Segelteam der Société Nautique de Genève, hat die Weltmeisterschaft in der Laser 4.7 Klasse in Karatsu, Japan gewonnen. Sie dominierte das Feld der 36 Konkurrentinnen von Beginn an.
Der Laser 4.7 ist ein Ein-Hand Segelboot für Nachwuchssegler und gilt als Vorbereitungsboot für die Olympischen Bootsklasse Laser Radial, in welche die Damen ab 15 Jahre umsteigen können.
Die Windbedingungen waren nach den Durchzug eines Taifuns unmittelbar vor Regattabeginn nicht einfach. « Es hatte hohen Wellen und viel Wind, sodass wir im Vorfeld nicht viel auf dem Wasser trainieren konnten » erklärt SNG-Coach Eze Schargorodsky. « Aber die darauffolgenden Leichtwindbedingungen waren perfekt für Aysa, die noch nicht so gross gewachsen ist ». Die 17jährige gebürtige Italienerin, die seit 2010 in Genf lebt, hatte noch vor Ort stark steigern können. « Wir hatten einen Top 10 Platz angepeilt, aber dieser Sieg ist natürlich absolut fantastisch ! ».
Asya Luvisetto freut sich sehr über den Weltmeistertitel : « Ich bin sehr zufrieden, habe aber noch gar nicht so richtig realisiert, was hier in Japan passiert ist. Dieses Ergebnis übertrifft alle meine Erwartungen, ich bin begeistert ! Ich habe das ganze Jahr für diese Weltmeisterschaft hart trainiert, vor allem im Konditionsbereich. Ich bin noch nie in Japan gesegelt, aber die Bedingungen waren denen am Genfer See sehr ähnlich » so Aysa.
Das war die erste Schweizer Goldmedaille an einer Weltmeisterschaft in dieser Bootsklasse überhaupt. Die starke Leistung wurde noch von einem 14. Platz (Goldfleet) durch Alexis Mégevand und einem 13. Platz (Silverfleet) von Arthur Baudet komplettiert.
Martina Müller gewinnt Bronze Medaille an Europameisterschaft der Optimisten
Die 14jährige Müller vom Yacht Club Horgen segelt souverän aufs Podium.
Rund 250 Seglerinnen und Segler aus 44 Nationen nahmen an der diesjährigen Europameisterschaft der Optimisten, der weltweit am meisten verbreiteten Nachwuchsbootsklasse, teil. Bei schwierigen Wettkampfbedingungen, ständig drehende Winde und viel Meeresströmung, konnten 9 Wettfahrten absolviert werden.
Martina Müller, seit 2 Jahren Mitglied im Talent Pool des Swiss Sailing Teams (SST), konnte sich von Beginn an schon in der Führungsgruppe im Feld der 101 Damen festsetzen und segelte mit insgesamt fünf Top 10 Platzierungen souverän auf den dritten Platz. Mit der Bronze Medaille gewinnt Martina Müller die erste Medaille an EM oder WM in dieser Bootsklasse überhaupt für Schweiz. Europameisterin wurde Ebru Bolat aus Rumanien, Silber ging an die Spanierin Iset Segura.
Grundlage für diesen historischen Erfolg ist das auf allen Ebenen gut abgestimmte Nachwuchsförderungskonzept von Verband und Swiss Sailing Team AG. Teamchef Tom Reulein:“ Dieses tolle Ergebnis ist kein Zufall. In dem nun schon mehrere Jahre umgesetzten Förderkonzept stimmen Trainingsquantität und Betreuungsqualität, so konnte sich das Leistungsniveau kontinuierlich steigern. Das ist der gemeinsame Verdienst aller beteiligten Institutionen wie der Optimisten Klassenvereinigung, dem Regionalkader mit Trainer Sebastian Beer und dem SST Talentpool Programm, die allen an einem Strang ziehen. Die Bronze Medaille hat sich Martina aber selbst ersegelt! Das ist hochverdient und dazu gratuliere ich ganz herzlich!“
Im Oktober steht dann die Weltmeisterschaft der Optimisten in San Isidro (Argentinien) an. Auch dort wird die Schweiz mit einem leistungsstarken Team vertreten sein.
Bühler / Brugger mit Rang 8 am Weltcup in Hyères
Qualifikation fürs Nationalteam im kommenden Jahr gesichert
Mit insgesamt 77 Booten ging ein starkes Teilnehmerfeld in der neuen olympischen Klasse Nacra 17 am Weltcup im südfranzösischen Hyeres (FRA) an den Start. Unter den führenden Segelnationen wie Frankreich, England und Australien haben sich mittlerweile auch Nathalie Brugger und Matias Bühler (Gstaad Yacht Club) etabliert.
Nach einer soliden Qualifikationsrunde mit einem Wettfahrtsieg und zwei zweiten Plätzen lagen sie auf Rang 4 im Zwischenklassement. Auch in der Finalrunde, in der nur noch die besten 39 Boote gegeneinander segeln, überzeugte das Duo mit viel Olympiaerfahrung durch eine Reihe von einstelligen Platzierungen. Lediglich eine Disqualifikation wegen Frühstart verhinderte den Sprung nach weiter oben in der Ergebnisliste.
In einem nervenaufreibenden Medal Race der besten 10 Boote belegten Bühler / Brugger den 7. Platz. Dies lässt sie den diesjährigen Weltcup in Hyeres auf Rang 8 beenden. Das bedeutet gleichzeitig die frühzeitige Requalifikation für das Nationalkader des Swiss Sailing Teams im kommenden Jahr.
Nathalie Brugger nach dem Medal Race “Es war eine sehr komplizierte Wettfahrt, aber wir haben gekämpft und konnten noch gut auf den 7. Platz vorsegeln, das freute uns sehr.“ Matias Bühleräusserte sich ebenfalls positiv über das Endergebnis: “Sicher war das nicht unsere beste Leistung hier in Hyeres, aber wir haben viele Dinge verbessern können und wir sind echt happy über eine solch frühe Requalifikation für das Nationalteam nächstes Jahr.“
Nach einer kurzen Regeneration steht neben einer weiteren Regatta in Medemblik (NED) schon die Vorbereitung auf die Europameisterschaft anfangs July in La Grand Motte (FRA) auf dem Programm. Höhepunkt ist die Weltmeisterschaft in Santander (ESP), an der das Team bereits die Nationenqualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im Auge haben.
Sébastien Schneiter gewinnt Bronze Medaille an Jugend-Weltmeisterschaft
19 jähriger Genfer segelt bei seiner letzten Laser Radial Regatta wiederum auf Rang 3
In einem nervenaufreibenden Showdown entschied sich die diesjährige Jugend-Weltmeisterschaft im Laser Radial Boys in Mussanah (Oman). Nach 5 Tagen und insgesamt 10 Wettfahrten bei gut gemischten Windbedingungen hatten sich genau drei Titelanwärter im Feld der 53 Boote heraus kristallisiert. Neben Gianmarco Planchestainer (ITA) und Benjamin Vadnai (HUN) konnte sich auch Sebastien Schneiter (SUI) von der Societé Nautique de Geneve in der Spitzengruppe etablieren und zwischenzeitlich sogar die Führungsposition einnehmen.
Nach einer Disqualifikation wegen Frühstarts im 9. Race lag Schneiter vor dem Abschlusstag auf dem zweiten Gesamtrang mit nur 3 Punkten Abstand auf den erstplatzierten Vadnai (HUN). Nach mehrmaliger Startverschiebung aufgrund Windmangels konnte nur mehr eine Wettfahrt gesegelt werden. Bei überaus leichten Winden konnte Vadnai das glücklichere Ende für sich entscheiden und gewinnt vor Planchestainer und Schneiter.
Sebastien: "Nach bereits zwei Podestplätzen an den World Championships in diesem Jahr, war mein Ziel jetzt ganz klar die Goldmedaille. Leider verpasste ich nach einem verrückten Wochenende mit ausserordentlich schwierigen Segelbedingungen dieses Ziel um gerade einmal 4 Punkte. Ich bedauere meine Disqualifikation aufgrund der schwarzen Flagge anlässlich des 9. Laufs enorm, den ich sonst nämlich gewonnen hätte. Dennoch ist das Gesamtresultat sehr gut. Diese Regatta beschliesst eine sehr gute Saison, welche bisher die beste überhaupt in meiner Segelkarriere darstellt. Ich bin sehr stolz auf die drei 3. Plätze anlässlich der World Championships (ISAF Youth Worlds, Laser radial Open Worlds und Laser Youth Worlds).„
Auch sein Coach David Deguine zeigte sich beeindruckt von seinem Athleten, den er schon seit vielen Jahren kennt.
Schneiter beendet mit dieser Weltmeisterschaft seine überaus erfolgreiche Karriere in der Laser Radial Klasse und beginnt bereits im Januar mit Youth Americas Cup Skipper Lucien Cujean als Vorschoter eine Olympiakampagne im 49er.
Foto LDD - Copyright Schneiter / Sébastien Schneiter (à droite) et son coach David DeguineWm-Bronze Medaille im Olympischen Katamaran Nacra 17
Bühler / Brugger werden hervorragende Dritte in Scheveningen
Insgesamt 66 Boote, darunter die komplette Weltspitze aus Holland, Frankreich, Australien und England segelten vor Scheveningen um den ersten Weltmeistertitel in dieser noch so jungen olympischen Bootsklasse. Starken Meeresströmungen und wenig Wind machten es dem Race Committee nicht einfach, alle Wettfahrten nach Programm durchzuführen.
Bereits nach zwei Flautentagen mussten 5 Wettfahrten am Stück gesegelt werden, um die Qualifying Round abzuschliessen. Mit einer hervorragenden Leistung (3., 5., 1. und 2.) legten hier Matias Bühler und Nathalie Brugger, die für den Gstaad Yacht Club starten, den Grundstein für den späteren Medaillenerfolg. In den drei Finalraces fielen sie zwischenzeitlich auf Rang 9 zurück, um sich mit einem exzellenten 2. Platz in der letzten Tageswettfahrt noch aufs Podium zu segeln. Das abschliessende Medal Race der besten 10 Boote konnte aufgrund Windmangels nicht mehr ausgetragen werden.
Matias Bühler: „Wir sind sehr glücklich mit diesem Ergebnis und stolz auf Bronze an dieser ersten Nacra 17 Weltmeisterschaft. Damit bestätigen wir unseren grosses Ziel, an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 eine Medaille gewinnen zu können.“ Nathalie Brugger: “Um auch weiterhin konkurrenzfähig mit den führenden Segelnationen zu sein, benötigt unser Olympiaprojekt jedoch noch weitere starke Unterstützer.“
Erst seit November vergangenen Jahres trainieren die beiden olympiaerfahrenen Ausnahmetalente und Mitglieder im Swiss Sailing Team gemeinsam mit den Coaches Sebastien Godefroid (BEL) und Laurent Voiron (FRA) und haben sich innerhalb kürzester Zeit in der absoluten Weltspitze etabliert.
Fotos: Copyright http://photo.thomtouw.com
Sébastien Schneiter gewinnt bronze Medaille an ISAF Jugendweltmeisterschaft
Der 17 jährige Genfer segelt vor Limassol aufs Podium
350 Athleten aus 61 Nationen segelten während der fünf Tagen vor Limassol/Zypern ihren ISAF Jugendweltmeister aus. In 8 verschiedenen Bootsklassen konnten bei heissen Temperaturen, aber hervorragenden Windbedingungen alle geplanten Wettfahrten durchgeführt werden.
Sebastien Schneiter (Société Nautique de Genève) setzte sich von Beginn an in den Top 5 der insgesamt 56 Boote zählenden Fleet der Laser Radialklasse fest. Mit einem Tagessieg und neun einstelligen Wettfahrtplatzierungen zeigte er über die gesamte Woche eine beeindruckend stabile Leistung. Die hochverdiente Bronze-Medaille konnte er sich allerdings erst in einem nervenaufreibenden letzten Race mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem Viert- und Fünftplatzierten sichern.
„Ich bin überglücklich über dieses Ergebnis. Lange habe ich nicht daran geglaubt, aber jetzt ist es Realität. Das ist die Belohnung für all das viele Training, dass ich zusammen mit Diego absolviert habe. Es hat mir gezeigt, dass alles möglich ist, wenn man sich voll auf ein Ziel konzentriert.“ sagte Sebastien Schneiter an Land.
Schneiter ist Mitglied im Youthteam 2013 der Swiss Sailing Team AG (SST AG) und bereitete sich bereits längerfristig mit Diego Romero, dem italienischen Bronzemedaillengewinner der olympischen Spiele von Beijing 2008, auf diesen Höhepunkt vor. „Diese Medaille ist der krönende Abschluss einer sehr erfolgreichen Saison für Sebastien. Er gehört zweifellos zu unseren herausragendsten und zielstrebigsten Talenten. Ich gratuliere herzlich zu diesem Erfolg“ so Tom Reulein, Teamchef der SST AG.
© Swiss Sailing Team
Die Athleten des Swiss Sailing Team beenden die Olympischen Spiele mit einem Lichtblick
Eine Olympiamedaille in London 2012 war das vor 6 Jahren hochgesteckte Ziel des Swiss Sailing Teams. Dies wurde nicht erreicht, jedoch beendet die Schweizer Equipe ihren Auftritt in Weymouth auch mit positiven Aspekten.
Die Ergebnisse: Richard Stauffacher (RSX Windsurfing) qualifizierte sich fürs Medal Race und platzierte sich als 10., Nathalie Brugger (Laser Radial) wurde 14., Marazzi / De Maria (Star) segelten auf den Rang 13 und Brauchli / Hausser (470) beenden ihre erste Olympiateilnahme auf dem 16. Platz. Ein Gesamtergebnis, welches man durchaus als positiv bewerten kann, auch wenn sich die Athleten vor der Regatta höhere Ziele gesetzt hatten.
Das erfahrene Starbootteam Marazzi / De Maria, Vierte in Athen 2004 und Fünfte in Peking 2008 musste die olympische Regatta auf dem ernüchternden 13. Platz beenden. Flavio Marazzi: „Seit dem ersten Lauf auf dem West Course segelten wir einem grossen Punkterückstand hinterher. Mit etwas mehr Mut und Glück im richtigen Moment hätten wir mehr Selbstvertrauen in den weiteren Wettfahrten gehabt. Wir konnten mit dem Swiss Sailing Team auf einen verlässlichen Partner setzen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Gstaad Yacht Club und SST konnte nicht zuletzt eine verlässliche Wettervorhersage erarbeitet werden. Wir bedanken uns herzlich bei all unseren persönlichen Sponsoren und Partnern, und insbesondere Swiss Olympic und dem Swiss Sailing Team.“
Nathalie Brugger, Sechsplatzierte von Peking 2008, konnte ihr ambitiöses Ziel nicht erreichen. “Ich hatte eigentlich immer sehr gute Starts und habe so hart wie möglich gekämpft. Das Niveau der anderen Damen waren einfach zu hoch und es war extrem schwer, in die Top 10 zu fahren.“ Das Ergebnis spiegelt nach Aussage von Teamchef Tom Reulein Bruggers Leistungslevel der letzten Monate wider. So sagte Coach Olivier Terrol: “Wir haben die letzten sechs Monate sehr hart gearbeitet und immer maximal gekämpft.“
Mit einem 7. Rang im Medal Race der weltweit 10 besten Windsurfer kam Richard Stauffacher bei seinen dritten Olympischen Spielen seinem anvisierten Ziel des olympischen Diploms sehr nahe.. „Ich habe noch nie soviel und intensiv gepumpt wie in diesen beiden letzten Wettfahrten. Ich bin jetzt fix und fertig und trotzdem freue ich mich natürlich riesig!“ so Stauffacher. “Nach den ersten 10 Wettfahrten war das das Maximum, was ich noch erreichen konnte. Wäre ich die ganze Regatta so gesurft wie heute, dann wäre ich sicher weiter vorne im Fleet und hätte ums Diplom kämpfen können.“
Die beiden jungen 470er Segler Yannick Brauchli und Romuald Hausser zeigten eine stabile Performance über den gesamten Regattaverlauf und konnten mit zwei 7. Plätzen ein deutliches Ausrufezeichen für die Zukunft setzen. Yannick: “Wir sind sehr happy, dass es schon bei der ersten Olympiateilnahme für ein solch gutes Ergebnis gereicht hat. Jetzt müssen wir einfach konzentriert weiter arbeiten.“
Teamchef Tom Reulein: “RSX und 470er haben ihre persönliche Zielstellungen annährend erreicht, Star und Radial konnten die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Grundsätzlich haben wir gesehen, das sich der olympischen Segelsport technologisch und trainingsmethodisch nochmals weiterentwickelt hat. Man kann sich nicht erlauben, in einem vierjährigen Vorbereitungszyklus Zeit zu verlieren, wenn man um Medaillen mitsegeln will. Die aus unserer detaillierten Analyse gewonnenen Erkenntnisse werden wir unmittelbar in die Vorbereitungen für den nächsten Olympiazyklus einbringen. Denn die Olympiakampagne 2016 beginnt nach der Abschlussfeier in London.“
Foto: © Juerg Kaufmann / Swiss Sailing TeamSwiss Olympic hat die Mitglieder der Schweizer Olympiadelegation im segeln offiziell selektioniert
Sechs Mitglieder des Swiss Sailing Teams werden die Schweiz an den Olympischen Spielen 2012 in London / Weymouth im Segeln vertreten Es sind dies: Flavio Marazzi / Enrico De Maria , Nathalie Brugger , Richard Stauffacher sowie Yannick Brauchli / Romuald Hausser
Swiss Olympic hat heute die Liste jener Segler veröffentlicht, welche für die Schweiz vom 29. Juli bis 10. August an den olympischen Regatten in Weymouth, Südengland, teilnehmen werden. Es sind dies Flavio Marazzi und Enrico De Maria im Star Boot, Nathalie Brugger im Laser Radial, Richard Stauffacher im Windsurfen RS:X sowie Yannick Brauchli und Romuald Hausser im 470er.
„Wir sind ein starkes Team aus erfahrenen Athleten, Coaches und Staff, die mit klaren Zielstellungen nach Weymouth reisen“, erklärt Tom Reulein, der Verantwortliche der Schweizer Delegation. „Aber auch das Nachwuchsteam Brauchli / Hausser haben bereits Olympia Reife bewiesen. Ich bin überzeugt, dass unsere Segler ihre persönliche Bestleistung während der olympischen Wettfahrten abrufen können. Wenn alles passt, sind auch sehr gute Resultate möglich!“
Flavio Marazzi und Enrico De Maria, Vierte an den Olympischen Spielen in Athen und Fünfte an den Spielen in Peking, haben anlässlich der kürzlich in Hyères ausgetragenen Weltmeisterschaften den sechsten Rang ersegelt und haben damit eindrücklich unter Beweis gestellt, dass sie zu den momentan zum Kreise der besten Athleten zählen.
Richard Stauffacher, der ebenfalls in Top Form ist, klassierte sich im vergangenen Monat in Hyères ebenfalls auf dem sechsten Platz. Er hat bereits an den Olympischen Spiele von Athen 2004 und Peking 2008 (14. Schlussrang) teilgenommen und schafft es immer wieder, an Grossanlässen über sich selbst hinaus zu wachsen.
Nathalie Brugger, die Seglerin aus Estavayer-le-Lac verfügt ebenfalls über diese Qualität. Die Sechstplatzierte von Peking steigert ihre Leistung seit Beginn des Jahres kontinuierlich und hofft, bis zu den Olympischen Spielen in Höchstform zu sein.
Das junge Team Yannick Brauchli und Romuald Hausser nehmen in diesem Sommer zum ersten Mal an Olympischen Spielen teil. Als Gesamt-Zwanzigste am Weltcup von Hyères haben sie die Anforderungen von Swiss Olympic (15. Nationen) erfüllt. Ihre Qualifikation für London erlaubt den beiden, wertvolle Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln.
„Die Mitglieder vom Swiss Sailing Team London 2012 bilden ein hochqualitatives Team, welches über ein starkes Leistungspotential verfügt“, erklärt Vincent Hagin, Präsident von Swiss Sailing. „Vier Jahre nach den Olympischen Spielen von Qingdao ist es uns gelungen, Athleten zu selektionieren, die in der Lage sind, starke Leistungen zu erbringen und eine reelle Chance haben, eine Medaille zu holen. Während der sehr schwierigen sechsmonatigen Selektionsphase haben auch jüngere Athleten eine tolle Leistung gezeigt. Besonders das 470er Team der Männer hat zu beeindrucken vermocht. Ich wünsche allen Mitgliedern vom Swiss Sailing Team London 2012 eine erfolgreiche Endvorbereitungsphase.“
