Road to Paris - alle Videos!

Das Swiss Sailing Team für die Olympischen Spiele 2024 ist bereit. Maud Jayet (SNG) auf dem ILCA 6, Elena Lengwiler (SKA/GYC) auf dem Formula Kite, Sébastien Schneiter (SNG) und Arno de Planta (CVV/SNG) auf dem 49er, Yves Mermod (TYC) und Maja Siegenthaler (TYC) auf dem 470 Mixed sowie Elia Colombo (CVLL) auf dem iQ Foil – die Schweiz wird bei den olympischen Regatten vor Marseille in fünf von zehn Klassen vertreten sein. «United 4 Excellence» lautet das Motto von Swiss Olympic für die Olympischen Spiele 2024. Die Schweizer Seglerinnen und Segler in Marseille sind gut vorbereitet und haben ein gemeinsames Ziel: Die lange Zeit von über 55 Jahren ohne Schweizer Segelmedaille zu beenden.
Wir stellen die sieben Seglerinnen und Segler in einem 5-minütigen Video vor. Wie sind sie zum Segelsport gekommen, was fasziniert sie daran und wo sehen die Coaches ihre Stärken. Alle Videos werden in den nächsten Tagen auf dem YouTube-Kanal des Swiss Sailing Teams aufgeschaltet.

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U21-Gold für Gian Andrea

Grosser Erfolg für Gian Andrea Stragiotti: Der erst 16-jährige Zürcher gewinnt Gold bei den U21-Weltmeisterschaften im süditalienischen Gizzeria (Kalabrien)! In den Opening Series dominierte Stragiotti das Feld praktisch nach Belieben und feierte in 16 Läufen 15 Siege. Als Führender des Gesamtklassements qualifizierte sich der Nachwuchskiter des Zürcher Yacht Clubs somit direkt fürs Finale und konnte sich bereits zwei von drei nötigen Punkten notieren lassen. Im Final stieg der Druck – insbesondere nach einem Crash im ersten Lauf und zwei aufeinanderfolgenden Siegen des Deutschen Jan Voester. Im alles entscheidenden Lauf konnte sich Gian Andrea Stragiotti dann aber durchsetzen und bei der Siegerehrung die verdiente Goldmedaille in Empfang nehmen. «Ich bin extrem happy», strahlte Gian Andrea beim Siegerinterview, «der Abschluss der Regatta war noch einmal sehr eng, doch jetzt habe ich den Titel im Sack!»
Die beiden weiteren Schweizer schafften es ebenfalls in die vordere Tabellenhälfte: Karl Maeder (U19) klassierte sich auf dem 18. und Cedric Baker (U19) auf dem 21. Rang von 51 Kitern.

Results


Drei Ausrufezeichen von Elena Lengwiler

Die Kite-Surferin Elena Lengwiler kann gleich drei Erfolgsmeldungen verbuchen: Nach dem souveränen Quotenplatz an der Last-Chance-Regatta in Hyères holte sie gleichenorts bei den Weltmeisterschaften den hervorragenden 6. Platz. Insbesondere unter der Berücksichtigung, dass auf den ersten fünf Rängen gleich drei Französinnen klassiert waren, weckt dieses Resultat Hoffnungen für die Olympischen Spiele. Dort ist bekanntlich pro Nation nur eine Athletin startberechtigt… Die verdiente Selektion für Paris 2024 liess denn auch nicht lange auf sich warten: Auf Antrag des Selektionsausschusses vom Swiss Sailing Team hat Swiss Olympic die 27-jährige St. Gallerin definitiv für die Regatten vor Marseille aufgeboten. Schliesslich wurde auch noch bekannt, dass Elena Lengwiler ins Racing Team des Gstaad Yacht Club (GYC) aufgenommen wurde.

Mit der Selektion von Elena Lengwiler in der Formula-Kite-Klasse steht die Schweizer Segeldelegation für die Olympischen Spiele Paris 2024 fest. Nach den vorgängigen Selektionen von Maud Jayet (ILCA 6), Sébastien Schneiter und Arno de Planta (49er), Yves Mermod und Maja Siegenthaler (470 mixed) sowie Elia Colombo (iQ-Foil) wird die Schweiz bei den Olympischen Regatten vor Marseille in fünf Klassen vertreten sein. «Der erfolgreiche Abschluss der Selektionsphase ist ein wichtiger Meilenstein», sagt SST-Teamchef Christian Scherrer. «Allerdings ist damit nur ein erster Schritt geschafft – jetzt gilt unsere gesamte Aufmerksamkeit den letzten beiden Vorbereitungsmonaten.» Die Olympischen Spiele werden für die Seglerinnen und Segler am 28. Juli mit den ersten Regatten der 49er und der iQ-Foil-Windsurfer eröffnet. 

Das aktuelle Olympia-Team auf der Website von Swiss Olympic

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Tolle Schweizer Leistungen an der Kite-WM

Die Schweizer Delegation erreichten an den Weltmeisterschaften der Formula Kite in Hyères (FRA) eine hervorragende Bilanz. Elena Lengwiler, die gleichenorts Ende April bei der Last-Chance-Regatta den begehrten Olympia-Nationenplatz geholt hatte, klassierte sich auf dem 6. Rang und damit mitten in der Weltspitze. Insbesondere unter der Berücksichtigung, dass auf den ersten fünf Rängen gleich drei Französinnen klassiert waren, weckt dieses Resultat natürlich Hoffnungen für die Olympischen Spiele. Dort ist bekanntlich pro Nation nur eine Athletin startberechtigt… Weltmeisterin wurde die Französin Lauriane Nolot, vor Eleanor Aldridge (GBR) und ihrer Landsfrau Jessie Kampman.

Bei den Männern qualifizierten sich sowohl Gian Stragiotti als auch Bruce Kessler für die Gold-Fleet. Mit den Schlussrängen 14 und 20 sicherten sich beide die Kaderzugehörigkeit im Swiss Sailing Team für die kommende Saison. Karl Maeder rundete als 5. der Silver-Fleet das hervorragende Schweizer Resultat ab. Überlegener Weltmeister wurde sein Bruder Maximilian Maeder, der für Singapur startet, vor Riccardo Pianosi (ITA) und Valentin Bontus (AUT).

Die WM der Kitesurfer war die letzte grosse Regatta vor den Olympischen Spielen. Die Segelregatten von Paris 2024 werden ab Ende Juli vor Marseille ausgetragen.

www.formulakite.org/2024worlds


iQ-Foil Frauen: Schweiz verzichtet auf Quotenplatz

Der Selektionsausschuss des Swiss Sailing Teams hat nach einer ausführlichen Analyse entschieden, keine Athletin der iQ-Foil-Klasse an die Olympischen Spiele 2024 zu schicken. Nachdem die Schweiz einen entsprechenden Quotenplatz als sogenannte «Developing Nation» – also als Nation, die in dieser Klasse bei den letzten beiden Spielen nicht vertreten war – erhalten hatte, stellte sich die Frage, ob und wer allenfalls zur Selektion vorgeschlagen werden könnte. Da keine Athletin die geforderten Selektions-Kriterien erfüllte und auch die Rahmenbedingungen für ein taktische Selektion oder eine Berücksichtigung als Newcomerin nicht gegeben sind, wurde von einer Selektion abgesehen. Der Selektionsausschuss von Swiss Olympic unterstützt den Entscheid. «Wir hoffen, dass die erfreuliche Entwicklung in der iQ-Foil-Klasse, namentlich durch Manon Berger und Elena Sandera, trotzdem bald zu neuen Kader-Perspektiven führt», sagt SST-Teamchef Christian Scherrer. «Damit könnten, bis 2028 auch in dieser Klasse eine oder gar mehrere Olympia-Kandidatinnen aufgebaut werden.»

Bereits selektioniert für die Olympischen Spiele Paris 2024 mit den Regatten vor Marseille sind Maud Jayet (ILCA 6), Sébastien Schneiter/Arno de Planta (49er), Yves Mermod/Maja Siegenthaler (470 Mixed) sowie Elia Colombo (iQ-Foil Männer). Noch bestätigt werden muss die Selektion von Elena Lengwiler (Formula Kite Frauen).


EM-Bronze für Schneiter/de Planta

Die Genfer Sébastien Schneiter (SNG) und Arno de Planta (SNG/CVV) zeigten bei der Europameisterschaft der 49er in La Grande Motte eine starke Leistung und gewannen nach einer anspruchsvollen Serie die Bronzemedaille. «Es war eine lange Woche und wir sind sehr happy mit dem Resultat», bilanzierte Sébastien Schneiter nach dem Medal-Race, das bei extremen Leichtwindbedingungen gesegelt wurde. «Es ist ein gutes Gefühl, bei der letzten offiziellen Regatta vor den Olympischen Spielen wieder auf dem Podest zu stehen.» Arno de Planta ergänzte: «Wir haben nach dem Auftakt bei tollen Bedingungen vor allem bei Leichtwind nochmals Fortschritte gemacht – das gibt Vertrauen im Hinblick auf die Regatten vor Marseille im Juli.»

Den EM-Titel holten sich Umpierre/Diz aus Uruguay vor Peters/Sterritt (GBR), den Trainingspartnern von Schneiter/de Planta. Joshua Richner und Nilo Schärer verpassten die Gold-Fleet und mussten sich mit dem 35. Rang begnügen. Die Nachwuchsathleten Pablo Rüegge und Linus Abicht klassierten sich auf dem 43. Rang. 

Weniger gut lief es Yves Mermod und Maja Siegenthaler (beide TYC) bei der gleichzeitig in Cannes gesegelten Europameisterschaft der 470 Mixed. Nach einigen mässigen Resultaten in der Qualifikations-Phase mussten sie sich trotz einer klaren Leistungssteigerung in der Gold-Fleet mit dem 14. Rang zufriedengeben. Ein Frühstart (UFD) im letzten Lauf passte ins Bild einer schwierigen Woche – trotzdem blicken die beiden Thuner optimistisch nach Marseille: «Wir nehmen neue Erkenntnisse mit und vor allem das Selbstbewusstsein, dass wir zum Top-Feld dazu gehören», sagt Maja Siegenthaler.

Den EM-Titel holten sich Xammar/Brugman (ESP) vor Costa/João (POR) und Lecointre/Mion (FRA). 


Weitere Selektionen für Paris 2024

Die Segeldelegation für die Olympischen Spiele Paris 2024 nimmt Form an. Nach den Selektionen von Maud Jayet (ILCA 6) sowie Sébastien Schneiter und Arno de Planta (49er) im September 2023 hat Swiss Olympic nun Yves Mermod und Maja Siegenthaler (470 mixed) sowie Elia Colombo (iQ-Foil) definitiv selektioniert. Beide haben an den Weltmeisterschaften der Olympischen Klassen im Sommer 2023 in Den Haag (NED) jeweils einen Quotenplatz für die Schweiz ersegelt.

«Ich freue mich riesig, dass ich jetzt definitiv mit Marseille planen kann», strahlte der 30-jährigen Elia Colombo (CVLL), für den es die ersten Olympsichen Spiele sein werden. «Die Selektion ist jedoch nur ein weiterer Schritt – das Ziel sind die Spiele selber. Und dort möchte ich ins Medal-Race kommen…»

Bereits zum dritten Mal an den Olympischen Spielen dabei ist dagegen Maja Siegenthaler – diesmal mit Yves Mermod (beide TYC). Nach Rio 2016 und Tokio 2021 – beide Male mit ihrer damaligen Steuerfrau Linda Fahrni – formierte sie vor gut zwei Jahren mit Yves Mermod ein 470-Mixed-Team. Bei der olympischen Premiere des 470 als Mixed-Klasse darf man gespannt sein, welche bekannten und welche neuen Namen für Furore sorgen werden.

Die genannten Seglerinnen und Segler werden ab dem 26. Juli vor Marseille (FRA) an den Start gehen, wo die olympischen Regatten stattfinden. Für die beiden weiteren Quotenplätze – Formula Kite Frauen und iQ-Foil Frauen – müssen die entsprechenden Selektionen noch vom Selektionsausschuss des Swiss Sailing Teams und anschliessend von Swiss Olympic bestätigt werden. Insgesamt ist die Segelnation Schweiz dann in maximal 6 Klassen mit total je 4 Athletinnen und Athleten bei den Olympischen Spielen 2024 vertreten.

Credit: Sailing Energy / World Sailing
Sailing Energy / Princesa Sofía Mallorca

 

Das aktuelle Olympia-Team auf der Website von Swiss Olympic

 


Zwei zusätzliche Quotenplätze für Paris 2024!

Die Kitesurferin Elena Lengwiler sicherte bei der Last Chance Regatta in Hyères (FRA) der Schweiz einen Quotenplatz bei den Formula Kite. Die 26-Jährige aus dem sankt-gallischen Unterterzen am Walensee dominierte die Qualifikationsserie beinahe nach Belieben und gewann 10 von 14 Läufen. Sie qualifizierte sich damit direkt für den Final der besten vier und sicherte der Schweiz vorzeitig einen weiteren Quotenplatz. Auch im Final demonstrierte sie ihre Überlegenheit und gewann so die Regatta souverän. «Ich bin total happy mit dem Resultat», sagte Elena Lengwiler, als sie zurück am Strand war. «Gestern freute ich mich über den Quotenplatz und heute darüber, dass ich für den letzten Lauf nochmal die nötige Spannung aufbauen konnte. Das gibt mir ein gutes Gefühl.» Nach einer kurzen Pause geht es für Elena Lengwiler, die erst vor fünf Jahren als ehemalige Seglerin und Eishockeyspielerin zum Kitesurfen fand, schon in zwei Wochen weiter. Wiederum in Hyères finden dann die Weltmeisterschaften der Formula Kite Klasse statt. Dort gilt es, die gute Form zu bestätigen.

Einen zusätzlichen Quotenplatz auf Grund von nicht beanspruchten Qualifikationen erhielt die Schweiz bei den iQ-Foil Frauen. Als sogenannte «Developing Nation» – also als Nation, die in dieser Klasse bei den letzten beiden Spielen nicht vertreten war – reichte der Zürcherin Elena Sandera ein 22. Platz für diesen Erfolg.

© Sailing Energy / Semaine Olympique Française

Die beiden Quotenplätze sind nicht gleichbedeutend mit der Selektion für die Olympischen Spiele, da zusätzlich noch die von Swiss Olympic festgelegten Leistungsanforderungen erfüllt werden müssen.

Den Quotenplatz knapp verpasst haben dagegen die Schweizer Kitesurfer. Gian Stragiotti und Bruce Kessler kämpften in der Qualifikationsserie mit unterschiedlichem Erfolg, schliesslich qualifizierte sich Bruce Kessler knapp als 10. für die Halbfinals. Dort musste er dann trotz eines Laufsiegs das Segel streichen. Ebenfalls keinen Quotenplatz gibt es für Gauthier Verhulst auf dem ILCA 7. Der 23-jährige Westschweizer qualifizierte sich zwar für das abschliessende Medal-Race, der Rückstand auf einen der drei Quotenplätze ist jedoch schon zu gross. Für Bruce Kessler und Gauthier Verhulst geht damit eine Olympia-Kampagne zu Ende, die beide mit viel Engagement bestritten haben. Das Swiss Sailing Team bedankt sich bei ihnen und freut sich auf die Zukunft.

© Sailing Energy / Semaine Olympique Française

Der Countdown läuft

Bei der Trofeo Princesa Sofía – für die olympischen Klassen die erste grosse, internationale Regatta des Jahres – lief für das Swiss Sailing Team nicht alles nach Wunsch. Im Hinblick auf die Olympischen Sommerspiele im Juli vor Marseille gilt es nun, die richtigen Schlüsse zu ziehen und den Fokus beizubehalten.

Mit einem versöhnlichen Abschluss ging die Regatta vor Palma de Mallorca (ESP) für Maud Jayet zu Ende. Die 28-jährige ILCA-6-Seglerin, die während der Regatta ihren Geburtstag feiern konnte, qualifizierte sich mit einem Toprang im letzten Lauf für das abschliessende Medal Race. Dort gelang ihr nochmals eine Steigerung und ein dritter Laufrang. Insgesamt kann Jayet mit dem 7. Schlussrang zufrieden sein – vor allem unter der Berücksichtigung, dass Top-Seglerinnen wie Weltmeisterin Anne-Marie Rindom (DEN) oder Marit Bouwmeester (NED) den Sprung ins Medal Race nicht schafften.

Solide Goldfleet-Ränge belegten Anja von Allmen (26.) und Gauthier Verhulst (47.). Er klassierte sich damit bei den ILCA 7 als fünfte für Paris 2024 nicht-qualifizierte Nation.

Aus Schweizer Sicht ernüchternd ist die Tatsache, dass Maud Jayet als einzige Vertreterin des Swiss Sailing Teams in einem Medal Race dabei war. «Auch wenn die besonderen Umstände in einem Olympia-Jahr dazu führen, dass eine Regatta wie Palma unterschiedlich wichtig ist, hätten wir klar mehr Schweizer-Power erwartet», bilanziert Teamchef Christian Scherrer. «Wir wissen, dass Top-Resultate möglich sind und müssen nun die richtigen Schlüsse ziehen – der Countdown für Paris 2024 läuft.»

Hinter den Erwartungen zurück blieb insbesondere das 49er-Team Sébastien Schneiter und Arno de Planta. Die beiden sind wie Maud Jayet bereits für die Olympischen Sommerspiele in Marseille selektioniert, konnten jedoch ihr Potenzial nicht abrufen. Sie mussten nach der Qualifikation mit der Silverfleet vorliebnehmen und klassierten sich auf dem 34. Schlussrang, noch hinter ihren Trainingspartnern Richner/Schärer (30.).

Auch das 470-Mixed-Team Yves Mermod und Maja Siegenthaler (18. Schlussrang) und der iQ-Foil-Windsurfer Elia Colombo (26.) vermochten sich nicht wunschgemäss in Szene zu setzen. Wobei Letzterer auch Pech hatte: Eine Kollision mit einem Schwertfisch, als er in Führung lag, und Materialprobleme führten zu zwei DNC-Wertungen. Sowohl im 470er-Mixed als auch bei den iQ-Foil-Männern hat die Schweiz einen Nationen-Quotenplatz für Paris 2024 bereits ersegelt, so dass beide wohl in Marseille dabei sein werden. Die Formula Kiter waren in Palma nicht am Start.

 

 

 

© Sailing Energy / Princesa Sofía Mallorca

 

Die letzten Olympia-Quotenplätze werden Ende April bei der Last Chance Regatta in Hyères (FRA) vergeben. Nach ihrem Exploit bei den Europameisterschaften im März (4. Rang, einzige nicht-qualifizierte Nation in den Top 15) hat Elena Lengwiler bei den Formula Kite Frauen gute Aussichten für ein Ticket nach Marseille. Mit etwas Wettkampfglück können auch die Kiter Bruce Kessler und Gian Stragiotti sowie Gauthier Verhulst (ILCA 7) einen Nationen-Platz schaffen.

Sämtliche Resultate der 53 Trofeo Princesa Sofía Mallorca by Iberostar sind auf der offiziellen Website des Events zu finden.


Toller Erfolg für Elena Lengwiler

Bei den Europameisterschaften der Formula Kite auf dem Mar Menor (ESP) klassierte sich Elena Lengwiler auf dem hervorragenden 4. Rang. Sie beendete die Qualifikation als 5. und qualifizierte sich in den Halbfinals souverän für den Final der besten Vier. Dort musste sie dann allerdings den Französinnen den Vortritt lassen: Lauriane Nolot, Jessie Kampman und Poema Newland machten die Medaillen unter sich aus und sorgten für ein rein französisches Podest. Für Elena Lengwiler ist die Regatta trotz des etwas bitteren 4. Rangs ein toller Erfolg: «Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis. Endlich konnte ich alles auf den Punkt bringen und sehen, dass sich die harte Trainingsarbeit auszahlt. Es ist toll, dass wir als Team in die richtige Richtung arbeiten.»

Weniger gut lief es bei den Männern. Weder Bruce Kessler noch Gian Stragiotti schafften es in die Goldfleet. Immerhin dominierten sie dann die Silverfleet und schlossen diese auf dem 1. respektive auf dem 3. Rang ab. Karl Mäder wurde in der Silverfleet 18.

Nach einer kurzen Pause steht für die Kitesurfer Ende April die Last Chance Regatta in Hyères auf dem Programm. Dort werden noch fünf Nationen-Startplätze für die Olympischen Spiele Paris 2024 vergeben. Aus Schweizer Sicht macht natürlich insbesondere die Leistung von Elena Lengwiler Hoffnung, dass ein weiterer Quotenplatz in Reichweite liegt. Dies umso mehr als in den Top 15 der Frauen bei dieser EM keine einzige noch nicht qualifizierte Nation klassiert war – ausser der Schweiz.

Als nächstes Highlight für das Swiss Sailing Team steht die Trofeo Princesa Sofía vor Palma de Mallorca an. Beim grossen Stelldichein der olympischen Klassen werden aus Schweizer Sicht nur die Kitesurfer – aus den genannten Gründen – fehlen.

Link zu den Resultaten

 


Topten-Resultat für Schneiter/de Planta

Die beiden 49er-Segler Sébastien Schneiter (SNG) und Arno de Planta (CVV, SNG) erreichten bei den 49er-Weltmeisterschaften vor Lanzarote (ESP) den 6. Platz. Nach einer schwierigen Regattaserie mit vielen Ups und Downs gelang ihnen eine Leistungssteigerung und damit eine auch eine Verbesserung im Schlussklassement.

«Ein Platz in den Topten bei den 49er Worlds ist grundsätzliche ein gutes Resultat,» sagte Sébastian Schneiter nach dem abschliessenden Medal Race. «Wir haben zwar mehr von uns erwartet und vor der Regatta hätten wir für diesen Rang nicht unterschrieben. Doch nach dem ersten Tag mit zwei Läufen in den Zwanzigern war klar, dass es wohl nicht mehr ganz nach vorne reichen würde. Darum sind wir trotzdem zufrieden mit unserem Resultat und dem Comeback und haben viel gelernt.»

Nach dem Vizeweltmeistertitel vor einem Jahr – und dem entsprechenden Start mit der Segelnummer SUI 2 – ist der 6. Platz eine Bestätigung für das Leistungspotenzial von Schneiter/de Planta. Die beiden Westschweizer bekundeten allerdings bei den Starts verschiedentlich Mühe, mit den Besten mitzuhalten. Dafür konnten sie sich dank gutem Boothandling und Speed immer wieder zurückkämpfen – im 13. Rennen gelang ihnen sogar ein Laufsieg. Die Zeit bis zu den Olympischen Spielen im Juli können sie nun nutzen, um sich mit gezielten Vorbereitungen den letzten Schliff zu holen.

Weltmeister wurden auf überlegene Art und Weise die Franzosen Erwan Fischer und Clément Pequin, vor den Saisondominatoren und dreifachen Weltmeistern Bart Lambriex/Floris van de Werken (NED) und den Spaniern Diego Botin/Florian Trittel Paul. Das zweite Schweizer Boot mit Joshua Richner (GYC, TYC) und Nilo Schärer (TYC, GYC) verpasste die Qualifikation für die Goldfleet der besten 25. Am Schluss reichte es zum 46. Platz bei 70 Teilnehmern.

© Sailing Energy / Lanzarote Sailing Center

Infos


Selektionsreglement für die Youth Worlds 2024

Das Selektionsreglement für die Youth Sailing World Championships auf dem Gardasee (12. bis 20. Juli 2024) ist online. Ziel des Swiss Sailing Teams ist es, mit einer möglichst starken Delegation und mit Medaillenchancen nach Italien zu reisen.

Die Youth Sailing World Championships sind offen für Seglerinnen und Segler unter 19 Jahren (Jahrgang 2006 oder jünger) in den folgenden Klassen: 420er Männer/Mixed und Frauen, 29er Männer/Mixed und Frauen, ILCA 6 Männer und Frauen, Formula Kite Männer und Frauen, Youth iQ Foil (mit 8.0 m Rig) Männer und Frauen sowie Nacra 15 Katamaran Mixed.

Das Swiss Sailing Team selektioniert eine Delegation aus Athletinnen und Athleten oder Teams, die sich durch eine spezifische Vorbereitung und ein hohes Mass an persönlichem Engagement auszeichnen, mit dem Ziel, Spitzenleistungen zu erzielen.

«Wir freuen uns jetzt schon auf eine spannende Selektion und natürlich auf tolle Wettkämpfe mit hervorragenden Leistungen unserer Athletinnen und Athleten», sagt Riccardo Giuliano, Headcoach Youth des SST.

Die Einschreibung zur Selektion muss bis spätestens am 29. Februar 2024 erfolgen.

Reglement herunterladen


Erneutes Spitzenresultat für Maud Jayet

Maud Jayet erreichte bei der ILCA-6-Weltmeisterschaft in Mar de Planta (ARG) den hervorragenden, wenn auch undankbaren 4. Platz. Im abschliessenden Medal Race, das bei wenig Wind dafür viel Strömung und einer starke Dünung ausgetragen wurde, verdrängten Charlotte Rose (USA) und Emma Plasschaert (BEL) Jayet aus dem Kampf um die Medaillen. Souveräne Weltmeisterin – bereits zum dritten Mal – wurde Olympiasiegerin Anne-Marie Rindom (DEN). «Es war eine schwierige Woche für mich» bilanzierte Maud Jayet. «Insbesondere zu Beginn der Regatta hatte ich Mühe, den Rhythmus zu finden, und ein unglücklicher Penalty erschwerte meine Aufholjagd zusätzlich. Mit der Leistung zum Abschluss der Serie bin ich jedoch zufrieden.» Für Coach Mikael Lundh bewies die 27-jährige Waadtländerin, dass sie auf dem richtigen Weg für eine Spitzenplatzierung an den Olympischen Spielen im kommenden Sommer in Marseille ist: «Erfolg im Segelsport setzt eine grosse Professionalität voraus – auf dem Wasser und an Land. Wir werden die nächsten Monate für eine bestmögliche Vorbereitung nutzen und weiterhin hart trainieren.» Weitere Fortschritte hat auch Anja von Allmen gemacht, die als Trainingspartnerin Maud Jayet immer wieder pusht. In Argentinien qualifizierte sie sich souverän für die Goldfleet und segelte auf den 28. Platz.

Webseite

 

2024 ILCA 6 Women's World Championship, Mar del Plata, Argentina.

Eine Medaille und ein bemerkenswertes Teamresultat

Tolle Schweizer Bilanz an den Youth Sailing World Championships 2023 in Búzios (BRA): Marie Mazuay und Clément Guignard erreichten auf dem Nacra 15 den 3. Platz und führen damit die Schweizer Medaillen-Tradition in dieser Klasse weiter. Mit dem 4. Platz von Malena Rüegge / Liv Wicki (29er Female), dem 5. Platz von Gian-Andrea Stragiotti (Formula Kite) sowie den beiden 10. Plätzen von Stach Vleeshouwers / Pierre Jully (29er Male) und Viktoria Jedlinska (ILCA 6) gab es zudem vier weitere Top-Ten-Platzierungen.

«Natürlich bin ich persönlich sehr glücklich über die Ergebnisse des ganzen Teams. Es war toll, mit den Seglerinnen und Seglern hier in Brasilien zu arbeiten» bilanzierte Riccardo Giuliano, SST-Juniorenverantwortlicher. «Wir haben uns vor allem darauf konzentriert, einen guten Teamgeist zu fördern und Ruhe zu bewahren. Es ist uns gelungen, auch nach schwierigen Tagen eine positive Stimmung im Team zu haben.»

Buzios, Brazil - Day 02 at the 2023 Youth Sailing World Championships, on December 10, 2023. (Photo: Gabriel Heusi/World Sailing)

Überstrahlt wurden die Weltmeisterschaften natürlich von der erst am letzten Tag gesicherten Bronzemedaille von Mazuay/Guignard. Mit drei Laufsiegen in den letzten drei Läufen kletterte das junge Westschweizer Duo nach einem durchzogenen Start auf das Podest. «Nach dem komplizierten Auftakt konnten wir uns an den beiden letzten Tagen bei Starkwind deutlich steigern – jetzt sind wir super happy über die Medaille», freute sich Marie Mazuay nach dem Wettkampf. Und Clément Guignard ergänzte: «Das Podest war unser Ziel – es ist toll, jetzt mit einer Medaille nach Hause fahren zu können.»

«Wir werden alle mit sehr guten Erinnerungen an diese Regatta zurückdenken können. Dass alle unsere Seglerinnen und Segler in den ersten 15 landeten, ist ein grosser Erfolg für die Schweiz», sagte Riccardo Giuliano. «Mein Dank geht auch an die Trainer Lauri, Loic und Matthieu, die mit dem Team gearbeitet haben. Ich bin hoch motiviert, die Vorbereitung für die kommenden Youth Sailing World Championships 2024 aufzunehmen, die bereits in sieben Monaten auf dem Gardasee stattfinden.»

Die Schweiz klassierte sich insgesamt als 7. Nation – noch vor Ländern wie den USA, den Niederlanden und Neuseeland. Gewonnen wurde die Nationenwertung von Italien, vor Frankreich und Grossbritannien.

Buzios, Brazil - Day 02 at the 2023 Youth Sailing World Championships, on December 10, 2023 in Buzios, Brazil. (Photo: Gabriel Heusi/World Sailing)
Buzios, Brazil - Day 02 at the 2023 Youth Sailing World Championships, on December 10, 2023 in Buzios, Brazil. (Photo: Gabriel Heusi/World Sailing)
Buzios, Brazil - Day 02 at the 2023 Youth Sailing World Championships, on December 10, 2023. (Photo: Gabriel Heusi/World Sailing)
Buzios, Brazil - Day 02 at the 2023 Youth Sailing World Championships, on December 10, 2023 in Buzios, Brazil. (Photo: Gabriel Heusi/World Sailing)
Buzios, Brazil - Day 02 at the 2023 Youth Sailing World Championships, on December 10, 2023 in Buzios, Brazil. (Photo: Gabriel Heusi/World Sailing)
Buzios, Brazil - Day 02 at the 2023 Youth Sailing World Championships, on December 10, 2023. (Photo: Gabriel Heusi/World Sailing)

 

Die Schweizer Resultate:

Nacra 15 Mixed: 3. (12 Boote) Marie Mazuay / Clément Guignard (SNV/SNNy)

29er Female: 4. (25 Boote) Malena Rüegge / Liv Wicki (SVKr)

29er Male: 10. (30 Boote) Stach Vleeshouwers / Pierre Jully (CNP/RCO)

420 Male/Mixed: 15. (24 Boote) Nino Livio Lofterod / Samuel Berther (DRCS)

ILCA 6 Female: 10. (45 Teilnehmerinnen) Viktoria Jedlinska (SNG)

ILCA 6 Male: 11. (48 Teilnehmer) Boris Hirsch (SNG)

Formula Kite Male: 5. (19 Teilnehmer) Gian-Andrea Stragiotti (SKA)

iQ Foil Youth Male: 14. (32 Teilnehmer) Robin Zeley (DRCS)


Teammeeting und neue Kadereinteilung

Das Swiss Sailing Team befindet sich schon bald auf der Zielgeraden mit der Vorbereitung für die Olympischen Spiele Paris 2024. Letzte Woche fand in Lausanne im Nationalen Leistungszentrum NLZ der UNIL/EPFL das traditionelle SST-Teammeeting statt. Es war eine gute Gelegenheit, alle Schweizer Elite-Seglerinnen und -Segler sowie deren Coaches zu versammeln – diejenigen, die sich auf Paris vorbereiten genauso wie die nächste Generation, die auf 2028 fokussiert – um sich auszutauschen, sich zu informieren und sich gegenseitig zu inspirieren.

Neben individuellen Standortgesprächen standen Präsentationen der einzelnen Olympiaprojekte, Wetter, Wind und Regeln sowie allgemeine Informationen im Hinblick auf Paris 2024 auf dem Programm. Auch Mentaltrainerin Maayke Van der Pluijm war während des ganzen Meetings mit dabei und arbeitete mit den Seglerinnen und Seglern. Das Motto des Meetings lautete «Olympic Spirit» – Ziel war es, den Fokus auf die Spiele in Paris, respektive die Segelregatten in Marseille zu legen.

 

 

Als Höhepunkt besuchte das Swiss Sailing Team das Olympische Museum in Lausanne – wo Überraschungsgast Santiago Lange (ARG) den Schweizer Seglerinnen und Seglern mit einer eindrücklichen Präsentation den Olympic Spirit vorlebte. Der siebenfache Olympia-Teilnehmer kennt den olympischen Segelsport wie kaum ein anderer und hat sowohl Höhen als auch Tiefen erlebt. Seine Botschaften an das Team:

• Auf Misserfolgen aufbauen – Verlieren hilft dir, dich zu verbessern.

• Jedes Problem oder Hindernis wird dich besser machen.

• Regatten werden an Land gewonnen– Vorbereitung und Training erfordern höchste Aufmerksamkeit.

• Verlasse ständig deine Komfortzone, wenn du wirklich besser werden willst.

• Vertraue in den Prozess – habe ein hohes Mass an Vertrauen in Team, Trainer, Plan und Methodik.

• Stell sicher, dass du am Ende eines Wettkampfs bzw. einer Kampagne leer bist – dann brauchst du nichts zu bereuen.

• Und last but not least: Bleib bescheiden – es ist ein Privileg, was du machen darfst.

 

 

Für die Seglerinnen und Segler war der Kontakt mit Santi Lange beeindruckend und inspirierend. Der Weltsegler des Jahres 2016 – nach überstandener Lungenkrebserkrankung holte er zusammen mit Cecilia Carranza Saroli in Rio Gold auf dem Nacra 17 – vermittelte eindrücklich, wieviel «passion and dedication» im Segelsport auf höchstem Niveau notwendig ist. Und dass der richtige Mindset unabdingbar ist, um Erfolg zu haben.

Zum Abschluss des Teammeetings wurde die neue Kadereinteilung 2024 bekannt gegeben. Hervorzuheben sind diesbezüglich Maud Jayet (SNG, ILCA 6) und Sebastien Schneiter / Arno de Planta (SNG/CVV, 49er), die von Swiss Olympic bereits definitiv für Paris 2024 selektioniert wurden und entsprechend das aktuelle Olympiakader bilden. Neu auf Kaderstufe SST sind Elena Lengwiler (SKA, Formula Kite) im B-Kader sowie Martin Verhulst (CNP/GYC, ILCA 7) und Gian-Andrea Stragiotti (SKA/ZYC, Formula Kite) im C-Kader.

Kader Swiss Sailing Team


Youth Team und Talent Pool 2024

Grosser Tag für über 50 Nachwuchsseglerinnen und Nachwuchssegler: Der Selektionsausschuss des Swiss Sailing Teams hat das SST Youth Team und den SST Talent Pool 2024 bekanntgegeben. Die jungen, motivierten Athletinnen und Athleten sollen gezielt gefördert und näher an die Elite gebracht werden. Während beim Talent Pool die Auswahl noch relativ gross ist, sind beim Youth Team schon konkrete Resultate gefragt und es können erste Erfahrungen «bei den Grossen» gesammelt werden.

Riccardo Giuliano, Chef Nachwuchs des Swiss Sailing Teams: «Im Talent Pool hat es schon einige vielversprechende Seglerinnen und Segler. Im Youth Team liegt bei den U19-Klassen (420, 29er) der Fokus auf den Youth Sailing World Championships 2024, die im Juli auf dem Gardasee stattfinden werden.» Bei den Olympischen Klassen kommt dem Youth Team eine wichtige Rolle zu in der Vorbereitung auf den möglichst nahtlosen Übergang in die Elite (C- und B-Kader).

Auffällig ist die starke Generation an Katamaran-Seglern, die in der Schweiz derzeit auf den Regattabahnen zu finden ist. Nicht weniger als drei Nacra-17-Teams wurden für das Youth Team selektioniert, und zwei Nacra-15-Teams für den Talent Pool. Ebenfalls stark ist das Skiff-Feld: Vier 49er und zwei 29er sind im Youth Team, vier 29er im Talent Pool. Für Riccardo Giuliano ist klar, dass viele Clubs und Klassen hervorragende Juniorenarbeit leisten: «Nur dank diesem Engagement können die jungen Seglerinnen und Segler überhaupt einen nächsten Schritt machen.»

Insgesamt wurden 26 Athletinnen und Athleten für das Youth Team selektioniert und 25 für den Talent Pool.

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SST Youth Team 2024

Ikke Huber (2007) TYC – 29er helm
Liam Noel Berger (2007) TYC– 29er crew

Malena Rüegge (2009) SVKr– 29er helm
Liv Wicky (2009) SVKr – 29er crew

Samuel Berther (2006) DRCS – 420 helm
Nino-Livio Lofterod (2006) DRCS – 420 crew

Theo Elbel (2006) SVT– 49er FX helm
Itay Geller (2006) ZYC – 49er FX crew

Simone Mille (2008) CVE/CNM – 49er FX helm
Alexis Pariat (2004) CVE/CNM – 49er FX crew

Stach Vleeshouwers (2005) CNP/RCO – 49er FX helm
Mathieu Mille (2004) CVE/CNM – 49er FX crew

Pablo Rüegge (2007) SCKr – 49er helm
Linus Abicht (2006) SCKr– 49er crew

Andrea Aschieri (2003) SNNy – Nacra 17 helm
Anja Camusso (2002) YCAS – Nacra 17 crew

Axel Grandjean (2004) CCVT / CCVI – Nacra 17 helm
Noémie Fehlmann (2004) CNM – Nacra 17 crew

Marie Mazuay (2005) SNV – Nacra 17 helm
Clément Guignard (2005) SNNy – Nacra 17 crew

Boris Hirsch (2005) SNG – ILCA 6

Viktoria Jedlinska (2005) SNG – ILCA 6

Noam Kobel (2006) FBN – iQFoil

Robin Zeley (2007) DRCS – iQFoil

Céderic Baker (2006) CVLL – Formula Kite

Karl Maeder (2008) SKA – Formula Kite

.
SST Talent Pool Team 2024

Janut Angehrn (2006) SCS – 420 helm
Julie Herzig (2006) SVT – 420 crew

Damian Berther (2008) DRCS – 420 helm
Tino Durrer (2008) DRCS – 420 crew

Yonatan Geller (2007) ZYC – 29er helm
Arno Bründler (2006) ZYC – 29er crew

Lorin Khun (2007) SVKr – 29er helm
Andrin Keller (2007) WSCM – 29er crew

Theo Kowalewsky (2007) ZYC – 29er helm
Noah Stempfer (2008) ZYC – 29er crew

Thierry Stucki (2008) SVT – 29er helm
Jacob Bründler (2009) SVK – 29er crew

Morgan Mazuay (2007) CNV – Nacra 15 helm
Alexis Lagger (2007) CVVT – Nacra 15 crew

Charlotte Siret (2007) CNM – Nacra 15 helm
Titouan Orpel (2006) CNNy – Nacra 15 crew

Geo Cavazzuti (2007) CVLL – ILCA6

Matthew Chassot (2006) BT – ILCA6

Lars Dittel (2007) CVN – ILCA6

Antonio Donelli (2008) CVLL - ILCA6

Ennio Turrin (2006) DRCS – ILCA6

Finley Evans (2007) DRCS – IQFoil

Devin Hausser (2007) DRCS – IQFoil

Chloé Huguenin (2006) CNI – IQFoil

Loïc Huguenin (2007) CNI – IQFoil


Schweizer Delegation an den Youth Worlds 2023

Die Youth Sailing World Championships 2023 finden vom 8. bis 16. Dezember in Búzios (BRA) statt. Die Schweiz wird in Brasilien in nicht weniger als acht von elf Klassen vertreten sein – mit der grössten Delegation, die je an den Youth Worlds unsere Farben vertrat. Der Selektionsausschuss von Swiss Sailing Team hat die folgenden Seglerinnen und Segler aufgeboten:

420 Male/Mixed: Nino Livio Lofterod / Samuel Berther
29er Male: Stach Vleeshouwers/Pierre Jully
29er Female: Malena Rüegge / Liv Wicki
Nacra 15 Mixed: Marie Mazuay / Clement Guignard
iQ Foil Youth Male: Robin Zeley
Formula Kite Male: Gian-Andrea Stragiotti
ILCA 6 Male: Boris Hirsch
ILCA 6 Female: Viktoria Jedlinska

Riccardo Giuliano, der SST-Juniorenverantwortlicher, ist sehr zufrieden mit der Auswahl: «Die selektionierten Seglerinnen und Segler gehören zu den Besten in der Schweiz. Sie werden von einem kompetenten Pool an Trainern unterstützt, um im richtigen Moment möglichst ihre beste Leistung abrufen zu können. Die Zeit bis zur Abreise nach Brasilien wird jetzt noch genutzt, um den Athletinnen und Athleten den letzten Schub zu geben. Hopp Schwiiz!»
Das beliebte Urlaubsziel Búzios liegt 137 km östlich von Rio de Janeiro und verfügt über 23 Strände in einer ruhigen, natürlichen Bucht. Dank der vorherrschenden Passatwinde aus Nordost bis Ost sind ideale Segelbedingungen mit 10 bis 18 Knoten zu erwarten.
Die Youth Sailing World Championships 2024 werden auf dem Gardasee in Italien stattfinden.

Link


Talent Scout Camp 2023

Vom 5. bis 8. Oktober fand im Nationalen Leistungszentrum in Lausanne das Talent Scout Camp für die besten Nachwuchsathletinnen und -athleten statt. Insgesamt 40 Seglerinnen und Segler aus den ILCA6, 420, 29er und Nacra15 waren dieses Jahr mit dabei.

Trotz Leichtwindbedingungen konnten sich die involvierten Nationaltrainer ein gutes Bild über die jungen Schweizer Segeltalente machen. Neben den Aktivitäten auf dem Wasser standen zudem Themen wie die physische und die mentale Vorbereitung, die Ernährung sowie – mit Experten von Swiss Sport Integrity – der Umgang mit verbotenen Substanzen im Sport auf dem Programm.

Riccardo Giuliano, SST Youth Responsable, zog nach den vier intensiven Tagen eine sehr positive Bilanz: «Ich bin sehr dankbar für die Arbeit, die meine Trainerkollegen bei der Organisation des Camps geleistet haben. Dank der guten Vorbereitung konnte das Camp als Bestätigung für das technische Niveau der Athletinnen und Athleten genutzt werden.» Ein besonderes Dankeschön geht an alle Mitarbeitenden des Nationalen Leistungszentrums für die Bereitstellung der Strukturen und Dienstleistungen.


Erste definitive Selektionen für Paris 2024

Grosse Ehre für das Swiss Sailing Team: Maud Jayet auf dem ILCA 6 sowie Sébastien Schneiter und Arno de Planta auf dem 49er sind die ersten Athletinnen und Athleten überhaupt, die von Swiss Olympic definitiv für die Olympischen Spiele Paris 2024 selektioniert wurden.

«Die WM-Silbermedaillen und nun die frühzeitige Olympia-Selektion sind ein sehr schöner Erfolg für den Schweizer Segelsport», sagt Ralph Stöckli, Chef de Mission von Swiss Olympic. Die ersten Selektionen einer Olympia-Kampagne vorzunehmen, sei zudem immer ein spezieller Moment für die Delegationsleitung. «Für uns rücken die Olympischen Spiele damit spürbar näher.»

Mit ihren Silbermedaillen bei den Worlds in Den Haag haben sowohl Maud Jayet als auch Schneiter/de Planta nicht nur in ihrer Klasse einen Quotenplatz für die Schweiz ersegelt, sondern auch die persönlichen Kriterien für eine vorzeitige Selektion erfüllt. Sie können nun ihre Planung ganz auf die Olympischen Regatten in Marseille fokussieren.

Die vollständige Mitteilung von Swiss Olympic…

Credit: Sailing Energy / World Sailing.
Credit: Sailing Energy / World Sailing.

Silbermedaille für Maud Jayet!

Maud Jayet gewinnt bei den Weltmeisterschaften der Olympischen Klassen in Den Haag die Silbermedaille in der ILCA-6-Klasse. Nach einem schwierigen Start in die Regatta steigerte sie sich und liess sich auch von einer Strafe im abschliessenden Medalrace nicht aus dem Konzept bringen. Schliesslich belegte sie hinter der Ungarin Maria Erdi und vor der dänischen Olympiasiegerin und zweifachen Weltmeisterin Anne-Marie Rindom den zweiten Platz. Sie verteidigte damit den Vizeweltmeistertitel von 2022 und bestätigte zugleich, dass sie auch bei den Olympischen Spielen 2024 zu den Medaillenanwärterinnen gehören wird. «Die Führung im Medalrace nicht verteidigt zu haben, ist eine gewisse Enttäuschung. Aber ich weiss – mit etwas Distanz werde ich über diese Silbermedaille sehr glücklich sein.» Auch ihr Coach Mikael Lundh freute sich: «Ich bin sehr stolz auf das Resultat. Es war ein hartes Stück Arbeit. Die Silbermedaille ist toll, auch wenn sie im ersten Moment eine kleine Enttäuschung für Maud darstellt.» Und auf die Zukunft angesprochen: «Wir werden weiter hart arbeiten – unser Fokus stimmt.»

Credit: Sailing Energy / World Sailing. 20 August 2023.

Für die Schweiz gehen damit zwei äusserst erfolgreiche Wochen in Den Haag zu Ende. Zwei Silbermedaillen und vier Olympia-Quotenplätze sind das vielversprechende Ergebnis dieser Worlds. «Ich bin stolz auf unsere Seglerinnen und Segler und auch auf das ganze Team. Alle Coaches und alle im Staff haben zu den guten Resultaten beigetragen», bilanziert Teamchef Christian Scherrer. «Wir haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es gibt noch viel zu tun, doch wir sind alle motiviert und freuen uns jetzt schon auf Paris 2024.»


Olympia-Quotenplatz und hervorragende Medaillenchancen

Maud Jayet bewies bei den Weltmeisterschaften der Olympischen Klassen in Den Haag eindrücklich, dass sie zu den besten ILCA-6-Seglerinnen der Welt gehört. Nach einem schwierigen Auftakt steigerte sie sich und dominierte das Feld. Vor dem abschliessenden Medalrace morgen Sonntag liegt sie souverän an der Spitze des Zwischenklassements. Den ILCA-6-Quotenplatz für die Schweiz hat sie damit bereits definitiv gesichert. «Nach dem komplizierten Auftakt bin ich jetzt sehr zufrieden mit meiner Leistung», strahlte die 27-jährige Waadtländerin nach den beiden Läufen von heute. «Als Erstplatzierte ins Medalrace zu starten ist ein tolles Gefühl. Es wird ganz sicher nochmals sehr eng und es ist gut, im Hinblick auf Paris 2024 solche Situationen erleben zu können.» Maud Jayet führt mit 4 Punkten Vorsprung auf die dänische Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin Anne-Marie Rindom und die Ungarin Maria Erdi.
Der Start zum Medalrace ist morgen Sonntag um 15.00 vorgesehen und kann auf dem Internet live verfolgt werden.

WorldSailingTV


Credit: Sailing Energy / World Sailing.

Eine WM-Silbermedaille und ein weiterer Olympia-Quotenplatz für die Schweiz

Das lange Warten auf Grund des fehlenden Windes an den Weltmeisterschaften der Olympischen Klassen in Den Haag wurde aus Schweizer Sicht heute doppelt belohnt: Die beiden 49er-Segler Sébastien Schneiter und Arno de Planta krönten ihre tolle Leistung mit der Silbermedaille. Und Elia Colombo sicherte der Schweiz in der iQ-Foil-Klasse einen Quotenplatz für Paris 2024.


Credit: Sailing Energy / World Sailing. 18 August 2023

«Es war eine tolle Woche, wir konnten uns in der Rangliste kontinuierlich nach vorne arbeiten», resümierte Sébastien Schneiter nach der Zieldurchfahrt. «Als Höhepunkt jetzt die Silbermedaille geholt zu haben, ist phantastisch.» Die knappe Ausgangslage vor dem Medalrace war für die beiden Genfer eine zusätzliche Motivation. Entsprechend freute sich auch Arno de Planta über den Coup: «Wir wussten, dass wir mindestens ein Boot zwischen die Spanier und uns bringen mussten. Es war eng, aber wir haben es geschafft!» Mit der Silbermedaille und der Qualifikation für die Olympischen Spiele in der Tasche wollen sich die beiden Genfer nun auf kommende Grosstaten vorbereiten. «Wir hoffen, dass die Niederländer bei den nächsten grossen Regatten nicht mehr so unbedränt an der Spitze segeln werden», schmunzelte Sébastien Schneiter.

Für Elia Colombo war der heutige Tag eine nervenaufreibende Sache. Nach einem verlorenen Protest und einem UFD fiel er gestern auf den 21. Rang zurück. Immerhin lag er damit als 11. Nation noch auf dem letzten Olympia-Quotenplatz. Direkt hinter ihm lauerten allerdings ein Chinese, ein Arubaner und ein Däne – alle nur durch wenige Punkte getrennt. Für heute wären noch 5 Läufe geplant gewesen – der Druck auf Elia Colombo war also riesig. Der ausbleibende Wind entpuppte sich so für einmal als Glücksfall und bescherte der Schweiz den dritten Olympia-Quotenplatz. «Es war wirklich ein harter Tag heute», erzählte Elia Colombo am Abend. «Nach dem nervenaufreibenden Tag gestern ging es darum, den Fokus zu behalten und bereit zu sein. Das gelang mir recht gut, aber jetzt bin ich doch sehr erleichtert.» Sein Coach Diederik Bakker freute sich natürlich auch: «Wir haben den Quotenplatz bewusst nicht als vorrangiges Ziel definiert. Ich wollte, dass er sich auf die Regatta konzentriert. Jetzt ist es umso schöner, dass wir den Quotenplatz schon bei der ersten Gelegenheit geholt haben.»

Nicht aufs Wasser konnten heute auch die ILCA 6 – am morgigen Reservetag sollen die beiden abschliessenden Läufe vor dem Medalrace gesegelt werden. Maud Jayet liegt auf dem vielversprechenden 3. Zwischenrang.


Zwei Olympia-Quotenplätze für die Schweiz!

Die 49er und die 470 Mixed sichern der Schweiz die ersten beiden Olympia-Quotenplätze für Paris 2024. Bei den Weltmeisterschaften der Olympischen Klassen in Den Haag können sie vor dem abschliessenden Medalrace nicht mehr von einem Quotenplatz verdrängt werden. Die beiden 49er-Segler Sébastien Schneiter (27) und Arno de Planta (24) brachten sich mit einer souveränen Leistung sogar in eine aussichtsreiche Position im Kampf um die Medaillen: Hinter den dominierenden und vorzeitig als Weltmeister feststehenden Niederländern Lambriex/Van De Werken sowie den Spaniern Botín/Trittel liegen die beiden Genfer auf dem hervorragenden dritten Zwischenrang. Ihr Polster auf den vierten Platz beträgt vor dem Medalrace am Freitag zwölf Punkte. «Egal, was jetzt noch kommt, wir sind sehr zufrieden mit unserer Performance hier», sagte Arno de Planta. «Wir segelten die ganze Woche sehr konstant und haben mit der Nationenqualifikation das erste grosse Ziel erreicht.» Und Sébastien Schneiter meinte: «Wir machten in den letzten Monaten grosse Fortschritte und profitierten dabei sicher auch davon, dass mit Richner/Schärer ein zweites Schweizer Team dabei war und uns stets gepusht hat.» Schneiter, der seine dritte Olympia-Kampagne bestreitet, ist offensichtlich mit dem aktuellen Setup sehr zufrieden.
Bei den 470 Mixed segelten Yves Mermod (26) und Maja Siegenthaler (30) nach einem schwierigen Auftakt eine ausserordentlich konstante Regatta und sicherten schliesslich mit dem zwölften Rang einen Quotenplatz für die Regatten in Marseille. «Wir sind sprachlos, es ist ein phantastisches Gefühl», freute sich Yves Mermod im Ziel, nachdem die knappe Entscheidung feststand. Und Maja Siegenthaler, die wie Sébastien Schneiter ihre dritte Olympia-Kampagne segelt, ergänzte: «Dieses Resultat gibt uns ein unheimlich gutes Gefühl und viel Vertrauen für die kommenden Monate und die weitere Olympia-Vorbereitung.» Mit dem Wissen, den Quotenplatz für die Schweiz gesichert zu haben, seien die nächsten Schritte viel einfacher anzugehen.
Ebenfalls auf Quotenplatz-Kurs sind Maud Jayet bei den ILCA 6 und Elia Colomba auf dem iQ-Foil. Die diesbezüglichen Entscheidungen sind am Freitag zu erwarten.

The Hague, The Netherlands is hosting the 2023 Allianz Sailing World Championships from 11th to 20th August 2023. More thanv1200 sailors from 80 nations are racing across ten Olympic sailing disciplines. Paris 2024 Olympic Sailing Competition places will be awarded as well as 10 World Championship medals
Credit: Sander van der Borch / World Sailing. 9 August 2023.


Die ersten Quotenplätze im Visier

Etwas mehr als ein Jahr vor den Olympischen Spielen Paris 2024 finden in Den Haag die Weltmeisterschaften aller zehn Olympischen Klassen statt. Bei diesem Grossanlass von World Sailing werden die ersten Quotenplätze für 2024 vergeben. Das Swiss Sailing Team ist mit einem starken Aufgebot in insgesamt sechs Klassen in den Niederlanden vertreten. «Unser Ziel ist, das gute Setup zu nutzen und möglichst schon drei oder vier Schweizer Quotenplätze zu holen», blickt Christian Scherrer voraus. «Nach dieser WM wird der Druck bei den einzelnen Events immer grösser und entsprechend die gezielte Vorbereitung auf die Spiele schwieriger.»
Nach ihrem tollen Podestplatz beim Testevent in Marseille gehören Sébastien Schneiter und Arno de Planta auf dem 49er zu den heissen Anwärtern auf ein gutes Resultat. «Die Zusammenarbeit mit unserem neuen Coach Ian Barker hat uns einen Schritt vorwärtsgebracht», freute sich Sébastien Schneiter nach dem Erfolg. Und Arno de Planta ergänzte: «Wir wollen uns jetzt nicht unter Druck setzen, doch wir wissen, dass wir jederzeit vorne mithalten können. Das gibt ein gutes Gefühl.» Bei den 49ern werden 10 von 19 Quotenplätzen in Den Haag vergeben (Frankreich ist als gastgebende Nation bereits qualifiziert).
Ebenfalls bereit für eine gute Leistung ist Maud Jayet auf dem ILCA 6. Die 27-jährige Westschweizerin wurde letztes Jahr Vize-Weltmeisterin und gehört zu den Besten der Welt. Für sie dürfte das Erreichen eines Quotenplatzes in Den Haag kein Problem sein. Insgesamt werden 16 Startplätze vergeben (bei insgesamt 43 an den Olympischen Spielen).
Nur gerade 8 Quotenplätze sind dagegen bei den 470 Mixed verfügbar (von 19 Plätzen insgesamt). Nachdem sie in Marseille beim Testevent das Medal Race knapp verpasst haben, wollen sich Yves Mermod/Maja Siegenthaler nicht aufs Resultat fokussieren. «Wir müssen in erster Linie auf uns schauen», sagt Vorschoterin Maja Siegenthaler. «Wir fokussieren auf das, was wir selber beeinflussen können. Im Feld ist eine gewisse Nervosität und Hektik zu spüren, wir wollen uns davon nicht beeinflussen lassen.»

Elia Colombo (iQFoil Men, 11 von 23 Quotenplätze) hat in den letzten Regatten seine gute Form bestätigen können und möchte ebenfalls vorne mitsegeln. Eine Qualifikation fürs Finale der besten 10 – wie er es beim Testevent in Marseille schaffte – würde auf jeden Fall für einen Quotenplatz reichen.
Die Sailing World Championships in Den Haag beginnen morgen Freitag, 11. August mit den ersten Wettfahrten der Klassen 49er, 470 Mixed und Nacra. Insgesamt sind 10 Regattatage vorgesehen, mit den Medalraces der ILCA-Klasse zum Abschluss am Sonntag, 20. August. Auf 7 Race Courses vor dem Hafen von Scheveningen segeln über 1200 Athletinnen und Athleten aus 85 Nationen um die Titel und die Quotenplätze. Registriert sind zudem 350 Coachboote und für einen reibungslosen Ablauf sorgen über 600 Volunteers.

Die Schweizer Delegation in Den Haag

SST Elite:
Maud Jayet, Anja von Allmen (ILCA 6)
Gauthier Verhulst (ILCA 7)
Sébastien Schneiter/Arno de Planta, Joshua Richner/Nilo Schärer (49er)
Yves Mermod/Maja Siegenthaler, Linda Fahrni/Cyril Schüpbach (470 Mixed)
Matteo Benz, Elia Colombo, Sebastian Schärer (iQFoil Men)
Bruce Kessler (Formula Kite Men)

SST Youth Team:
Andrea Aschieri/Anja Camusso, Axel Grandjean/Noémi Fehlmann (Nacra 17)
Karl Mäder, Gian Andrea Stragiotti (Formula Kite Men)

Weitere SUI-Athletinnen und Athleten:
Rosine Baudet (ILCA 6, SST C-Kader, privat trainierend)
Matteo Paulon (ILCA 7)
Manon Berger, Elena Sandera (iQFoil Women)
Elena Lengwiler (Formula Kite Women)

https://thehague2023.sailing.org


Zwei herausragende Resultate, grosse Hitze, viele Learnings

Etwas mehr als ein Jahr vor den Olympischen Spielen Paris 2024 fand in Marseille der Test Event als Hauptprobe für die Olympischen Regatten statt. Das Swiss Sailing Team war in sieben von zehn Klassen mit dabei und konnte sowohl auf dem Wasser als auch an Land wertvolle Erfahrungen sammeln.
Das beste Resultat erreichten Sébastien Schneiter und Arno de Planta auf dem 49er. Bei der ersten Regatta mit ihrem neuen, erfahrenen Coach Ian Barker (GBR, mehrere Olympia-Teilnahmen als Segler und Coach) segelten sie sogleich aufs Podest. Mit einer guten und aggressiven Taktik im abschliessenden Medal Race konnten sie noch einen Rang gut machen und sicherten sich die Bronzemedaille. Schneiter/de Planta zeigten, dass sie von Anfang an bereit waren und dass sie jederzeit mit den Besten mithalten können. «Der Testevent war ein wichtiges Ziel für uns und wir fühlten uns hier in Marseille wiederum sehr wohl. Es ist grossartig, dass wir jetzt den ersten offiziellen Podestplatz geschafft haben», freute sich Sébastien Schneiter. Und Arno de Planta ergänzte: «Die Zusammenarbeit mit unserem neuen Coach Ian Barker hat uns einen Schritt vorwärtsgebracht. Wir können als Team von ihm und seiner Erfahrung profitieren. Jetzt gilt unser Fokus den Worlds und dem Quotenplatz für 2024.»
Ebenfalls ein Topergebnis erzielte Maud Jayet auf dem ILCA 6. Die 27-jährige Westschweizerin war lange Zeit sogar auf Podestkurs, nach einem schwierigen Medal Race reichte es für den etwas undankbaren 4. Platz. «Klar bin ich jetzt ein wenig enttäuscht», fasste Jayet nach dem letzten Tag ihre Gemütslage zusammen. «Ich hatte allerdings die ganze Woche kein besonders gutes Gefühl – dass ich trotzdem einen 4. Platz schaffte, ist eigentlich ein sehr gutes Zeichen. Ich hoffe, dass ich mich jetzt gut erholen kann und dann bei den Worlds bereit bin.»
Die weiteren Schweizer Seglerinnen und Segler konnten resultatmässig keine Ausrufezeichen mehr setzen, verabschiedeten sich jedoch durchwegs mit vielen Learnings aus Marseille. Gauthier Verhulst (ILCA 7, 28. von 42 Teilnehmern) zeigte eine solide Leistung und bewegte sich in verschiedenen Läufen nahe bei den Topten. Yves Mermod/Maja Siegenthaler (470 Mixed, 11./17) segelten während der ganzen Regatta auf Medal-Race-Kurs und fielen erst nach den letzten drei Läufen auf den unglücklichen 11. Platz zurück. Elia Colombo (iQFoil Men, 10./24) schaffte mit einer konstanten Serie den Einzug in die Finals. Nach dem Motto «alles oder nichts» riskierte er dann im Viertelfinal zu viel und nahm sich mit einer Blackflag selber aus dem Rennen. Die beiden Formula Kiter Bruce Kessler (18./20) und Elena Lengwiler (17./20) erlebten in der noch jungen Olympia-Klasse ein Auf und Ab. Elena Lengwiler wurde im 2. Lauf richtiggehend «abgeschossen» und reagierte darauf mit einem Laufsieg im 3. Lauf! Bereits im 6. Lauf musste sie dann allerdings auf Grund einer Verletzung den Wettkampf aufgeben!
«Die Regatta waren sowohl auf dem Wasser wie auch an Land sehr anspruchsvoll und darum umso wertvoller für das ganze Team», sagte Christian Scherrer, Teamchef von Swiss Sailing Team nach acht anstrengenden Regattatagen. «Die Infrastruktur im neuen Olympia-Hafen ist gut, jedoch sind vor allem die Umgebungsarbeiten noch nicht abgeschlossen. Es fehlte überall an Schattenplätzen und die aktuelle Wasserknappheit in Südfrankreich war bei der herrschenden Hitze natürlich auch ein zusätzliches Problem.» Insgesamt hat sich die SST-Organisation bewährt, so dass nun am Finetuning für die Olympischen Spiele in einem Jahr gearbeitet werden kann.
Als nächstes grosses Highlight warten die Weltmeisterschaften der Olympischen Klassen in Den Haag (10. bis 20. August). Dort werden die ersten Nationenplätze für die Olympischen Spiele 2024 vergeben. «Unser Ziel muss ganz sicher sein, möglichst schon drei oder vier Schweizer Quotenplätze zu holen», blickt Christian Scherrer voraus. «Je später ein Quotenplatz noch erobert werden muss, desto grösser wird der Druck und desto schwieriger dann die gezielte Vorbereitung auf die Spiele.»

Alle Resultate des Test Events

Pictures: Vincent-Curutchet/World-Sailing


Bereit für den Test Event Paris 2024

Etwas mehr als ein Jahr vor den Olympischen Spielen Paris 2024 gilt es in Marseille ernst: Der Test Event ist aus organisatorischer Sicht die Hauptprobe für die Olympischen Regatten in einem Jahr. Die Infrastruktur an Land und auf dem Wasser muss sich ein erstes Mal bewähren, während es für die Seglerinnen und Segler aus aller Welt darum geht, unter Wettkampfbedingungen weitere Erfahrungen im Olympiarevier zu sammeln. Seit dieser Woche steht unser SST-Container im Olympiahafen und dient dem Swiss Sailing Team als Basis an Land. Unser «Mann für alle Fälle» Marco Brunner setzt alles daran, dass sich die Seglerinnen und Segler wohl fühlen und sich auf die Regatten fokussieren können.

Gestern Freitag, 7. Juli war das ganze Swiss Sailing Team von Andreas Maager, Generalkonsulat der Schweiz in Marseille, zu einem Cocktailempfang eingeladen. Am Sonntag, 9. Juli sind die ersten Regatten geplant. Aus Schweizer Sicht werden zuerst Maud Jayet (ILCA 6) und Gauthier Verhulst (ILCA 7), Yves Mermod/Maja Siegenthaler (470 Mixed) sowie Bruce Kessler und Elena Lengwiler (beide Formula Kite) im Einsatz stehen. Am Dienstag, 11. Juli greifen dann auch Sébastien Schneiter/Arno de Planta (49er) und Elia Colombo (iQFoil Men) ins Geschehen ein.

Empfang beim Generalkonsulat der Schweiz in Marseille

Vor dem Test Event wurde das gemeinsam mit Swiss Olympic ausgearbeitete Selektionsreglement für Paris 2024 den Athletinnen und Athleten publiziert. Es ist auf der Webseite des Swiss Sailing Teams unter Downloads zu finden. Die ersten Nationen-Quotenplätze für Paris 2024 werden an den Weltmeisterschaften von World Sailing in Den Haag (10. bis 20. August) vergeben. Nach dem Quotenplatz braucht es noch die Erfüllung der persönlichen Qualifikation für die einzelnen Seglerinnen und Segler respektive Teams. «Wir haben gemeinsam mit Swiss Olympic ein ausgeglichenes Selektionsreglement ausgearbeitet. Es geht nicht darum, unseren Athletinnen und Athleten Steine in den Weg zu legen, sondern im Gegenteil, eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen», sagt Christian Scherrer, CEO des Swiss Sailing Teams.

Test Event Paris 2024


Selektionen Test Event und Worlds 2023

Der Swiss Sailing Team-Selektionsausschuss, bestehend aus Tom Rüegge, Pierre-Yves Jorand, Eric Monnin und Richard Stauffacher hat die Schweizer Delegation für den Paris 2024 Test Event in Marseille (7. bis 16. Juli 2023) und für die Sailing World Championships in Den Haag (10. bis 20. August 2023) bestimmt.

Beim Test Event geht es in erster Linie darum, ein Jahr vor den Olympischen Spielen unter Wettkampfbedingungen weitere Erfahrungen im Olympiarevier zu sammeln. Weil die Erholungs- und Vorbereitungszeit für die Worlds relativ kurz sind und weil pro Nation pro Klasse nur ein Startplatz zur Verfügung steht – genau wie in einem Jahr bei den Olympischen Spielen – ist die SST-Delegation in Marseille relativ klein.

An den Sailing World Championships werden als Höhepunkt des Jahres die ersten Quotenplätze für die Olympischen Spiele vergeben! Je nach Klasse sind es zwischen 40 und 50 Prozent aller Startplätze für Paris 2024. Weitere Quotenplätze gibt es später noch an der EM oder der WM der entsprechenden Klasse sowie im April 2024 an der so genannten «Last Chance Regatta» in Hyères. «Unser Ziel muss ganz sicher sein, schon in Den Haag drei oder vier Schweizer Quotenplätze zu holen», sagt Swiss Sailing Team-CEO Christian Scherrer.

 

Test Event Marseille
(7. bis 16. Juli 2023)

Maud Jayet (ILCA 6)
Gauthier Verhulst (ILCA 7)
Sébastien Schneiter/Arno de Planta (49er)
Yves Mermod/Maja Siegenthaler (470 Mixed)
Elia Colombo (iQFoil Men)
Bruce Kessler (Formula Kite Men)
Elena Lengwiler (Formula Kite Women, nicht im SST Kader)

 

Sailing World Championships, The Hague
(10. bis 20. August 2023)

SST Elite Delegation:
Maud Jayet, Anja von Allmen (ILCA 6)
Gauthier Verhulst (ILCA 7)
Sébastien Schneiter/Arno de Planta, Joshua Richner/Nilo Schärer (49er)
Yves Mermod/Maja Siegenthaler, Linda Fahrni/Cyril Schüpbach (470 Mixed)
Matteo Benz, Elia Colombo, Sebastian Schärer (iQFoil Men)
Bruce Kessler (Formula Kite Men)

SST Youth Team:
Andrea Aschieri/Anja Camusso, Axel Grandjean/Noémi Fehlmann (Nacra 17)
Karl Mäder, Gian Andrea Stragiotti (Formula Kite Men)

Weitere SUI-Athletinnen und SUI-Athleten:
Rosine Baudet (ILCA 6, SST C-Kader, privat trainierend)
Matteo Paulon (ILCA 7)
Manon Berger, Elena Sandera (iQFoil Women)
Margot Folgado, Elena Lengwiler (Formula Kite Women)


Newsletter Mai 2023

Hintergründe und Informationen Mai 2023


Teammeeting in Palma

Vor der Trofeo Princesa Sofía 2023, der ersten grossen, internationalen Regatta des Jahres, traf sich das Swiss Sailing Team zu einem Teammeeting in Palma (ESP). Treffpunkt war der Club Nautico El Arenal und auf dem Programm standen Teambuilding, gegenseitiges Kennenlernen, Meteo, Regelkenntnisse sowie verschiedene wichtige Informationen zur laufenden Saison. Mit den neuen SST-Musto-Kleidern von Bekleidungspartner Peter Frisch GmbH waren zudem verschiedene Photoshootings an Land und auf dem Wasser organisiert – das Resultat ist in Form von neuen Porträts auch auf der Webseite zu sehen.

Zum ersten Mal mit dabei waren Jo Clarke und Lori Schüpbach vom SST Media Team sowie der erfahrene International Judge und Umpire Miguel Allen als neuer Rules Advisor der SST. Unter dem Namen «Fast and Furious Game» wartete eine ganz besondere Aufgabe auf die Seglerinnen und Segler. «Wir wollten das Team aus der Komfortzone locken», erklärte Mentalcoach Maayke Van der Pluijm. «Beim Spitzensport ganz allgemein und beim Segeln im Speziellen geht es immer wieder darum, die Komfortzone zu verlassen. Wir wollten das in einem ganz anderen Kontext erlebbar machen.» In Zweierteams galt es, ganz unterschiedliche und unerwartete Aufgaben zu lösen. Zum Beispiel: Mit so vielen Leuten wie möglich auf einem Selfie posieren. Und: Ein Bild von beiden, zusammen mit einer britischen, einer französischen und einer deutschen Person fotografieren. Oder: Für beide ein kostenloses Getränk an einer Bar organisieren – ohne zu bezahlen, aber auch ohne zu stehlen…

SST-CEO Christian Scherrer war nach dem Meeting erfreut über den Spirit und den Fokus im Team. «Es war das erste Treffen nach unserem SST-Meeting in Lausanne im letzten November. Darum war es besonders wichtig, dass wir uns zum Saison-Auftakt als Team nochmals Zeit nehmen und wichtige Themen besprechen konnten. Der Austausch war sehr konstruktiv und die Kommunikation gut. So wachsen wir als Team zusammen.»


Gemischte Bilanz nach den ersten Regatten der Saison

© Sailing Energy / Semaine Olympique Française

Weder bei der Trofeo Princesa Sofía noch bei der Semaine Olympique Française in Hyères (FRA) lief für das Swiss Sailing Team alles nach Wunsch. Beide Regatten waren sehr gut besetzt – langsam aber sicher ist spürbar, dass die entscheidende Phase der Vorbereitung für die Olympischen Spiele 2024 läuft. Aus Schweizer Sicht konnte einzig ILCA-6-Seglerin Maud Jayet in beiden Regatten jeweils mit einem Top-Ten-Resultat überzeugen. «Ich hatte einige Ups und Downs. Die Qualifikation lief hervorragend, in den Goldfleet-Races war es dann schwieriger. Aber ich schaffte es sowohl in Palma als auch hier ins Medalrace, was grundsätzlich immer gut ist. Jetzt werden wir in Marseille bei hoffentlich unterschiedlichen Bedingungen trainieren und uns auf die Worlds vorbereiten», fasste die Westschweizerin ihre Eindrücke nach dem Medalrace von Hyères zusammen. Für Anja von Allmen, die zusammen mit Maud Jayet in der ILCA-6-Squad trainiert, geht es aktuell vor allem darum, Erfahrungen auf höchstem Niveau zu sammeln.

Unter den Erwartungen blieben die beiden 470-Mixed-Teams Yves Mermod und Maja Siegenthaler sowie Linda Fahrni und Cyril Schüpbach. Beide zeigten immer wieder sehr gute Ansätze und bewiesen in einzelnen Läufen, dass sie ganz vorne mithalten können. Bei Mermod/Siegenthaler lag in Palma das Medalrace bis vor dem letzten Tag in Reichweite. Was noch fehlt, ist die Konstanz. Dieser Eindruck bestätigte sich später auch bei der EM in Sanremo. Trotz einzelner guter Resultate verpassten beide Teams eine Spitzenklassierung deutlich. Yves Mermod und Maja Siegenthaler belegten schliesslich den 17. Schlussrang (11. Nation), Linda Fahrni und Cyril Schüpbach mussten sich gar mit dem 32. Schlussrang begnügen.

Eine aufsteigende Leistungskurve zeigte das 49er-Team Sébastien Schneiter und Arno de Planta. Während in Palma die Abstimmung noch nicht klappte und das ambitionierte Team sogar die Qualifikation für die Goldfleet verpasste, gelang in Hyères eine deutliche Steigerung. Mit einem Laufsieg zum Auftakt der Goldfleet-Serie konnten die beiden Westschweizer ihr Potenzial definitiv aufzeigen. Bei einer gut besetzten Coach-Regatta in Marseille, die im Rahmen eines Trainingsblocks im Olympiarevier Mitte Mai stattfand, segelten Schneiter/de Planta als Gesamtdritte sogar aufs Podest. «Es klappt immer besser und wir sind auf einem guten Weg – feeling more and more at home», berichtete Arno de Planta nach dem Erfolg.

Für Ausrufezeichen sorgten auch noch andere. «Ich bin sehr zufrieden mit Hyères», resümierte Bruce Kessler nach der Semaine Olympique Française. «Ich hatte vorgängig schon eine ideale Trainingswoche und fühlte mich darum gut vorbereitet. Der Auftakt mit einem 5. Laufrang gab mir weiteres Selbstvertrauen. Die Erfahrungen mit der erstmaligen Qualifikation für die Goldfleet sind für mich im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert.» Der 24. Schlussrang (bei 92 Teilnehmern) bedeutet gleichzeitig das beste Resultat der noch jungen Kite-Karriere des 23-jährigen Bündners. Für ein weiteres erfreuliches Resultat aus Schweizer Sicht sorgte das Nacra-17-SST-Nachwuchsteam Andrea Aschieri / Anja Camusso. Mit der Qualifikation für die Goldfleet und dem 15. Schlussrang bewegten sie sich mitten in der Weltspitze. Solche Leistungen machen natürlich Lust auf mehr…

Als Standortbestimmung nutzten die SST-Athleten Elia Colombo, Matteo Benz sowie Sebastian Schärer (iQFoil) die Trofeo Princesa Sofía. In dieser neuen Olympia-Klasse ist das Niveau noch nicht sehr konstant und die Leistungen sind schwierig einzuordnen. Alle drei qualifizierten sich sowohl in Palma als auch Anfang Mai bei der EM in Patras (GRE) für die Goldfleet und zeigten gute Leistungen. Elia Colombo klassierte sich bei der gut besetzten EM auf dem 21. Rang – als 11. Nation hätte er damit bei der WM in Den Haag im August einen Olympia-Quotenplatz für die Schweiz erobert.


Im Fokus: SST-Youth-Teams auf dem Nacra 17

© Roberto Marci

Bei den Olympischen Spielen von Rio 2016 feierte der Nacra 17 als Mixed-Klasse seine Premiere. Und das Team Matías Bühler / Nathalie Brugger sicherte der Schweiz ein Olympisches Diplom. Nach diesem Exploit war es allerdings wieder ruhig – für 2020 (respektive 2021) gab es keine Schweizer Olympiakampagne. Nun kommt jedoch frischer Wind in die Nacra-Szene. Anfang Jahr wurden Axel Grandjean und Noémie Fehlmann als Junior Sailor of the Year ausgezeichnet – mit gutem Grund: Das Duo gewann im November 2021 sensationell den WM-Titel auf dem Nacra 15 – bei 72 Teams aus 12 Nationen. Die Bestätigung folgte knapp ein halbes Jahr später: Gold auch bei der EM in Carnac (FRA) und Sieg bei den World Sailing Youth Championships in Den Haag (NED). Inzwischen ist das SST-Nachwuchsteam auf den Nacra 17 umgestiegen und träumt von den Olympischen Spielen 2028.

Auch das Nachwuchsteam Aschieri/Camusso steht in der Nacra-17-Klasse noch ganz am Anfang des langen, intensiven Weges zur möglichen Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028. Andrea Aschieri und Anja Camusso stiegen im letzten Herbst vom kleineren Nacra 15 auf die olympische Klasse Nacra 17 um. Schon bei ihrer dritten Regatta bei den «Grossen», der Semaine Olympique Française in Hyères, zeigten sie mit der Qualifikation für die Goldfleet und dem 15. Schlussrang eine tolle Leistung.

Matías Bühler lobt die beiden Nachwuchsteams, weiss aber auch, dass es noch ein langer Weg ist: «Es braucht viele Puzzleteile, die passen müssen, um eine erfolgreiche Olympia-Kampagne zu bestreiten. Einer der wichtigsten Punkte ist dabei das Mindset: Der Fokus muss unbedingt auf dem Segeln liegen. Das bringt auch eine Menge Verzicht mit sich, was beispielsweise das Sozialleben mit Familie und Freunden betrifft. Man muss sich wohlfühlen in der Work-Life-Dysbalance», sagt der Profisegler, der aktuell bei Alinghi Red Bull Racing mit dabei ist. Er habe schon viele junge Talente gesehen, die aufgegeben hätten, weil der Weg für sie zu beschwerlich gewesen sei. «Es ist wichtig zu geniessen, was man macht. Auch wenn das nicht immer einfach ist.»

Laut Matías Bühler braucht es neben dem Willen zum Verzicht auch Team-Zusammenhalt, Talent und (finanzielle) Ressourcen für eine gelungene Olympia-Kampagne. Einen wichtigen Support haben die beiden Nachwuchsteams allerdings bereits: das Swiss Sailing Team. «Es ist ein grosses Glück, als Seglerin beziehungsweise Segler professionelle Unterstützung des Verbandes zu erhalten. Hier in der Schweiz ist dies gegeben und die Nachwuchsteams werden nicht alleine gelassen», so Bühler. Das sei nicht selbstverständlich. Und aus seinem langjährigen Know-how ergänzt Bühler: «Auch wenn es manchmal schwierig ist, der Fokus muss auf dem Segeln sein. Im Winter zum Beispiel, wenn es kalt ist, du morgens aufs Meer musst und dabei Wind und Wetter ausgesetzt bist. Danach wartet das Krafttraining und schliesslich folgen noch Gespräche mit potenziellen Sponsoren. In einer Olympia-Kampagne bist du 24/7 Athlet oder Athletin. Das sollte man nie vergessen.»

Über die Konkurrenz-Situation der beiden Teams macht sich Andrea Aschieri noch keine Gedanken: «Wir trainieren zusammen, machen uns gegenseitig besser. Im Moment liegt unser Fokus nicht auf der internen Konkurrenz. Wir wollen uns einfach immer weiterentwickeln – beide Teams. Mit der Konkurrenz-Situation beschäftigen wir uns dann, wenn es soweit ist.»


Zwei Höhepunkte der Saison 2023

© Sailing Energy

Zwei Regatten stehen im kommenden Sommer ganz besonders im Fokus: Der Testevent in Marseille (7. bis 16. Juli) und die Weltmeisterschaften der olympischen Klassen vom 10. bis 20. August in Scheveningen (Den Haag, NED). Beim Testevent geht es in erster Linie darum, ein Jahr vor den Olympischen Spielen unter Wettkampfbedingungen weitere Erfahrungen im Olympiarevier zu sammeln. Das Swiss Sailing Team unterhält seit mehr als einem Jahr eine fixe Trainingsbasis in Marseille und sammelt gemeinsam mit anderen Nationen eine Vielzahl an Wetterdaten. «Wir konnten mittlerweile zwei oder drei konkrete Wettermodelle als typisch für die Region herausarbeiten und gezielt analysieren», berichtet Marco Versari, Data und Technology Manager des SST. Die Delegation für den Testevent wird Ende Mai definitiv bestimmt.

An den Weltmeisterschaften von World Sailing in Den Haag werden als Höhepunkt des Jahres die ersten Quotenplätze für die Olympischen Spiele vergeben! Je nach Klasse sind es zwischen 40 und 50 Prozent aller Startplätze für Paris 2024. Konkret heisst das beispielsweise für die 470-Mixed-Klasse, dass 8 von 18 Startplätzen bei den WM vergeben werden. Weitere Quotenplätze gibt es später noch an der EM oder der WM der entsprechenden Klasse sowie im April 2024 an der so genannten «Last Chance Regatta» in Hyères. «Unser Ziel muss ganz sicher sein, schon in Den Haag drei oder vier Schweizer Quotenplätze zu holen», sagt SST-CEO Christian Scherrer. «Je später ein Quotenplatz noch erobert werden muss, desto grösser wird der Druck und desto schwieriger dann die gezielte Vorbereitung auf die Spiele.» Nach dem Quotenplatz braucht es noch die Erfüllung der persönlichen Qualifikation für die einzelnen Seglerinnen und Segler, respektive Teams. «Wir haben gemeinsam mit Swiss Olympic in einem guten Prozess ein ausgeglichenes Selektionsreglement ausgearbeitet. Es geht nicht darum, unseren Athletinnen und Athleten Steine in den Weg zu legen, sondern im Gegenteil, eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen.» Je nach Resultaten werden dann die einzelnen Seglerinnen und Segler oder Teams möglichst zeitnah für Paris 2024 selektioniert, so dass genügend Zeit für eine gute Vorbereitung auf die Regatten in Marseille bleibt. Im Sommer 2024 soll dann das grosse Ziel, nach 1968 (Silber für Louis Noverraz, Marcel Stern und Bernhard Dunand auf dem 5.5) endlich wieder eine Schweizer Segelmedaille bejubeln zu können, im Fokus stehen.


Behind the scenes: Anne-Sophie Thilo

Anne-Sophie Thilo ist neu im Verwaltungsrat der Swiss Sailing Team AG. Sie übernimmt die Position von Alberto Casco als Vertreterin des Zentralvorstands von Swiss Sailing und dem Fachbereich Leistungssport. Alberto Casco bleibt weiterhin im VR, zusammen mit Enrico de Maria und dem Präsidenten Alex Schneiter.
Anne-Sophie Thilo wurde zusammen mit Emmanuelle Rol Junioren-Weltmeisterin auf dem 420 und Vize-Europameisterin auf dem 470. Gemeinsam segelten die beiden Westschweizerinnen zudem 2008 bei den Olympischen Spielen in Qingdao. Thilo ist studierte Kommunikationswissenschafterin und ist Mitglied des Club Nautique de Pully. Wir haben mit ihr gesprochen.

Anne-Sophie, warum dein Engagement für Swiss Sailing und für das Swiss Sailing Team?
Meine Karriere als Seglerin hat viel zu meiner persönlichen Entwicklung und zu meinem beruflichen Werdegang beigetragen. Ich bin überzeugt, dass der Sport ein wunderbares Instrument für das körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden aller Menschen ist. Ich habe im Laufe meiner Karriere viel gelernt und hatte auch das Glück, von vielen Seglerinnen und Seglern, die älter und erfahrener waren als ich, zu lernen. Heute ist es mir ein grosses Anliegen, meinem Sport sowie der nächsten Generation etwas zurückzugeben, und mich so für die Entwicklung unseres wunderbaren Sports einzusetzen. Und natürlich freut es mich besonders, als ehemalige Spitzenseglerin, durch das Swiss Sailing Team ein Bindeglied zwischen dem Dachverband Swiss Sailing und der Elite zu sein.

Was kannst und willst du beitragen?
Ich hatte das Glück, jahrelang auf hohem Niveau segeln zu dürfen und auch eine Teilnahme an den Olympischen Spielen zu erleben. Ich ging den «klassischen Weg» einer jungen Seglerin, die sich im bestehenden System mit all seinen Vor- und Nachteilen bewegte. Darüber hinaus habe ich in den letzten Jahren Erfahrungen gesammelt, indem ich in verschiedenen Komitees oder Stiftungsräten sass. Ausserdem bin ich seit fünf Jahren im Vorstand meines Clubs aktiv. Ich hoffe, dass ich so eine doppelte Perspektive einbringen kann: einerseits die Perspektive der ehemaligen Athletin mit all den Dingen, die verbessert werden können, und andererseits die Perspektive der Managerin und Unternehmerin, um Projekte voranzutreiben und gleichzeitig eine gute Führung zu gewährleisten.

Was machst du derzeit in ihrem Berufsleben?
Nachdem ich zuerst für Stéphane Lambiel und das IOC gearbeitet hatte, konnte ich mein eigenes Unternehmen gründen, das im Bereich der Kommunikation im Sport tätig ist – sowohl auf regionaler als auch auf internationaler Ebene. Ich arbeite in der Kommunikationsstrategie, Medienarbeit, Karriereberatung sowie als Pressesprecherin und im Sponsoring. Hauptsächlich mit und für Athletinnen und Athleten.

Was bedeutet der Segelsport heute für dich...?
Was unseren Sport so schön macht, ist, dass er umfassend und komplex ist. Leider ist das auch ein bisschen die Kehrseite der Medaille: schwer zu verstehen, kompliziert von aussen zu betrachten, wenig medienwirksam… Aber mit den technologischen Entwicklungen gibt es immer wieder neue Möglichkeiten. Es liegt an uns, diese zu nutzen…


Mistral bis Leichtwind in Hyères

Bei der Semaine Olympique Française in Hyères (FRA) erlebte das Swiss Sailing Team eine komplizierte Woche. Mit ihrem 6. Platz schaffte einmal mehr die ILCA-6-Seglerin Maud Jayet das beste Resultat aus Schweizer Sicht.

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Anspruchsvoller Saisonauftakt für die Seglerinnen und Segler des SST

Bei der Trofeo Princesa Sofía, der ersten grossen, internationalen Regatta des Jahres, lief für das Swiss Sailing Team nicht alles nach Wunsch. Mit einem 9. Schlussrang setzte einmal mehr die ILCA-6-Seglerin Maud Jayet ein Ausrufezeichen aus Schweizer Sicht.

Nach zwei idealen Trainingswochen vor der Regatta machte der Wind ausgerechnet am Auftakttag nicht mehr mit. Die meisten Klassen mussten ohne gültige Wettfahrt wieder zurück an Land. Erst nach zwei, drei Tagen etablierte sich wieder die bekannte und beliebte Seabreeze vor Palma de Mallorca (ESP).Read more


Selektionsreglement für die Youth Worlds 2023

Das Selektionsreglement für die Youth Sailing World Championships in Brasilien (8. bis 16. Dezember 2023) ist online. Ziel des Swiss Sailing Teams ist es, mit einer möglichst starken Delegation und mit Medaillenchancen nach Südamerika zu reisen.

Die Youth Sailing World Championships sind offen für Seglerinnen und Segler unter 19 Jahren (Jahrgang 2005 oder jünger) in den folgenden Klassen: iQFoil (mit 8,0m-Rigg), ILCA6, 29er, 420, Nacra 15 und Formula Kite.

Das neue Selektionsreglement zeigt die Selektionsmethode und die Anforderungen mit definierten Selektionsregatten, um sich für die Youth Worlds zu qualifizieren. Die Ergebnisse der Selektionsregatten werden dann mit Hilfe einer speziellen Formel zu einem Selektions-Ranking verarbeitet.

«Wir freuen uns jetzt schon auf eine spannende Selektion und natürlich auf tolle Wettkämpfe mit hervorragenden Leistungen unserer Athletinnen und Athleten», sagt Riccardo Giuliano, Headcoach Youth des SST.

Die Einschreibung zur Selektion muss bis spätestens am 30. April 2023 erfolgen.

 

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Grosse Ehre für das Swiss Sailing Team bei den SUI Sailing Awards 2023

Alle zwei Jahre werden an den SUI Sailing Awards herausragende Leistungen im Segelsport gewürdigt. Bei den Awards 2023 wurden in drei von fünf Kategorien Seglerinnen und Segler des Swiss Sailing Teams ausgezeichnet!

Die SUI Sailing Awards fanden am Samstag, 4. März im Anschluss an den Swiss Sailing Day in den Räumlichkeiten der Bernexpo statt. Maud Jayet als Female Sailor of the Year, Linda Fahrni und Maja Siegenthaler als Sailing Team of the Year sowie Noémie Fehlmann und Axel Grandjean als Junior Sailor of the Year wurden dabei für ihre tollen Leistungen in den beiden vergangenen Saisons geehrt.

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Anne-Sophie Thilo im VR der SST AG

Anne-Sophie Thilo ist neu im Verwaltungsrat der Swiss Sailing Team AG. Sie übernimmt die Position von Alberto Casco als Vertreterin des Zentralvorstands von Swiss Sailing und dem Fachbereich Leistungssport. Alberto Casco bleibt weiterhin im VR, zusammen mit Enrico de Maria und dem Präsidenten Alex Schneiter.
Anne-Sophie Thilo wurde zusammen mit Emmanuelle Rol Junioren-Weltmeisterin auf dem 420 und Vize-Europameisterin auf dem 470. Gemeinsam segelten die beiden Westschweizerinnen zudem 2008 bei den Olympischen Spielen in Qingdao. Thilo ist studierte Kommunikationswissenschafterin und ist Mitglied des Club Nautique de Pully.


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