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Gold und Bronze für die 420er in Istanbul
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Historischer Erfolg der Nachwuchssegler an den ISAF Youth Worlds in Istanbul: Linda Fahrni und Maja Siegenthaler ersegeln sich Gold, Jérémy Bachelin und Alexandre Massard erobern dank einer kämpferischen Leistung Bronze. Es sind dies die ersten Medaillen seit 1994 für den Nachwuchs im Schweizer Segelsport.
Vom 8. bis 16. Juli 2010 haben mehr als 310 Nachwuchssegler in acht Klassen an den ISAF Youth Worlds in Istanbul um die Medaillen gekämpft. Die Schweiz hat zwei 420er Teams und zwei Lasersegler entsandt. Der Erfolg der Schweizer Delegation kann nicht hoch genug bewertet werden:
Linda Fahrni/Maja Siegenthaler vom Thunersee-Yachtclub gewinnen die Goldmedaille. Sie zeigten eine bewundernswerte Konstanz in den insgesamt sieben Läufen [2/3/10/3/1/8/(19)]. Für ihre 17 und 18 Jahre legten sie eine überraschende Abgeklärtheit an den Tag und liessen sich nicht aus der Ruhe bringen als die Wettfahrtleitung für den letzten Tag gleich drei Regatten ansagten.
Jérémy Bachelin/Alexandre Massard vom Cercle de la Voile de Vidy rollten das Feld buchstäblich von hinten auf: Gleich im zweiten Lauf wurden sie mit der Black Flag disqualifiziert, was das Streichresultat bedeutete. Sie zeigten jedoch echte Kämpferqualitäten: Sie meisterten die äusserst schwierigen Windbedingungen hervorragend und klassierten sich bis auf eine Ausnahme in den restlichen Rennen immer in den Topten [6/(Black Flag)/5/20/1/7/8]. Die Bronzemedaille ist der wohlverdiente Lohn für eine aufreibende Woche.
Die Resultate der Laser Radial Segler runden das hervorragende Schweizer Ergebnis ab:
Fiona Testuz brauchte zwar einen Lauf, um mit den starken Strömungen zurecht zu kommen, zeigte im Verlaufe der Woche aber eine konstante Leistung [26/9/(31)/15/30/20]. Sie wurde schliesslich 23. im Feld mit 46 Teilnehmerinnen.
Gaetan van Campenhoudt hatte nicht nur Materialpech (kurz vor dem Start zum vierten Rennen riss sein Baumniederholer), er kämpfte auch mit den zum Teil stark drehenden und böigen Winden. Er wurde 41.
Rainer Staub, CEO der Swiss Sailing Team AG, freut sich natürlich über diesen Erfolg: „ Dieses sensationelle Resultat zeigt, dass wenn alle an einem Strick ziehen, Aussergewöhnliches möglich ist. Die Clubs der sechs jungen Athleten haben eine ausgezeichnete Arbeit geleistet und eine sehr solide Basis gelegt. Tom Reulein, der Headcoach von SST und Delegationsleiter, und Nicolas Novara, 420er Trainer, haben dem Team ihr internationales Know-How weitergeben und dafür gesorgt, dass sich die Seglerinnen und Segler aufs Segeln konzentrieren konnten.“
Der letzte Medaillengewinn für die Junioren wurde 1994 realisiert. Diese Medaillen haben also durchaus historischen Charakter. Die Schweiz ist die einzige Nation bei den 420ern und den Laser Radial, die zwei Medaillen erobert hat.
Die Teams reisen morgen in die Schweiz zurück. Jérémy, Alexandre, Fiona und Gaetan werden um 18.25 Uhr in Genf-Cointrin erwartet. Linda und Maja landen um 16.20 Uhr in Kloten.
ISAF Youth Worlds, Istanbul (TUR) vom 8. – 16. Juli 2010
420er Girl’s (7 Läufe, 26 Boote)
1. Linda Fahrni/Maja Siegenthaler (SUI, Talentpool) 27 Punkte
2. Maelenn Lemaître/Aloise Retornaz (FRAU) 31 Punkte
3. Lara Vadlau/Hannah Hanke (AUT), 35 Punkte
420er Boy’s (30 Boote, 7 Läufe)
1. Jordi Xammar/Joan Herp (ESP) 17 Punkte
2. JaoVillas Boas/Tomas Camelo (POR) 43 Punkte
3. Jérémy Bachelin/Alexandre Massard (SUI) 47 Punkte
Laser Radial Girl’s (46 Boote, 7 Läufe)
1. Viktorija Andrulyte (LTU) 35 Punkte
2. Erika Reineke (USA) 39 Punkte
3. Michelle Broekhuizen (NED) 43 Punkte
23. Fiona Testuz (SUI, Youth Team) 100 Punkte
Laser Radial Boy’s (50 Boote, 7 Läufe)
1. Thomas Saunders (NZL) 41 Punkte
2. Giovanni Coccoluto (ITA) 44 Punkte
3. Keerati Bualong (THA) 44 Punkte
41. Gaetan van Campenhoudt (SUI) 187 Punkte
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» Artikel aus der 20min
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15. Juli - Schweizer Boote auf Medaillenkurs!
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Es wurde ein harter und langer Tag auf dem Wasser, nachdem für alle Bootsklassen bereits um 10.30 Uhr und damit sehr früh, die Flagge gehisst wurde. Die Wettfahrtleitungen hatten nach einigen Windarmen Tagen eine zusätzliche Wettfahrt angesetzt. Die einsetzende Seebrise konnte sich aufgrund eine stabilen Luftschicht über Istanbul nur schwach durchsetzen und war dementsprechend labil in Richtung und Stärke. Erst am späten Nachmittag konnten die Race Commitees bei 10-13 kn nordöstlichen Winden, den eigentlich in dieser Jahreszeit vorherrschender Windrichtung, die ersten Rennen starten.
"Two Bullets", d.h. zwei erste Plätze im ersten Rennen der 420er Girls und Boys, ein Traumstart in diesen schwierigen Entscheidungstag und eine Starke Nervenleistung der beiden Teams nach 5 Stunden Wartezeit auf dem Wasser. Diesem Rennen waren bereits einige "Startübungen" und Wettfahrtabbrüche vorausgegangen. Auch im zweiten Tagesrennen konnten Maja und Linda, sowie Alex und Jeremy performen und fanden sich bei Rückkehr an Land auf Rang 1 bzw. 3 der vorläufigen Ergebnisliste und damit auf Medaillenkurs wieder. Daran konnte auch ein Protest des französischen und österreichischen Teams wegen einer angeblichen Bojenberührung, der abgewiesen wurde, nichts mehr ändern.
In den beiden starken Laser Fleets wurden nach 3 Stunden Warten auf dem Wasser und einer weiteren Startverschiebung an Land drei sehr kurze Wettfahrten durchgezogen. Bei ungewöhnlich stark drehenden und böigen Winden reichte es für Fiona leider nur für einen 16. und 19. Platz, sowie für ein Streichergebnis (overall 23) Gaetan konnte mit platz 19 in der letzten Wettfahrt sein bisher besten Ergebnis ersegeln und liegt auf rang 41.
Heute ist der letzte „racing day“; eine Abschlusswettfahrt ist angesetzt und die Windprognose ist gut.
Noch einmal ist das Motto "volle Konzentration" und dann...?!!
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14. Juli - 3. Race Day
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Wiederum konnte auf dem Marmara Meer vor Istanbul nur eine Wettfahrt in der 420er und Laser Radial boys Klasse gesegelt werden, da sich erst am späten Nachmittag eine leichte Thermik mit 5-6 knoten aus 245 grad aufbauen konnte.
Das lange Warten hat den auf Medaillenkurs liegenden Mädels vom Thuner Yacht Club nicht geschadet. Auf dem zweiten Rang liegend wurden sie zwar noch von den führenden Österreicherinnen überholt und brachten jedoch einen sehr guten 3. Platz ins Ziel. Weniger gut gesegelt waren Alex und Jeremy heute. Bereits kurz nach dem Start hatten sie mit viel Abdeckung von einigen später aufgrund Frühstart disqualifizierten Booten zu kämpfen und konnten sich im weiteren Verlauf nicht mehr weiter nach vorne arbeiten. Zu schwierig war heute der Einstieg in den relativ unsystematischen Windrhythmus.
Den schwärzesten Tag dieser Serie erlebte Gaetan. Einen gerissenen Baumniederholer konnte er kurz vor der Wettfahrt noch austauschen. Zwei Starts mit Blackflag überstand er schadlos und konnte aufgrund gutem Speed und
richtigen grossraumtaktischen Entscheidungen als 6. die Luvtonne runden. Mitte des Vorwindes wurde er zum zweiten Mal wegen Pumpens geflagt und musste das rennen vorzeitig beendet.
Immerhin drei perfekte Starts hintereinander absolvierte Fiona mit freiem Wind und guter Beschleunigung. Das 3. Race der Damen konnten dann wegen einsetzen totaler Flaute leider nicht beendet werden.
Am Morgen des vorletzten Wettfahrtstages sind anstatt zwei nun drei Rennen angesetzt und zumindest für alle Klassen einen Streicher in die Wertung nehmen zu können.
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12. Juli - 2. Race Day
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Lange mussten die Segler heute auf ihre Wettfahrten warten. Mit nahezu keinem Gradientwind und einer nicht so richtig einsetzender Seebrise brachte erst der Abendwind die entsprechenden Bedingungen, um auf allen Kursen mindestens ein Rennen durchführen zu können.
Am besten lösten Alex und Jeremy die aufgrund unterschiedlicher Strömungen und Windgeschwindigkeiten sowie einer durch Landeffekte hervorgerufene Windbiegung äusserst schwierigen Bedingungen. Sie wurden 6. und segelten damit zum zweiten Mal in die Topten. Genau zehnte wurden Linda und Maja, die nach einem nicht ganz optimalen Start eine Aufholjagd par Excellence starteten.
Pech hatten wiederum die Laser Radial Segler Gaetan und Fiona. Auf Platz 15 liegend erreichte Gaetan die Leetonne in einem Pulk von ca. 40 Booten auf der Aussenseite und finishte als 27. Fiona konnte ihre gut gesicherte 13. Position vor der zweiten Kreuz ebenfalls nicht ins Ziel bringen und beendete diese Wettfahrt unglücklich auf platz 35 - ihrem bisherigem Streichergebnis.
Am morgigen Dienstag ist lay-day. Für Mittwoch sind wiederum 3 Wettfahrten angesetzt.
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11. Juli - Traumstart für Linda und Maja
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Mit einem Traumstart begann heute ISAF Youth Worlds für die beiden 420er Damen Linda und Maja. Sie belegten in den zwei Wettfahrten bei 6-8 Knoten Wind und heissen Temperaturen einen 2 und 3 Platz. Vor allem ihr Speed auf Kreuz- und Vorwind war überragend. Auch die 420er Jungs Alex und Jeremy sind schnell unterwegs und konnten mit einem 6. Platz brillieren. Im zweiten Rennen waren sie aufgrund einer Black Flag Disqualification auf Platz vier liegend an der Luvtonne aus dem Rennen genommen worden.
Für Gaetan verlief der Auftakt nicht nach Wunsch. Nach einem ungewohnt schlechten Start konnte er aufgrund vieler Abwinde sich nicht weiter nach vorne verbessern und beendete seine erste WM-Wettfahrt als 46. Im zweiten Rennen erreichte er als 30. von 50 Booten eine bessere Position. Auch Fiona brauchte eine Wettfahrt, um mit den starken Strömungen (20-25m/min) auf dem Kurs zu Recht zu kommen. Auf den 26. Platz im ersten Race folgte ein dritter Rang nach der ersten Luvtonne. Im Verlauf dieses Rennens verlor sie wegen eines Winddrehers noch 6 Plätze und war gute 9. im Ziel.
Eine dritte geplante Wettfahrt konnte nicht mehr angeschossen werden, da der Wind hierfür nicht mehr ausreichte.
Für Morgen sind wiederum drei Races geplant, dann haben die Segler einen Ruhetag.
"Alle, selbst Gaetan, haben das Gefühl, dass sie vorne mitsegeln können. Der Speed stimmt, die grossraumtaktischen Entscheidungen stimmen und bei den Windvorhersagen für die nächsten Tage können wir optimistisch sein. Es sind jedoch erst 2 von 12 Wettfahrten gesegelt, dementsprechend ist alles noch offen.." so Headcoach Tom Reulein.
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10. Juli - Training Day
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Regnerisch und mit 20 Grad Lufttemperatur viel zu frisch, so startete gestern (9.7.) die vierzigste Edition der ISAF
Youth World Championship mit dem offiziellem "Training Day". Bei auflandigen 13-15 kn Wind aus NW bis W und 1m Welle liefen die meisten der insgesamt 344 Seglerinnen und Segler aus 63 Nationen zum ersten Austesten der vom Veranstalter gestellten Boote aus. Auf insgesamt 3 Racing Areas segeln 8 Disziplinen (Laser Radial m/w, 420er m/w, 29er open, RS:X m/w und Sirena ihre 12 Wettfahrten aus. Traditionell hat diese Weltmeisterschaft, für die sich in jeder Disziplin jeweils nur eine Mannschaft pro Nation qualifizieren kann, eine nahezu olympische Atmosphäre. Viele spätere Medaillengewinner und Meister haben ihre erfolgreiche Segelkarriere bei dieser Veranstaltung begonnen.
Die Schweiz hat Segler in vier Disziplinen am Start:
420er weiblich: Linda Fahrni und Maja Siegenthaler
420er männlich: Alexandre Massard und Jérémy Bachelin
Laser weiblich: Fiona Testuz
Laser männlich: Gaetan van Campenhoudt
Als Zweihandcoach ist Nationaltrainer Nicolas Novara, als Einhandcoach SST Headcoach Tom Reulein gemeinsam mit nach Istanbul gereist.
«Wir werden hier schon ein hohes seglerisches Niveau der führenden Nationen wie Frankreich oder Grossbritannien
sehen, brauchen uns selbst aber nicht zu verstecken.» Das ist das Motto, mit dem unser Team in die morgigen Practice Races gehen wird, um die speziellen Windbedingungen auf der Bahn kennenzulernen. derweil müssen die Betreuer mit einem gemeinsamen Coachboot, welches nahe der Startzone ankert, vorlieb nehmen.
Bei der heutigen Opening Ceremony um 18.00 Uhr im Ball Room des Sheraton Hotels wird neben dem feierlichen Einmarsch der Teams das mitgebrachte Wasser aller Nationen in der sogenannten «Water Ceremony» gemischt, um die Völkerverständigung zu symbolisieren.
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