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ISAF Sailing World Championships, Perth (AUS) - Follow the event

 
 
Zum Abschluss nochmals Seabreeze und eine Überraschung bei den Lasern
17. Dezember 2011


Bei perfekten Segelbedingungen absolvieren die Segler der Schweizer Equipe ihre letzten beiden WM-Wettfahrten in Perth.
Um einen Platz weiter nach vorne in der Gesamtrangliste von 39 auf 38 konnten sich das Geschwisterpaar Steffi und Romy Hasler schieben, die heute mit einem 29. Platz zeigten, dass sie trotz etwas viel Wind eigentlich doch mithalten können. Ihre erste ISAF Weltmeisterschaften beschliessen sie damit auf dem Rang 24 der Nationenwertung und damit 10 Plätze von einem Quotenplatz entfernt. Sie können diese Qualifikation nun noch auf der WM im kommende Jahr in Barcelona erreichen.
Guillaume Girod weiter auf Erfolgskurs mit einem 20. Platz im ersten Race und seiner besten Einzelplatzierung während dieser Regatta – einem 2. Platz im zweiten Race- kann sich der für die SNG startende Genfer noch an seinem Teamkollegen Christoph vorbeischieben und belegt in der Endrangliste den hervorragenden 2. Platz in der Silverfleet (insgesamt 51.). Guillaume qualifiziert somit die Schweiz als 24. Nation (von 35 Plätzen) in der Laserklasse für die Olympischen Spiele 2012. GRATULATION! Lasersegler Christoph Bottoni musste im ersten sowie auch im zweiten Race eine Black Flag Disqualifikation hinnehmen und platziert sich auf Gesamtrang 61. Nach einem 28. und 42. Platz heute liegt Christian Steiger am Ende auf dem 95. Platz.
Richi Stauffacher stellte heute bei guten Gleitbedingungen wieder einmal unter Beweis, dass er zur erweiterten Weltspitze gehört. Ein guter 15. Platz in der ersten und der 22. Platz in der zweiten Wettfahrt lassen ihn auf den 21. Rang in der Gesamtrangliste klettern. Damit liegt er auf Platz 14 der Nationenwertung und verpasst das Swiss Olympic Kriterium damit nur knapp, wohingegen er klar die Schweiz für die Spiele qualifiziert hat.
 
Es ist geschafft! Flavio und Enrico qualifizieren die Schweiz für die Olympischen Spiele!
16.12.2011


Bei schönsten Segelbedingungen vor Freemantle - blauer Himmel und Seabreeze – brachten Flavio und Enrico „das Schäfchen ins Trockene“. Vor der 10. und letzten Wettfahrt gab es folgenden Stand: 16. in der Gesamtliste, 10. Platz in der Nationenwertung mit bereits 10 Punkten Vorsprung auf das spanische Team (11. Nation) und 12 Punkte auf den Italiener Diego Negri (12. Nation). Eine Wettfahrt unter höchstem Erwartungsdruck und diesem hielten sie stand. Sie beenden die letzte Wettfahrt dieser Weltmeisterschaft auf einem 18. Platz und bleiben damit auf den 16. Gesamtrang punktgleich mit ihrem Sparringspartner Babendererde (GER). Und was noch viel entscheidender ist, sie sichern als 11. in der Nationenwertung der Schweiz einen Quotenplatz für die Olympische Regatta in Weymouth. Die von Swiss Olympic geforderte Selektionshürde (Top 12 in der Nationenwertung) erfüllen sie nebenbei auch noch.
„Eine Punktlandung! Es war schon sehr wichtig, hier in Perth beide Qualifikationen zu ersegeln. Das Team kann jetzt erstmal durchschnaufen und sich dann in aller Ruhe auf die Olympischen Spiele vorbereiten. Denn in Weymouth wollen Flavio und Enrico schon deutlich besser abschneiden als hier“ so Teamchef Tom Reulein. Freuen dürfte sich auch ihr Coach Tytus Konarzewski, der kurz vor dem Beginn der Weltmeisterschaft krankheitsbedingt ausfiel und dem Team rund um Leo Held und dem „adhoc“ eingeflogenen Christof Wilke von zu Hause aus die Daumen drückte.
Bereits morgen greifen zum letzten Mal Windsurfer Richi Stauffacher und die Laser Standardsegler Christoph Bottoni, Christian Steiger und Shootingstar Gigi Girod in das Wettfahrtgeschehen ein. Dann geht es wiederum um die Nationenqualifikation und bei einem Top Tag gegebenenfalls noch um das Top 12 Kriterium.
 
Guillaume Girod – lange Zeit führendes Boot!
15. Dezember 2011


Auch heute wieder „Tricky Conditions“ auf den zwei Racing Areas der RSX Windsurfer und Laser Standards. Südost, drehend, böhig, unsystematisch. Schwierig zu segeln, aber für alle gleich und solchen Bedingungen sind ja auch immer eine Chance. Trotzdem freuen sich die meisten Segler, dass der Meteorologe des Events für die letzten drei Tagen wieder den altbekannten „Freemantle Doctor“ angesagt hat.
Alle ausser einem vielleicht. Guillaume Girod kam mit den heutigen Windbedingungen hervorragend zurecht. Im zweiten Race führte das Fleet lange Zeit und auch mit für die Laserklasse grossen Vorsprung souverän an. Basis für diese tolle Leistung ist die richtige Grossraumtaktik, die er sich zusammen mit Lasercoach Didier Charvet zurechtgelegt hat. Tendenziell über rechts statt wie die meisten im Fleet über links, musste Gigi (das ist sein Teaminterner Spitzname) erst kurz vor dem Ziel den starken Foglia (URU) und Rudawski (POL) den Vortritt lassen. Ein dritter Platz und damit bester Schweizer noch vor Christoph (7.) und Christian (23.) steht am Ende zu Buche. Auch der erste Lauf gelang ihm heute sehr gut (14.). In der Gesamtrangliste liegt er als 54. nur 2 Plätze hinter Christoph (52.). Es wird spannend, wer von beiden die Schweiz als Nation für die Olympischen Spiele qualifizieren wird.
Für Richi Stauffacher war es heute eher ein Tag der verpassten Möglichkeiten auf dem Leighton Kurs, wo sonst die Starboote segeln. Race 1 als Führender um die Luvtonne, zu tief auf dem Reacher und damit aus dem Wind rausgesurft, muss er einige Boards passieren lassen. Im Spitzenbereich ist es schwer, nochmals Boden gut zu machen. Er wird 16. und rückt seinem Ziel TOP 12 Qualifikation deutlich näher. Jedoch bereits nach den zwei weiteren Races, die RSX Klasse musste ja noch eine Wettfahrt von gestern nachholen, ist das schon fast wieder in weite Ferne gerückt. Richi rangiert auf Position 24, es stehen noch 2 Wettfahrten aus.
Morgen greifen nach dem Reserve Day auch die Geschwister Hasler ausgeruht und hochmotiviert ins Geschehen ein.
Zudem absolvieren die Starboote ihre letzten beiden Wettfahrten, dann werden wir wissen, ob die Nationenqualifikation (11.) und das Swiss Olympic Kriterium erreicht wurden.
 
Zweimal Platz 9 – und ein punktgleich verpasster Einzug ins Goldfleet
14. Dezember 2011


Ein entscheidender Tag hier in Freemantle heute. „Shifty Conditions“ durch zwei verschiedene Windsysteme, die fast den ganzen Tag miteinander kämpften. Erst gegen späten Nachmittag setzte sich eine Windrichtung durch und auch die näher an Land liegenden Kurse bekamen ausreichend Wind.
Eine grosse Portion Glück hatte heute Windsurfer Stauffacher für sich gepachtet. In der Führungsgruppe mit Santos (BRA), Ashley (NZL)und Pastor (ESP) liegend bricht sein Trapezhaken, der erst wenige Wochen alt war. Richi musste diese Wettfahrt aufgeben und vom Motorboot zusehen, wie seine Konkurrenten die Wettfahrt zu Ende surften…fast zu Ende surften. Denn als die ersten Surfer schon auf dem letzten Schlag zum Ziel waren – Peng Peng Peng, das Race wurde wegen zu starken Winddreher abgeschossen. Erst später konnte das Race Committee die Wettfahrt erneut starten. Mit einem Traumstart kommt Richi aus der Linie, begeht aber im weiteren Rennverlauf ein grossen Fehler: „Ich dachte es hat ausreichenden und stabilen Wind, sodass ich die Mastschiene nach hinten ziehen kann, aber es reichte nicht“ so Stauffacher zu seinem 15. Platz, den er als schlechtestes Ergebnis streicht. Insgesamt ist er damit auf den 24. Platz nach Abschluss der Qualifying Round zurückgefallen, jedoch klar fürs Goldfleet qualifiziert.
Für eine positive Nachricht heute sorgte Guillaume Girod, der mit einem sehr gutem 9. Platz im zweiten Race weiter in der Liste auf den 61. Platz klettert. Christian Steiger gelangen heute keine guten Resultate. Mit einem 31. und 42. Platz rangiert er nach 6 Races auf Platz 87. „Bad Luck“ heute für Christoph Bottoni, der erst einen Streicher segelt und dann mit einem 14. Platz im 6. Race insgesamt punktgleich mit Argo Vooremaa (EST) auf Rang 50 landet. Vooremaa wird aber aufgrund einer besseren Einzelplazierung, wie bereits Brauchli/Hausser, als 49. in der Gesamtliste geführt und qualifiziert sich als letzter Lasersegler für das Goldfleet. Die Geschwister Hasler / Hasler fielen um einige Plätze in der Gesamtwertung zurück und sind derzeit 37. der 48 Boote.
Die zweite einstellige Platzierung des heutigen Tages segelten – endlich – Flavio und Enrico. Den guten 12. Platz konnten sie im zweiten Race noch toppen und kamen als 9. ins Ziel. Leo Held: “Das war heute ganz wichtig für uns. Flavio hat wieder gemerkt, dass er auf dem Vorwind schnell segeln kann. Und auch gegen den Wind waren sie heute unter den besten. Jetzt können wir uns am morgigen Ruhetag nochmal voll auf den letzten und wichtigsten Raceday vorbereiten.“ Derzeit liegen sie auf dem 14. Platz in der Zwischenrangliste und auf dem 10. Rang in der Nationenwertung. Der Abstand auf das Medal Race beträgt 18 Punkte.
Day off morgen für die Star und 470er Damen, Laser und RSX M haben wieder 2 Wettfahrten.
 
Einstellig – endlich! Windsurfer Stauffacher mit einem 5. Platz
13. Dezember 2011


Nach den stärksten Regenschauern seit langem, war auch heute der Himmel über Perth und Freemantle von dunklen Wolken behangen. Trotzdem konnte sich Wind aus SSE bis auf 22 Knoten aufbauen und damit für die Durchführung aller geplanter Wettfahrten ermöglichen.
Freudestrahlend kam Windsurfer Richi Stauffacher mit seinem Equipement an Land zurück. Er war gerade im sehr viel stärker besetzten Fleet „Blue“, insgesamt 7 Surfer aus den Top10 der Weltrangliste, einen hervorragenden 5. Platz gefahren. Super Start, gute Strategie, perfekter Speed, manchmal sieht es von der Zuschauertribüne ganz einfach aus, „vorne“ mitzufahren. Doch es muss eben alles passen, um wenigen Monate vor den Olympischen Spielen auf einer Weltmeisterschaft bereits im Qualifying im Topfleet dabei zu sein. Das wird bereits klar, wenn man den Verlauf seiner zweiten Tageswettfahrt betrachtet. Super Start, aber schon beim Anfahren langsam – Seegrass an der Finne! – keine Chance. Richi verliert den Start, muss viel zu früh wenden, um in den freien Wind zu kommen, wird dadurch von seinem taktischen Plan nach links zu gehen abgebracht und surft mit weniger Druck über mitte rechts zur Luvtonne. Stark wirkt sich das Seegras auch noch auf dem Vorwind aus, auf dem er weitere Plätze verliert ohne wirklich eine Chance zu haben. Am Ende geht er immerhin noch als 13. durchs Ziel. Im Zwischenklassement liegt er auf Rang 20 direkt hinter Shahar Zubari (Bronze Medaille Quingdao 2008) und Nick Dempsey (amtierender Weltmeister).
Nach der zweiten gelben Flagge gestern, mussten heute Flavio und Enrico auf dem Vorwindkurs etwas vom Gas gehen. Ab jetzt bedeutet jede weitere gelbe Flagge Aufgabe und 42 Punkte. Dementsprechend umsichtig ging die beiden heute ans Werk und brachten einen 18. und 12. Platz in den Hafen zurück. Immerhin können sie die Punkte der gestrigen Wettfahrtaufgabe nun streichen, in der Gesamtwertung rücken sie dadurch nach vorne auf Platz 18. Bad News für den führenden Ian Percy (GBR), der aufgrund einer Verletzung schon die erste Tageswettfahrt nicht beenden konnte und wohl für den Rest der Regatta ausfallen wird. Auf die Nationenwertung hat das keinen Einfluss, weil England als Gastgeber der Olympischen Spiele in jeder Disziplin einen Startplatz zur Verfügung hat. Die Schweiz liegt hier auf dem 12. Platz hinter Ireland und Spanien. 11 Nationen qualifizieren sich hier für die Spiele, weitere 4 auf der WM 2012 in Hyeres.
Stark segelt Nachwuchsathlet Guillaume Girod, mit einem 13. Platz in der ersten Tageswettfahrt liegt er noch vor Christoph Bottoni (22.) und Christian Steiger (33.). Alle drei Schweizer starteten heute in der gleichen Gruppe und Coach Didier Charvet kann einen direkten Vergleich ziehen. Christoph Bottoni stark im zweiten Race – 15. Platz und damit 44. in der Gesamtrangliste. Christian Steiger zwar besser als zuvor, dafür mit einem 21. Platz immer noch tief in der Liste (71.) gefolgt von Guillaume auf dem 76. Platz im Zwischenklassement.
Noch unverändert trotz den beiden heutigen Wettfahrten rangieren Steffi und Romy Hasler auf dem 34. Rang. Der 35. und 29. Platz brachte sie nicht weiter nach vorne.
Auch morgen stehen alle Schweizer Boote ab 12.30 (local time) wieder im Kampf um Nationenqualifikationen und das Swiss Olympic Kriterium
 
Alle Schweizer Boote nun im Wettkampf um Qualifikationsnormen
12. Dezember 2011


„No Freemantle Doctor today“, dafür reiner Gradientwind mit Gewitterdurchzug und Regenschauer. Dies waren heute die Rahmenbedingungen für die ersten beiden Wettfahrten der RSX M, 470 W und Laser Standard Klasse. Erst ablandig aus ESE, später mit etwas mehr Südwindanteilen waren die Windverhältnisse auf den Course Areas durch starke Dreher und Böhen geprägt.
„In beiden Wettfahrten heute war es die erste Kreuz, speziell das Wendentiming, welches nicht ganz so funktioniert hat. Nach guten Starts habe ich im ersten Race die Wende zu früh und im zweiten Race zu spät angesetzt.“ so der Kommentar von Richi Stauffacher zu seinen beiden 14. Plätzen und dem 26. Rang im Zwischenklassement. Die Windsurfer wurden heute ausnahmsweise auf den aussenliegenden Success Course geschickt, morgen bis zum Ende der Regatta wird auf dem Centre Course gesurft. Dort hatte Richi mit seinem Coach Mati Bühler bereits gute Trainingserfahrung sammeln können.
Drei Fleets in der Laser Standardklasse (Yellow, Blue, Red) bedeutet, dass konstante Platzierungen um die Top 16 erforderlich sind, um sich am Ende der Qualifying Series für das Goldfleet zu qualifizieren. Das gelang Christoph Bottoni in stabiler Manier. Der 11. und 18. Platz heute zeugen von einem guten Leistungniveau, welches sicher noch bessere Ergebnisse erwarten lässt. Das erste Race beendet Christian Steiger auf einem guten 10. Platz, im zweiten reicht es allerdings nur zu einem 36 (Gesamt 65). Seine erste Wettfahrt bei einer Erwachsenen-Weltmeisterschaft konnte Guillaume Girod, vor vier Tagen gerade einmal 20 Jahre alt geworden, ebenfalls auf dem 36. Platz beenden. Mit einer verbesserten Leistung im 2. Race (24. Platz) liegt er insgesamt auf Platz 92.
Nachdem gestern insgesamt 6 Boote in der Starklasse eine Regel 42 Strafe kassiert hatten, mussten Flavio und Enrico heute eine zweite gelbe Flagge der Wasserschiedsrichter hinnehmen. Nach gutem Start und erster Kreuz runden sie die Luvtonne und gehen als 8. auf den Vorwind, das Juryboot nah an den Fersen. Und wieder Pfiff – gelbe Flagge. Bei einem wiederholten Verstoss kann man sich nicht mehr durch eine 720° Drehung entlasten, sondern muss die Wettfahrt unmittelbar aufgeben. In der zweiten Tageswettfahrt gelang ihnen ein 16. Rang. Insgesamt liegen sie nun nach 4 Wettfahrten auf dem Platz 20 und sind 14. in der Nationenwertung. Die drei führenden Boote: Percy (GBR), Mendelblatt (USA) und Stanjek (GER)
Ein gemässigten Auftakt legten Steffi und Romy Hasler in der ersten und zweiten Wettfahrt hin. Als 37. und 24. beenden sie den Tag als 34. im Zwischenklassement.
Alle Bootsklassen haben morgen wieder 2 Wettfahrten.
 
Auftakt für Starsegler Flavio Marazzi und Enrico De Maria
11. Dezember 2011


Neben den vier Medal Race Entscheidungen in den Bootsklassen Laser Radial, 470 M, RSX W und Finn und voll besetzten Zuschauerrängen standen die ersten beiden Wettfahrten der Stare heute in der medialen Aufmerksamkeit fast ein wenig im Schatten.

Erste Wettfahrt: Flavio und Enrico liegen nach gutem Start lange Zeit in den Top 10 zusammen mit den derzeit besten Starseglern der Welt wie Percy, O`Leary, Florent. Guter Speed auf Kreuz und Vorwind. Doch dann: ein Juryboot dicht neben ihnen, Pfiff, gelbe Flagge, das bedeutet: 720° Drehung als Strafe für den Verstoss gegen Regel 42.2 (b), d.h. Rocking (wiederholte Rollbewegungen des Bootes durch Körperbewegung, Steuern oder wiederholtes Anpassen der Segelstellung oder Schwert). Das kostet Zeit und dementsprechend auch Platzierungen. Von Rang 8 fallen sie auf einen 16. Platz zurück. Auch in der zweiten Wettfahrt konnten sich Flavio und Enrico nicht in den Top 10 platzieren und gehen als 13. Boot durchs Ziel. Insgesamt liegen sie auf dem 13. Platz und damit sicher nicht so gut wie erwartet.

„Auf diesem Level reichen Kleinigkeiten und man verliert sehr schnell mehrere Boote. Die Leistungsdichte in der Starklasse ist wie in allen anderen Bootsklassen über die Saison gesehen nochmals angestiegen.“ sagt Teamchef Tom Reulein „Aber wir haben ja bereits bei Nathalie gesehen, dass erst am Ende zusammengerechnet wird“. Insgesamt 10 Wettfahrten werden die Stare segeln, bevor es am 17.12. in das entscheidende Medal Race geht.

Morgen greifen dann auch die RSX Herren (Windsurfing) mit Richi Stauffacher, die 470er Damen Stephanie und Romy Hasler und die Laser Herren Christoph Bottoni, Christian Steiger und Guillaume Girod in das WM Geschehen ein. Geplant sind je zwei Wettfahrten pro Klasse.
 

Foto: Jürg Kaufmann
 
Yannick und Romuald sichern sich einen Nationenplatz für die Olympischen Spiele!
10. Dezember 2012 - Nachtrag


Yannick und Romuald haben offiziell die Nationenqualifikation der Schweiz für die Olympischen Spiele 2012 erreicht. Nachdem auch der Antrag auf Wiedereröffnung der Protestverhandlung gegen NED 77 abgelehnt wurde, das Team war aufgrund eines Verstosses gegen die Vermessungsvorschriften von allen Wettfahrten disqualifiziert worden, ist die Ergebnisliste endgültig. Als Gesamt 26. liegen Yannick und Romuald auf dem 18. Platz der Nationenwertung (ohne GBR) und haben damit die Schweiz qualifiziert. Gratulation!
 
“Breathtaking Final Day” in den Bootsklassen Laser Radial und 470 Herren
CONGRATULATION to Nathalie for achieving the Swiss Olympic Criteria!
10. Dezember 2011


Strahlendblauer Himmel, sich aufbauernder “Freemantle Doctor”, die Gewissheit, volle Performance bringen zu müssen, um Ziele zu erreichen, die zwei letzten Wettfahrten auf dem Centre Course mit voller Zuschauertribüne, zwei TV Hubschrauber in der Luft, warm up, line check, tactic decision…, guter Start in Lee aber nicht zu weit, der erste Schlag direkt in Richtung Tribüne..“Hopp Allez La Suisse“ ruft Vincent Hagin, der gewählte zukünftige President von Swiss Sailing und weiter „Ich bin begeistert, wie sich unsere beiden Laser Damen in dieser Wettfahrt präsentieren. Das wird unseren Athleten, die in der zweiten Woche ins Rennen gehen richtig motivieren!“
Nathalie und Manon gleichauf mit einer schnelle Wende und gutem Druck von links geht es in Richtung Luvtonne. Das Hauptfeld weiter rechts mit weniger Wind und ungünstigem Winkel. Topmark Nathalie 3. und Manon auf Platz 5. Vorwind mit einem guten Speed, jede Welle wird genommen, Segeltechnik auf Weltklasseniveau. Im weiteren Wettfahrtverlauf verliert Manon zunehmend Boot um Boot, vor allem auf Vorwind gehandicaped durch eine schmerzhafte Verletzung im rechten Arm segelt sie als 21. ins Finish. Nathalie Brugger kann ihre Position halten, immer wieder angreifend und verteidigend gegen Martin (GBR), Ollson (SWE) und Scheidt (LTU) und geht in ihrem besten WM Rennen als 3. durchs Ziel – sie kann es eben doch!
Auch in der zweiten Wettfahrt liegt sie einstellig auf Rang 7 am letzten Lee Gate, in diesem Moment virtuel als 10. für das Medal Race qualifiziert. Vier Boote kann Nathalie trotz maximaler Anstrengung auf Kreuz und Vorwind nicht halten, sie geht als 11. durchs Ziel. Insgesamt beendet sie die Weltmeisterschaft hinter den beiden finnischen Booten auf Rang 12 mit 109 Punkten, nur 4 Punkte von Platz 10 entfernt.

Nathalie: “I started into this Championship really bad, because in some races i struggled with the windconditions here. This was very frustrating. So now I`m even more happy, that in the last two races in Goldfleet i was able to sail on my level and to fight with the best girls of the world. Of course it`s not nice to miss the Medal Race for 4 points, but I achievd the Swiss Olympic Criteria of the Top 12 Nations and that`s very important”
Ganz knapp ging es in den letzten beiden Wettfahrten für Brauchli/Hausser zur Sache. Mit einem guten 15. Platz in der ersten Wettfahrt zwischenzeitlich auf Rang 28 in der Liste und damit die Nationenqualifikation erreicht, wendeten Yannick und Romuald in der zweiten Wettfahrt nach gutem Start etwas unter dem Anlieger zur Luvtonne und mussten viele Boote passieren lassen. Platz 28 im Ziel bedeutete insgesamt Rang 30 im Gesamtergebnis mit 106 Punkten. Und damit punktgleich mit dem Team Ramsay/Leigh aus Kanada, welches ihr Land aufgrund einer besseren Einzelplatzierung als letzte der 19 Nationen bei dieser Regatta für die Olympischen Spiele qualifizierten. „Unglaublich so etwas, noch knapper kann man so eine Qualifikation eigentlich gar nicht verlieren. Yannick und Romuald haben sich auf dieser WM aber „100% olympiareif“ präsentiert und ich bin sicher, dass die beiden ihre Qualifikation bei den nächsten beiden Gelegenheiten holen werden.“ so Teamchef Tom Reulein.
Bereits morgen stehen die ersten beiden Wettfahrten in der Starklasse an. Pünktlich um 12.30 Uhr auf der Course Area „Leighton“ geht es auch bei Flavio und Enrico um die Qualifikation zur Teilnahme an den 4. Olympischen Spielen.
 

Foto: Marco Brunner
 
Champagne Racing auf dem Centre Course
9. Dezember 2011


Hervorragende Windbedingungen heute für alle Course Areas. Trotz geschlossener Wolkendecke über Land drehte der Wind bereits mittags auf Südwest (220°), die klassische Seabreeze setzte ein und verstärkte sich auf bis zu 20 Knoten.
Für das 470er Goldfleet mit Yannick Brauchli und Romuald Hausser standen heute zwei Races auf dem Centre Course auf dem Programm. Start und Finish auf diesem Kurs liegen in einer kleinen Bucht zwischen Fremantle Inner Harbour Wall und dem Challenger Harbour. Von der grossen Zuschauertribüne, vom Strand oder vom Harbour Wall – hautnahes Miterleben, Anfeuern und „Platzierungen zählen“ ist hier möglich. Live kommentiert über das Event Radio wird der olympische Segelsport auch Nichtseglern nahe gebracht.
„Dranbleiben an der Nationenqualifikation“ (Top 19. Nation ohne GBR), das war heute klar das Tagesmotto. Erstes Race, drei Runden: guter Start mit freiem Wind, richtige Seite, Speed in Feld in Ordnung, Luvtonne 22., Downwind Boote geholt, Kreuz 1 Boot verloren, Speed ist gut, letzter Downwind sehr gute Bojenannäherung und…20. im Ziel!
Insgesamt 8 Startversuche musste das Race Committee unternehmen, um das Feld für die zweite Wettfahrt über die Starlinie zu bekommen. Ein General Recall unter Black Flag erwischte 11 Boote, darunter auch Top Teams wie Israel, Deutschland oder Italien, jedoch nicht Yannick und Romuald. Start nicht gut, zuviele Wenden unmittelbar danach um freien Wind zu finden, doch mit gutem Speed und richtigen taktischen Entscheidungen nach vorne gesegelt. Im Finish 23. und damit im Zwischenklassement nach 8 Wettfahrten um einen Platz verbessert auf Rang 32. Teamchef Tom Reulein: “Die beiden Jungs können mithalten in diesem Weltklassefeld. Mit zwei richtig guten Wettfahrten können sie morgen ihr Ziel, die Schweiz als Nation in der 470er Klasse für die Olympischen Spiele zu qualifizieren, vielleicht sogar noch erreichen. Dafür müssen sie nochmals alles geben und gerne nehmen wir dann auch etwas das Glück zur Hilfe.“
Langsam erhöht sich auch der Pulsschlag bei den restlichen SST Athleten, die sich auf ihre ersten beiden Wettfahrten in drei Tagen (12.12.) vorbereiten. Flavio und Enrico trainieren bereits seit ein paar Tagen auf der South Beach Training Area, um letzte Speedtests zu absolvieren. Ihre Equipement Inspection hat das erfahrene Team bereits ebenso erfolgreich über die Bühne gebracht wie Windsurfer Richi Stauffacher. Richi hat gemeinsam mit seinem neuen Coach, Mati Bühler und Sparring Byron Kokkalanis weitere Trainingseinheiten speziell auf dem Centre Course durchgeführt und auch die Races der RS:X Damen beobachtet. Erstmals eingreifen werden am Montag dann auch die drei Laser Standard Segler Guillaume Girod, Christoph Bottoni und Christian Steiger mit ihren Auftaktwettfahrten auf dem Course Parmelia.
Doch zuerst geht es bei Nathalie Brugger in den letzten beiden Races morgen nochmals um nichts anderes als das Swiss Olympic Kriterium „Top 12. Nation“ zu erkämpfen. Sie rangiert derzeit als 14. Nation mit 6 Punkten Abstand auf dem 12. Nationenplatz als 17. im Zwischenklassement.
 
Performing in Gold Fleet? – it`s a real challenge!
8. Dezember 2011


Instabile Luftschichten, Gradientwind aus Südost am morgen, eine zusätzlich Windkomponente mit der einsetzende Seabreeze ab mittags, daraus resultierend schwierige drehende und böige Windmuster. Das waren heute die Rahmenbedingungen der Goldfleet Wettfahrten in der Laser Radial und 470 M Klasse. „Look out for pressure!“ war die Devise, der man heute folgen musste.

Drei Races mit drei Loops: 16 – 31 – 17 die Ergebnisse von Nathalie Brugger, die sich damit auf den 17. Platz (14. Nation) vorgeschoben hat. Nach einem perfekten Start direkt neben Sophie de Türkheim folgte eine schwierige erste Kreuz, währenddessen der Druck wechselweise von links und rechts einsetzte. Die Folge: eine Position an der Luvtonne in den Top 20, doch Nathalie konnte sich im weiteren Wettfahrtverlauf deutlich verbessern, sie ging als 16. durchs Ziel. Im zweiten Race setzte die Seabreeze verstärkt ein und sorgte für noch mehr Dreher und Böhen, mit denen auch viele der Favoriten wie Evi van Acker oder Sara Winter ihre Probleme hatten. Für den gestrichenen 31. Platz konnte Nathalie einen 20. aus dem Qualifying in die Wertung nehmen.

Manon Luther hatte heute keine Chance „inside the race“ zu sein. Mit einem 47., 50 als Streicher und einem 49. Liegt sie derzeit auf dem 49. Gesamtrang. Genügend Zeit am morgigen Ruhetag zu analysieren und sich für die letzten zwei Races nocheinmal voll zu motivieren.

Auch die 470er Jungs Yannick und Romuald konnten sich mit einem 24. Platz in der einzigen Tageswettfahrt heute nicht in der Gesamtrangliste verbessern. Sie rangieren im Moment auf dem 33. Platz. Da Principal Race Officer Charlie Cook den ursprünglichen Reserve Day heute für die 470er als Race Day genutzt hatte, haben Yannick und Romuald morgen gleich wieder zwei Möglichkeiten, ihr Können unter Beweis zu stellen. Diesmal segelt das 470er Goldfleet dann auf dem ufernahen Centre Course, auf dem nächsten Woche hauptsächlich RS:X Windsurfer Richi Stauffacher regattieren wird. Er wird für die beiden sicher noch den ein oder anderen Tip haben.
 
Einstellige Ergebnisse – SST Segler beginnen die Aufholjagd!
7. Dezember 2011


„Freemantle Doctor arrived!“ und damit perfekte Segelbedingungen am heutigen dritten Tag der ISAF Weltmeisterschaft in Perth. Bereits der Wetterbericht am allmorgendlichen Infomeeting der Teamleader hatte alle mit den Wetterkapriolen von gestern versöhnt. Pünktlich konnte auf den Course Areas Success, Parmelia, Leighton und Centre Course gestartet werden und bei ständig zunehmendem und mehr linksdrehendem Thermikwind (wir befinden uns auf der Südhalbkugel) alle drei geplanten Wettfahrten durchgeführt werden.

Nathalie Brugger segelte stabil in ihrer Gruppe. Mit drei Top Starts und gleichem Kreuzspeed wie Evi van Acker, erreichte sie die Luvtonne meist unter den ersten Booten. Deutlich aggressiver ausgerichtet in ihrem strategischen Konzept, konnte sie vornehmlich ihre Position halten oder noch ausbauen. Die Vorwindkurse waren heute wegen der kurzen und steilen Welle (choppy waters) heute technisch sehr schwierig zu segeln. Ab der zweiten Wettfahrt hatte das Race Committee zudem noch die Anzahl der zu segelnden Loops auf drei erhöht. Mit einer Tagesserie 9., 11., 9. verbessert sich Nathalie im Zwischenklassement von Rang 29 auf den 20. Platz.

Laser Coach Didier Charvet: „I`m very happy with my two sailors, because I saw them fighting with a very aggressive attitude. That`s what we needed today - attaquer fort - now we see, it is possible!”

Nach der mehrwöchigen Vorbereitung in Australien, konnte auch Manon heute beweisen, dass sie mithalten kann. Zwar etwas weniger oft war sie auf der linken Seite der ersten Kreuz und damit auch nicht immer unter den Top10 Booten beim Runden der Upwindmark dabei. Doch der Downwindspeed war gut. Mit ihren Platzierungen 19, 17 und 23 heute fiel sie allerdings in der vorläufigen Ergebnisliste nach hinten und rangiert derzeit auf Platz 42.

Ansteigende Form für Brauchli/Hausser, welche sich mit einer stabilen Leistung (12., 9., 13.) heute deutlich verbessert gegenüber dem ersten Tag präsentieren konnte. Nachdem Yannik und Romuald bereits das schlechteste Ergebnis in der Qualifikation, den 26. Platz im 2. Race gestrichen haben, rutschen sie um fast 20 Boote nach vorne auf Platz 29.

Morgen wird in der 470er Klasse ein Race gesegelt und das trotz Reserve Day, welcher aufgrund der beiden ausgefallenen Wettfahrten gestern genutzt wird. Die Laser Radial Damen haben 3 Races und gehen dann in den verdienten Ruhetag. Die Qualifying Round ist damit beendet, morgen wird bereits in Gold- und Silverfleet gesegelt.

Windvorhersage? Bestens!
 
Starke Gewitter verhindern weitere Wettfahrten
6. Dezember 2011


Blitz, Donner und starke Regenfälle sind heute über die Regattabahnen vor Freemantle gezogen und haben alle weiteren Wettfahrten verhindert. Die Segler wurden noch bis kurz 14.00 Uhr Ortszeit auf Standby an Land gehalten, doch auch am späten Nachmittag war nicht an Segeln zu denken.

Zeit genug für Athleten und Coaches, um nochmals die beiden gestrigen Wettfahrten detailliert zu analysieren und sich für morgen vorzubereiten. Dann nämlich sieht es wesentlich besser aus mit der Windvorhersage, weswegen die Wettfahrtleitung je drei Races pro Bootsklasse angesetzt hat.
 

 
Schwieriger Start in die WM
5. Dezember 2011
 
Nachdem der morgendliche Ostwind abflaute und erwartungsgemäss die Seabreeze einsetzen sollte, wurden die Laser Radial und 470 auf die Course Areas geschickt. Doch der berühmte „Freemantle Doctor“ baute sich nicht so schnell auf wie erwartet und die Segler mussten rund eine Stunde in voller Sonne warten. Dann endlich 10-12 Knoten Wind aus 220°.

Nathalie beendete ihr erstes Race auf Rang 13. In der zweiten Wettfahrt wurde sie an der Luvtonne von der chinesischen Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2008 so eng unterwendet, dass sie ausweichen musste…Protest!..China disqualifiziert..doch das Race war gelaufen, Rang 20. Overall liegt sie auf dem 29. Rang.

Manon konnte sich heute gut durchsetzen, Speed und Taktik stimmten. Sie beendete das Auftaktrennen auf einem sehr guten 12. Rang. In der zweiten Wettfahrt musste sie mit einem weniger geglückten Start noch aufholen und landete immerhin auf Platz 26. Damit liegt sie derzeit auf Gesamtrang 36.

Zwei perfekte Starts legten Yannick und Romuald in ihrer 470er Fleet hin. Dies war ihnen in den letzten Monaten nicht mehr so oft geglückt. Stark am Start, jedoch mit zu vielen Fehler in der Grossraumtaktik, kamen sie nicht über zwei Rangierungen im Mittelfeld hinaus.

Insgesamt ein schwieriger Start für die Schweizer Equipe, aber Teamchef Tom Reulein ist dennoch zuversichtlich: „Natürlich wünscht man sich einen guten Regattaauftakt, aber es liegen immerhin noch 8 Races vor uns und unsere Segler konzentrieren sich von Tag zu Tag neu auf ihre Aufgabe. Sie können wesentlich mehr, als sie heute gezeigt haben und werden das auch zeigen“.

Für morgen sind je zwei Races geplant, die Wettervorhersage jedoch verspricht Gewitter und damit ungünstige Bedingungen für den Freemantle Doctor.
 
Manon Luther, Laser Radial
Foto: Jürg Kaufmann
Manon Luther, Laser Radial
 
Ready to start!
4. Dezember 2011
 
Nach der Opening Ceremony am vergangenen Freitag haben Nathalie, Manon, Yannick und Romuald bereits gestern ihre letzten Vorbereitungen abgeschlossen. Noch eine kurze Trainingseinheit auf dem Wasser und die „Equipement Inspection“ heute und dann heisst es: Hopp, Allez la Suisse!

Start zur ersten Wettfahrt der Laser Radial ist morgen (5.12.) um 12.00 Uhr (5.00 Uhr in der Schweiz) auf Course Area „Parmelia“. Die 470er Herren beginnen ihre Wettfahrten um 12.30 Uhr auf der weiter aussen liegenden Course Area „Success“. Geplant sind 2 Races pro Tag.

Nachdem sich heute aufgrund eines kleinen Frontendurchzuges am Nachmittag keine Seabreeze mehr aufbauen konnte, verspricht die Wettervorhersage für morgen drehende und eher leichte Windbedingungen um 8-12 kn.
Lasercoach Didier Charvet: „Wir haben uns hier sehr gut vorbereitet, viel an der Segeltechnik gearbeitet, um bei den verschiedenen Wind- und Wellenbedingungen, Vorwind und auf der Kreuz schnell zu sein. Das sind die beide Damen Manon und Nathalie jetzt“.

Schliesslich ist auch die Zielstellung ehrgeizig. Ein Ergebnis in den Top 5 bedeutet die definitive Vorselektion für die Olympischen Spiele, ein Resultat unter den Top 12 Nationen bereits das Erreichen des Olympiakriteriums von Swiss Olympic.
Die Message von Teamchef Tom Reulein ist klar: „Wir sind nicht hierhergekommen, um an der WM teilzunehmen, sondern um etwas mit nach Hause zu bringen.“

„We are ready to fight – keep the fingers crossed!”
 
Perth 2011 ISAF World Championships eröffnet
2. Dezember 2011
 
"The Fremantle Doctor is calling - may you all achieve your dreams". Mit diesen Worten hiess ISAF President Goran Peterson, Seglerinnen und Segler aus fast 80 Nationen in Perth willkommen. Begleitet von einer australischen Didgeridoo Performance und einem Aborigine Tanz eröffnete Westaustraliens Premier Colin Barnett feierlich die Weltmeisterschaften.

Die rund 1300 Athleten und Coaches waren bereits um 10 Uhr in Fremantle an Bord von mehreren Fähren gegangen und den Swan River hinauf ins Zentrum von Perth gefahren. Nach einer kurze Parade durch Downtown Perth mit vielen Zuschauer am Strassenrand und der abschliessenden Versammlung auf dem Forrest Place ging es im Anschluss mit dem Zug gleich wieder zurück nach "Freo".

Auch wenn Wind weht (Offshore oder eben der "Fremantle Doctor") oder es bewölkt ist, sind die Temperaturen um 35° und die intensive Sonnenstrahlung eine täglich Herausforderung. Mehrmals Sunblocker einschmieren, Sonnenbrille aufsetzen, viel Trinken und immer Schatten suchen sind die "Basic Rules" die man hier schnell lernt. Am heutigen Abend kommen auch die Athleten und Coaches des Swiss Sailing Teams zu einem informellen Meeting zusammen, um anschliessend noch gemeinsam eine BBQ zu veranstalten.

Für die kommenden zwei Tage stehen letzte Materialvorbereitungen, Training und vor allem Regeneration auf dem Programm. Nathalie, Manon, Yannick und Romuald haben am 3. und 4. Dezember noch die „Equipement Inspections“, bevor es dann am 5.12. endgültig mit der 1. und 2. WM Wettfahrt losgeht.
 
Opening Ceremony
Foto: Richard Stauffacher