Los Angeles ruft!
Nach den Olympischen Spielen von Paris 2024 stellt sich das Swiss Sailing Team neu auf. Entsprechend wird die Kadereinteilung der Athletinnen und Athleten mit Blick auf die Spiele Los Angeles 2028 überarbeitet.
Um einen Kader-Status für das Swiss Sailing Team zu erhalten, sind alle Seglerinnen und Segler aufgefordert, ihre Unterlagen gemäss Selektionsreglement einzureichen. Deadline ist der 20.10.2024.
Anschliessend werden die Dossiers geprüft und das Selektions-Komitee entscheidet bis Mitte November über die Kader-Einteilung. Ab Mitte November finden in Dietikon individuelle Meetings mit den Squads oder den einzelnen Seglerinnen und Seglern statt. Anfang Dezember werden die neuen Kader des Swiss Sailing Teams offiziell kommuniziert und die entsprechenden Swiss Olympic Cards aktiviert. Der Prozess für die Seglerinnen und Segler des Talentpools und des Youth Teams wird gemässen Nachwuchsförderungskonzept von Swiss Sailing durchgeführt.
Bei Fragen oder Unklarheiten stehen Christian Scherrer respektive Riccardo Giuliano (für das Youth Team und den Talentpool) zur Verfügung.
Fünf Diplome und viel Respekt
Die Olympia-Delegation des Swiss Sailing Teams kehrt mit fünf Diplomen von Marseille nach Hause. Maud Jayet (SNG) auf dem ILCA 6, Elena Lengwiler (SKA/GYC) auf dem Formula Kite, Elia Colombo (CVLL) auf dem iQ Foil, Sébastien Schneiter (SNG) und Arno de Planta (CVV/SNG) auf dem 49er sowie Yves Mermod (TYC) und Maja Siegenthaler (TYC) auf dem 470 Mixed – alle qualifizierten sich fürs Medal Race, respektive für die Medal Series und sicherten sich mit einer grossartigen Leistung ein Diplom. Die lang ersehnte Medaille war verschiedene Male zum Greifen nah – doch es sollte sein. Nach den Spielen ist vor den Spielen: Das Ziel Olympia-Medaille wird in Los Angeles 2028 erneut im Fokus stehen.

Es war vielleicht der dramatischste Moment aus Schweizer Sicht: Elena Lengwiler, gestartet mit einem Bonus-Punkt, musste im Halbfinale mindestens zwei Laufsiege schaffen und zudem die Angriffe von Daniela Moroz (USA, zwei Bonus-Punkte) abwehren. Die 28-jährige Kiterin aus Unterterzen startete hervorragend und übernahm sogleich die Führung. Sie hatte Moroz unter Kontrolle – bis sie bei einer Wende vom Foil und damit ins Wasser fiel. Aus und vorbei der Traum vom Finale und damit die Chance auf eine Medaille! Oder doch nicht? Lengwiler kämpfte sich tatsächlich zurück, machte Meter um Meter auf die führende Amerikanerin gut und gewann den Lauf schliesslich in einem Photo-Finish. Bis sich die Jury meldete und Elena Lengwiler eine Strafe wegen zu wenig Raum bei der zweiten Luvtonne aufbrummte…
Der Kampfgeist von Elena Lengwiler war sinnbildlich für die Leistung des Schweizer Teams.
• Die 470-Segler Yves Mermod und Maja Siegenthaler eröffneten die Regattaserie mit einem Frühstart: Black Flag im ersten Lauf. Sie liessen den Kopf nicht hängen – sondern gewannen gleich darauf den zweiten Lauf. Und als es am letzten Tag bezüglich der Qualifikation für das Medal Race darauf ankam, legten sie nochmal einen Laufsieg nach.
• Elia Colombo hatte auf dem iQ Foil zu kämpfen und kam nicht richtig auf Touren. Bis er den letzten Lauf gewann und anschliessend dank eines gewonnen Podests den Sprung in die Medal Series doch noch schaffte. Dort war er auf Halbfinal-Kurs und nur ein Winddreher zu seinen Ungunsten verhinderte das Weiterkommen.
• Sébastien Schneiter und Arno de Planta liessen sich trotz einer schwierigen Regattaserie nicht beirren und segelten immer wieder vorne mit. Im abschliessenden Lauf der Qualifikation lagen sie bei der letzten Luvtonne auf einer Spitzenposition – bevor eine Bojenberührung sie zu einem Strafkringel zwang. Nach einer nicht ganz perfekten Ausführung nutzten die hinter ihnen liegenden Spanier die Chance, um Schneiter/de Planta gleich noch zu einem zweiten Kringel zu provozieren und ihre Medaillenchancen auf ein Minimum sinken zu lassen.
• Auch bei Maud Jayet auf dem ILCA 6 gab es Ups und Downs. Am letzten Tag der Qualifikation startete die Waadtländerin als Drittplatzierte im rosa Bip, musste jedoch im ersten Lauf nach einem schlechten Start ihr Streichresultat notieren und rutschte auf den 4. Platz. Der zweite Start gelang hervorragend und Jayet lag virtuell wieder auf Medaillenkurs – bis die Wettfahrtleitung den Lauf abbrach… Der Rest ist bekannt: Im Medal Race gelang ihr wie den anderen Schweizer Seglerinnen und Seglern kein Exploit und Maud Jayet musste sich mit dem zwar hervorragenden jedoch undankbaren 4. Platz begnügen.
Für Christian Scherrer, Teamchef des Swiss Sailing Teams, überwiegen trotzdem die positiven Gefühle und Erfahrungen: «Das ganze Team, alle Athletinnen und Athleten, aber auch die Coaches und alle weiteren Betreuer und Helfer trugen zu diesen tollen Resultaten bei.» Im Rückblick funktionierte das gesamte Setup des Swiss Sailing Teams hervorragend. Das von Marco Brunner organisierte Teamhouse, nur wenige Fahrrad-Minuten von den Athletenhotels und vom Olympia-Hafen Roucas Blanc entfernt, diente als Basis und Rückzugsort der Seglerinnen und Segler. Von dort aus unterstützte Headcoach Toni Otero die einzelnen Coaches, dort bearbeitete Physiotherapeutin Elena Moraga die müden Muskeln und beanspruchten Gelenke, dort erarbeitete Marco Versari die wahrscheinlichsten Wetter-Szenarios und dort sorgte nicht zuletzt Marius Mermod für das leibliche Wohl des Teams. Eine wichtige Rolle nahm auch Mental-Coachin Maayke van der Pluijm wahr – im Teamhouse, im Hafen und auf dem Wasser. «Eine Medaille als krönenden Abschluss der Olympia-Kampagne Paris 2024 blieb uns leider verwehrt», bilanziert Christian Scherrer. «Ich bin jedoch stolz auf das ganze Team und auf die fünf Diplome – diese Leistung ist herausragend für den Schweizer Segelsport. Mein Dank geht auch an die engagierten Clubs, den Verband und alle Mitglieder von Swiss Sailing für das Vertrauen und die Unterstützung. Wir werden das Gelernte aufnehmen und freuen uns auf die kommende Herausforderung Los Angeles 2028.»
Diplomübergabe an die Schweizer Seglerinnen und Segler durch Ralph Stöckli, Chef de Mission von Swiss Olympic (rechts aussen). Es fehlte Elia Colombo.
Tag 12 in Marseille: Noch zwei Diplome!
Yves Mermod und Maja Siegenthaler erwischten beim Medal Race der 470 einen guten Start und segelten auf der linken Bahnseite zur ersten Wendemarke. Die Taktik zahlte sich aus und das Schweizer Boot lag zwischenzeitlich auf dem dritten Platz. Bei der zweiten Kreuz entschieden sich Mermod/Siegenthaler dann jedoch für die rechte Bahnseite, was in den letzten Tagen oftmals die richtige Wahl war. «Diesmal leider nicht. Wir blieben rechts aussen stehen und wurden nach hinten durchgereicht», erzählte Maja Siegenthaler später. «Wir haben viele richtige Entscheidungen getroffen, während der Regatta, diese war falsch. Trotzdem blicken wir auf eine tolle Woche zurück und konnten die Tage hier in Marseille geniessen.» Mit dem 8. Platz im Medal Race fielen Yves Mermod und Maja Siegenthaler auf den 8. Schlussrang zurück, sicherten sich jedoch das angestrebte Diplom. «Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung», sagte Yves Mermod zu seiner Olympia-Premiere. «Ich bin stolz darauf, wie wir die Regatta angegangen sind, und wie es uns gelang, stets den Fokus zu behalten. Dass wir zusammen ein Diplom ersegelt haben, ist umso schöner.»
In der erstmal olympischen Kite-Klasse surfte Elena Lengwiler in einer schwierigen Qualifikation mit nur sechs statt den geplanten 16 Wettfahrten auf den 6. Platz. In den Medal Series musste sie in ihrem Halbfinal darum die vor ihr liegende Amerikanerin Daniela Moroz unbedingt schlagen, um ins Finale zu kommen. Nach einem guten Start lag die 28-jährige St. Gallerin vorne, fiel jedoch dann bei einer Wende vom Foil und ins Wasser. Mit einer beeindruckenden Aufholjagd gelang es ihr tatsächlich, Moroz in einem Photofinish noch abzufangen – allerdings erhielt sie wegen einer Berührung einen Strafpunkt und musste den Sieg in ihrem Halbfinale trotzdem der Amerikanerin überlassen. «Es war ein toller Tag mit endlich richtig guten Bedingungen», freute sich Elena Lengwiler. «Ich freute mich, nochmals einige gute Rennen zufahren. Leider crashte ich eine Wende und ging baden. Trotzdem bin ich sehr happy hier in Marseille dabei gewesen zu sein. Es war ein grandioses Erlebnis.» In der Endabrechnung blieb Lengwiler auf dem 6. Schlussrang und sicherte sich ein Olympia-Diplom.
Die Olympia-Delegation des Swiss Sailing Teams kehrt damit mit 5 Diplomen von Marseille nach Hause. Maud Jayet (SNG) auf dem ILCA 6, Elena Lengwiler (SKA/GYC) auf dem Formula Kite, Sébastien Schneiter (SNG) und Arno de Planta (CVV/SNG) auf dem 49er, Yves Mermod (TYC) und Maja Siegenthaler (TYC) auf dem 470 Mixed sowie Elia Colombo (CVLL) auf dem IQ Foil – alle qualifizierten sich fürs Medal Race, respektive für die Medal Series und sicherten sich mit einer grossartigen Leistung ein Diplom. Die lang ersehnte Medaille war verschiedene Male zum Greifen nah – doch es sollte sein. Für Christian Scherrer, Teamchef des Swiss Sialing Teams, überwiegen die positiven Gefühle und Erfahrungen bei weitem: «Das ganze Team, alle Athletinnen und Athleten, aber auch die Coaches und alle weiteren Betreuer und Helfer trugen zu diesem tollen Resultat bei. Mein Dank geht auch an die engagierten Clubs, den Verband und alle Mitglieder von Swiss Sailing für das Vertrauen und die Unterstützung. Wir werden das Gelernte aufnehmen und freuen uns auf die kommende Herausforderung in Los Angeles 2028.»
Tag 11 in Marseille: 4. Platz für Maud Jayet
Nach einer tollen Olympia-Kampagne segelt Maud Jayet im ILCA 6 auf den undankbaren 4. Platz. Sie hatte bis zum Schluss eine Medaille vor Augen, schaffte es im Medal Race jedoch nicht, die vor ihr liegende Norwegerin Line Flem Hoest noch abzufangen. Ihre Leistung hier in Marseille und die des ganzen Teams um sie herum kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Bei ihrer Olympia-Premiere in Tokyo lief 2021 nicht alles nach Wunsch. Nach einem mässigen Auftakt kam sie in eine Negativspirale und konnte ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Drei Jahre harte und fokussierte Arbeit haben sich ausbezahlt. Auch in Marseille startete Maud Jayet mit einem 16. Laufrang und damit alles andere als ideal in den Wettkampf. Doch anders als in Tokyo liess sie den Kopf nicht hängen und schaute vorwärts. «Die Verhältnisse waren die ganze Zeit über enorm herausfordernd und ich wusste, dass es in erster Linie darum gehen würde, nicht zu viele Fehler zu machen», analysierte die 28-Jährige den Rennverlauf. Auch ein 13. und ein 17. Rang am dritten Tag sowie ein 22. (als Streichresultat) am fünften Tag brachten sie nicht aus dem Konzept. Allerdings lag sie vor dem Medal Race fünf Punkte hinter der Bronzemedaille zurück – eine Hypothek, die sich schlussendlich als zu gross erwies. «Ich wollte die rechte Bahnseite und kam beim Start auch gut weg. Leider drehte der Wind dann nicht wie erhofft nach rechts und ich hatte bei dem kurzen Lauf keine Chance mehr, nochmals anzugreifen», sagte Maud Jayet nach dem Medal Race unter Tränen. «Am Schluss zählt an den Spielen nur eine Medaille und die habe ich leider verpasst. Ich habe alles gegeben – im Moment ist es schwierig, positiv zu bleiben.»
Trotz verpasster Medaille ist die Leistung der 28-jährigen Waadtländerin bemerkenswert. Und sie kommt keinesfalls überraschend. Nach den Olympischen Spielen von Tokyo stellte Maud Jayet einiges auf den Kopf und suchte sowohl im physischen wie im psychischen Bereich neue Lösungen. Sie absolvierte unzählige Stunden im Kraftraum der Uni Lausanne und für die mentale Arbeit fand sie in Maayke van der Pluijm eine passende Coachin. Die in Lausanne lebende Niederländerin arbeitet für das ganze Swiss Sailing Team, war auch in Marseille mit dabei und half Jayet, möglichst alle Nebengeräusche auszublenden. Schliesslich zahlte sich auch die Ende 2021 begonnene Zusammenarbeit mit Trainer Mikael Lundh aus. Der Schwede war früher selber Profi-Segler und gilt als extrem fordernder Trainer, der nur den Erfolg seiner Athletin vor Augen hat.
«Die Entwicklung von Maud ist wirklich bemerkenswert», sagt auch Christian Scherrer, Chef des Swiss Sailing Teams. «Mit ihren beiden Vize-Weltmeistertiteln hat sie gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehört. Auf die Olympischen Spiele hin hat sie sich selber enorm unter Druck gesetzt – umso mehr freuen wir uns über diesen Erfolg. Selbstverständlich wäre eine Medaille noch schöner gewesen, doch ein 4. Platz bei den ILCA 6 ist ein hervorragendes Resultat.»
Keine Wettfahrten gab es sowohl bei den 470 Mixed mit Mermod/Siegenthaler als auch bei den Kitesurferinnen. Das Medal Race der 470 wird morgen nachgeholt und die Kiterinnen starten morgen zu den Medal Series. Elena Lengwiler geht dabei vom 6. Platz ins Rennen: Sie wird den 1. Halbfinal mit einem Punkt in Angriff nehmen – um ins Finale zu kommen, braucht es 3 Punkte.
Verfolgen Sie das Swiss Sailing Team online und auf den Social-Media-Kanälen – wir berichten täglich aus Marseille:
Newsroom/Internet: www.swiss-sailing-team.ch
Instagram: swisssailingteam
Facebook: SwissSailingTeam
Alle Fotos: (c) Sailing Energy
Tag 10 in Marseille: Auch Mermod/Siegenthaler im Medal Race
Yves Mermod und Maja Siegenthaler erwischten im ersten Lauf einen denkbar schlechten Start und fanden sich weit hinten im Feld wieder. Als sich beim Gate die Chance ergab, wagten sie im Gegensatz zu den anderen Teams einen Schlag nach links – und rundeten die Luvtonnen nach der zweiten Kreuz als Führende! Den herausgesegelten Vorsprung verwalteten sie dann sicher. Mit diesem Laufsieg und dem anschliessenden soliden 9. Platz verbesserten sie sich auf den 6. Zwischenrang. «Wir segelten über alles gesehen eine gute Regatte und konnten auch auf Rückschläge immer wieder reagieren», bilanzierte Yves Mermod vor dem abschliessenden Medal Race. Und Maja Siegenthaler ergänzte: «Mich hat vor allem unsere mentale Stärke gefreut: Wir blieben locker und nahmen stets Schritt für Schritt. Das war der Schlüssel für diese gute Platzierung.»
Vor dem Medal Race am Mittwoch beträgt der Rückstand auf den 3. Rang 17 Punkte – theoretisch liegt also sogar noch eine Medaille drin. Das Szenario ist wohl unrealistisch – ein Diplom haben die beiden Berner jedoch in Griffnähe.
Nur gerade einen Lauf konnten die Kiterinnen surfen – und aus Schweizer Sicht erst noch ein unglücklicher: Kurz vor dem Start schlief der Wind auf der einen Seite der Startlinie komplett ein. Nicht weniger als 8 von 20 Kiterinnen waren in dieser Zone. Sie blieben dort stehen, ihre Kites fielen ins Wasser und sie schafften es nicht zum Start – unter ihnen auch Elena Lengwiler. Dass die Wettfahrtleitung das Startprozedere trotzdem weiterlaufen liess, war nicht nur aus Schweizer Sicht ein fragwürdiger Entscheid. Verschiedene Nationen haben denn auch einen Protest gegen diesen Lauf eingereicht. Elena Lengwiler ist aktuell trotzdem noch auf dem hervorragenden 6. Zwischenrang.
Gar keinen Wind hatte es für das Medal Race der ILCA 6 mit Maud Jayet. Dieses soll nun am Mittwoch nachgeholt werden.
Verfolgen Sie das Swiss Sailing Team online und auf den Social-Media-Kanälen – wir berichten täglich aus Marseille:
Newsroom/Internet: www.swiss-sailing-team.ch
Instagram: swisssailingteam
Facebook: SwissSailingTeam
Alle Fotos: (c) Sailing Energy
Tag 9 in Marseille: Maud Jayet im Medal Race
Nach einer Serie mit Ups und Downs startet Maud Jayet am Dienstag ab 14.40 Uhr zum Medal Race der ILCA 6. Die Genferin liegt auf dem 4. Zwischenrang und hat noch alle Chancen auf eine (historische!) Olympia-Medaille: Die Norwegerin Line Flem Hoest weist als 3. nur gerade fünf Punkte Vorsprung auf. Allerdings gilt es, auch die Kroatin Elena Vorbeva auf dem 5. Platz im Auge zu behalten – sie liegt nur drei Punkte hinter Jayet. «Mein Ziel muss sein, das Medal Race zu gewinnen – und dann erst zu schauen, was die anderen Seglerinnen machen», gab sich Maud Jayet kämpferisch. Die Goldmedaille bereits auf sicher hat die Niederländerin Marit Bouwmeester. Die 36-Jährige Mutter einer 2-jährigen Tochter machte sich damit zur erfolgreichsten Olympia-Seglerin aller Zeiten.
Das Medal Race der ILCA 6 wird – wenn alles planmässig läuft – auf SRF 2 live übertragen.
Nach ihrem fulminanten Auftakt machte die Kiterin Elena Lengwiler dort weiter, wo sie gestern aufgehört hatte: Mit einem Laufsieg! Die Verhältnisse mit leichten Winden und flachem Wasser kamen der 28-Jährigen entgegen: «Es waren traumhafte Bedingungen heute», freute sich Lengwiler. Allerdings währte die Freude nur kurz: Der Wind stellte ab und die Wettfahrtleitung konnte keine weiteren Wettfahrten mehr starten. Elena Lengwiler strahlte trotzdem – mit ihrem zweiten Laufsieg übernahm sie die Führung im Gesamtklassement. Dass sie nach der langen Warterei noch zur Doping-Probe musste, wird sie kaum geschmerzt haben…
Gar keinen Lauf gab es für die 470-Mixed-Klasse. Yves Mermod und Maja Siegenthaler verbleiben vor dem letzten Qualifikationstag auf dem 10 Zwischenrang, der für das Medal Race berechtigt.
Verfolgen Sie das Swiss Sailing Team online und auf den Social-Media-Kanälen – wir berichten täglich aus Marseille:
Newsroom/Internet: www.swiss-sailing-team.ch
Instagram: swisssailingteam
Facebook: SwissSailingTeam
Alle Fotos: (c) Sailing Energy
Tag 8 in Marseille: Olympische Premiere für die Kiter
Zuerst war einmal mehr Geduld gefragt: Die mit Spannung erwartete olympische Premiere der Formula-Kite-Klasse verzögerte sich auf Grund des abflauenden Mistrals um mehrere Stunden. Doch dann begann die Show und die Kiterinnen und Kiter flogen mit über 30 Knoten (über 50 km/h) über das Wasser. Mittendrin: Die Schweizerin Elena Lengwiler. Die 28-Jährige zeigte sich bei ihrem Olympia-Debüt unbeeindruckt von der grossen Affiche und begann mit den starken Rängen 3, 6 und 1. Im vierten Lauf musste sie nach einem Zusammenstoss aufgeben, gewann jedoch den späteren Protest. «Es war grossartig», strahlte Lengwiler, die bei den Spielen von ihrem Ehemann Jonas als Beach Caddy am Strand unterstützt wird. «Nach dem ersten Lauf realisierte ich so richtig: Jetzt bin ich eine Olympia-Athletin.» Im Gesamtklassement liegt Elena Lengwiler auf dem hervorragenden 3. Zwischenrang.
Mit zwei soliden Laufen (7. und 8. Platz) verbesserte die ILCA-6-Seglerin Maud Jayet ihre zuvor schon gute Ausgangslage noch weiter und liegt nun auf dem 3. Zwischenrang. «Ich habe vielleicht einen oder zwei Plätze verloren, doch im Moment ist alles sehr eng und ich wollte nicht zu viel riskieren», analysierte die Genferin. «Die Verhältnisse waren wiederum herausfordern und ich denke, es wird auch morgen darum gehen, keine grossen Fehler zu machen.» Die einzige, die bis jetzt praktisch noch keinen Fehler machte, ist die Führende Marit Bouwmeester. Die Niederländerin, die bereits Gold, Silber und Bronze bei Olympischen Spielen gewonnen hat, liegt mit 26 Punkten vorsprung an der Spitze. Sie kann sich morgen Montag bereits vorzeitig die Goldmedaille sichern. Vor dem Medal Race der Top 10 sind noch zwei Läufe auf dem Programm.
Einen erfolgreichen Tag erlebten Yves Mermod und Maja Siegenthaler auf dem 470 Mixed. Die beiden Thuner segelten auf den 4. sowie auf den 7. Platz und verbesserten sich damit auf den 10. Zwischenrang. «Es war eine ziemlich schwierige Situation mit dem abflauenden Mistral, dem neuen Wind eher von der linken Bahnseite und den verbleibenden Wellen des gestrigen Tages», beschrieb Yves Mermod die Bedingungen. «Es gelang uns ziemlich gut, mit dosiertem Risiko zwei gute Läufe zu segeln.» Und es wäre fast noch besser gelaufen: «Auf dem letzten Vorwind zeigte uns die Jury die gelbe Flagge wegen angeblichen Pumpens und wir mussten zweimal kringeln. Bei diesen Bedingungen ist es sehr schwierig, das Boot ruhig zu halten», erzählte Maja Siegenthaler. «Ich war nicht der Meinung, dass wir unerlaubt pumpten – aber die Jury entschied und voilà. Jetzt wollen wir uns gut erholen und freuen uns auf den morgigen Tag.»
Verfolgen Sie das Swiss Sailing Team online und auf den Social-Media-Kanälen – wir berichten täglich aus Marseille:
Newsroom/Internet: www.swiss-sailing-team.ch
Instagram: swisssailingteam
Facebook: SwissSailingTeam
Alle Fotos: (c) Sailing Energy
Tag 7 in Marseille: Olympisches Diplom für Elia Colombo
Die Qualifikation für die Medal Series war das erklärte Ziel von Elia Colombo. «Und dann kann alles passieren», sagte er im Vorfeld der Spiele. Tatsächlich qualifizierte sich der Tessiner für die Medal Series der Top 10 – dank eines Laufsieges im letzten Lauf der Qualifikation und dank eines zu später Stunde gewonnen Protests rutschte er vom 11. Gerade noch auf den 10. Platz. Im Viertelfinale der Medal Series segeln die Ränge 4 bis 10 um zwei Plätze im Halbfinale. Elia Colombo nahm viel Risiko, erwischte einen perfekten Start und konnte er sich lange hinter dem niederländischen Favoriten Van Opzeeland auf dem zweiten Platz halten. Etwas bessere Windverhältnisse auf der anderen Seite der Regattabahn erlaubten es dem Briten Sam Sills und dem Italiener Niccolo Renna jedoch, Colombo noch abzufangen. «Ich bin trotzdem sehr zufrieden», bilanzierte der 28-jährige Elia Colombo nach dem Ausscheiden. «Es war eine sehr anstrengende und lange Regatta, doch die Stimmung und das ganze Drum und Dran der Olympischen Spiele waren toll. Ich habe es beispielsweise auch genossen, dass ich von hier in Marseille nach Paris an die Eröffnungsfeier fahren konnte.» Mit dem vierten Rang im Halbfinale sicherte sich Elia Colombo bei seiner Olympia-Premiere den 7. Schlussrang und ein Olympia-Diplom.
Einen schwierigen Tag erwischte Maud Jayet bei den ILCA 6. Die Genferin belegte in den drei Läufen bei 15 bis 22 Knoten Wind die Plätze 8, 13 und 17. «Die Bedingungen waren schwierig und ich traf sicher nicht immer die richtigen Entscheidungen», analysierte Jayet selbstkritisch. Weil auch den meisten anderen Seglerinnen nicht drei gute Läufe gelangen, liegt sie bei etwas mehr als Wettkampfhälfte immer noch auf dem hervorragenden 5. Zwischenrang und der Rückstand auf die Medaillen beträgt nur 5 Punkte.
Ebenfalls Mühe hatten Yves Mermod und Maja Siegenthaler auf dem 470 Mixed. Die beiden Thuner mussten einen 14. und einen 16. Platz hinnehmen. Im Gesamtklassement fielen sie damit auf den 14. Rang zurück, können jedoch das Medal Race der Top 10 immer noch erreichen. «Wir hatten sehr gute Momente, machten aber auch grobe Fehler», sagte Yves Mermod nach dem Races. «Wir wissen, was wir können und kennen unsere Stärken. Jetzt schauen wir vorwärts und freuen uns auf morgen. Es sind noch 6 Races…»
Verfolgen Sie das Swiss Sailing Team online und auf den Social-Media-Kanälen – wir berichten täglich aus Marseille:
Newsroom/Internet: www.swiss-sailing-team.ch
Instagram: swisssailingteam
Facebook: SwissSailingTeam
Tag 6 in Marseille: Olympisches Diplom für Schneiter/de Planta!
Nach einer komplizierten Regatta hatten die beiden 49er-Segler Sébastien Schneiter und Arno de Planta vor dem Medal Race noch eine minimale Chance auf olympisches Edelmetall – wenn alles perfekt aufgegangen wäre. Das tat es leider nicht. Trotzdem dürfen die beiden Genfer mit dem 8. Schlussrang und einem Olympischen Diplom sehr zufrieden sein. «Wir erlebten gemeinsam eine tolle Olympia-Kampagne und segelten hier in Marseille bei schwierigen Bedingungen ganz vorne mit. Am Schluss passierten uns leider zu viele Fehler, die wir teuer bezahlten», blickte Sébastien Schneiter zurück. «Insgesamt können wir jedoch zufrieden sein mit unserem Auftritt. Wir haben uns den Respekt in der starken 49er-Flotte ersegelt, und das sagt doch einiges aus.» Auch Arno de Planta strahlte am Beach nach dem Medal Race: «Mit einem Diplom heimzureisen ist toll. Ich bin stolz auf die Kampagne zusammen mit Seba, und wir können wirklich happy sein.»
Mit einem 4. und einem 3. Laufrang zeigte Maud Jayet bei den ILCA 6 eine starke Reaktion auf den weniger guten Auftakt von gestern. Die Genferin segelte in beiden Läufen ganz vorne mit und kam mit den wiederum schwierigen Windverhältnissen gut zurecht. «Ich kam beide Male bei den Starts gut weg und konnte mich in der Spitzengruppe festsetzen. Nach dem gestrigen Tag sind sie beiden Top-5-Resultate von heute gut für die Moral.» Im Zwischenklassement liegt Maud Jayet auf dem 4. Platz.
Das ganze Spektrum an Gefühlen loteten Yves Mermod und Maja Siegenthaler auf dem 470 Mixed aus, die heute ihren Wettkampf begannen. Im ersten Lauf wurden sie wegen eines Frühstarts disqualifiziert, den zweiten Lauf gewannen sie souverän. «Der Frühstart war extrem knapp, aber drüber ist drüber», meinte Yves Mermod. Und Maja Siegenthaler ergänzte: «Wir sagten uns, dass es nichts bringt, den Kopf in den Sand zu stecken. So gingen wir den zweiten Lauf mit dem gleichen positiven Gefühl an – und siehe da!» Mermod/Siegenthaler liegen trotz der Blackflag im Zwischenklassement (noch ohne Streicher) auf dem 8. Platz. Sie dürfen sich im weiteren Verlauf der Regatta jedoch keinen weiteren Ausrutscher mehr erlauben.
Die Medal Series der Windsurfer – mit dem Tessiner Elia Colombo – fielen den erneut unbeständigen Windverhältnissen zum Opfer. Sie werden morgen Samstag nachgeholt.
Verfolgen Sie das Swiss Sailing Team online und auf den Social-Media-Kanälen – wir berichten täglich aus Marseille:
Newsroom/Internet: www.swiss-sailing-team.ch
Instagram: swisssailingteam
Facebook: SwissSailingTeam
Tag 5 in Marseille: (Zu) wenig Wind
Kein Medal Race für die 49er: Trotz mehrerer Versuche musste die Entscheidung bei den 49ern aufgeschoben werden. Die Top 10 der 49er – mit Sébastien Schneiter und Arno de Planta – werden morgen Freitag nochmals antreten. «Für morgen sind andere Bedingungen angesagt. Wir freuen uns auf ein Renne mit mehr Wind – und solange eine theoretische Chance auf eine Medaille besteht, werden wir all-in gehen», gibt sich Sébastien Schneiter kämpferisch.
Eine Erfolgsmeldung gibt es von Elia Colombo: Bei seiner Olympia-Premiere belegt der 28-jährige Windsurfer nach der Qualifikation den 10. Rang – und sicherte sich damit die Teilnahme an den Medal Series von morgen Freitag. Der Erfolg hing allerdings an einem dünnen Faden: Ein Laufsieg in der letzten Wettfahrt brachte den Tessiner in die Nähe der Top 10 und erst dank eines gewonnenen Protests gegen den spanischen Konkurrenten überholte er diesen und sicherte sich schliesslich die Teilnahme an den abschliessenden Medal Series. «Nach zwei weniger guten Races zu Beginn des Tages war der Laufsieg natürlich toll», strahlte Elia Colombo. «Jetzt freue ich mich auf die Medal Series – wir haben den dort zu segelnden Kurs bewusst oft trainiert. Alles ist möglich!» Das Wettkampf-Format der Windsurfer ist so gehalten, dass die Medaillen von den Top 10 in einem Viertelfinal, einem Halbfinal und einem Final ausgesegelt werden. Elia Colombo hat als 10. also weiterhin alle Medaillenchancen.
Mit nur einer Wettfahrt starteten die ILCA-6-Seglerinnen in den Wettkampf. Auch sie mussten anschliessend mangels Wind zurück in den Hafen. Die Genferin Maud Jayet klassierte sich dabei auf dem unbefriedigenden 16. Rang. Sie hatte nach eigenen Aussagen insbesondere mit der Hitze zu kämpfen.
Verfolgen Sie das Swiss Sailing Team online und auf den Social-Media-Kanälen – wir berichten täglich aus Marseille:
Newsroom/Internet: www.swiss-sailing-team.ch
Instagram: swisssailingteam
Facebook: SwissSailingTeam
Tag 4 in Marseille: 49er: Qualifiziert fürs Medal Race
Nach einer komplizierten Serie mit verschiedenen Ups und Downs haben sich die Schweizer 49er-Segler Sébastien Schneiter und Arno de Planta fürs abschliessende Medal Race der besten 10 qualifiziert. Die beiden Genfer begannen den Schlusstag der Qualifikation fulminant mit einem 6. und einem 4. Platz und lagen im dritten Race des Tages zwischenzeitlich sogar in Führung. Im virtuellen Klassement kletterten sie damit auf den Bronzeplatz. Zwei Strafkringel bei der ersten Wendemarke liessen dann jedoch die Hoffnung auf einen Spitzenplatz schwinden. «Es ist schade, dass uns auch heute nicht drei gute Wettfahrten hintereinander gelungen sind», bilanzierte Sébastien Schneiter. «Insgesamt sind wir mit unserer Leistung zufrieden. Die Bedingungen waren sehr schwierig und alle Spitzenteams hatten zu kämpfen.» Und Arno de Planta ergänzte: «Wir haben immer wieder gezeigt, dass wir vorne mitsegeln können – leider passierten zu viele kleine Fehler, die uns jeweils teuer zu stehen kamen. Jetzt fokussieren wir uns auf das Medal Race und greifen dort nochmal an.» Vor dem doppelt zählenden Medal Race liegen Schneiter/de Planta auf dem 8. Platz – mit 16 Punkten Rückstand auf die Medaillen.
Bei den iQ-Foil-Windsurfern musste Elia Colombo einen Rückschlag hinnehmen. Im 7. Race wurde er nach einem Frühstart disqualifiziert. Im Gesamtklassement fiel der Tessiner damit auf den 12. Rang zurück. Am letzten Tag der Qualifikation stehen morgen allerdings noch fünf Läufe auf dem Programm, so dass eine Qualifikation für die Final Series der Top 10 immer noch möglich ist. «Morgen sind Bedingungen angesagt, die mir besser liegen», gibt sich Colombo kämpferisch.
Für Maud Jayet auf dem ILCA 6 stehen morgen die ersten beiden Wettfahrten auf dem Programm. Einen Tag später werden dann auch Yves Mermod und Maja Siegenthaler auf dem 470er ins Geschehen eingreifen. Erst am 4. August geht der Wettkampf für Elena Lengwiler (Formula Kite) los.
Verfolgen Sie das Swiss Sailing Team online und auf den Social-Media-Kanälen – wir berichten täglich aus Marseille:
Newsroom/Internet: www.swiss-sailing-team.ch
Instagram: swisssailingteam
Facebook: SwissSailingTeam
Tag 3 in Marseille: Starke Reaktion von Schneiter/de Planta
Mit dem auffrischenden Wind kamen auch die 49er-Segler Schneiter/de Planta besser in Schwung. Windsurfer Elia Colombo ist weiterhin vorne dabei.
Nach zwei schwierigen Tagen mit unbefriedigenden Resultaten zeigten die beiden 49er-Segler Sébastien Schneiter und Arno de Planta eine starke Reaktion: Mit einem Laufsieg gleich zu Beginn des Tages in der 7. Wettfahrt sowie den Rängen 5 und 17 hievten sich die beiden Genfer in der Tabelle wieder nach vorne. «Wir haben wirklich gut gesegelt heute», sagte Sébastien Schneiter. «Der erste Lauf war sehr gut und auch beim zweiten hätten wir eigentlich den Sieg verdient – aber manchmal klappt halt nicht alles.» Und der 3. Lauf? «Die Bedingungen waren sehr kompliziert. Direkt vor der Corniche war einmal die linke Seite bevorzugt, dann wieder die Rechte – und für den dritten Lauf änderte es nochmal. Trotzdem: Wir haben gekämpft und sind noch im Rennen», freute sich Arno de Planta. Vor dem letzten Qualifikationstag mit drei weiteren Wettfahrten liegen Schneiter/de Planta auf dem 7. Platz. Beim abschliessenden Medal Race am 1. August sind die besten 10 startberechtigt.
Bei den iQ-Foil-Windsurfern zeigte Elia Colombo eine solide Leistung. In drei von fünf Wettfahrten klassierte er sich in den Top 10. Nach sechs Wettfahrten liegt der Tessiner auf dem soliden 8. Zwischenrang. «Es war ein langer Tag mit fünf Races», bilanzierte Colombo zurück am Strand. «Der Wind war zuerst ziemlich löchrig, wurde dann aber immer konstanter und stärker. Ich habe ein gutes Gefühl und werde weiter um meinen Top-10-Platz kämpfen.» Bei den iQ Foil stehen noch zwei Qualifikationstage auf dem Programm, bevor die Top 10 bei den Final Series um die Medaillen segeln.
Folgen Sie uns auf unseren Social-Media-Kanälen:
Instagram: swisssailingteam
Facebook: SwissSailingTeam
Alle Resultate bei World Sailing
Tag 2 in Marseille: Guter Auftakt für Elia Colombo
Die stabile Hochdrucklage sorgt weiterhin für schwierige und vor allem schwache Windverhältnisse vor der Küste von Marseille. Nach den 49ern haben auch die Windsurfer ihren Wettkampf begonnen.
Nachdem der erste Tag auf Grund der Flaute vor der Küste von Marseille keine Rennen für die iQ-Foil-Windsurfer zuliess, startete der Tessiner Elia Colombo am zweiten Tag mit einem soliden 9. Rang in die Serie. Trotz mehrerer Versuche konnten anschliessend keine weiteren Wettfahrten mehr gesegelt werden. «Ich bin mit dem 9. Rang recht zufrieden. Schade, dass der zweite Lauf unmittelbar vor dem Ziel abgebrochen wurde – da war ich noch besser klassiert», resümierte Elia Colombo.
Einen schwierigen Tag erwischen die 49er-Segler Sébastien Schneiter und Arno de Planta. Mit den Laufrängen 17, 3 und 20 konnten sie zwar ihr Potenzial andeuten, mussten sich aber zu vielen Punkte notieren lassen. «Bei so flauen Winden ist der Start entscheidend. Beim zweiten Lauf gewannen wir das Pinend und konnten anschliessend frei segeln. Beim dritten Lauf verloren wir den Start auf der Pinend-Seite gegen die Engländer und hatten dann keine Gelegenheit mehr, ins Rennen zurückzukommen», erklärt Arno de Planta die unterschiedlichen Resultate.
Bei Wettkampf-Hälfte sind die beiden Genfer aus den Top 10 gefallen, die zur Teilnahme am abschliessenden Medal Race berechtigt sind. Allerdings ist das Klassement noch sehr eng, so beträgt beispielsweise der Rückstand von Schneiter/de Planta auf die Bronzemedaille nur 14 Punkte. «Wir sind uns ein gewisses Auf und Ab gewohnt und können auch damit umgehen – vor allem bei so schwachen Windverhältnissen», sagt Sébastien Schneiter zur aktuellen Gefühlslage. «Während des Tages konzentrieren wir uns immer auf den nächsten Lauf – jetzt konzentrieren wir uns auf den nächsten Tag.»
Folgen Sie uns auf unseren Social-Media-Kanälen:
Instagram: swisssailingteam
Facebook: SwissSailingTeam
Alle Resultate bei World Sailing
Tag 1 in Marseille: Starker Auftakt bei schwachem Wind
Die 49er-Segler Sébastien Schneiter und Arno de Planta zeigten bei ihrem ersten gemeinsamen Olympia-Auftritt zu Beginn eine starke Leistung: Trotz schwieriger Windverhältnisse sicherten sie sich im ersten Lauf den 2. Rang. Der zweite und der dritte Lauf verliefen dann weniger nach dem Gusto der Genfer: Nach verschiedenen kleinen Fehlern mussten sie sich mit den Laufrängen 9 respektive 11 begnügen.
«Insgesamt sind wir zufrieden mit dem ersten Tag», bilanzierte Arno de Planta bei seiner Olympia-Premiere. «Nach dem tollen ersten Lauf waren es verschiedene kleine Details, die beim zweiten und dritten Lauf nicht gut für uns liefen. Trotzdem blieben wir konzentriert und konnten dank guter Bootsgeschwindigkeit jedesmal wieder Plätze gut machen.»
«Wir nehmen vor allem das Positive mit», bestätigte Sébastien Schneiter, der bereits zum dritten Mal bei Olympischen Spielen startet. «Die Regatta wird nicht am ersten Tag gewonnen – es muss uns in den nächsten Tagen einfach gelingen, die kleinen Fehler zu eliminieren.»
Die schwierigen Windverhältnisse wurden auch anderen Teams zum Verhängnis. Die meistgenannten Favoriten, Lambriex/Van De Werken aus den Niederlanden und Fischer/Pequin aus Frankreich, mussten gar einen 13. respektive 16. Platz notieren. In der Zwischenrangliste führen die Neuseeländer Mchardie/Mckenzie vor den Irländern Dickson/Waddilove und den Uruguayanern Umpierre/Diz. Letztere sind Trainingspartner von Schneiter/de Planta, die auf dem 9. Zwischenrang liegen.
Keine Regatta gab es für die iQ-Foil-Windsurfer. Elia Colombo verstand die Entscheidung der Wettfahrtleitung: «Zuerst sah es eigentlich gut aus, doch kaum waren wir draussen, fiel der Wind komplett zusammen. An einen regulären Wettkampf wäre nicht zu denken gewesen.»
Die Prognosen für die nächsten Tagen erwarten in Marseille weiterhin ein stabiles Hochdruckgebiet mit schwachen bis sehr schwachen Winden.
Folgen Sie uns auf unseren Social-Media-Kanälen:
Instagram: swisssailingteam
Facebook: SwissSailingTeam
Alle Resultate bei World Sailing
Let the Games begin
Heute Abend geht es endlich los: Mit der Eröffnungsfeier auf der Seine werden die Olympischen Spiele Paris 2024 offiziell eröffnet. Am Sonntag dann stehen mit Sébastien Schneiter / Arno de Planta (49er) und Elia Colombo (iQ Foil) die ersten Schweizer Segler im Einsatz. Am 1. August beginnt der Wettkampf für Maud Jayet (ILCA 6), am 2. August greifen Yves Mermod / Maja Siegenthaler (470 Mixed) ins Geschehen ein und am 4. August ist last but not least Elena Lengwiler (Formula Kite) an der Reihe.Read more
Das Olympia-Booklet zum Download
Das Olympia-Booklet des Swiss Sailing Teams steht zum Download bereit. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen über die Seglerinnen und Segler, welche die Schweiz bei den Olympischen Spielen Paris 2024 vertreten. Weitere Informationen zu den Klassen und dem Revier von Marseille gibt es im Media Guide von World Sailing. Viel Spass - und HOPP SCHWIIZ!
