Trofeo Princesa Sofia als Gradmesser
Artikel von Swiss Sailing's Website
Vom 24. März bis 1. April findet auf Mallorca die 48. Trofeo Princesa Sofia statt. Die Schweizer Delegation umfasst nicht weniger als 17 Athletinnen und Athleten, die an diesem ersten grossen Test nach der Winterpause in den verschiedenen Klassen um einen Podestplatz mitsegeln wollen. Die Konkurrenz ist gross - und stark: das Tableau ist gespickt mit den Namen von Topseglern aus aller Welt; schliesslich dient der Europacup auf Mallorca als wichtiger Gradmesser, wo die Athleten nach der Winterpause stehen. Tom Reulein, Teamchef des Swiss Sailing Team, erzählt im Interview, was seine Erwartungen an die Schweizer Segler sind.
Tom, die Trofeo Princesa Sofia ist der erste grosse Wettkampf nach der Winterpause. Und der erste im neuen Olympischen Zyklus. Was ist an diesem Europacup speziell?
Tom: Am Europacup auf Mallorca stehen jeweils die besten Segler aus der ganzen Welt am Start. Die Trofeo Princesa Sofia bildet die Kulisse für das erste europäische Zusammentreffen und dient deshalb primär als Gradmesser, wo die eigenen Athleten im Vergleich zu den anderen Nationen nach der Winterpause stehen. Entscheidend ist dabei, wie kompetitiv das Fleet ist, denn nur so können die erzielten Leistungen richtig eingeordnet werden.
Was erwartest du von der Schweizer Delegation konkret?
Abgesehen von Maja und Linda haben alle den Winter durch gut trainiert. Ich bin auf jeden Fall sehr optimistisch und gehe davon aus, dass wir mindestens drei Qualifikationen für das Medal Race erreichen. Auch bei den 49er könnte eine Qualifikation für das Medal Race drinliegen, das hängt aber sicher noch vom Fleet ab. Ebenfalls sehr gespannt bin ich darauf, wie sich Nils Theuninck (siehe Foto unten) bei den Finns schlagen wird.
Welche weiteren Ziele verfolgt das Swiss Sailing Team für diesen Europacup?
Auf Mallorca geht es nebst dem sportlichen Vergleich mit den anderen Athleten auch darum, dass sich das Swiss Sailing Team nach der Winterpause und dem individuellen Training wieder aneinander gewöhnt. Vieles ist neu; schliesslich ist die Trofeo Princesa Sofia der erste Wettkampf der neuen Saison, an welchem unser Team inkl. Coaches das erste Mal zusammen ist. Neben neuen Trainern und neuen Teamkonstellationen sind gewisse Athleten erstmals im Elitebereich mit dabei. Dank unserer Partnerschaft mit der Genfer Klinik „Hôpital de La Tour“ ist zudem zum ersten Mal während der ganzen Zeit auch ein Team- Physio dabei; und auch unser Verbandsarzt, Dr. Per Mahler wird ein paar Tage anwesend sein. Ferner bekommen unsere Segler und Trainer von unserem Olympia Rules Advisor Antonio Otero ein Update über die Änderungen in den neuen Wettfahrtregeln.
Folgende Athletinnen und Athleten des Swiss Sailing Team werden am Europacup vor Palma de Mallorca am Start stehen:
470 men
David Biedermann und Jann Schuepbach (La Neuveville und TYC Thunersee-Yachtclub) / Youth Team SST http://www.furiasailing.ch/
https://www.facebook.com/furia470
Kilian Wagen (CN Pully), der ausnahmsweise nicht mit Teamkollege Grégoire Siegwart segelt, sondern mit Joan Herp Morell ( Real lub Náutico de Barcelona) /B-Kader SST http://www.sailingforadream.com/
https://www.facebook.com/sailingforadream/
470 women
Linda Fahrni und Maja Segenthaler (beide Thunersee-Yachtclub) /Nationalkader SST http://limasailingteam.blogspot.ch/
https://www.facebook.com/LIMASailingTeam/?fref=ts
49er
Sébastien Schneiter und Lucien Cujean (beide SNG) / B-Kader SST
http://teamtiltsailing.ch/fr/
https://www.facebook.com/teamtiltsailing/?ref=bookmarks
Maxime Bachelin und Arno de Planta (beide CVV) / Youth Team SST
Max Haenssler und Fred Haenssler (beide AVP) / Youth Team SST
https://www.facebook.com/Team-Haenssler-269906153446403/?ref=bookmarks
Finn
Nils Theuninck (Gstaad Yacht Club / Club Nautique de Pully) / C-Kader SST
Thomas Gautschi
Laser Standard:
Cyrill Knecht (ZSC)
Laser Radial
Maud Jayet (SNG) / Nationalkader SST
https://maudjayet.com/
Andrea Nordquist (SNG) / B-Kader SST
http://andrea-sailor.com/andrea/en/
https://www.facebook.com/andreasailortraveling/
RS:X men
MATEO : Mateo Sanz Lanz (SCSS) / Nationalkader SST
https://www.facebook.com/mateo.sanzlanz?fref=ts
Artikel : Diana Fäh
Fotos: Sailing Energy
Alvaro Marinho - Interview
Warum eine Olympische Bootsklasse? Was gefällt dir an diesem Job? Alvaro Marinho : Die Olympische Bootsklasse ist das höchste Level, von dem ein Segler träumen kann und man muss viele Jahre sehr hart arbeiten, um sich einen Startplatz beim wichtigsten Segelevent der Welt – den Olympischen Spielen - zu sichern. Genau dieses leidenschaftliche Arbeiten, um erfolgreich zu sein, das fasziniert mich beim Olympischen Segeln.
Wie ist es für das Swiss Sailing Team zu arbeiten? Alvaro Marinho : Es ist für mich eine Ehre und ein Privileg, für ein so gut organisiertes Team zu arbeiten. In den letzten 10 Jahren konnten wir eine starke Verbesserung in den Schweizer Ergebnissen in den Olympischen Klassen, aber auch in den anderen Disziplinen feststellen. Ich sehe eine sehr gute Organisation, harte Arbeit, jede Menge Talent bei den Seglern und tolle Unterstützung aus dem Back Office.
Deine Eindrücke von Linda und Maja bis heute? Alvaro Marinho: Ich habe Linda und Maja kurz vor den Rio Olympics einmal 10 Tage trainiert und sofort gemerkt, dass beide ein Riesentalent und noch Ausbaupotential haben. Natürlich fehlt noch die Erfahrung in dieser Klasse, aber sie haben gezeigt, dass sie sich ihren Startplatz in Rio mehr als verdient hatten. Ich bin mehr als 20 Jahre am Stück 470er gesegelt und denke, ich kann ihnen ein Stück von meiner Erfahrung vermitteln, damit sie ihre (und unsere) Ziele erreichen können.
Ihre grössten Herausforderungen? Alvaro Marinho: Das könnte auch der physische Aspekt sein, den Segeln in den Olympischen Klassen wird je mehr und mehr konditionell. Aber weil ich sie als äusserst professionelle Seglerinnen kennengelernt habe, bin ich mir sicher, dass sie auch daran sehr zielgerichtet arbeiten werden.
Ihre grössten Stärken ? Alvaro Marinho: Dass sie als Team zusammen so stark sind, das ist extrem wichtig! Und dass sie die taktischen Aspekte vor allem im Leicht- und Mittelwindbereich so gut im Griff haben wie fast kein anderer. Eure kurz- und langfristigen Ziele? Alvaro Marinho : Die Ziele werden wir nach den ersten Trainings gemeinsam anschauen du dann festlegen und planen… ;-)
Diego Fructuoso schliesst sich dem Swiss Sailing Team an
Maud Jayet startet mit ihrem neuen Coach Diego Fructuoso in ihre Olympiakampagne Tokyo 2020. Wir haben Diego getroffen und ihm ein paar Fragen gestellt.
Why coaching an Olympic Class ? What do you like in this job ?
Diego Fructuoso : I am a sailor, I started to sail in individual boats so I feel more confortable in Laser or Finn than in other boats. I sailed in big boats too and even offshore sailing but I like a lot the "olympic sailing style of life". I have been in the Spanish Olympic Team for many years but I couldn't go to the Olympics so I am trying to go to Tokyo 2020, this is a dream for me. I have sailed around the world but never at the Olympics. I was near to go to Rio 2016 but like Maud we lost the classification. So we are together try to do the same, go to the Olympics and do a nice result for Switzerland!
How do you feel about joining the Swiss Sailing Team ?
DF : I just started less than a month ago, but I like the style of the federation, how they work. The people who work at the federation have a lot of experience and they know what they want.
 
What are your impressions about Maud so far ?
DF : We started working together at the end of 2016, we went to Barcelona for a training and after we did the Palamos Christmas Race. And we have been in Murcia from 5th to 11th of January, training for the Miami Olympic Regatta. I think that she has a lot of talent, she is really young and she hasn't a "roof", she can improve a lot! We know in which direction we want to work together.
 
With is your main challenge with her ?
DF : Actually now we have to get used to each other, we just started and we have to know how I can help her, what she needs.
What is her biggest strength ?
DF : For sure she is really intuitive and she learns really fast from all my comments.
Your short and long term objectives with her ?
DF : First we have to adapt to each other and understand what we need, how to improve together… And of course, we want to do some nice results this year, and on the long term, go to the Olympics and win a medal!
World Sailing Youth Worlds – gute Ergebnisse für das Schweizer Team
Marco Versari, der Junior National Coach des Swiss Sailing Teams leitete die Delegation des jungen Schweizer Teams an die Jugendweltmeisterschaft nach Aukland in Neuseeland. Unterstützt durch Ezequiel Schargorodsky, betreute er dort insgesamt 6 Athleten, die mit guten Ergebnissen von dieser letzten Regatta des Jahres nach Hause zurückkehrten.
„Die ganze Mannschaft hat hart gearbeitet, um sich optimal auf dieses Event vorzubereiten“ so Marco Versari „Die 420er haben mit mir trainiert, die Radials mit Eze und die Nacra15 mit Laurent Voiron. In Aukland selbst waren alle Seglerinnen und Segler voll auf die Wettfahrten focussiert. Egal ob nach einem guten oder schlechten Lauf, haben sie sich sofort wieder konzentriert.“ „Wir hatten viele verschiedene Windbedingungen, in Richtung und Stärke, das war wirklich nicht einfach zu segeln. Aber unser Team hat alles gegeben, ich bin sehr stolz auf sie! Die Zusammenarbeit mir Eze und mir hat super funktioniert, wir haben uns sogar die Betreuung des Nacra 15 Teams geteilt, da Laurent nicht dabei sein konnte. Alles in allem hatten wir einen fantastischen Teamspirit, das zählt!“
Ergebnisse des Schweizer Teams :
420 : Maxime Bachelin & Arno de Planta
10/25 16 8 19 8 6 6 14 5 (26 BFD) Total nett:82
Nacra 15 : Max Wallenberget Guillaume Rol
7/20 (21 RET) 4 9 21 UFD 1 1 13 20 6 12 1 9 7 Total nett:104
Laser Radial W : Lucie Keller
23/47 35 26 20 20 27 15 4 23 (41) Total nett:170
Laser Radial M : Gregoire Peverelli
19/57 16 17 31 28 2 24 15 (47) 31 Total nett:164
Fotos : https://www.swiss-sailing-team.ch/galerie/youth-worlds-2016/
Ergebnisse : http://www.isafyouthworlds.com/results/2016_auckland_newzealand.php
Mehr Informationen : http://www.isafyouthworlds.com/news/41437.php#.WFvfrHd7TBJ
Fotos © Pedro Martinez & Georgia Schofield
Weltcup Finale Mebourne – zwei Schweizer Boote im Einsatz
Das grosse Weltcup Finale 2016 startet in Kürze in Melbourne (4.-11.12.2016) Aus Schweizer Sicht sind haben sich nur Mateo Sanz Lanz (RS:X) und Kilian Wagen / Romuald Hausser (470M) auf den Weg nach Australien gemacht. Mateo Sanz Lanz hatte sich nach den Olympischen Spielen in Rio neu auf Palma de Mallorca niedergelassen, um sich optimal auf Tokyo 2020 vorbereiten zu können. Dies tut auch Kilian Wagen, der normalerweise mit Gregoire Siegwart segelt, dieses Mal aber Romuald Hausser an der Vorschot hat. Kilian profitiert so von Romuald`s enormer Erfahrung in der 470er Bootsklasse.
„Wir sind nur rund 15 Boote, da ist es schwer, ein konkretes Resultatziel ins Auge zu fassen“. sagte Kilian vor seinem Abflug „Wenn wir unter die besten 7 Boote kommen, wäre das ein Topergebnis, obwohl wir beide ja nicht so viel miteinander trainiert haben. Abgesehen von dem ist das eine perfekte Gelegenheit für mich, mit so einem Topsegler ins Boot steigen zu dürfen. Ich hoffe, dass wir uns schnell einspielen an Bord in den wenigen Tagen des gemeinsamen Trainings vor der Regatta. Auf alle Fälle freue ich mich, dass ich viel von Romuald lernen kann, dieses dann mit Gregoire teile und unser Projekt so nach vorne bringen!“
Auch Mateo Sanz Lanz hat weniger ein konkretes Ergebnis im Blick:“ Ich fahre nach Melbourne um Freude am Wettkampfsurfen zu haben, da es ja das letzte Event in diesem Jahr ist. Ich habe absolut keinen Druck von aussen, aber ich werde natürlich alles geben, um am Ende auf dem Podium stehen zu können!“
Mehr Information finden Sie unter: http://www.sailingworldcupmelbourne.com/
SUI Sailing Awards 2016 - Swiss Sailing Team erfolgreich !
Nathalie Brugger und Matías Bühler (Sailing Team of the Year), Nicolas Rolaz und Max Wallenberg (junior sailor of the year), wurden ham 19. November in Luzern im Rahmen der SUI Sailing Awards 2016 ausgezeichnet. Die Preise wurden von Swiss Sailing in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Skippers Segeln & Ozean verliehen.
Weitere Informationen : http://www.swiss-sailing.ch/fr/actuel/sui-sailing-awards-2016/les-vainqueurs/
Talentscout Camp 2016
Mit 49 Seglerinnen und Segler und 6 Coaches auf dem Wasser war das SST Talentscout Camp 2016 das bisher teilnehmerstärkste Event seit Jahren. An insgesamt drei Selektionstagen kämpften die besten Schweizer Segeltalente um ihren Platz im SST Talent Pool 2017. Bei gemischten und auch etwas kalten Windbedingungen konnten sich die Coaches ein umfangreiches Bild über die Fähigkeiten der eingeladenen Athleten machen. Wie immer wurden neben dem Segeln auch konditionelle Tests wie der Swiss Olympic Oberkörpertest und ein Ausdauertest absolviert, welche dank höchstem persönlichen Einsatz von den meisten Teilnehmern auch bestanden wurde. Ebenfalls bereits Tradition ist der Cool & Clean Workshop, nachdem sich alle Athleten schriftlich zu den 6 Commitments verpflichteten. Marco Versari, der SST Junior National Coach:“ Gratulation an die selektionierten Seglerinnen und Segler, sie werden enorm von den Trainingsmassnahmen im Talent Pool profitieren. Diejenigen, für die es an der diesjährigen sehr harten Selektion nicht gereicht hat, möchte ich ermutigen, weiterzumachen. Ein grosser Dank geht aber auch an die Coaches, die seit Jahren einen hervorragenden Job mit unserem Nachwuchs machen.
Optimist :
Adrian Surroca SNG
Arnaud Grange SNG
Maxim Dneprov SCC
Simeo Vollmer CVVT
Anja Von Allmen RCO
Natascha Rast RCO
Luca Schäfer YCA
Alexandre Grognuz CVVT
Simon Kaiser SCStä
Boris Hirsch SNG
Luis Zimmerli SCC
Janik Müller SCR
Philipp Roth SCC
Ludovico Cornaro CVLL
Benjamin Dufour SNG
Nilo Schärer BT
Laser 4.7
Rosine Baudet SNG
Joshua Richner GYC
Laser Radial
Name Surname Club
Nicolas Rolaz CNM
Gauthier Verhulst CNP
Nicholas Davies CNP
Jacopo Scornaienghi CVLL
Lino Kersting YCL
420
Morgan Lauber CNP
Léo Tetaz CNM
Nick Zeltner RCO
Till Seger RCO
Sophie Mosegaard TYC
Samira Rast TYC
Florian Geissbühler YCB
Livio Erni SCC
Video: Erleben Sie das Abenteuer Rio 2016 des Swiss Sailing Teams mit.
Erlauben Sie sich einen Blick hinter die Kulissen des Schweizer Olympiasegelteams: https://youtu.be/2KspLSZYU48
Hier sehen Sie Interviews von Athleten, Trainern und Mitglieder des Betreuungsteams. Besuchen Sie die Teamunterkunft der Olympiasegler währen den Olympischen Spielen. Leider ist es uns aus rechtlichen Gründen untersagt Videos vom Schweizer Fernsehen und dem OBS zu verwenden.
Bilder: Jürg Kaufmann , Segeln Energie, Sophia Urban
Regie: Sophia Urban / MaxComm Communication
16 Medaillen und mehr als zwanzig Top 10 Ergebnisse – eine starke Bilanz!
SST Teamchef Tom Reulein blickt auf erfolgreiche 4 Jahre zurück.
Von London 2012 nach Rio 2016, wie sieht die Bilanz der vergangenen vier Jahre für Sie aus?
TR: Ich denke, dass das Swiss Sailing Team unter Führung von VR Präsident Alex Schneiter eine hervorragende Entwicklung durchlaufen hat. Angefangen bei dem dank Sponsoren und Mäzenen stark verbesserten Budgets, über die Verpflichtung von World Class Coaches, der gewinnbringenden Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern wie der Schulthess Klinik, Hydros oder Frei Swiss AG bis hin zu den vielen wertvollen Begleitprojekten wie beispielsweise dem Meteo&Tidal-Projekt haben sich die Rahmenbedingungen für Topleistungen stark verbessert. Nicht umsonst haben unsere talentierten Spitzen- und Nachwuchssegler in diesem vierjährigen Olympiazyklus 16 Gold-, Silber und Bronzemedaillen sowie 23 Top Ten Ergebnisse an Europa- und Weltmeisterschaften, im Weltcup und an Olympischen Spielen ersegelt. Das ist eine starke Bilanz, in der lediglich noch die Olympiamedaille fehlt.
Welche konkreten Schlüsse kann man aus dem Abschneiden der Schweizer Mannschaft in Rio ziehen?
Tom Reulein : Erst einmal können wir festhalten, dass die bestehenden Förderstrukturen in der Lage sind, unsere Spitzensegler so zu unterstützen, dass sie an Olympischen Spielen um Medaillen mitsegeln können. Um diese am Ende auch zu gewinnen, muss alles unter höchstem Erwartungsdruck eine Woche lang auf dem Wasser nahezu fehlerfrei ablaufen. Kleinste individuelle Fehler haben bei dieser Leistungsdichte eine grosse punktemässige Auswirkung. Neben dem rein seglerischen Fähigkeitstraining und einer soliden Race Management Ausbildung müssen wir auch in den Bereich Materialentwicklung, Sportmedizin sowie in der sportpsychologischen und physiotherapeutischen Betreuung möglichst über die vier kommenden Jahre noch umfangreicher arbeiten können. Um in Tokio 2020 eine Medaille zu gewinnen, müssen wir drei Teams mit einem entsprechenden Potential dahin entwickeln. Das gibt eine sehr ehrgeizige Zielrichtung für die Aufbauarbeit mit unserer immer noch sehr jungen Mannschaft im kommenden Olympiazyklus vor.
Wo liegen die Chancen für den Schweizer Olympiasegelsport?
TR: Dank der tollen Ergebnissen einerseits, aber auch aufgrund der konzeptionellen Weiterentwicklung und der permanenten Verbesserungen unserer Prozesse andererseits sind wir sehr optimistisch, den Schweizer Olympiasegelsport wieder dahin gebracht zu haben, wo er hingehört: nämlich in die Swiss Olympic Einstufungskategorie 1. Dies ist nach wie vor das wichtigste Ziel, weil dadurch eine nachhaltig verbesserte Finanzierungsbasis gesichert würde. Grundsätzlich sehe ich in den neuesten Trends im Segelsport, seien es die foilenden Katamarane, das Mixed segeln oder Kiteboarden eine grosse Chance für die Schweiz, wieder mehr Seglerinnen und Segler in das Fördersystem zu bringen. Zudem gibt es Signale, dass die Unterstützung für jungen aber extrem talentierte Athleten, welche sich zu einer professionellen Olympiakampagne entscheiden, seitens der Sporthilfe deutlich erhöht werden könnte. Alles in allem wären das äusserst erfolgsversprechende Perspektiven für eine Karriere im Schweizer Nachwuchs- und Elitesegelsport.
Swiss Sailing Team Rio 2016 Olympia Blog
SUI Sailing Awards
Gleich mehrere Seglerinnen und Segler des Swiss Sailing Teams sind an den diesjährigen SUI Sailing Awards nominiert. Die Gewinner werden anlässlich der Swiss Sailing Generalversammlung am 19. November im Verkehrshaus Luzern präsentiert: Stimmen Sie für ihren Favoriten unter folgendem Link
Die Nominierten des Swiss Sailing Teams sind:
- Female sailor: Maud Jayet
- Male sailor: Sébastien Schneiter
- Junior sailor: Nicolas Rolaz, Max Wallenberg, Maxime Bachelin & Arno de Planta
- Sailing team: Matias Bühler & Nathalie Brugger, Yannick Brauchli & Romuald Hausser
SST Nationalteam, B-Kader und C-Kader 2017
Die Eingabefrist für Olympiaprojekte für Tokyo 2020 auf Ebene SST Nationalteam, B-Kader und C-Kader endet am 14.11.2016 um 24:00 Uhr.
Noch vor der Einsendung des Olympiaprojekts muss bis zum 4.10.2016 ein persönliches Projekt Assessment durchlaufen werden. Kontaktieren Sie bitte SST Teamchef Tom Reulein, um einen Termin hierfür zu vereinbaren.
Die vollständige Projektdokumentation soll folgende Information enthalten:
- die wichtigsten Ergebnisse der letzten drei Jahre
- 4-Jahres Planung (incl. Studium, Arbeit, Ausbildung, Armee, etc.)
- 4-Jahres Ergebniszielkonzept (Meilenstein Olympiaqualifikation, SST Teamqualifikation, EM/WM Ergebnisse)
- 4-Jahres Planung (incl. Anzahl Wassertage)
- Individuelles Budget (gesichertes Funding von Club, privat, Kanton, Sponsoren, etc.)
- Leistungsfördernde Umfeld Faktoren (Projektmanager, Logistik, Konditionstrainer, Mentaltrainer, etc..)
- Weitere Erfolgsfaktoren
Bitte sendet eure Olympiaprojektdokumentation in PDF Format an tom.reulein@swiss-sailing-team.ch.
Beachtet, dass die SST Teamnominierungen 2017 im Elitebereich formal noch von der endgültigen Bestätigung der Olympischen Events in Tokyo 2020 durch World Sailing (Februar 2017) und dem IOC (Juni 2017) abhängen.
Für die Beantwortung allfälliger Fragen steht Tom Reulein gerne zur Verfügung.
World Sailing Jugendweltmeisterschaft
Die Beobachtungsperiode des SST Selektionsausschusses für die World Sailing Jugendweltmeisterschaft 2016 ist vorüber.
Insgesamt nahmen 19 Seglerinnen und Segler in fünf Bootsklassen an diesem Selektionsprozess teil. Nach nun vier Monaten Training, Regatten und Internationalen Meisterschaften, hat der SST Selektionsausschuss unter Vorsitz von Tom Rüegge eine Entscheidung getroffen.
Die folgenden Teams und Einzelathleten werden die Schweiz an der Jugendweltmeisterschaft vom 14. bis 20. Dezember in Torbay (New Zealand) vertreten:
• 420 Boys: Maxime Bachelin und Arno de Planta (CVV)
• Radial Female: Lucie Keller (SNG)
• Radial Male: Grégoire Peverelli (SNG)
• Nacra 15: Max Wallenberg und Guillaume Rol (SNG)
"Das ist ein richtig gutes Team!" freut sich Marco Versari, der Team Leader dieser SST Delegation. „Die Erwartungen sind natürlich hoch, weil alle selektionierten Athleten das Potential für eine TOP 10 Platzierung vorweisen. Speziell Maxime und Arno können mit einer Medaille um den Hals von dieser Meisterschaft zurückkommen. Die nächsten drei Monate sind entscheidend für den Erfolg dieser Delegation. So let's keep working hard for it!"
Newsroom - Rio de Janeiro
Im August laden wir Sie herzlich ein, die Aktivitäten der Schweizer Olympiaseglerinnen und -segler auf unserem speziellen Rio-Blog zu verfolgen.
https://www.newsroom.co/demo/swisssailingteam/
Tagesaktuelle Berichte, Photos und Videos finden Sie ebenfalls auf unserer Facebook Seite: https://www.facebook.com/SwissSailingTeam/
Max Wallenberg wird Weltmeister im Optimist
Der junge Genfer Regattasegler Max Wallenberg, 14 Jahre alt, Mitglied im Talentpool des Swiss Sailing Teams und der Société Nautique de Genève, errang heute im Feld der 250 teilnehmenden Booten den Weltmeistertitel in der Optimistenklasse. Ein sensationelles Ergebnis, welches nach dem erstmaligen Titelgewinn durch Nicolas Rolaz im Jahre 2014 die Qualität der Nachwuchsförderstrukturen im Schweizer Segelsport nachhaltig belegt.
Max Wallenberg segelte seit dem ersten Tag der Weltmeisterschaft vorneweg und lag in Führungsposition. Am Mittwoch, dem ersten Finaltag, musste er nach etwas schwächerer Leistung die Gesamtführung an den Norweger Mathias Berthe abgeben. Jedoch bewies Max aussergewöhnliche mentale Stärke und kämpfte sich durch zwei hervorragende Einzelwettfahrtergebnisse (1. und 2. Platz) an die Spitze des Leaderboards zurück. Nach einer längeren Startverschiebung auf dem Wasser, der Wind war zu instabil, wurde die eine noch ausstehende Wettfahrt heute nicht mehr gestartet. Um 16:00 Uhr Ortszeit war klar: Max Wallenberg ist Weltmeister!
Seine seglerische Grundausbildung erhielt Max im SNG Segelteam und dessen Trainer Marcelo Saguier. Zudem hat Max von der Unterstützung durch Antonis Drosopoulos im Talentpool des Swiss Sailing Teams und von Swiss Optimist profitiert. Carmen Casco, die Teamleaderin an diesen Weltmeisterschaften hat ebenfalls massgeblich zu diesem Erfolg beigetragen.
Der Gewinn des Weltmeistertitel ist herausragend, überraschend kommt er allerdings nicht. Max Wallenberg hatten bereits die gesamte Saison die meisten grossen Regatten wie zum Beispiel den Europacup in Workum (NED) gewonnen.
« Dieser Titel ist der Erfolg des gesamten Teams!“ so Alberto Casco, Präsident der Schweizer Optimisten Klassenvereinigung. „Nach dem Sieg von Nicolas Rolaz im Jahre 2014 haben wir allen sehr hart gearbeitet, um diesen Erfolg zu wiederholen und haben das heute erreicht! Max hat extreme Nervenstärke bewiesen und seine Erfahrung auch unter Druck ausspielen können. Ich bin wirklich stolz, Teil dieser Mannschaft zu sein!“
Auch die weiteren Schweizer WM Teilnehmer schlugen sich gut. Joshua Richner belegte Platz 40, Achille-Pablo Casco wurde 45. Boot, Maxime Thommen 92. Arnaud Grande belegte, in der blauen Gruppe segelnd Platz 69.
Max Wallenberg und das gesamte Schweizer Optimisten Team werden am späten Montag Nachmittag am Genfer Flughafen erwartet. In Kürze gibt es dazu weitere Informationen.
Ergebnisse : http://optimistworlds2016.com/files/optimistworldchampionship/results/Overall_final.pdf
Photos: Copyright Matias Capizzano
Maud Jayet mit Platz 7 am Weltcup in Hyeres
Nach ihrem ersten Wettfahrtgewinn am ersten Weltcup in ihrer noch jungen Karriere und weitere TOP 10 Platzierungen schickte sich Maud Jayet an, das beste Teamergebnis in Hyeres abzuliefern. Mit einer absolut überzeugenden Leistung am Schlusstag konnte sich die 21jährige B-Kaderseglerin aus Pully für das Medal Race qualifizieren. Im Weltklassefeld der besten zehn Boote gewann sie das erste Medal Race in diesem Weltklassefleet deutlich. Wegen Überschreitung des Time Limits musste dieses Rennen aber wiederholt werden - sie gewann wiederum. Mit dem 7. Gesamtplatz gelingt ihr eines der besten Weltcupergebnisse der Schweizer Laser Radialklasse.
Die Bilanz für die Schweizer Olympiateams am diesjährigen Segel Weltcup in Hyeres fiel etwas nüchterner aus. Bei gemischten Windbedingungen mit anfangs extremen Windgeschwindigkeiten um 28 Knoten und im weiteren Verlauf der Regatta überwiegenden leichteren aber stark drehenden Winden konnte sich neben Maud Jayet kein weiteres Boot für das Medal Race qualifizieren. Dennoch sind hervorragende Leistungen in mehreren Einzelwettfahrten bei „Rio-Bedingungen“ zu verzeichnen.
So tasten sich Mati Bühler und Nathalie Brugger nach siebenwöchiger Verletzungspause stetig wieder an ihr gewohntes Leistungsniveau heran. „Es braucht noch einiges an Zeit bis wir wieder da sind wo wir im Februar waren, aber das Gefühl an Bord wird immer besser und besser. Immerhin konnten wir eine Wettfahrt gewinnen“ so Mati Bühler, der optimistisch in Richtung der Olympiavorbereitungen auf Rio schaut. Insgesamt beendeten sie die Regatta auf Rang 14.
Mateo Sanz Lanz bewies einmal mehr, dass er bei Leichtwind zu den schnellsten im ganzen Fleet gehört und deswegen auch zum erweiterten Favoritenkreis für die Olympischen Spiele gezählt werden kann. Trotz der verlässlichen einstelligen Platzierungen bei „seinen“ Bedingungen hatte er auch zwei Streichresultate zu viel, um ins Medal Race einzuziehen. Nach einem 3. Platz am Abschlusstag belegte er am Ende den 13. Platz.
Linda Fahrni und Maja Siegenthaler kamen mit Ausnahme eines 6. Platzes kaum in Fahrt und belegten einen enttäuschenden 23. Platz. Ebenfalls Tribut zollen an die intensive Zeit in Palma mit Olympiaqualifikation und Europameisterschaft mussten Yannick Brauchli und Romuald Hausser, die hier in Hyeres nicht über den 19. Platz hinauskamen. Das erst seit knapp zwei Jahren zusammen segelnde 49er Team Sebastian Schneiter und Lucien Cujean tat sich indes schwer gegen die langjährigen Spitzenteams und belegten am Ende Rang 35. David Biedermann und Max Haenssler wurden insgesamt 37. Boot.
Teamchef Tom Reulein: “Rundum zufrieden sind wir natürlich nicht! 2-3 Boote im Medalrace hatten wir uns schon ausgerechnet, aber so kurz vor den Olympischen Spielen ist das Leistungslevel in den Fleets extrem dicht, jeder kleine Fehler wird sofort bestraft. Jetzt gilt der volle Focus auf die weiteren Trainingsblocks in Rio und letzten Materialtests. Eine richtig starke Leistung hat hier allerdings Maud Jayet abgeliefert, die gewonnene Wettfahrt an ihrem ersten Weltcup im Olympiajahr und die Medal Race Qualifikation ist eine klare Ansage. Da kann man einiges für die Zukunft erwarten!“
Die nächste Weltcupregatta findet vom 8. – 14. Juni in Weymouth, dem Austragungsort der Olympischen Segelwettbewerbe 2012 statt.
Foto : Pedro Martinez / Swiss Sailing Team
Sailing World Cup Hyeres – eine windige Regatta steht bevor!
Das Swiss Sailing Team ist bereit für die vorletzte Weltcup Regatta drei Monate vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Nur die besten 40 Teams der gesamten Weltelite pro Bootsklassen ist an dieser so traditionsreichen Regatta startberechtigt.
Die folgenden Schweizer Teams stehen an den Startlinien der fünf Racing Areas in der Bucht vor Hyeres:
- 470M : Yannick Brauchli und Romuald Hausser, David Biedermann und Max Haenssler
- 470W : Linda Fahrni und Maja Siegenthaler
- Nacra 17 : Nathalie Brugger und Matias Bühler
- RS:X : Mateo Sanz Lanz
- Laser Radial : Maud Jayet
- 49er : Sébastien Schneiter und Lucien Cujean
Starker und kalter Wind - der klassische Mistral – ist ein ständiger Begleiter in den letzten Tagen der Vorbereitung. Fast 30 Knoten sind für die ersten Wettfahrten am morgigen Mittwoch vorhergesagt. Trotzdem gehen die Teams hochmotiviert an den Start.
„Hyeres ist immer ein Highlight im Regattakalender, auch im Olympiajahr. Der permanente Vergleich mit den besten Seglerinnen und Seglern der Welt ist wichtig für unsere Leistungsentwicklung. Es tut uns gut, wieder einmal ein paar Starkwindtage zu absolvieren, um in allen Windbereich konkurrenzfähig zu bleiben. Ausserdem haben die Schweizer Teams hier in Hyeres immer starke Leistungen gezeigt!“ so Teamchef Tom Reulein
Verfolgen Sie das Event unter : http://swc.ffvoile.fr
Gute Ergebnisse an der 470er Europameisterschaft
Die beiden bereits für die Olympischen Spiele qualifizierten 470er Boote zeigten eine solide Leistung an der Europameisterschaft in Palma de Mallorca.
Nach der bestandenen Olympiaqualifikation ging es an dieser Regatta um die Requalifikation fürs Nationalteam im kommenden Jahr. Auftrag erfüllt, denn sowohl Brauchli / Hausser als auch Fahrni / Siegenthaler lagen innerhalb der geforderten TOP 12 Limite.
Mit ihrem 6. Platz (europäische Wertung) geht es für Brauchli/Hausser weiterhin bergauf. Nach dem 11. Platz an der Palma Regatta, konnten sich die beiden sogar fürs Medal Race qualifizieren. „Wir haben aus unseren Fehlern an der Palma Regatta gelernt und es hat funktioniert! „ erklärt Romuald Hausser „Wir haben uns im Verlauf der Regatta täglich verbessert und den besten Tag unmittelbar vor dem Medal Race erwischt. Zwei mal auf Platz 4 im Goldfleet zu segeln, das zahlt sich aus. Es macht extrem Freude im Olympiajahr stabil unter den TOP 10 mitzusegeln. Wir wissen jetzt sehr genau, an was wir in Hyeres und später in Rio im Mai noch arbeiten müssen“
„Wir sind zufrieden mit dem 12. Platz, wir hatten insgesamt drei sehr gute Wettfahrten“ erzählt Maja Siegenthaler „Der Frühstart hätte uns beinahe die Qualifikation fürs Goldfleet gekostet, aber so ist das Spiel! Bis auf zwei Races haben wir gut gesegelt und sind happy. Auch wenn wir gerne ein besseres Endergebnis gesegelt hätten, konzentrieren wir uns jetzt auf den Weltcup in Hyeres! Nach diesen zwei wichtigen Regatten am Stück haben wir uns erst einmal eine Erholungspause zuhause verdient.
Die jungen Schweizer Nachwuchshoffnungen Biedermann/Haenssler und Wagen/Siegwart beendeten ihre EM auf Rang 58 bzw. Rang 51.
Ergebnisse: http://2016europeans.470.org/en/default/races/race-resultsall
Die beiden 470er Teams haben sich mit diesem Ergebnis neben Maud Jayet, Nathalie Brugger/Matias Bühler und Mateo Sanz Lanz bereits fix für das Nationalteam in 2017 qualifiziert.
Der Olympiablog ist online
Die IOC Richtlinien für die Kommunikation rund um die Olympischen Spiele sind strikt und erlauben nur eingeschränkte Visibilität von Nicht-IOC Sponsoren in der Berichterstattung vor Ort. Swiss Sailing Team hat deswegen eine speziellen Olympiablog eingerichtet, in dem alle News über die aktuelle Qualifikation, die Olympiavorbereitungen und die Delegation nach Rio selbst berichtet wird. Die Berner Firma Newsroom hat diesen Newsblog entwickelt, der die verschiedenen Inhalte wie Bilder, Videos, TV-Sendungen sowie die aktuellen News aus den sozialen Netzwerken auf einer dynamischen Platform zusammenfasst. Gemeinsam mit Swiss Olympic werden auch einige weitere Verbände diesen Newsblog für ihre Olympiaberichterstattung einsetzen und sich so miteinander vernetzen. Swiss Sailing Team hat nun als erstes Team diesen Blog lanciert.
Entdecken Sie diese neue Platform unter: https://www.newsroom.co/demo/swisssailingteam/
Yannick Brauchli und Romuald Hausser qualifizieren sich für die Olympischen Spiele in Rio
Es war die entscheidende Woche für die Schweizer Olympiakandidaten. Nachdem sich am Wochenbeginn bereits das 470er Damenteam mit Linda Fahrni und Maja Siegenthaler für die Olympischen Spiele qualifiziert hatten, lag es nun an Yannick Brauchli und Romuald Hausser nachzuziehen.
Mit Rang 11 an der Tropheo Princesa Sofia Regatta in Palma de Mallorca hat das erfahrene Schweizer 470er Herrenteam hat die geforderte persönliche Bestätigungsleistung erbracht. Yannick Brauchli (SCE/SVT) und Romuald Hausser (CNV) haben damit alle Leistungskriterien erfüllt, um Swiss Olympic zur Selektion vorgeschlagen werden zu können. Somit ist die Schweiz in vier von zehn Disziplinen (Nacra17, RS:X, 470M, 470W) fix für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifiziert.
Nachdem die beiden langjährigen Segelpartner ihre persönliche Qualifikation an der Weltmeisterschaft in Buenos Aires noch knapp verpasst hatten, konnten sie diese in Palma nun endgültig klarmachen. Mit insgesamt fünf TOP 10 Platzierungen landeten Brauchli/Hausser trotz ergebnismässigem Auf und Ab am Ende auf einem sehr guten 11. Rang.
Yannick Brauchli: “Endlich ist es geschafft! Das ist genial! Es war nicht einfach, das noch zu schaffen, vor allem nach diesem schwierigen letzten Jahr. Aber jetzt fügen sich die Puzzleteile zusammen und wir freuen uns auf die Spiele in Rio. Wir haben hier in Palma eine der besten Regatten in unserer Karriere gesegelt und deswegen unsere gesteckten Ziele erreicht.“
Romuald Hausser: “Gleich in der ersten Wettfahrt hatten wir einen Frühstart und konnten uns dann keinen Fehler mehr erlauben. Trotzdem haben wir hier solide Wettfahrten gesegelt! Das ist der Lohn der Zusammenarbeit mit unserem neuen Coach Sebastian Peri Brusa und dem Schweizer Damenteam Fahrni/Siegenthaler. Wir sind jetzt definitiv auf dem aufsteigenden Ast!“
Coach Sebastian Peri Brusa: “Ich bin sehr glücklich und stolz, dass sich Yannick und Romuald qualifiziert haben. Beide haben eine gute Leistung abgeliefert in dieser Woche, aber da ist noch Potential für mehr. Wir haben sehr viel über das Teamwork an Bord gesprochen und das funktioniert jetzt viel besser. Alle arbeiten jetzt in die gleiche Richtung.“
Teamchef Tom Reulein: „Das war ein langes und hartes Stück Arbeit für die Beiden. Jetzt sind alle Beteiligten superhappy, dass es jetzt mit der Olympiaqualifikation geklappt hat und können sich spezifisch auf Rio vorbereiten!“
Nachdem die beiden Mitglieder des Swiss Sailing Teams bereits an den Olympischen Spielen in London 2012 teilgenommen und dort den 16. Platz belegten, ist das Ziel für Rio de Janeiro jetzt klar gesteckt: die Qualifikation fürs Medal Race der besten zehn Boote und eine Endplatzierung in den Top 8.
Matias Bühler verzichtet auf Start an der Trofeo Princesa Sofia
Nach einem glänzenden Saisonauftakt ins Olympiajahr muss Steuermann Matias Bühler nun auf die Teilnahme an der Trofeo Princesa Sofia in Palma de Mallorca (ESP) verzichten. Im Trainingslager in Rio de Janeiro zog er sich eine Fraktur des rechten Daumens zu und musste noch vor Ort operiert werden. Die Rehabilitation findet derzeit unter Führung der Schulthess Klinik Zürich, dem Medical Partner des Swiss Sailing Teams, statt.
Da das Team bereits für Rio qualifiziert ist, stellt diese kurze Verletzungspause keine grosse Beeinträchtigung der Olympiavorbereitungen dar. Zusammen mit ihrem Coach Mitch Booth, bestreitet Nathalie Brugger derweil die Regatta in Palma mit dem brasilianischen Steuermann Joao Siemsen.
Nach zwei bis drei Wochen Genesungszeit kann dann auch Matias wieder ins Boot steigen. Das Team bereitet sich dann in Barcelona auf die Weltcup Regatta in Hyeres (FRA) vor.
Foto : Jesus Renedo / Sailing Energy
Linda Fahrni und Maja Siegenthaler für Olympische Spiele qualifiziert
Das Schweizer 470er Damen Team hat seinen Nationenplatz fix.
Linda Fahrni und Maja Siegenthaler (Thunersee Yacht Club) haben gestern, den 24. März, die offizielle Bestätigung des internationalen Seglerverbandes (World Sailing) erhalten. Nachdem die beiden Mitglieder des SST Nationalteams die direkte Qualifikation mit Rang 11 an der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr knapp verpasst hatten, peilten sie den Gewinn des Nationenplatzes an der am Montag beginnenden Tropheo Princesa Sofia an. Anlässlich dieser Regatta wird neben dem europäischen auch der afrikanische Nationenplatz vergeben. Nachdem kein afrikanisches Boot in der 470 W Klasse gemeldet wurde, haben Fahrni / Siegethaler diesen Nationenplatz per Nachrückverfahren gemäss Qualifikationssystem erhalten.
Schon am Rio Testevent 2015 haben die beiden Seglerinnen des Thunersee Yachtclubs die persönliche Bestätigungsleistung erbracht. Damit sind alle erforderlichen Kriterien erfüllt, um Swiss Olympic zur Selektion für die Olympischen Spiele 2016 vorgeschlagen zu werden.
Neben den bereits qualifizierten Teams im Nacra17 (Matias Bühler / Nathalie Brugger) und RS:X M (Mateo Sanz Lanz) sind Stand heute drei Schweizer Teams fix für Rio 2016 qualifiziert. Weitere Nationenplätze und Bestätigungsleistungen können noch in den Klassen 49er, Laser Standard, Laser Radial und in der 470 M erreicht werden.
Linda Fahrni: „Das ist natürlich genial, dass wir jetzt qualifiziert sind! Das war ein wichtiger Meilenstein, aber das wirkliche Ziel kommt ja noch. Unser Coach Zizi Staniul hat bei dieser Qualifikation eine wichtige Rolle gespielt und uns stark unterstützt. Wir arbeiten ja mit ihm schon bereits seit Beginn dieser Olympiakampagne.
Maja Siegenthaler:“ Ich kann das noch gar nicht glauben! Das ist eine super Neuigkeit. Jetzt können wir weiterarbeiten, damit wir in Rio unsere persönliche Bestleistung abliefern können. Linda und ich segeln ja schon seit acht Jahren zusammen und dass wir jetzt zusammen an die Olympischen Spiele gehen können, freut mich extrem!“
„Linda und Maja haben sich das Olympiaticket durch ihre exzellenten Leistungen in den letzten zwei Jahren absolut verdient! Wir alle freuen uns mit ihnen und gehen hochkonzentriert an die weiteren Olympiavorbereitungen“ so Teamchef Tom Reulein.
Erfolgstrainer Zizi Staniul: « Mich freut das sehr! Linda und Maja sind das beste Beispiel dafür, dass sich geduldiges und systematisches Arbeiten auch an den kleinsten Details wirklich lohnt. Da sind die beiden wirklich Vorbilder!“
Event Webseite : www.trofeoprincesasofia.org/en/default/races/race
Foto : © Jesus Renedo / Sailing Energy
12. Platz an der Europameisterschaft für Maud Jayet !
Die 21jährige Seglerin aus Lausanne (CN Pully) hat dank einer herausragenden Leistung den 12. Platz an der Europameisterschaft in Las Palmas belegt. Sie hat sich damit direkt für das SST Nationalteam in 2017 und zudem einen grossen Schritt in Richtung Olympiaqualifikation in Palma Ende März getan.
Gerade die moderaten Windbedingungen mit 8 – 12 Knoten gegen Ende der Regatta kamen ihr dermassen entgegen, so dass sie das beste Ergebnis in ihrer bisherigen Karriere ersegeln konnte.
Ergebnisliste: http://www.gcsiw.com/wp-content/uploads/bsk-pdf-manager/EUROPEAN_RDW_1089.pdf
ISAF Youth Worlds 2015
Insgesamt 425 Seglerinnen und Segler aus 76 Nationen in neun Bootsklassen nahmen an der diesjährigen ISAF Jugendweltmeisterschaft in Malaysien teil. „Wir waren mit einem jungen Team von sechs Athleten vor Ort, um Erfahrung zu sammeln und für die kommende WM zu lernen, unter dem Strich ist uns das sehr gut gelungen“ sagte Junioren Nationaltrainer Marco Versari, der das Schweizer Auswahlteam betreute. „Das Team war jeden Tag 100% focussiert und motiviert. Die Bedingungen auf den Racing Areas waren mit böigen und drehenden Winden um 25 Knoten und mehr wirklich schwierig. Aber unsere Segler verbesserten sich im Laufe der Woche immer mehr, lernten jeden Dreher mitzunehmen und sich gut im Feld zu positionieren und das auf höchstem internationalem Level. Sie wissen jetzt, dass sie mit der richtigen Einstellung, solidem Selbstbewusstsein, Focus und Erfahrung alle ihre Ziele erreichen können.“
Nach einer Woche Starkwindsegeln belegte die Schweizer Delegation folgende Plätze:
- 420 boys Nicolas Rolaz/Philippe Pittet, Platz 18/33
- 420 girls Aurelia Fischer/Ilona Hersperger, Platz 19/24
- 29er boys Wolf Van Cauwenberghe/Romain Defferrard Platz 15/31
Ergebnisse: http://www.isafyouthworlds.com/results/index.php
Video Highlights: https://youtu.be/7BISCIOQLXo
Bilder: © Daniel Smith / World Sailing
Pressespiegel 2015
Die Presse Revue 2015 ist zusammengestellt! Der Medienimpact des Swiss Sailing Teams dieses Jahr ist aufgrund einer exzellenten Pressevisibilität und Steigerungszahlen in den sozialen Netzwerken sehr beeindruckend. Wir wünschen eine spannende Lektüre!
http://www.maxcomm.ch/multimedia/docs/2015/10/Press_Review_SST_2015.pdf
Mateo Sanz Lanz im Medalrace und ein 4. Platz für die 470er Männer
Am fünften Tag des Testevent herrschten wiederum überwiegend Leichtwindbedingungen innerhalb der Bucht, ausserhalb wehte es mit bis zu 15 Knoten. Einzig die 49er Klasse hatten schon den zweiten Tag in Folge keine Wettfahrten.
Eine exzellente Leistung boten nun endlich auch Yannick Brauchli und Romuald Hausser, welche die einzige Tageswettfahrt an 4. Stelle beendeten. „Nach einer Stunde Abschleppen sind wir dann auch mal auf der Racing Area angekommen, einfach happy, dass wir überhaupt segeln konnten nach der ganzen Warterei.“ erzählt Yannick „Wir hatten einen super Start und sind dann mit einer sehr einfachen Taktik gesegelt. Zudem konnten wir die allzu häufigen Wenden vermeiden und haben damit genau das umgesetzt, was uns unser Coach Tanguy Cariou in den ersten Tagen mit auf den Weg gegeben hat.“ und weiter merkte Yannick an „Es ist erst die Hälfte der Wettfahrten gesegelt und uns bleiben immer noch 5 Rennen, um uns für das Medal Race zu qualifizieren. Wir brechen jetzt nicht in totale Euphorie aus, aber wir haben lange auf ein solches Resultat warten müssen. Jetzt tut das einfach nur gut!“ Mit diesem 4. Platz ist das Team auf Rang 11 vorgerückt. Linda Fahrni und Maja Siegenthaler zeigten mit einem 9. Platz ebenfalls eine gute Leistung und verbleiben auf der 8. Position im Klassement.
Mateo Sanz Lanz (RS:X) qualifizierte sich mit seinem 5. Platz im Gesamtklassement souverän für das morgige Medal Race. « Die Racing Area war heute extrem schwierig, wenig Wind und viel Strömung . » erzählt Coach Asier Fernandez. « Mateo ist sehr nahe dran, seine persönliche Bestätigungsleistung für die olympischen Spiele zu erreichen. Dafür muss er sich in den Top 8 platzieren. Wenn er das schafft, muss er nur noch die Schweiz als Nation an der Weltmeisterschaft qualifizieren.
Matias Bühler und Nathalie Brugger absolvierten 2 Wettfahrten auf der Bahn Escola Naval. „Auf dieser Bahn gab es heute eine sehr starke Strömung. Wir haben einige taktische Fehler gemacht, die uns viel gekostet haben.“ sagte Matias Bühler. Das Team rangiert derzeit auf Platz 11 und kann sich morgen bei den vier letzten Wettfahrten noch für das Medal Race qualifizieren.
Die Laserklassen segelten je ein Rennen auf der Bahn „Copacabana“. Guillaume Girod wurde 27., Maud Jayet hatte etwas Speedprobleme bei 15 Knoten Windgeschwindigkeit, konnte aber trotzdem mit Rang 16 ein ordentliches Ergebnis einfahren und liegt nun auf dem 17. Platz im Klassement.
Fotos und Videos auf der Facebookseite des Swiss Sailing Teams:
https://www.facebook.com/SwissSailingTeam
Ergebnisse unter:
http://www.sailing.org/olympics/rio2016/results/index.php
© Pedro Martinez / Sailing Energy / ISAF
Startverschiebung und Leichtwind am 4. Tag des Rio Testevents
Der Meteobericht hatte es bereits vorhergesagt: der Wind hat sich heute erst einmal eine Auszeit genommen. Seit Samstag segeln rund 330 Athleten aus 52 Nationen an der offiziellen Generalprobe für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr. Während die Nacra17 und die 49er heute einen Ruhetag hatten, konnten die 470er nicht auslaufen. Bis 15:00 Uhr Ortszeit hatte die Wettfahrtleitung gewartet, ob sich doch noch ein Wind auf der Aussenbahn „Niteroi“ aufbauen würde – vergebens.
Demnach waren am heutigen Dienstag nur die Laser Standards und Radials sowie die RS:X Windsurfer am Start. Maud Jayet gelang ein guter 9. Laufrang, der sie auf den 19. Platz im Zwischenklassement klettern lies. « Diesmal habe ich das Windsystem richtig verstanden und konnte meinen taktischen Plan auch umsetzen. » erklärte die erst 19jährige C-Kader Seglerin des Swiss Sailing Team. „Es war ein langer Tag, an dem wir viel an Land warten mussten, um dann glücklicherweise doch noch eine Wettfahrt segeln zu können. Die Bahn „Ponte“ ist meine bevorzugte Racing Area, heute hatten wir so zwischen 7 – 10 Knoten Wind. Ich bin im Moment sehr zufrieden mit den letzten beiden Läufen. Ich einige Top-Seglerinnen hinter mir. Ein bisschen enttäuscht bin ich über meine ersten Wettfahrten, aber irgendwie komme ich erst mit einigen Tage richtig in Schwung.“
Guillaume Girod segelte seine Wettfahrt ebenfalls auf „Ponte“ und kreutze die Ziellienie als 27. Boot. „Ich habe einen guten Start erwischt und eine solide erste Kreuz. Dann hat der Wind gedreht und ich habe viele Plätze verloren. Das Windsystem heute war für mich nicht zu verstehen, deswegen bin ich wirklich enttäuscht von diesem Tag.“
Mateo Sanz Lanz (RS:X) ist weiterhin in Form : mit einem 7. und 8. Platz heute auf der Bahn « Escola Naval » konnte er sich um zwei Ränge verbessern und ist jetzt insgesamt 5. von 28 Windsurfern. Das pure Ergebnis ist für mich jetzt noch nicht so wichtig, weil die Punkteabstände sehr klein sind. » erzählt Mateo « Ich hätte heute noch ein bisschen besser sein können, weil mir diese Windbedingungen richtig liegen. Dazu bin ich kurz vor dem Start zur zweiten Wettfahrt noch ins Wasser gefallen – das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Gott sei Dank habe ich das Feld dann gleich wieder einholen können, weil mein Speed passt.
Ab heute können die Wettfahrten auch live über den 2D Tracker mitverfolgt werden.
Tracking: http://www.sailing.org/olympics/rio2016/multimedia/live_tracking.php
Ergebnisse: http://www.sailing.org/olympics/rio2016/results/index.php
Anspruchvolles Segeln am Testevent in Rio
Sechs Schweizer Teams bestritten ihre Wettfahrten am heutigen dritten Tag des Rio Testevents. Nachdem die RS:X Windsurfer mit Mateo Sanz Lanz bereits alle geplanten Wettfahrten durchgeführt hatten, durfte er seinen Ruhetag geniessen.
Hingegen die 49er hatten mit insgesamt vier Rennen (15, 19, 6, 19) vor dem berühmten Zuckerhut den intensivsten Tag. Sebastien Schneiter und Lucien Cujean rangieren damit auf dem 18. Platz. „Wir beginnen die Wettfahrten immer sehr gut, verlieren aber viel zu schnell und kommen dann nicht mehr nach vorne“ erklärt Steuermann Sebastien Schneiter „Und wir versuchen noch zu stark das Feld zu kontrollieren ohne ausreichend die Windentwicklung zu beobachten. Wir wussten schon, dass dieser Event sehr hart werden würde, schliesslich segeln wir hier gegen die besten zwanzig Boote der Welt. Deswegen ist unser 6. Platz heute wirklich motivierend, weil es zeigt, dass wir doch schon in die Top 10 vorstossen können. Wir haben in diesen zwei Tagen viel gelernt und insgesamt betrachtet bringt uns diese Regatta deutlich nach vorne.“
Aufgrund von Windmangel konnten die Lasersegler nicht wie geplant auf der Racing Area Pai starten. Nur ein Lauf innerhalb der Guanabara Bay wurde am späten Nachmittag gesegelt. Dies kam letztendlich beiden Schweizer Athleten zu Gute. Maud Jayet erreichte mit ihrem 9. Laufrang ihre beste Platzierung bisher und ist damit auf den 21. Rang vorgerückt. „Wir haben drei Stunden auf dem Wasser gewartet bevor wir endlich eine Wettfahrt segeln konnten. Maud war hochkonzentriert und aufmerksam und hat das Windsystem gut gespürt.“ sagte Olivier Terrol. Ebenfalls sein bestes Resultat bisher erreicht Guillaume Girod mit einem 21. Laufrang (37. Platz insgesamt).
Linda Fahrni und Maja Siegenthaler setzten ihre gute Serie fort: mit zwei 8. Plätzen gelang ihnen schon vier Rennen in den Top 10. Nur zwei Punkte trennen sie derzeit von den TOP 5 des hervorragend besetzte Damenfeldes. „Das wichtigste heute war, den Wind und die Strömung gut einzuschätzen.“ sagte Maja „Wir haben das kleinstmögliche Risiko genommen und die Windbedingungen richtig interpretiert.“ Das Duo Brauchli/Hausser verblieb mit einem 15. und 11. Laufrang, ebenfalls persönliche Bestleistung, auf dem 13. Platz im Zwischenklassement.
Matias Bühler und Nathalie Brugger absolvierten drei Wettfahrten auf dem wohl schwierigsten Kurs « Ponte ». „Wir hatten perfekte Bedingungen mit 8-12 Knoten Wind, eigentlich liegt uns das, aber heute konnten wir unser Potential einfach nicht abrufen“ sagte Nathalie Brugger kurz nach Ankunft im Hafen. „Im zweiten Rennen ist dann auch noch Matias ins Wasser gefallen und hat den Pinnenausleger abgebrochen. Kein einfacher Tag heute für uns, aber die nächste zwei Tage werden auch nicht einfacher!“ Im Moment rangiert das Team auf dem 10. Platz.
Aktuelle Resultate unter http://www.sailing.org/olympics/rio2016/results/index.php
Fotos und Videos vom Schweizer Team: https://www.facebook.com/SwissSailingTeam
© Jesus Renedo / Sailing Energy / ISAF
Alle Schweizer Boote im Einsatz
Am zweiten Tag des Rio Testevent 2015 sind heute alle sieben Schweizer Teams aufs Wasser gegangen, nachdem gestern neben den Windsurfern auch die Laser Standards und Radial die Regatta eröffnet haben.
Die beste Leistung zeigten Linda Fahrni und Maja Siegenthaler, die mit einem 7. und 5. Laufrang insgesamt auf Platz 5 der 18 teilnehmenden Boote liegen. „Wir hatten so ziemlich genau die vorhergesagten Windbedingungen um 6 – 12 Knoten und wir sind mit einer ganz einfachen Taktik an die Wettfahrten herangegangen.“ erklärte die Steuerfrau Linda Fahrni. „Ich glaube ich beginne, das Raumschot segeln zu mögen. Wir hatten da ein richtig gutes Gefühl und der Speed war top.“
Die 470er Männer Yannick Brauchli und Romuald Hausser segelten konstant mit zwei 13. Laufrängen sind sie ebenfalls 13. im Zwischenklassement. „Das ist ein solides Ergebnis, aber wir können uns noch weiter verbessern, wenn wir es einfach halten.“ analysiert Yannick. „Wir hatten Leichtwind und es war ein technisch sehr anspruchsvolles Segeln, weil wir viele kleine Wellen hatten. Dazu mussten wir fast eineinhalb Stunden zur Racing Area geschleppt werden. Schade, so weit von der Küste entfernt segeln zu müssen.“
Einen gelungenen Auftakt hatten Nathalie Brugger und Matias Bühler im Nacra 17: Mit zwei guten Läufen (5. und 3.) und einem Streicher (13.) liegen sie als 7. gut im Rennen. „Auf unserer Racing Area vor der Copacabana war der Wind sehr unregelmässig bezüglich Richtung und Stärke.“ erklärt SST Coach Sebbe Godefroid. „Wir haben das Windsystem gut verstanden, aber es ist nicht immer leicht, es vorherzusehen. Wir hatten unseren Meteorologen Chris Tibbs mit an Board, das hat uns sehr geholfen. Nathalie und Mati hatten gute Starts und waren von Anfang an schnell, abgesehen von einigen kleineren Fehler, das ist natürlich schade. Auf alle Fälle wissen wir jetzt, dass unser Boot gut repariert ist und hält, das war noch wichtig.“
Mateo Sanz Lanz surft auch weiterhin gut, obwohl der Wind auf der heutigen Racing Area unter dem berühmten Zuckerhut von Rio absolut unsystematisch war. Mit einem 13., einem 16. und einem abschliessenden 4. Platz verbleibt er auf dem 7. Platz im Zwischenklassement und hat morgen einen hoch verdienten Pausentag.
Das junge 49er Team mit Sebastien Schneiter und Lucien Cujean sind nach zwei Läufen 15. im Klassement. Trotz einem mässigen ersten Lauf, konnten sich beide im zweiten Rennen noch auf einen 10. Platz steigern. Maud Jayet ist nach 4 Wettfahrten insgesamt 24., Guillaume Girod liegt auf dem 38. Platz.
© Jesus Renedo / Sailing Energy / ISAF
Erfolgreicher Auftakt für Mateo Sanz Lanz
Am heutigen Samstag fanden bereits die ersten Wettfahrten des Aquece Rio Testevent 2015, dem Testevent für die Olympischen Spiele 2016, mit Schweizer Beteiligung statt. Währenddessen konnten in den verbleibenden Bootsklassen noch die Vermessungen abgeschlossen werden.
Dem Windsurfer Mateo Sanz Lanz gelang ein Auftakt nach Mass. Mit den Platzierungen 5 – 2 – 7 rangiert er am Ende des Tages auf einem sehr guten 5. Gesamtrang der insgesamt 28 männlicher Windsurfer. Bei Leichtwind um 8-10 Knoten wurden die ersten Wettfahrten auf der Area „Escola Naval“ bei Bedingungen gesurft, die Mateo hervorragend liegen: „Ich bin zufrieden mit dem ersten Tag. Ich wollte wissen, auf welchem Level ich mich hier im Feld bewege und jetzt ist klar, dass ein TOP 8 Resultat am Ende realistisch ist.“ gesteht der 21jährige Auslandsschweizer. „Meine persönliche Qualifikation für die Olympischen Spiele zu erreichen war von Anfang an mein Ziel. Ein bisschen enttäuscht bin ich vom 3. Lauf, in dem ich als Drittplatzierter die beiden Führenden gefolgt bin und dadurch verloren habe. Ich hoffe, dass die Bedingungen in den nächsten Tagen relativ ähnlich bleiben wie heute. Morgen segeln wir auf dem Medal Race Kurs „Pao de Azucar“, das wird dann noch etwas anspruchsvoller.“
Maud Jayet beendete ihre beiden ersten Wettfahrten auf der Area „Ponte“ auf Rang 18 und 19. „Ich bin etwas enttäuscht von diesem Ergebnis, das Feld ist sehr dicht und der kleinste Fehler wird sofort bestraft“ sagte die Seglerin aus Pully. Ich habe einige Punkte mit ärgerlichen Fehlern verloren, obwohl die 8-12 Knoten Wind meine Lieblingsbedingungen sind. Der positive Punkt ist aber, dass ich sehr schnell segeln konnte, aber natürlich bin ich da nicht die Einzige. Einige grosse Namen sind nun hinter mir, doch ich muss schon an allen Tagen sehr gut segeln, damit ich nicht letzte werde.“
Guillaume Girod hatte heute mit den Windbedingungen zu kämpfen. Leichtwind und eine starke Strömung forderten ihren Tribut und es gelang ihm lediglich ein 34. und 32. Laufrang. „Auf unserer Bahn war es heute extrem schwierig zu segeln und vielleicht hatte sich Guillaume nach der ersten enttäuschenden Wettfahrt selbst zu viel Druck gemacht. Aber wir werden jetzt den Kopf nicht hängen lassen und die entsprechenden Veränderungen für morgen vornehmen.“ erklärte sein langjähriger Coach Ezequiel Schardorodsky.
Am Sonntag greifen dann auch die Narcas, 49ers und die 470er ins Wettkampfgeschehen ein. Damit sind dann alle Schweizer Teams gleichzeitig im Einsatz.
Die vollständigen Resultate unter: http://www.sailing.org/olympics/rio2016/results/index.php
Startschuss fürs Rio Testevent 2015
Das Rio Testevent, die offizielle Generalprobe für die Olympischen Spiele 2016, startet am 15. August mit den ersten Wettfahrten. Das Swiss Sailing Team hat nur wenige Schritte vom Veranstaltungsort, der Marina da Gloria Quartier bezogen. Die Teamunterkunft befindet sich in einem traditionell brasilianischem Kolonialhaus oberhalb der Marina mit Ausblick auf die Guanabara Bucht. Nach einem intensiven Training auf den verschiedenen Racing Areas vor Ort haben die meisten Teams bereits erfolgreich die Vermessung ihrer Boote absolvieren können.
Am heutigen Samstag steigen die Laser Standard und die Laser Radial sowie die RSX Windsurfer in den vorolympischen Wettkampf ein. Am Sonntag segeln dann alle Bootsklassen auf insgesamt fünf verschiedenen Racing Areas innerhalb und ausserhalb der Guanabara Bay (siehe unter: http://www.sailing.org/olympics/rio2016/about/race_areas.php).
Verfolgen Sie die Regatta immer aktuell auf der Facebook Seite des Swiss SailingTeams mit vielen Bildern und Videos sowie interessanten News rund um die Delegation.
Interview Statements von allen Athleten vor der Regatta finden Sie auf Youtube unter: https://www.youtube.com/user/SwissSailingTeam
Laufend aktualisierte Ergebnislisten werden täglich auf folgender Webseite publiziert: www.sailing.org/olympics/rio2016/results/index.php
© MaxComm Communication
Medal Race Sieg und solide Ergebnisse in Medemblik
Einmal mehr zeigten Nathalie Brugger und Matias Bühler, dass sie im Medal Race einer hochrangigen Regatta immer zu den absoluten Favoriten gehören. Nach einer trotz schwierigster Windbedingungen soliden Wettfahrtserie mit acht einstelligen Platzierungen, sicherte sich das erfahrene Team mit SST Coach Sebbe Godefroid den Gewinn des abschliessenden Medalrace. In der Endrangliste belegten sie damit einen guten 8. Platz.
« Wir haben uns in genau den Bereichen stark verbessert, die wir uns vorgenommen haben. Auch wenn wir am Beginn der Regatta einige Fehler gemacht haben, sind wir mit der Gesamtentwicklung unseres Projekts sehr zufrieden. Nachdem wir schon die ganze Woche über viel an der Spitze des Feldes gesegelt haben, war der Gewinn des Medal Race noch der krönende Abschluss. Das motiviert uns umso mehr für die weitere Saison! » sagte Nathalie Brugger.
Mit einem nagelneuen Boot gingen Yannick Brauchli und Romuald Hausser in Medemblik an die Startlinie, kamen im Laufe der Wettfahrten immer besser in Fahrt und qualifizierten sich mühelos für das Medal Race. Mit einem starken 4. Platz dort beenden sie die Medemblik Regatta auf dem 7. Gesamtrang. Die im März begonnene Zusammenarbeit mit Coach Kevin Burnham zeigt nun endlich die ersten Früchte.
Yannick Brauchli sagte hierzu: « Die Medemblik Regatta liegt uns einfach und ist viel besser für uns gelaufen als der ganze Saisonstart. Wir waren hier bereits schon oft erfolgreich und auch diesmal haben uns die Windbedingungen gut gepasst. Auch wussten wir von Anfang an, dass Kevin Burnham der Trainer ist den wir brauchen, aber es ein wenig Zeit benötigt, um sich aneinander anzupassen. Jetzt geht es darum, dieses Ergebnis in Weymouth zu bestätigen! »
Für eine handfeste Überraschung sorgten indes 49er Segler Sebastien Schneiter und Lucien Cujean mit zwei Wettfahrtsiegen hintereinander. Sie verwiesen die nachfolgenden Boote teilweise um mehr als eine Minute. Mit ihrem 24. Gesamtrang konnten sie sich beiden direkt für den kommenden Weltcup in Weymouth (GBR) qualifizieren.
Die sonst so erfolgsverwöhnten 470er Damen Linda Fahrni und Maja Siegenthaler konnten den Punkterückstand eines Frühstarts trotz Wettfahrtsieg nicht mehr aufholen und wurden insgesamt Vierzehnte.
Der ISAF Weltcup Zirkus macht vom 8. – 14. Juni Station in Weymouth (GBR), dem Olympiarevier von 2012.
Fahrni / Siegenthaler erfolgreich in Hyeres
Erstmalig wurde die Weltcupregatta in Hyeres im neuen ISAF Format durchgeführt. Nur die besten 30 Boote aus der Weltrangliste und die nachfolgenden Top 10 Teams der Regatta in Palma waren startberechtigt. Die überwiegend schwierigen Leicht- bis Mittelwindbedingungen kamen den Schweizer Teams mehrheitlich entgegen. „Wir erleben hier ein extrem hohes Leistungsniveau in nahezu allen Bootsklassen. Ohne bestmögliche Vorbereitung kann man hier nicht reüssieren und jeder kleine Fehler auf dem Wasser wird sofort bestraft. Aber das ist genau das, was unsere Segler brauchen, um jeden Tag besser zu werden!“ so SST Teamchef Tom Reulein.
Ein auf und ab erlebten Mati Bühler und Nathalie Brugger, die sich insgesamt fünfmal in den Top 10 platzieren konnten. In den restlichen Wettfahrten mussten sie allerdings den extrem drehenden und böigen Windbedingungen Tribut zollen. Nach dem Gewinn der Bronze Medaille in 2013, landeten sie diesmal auf Rang 15.
Mit Platz 11 erreichte RSX Windsurfer Mateo Sanz Lanz sein bestes Weltcupresultat überhaupt. Denkbar knapp verpasste er die Qualifikation für das Medal Race um einen Punkt. Im Leichtwindbereich gehört er jetzt schon zu den fünf schnellsten Windsurfern auf der Welt, seine Plätze verliert er vor allem bei Mittel- und Starkwind.
„Wir arbeiten mit unserem Coach Kevin Burnham an sehr vielen spezifischen Punkten wie Starts, Taktik oder Kommunikation auf dem Wasser. Da sind viele neue Ideen dabei, die wir derzeit im Wettkampf testen müssen. Von aussen sieht das Ergebnis natürlich nicht gut aus, aber wir wissen dass wir auf einem guten Weg sind“ sagte Romuald Hausser nach der Regatta, die er mit seinem Steuermann Yannick Brauchli auf dem 32. Platz beendeten.
Die beste Leistung aus Schweizer Sicht zeigten Linda Fahrni und Maja Siegenthaler. Mit einem Wettfahrtsieg konnten sich die beiden für den Thunersee Yacht Club startenden Damen für das Medal Race qualifizieren. Bei rund 20 Knoten Wind konnten sie gut mit der Weltelite mithalten. Zwischenzeitlich auf Rang 6 gelegen, kostete ihnen ein kleiner technischer Fehler an der Leetonne eine bessere Medal Race Platzierung. Im Endergebnis belegen sie einen hervorragenden 9. Platz. „Wir sind sehr zufrieden, wie das Medal Race gelaufen ist. Wir hatten einen sehr guten Start und konnten vom Speed voll mit den Besten mithalten. Das war auf alle Fälle eine super Erfahrung“ so Maja Siegenthaler unmittelbar nach Rückkehr in den Hafen.
Nach einer kurzen Regenerationsphase geht es weiter mit Training und der Eurosaf Regatta am Gardasee.
© Loris von Siebenthal
SST Delegation für das Rio Testevent 2015 ist selektiert
Das Swiss Sailing Team wird in insgesamt 7 Bootsklassen an den sogenannten „Preolympics“ in Rio de Janeiro (13.- 21.8.2015) vertreten sein.
Neben den Mitgliedern des Nationalteams Matias Bühler/Nathalie Brugger (Nacra17), Yannick Brauchli/Romuald Hausser (470M) und Linda Fahrni /Maja Siegenthaler (470W) wurden sowohl Windsurfer Mateo Sanz Lanz als auch die C-Kader Athleten Maud Jayet (Radial), Guillaume Girod (Standard) und Sébastien Schneiter/Lucien Cujean (49er) selektiert.
Das Hauptziel der Delegation ist zum einen, weitere Erfahrungen mit den Windmustern und Strömungsverhältnissen im komplexen Olympiarevier zu sammeln. Zum anderen stellt das Rio Testevent auch eine offizielle Bestätigungsregatta zur persönlichen Olympiaqualifikation dar, wenn ein TOP 8 Ergebnis erreicht wird.
„Für uns ist dieses Event eine wichtige Generalprobe, die teaminternen Abläufe zu testen und bis zu den Olympischen Spiele in 2016 weiter zu optimieren. Deswegen haben wir auch unseren gesamten Betreuerstab inklusive Teamsupporter, Meteorologe, Physiotherapeutin und die Medienverantwortliche von Maxcomm mit vor Ort. Das Zusammenspiel aller Teammitglieder muss perfekt sein, um unseren Athleten die bestmöglichsten Rahmenbedingungen für Höchstleistung bieten zu können. So eine „High Performance Team“ – Erfahrung ist ja aber auch für unsere Nachwuchssegler im Hinblick auf eine eventuelle Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio 2016 oder spätestens Tokyo 2020 äusserst wertvoll.“ so SST Teamchef Tom Reulein.
Mehr Informationen unter: www.aquecerio.com/sailing2015/en
© Loris von Siebenthal/Swiss Sailing Team
Kevin Burnham schliesst sich dem Swiss Sailing Team an
Der 58jährige Burnham aus Miami (USA) wird neuer SST Coach in der 470er Klasse und betreut das Nationalteam Yannick Brauchli / Romuald Hausser bis einschliesslich den Olympischen Spielen in Rio 2016.
Kevin Burnham gehört zu den besten 470er Seglern der letzten 30 Jahren. Sein Einstieg in diese Bootsklasse erfolgte bereits 1975. Es dauerte lange und opferreiche 17 Jahre, bis er an der Vorschot von Morgan Reeser die Silber Medaille an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona gewinnen konnte. Nach einem für ihn enttäuschenden 6. Platz in Atlanta 1996, verpasst er die nationale Qualifikation für Sydney 2000 an den US Trials nur knapp.
Umso beeindruckender sein Comeback an den Olympischen Spielen in Athen 2004, wo er im Alter von 47 Jahren endlich „seine“ Goldmedaille gewinnen konnte. 2005 wurde er zum „Rolex Yachtsman of the year“ gewählt.
« Ich habe zum ersten Mal mit Yannick und Romuald in Palma de Mallorca gearbeitet », sagt Kevin zu seiner neu übernommenen Aufgabe. « 5 Tage lang haben wir uns mit allen Aspekten des 470ers beschäftigt. Klare Verbesserungen konnten wir bereits auf dem Downwind und in der Segeltechnik erzielen. Mit derartigen Fortschritten in solch kurzer Zeit ist in Zukunft alles möglich! »
Seine langjährige Erfahrung, das enorme 470er Know How, seine Motivation und die beispielhafte Leidenschaft für den olympischen Segelsport, das alles passt perfekt zu den ehrgeizigen Zielstellungen von Brauchli / Romuald Hausser und dem Swiss Sailing Team.
WELCOME ON BOARD, KEVIN!
Fotos : © Loris von Siebenthal und © Daniel Foster
Die von Dona und Ernesto Bertarelli gemeinsam geleitete Fondation Bertarelli erneuert ihre Unterstützung für den Olympischen Segelsport in der Schweiz
Die Fondation Bertarelli, seit 2010 Partnerin von Swiss Sailing Team, erneuert ihre Unterstützung für das Elitesegeln in der Schweiz auch 2015. Die von Swiss Sailing beauftragte Institution Swiss Sailing Team, welche für die Organisation und Förderung des Olympischen Segelsports verantwortlich zeichnet, kommt daher nur gerade einmal ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Rio in den Genuss einer beträchtlichen Finanzierung.
Swiss Sailing Team freut sich, die Erneuerung seiner Partnerschaft mit der Fondation Bertarelli bekannt zu geben. Die vielversprechenden Resultate der Schweizer Segler sowie die professionelle Struktur des Teams haben die Fondation Bertarelli überzeugt, die seit 2010 bestehende Partnerschaft weiterzuführen.
Die Saison vor den Olympischen Spielen hat für das Swiss Sailing Team ausserordentlich gut begonnen. Zwei Teams haben sich in ihren jeweiligen Klassen bereits jetzt für die Spiele qualifiziert. Es sind dies Nathalie Brugger / Matias Bühler im Katamaran Nacra 17 sowie Yannick Brauchli / Romuald Hausser im 470er. SST ist es ausserdem gelungen, einen neuen renommierten Trainer zu verpflichten: den Amerikaner Kevin Burnham, seines Zeichens Goldmedaillengewinner an den Olympischen Spielen 2004 von Athen. Er wird das 470er Team Brauchli/Hausser bis zu den Spielen in Rio trainieren. Die Nachwuchsförderung gestaltet sich ebenfalls gut, es haben hierfür bereits mehrere Trainingscamps stattgefunden. Die jungen Segler werden motiviert und beflügelt durch den historischen Sieg von Nicolas Rolaz anlässlich der Weltmeisterschaften der Optimisten im vergangenen Oktober.
Die Fondation Bertarelli wurde 1998 von Maria Iris, Dona und Ernesto Bertarelli gegründet. Die Stiftung ist in verschiedenen Gebieten aktiv und fördert Projekte im Bereich Life Sciences, Bildung, Schutz der Ozeane sowie Sport. Swiss Sailing Team ist stolz darauf, in seiner Arbeit von der Stiftung ermutigt zu werden und unterstreicht die Bedeutung nach Unterstützung durch institutionelle Partner und Mäzen, welche für das Weiterführen der Arbeit und Entwicklung notwendig ist.
„Wir hoffen, dass das von der Fondation Bertarelli gezeigte Engagement auch andere Förderer in der Schweiz motiviert“, sagt Teamchef Tom Reulein. „Gerade jetzt, wo wir uns seriös auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio vorbereiten, sind diese Spenden der Motor für das Swiss Sailing Team. Sie sind notwendig, damit die jungen Regattasegler ihre Ziele erreichen können.“
Weitere Informationen finden Sie auf: www.bertarelli-foundation.org
Foto - © Jurg Kaufmann
Welche Rolle spielen die Eltern in der sportlichen Karriere ihrer Kinder
„Die Eltern spielen eine zentrale Rolle in der Entwicklung ihrer Kinder, vor allem in der sportlichen Karriere“ erklärt Dr. Mirela Borovac, Teamärztin des Swiss Sailing Team in der Schulthess Klinik Zürich. Aufgrund dieser Tatsache hat SST Junior National Coach Marco Versari einen Ratgeber entwickelt, um die Eltern in ihrer wichtigen Rolle zu unterstützen.
„Die Eltern haben einen grossen Einfluss auf die gesamte Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder. Dies umfasst neben deren persönliche Motivation, die gesunde Beziehung zum Sport auch eine ausgeglichenen Ernährung“ ergänzt Dr. Borovac. „Aber Eltern können auch leistungshemmend auf ihre Kinder wirken, wenn sie beispielsweise eine zusätzliche Stressquelle darstellen, zu ehrgeizig sind oder zu hohe Ziele stecken.“
Newsletter #5
Liebe Segelsportenthusiasten,
„Historisch erfolgreich“, so lautet das Fazit einer unglaublichen Saison 2014!
Egal in welcher Bootsklasse, egal ob im Talentpool, Youth Team oder in der Elite, die Mitglieder des Swiss Sailing Teams haben in dem vergangenen Jahr mehrfach ihre WELTKLASSE an internationalen Meisterschaften unter Beweis gestellt. Überraschend sind diese Resultate nicht, denn seit einigen Jahren wird leistungsorientiert, quantitativ und qualitativ hochwertig und vor allem sehr professionell und leidenschaftlich an dieser Erfolgsgeschichte gearbeitet. Und das wird auch in Zukunft so bleiben.
Viel Freude beim Lesen!
- Nicolas Rolaz gewinnt Optimisten Weltmeistertitel
- Erfolgreicher SST Saisonabschluss an den ISAF Worlds in Santander
- Die neue Stufe in der SST Kaderstruktur: der C-Kader
- Das Swiss Sailing Team 2015 ist selektioniert
- Swiss Sailing Team am Olympic Testevent in Rio de Janeiro
- Clubs unterstützen das Swiss Sailing Team
- Swiss Sailing Awards 2014
- Resultate
NICOLAS ROLAZ GEWINNT OPTIMISTEN WELTMEISTERTITEL
Der 15jährige Ausnahmesegler vom Club Nautique de Morges holt die erste Schweizer Goldmedaille in der Optimistenklasse. Das Schweizer Team mit Nicolas Rolaz, Nick Zeltner, Joshua Richner, Livio Erni und Florian Geissbühler kommt mit einer historischen Goldmedaille von der Optimisten Weltmeisterschaft am Rio de la Plata, Argentinien zurück.
“Ich kann in Worten kaum fassen, was ich fühle“, sagte Nicolas Rolaz. „Ich habe viel und hart trainiert und sehr viel investiert, um an diesen Punkt zu gelangen, doch selbst in meinen kühnsten Träumen habe ich nicht damit gerechnet, den Titel zu holen. Aufgrund meines Alters ist dies das letzte Jahr im Optimist, doch selbstverständlich werde ich in anderen Segelklassen regattieren. Eventuell wage ich in einigen Jahren sogar, mich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren!“
© Matias CapizzanoERFOLGREICHER SST SAISONABSCHLUSS AN DEN ISAF WORLDS IN SANTANDER
Bereits jetzt konnten zwei Nationenstartplätzen (Nacra17, 470M) für die olympischen Spiele in Rio 2016 gesichert werden. Linda Fahrni / Maja Siegenthaler (TYC) qualifizierten sich bereits in ihrem ersten B-Kader Jahr für das Nationalteam. Mit Yannick Brauchli / Romuald Hausser (SVT,SCE,CNV) profitieren somit gleich drei Topteams von der Unterstützung des SST Nationalteam Sponsors Teamwork AG und nehmen am ISAF Weltcup Finale in Abu Dhabi Ende November teil.
Historische Erfolge im Talentpool und Youth Team konnten gleich mehrmals gefeiert werden. In den Bootsklassen Optimist, Laser 4.7, Radial und Standard sowie im 420er wurden Gold, Silber und Bronze Medaillen an internationalen Jugendwelt- und Europameisterschaften gewonnen. Die gemeinsamen Anstrengungen von SST Junior National Coach Marco Versari mit den Regional-, Club- und Privattrainern haben nun die gewünschten Früchte getragen.
Die Mitglieder des Swiss Sailing Team 2015 haben bereits mit einem intensiven Wintertraining begonnen, um auch in der kommenden Saison wiederum Spitzenresultate auf internationalem Nachwuchs- und Elitelevel für die „Segelnation Schweiz&ldquldquo; zu erreichen.
Foto : Nathalie Brugger et Mathias Bühler (Nacra 17) © DRDIE NEUE STUFE IN DER SST KADERSTRUKTUR: DER C-KADER
Mit der Einführung der C-Kaderstufe wird der Prozess des langfristigen Leistungsaufbaus in der Übergangsphase vom Junioren- zum Elitelevel inhaltlich und ergebnisbezogen besser strukturiert und ein vorzeitiger Drop-out verhindert.
Die Selektion basiert auf den bereits erreichten Ergebnissen im Youth Team und einer soliden Projektorganisation hinsichtlich der SST Erfolgsfaktoren (Commitment, Funding, Trainer, Kondition, etc.). Zudem muss ein langfristiges TOP 8 Potential für Olympische Spiele vorliegen, um von Seiten des Selektionsausschusses berufen werden zu können.
Der C-Kader kann in allen Olympischen Bootsklassen gebildet werden, das Maximalalter beträgt 26 Jahre. Das Trainings- und Wettkampfprogramm ist auf die jeweilige Europameisterschaft oder auf Regatten ausgerichtet, welche für eine Olympiaqualifikation gemäss der Ausnahmeregelung „Olympic Newcomer“ im aktuellen Olympiaselektionskonzept erforderlich sind. C-Kader Athleten bekommen 1-2 Jahre Zeit, um die Einstiegskriterien des B-Kaders zu erfüllen und werden mit der Swiss Olympic Elite Card ausgestattet.
© Swiss Sailing TeamDAS SWISS SAILING TEAM 2015 IST SELEKTIONIERT
Insgesamt 55 Schweizer Seglerinnen und Segler aus der Nachwuchs- und Eliteebene wurden für das Swiss Sailing Team 2015 berufen. Neben einer leistungsstarken und breiten Basis im Talentpool und Youth Team (40 Athleten) vereinigt vor allem der neu eingeführte C-Kader diejenigen 8 Athleten, welche sich eine erfolgreiche Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokyo 2020 zum Ziel gesetzt haben. Matias Bühler / Nathalie Brugger (Gstaad Yacht Club), Yannick Brauchli / Romuald Hausser (SVT(SCE/CNV) und Linda Fahrni / Maja Siegenthaler (TYC) haben sich aufgrund ihrer Resultate in der vergangenen Saison für das Nationalteam qualifiziert, Mateo Sanz Lanz (SSCS) verbleibt weiterhin im B-Kader.
© Juerg Kaufmann/Swiss Sailing TeamSWISS SAILING TEAM AM OLYMPIC TESTEVENT IN RIO DE JANEIRO
Umfassend Erkenntnisse über Windmuster und Meeresströmungen auf den insgesamt fünf Racing Areas rund um die Bucht von Rio de Janeiro konnte die SST Delegation während der Teilnahme am Olympic Testevent bereits gewinnen. Ein Sieg im Medal Race durch Mati Bühler / Nathalie Brugger sorgte auch ergebnistechnisch für ein Highlight!
Fazit: Es müssen noch rund 150 Trainingstage in Rio absolviert werden, bevor die Olympischen Spiele beginnen können. Vom guten Teamspirit können Sie sich aber schon jetzt im neusten SST Video überzeugen!
CLUBS UNTERSTÜTZEN DAS SWISS SAILING TEAM
Mit je CHF 10`000 unterstützt die Société Nautique de Genève und der Club Beaufort die Nachwuchsarbeit sowie die Olympiavorbereitungen des Swiss Sailing Teams im Elitebereich.
Nach den historischen Ergebnissen in dieser Saison haben die SST Mitglieder jede mögliche Unterstützung der Schweizer Segelfamilie verdient, um ihre ehrgeizigen Ziele auch in Zukunft erreichen zu können. Diese positive Entwicklung im Schweizer Segelsport konnte sich nicht zuletzt auch durch das Engagement dieser beiden Clubs weiter fortsetzen.
© DRSWISS SAILING AWARDS 2014
Der Schweizer Seglerverband verleiht in Zusammenarbeit mit dem Magazin Skippers Sailing & Ocean all zwei Jahre die Swiss Sailing Awards. 5 Mitglieder des Swiss Sailing Teams sind hierfür nominiert. Die Preisverleihung findet am 22. November im Haus des Sports in Ittigen bei Bern statt.
Swiss Olympic zeichnet alljährlich seine erfolgreichsten Trainerinnen und Trainer in den drei Kategorien „Nachwuchstrainer Individualsportart“, „Nachwuchstrainer Mannschaftssport“, „Trainer im Behindertensport“ und zusätzlich durch einen Lifetime Award aus.
Aufgrund der herausragenden Ergebnisse seiner Athleten im Talentpool und Youth Team in der vergangenen Saison wurde SST Junior National Coach Marco Versari hierfür nominiert. Er hat neben seinen Trainerkollegen Ronan Le Cann, Antonis Drosopoulos, Zizi Staniul und Olivier Terrol eine grossen Anteil an diesem Erfolg vor allem im Zweihandbereich. Den finalen Entscheid trifft eine Jury unter Vorsitz des Swiss Olympic Chef Leistungssports, Ralph Stöckli.
RESULTATE
Optimist:
1. Nicolas Rolaz, championnat du monde, San Isidro (ARG)
1. Nicolas Rolaz, Championnat de Pologne, Kamien Pomorski (POL)
420er:
2. Kilian Wagen / Gregoire Siegwart, Championnat d'Europe, Gdyina (POL)
1. Maxime Bachelin / Philippe Pittet, Championnat Suisse, (SUI)
Laser 4.7 et Radial
5. Maud Jayet, ISAF Youth Worlds, Dziwnow (POL)
1 Asya Luvisetto, Championnat du monde Laser 4.7
1. Asya Luvisetto, Europacup Rosas (ESP)
Laser Standard
1. Guillaume Girod, Europacup Rosas (ESP)
470er:
5. Guillaume Rigot / Fabrice Rigot, Championnat du Monde junior, Cervia (IT)
24. Linda Fahrni / Maja Siegenthaler, ISAF Worlds, Santander (ESP)
3. Linda Fahrni / Maja Siegenthaler, Championnat d’allemagne, Tutzing (GER)
15. Linda Fahrni / Maja Siegenthaler, Olympic Testevent, Rio (BRA)
14. Yannick Brauchli / Romuald Hausser, ISAF Worlds, Santander (ESP)
12. Yannick Brauchli / Romuald Hausser, Olympic Testevent, Rio (BRA)
RSX Windsurfing
17. Mateo Sanz Lanz, Olympic Testevent, Rio (BRA)
32. Mateo Sanz Lanz, ISAF Weltmeisterschaft, Santander (ESP)
Nacra17:
8. Nathalie Brugger / Matias Bühler, Olympic Testevent, Rio (BRA)
6. Nathalie Brugger / Matias Bühler, ISAF Worlds, Santander (ESP)
© Facebook 420 Sailing Team Kilian W./Grégoire S.Historischer Erfolg - Nicolas Rolaz gewinnt Weltmeistertitel
Der 15jährige Ausnahmesegler vom Club Nautique de Morges holt die erste Schweizer Goldmedaille in der Optimistenklasse
Das Schweizer Team mit Nicolas Rolaz, Livio Erni, Nick Zeltner, Joshua Richner und Florian Geissbühler kommt mit einer historischen Goldmedaille von der Optimisten Weltmeisterschaft am Rio de la Plata, Argentinien zurück.
Nach insgesamt 9 Wettfahrten in gemischten Windbedingungen konnte Nicolas Rolaz (CNM) am Schlusstag soverän den WM-Titel gewinnen, nachdem er fast über die gesamte Veranstaltungsdauer das Feld der mehr als 200 Teilnehmer aus rund 45 Nationen angeführt hatte.
„ Ich kann in Worten kaum fassen, was ich fühle“, vertraut uns Nicolas Rolaz an. „Ich habe viel und hart trainiert und sehr viel investiert, um an diesen Punkt zu gelangen, doch selbst in meinen kühnsten Träumen habe ich nicht damit gerechnet, den Titel zu holen. Aufgrund meines Alters ist dies das letzte Jahr im Optimist, doch selbstverständlich werde ich in anderen Segelklassen regattieren. Eventuell wage ich in einigen Jahren sogar, mich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren!“
Der Schweizer Coach Zizi Staniul, der in seiner Laufbahn bereits 16 Medaillen an Optimisten Welt- und Europameisterschaften gewinnen konnte, schwärmt von seinem Schützling. Er ist ausserordentlich stolz auf seinen Weltmeister und auf die gesamte Schweizer Delegation, welche sich unter den weltbesten Seglern ganz an der Spitze zu behaupten vermochte. Nach der EM Bronzemedaille durch Martina Müller im Juni, ist der WM-Titel jetzt bereits der zweite internationale Podiumserfolg der Schweizer Optimistensegler.
SST Teamchef Tom Reulein:“Herzliche Gratulation an Nicolas! Dieses WM-Ergebnis ist der verdiente Lohn für die jahrelange exzellente Aufbauarbeit, die seitens der Clubs, der Region, der Schweizer Optimisten Klassenvereinigung und dem Swiss Sailing Team geleistet wurde. Darauf kann die Segelnation Schweiz zu Recht stolz sein!“
Fotos © Matias CapizzanoSelektionsreglement „Segeln“ Olympische Spiele Rio de Janeiro 2016
Swiss Sailing Team stellt das Selektionsreglement für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 vor.
Auf Basis der Leistungsrichtlinien des Exekutivrates von Swiss Olympic wurde das aktuelle Olympia-Selektionsreglement „Segeln“ vom Selektionsausschuss des Swiss Sailing Teams erarbeitet. Das Reglement eröffnet den Olympiakandidaten die Möglichkeit, die geforderten Leistungs- und Ergebniskriterien innerhalb eines Selektionszeitraumes zwischen September 2014 bis Mai 2016 zu erreichen.
Das Erreichen der Nationenqualifikation an einer der drei vom internationalen Segelverband und dem Internationalen Olympischen Komitee bestimmten „Olympic Qualification Events“ ist die Grundvoraussetzung für eine Qualifikation. Die Nationenqualifikation stellt je nach Bootsklasse, wie beispielsweise im Nacra 17, 49er und 49er FX, mit je 20 Startplätzen bereits eine eigene Herausforderung dar. Hingegen ist diese Hürde im Laser Standard oder bei den männlichen RS:X Windsurfern mit insgesamt 46 bzw. 36 Nationenstartplätzen eher einfacher zu nehmen.
Die ersten 50% dieser Nationenplätze werden an der in drei Wochen stattfindenden Weltmeisterschaft aller olympischer Bootsklassen im spanischen Santander vergeben. „Natürlich wollen unsere Athleten die Nationenqualifikation bereits dort holen, um sich im Anschluss zielorientiert vorbereiten zu können.“ präzisiert Teamchef Tom Reulein.
Zusätzlich zur Nationenqualifikation muss einmalig ein einheitlich definiertes Leistungskriterium erreicht werden. Dazu stehen die Weltmeisterschaft 2015, der Rio Olympic Testevent 2015 und eine hochrangige Regatta im Jahr 2016 zur Verfügung. Eine frühzeitige Selektion ist möglich, wenn an den Weltmeisterschaften 2015 eine Klassierung unter den besten fünf Teams oder Einzelathleten erreicht wird. Mit einem solchen Resultat wäre die Olympiaselektion in dieser Bootsklasse definitiv abgeschlossen.
Neu ist die Regelung für die sogenannten „Olympic Newcomers“. Unter bestimmten Bedingungen können nun auch Athleten mit einem erkennbaren Top 8 Potential für Tokyo 2020 zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 entsandt werden. Dies auch wenn sie die geforderten Bestätigungskriterien nicht vollumfänglich erfüllen konnten. „Es ist gerade für unsere jungen Talente eine hervorragende Gelegenheit, um bereits in Rio wertvolle Olympiaerfahrungen zu sammeln. Damit erhöhen wir die Motivation und die Erfolgschancen für die darauffolgenden Olympischen Spiele“, kommentiert Teamchef Tom Reulein.
Das detaillierte Selektionsreglement „Segeln“ der Swiss Sailing Team AG, die Leistungsrichtlinien von Swiss Olympic und das ISAF/IOC Qualification System – Games of the XXXI Olympiad – Rio 2016 finden Sie unter der nachfolgenden Links.
Swiss Sailing Team - Selektionsreglement Segeln
Swiss Olympic – Leistungsrichtlinien des Executiverats
Eine Schweizer Weltmeisterin im Laser 4.7
Medaillen am laufenden Band für die Schweizer Nachwuchssegler. Nach Maud Jayet im Laser Radial und Martina Müller im Optimist hat sich nun Aysa Luvisetto auf höchstem Niveau. Sie ersegelte den Weltmeistertitel in dieser Bootsklasse zum ersten Mal überhaupt für die Schweiz.
Die Genfer Seglerin Asya Luvisetto, Mitglied im Segelteam der Société Nautique de Genève, hat die Weltmeisterschaft in der Laser 4.7 Klasse in Karatsu, Japan gewonnen. Sie dominierte das Feld der 36 Konkurrentinnen von Beginn an.
Der Laser 4.7 ist ein Ein-Hand Segelboot für Nachwuchssegler und gilt als Vorbereitungsboot für die Olympischen Bootsklasse Laser Radial, in welche die Damen ab 15 Jahre umsteigen können.
Die Windbedingungen waren nach den Durchzug eines Taifuns unmittelbar vor Regattabeginn nicht einfach. « Es hatte hohen Wellen und viel Wind, sodass wir im Vorfeld nicht viel auf dem Wasser trainieren konnten » erklärt SNG-Coach Eze Schargorodsky. « Aber die darauffolgenden Leichtwindbedingungen waren perfekt für Aysa, die noch nicht so gross gewachsen ist ». Die 17jährige gebürtige Italienerin, die seit 2010 in Genf lebt, hatte noch vor Ort stark steigern können. « Wir hatten einen Top 10 Platz angepeilt, aber dieser Sieg ist natürlich absolut fantastisch ! ».
Asya Luvisetto freut sich sehr über den Weltmeistertitel : « Ich bin sehr zufrieden, habe aber noch gar nicht so richtig realisiert, was hier in Japan passiert ist. Dieses Ergebnis übertrifft alle meine Erwartungen, ich bin begeistert ! Ich habe das ganze Jahr für diese Weltmeisterschaft hart trainiert, vor allem im Konditionsbereich. Ich bin noch nie in Japan gesegelt, aber die Bedingungen waren denen am Genfer See sehr ähnlich » so Aysa.
Das war die erste Schweizer Goldmedaille an einer Weltmeisterschaft in dieser Bootsklasse überhaupt. Die starke Leistung wurde noch von einem 14. Platz (Goldfleet) durch Alexis Mégevand und einem 13. Platz (Silverfleet) von Arthur Baudet komplettiert.
Newsletter #4
Liebe Segelsportenthusiasten,
Sommerzeit ist die Zeit der Internationalen Meisterschaften. Es ist die Zeit, in der sich unsere Athleten und ihre Coaches auf Welt- und Europalevel mit den führenden Segelnationen vergleichen und ihr Leistungsvermögen am Tag X abrufen müssen. Das ist, wenn man die bisherigen Saisonergebnisse anschaut, bootsklassenübergreifend in beeindruckender Art und Weise gelungen. Auch deswegen dieser Stelle sei allen hieran beteiligten Personen, Organisationen und Institutionen für ihre Motivation, Engagement und eine nachhaltige Unterstützung gedankt!
Viel Freude beim Lesen!
- Nacra17 – Interview mit Matias Bühler
- Fahrni / Siegenthaler qualifizieren sich fürs SST Nationalteam
- ISAF Youth Worlds Tavira
- Swiss Sailing Team Presentation Day
- Francis Stockburger verabschiedet sich aus dem SST Verwaltungsrat
- Ergebnisse
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NACRA17 – INTERVIEW MIT MATIAS BÜHLER
SST: Nathalie und du habt gerade die Europameisterschaft in La Grande Motte auf Rang 8 beendet. Seid ihr mit diesem Ergebnis zufrieden?
Matias: Ja, ich denke, wir haben unser reines Ergebnisziel erreicht, die inhaltlichen Ziele bezüglich unserer Leistungsentwicklung hätten wir aber schon gerne noch besser erfüllt. Wir freuen uns jetzt darauf, an diesen Punkten während den kommenden Regatten arbeiten zu können.
SST : Wie bewertet ihr denn insgesamt eure Leistungsentwicklung in dieser Saison?
Matias : Grundsätzlich können wir mit der Saison 2014 bis jetzt zufrieden sein. Gemessen an unserem Ergebnisziel für die Olympischen Spiele in Rio 2016 liegen wir derzeit mit der Leistungskurve aber eher am unteren Ende unserer Erwartungen. Wir müssen einfach weiterarbeiten nach dem Motto «harder and smarter», um uns jeden Tag ein kleines Stück zu verbessern und unseren Traum wahrwerden zu lassen.
SST : Kannst du uns etwas genauer sagen, wie euer Team arbeitet ?
Matias : Nach den Olympischen Spielen 2012 in London haben ich zusammen mit Nathalie Brugger unser Training mit einem klaren Ziel begonnen : eine Medaille an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016. Seitdem arbeiten wir zusammen mit SST daran, ein «winning team» mit unserem technischen Coach, Sebbe Godefroid, um uns herum zu etablieren. Bereits letztes Jahr haben wir eine Sparring-Partnerschaft mit dem spanischen Team Iker Martinez und Tara Pachebo gestartet, die bis zur WM in Santander andauert. Das Konditionstraining wird von SST National Physic Coach Fabian Neunstöcklin aus der Schulthess Klinik geleitet, ich werde zusätzlich noch von Xavier Gargallo Sabella in Barcelona betreut. Mit Roberta Antonini ist nun eine anerkannte Sportpsychologin aus Lausanne zu uns gestossen, die bereits mit Nathalie erfolgreich gearbeitet hat.
SST : Was sind eure Ziele an den zwei nächsten Grossveranstaltungen, dem Rio Testevent und der ISAF Weltmeisterschaft in Santander ?
Matias : Für diese beiden Events haben wir komplett unterschiedliche Zielstellungen. Am Rio Testevent liegt der Fokus auf inhaltlichen Zielen. Wir wollen die dortigen Wind- und Strömungsmuster analysieren, aber auch die Rahmenbedingungen an Land wie Hafen und Unterkunft näher kennenlernen. An der WM in Santander wollen wir in die TOP 10 Nationen segeln, um die Schweiz bereits jetzt schon für die Olympischen Spiele qualifizieren zu können.
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FAHRNI / SIEGENTHALER QUALIFIZIEREN SICH FÜRS SST NATIONALTEAM
Linda Fahrni und Maja Siegenthaler sicherten sich mit einem sehr guten 12. Platz an den Europameisterschaften in Athen die Nationalteam-Qualifikation für die kommende Saison. Bei schwierigen Wind- und Wellenbedingungen konnten Fahrni / Siegenthaler mit drei Platzierungen in den Top 10 in einem mit 51 Booten stark besetzten Feld, eine solide Basis für die spätere Endplatzierung schaffen.
Linda Fahrni: „Wir sind mit einem guten ersten Tag in die Regatta gestartet und konnten uns trotz kleinen Ausrutschern bis zum Schluss steigern. Dieses Schlussresultat freut uns sehr, auch in der Hinsicht, dass wir noch viel Verbesserungspotenzial haben.“
Auch Maja Siegenthaler äusserte sich begeistert: „Unglaublich, wir sind im Nationalteam! Mit dieser Qualifikation haben wir überhaupt nicht gerechnet, umso mehr freuen wir uns jetzt einen grossen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Danke an alle, die uns bis hier hin unterstützt haben!“
Die beiden 21-jährigen Nachwuchsseglerinnen vom Thunersee Yacht Club trainieren erst seit Ende 2013 im Elitekader des Swiss Sailing Teams und konnten sich in kürzester Zeit in der erweiterten Weltspitze etablieren.
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ISAF YOUTH WORLDS TAVIRA (POR)
Mit einer Rerkordbeteiligung von 367 Seglerinnen und Segler aus insgesamt 67 Nationen ging vergangene Woche die 44. Edition der ISAF Youth Worlds in Tavira (Portugal) zu Ende. Weil der östlich wehende “Levate”-Wind die Entwicklung der an der Algarve so typischen Thermik beeinträchtigte, herrschten überwiegend Leichtwindbedingungen mit vielen Startverschiebungen. Trotzdem konnten die meisten Wettfahrten, wenn auch erst gegen späten Nachmittag, durchgeführt werden.
Maud Jayet, die gerade erst eine Bronze Medaille an der Radial Junioren Europameisterschaft in Egaa (Dänemark) gewonnen hatte, gehörte auch in Tavira zu den Topfavoriten. Die ganze Woche zeigte sie eine stabilen Leistung, verpasste das Podium erst auf der zweiten Kreuz der letzten Wettfahrt und wird Vierte – Medaille en Chocolat. Lasercoach Olivier Terrol: “Sie hat bis zum Schluss gekämpft und ihr Bestes gegeben!”.
Auch die anderen Teams konnten überzeugen: Max Haenssler segelte mit drei TOP 5 Platzierungen auf den 10. Rang, Maxime Bachelin / Philippe Pittet wurden gute 11. und Salome Rouiller / Louise Thilo beendeten ihre erste ISAF Jugend-WM auf Platz 23. Team Leader Marco Versari zu den Ergebnissen seiner Seglerinnen und Segler: “Ich bin sehr zufrieden mit meinem Team, schliesslich haben wir auch in der Nation Trophy als 15. Nation so gut wie selten zuvor abgeschnitten.”
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SST PRESENTATION DAY IM VERKEHRSHAUS LUZERN AM 31.8.2014
Im Rahmen der Sonderausstellung „Segelnation Schweiz“ im Verkehrshaus Luzern, präsentiert sich das Swiss Sailing Team und sein Elitekader ganztägig am Sonntag, den 31.8.2014. Es wird zudem über das offizielle Selektionskonzept „Segeln“ von Swiss Olympic sowie den aktuellen Stand der Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Rio 2016 informiert.
In einer exklusiven Premiere zeigen wir das neueste SST Promotionvideo von Jürg Kaufmann, welches erst an der Testevent Regatta in Rio de Janeiro gedreht wird – ein absolutes MUSS für alle Segelfreunde! Die Teampräsentation findet jeweils um 11:15 Uhr (nur mit persönlicher Einladung), 13:30 Uhr und 15:15 Uhr im Vortragssaal des Hans Erni Museums statt.
Nutzen Sie die Gelegenheit, unsere Athletinnen und Athleten persönlich zu treffen und auch unseren Jüngsten, dem Optimisten WM-Team bei einer Trainingseinheit im Wasserbassin des Verkehrshaus zuzuschauen. Wir freuen uns, Sie in einmaliger Atmosphäre mit der Alinghi SUI100 im Original begrüssen zu können.
Ihre reduzierte Eintrittskarten (Einzeleintritt CHF 20.- statt 30.- und Familienkarte CHF 45.- statt 65.-) können Sie direkt bei office@swiss-sailing-team.ch bestellen. Wir senden Ihnen diese per Post zu.
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FRANCIS STOCKBURGER VERABSCHIEDET SICH AUS DEM SST VERWALTUNGSRAT
Francis Stockburger hat seine Tätigkeit im Verwaltungsrat der Swiss Sailing Team AG zum 30 Juni dieses Jahres aus privaten Gründen aufgegeben. Seit November 2010 gehörte er diesem obersten Steuerungsgremium des Olympischen Segelsports in der Schweiz an und hat massgeblich zum heutigen Erfolg von SST beigetragen. Als erfahrener Segelsportfunktionär und Mitglied des Club Nautique de Morges, er war bereits Präsident des Zentralvorstandes von Swiss Sailing, konnte er sein fachliches Wissen auch dem SST Selektionsausschuss unter dem Vorsitz von Tom Rüegge zur Verfügung stellen. Der gesamte Verwaltungsrat bedankt sich bei Francis Stockburger für seine geleistete Arbeit und wünscht ihm viele schöne Segeltage!
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ERGEBNISSE
Optimist:
3. Platz Martina Müller, Europameisterschaft, Dublin (IRL)
420er:
1. Platz Kilian Wagen / Gregoire Siegwart, Dutch Youth Regatta, Workum (NED)
2. Platz Maxime Bachelin / Philippe Pittet, Young European Sailing, Kiel (GER)
11. Platz Maxime Bachelin / Philippe Pittet, ISAF Jugend-Weltmeisterschaft, Tavira (POR)
Laser 4.7 und Radial
3. Platz Maud Jayet, Jugend-Europameisterschaft, Egaa (DEN)
4. Platz Maud Jayet, ISAF Jugend-Weltmeisterschaft, Tavira (POR)
10. Platz Max Haenssler, ISAF Jugend-Weltmeisterschaft Tavira (POR)
Laser Standard
13. Platz Nils Theuninck, Warnemünder Woche, Rostock (GER)
3. Platz Nils Theuninck, U19 Junioren Europameisterschaft, Torbole (ITA)
470er:
5. Platz Guillaume Rigot / Fabrice Rigot, Jugend-Weltmeisterschaft, Cervia (ITA)
12. Platz Linda Fahrni / Maja Siegenthaler, Europameisterschaft, Athen (GRE)
49er FX:
28. Platz Fiona Testuz / Livia Naef, Europameisterschaft, Helsinki (FIN)
RSX Windsurfing
38. Platz, Mateo Sanz Lanz, Europameisterschaft, Cesme (TUR)
Nacra17:
8. Platz Nathalie Brugger / Matias Bühler, Europameisterschaft, La Grande Motte (FRA)
© Swiss Sailing TeamMartina Müller gewinnt Bronze Medaille an Europameisterschaft der Optimisten
Die 14jährige Müller vom Yacht Club Horgen segelt souverän aufs Podium.
Rund 250 Seglerinnen und Segler aus 44 Nationen nahmen an der diesjährigen Europameisterschaft der Optimisten, der weltweit am meisten verbreiteten Nachwuchsbootsklasse, teil. Bei schwierigen Wettkampfbedingungen, ständig drehende Winde und viel Meeresströmung, konnten 9 Wettfahrten absolviert werden.
Martina Müller, seit 2 Jahren Mitglied im Talent Pool des Swiss Sailing Teams (SST), konnte sich von Beginn an schon in der Führungsgruppe im Feld der 101 Damen festsetzen und segelte mit insgesamt fünf Top 10 Platzierungen souverän auf den dritten Platz. Mit der Bronze Medaille gewinnt Martina Müller die erste Medaille an EM oder WM in dieser Bootsklasse überhaupt für Schweiz. Europameisterin wurde Ebru Bolat aus Rumanien, Silber ging an die Spanierin Iset Segura.
Grundlage für diesen historischen Erfolg ist das auf allen Ebenen gut abgestimmte Nachwuchsförderungskonzept von Verband und Swiss Sailing Team AG. Teamchef Tom Reulein:“ Dieses tolle Ergebnis ist kein Zufall. In dem nun schon mehrere Jahre umgesetzten Förderkonzept stimmen Trainingsquantität und Betreuungsqualität, so konnte sich das Leistungsniveau kontinuierlich steigern. Das ist der gemeinsame Verdienst aller beteiligten Institutionen wie der Optimisten Klassenvereinigung, dem Regionalkader mit Trainer Sebastian Beer und dem SST Talentpool Programm, die allen an einem Strang ziehen. Die Bronze Medaille hat sich Martina aber selbst ersegelt! Das ist hochverdient und dazu gratuliere ich ganz herzlich!“
Im Oktober steht dann die Weltmeisterschaft der Optimisten in San Isidro (Argentinien) an. Auch dort wird die Schweiz mit einem leistungsstarken Team vertreten sein.
Newsletter #3
Liebe Segelenthusiasten,
Wir sind mitten drin in der Saison 2014 und sowohl unsere Nachwuchs- wie auch unsere Spitzensegler konnten ihr Können an internationalen Regatten beweisen – die Ergebnisbilanz ist beeindruckend. Das Highlight im Juniorenlevel ist und bleibt die ISAF Youth Worlds, wofür sich wiedereinmal nur die aussichtsreichsten Talente qualifiziert haben. Doch auch hinsichtlich der Entwicklung der Technologie haben wir mit dem SST Strömungsprojekt entscheidende Schritte gemacht. All das ist auch Ernesto Bertarelli nicht entgangen, der sich nachfolgend im Interview über das Swiss Sailing Team äussert.
Sehr spannend – lesen!
- Swiss Sailing Team – ein Interview mit Ernesto Bertarelli
- Schweizer Team für ISAF Youth World Championship selektioniert
- SST Strömungsprojekt für die ISAF Weltmeisterschaft in Santander
- Livia Naef und ihr 49er FX Trainings-Simulator
- Zoom auf Rio de Janeiro - Olympic Testevent 2014
- Mit Top-Leistung in die Saison 2014
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SWISS SAILING TEAM – EIN INTERVIEW MIT ERNESTO BERTARELLI
Was ist Ihre Ansicht zur Swiss Sailing Team AG?
Ernesto Bertarelli (EB): Swiss Sailing Team hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Unter dem Einfluss von Alex Schneiter als Präsident des Verwaltungsrates und seinem Team scheint man auf guten Wegen zu sein. Damit man im Segelsport auf internationalem Niveau Erfolg haben kann, sind nach meiner Meinung zentralisierte und koordinierte Anstrengungen in unserem Sport notwendig und das ist meiner Ansicht nach ohne eine professionelle Struktur auf nationaler Ebene unmöglich. Leider unterstützt die Schweiz im Gegensatz zu anderen Nationen ihre Sportler nur in geringem Ausmass. Daraus resultiert die Notwendigkeit, neben den Bundesmitteln ein Maximum an privater Unterstützung zu bündeln, um diese Mittel dann effektiv und für eine gemeinsame Vision einzusetzen.
Welche Bedeutung hat der Verband für das Segeln in der Schweiz?
EB: Die Schweiz ist eine Seglernation! Die Erfolge unserer Teams auf den Weltmeeren sind der beste Beweis dafür. Es ist deshalb unerlässlich, das wir einen Segelverband haben, der sich seinen Verantwortlichkeiten stellen kann. Das Segeln in der Schweiz findet in verschiedenen Regionen, Sprachräumen, auf verschiedenen Seen statt. Es ist also vordringlich, dass der Verband diese Kompetenzen zusammenführt und das Beste daraus macht, um auf internationalem Niveau um Titel mitgekämpft werden kann.
Welches sind die verschiedenen Möglichkeiten, die sich Jugendlichen heute im Vergleich zu vor 10 Jahren bieten?
EB: Ich bin auf diesem Gebiet kein Experte, aber ich denke, dass die Clubs heute eine hervorragende Arbeit leisten, um den Segelsport einer grossen Mehrheit zugänglich zu machen. Wir sponsern zum Beispiel mit unserer Familienstiftung eine Initiative von Swiss Sailing namens „New Kids on the Water“. Diese hat zum Ziel, Kindern einen ersten Kontakt mit dem Segeln zu ermöglichen. Ich denke es ist entscheidend, wie übrigens in anderen Sportarten auch, sich mit dem Nachwuchs zu beschäftigen und dass die Erfahrensten ihre Leidenschaft für unseren Sport mit den Jüngsten teilen.
Ist das der Alinghi – Effekt?
EB: Man spricht oft über den Alinghi – Effekt. Ich denke, dass wir heute bereits die Früchte des Alinghi – Effekts ernten. Die Kinder, die 2003 im Optimist segelten, sind heute bereits teilweise Profisegler geworden. Ich erwähne dazu das Team Tilt, die Red Bull Youth America’s Cup Mannschaft angeführt von Lucien Cujean, Realteam mit Jérôme Clerc, die Schwestern Mettraux unterwegs zum nächsten Volvo Ocean Race mit dem Team SCA, die Teams der Nationalkader, die auf dem Weg zu den Olympischen Spielen sind. All diese jungen Segler – und ich habe einige sicher nicht genannt – sind das Resultat dessen, was man die „Generation Alinghi“ genannt hat. Und ich hoffe, dass es davon noch eine ganze Reihe weiterer gibt. Heute sind sie es, die zu Vorbildern des aktuellen Nachwuches geworden sind und versuchen, die bestehenden Kräfteverhältnisse ins Wanken zu bringen.
Ein Rat für die Athletinnen und Athleten?
EB: Ich denke, dass die heutigen Athletinnen und Athleten vor allem etwas wagen sollten. Das ist eine der Vorteile der Jugend: den Mut zu haben, etwas zu unternehmen, sich anderswo hinzuwagen, um zu erfahren, wie es dort gemacht, sich zu 200% auf ein Projekt zu konzentrieren, Opfer zu bringen im Hinblick auf ein mögliches Resultat: Wagt zu Träumen!
Foto : Ernesto Bertarelli am Steuer seiner D35 anlässlich des Sieges am Grand Prix les Ambassadeurs in der SNG © Loris von Siebenthal/Vulcain Trophy![]()
SCHWEIZER TEAM FÜR ISAF YOUTH WORLD CHAMPIONSHIP SELEKTIONIERT
Maud Jayet (CNP), Max Hänssler (AVP), Maxime Bachelin (CVV), Philippe Pittet (YCB) sowie Salomé Rouiller (CNM) und Louise Thilo (CNP) wurden aufgrund ihrer Ergebnisse an den jeweiligen Qualifikationsregatten für die Teilnahme an den ISAF Youth Sailing World Championships selektioniert. Dieses Highlight-Event findet vom 12. bis 19. Juli in Tavira, Portugal statt.
Für Maud, Maxime und Phillipe ist es bereits die zweite Teilnahme an dieser prestigeträchtigen Weltmeisterschaft, an der jeweils nur ein Boot pro Disziplin pro Nation teilnehmen kann. Maud Jayet überzeugte bereits durch den Overall-Gewinn der Qualifikationsregatta am Gardasee, so dass die Erwartungen für Tavira hoch sind: ein Diplom! Bachelin / Pittet setzen sich aufgrund kontinuierlicher Leistung gegen ihre Teamkollegen Wagen / Siegwart durch und haben sich mit einem TOP 10 ebenfalls ein ehrgeiziges Ziel gesteckt.
Max Hänssler tritt nun in die Fusstapfen von Sebastien Schneiter, der letztes Jahr Bronze in Zypern gewann. Auch für Salomé und Louise wird es nach knapper Qualifikation um das Sammeln von Erfahrung gehen. Eines haben aber bereits alle Teilnehmer schon gelernt: Es geht um jeden einzelnen Punkt!
Teamleader und 420er Coach Marco Versari (SST Junior National Coach) sowie Olivier Terrol als Laser Coach werden sich nun mit ihren Seglern intensive auf die ISAF Youth Worldchampionships vorbereiten, um die bestmöglichsten Ergebnisse mit nach Hause zu bringen.
http://www.isafyouthworlds.com/home.php
© Juerg Kaufmann - Marco Brunner / Swiss Sailing Team![]()
SST STRÖMUNGSPROJEKT FÜR DIE ISAF WELTMEISTERSCHAFT IN SANTANDER
„Die Regattabahnen vor Santander sind hinsichtlich Wind- und Strömungsbedingungen noch ein Tick komplizierter einzuschätzen als diejenigen an den Olympischen Spielen 2012 in Weymouth. Deswegen haben wir ein Strömungsprojekt initiiert, um unseren Seglern und Coaches eine verlässliche Datenbasis anbieten zu können.“ so Teamchef Tom Reulein.
Hard- und Software wurden von Swiss Sailing Team zusammen mit PhD Luca Galantucci entwickelt und bereits erfolgreich in der Realität getestet. Auch Julien Pillet von der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) hat sowohl die Methode als auch die Qualität des Projektes bestätigt.
Auf Basis von mehreren hundert Einzelmessungen mit speziell entwickelten GPS-Bojen konnte ein lückenloser Strömungsatlas erstellt werden, welcher die Änderungen der Meeresströmungen in Richtung und Stärke in Stundenabständen detailliert darstellt.
„Mit diesem Strömungsatlas können wir uns in den nächsten Monaten ganz akribisch auf die Weltmeisterschaften vorbereiten. Schliesslich wollen wir die Schweiz in einigen Bootsklassen bereits die Nationenqualifikation erreichen.“ äussert sich Tom Reulein zuversichtlich.
© Swiss Sailing Team![]()
LIVIA NAEF UND IHR 49ER FX TRAININGS-SIMULATOR
Das Video auf dem 49er FX Trainingsimulator von Livia Naef, Vorschoterin des B-Kaderteams mit Fiona Testuz, hat viel Aufmerksamkeit rund um die Welt erhalten. Eine einfache Vorrichtung, um speziell die Qualität des konditionellen Training an Land zu verbessern. „Ich habe ein ähnliches Trainingssystem bei der Dänischen Mannschaft gesehen und unser Coach Marcin Czajkowski hat uns geraten, so etwas für unser Heimtraining zu konstruieren. Ich war bisher zu langsam beim Gennacker hissen und mit diesem System kann ich jetzt die gleichen Bewegungen wie auf dem Boot trainieren. Ziel ist, dass ich das jetzt minimum vier Mal in der Woche mache..."
Das Video ist unter folgenden Link zu sehen
© Youtube/Livia NaefZOOM AUF RIO DE JANEIRO - OLYMPIC TESTEVENT 2014
Zwei Jahre vor den Olympischen Spielen findet das erste offizielle Olympic Testevent auf den Regattabahnen in und ausserhalb der Bucht von Rio de Janeiro statt. Diese Veranstaltung dient sowohl dem Organisationkommittee um ROCOG Sailing Manager Walter Bödener als auch für die Athleten, Coaches und Teamleaders als wichtiger Prüfstein für die Durchführung der olympischen Wettfahrten.
Das Swiss Sailing Team nimmt mit Nathalie Brugger / Matias Bühler (Nacra17), Yannick Brauchli / Romuald Hausser (470M), Linda Fahrni / Maja Siegenthaler (470W) und RSX Windsurfer Mateo Sanz Lanz nahezu in Vollbesetzung teil. Neben den zugehörigen Coaches sind auch SST Meteorologe Chris Tibbs, Athletensupporter Marco Brunner und Teamchef Tom Reulein vor Ort, um eine detaillierte Revieranalyse vornehmen zu können. Vor allem die Messung der komplizierten Meeresströmungen stehen hierbei im Focus.
Die SST Delegationsdaten sind der 27.7. – 10.8.2014. Die ersten Wettfahrten starten in den Bootsklassen ab dem 3./4.8.2014, die abschliessenden Medal Races finden am 7./8./9. August statt. SST wird täglich von diesem Event berichten.
www.aquecerio.com/sailing2014/en/index.html
© DR![]()
MIT TOP-LEISTUNG IN DIE SAISON 2014
Nach einem intensiven Wintertraining haben sich bereits erste Erfolge bei den Frühjahrsevents eingestellt. Sowohl bei den Optimisten, im Talentpool und Youthteam in der zweiten Bootsklasse Laser 4.7, Radial und Standard sowie im 420er als auch in den Olympischen Bootsklassen im B-Kader undNationalteam – die Athleten des Swiss Sailing Teams zeigten hervorragende Leistungen und ersegelten bereits viele TOP 10 Ergebnisse.
Optimist:
2. Platz (151 Boote) Nicolas Rolaz, Coup Internationale de printemps, Cannes (FRA)
7. Platz (151 Boote) Nick Zeltner, Coup Internationale de printemps, Cannes (FRA)
Laser 4.7, Radial, Standard:
4. Platz (119 Boote) Asya Luvisetto, Europa Cup Marseilles (FRA)
1. Platz (67 Boote) Maud Jayet, Europa Cup Malcesine (ITA)
2. Platz U19, Nils Theuninck, Europa Cup Marseilles (FRA)
420er:
1.Platz Kilian Wagen / Gregoire Siegwart, 40th Torneio Carnivale Vilamura (POR)
2.Platz Maxime Bachelin / Phillipe Pittet, Selection Interligue, Marseillan (FRA)
RS:X Windsurfing:
12. Platz Mateo Sanz Lanz, Weltcup Palma de Mallorca (ESP)
470 W:
6. Platz Linda Fahrni / Maja Siegenthaler, Trentino Olympic Week, Riva (ITA)
2. Platz Linda Fahrni / Maja Siegenthaler, EUROSAF Champions Sailing Cup, Medemblik (NED)
470 M:
13. Platz Yannick Brauchli / Romuald Hausser, Weltcup Palma de Mallorca (ESP)
6. Platz Yannick Brauchli / Romuald Hausser, Trentino Olympic Week, Riva (ITA)
Nacra17:
8. Platz, Matias Bühler / Nathalie Brugger, Weltcup Hyeres (FRA)
7. Platz Matias Bühler / Nathalie Brugger, EUROSAF Champions Sailing Cup, Medemblik (NED)
Foto : Linda Fahrni et Maja Siegenthaler, médaille d'argent à Medemblik © Zizi Staniul/Swiss Sailing TeamBühler / Brugger mit Rang 8 am Weltcup in Hyères
Qualifikation fürs Nationalteam im kommenden Jahr gesichert
Mit insgesamt 77 Booten ging ein starkes Teilnehmerfeld in der neuen olympischen Klasse Nacra 17 am Weltcup im südfranzösischen Hyeres (FRA) an den Start. Unter den führenden Segelnationen wie Frankreich, England und Australien haben sich mittlerweile auch Nathalie Brugger und Matias Bühler (Gstaad Yacht Club) etabliert.
Nach einer soliden Qualifikationsrunde mit einem Wettfahrtsieg und zwei zweiten Plätzen lagen sie auf Rang 4 im Zwischenklassement. Auch in der Finalrunde, in der nur noch die besten 39 Boote gegeneinander segeln, überzeugte das Duo mit viel Olympiaerfahrung durch eine Reihe von einstelligen Platzierungen. Lediglich eine Disqualifikation wegen Frühstart verhinderte den Sprung nach weiter oben in der Ergebnisliste.
In einem nervenaufreibenden Medal Race der besten 10 Boote belegten Bühler / Brugger den 7. Platz. Dies lässt sie den diesjährigen Weltcup in Hyeres auf Rang 8 beenden. Das bedeutet gleichzeitig die frühzeitige Requalifikation für das Nationalkader des Swiss Sailing Teams im kommenden Jahr.
Nathalie Brugger nach dem Medal Race “Es war eine sehr komplizierte Wettfahrt, aber wir haben gekämpft und konnten noch gut auf den 7. Platz vorsegeln, das freute uns sehr.“ Matias Bühleräusserte sich ebenfalls positiv über das Endergebnis: “Sicher war das nicht unsere beste Leistung hier in Hyeres, aber wir haben viele Dinge verbessern können und wir sind echt happy über eine solch frühe Requalifikation für das Nationalteam nächstes Jahr.“
Nach einer kurzen Regeneration steht neben einer weiteren Regatta in Medemblik (NED) schon die Vorbereitung auf die Europameisterschaft anfangs July in La Grand Motte (FRA) auf dem Programm. Höhepunkt ist die Weltmeisterschaft in Santander (ESP), an der das Team bereits die Nationenqualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im Auge haben.
Newsletter #2
Liebe Segelsportenthusiasten,
Es ist Regatta-Zeit: der ISAF Weltcup in Palma ist erfolgreich absolviert, das SST Youth Team und Talentpool haben ihre Wintertrainingsprogramm abgeschlossen und segeln bald ihre ISAF Youth World Ausscheidungen. Seit 1. März neu an Bord des SST Selektionsausschusses ist der bekannte Genfer Segler Pierre-Yves Jorand und SST Teamdoktor Chris Schmidt gibt Einblicke in seine Arbeit mit den SST Athleten.
Wieder einmal eine Menge interessante News zum Lesen!
Viel Spass!
- SST Teamchef Tom Reulein zum europäischen Weltcupauftakt in Palma
- Pierre Yves Jorand ist neues Mitglied im SST Selektionsausschuss
- SST Talentpool und Youth Team Wintertraining erfolgreich absolviert
- Zoom auf SST Teamarzt Dr. Christopher Schmidt
- Yannick Brauchli und das Erfolgsmodell „Sailbox“
- Musto - der neue Dynamic Pro Schuh ist da
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SST TEAMCHEF TOM REULEIN ZUM EUROPÄISCHEN WELTCUPAUFTAKT IN PALMA
882 Segler aus 55 Nationen: Rekordbeteiligung am diesjährigen ISAF Worldcup in Palma de Mallorca. Auch für das Swiss Sailing Team gehört diese Regatta zur Saisonplanung und dient traditionell als erste Standortbestimmung nach einem langen Wintertraining. Bei eher unüblichen und stark gemischten Windbedingungen gelangen den SST Athleten sehr gute Einzelplatzierungen, der Einzug ins Medal Race erreichte allerdings kein Schweizer Boot.
Wie fällt ihre Bilanz der ersten europäischen Weltcups in Palma aus: „Trotz stark gestiegenem Niveau in den Fleets, sind wir bei Nacra17 (12. Platz), 470 M (14. Platz) und RSX M (12. Platz) sehr nahe an der Weltspitze dran. Die einstelligen Platzierungen im Qualifying wie auch in der Finalround beweisen, dass bei ihnen das Potential für TOP 10 auf alle Fälle gegeben ist. Mati und Nathalie hatten mit einem unverschuldeten Crash, Bootsreparatur und einige Kenterungen eine eher harte Woche. Für Mateo als Leicht- und Mittelwindspezialist gab es zuweilen ein Tick zuviel Wind, bei 6 – 11 Knoten ist er jedoch einer der schnellsten im Feld. Persönlich froh bin ich darüber, dass Yannick und Romuald eine gute Regatta gesegelt sind. Das gibt Selbstvertrauen für den Weltcup in Hyères.“
Und die weiteren SST B-Kader Projekte? „Guillaume Girod (52. Platz) mit Coach Lionel Pellegrino ist auf einem guten Weg seitdem er sich wieder voll auf das Segeln konzentriert. Linda und Maja (31. Platz) müssen sich in ihrem ersten Jahr auf der Elitetour noch an das Segeln in grossen und leistungsstarken Fleets gewöhnen. Dank der intensiven Kooperation mit dem polnischen Topteam können schon deutlich mehr als es das Resultat vermuten lässt. In der 49er FX Klasse haben Fiona und Livia (34. Platz) vor allem im Silverfleet solide Platzierungen segeln können, das Zukunfts-Ziel heisst jetzt Goldfleet".
Ein Ausblick auf den nun anstehenden Weltcup in Hyeres? „Es ist konzentriertes Weiterarbeiten angesagt. Die wesentlichen Erkenntnisse aus den Analysen von Palma werden in die Vorbereitung für Hyères integriert und umgesetzt. Wir können schon mit einem gutem Selbstvertrauen an diesen Weltcup-Event reisen und ich bin optimistisch, dass dann auch wieder ein Schweizer Boot ins Medal Race segeln kann!“
© Marco Brunner/Swiss Sailing Team![]()
PIERRE YVES JORAND IST NEUES MITGLIED IM SST SELEKTIONSAUSSCHUSS
Seit dem 1. März 2014 gehört der Genfer Segler Pierre-Yves Jorand, zweimaliger America`s Cup Gewinner mit Alinghi, dem Selektionsausschuss des Swiss Sailing Team an.
Nach einer Olympiateilnahme 1992 (Speedski) in Albertville, hat sich Pierre-Yves seit mehr als dreissig Jahren dem Segelsport verschrieben. An Bord des Alinghi Teams in der D35 und Extreme 40 Klasse, konnte er neben dem America`s Cup bereits viele nationale und internationale Titel sammeln. Unter anderem ist er mehrfacher Gewinner des legendären Bol d`Or. Diese vielfältigen Erfahrungen im Spitzensport stellt er nun seinen Kollegen im Selektionsausschuss Tom Rüegge (Präsident) und Tom Reulein (SST Teamchef) zur Verfügung.
„Als ich damals Geschwindigkeits-Skifahren betrieben habe, konnte ich viel von dem Fördersystem für junge Schweizer Sportler profitieren“, sagt Pierre-Yves Jorand. „Heute ist es Zeit, etwas an den Nachwuchs zurückzugeben. Gerne bringe ich meine Olympiaerfahrung und die Leidenschaft für das Segeln in die Arbeit mit dem Swiss Sailing Team ein. Ich glaube fest an das Potential der Athleten und freue mich, ihre Entwicklung in den kommenden Monaten und Jahren verfolgen zu können und gleichzeitig neue Talente bei den Jüngsten zu entdecken. Dieses Jahr konzentrieren wir uns auf die Weltmeisterschaften im September in Santander, dem ersten wichtigen Meilenstein zur Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.“
© Pierre-Yves Jorand![]()
SST TALENTPOOL UND YOUTH TEAM WINTERTRAINING ERFOLGREICH ABSOLVIERT
Rund 450 Stunden an 120 Tagen haben die Seglerinnen und Segler des SST Talentpools und Youth Teams über das Winterhalbjahr auf dem Wasser trainiert. In insgesamt 6 Bootsklassen wurde ein attraktives Trainings- und Wettkampfprogramm mit internationalen Sparringspartnern absolviert.
So segelten die Optimisten bereits Ende Oktober das Teamrace in Berlin, wechselten dann nach Palma de Mallorca und konnten das gutbesetzte Teamrace in Monaco gewinnen. In Dongo fand gegen Ende März das Abschlusstraining mit Zizi Staniul und Antonis Drosopoulos statt.
Lasersegler Nils Theuninck trainierte mit seinen holländischen und belgischen Trainingspartnern in Cadiz und Lanzarote, das Laser Radial Team mit Coach Olivier Terrol segelte in Antibes und Barcelona. Die Mitglieder des Talentpools im Laser 4.7 absolvierten mit Coach Davide Deguine drei Trainingscamps in Hyères. David Biedermann und Max Haenssler qualifizierten sich anlässlich der Radial WM in Oman für das SST Youth Team.
Matias Bühler und Marco Versari betreuten den Talentpool und das Youth Team in der 420er Klasse. Von Imperia über Palamos nach Barcelona führte das intensive Trainingsprogramm, das mit dem Gewinn der Gold- und Bronzemedaille durch Wagen/Siegwart und Bachlin/Pittet an der 40. Torneio Internacional de Vela de Portugal ein erfolgreiches Ende fand. Im 470er schlossen sich Fabrice und Guillaume Rigot der leistungsstarken deutschen Nationalmannschaft an.
Die detailierte Analyse des Wintertrainings erfolgt nun durch die neue Software „Team Data Log“.
© Juerg Kaufmann/Swiss Sailing Team![]()
ZOOM AUF SST TEAMARZT DR. CHRISTOPHER SCHMIDT
Seit 2 Jahren betreut nun schon Dr. Christopher Schmidt, Sportmediziner der Schulthess Klinik, als Teamarzt die Athleten des Swiss Sailing Teams. Die Grundlage hierfür bildet der jährlich durchgeführte sportmedizinische Gesundheitscheck, welcher alle wichtigen Körperfunktionen einschliesst. „Hier erarbeite ich mit den Seglerinnen und Seglern ein Verständnis für die allfälligen Defizite oder Verletzungen. Weil die Athleten viel unterwegs sind, spielt die Organisation von Diagnostik und Therapie eine wichtige Rolle“, so Dr. Schmidt.
Eine telefonische Konsultation ist rund um die Uhr möglich und bei Notfällen haben SST Athleten einen schnellen Zugang zum gesamten medizinischen Serviceangebot der Schulthess Klinik und ihren weltweiten Partnerkliniken. Dies ist ein entscheidender Vorteil, weil im Spitzensport keine Zeit verloren werden darf.
„Sei es der Rückenschmerz oder eine komplexe Bandverletzung am Knie, wir versuchen immer als Team die Diagnostik, Prävention und Heilung zu begleiten. Mein Ziel ist es, die Athleten des Swiss Sailing Teams gesund und körperlich höchstleistungsfähig bis an die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu bringen“, meinte Dr. Schmidt anlässlich seines Teambesuchs am Worldcup in Palma.
© Marco Brunner/Swiss Sailing Team![]()
YANNICK BRAUCHLI UND DAS ERFOLGSMODELL „SAILBOX“
Yannick, was ist euer Jahresziel? "Wir sind auf Plan. Im September an der WM wollen wir versuchen, den 470-Männer-Olympia Startplatz zu erreichen."
Wie läuft eure Vorbereitung für die Spiele in Rio? "Die Saisonvorbereitungen waren intensiv und gut – mit intensiver Wasserarbeit vor Miami. Eben sind wir von Palma, vom ersten europäischen Weltcup der Saison, nach Hause gekommen. Mit dem 14. Rang sind wir recht zufrieden - aber wir wissen auch, wo wir uns noch verbessern müssen! "
Wie viele Tage und wo bist du dieses Jahr am Segeln? "Es werden 200 Tage sein: 125 Tage in Europa, 45 Tage in den USA, und 30 Tage in Rio auf dem Olympia Revier."
Du bist quasi Profi-Segler ... " Zeitlich auf jeden Fall. Olympischer Segelsport verlangt einen solchen Einsatz, wenn man nicht unter ferner liefen landen will. Berufs-Segler kann ich mich dennoch nicht wirklich nennen. Eine Olympia-Kampagne bleibt für uns Athleten ein persönliches Investment. Klar, dass ist in finanzieller, aber vor allem in sozialversicherunsmässiger Hinsicht herausfordernd.
Wie hast du das für dich gelöst? "Zum Glück habe ich in SAILBOX einen für mich idealen Arbeitgeber gefunden, der mich in einem 20% Pensum angestellt hat. Somit sind meine Sozialleistungen gedeckt. Ausserdem sind Simon und Oli sehr flexibel und geben mir Arbeit, wenn ich zwischendurch Zeit habe. Ich bin sehr dankbar, dass sie mir diese Chance geben. Ausserdem finde ich die Idee hinter Sailbox genial."
Was machst du bei Sailbox? "Sailbox ist eine schnell wachsende Non-Profit-Organisation, die es jedermann ermöglicht, ganz einfach zu Segeln. Sailbox hat bereits diverse Standorte auf 11 Seen in der Schweiz und verwendet immer den gleichen Yacht-Typ „mOcean“. Momentan helfe ich vor allem in der Administration, da ich das auch von unterwegs machen kann. Wenn ich in der Schweiz bin, arbeite ich aber auch als Trainer bei den Regatta-, Starkwind und Gennaker-Trainings mit. Und wenn’s passt bin ich Skipper an einem der Corporate-Events, die Sailbox anbietet. Das ist auch eine perfekte Abwechslung vom Weltcup-Zirkus."
www.sailbox.ch und www.brauchli-hausser.blogspot.ch
© Swiss Sailing Team/Sailbox![]()
MUSTO – DER NEUE DYNAMIC PRO SCHUH IST DA
Mit dem britischen Schuhhersteller Clarks hat sich Musto einen kompetenten Partner ins Boot geholt. Das Ergebnis der Zusammenarbeit spiegelt sich unter anderem in einem grandiosen Racing Schuh wieder - dem Dynamic Pro. Musto´s seglerisches Know-how und Clark´s technisch, handwerkliches Können bildet die perfekte Ergänzung, um einen funktionellen Performance Schuh zu entwickeln.
Der Dynamic Pro verfügt über eine rutschfeste Sohle mit Lamellenstruktur, die bei jedem Wetter exzellenten Halt gewährleistet. Die ideale Passform und höchste Stabilität versprechen ein perfektioniertes Laufgefühl. Zusätzlich besteht das Obermaterial (100% Polyamid) des Dynamic Pro aus Mesh Gewebe für einwandfreien Wasserablauf und Ventilation, um unerwünschte Feuchtigkeit aus dem Schuh zu transportieren. Auch das Innenfutter trägt dank geruchsabweisender Behandlung dazu bei, einer unangenehmen Geruchbildung entgegenzuwirken.
Der Dynamic Pro ist in zwei verschieden Farbvarianten erhältlich: Light Grey und Yellow.
© MustoNewsletter #1
Liebe Segelsportenthusiasten,
Winterzeit ist Vorbereitungszeit. Bereits seit November vergangenen Jahres sind unsere Trainer mit ihren Athleten und deren Sparringpartnern in der ganzen Welt unterwegs, um die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison 2014 zu schaffen. Swiss Sailing Team arbeitet aber auch an Land an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Schweizer Olympiasegelsport. Ein neuer Sponsor für das National A-Team wurde gefunden, die neue Planungs- und Analysesoftware „Team Data Log“ ist eingeführt. Zudem können wir auch noch neue Mitglieder im B-Kader und Youth Team willkommen heissen. Grund genug, um diese Newsletter von vorne bis hinten durchzulesen.
Wir wünschen eine spannende Lektüre!
Index :
- TeamWork engagiert sich für die Nationalteam-Athleten des Swiss Sailing Teams
- Mateo Sanz Lanz – ein Auslandschweizer auf dem Weg nach Rio 2016
- Team Data Log – erfolgreich vernetzt
- Biedermann und Haenssler für das Youth Team qualifiziert
- «cool and clean» - für einen fairen und sauberen Sport
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TEAMWORK ENGAGIERT SICH FÜR DIE NATIONALTEAM-ATHLETEN DES SWISS SAILING TEAMS
Die Genfer Firma TeamWork setzt seine Förderung des Schweizer Segelsports weiter fort und unterstützt die Athleten des Nationalteams bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.
Die von dem heutigen Präsidenten, Philippe Rey-Gorrez, im Jahre 1999 gegründete TeamWork AG ist eine unabhängiger Anbieter für Dienstleistungen im Informatikbereich. Die Firmengruppe TeamWork, die zu den führenden Partnern von SAP in der Schweiz gehört, zählt rund 300 Mitarbeiter in der Schweiz, Frankreich, Vietnam, Amerika und Singapur.
Mit dem Projekt „TeamWork – Voile et Montagne“ engagiert sich die Firma bereits seit 2009 für junge Seglerinnen und Segler. So werden die erfolgreichen 470er Olympiasegler Yannick Brauchli / Romuald Hausser bereits seit 2012 umfangreich unterstützt.
“Bei TeamWork haben wir uns entschieden, unsere Partnerschaft mit dem Schweizerischen Olympiasegelsport nochmals zu verstärken mit dem Ziel, den talentiertesten jungen Regattasegler in ihrem Streben nach Exzellenz zu helfen.“ erklärt Philippe Rey-Gorrez.
SST Teamchef Tom Reulein: “Mit der Unterstützung von TeamWork können wir unseren Seglerinnen und Seglern jetzt eine sehr viel bessere Perspektive bieten, sich voll auf ihre Olympiakampagne zu konzentrieren. Natürlich müssen sie jährlich die Leistungskriterien für das Nationalteam bestätigen, um diese Förderung zu erhalten. Das hält die Motivation hoch!“
Mehr Infos: www.teamworkvoileetmontagne.com et www.teamwork.net
© Christophe Breschi![]()
MATEO SANZ LANZ – EIN AUSLANDSCHWEIZER AUF DEM WEG NACH RIO 2016
Bereits im Oktober 2013 hatte der SST Selektionsausschuss das eingereichte B-Kader Projekt von Auslandschweizer Mateo Sanz Lanz positiv bewertet. Nach der Freigabe des Spanischen Seglerverbandes und der Bestätigung durch die International Sailing Federation ist der Nationenwechsel von Mateo Sanz Lanz in die Schweiz unter Dach und Fach. „Wir freuen uns, dass es jetzt geklappt hat. Mateo ist topfit, hochmotiviert und hat ein enormes Leistungspotential vor allem bei Leicht- und Mittelwind“, so Teamchef Tom Reulein zu seinem neuen Athleten.
Mit seinen 20 Jahren hat der in Formentera lebende Windsurfer Mateo Sanz Lanz bereits einen beachtlichen Leistungsausweis vorzuweisen. Zweimal stand er schon auf dem Podest der ISAF Youth Worlds, 2010 in Istanbul gewann er sogar den heissbegehrten Weltmeistertitel. Die ersten Resultate bei der Elite in der vergangenen Saison lagen schon nahe an den Ergebniskriterien, die man zur Qualifikation in das SST Nationalteam erfüllen muss (EM: 19. Platz, WM: 25. Platz, Santander Testevent: 8. Platz).
Betreut wird Mateo von seinem langjährigen Coach Asier Fernandez, der anlässlich der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona auf dem damaligen Lechner A390 einen sehr guten 6. Platz belegte. Fernandez leitet das Zentrum Windsurfen auf Formentera, wo Mateo auch weiterhin in der Trainingsgruppe integriert bleibt. „Es ist mein absoluter Traum, die Schweiz erfolgreich an den Olympischen Spielen in Rio 2016 vertreten zu können“, so Mateo Sanz Lanz zu seinen neuen Perspektiven.
© DR![]()
TEAMDATALOG - ERFOLGREICH VERNETZT
Seit Januar 2014 verfügt das Swiss Sailing Team und Swiss Sailing über das neue internetbasierte Softwaretool. Team Data Log erleichtert und systematisiert in erster Linie die Planungen von Athleten und Coaches. Zusätzlich bietet die Software die Möglichkeit zur umfangreichen Trainingsdokumentation und statistischen Auswertung der gesamten Segelaktivität. Sämtliche individuellen Inhalte können mit ausgewählten Partnern wie Coaches, Trainingspartnern oder Konditionstrainern geteilt werden, um eine enge und effektive Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Team Data Log wurde von dem ehemaligen 470er Segler Andrea Minetti, Tobias Vogler und Marco Versari entwickelt und wird seitens Swiss Sailing allen Regionen zur Verfügung gestellt. „Nach nur einem Monat sind die Nutzerzahlen von mehr als 100 Accounts sehr ermutigend. Klar ist auch, dass wir die Software entsprechend den Feedbacks und den Bedürfnissen der Nutzer weiterentwickeln werden“, sagte Andrea Minetti, CEO von wavein.ch.
Eine Testversion der Team Data Log Software können Sie einfach unter admin@teamdatalog.com anfordern.
www.teamdatalog.com, www.wavein.ch, www.TVdesign.ch
© TeamDataLog![]()
BIEDERMANN UND HAENSSLER FÜR DAS YOUTH TEAM QUALIFIZIERT
Anlässlich der Ende Dezember 2013 im Oman stattgefundenen Laser Radial Youth Worlds konnten sich die beiden Mitglieder des Talentpools David Biedermann und Max Haenssler für das SST Youth Team qualifizieren. Bereits im ersten Jahr nach ihrem Umstieg vom Laser 4.7 in den Laser Radial bewiesen die beiden Segler, dass sie sich in der U17-Wertung schon unter den TOP 10 der Weltklasse etabliert haben.
David Biedermann (Bordée de Tribord) fand den Einstieg in den Segelsport 2005 über den Optimist. Derzeit führt er noch die Europäische Jahresrangliste 2013 in der Laser 4.7 Klasse an. „Als ich lernte, wie das Segeln funktionierte, wollte ich immer mehr und mehr wissen. Die Natur zu nutzen, um sich über das Wasser zu bewegen, ist ein starkes Gefühl. Deswegen liebe das Segeln!“, so David zu seiner Passion. Im Frühjahr 2013 machte Max Haenssler (Amicale de voile de Portalban) durch einen Sieg am Laser Europa-Cup Gardasee auf sich aufmerksam. Der 16-jährige Segler, der nach 6 Jahren im Optimist in den Laser wechselte, hat seine Stärken vornehmlich beim Mittel- und Starkwind. Beide Segler werden von David Deguine trainiert, der schon seit mehreren Jahren als Coach für das Swiss Sailing Team unterwegs ist. David und Max haben sich eine erfolgreiche Olympiakampagne im 470er als langfristiges Ziel gesetzt.
Mitglieder im Youth Team profitieren von einem umfangreicheren Trainings- und Betreuungsprogramm, der professionellen sportmedizinischen Betreuung und Leistungsdiagnostik der Schulthess Klinik, den individuellen MUSTO Promotionsverträgen und einer zielgerichteten Karriereplanung. Beste Voraussetzungen also, um den Übergang vom Juniorenlevel hin zur Elite in den Olympischen Bootsklassen erfolgreich zu bewältigen.
© Marco Brunner/Swiss Sailing Team![]()
«COOL AND CLEAN» - EN FAVEUR D'UN SPORT SAIN ET LOYAL
Für Jugendliche ist Sport gut für die Entwicklung von Körper, Geist und Kameradschaft. Dass Jugendliche gerne gewinnen, gerne schneller sein möchten als die anderen, das ist normal. Aber nur legal errungene Siege sind richtige Siege. Genau hier kommt das «cool and clean» ins Spiel. Fairness, rauch- und dopingfreier Sport sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Alkoholkonsum:
Dafür steht das von Swiss Olympic und den Bundesämtern für Sport (BASPO) und für Gesundheit (BAG) getragene Präventionsprogramm ein. «cool and clean» richtet sich an sportbegeisterte Jugendliche im Jugendsport und im Nachwuchsleistungssport.
Die Anmeldung erfolgt über den Sportverein, das Leistungskader oder die Swiss Olympic Label Schule. Wer mitmacht, setzt sich bewusst für einen fairen und sauberen Sport ein und hält sich an die «cool and clean»-Commitments. Der Name ist dabei Programm: «cool» steht für die Commitments «Ziele erreichen, «an die Spitze wollen und Fairplay, «clean bezieht sich auf Doping, Verzicht auf Tabak und Cannabis sowie massvollen Alkoholkonsum.
Sämtliche Juniorenkader (Talentpool und Youth Team) des Swiss Sailing Teams sind dem Präventionsprogramm «cool and clean» verpflichtet. In den Wintertrainings und dem Talentscout Camp werden die Athleten immer wieder durch ihre Trainer für diese wichtigen Themen sensibilisiert.
Videolinks:
Magische Hände - “Das ist «cool and clean”: www.youtube.com/watch?v=TorjSOVIjaA&feature=youtu.be
Sébastien Schneiter gewinnt Bronze Medaille an Jugend-Weltmeisterschaft
19 jähriger Genfer segelt bei seiner letzten Laser Radial Regatta wiederum auf Rang 3
In einem nervenaufreibenden Showdown entschied sich die diesjährige Jugend-Weltmeisterschaft im Laser Radial Boys in Mussanah (Oman). Nach 5 Tagen und insgesamt 10 Wettfahrten bei gut gemischten Windbedingungen hatten sich genau drei Titelanwärter im Feld der 53 Boote heraus kristallisiert. Neben Gianmarco Planchestainer (ITA) und Benjamin Vadnai (HUN) konnte sich auch Sebastien Schneiter (SUI) von der Societé Nautique de Geneve in der Spitzengruppe etablieren und zwischenzeitlich sogar die Führungsposition einnehmen.
Nach einer Disqualifikation wegen Frühstarts im 9. Race lag Schneiter vor dem Abschlusstag auf dem zweiten Gesamtrang mit nur 3 Punkten Abstand auf den erstplatzierten Vadnai (HUN). Nach mehrmaliger Startverschiebung aufgrund Windmangels konnte nur mehr eine Wettfahrt gesegelt werden. Bei überaus leichten Winden konnte Vadnai das glücklichere Ende für sich entscheiden und gewinnt vor Planchestainer und Schneiter.
Sebastien: "Nach bereits zwei Podestplätzen an den World Championships in diesem Jahr, war mein Ziel jetzt ganz klar die Goldmedaille. Leider verpasste ich nach einem verrückten Wochenende mit ausserordentlich schwierigen Segelbedingungen dieses Ziel um gerade einmal 4 Punkte. Ich bedauere meine Disqualifikation aufgrund der schwarzen Flagge anlässlich des 9. Laufs enorm, den ich sonst nämlich gewonnen hätte. Dennoch ist das Gesamtresultat sehr gut. Diese Regatta beschliesst eine sehr gute Saison, welche bisher die beste überhaupt in meiner Segelkarriere darstellt. Ich bin sehr stolz auf die drei 3. Plätze anlässlich der World Championships (ISAF Youth Worlds, Laser radial Open Worlds und Laser Youth Worlds).„
Auch sein Coach David Deguine zeigte sich beeindruckt von seinem Athleten, den er schon seit vielen Jahren kennt.
Schneiter beendet mit dieser Weltmeisterschaft seine überaus erfolgreiche Karriere in der Laser Radial Klasse und beginnt bereits im Januar mit Youth Americas Cup Skipper Lucien Cujean als Vorschoter eine Olympiakampagne im 49er.
Foto LDD - Copyright Schneiter / Sébastien Schneiter (à droite) et son coach David DeguineWm-Bronze Medaille im Olympischen Katamaran Nacra 17
Bühler / Brugger werden hervorragende Dritte in Scheveningen
Insgesamt 66 Boote, darunter die komplette Weltspitze aus Holland, Frankreich, Australien und England segelten vor Scheveningen um den ersten Weltmeistertitel in dieser noch so jungen olympischen Bootsklasse. Starken Meeresströmungen und wenig Wind machten es dem Race Committee nicht einfach, alle Wettfahrten nach Programm durchzuführen.
Bereits nach zwei Flautentagen mussten 5 Wettfahrten am Stück gesegelt werden, um die Qualifying Round abzuschliessen. Mit einer hervorragenden Leistung (3., 5., 1. und 2.) legten hier Matias Bühler und Nathalie Brugger, die für den Gstaad Yacht Club starten, den Grundstein für den späteren Medaillenerfolg. In den drei Finalraces fielen sie zwischenzeitlich auf Rang 9 zurück, um sich mit einem exzellenten 2. Platz in der letzten Tageswettfahrt noch aufs Podium zu segeln. Das abschliessende Medal Race der besten 10 Boote konnte aufgrund Windmangels nicht mehr ausgetragen werden.
Matias Bühler: „Wir sind sehr glücklich mit diesem Ergebnis und stolz auf Bronze an dieser ersten Nacra 17 Weltmeisterschaft. Damit bestätigen wir unseren grosses Ziel, an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 eine Medaille gewinnen zu können.“ Nathalie Brugger: “Um auch weiterhin konkurrenzfähig mit den führenden Segelnationen zu sein, benötigt unser Olympiaprojekt jedoch noch weitere starke Unterstützer.“
Erst seit November vergangenen Jahres trainieren die beiden olympiaerfahrenen Ausnahmetalente und Mitglieder im Swiss Sailing Team gemeinsam mit den Coaches Sebastien Godefroid (BEL) und Laurent Voiron (FRA) und haben sich innerhalb kürzester Zeit in der absoluten Weltspitze etabliert.
Fotos: Copyright http://photo.thomtouw.com
Die Athleten des Swiss Sailing Team beenden die Olympischen Spiele mit einem Lichtblick
Eine Olympiamedaille in London 2012 war das vor 6 Jahren hochgesteckte Ziel des Swiss Sailing Teams. Dies wurde nicht erreicht, jedoch beendet die Schweizer Equipe ihren Auftritt in Weymouth auch mit positiven Aspekten.
Die Ergebnisse: Richard Stauffacher (RSX Windsurfing) qualifizierte sich fürs Medal Race und platzierte sich als 10., Nathalie Brugger (Laser Radial) wurde 14., Marazzi / De Maria (Star) segelten auf den Rang 13 und Brauchli / Hausser (470) beenden ihre erste Olympiateilnahme auf dem 16. Platz. Ein Gesamtergebnis, welches man durchaus als positiv bewerten kann, auch wenn sich die Athleten vor der Regatta höhere Ziele gesetzt hatten.
Das erfahrene Starbootteam Marazzi / De Maria, Vierte in Athen 2004 und Fünfte in Peking 2008 musste die olympische Regatta auf dem ernüchternden 13. Platz beenden. Flavio Marazzi: „Seit dem ersten Lauf auf dem West Course segelten wir einem grossen Punkterückstand hinterher. Mit etwas mehr Mut und Glück im richtigen Moment hätten wir mehr Selbstvertrauen in den weiteren Wettfahrten gehabt. Wir konnten mit dem Swiss Sailing Team auf einen verlässlichen Partner setzen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Gstaad Yacht Club und SST konnte nicht zuletzt eine verlässliche Wettervorhersage erarbeitet werden. Wir bedanken uns herzlich bei all unseren persönlichen Sponsoren und Partnern, und insbesondere Swiss Olympic und dem Swiss Sailing Team.“
Nathalie Brugger, Sechsplatzierte von Peking 2008, konnte ihr ambitiöses Ziel nicht erreichen. “Ich hatte eigentlich immer sehr gute Starts und habe so hart wie möglich gekämpft. Das Niveau der anderen Damen waren einfach zu hoch und es war extrem schwer, in die Top 10 zu fahren.“ Das Ergebnis spiegelt nach Aussage von Teamchef Tom Reulein Bruggers Leistungslevel der letzten Monate wider. So sagte Coach Olivier Terrol: “Wir haben die letzten sechs Monate sehr hart gearbeitet und immer maximal gekämpft.“
Mit einem 7. Rang im Medal Race der weltweit 10 besten Windsurfer kam Richard Stauffacher bei seinen dritten Olympischen Spielen seinem anvisierten Ziel des olympischen Diploms sehr nahe.. „Ich habe noch nie soviel und intensiv gepumpt wie in diesen beiden letzten Wettfahrten. Ich bin jetzt fix und fertig und trotzdem freue ich mich natürlich riesig!“ so Stauffacher. “Nach den ersten 10 Wettfahrten war das das Maximum, was ich noch erreichen konnte. Wäre ich die ganze Regatta so gesurft wie heute, dann wäre ich sicher weiter vorne im Fleet und hätte ums Diplom kämpfen können.“
Die beiden jungen 470er Segler Yannick Brauchli und Romuald Hausser zeigten eine stabile Performance über den gesamten Regattaverlauf und konnten mit zwei 7. Plätzen ein deutliches Ausrufezeichen für die Zukunft setzen. Yannick: “Wir sind sehr happy, dass es schon bei der ersten Olympiateilnahme für ein solch gutes Ergebnis gereicht hat. Jetzt müssen wir einfach konzentriert weiter arbeiten.“
Teamchef Tom Reulein: “RSX und 470er haben ihre persönliche Zielstellungen annährend erreicht, Star und Radial konnten die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Grundsätzlich haben wir gesehen, das sich der olympischen Segelsport technologisch und trainingsmethodisch nochmals weiterentwickelt hat. Man kann sich nicht erlauben, in einem vierjährigen Vorbereitungszyklus Zeit zu verlieren, wenn man um Medaillen mitsegeln will. Die aus unserer detaillierten Analyse gewonnenen Erkenntnisse werden wir unmittelbar in die Vorbereitungen für den nächsten Olympiazyklus einbringen. Denn die Olympiakampagne 2016 beginnt nach der Abschlussfeier in London.“
Foto: © Juerg Kaufmann / Swiss Sailing TeamSwiss Olympic hat die Mitglieder der Schweizer Olympiadelegation im segeln offiziell selektioniert
Sechs Mitglieder des Swiss Sailing Teams werden die Schweiz an den Olympischen Spielen 2012 in London / Weymouth im Segeln vertreten Es sind dies: Flavio Marazzi / Enrico De Maria , Nathalie Brugger , Richard Stauffacher sowie Yannick Brauchli / Romuald Hausser
Swiss Olympic hat heute die Liste jener Segler veröffentlicht, welche für die Schweiz vom 29. Juli bis 10. August an den olympischen Regatten in Weymouth, Südengland, teilnehmen werden. Es sind dies Flavio Marazzi und Enrico De Maria im Star Boot, Nathalie Brugger im Laser Radial, Richard Stauffacher im Windsurfen RS:X sowie Yannick Brauchli und Romuald Hausser im 470er.
„Wir sind ein starkes Team aus erfahrenen Athleten, Coaches und Staff, die mit klaren Zielstellungen nach Weymouth reisen“, erklärt Tom Reulein, der Verantwortliche der Schweizer Delegation. „Aber auch das Nachwuchsteam Brauchli / Hausser haben bereits Olympia Reife bewiesen. Ich bin überzeugt, dass unsere Segler ihre persönliche Bestleistung während der olympischen Wettfahrten abrufen können. Wenn alles passt, sind auch sehr gute Resultate möglich!“
Flavio Marazzi und Enrico De Maria, Vierte an den Olympischen Spielen in Athen und Fünfte an den Spielen in Peking, haben anlässlich der kürzlich in Hyères ausgetragenen Weltmeisterschaften den sechsten Rang ersegelt und haben damit eindrücklich unter Beweis gestellt, dass sie zu den momentan zum Kreise der besten Athleten zählen.
Richard Stauffacher, der ebenfalls in Top Form ist, klassierte sich im vergangenen Monat in Hyères ebenfalls auf dem sechsten Platz. Er hat bereits an den Olympischen Spiele von Athen 2004 und Peking 2008 (14. Schlussrang) teilgenommen und schafft es immer wieder, an Grossanlässen über sich selbst hinaus zu wachsen.
Nathalie Brugger, die Seglerin aus Estavayer-le-Lac verfügt ebenfalls über diese Qualität. Die Sechstplatzierte von Peking steigert ihre Leistung seit Beginn des Jahres kontinuierlich und hofft, bis zu den Olympischen Spielen in Höchstform zu sein.
Das junge Team Yannick Brauchli und Romuald Hausser nehmen in diesem Sommer zum ersten Mal an Olympischen Spielen teil. Als Gesamt-Zwanzigste am Weltcup von Hyères haben sie die Anforderungen von Swiss Olympic (15. Nationen) erfüllt. Ihre Qualifikation für London erlaubt den beiden, wertvolle Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln.
„Die Mitglieder vom Swiss Sailing Team London 2012 bilden ein hochqualitatives Team, welches über ein starkes Leistungspotential verfügt“, erklärt Vincent Hagin, Präsident von Swiss Sailing. „Vier Jahre nach den Olympischen Spielen von Qingdao ist es uns gelungen, Athleten zu selektionieren, die in der Lage sind, starke Leistungen zu erbringen und eine reelle Chance haben, eine Medaille zu holen. Während der sehr schwierigen sechsmonatigen Selektionsphase haben auch jüngere Athleten eine tolle Leistung gezeigt. Besonders das 470er Team der Männer hat zu beeindrucken vermocht. Ich wünsche allen Mitgliedern vom Swiss Sailing Team London 2012 eine erfolgreiche Endvorbereitungsphase.“






























